schrieb am 22.09.07 04:48:42
Ich denke nicht, dass es zum Aus für alle GbR-Clubs führen wird...
sondern 'nur' zu Mehraufwand bei der Abrechnung. Die meisten / alle
Verwaltungsprogramme für Investmentclubs werden wohl entsprechend
erweitert werden... wenn man die Abrechnung und Steuererklärung
bisher selbst gemacht hat, kann man mit entsprechendem Aufwand dies
auch so erweitern, dass es wieder funktioniert...
Die Haftung ist nicht prinzipiell anders als jetzt, weil man sich
auch jetzt schon bei Abrechnungen und der Steuererklärung vertun
kann...
Für unseren Investmentclub denke ich, dass die Rückstellungen 'im
Clubanlagevermögen' verbleiben und eben nur nicht anteilig bei
einer Auszahlung ausgezahlt werden... bei einer konservativen
Anlagestrategie sollte es nicht dazu kommen, dass dann nach 1 Jahr
das Geld für die Abgeltungssteuer-Abführung ans Finanzamt nicht
mehr da ist...
Trotzdem hat die Politik der Idee der Investmentclubs einen 'großen
Dienst' erwiesen... und gerade für manchen kleinen Investmentclub
(und der Bilderbuch-Investmentclub ist ja klein und persönlich)
kann der Mehraufwand natürlich der Grund sein, der zur Aufgabe
führt...
schrieb am 19.09.07 15:44:27
Antwort auf Beitrag Nr.:
31.643.219 von Matze900 am 18.09.07
13:35:52Die Abgeltungssteuer wird m.E. nach zum Aus für
alle GbR-Clubs führen, zumindest für diejenigen Clubs, die es mit
der Abrechnung korrekt machen wollen. Die Probleme: Es müssen bei
jedem Trade, bei jeder Dividende und bei jeder Änderung der
Mitgliederanteile (z.B. Ein- o. Auszahlung) virtuelle
Rückstellungen gebildet werden. Was, wenn man sich damit versieht?
Wer haftet? Außerdem: Was mit dem zurückgestellten Geld machen?
Sicher anlegen? Hätte zur Folge, dass der positive
Thesaurierungseffekt von wiederangelegten Gewinnen geschmäler wird.
Clubs würden langfristig eine schlchtere Performance als Fonds
aufweisen. Wer nicht genug Kapital hat, um sich in einen
Investmentfonds umzuwandeln, dürfte nach meiner derzeitigen
Einschätzung 2009 nicht lange überleben.
schrieb am 18.09.07 13:35:52
Hätte auch noch ne Frage zur Abgeltungssteuer:
Zinsfreibetrag! bleibt er noch bestehen? oder ist er dann auch
hinfällig?
schrieb am 18.09.07 11:44:23
Schau dir mal http://www.world-money.com/ an
schrieb am 18.09.07 11:00:13
Hallo
was hälts ihr von dem Bericht in der letzten Börse Online , über
die Probleme die es ab 2008 für Investmentclubs geben wird.
Da muß man ja extra einen Studierten einstellen, der das
ausrechnet....
"Das berichtet das Anlegermagazin ,Börse Online‘ in seiner
aktuellen Ausgabe (38/2007). So wird die Steuerabrechnung für die
Anlegervereinigungen, die meist als Gesellschaften bürgerlichen
Rechts organisiert sind, künftig deutlich komplizierter.
„Gibt ein Clubmitglied beispielsweise Anteile zurück, muss für
jeden einzelnen Depotwert berechnet werden, wie hoch der Kursgewinn
für das einzelne Clubmitglied während der Laufzeit seiner
Mitgliedschaft war“, sagt Markus Miller vom Informationsportal
geopolitical.biz im Gespräch mit ,Börse Online’. Dann müsse dieser
fiktive Kursgewinn auf eine Art Rückstellungskonto gebucht werden.
Wenn dann eines Tages die Aktie aus dem Clubdepot verkauft wird,
muss der Gesamtbetrag – Abgeltungssteuer für aktive Mitglieder plus
Abgeltungssteuer auf das einzelne Rückstellungskonto – an den
Fiskus überwiesen werden.
Der bürokratische Aufwand könnte dazu führen, dass kleinere Clubs
aufgeben. Größere Clubs erwägen nach Angaben des Anlegermagazins
dagegen, sich in Investmentfonds umzuwandeln, um die neuen Regeln
zu umgehen.
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