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Wellenenergie, Schwung für\'s Depot, oder ein langer Weg. [Thread-Nr: 1086180] ( Seite 36)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 28.09.07 22:45:02
von
neuster Beitrag 10.03.12 19:50:59
von

Anzahl Beiträge: 366
Aufrufe gesamt: 58.847
Aufrufe heute: 7
Diskussionsnr.: 1.133.389

Ocean Power Tech

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schrieb am 28.02.11 20:04:09
Beitrag Nr.351 
(41.120.595)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.031.033 von teecee1 am 13.02.11 11:37:32 Netzüberlastung
Der große Stromausfall kommt

Das ostdeutsche Hochspannungsnetz ist im Dauerstress wegen der Windenergie. Es droht der große Blackout, wenn der durch Windräder produzierte Strom nicht genauso schnell verbraucht wird, wie er entsteht.

Von Winand von Petersdorff

28. Februar 2011 Bald ist Ostern. Das ist einer dieser verdammten Feiertage, vor denen Wolfgang Neldner Angst hat. Denn wenn es Ostersonntag windig und warm wird, droht der Zusammenbruch der Stromversorgung in Ostdeutschland. Der Schutz der Stromversorgung ist Neldners Job. Er ist Technischer Geschäftsführer einer Gesellschaft namens 50Hertz Transmission, die nur Eingeweihte kennen. Deren Bekanntheit könnte aber schlagartig wachsen, wenn großflächig die Lichter ausgehen. Dann würden die Leute schnell lernen, dass die 50Hertz Transmissions GmbH das Höchstspannungsnetz managt, an dem in Ostdeutschland und Hamburg 18 Millionen Menschen, ungezählte Fabriken, Behörden, Büros – und die Bundesregierung hängen. (...)



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Strom auf Halde
23.02.11 – Gregor Honsel

Pumpspeicherkraftwerke sind die bisher einzige wirtschaftliche Technik, Strom im großen Maßstab zwischenzulagern. Doch in Mitteleuropa gibt es kaum noch Flächen für neue Anlagen. Forscher entwickeln teils gigantomanische, teils verblüffend einfache Ideen für weitere Speicherkapazitäten. (...)



So skurril die Idee anmutet, sie behandelt doch ein drängendes Problem: Photovoltaik und Windkraft speisen ihren Strom nur unregelmäßig ins Netz ein. Um eine zuverlässige Energieversorgung zu ermöglichen, braucht man jedoch immer mehr Zwischenspeicher für diesen steigenden Ökostrom-Anteil. Experten schätzen, dass in den nächsten Jahrzehnten europaweit zwischen 15 und 480 Terawattstunden Speicherkapazität zugebaut werden müssen. Im großen Maßstab sind heute dafür jedoch nur Pumpspeicherkraftwerke verfügbar. Allerdings gibt es in Mitteleuropa dafür kaum noch neue Standorte.

Detlef Schulz und Michael Jordan von der Bundeswehr-Universität Hamburg haben deshalb untersucht, ob sich stillgelegte Braunkohletagebauten oder Kreidesteinbrüche als Speicher nutzen lassen. Ihr Ergebnis: Etwa ein Zehntel der bereits gefluteten Tagebau-Restlöcher, schätzen die Forscher, wären als Standort für Speicher geeignet. Das entspricht einer Kapazität von rund 80 GWh – genug, um den gesamten deutschen Windstrom mehr als drei Stunden lang aufzunehmen. (Gregor Honsel) / (bsc)

Kaum weniger gigantomanisch ist eine Idee aus Schweden. ...
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Andreas Preißner
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schrieb am 28.02.11 20:21:59
Beitrag Nr.352 
(41.120.708)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.019.578 von teecee1 am 10.02.11 19:16:58 ... :rolleyes: ... noch mehr von smart shit

Zeitvariable Stromtarife lohnen sich bisher kaum
Verivox | 28.02.2011

Heidelberg. Verivox hat die zeitvariablen Stromtarife der 100 größten Grundversorger untersucht. Der Vergleich mit normalen Tarifen zeigt, dass sich die zeitvariablen Angebote der Energieversorger bisher noch kaum lohnen, da sie von den Verbrauchern viel Aufmerksamkeit verlangen und ihr Einsparpotenzial nur gering ist. (...)



Die zeitvariablen Angebote lohnen sich nicht

Um die Kosten zeitvariabler Tarife mit Einheitstarifen zu vergleichen, hat Verivox die neuen Angebote den herkömmlichen Grundversorgungstarifen gegenübergestellt. Geht man davon aus, dass der Verbrauch eines Musterhaushaltes dem „Standardlastprofil“ privater Haushalte entspricht, ergibt der Kostenvergleich für 4000 kWh nur eine geringe Einsparung von durchschnittlich 18 Euro pro Jahr.
Dabei fallen große Preisunterschiede zwischen den Versorgern auf. So ist der zeitvariable Tarif der Stadtwerke Münster bei gleichem Verbrauch 62 Euro teurer als der normale Grundversorgungstarif. Bei der Energiedienst AG hingegen ist der zeitvariable Tarif rund 120 Euro günstiger als die Grundversorgung.

Nennenswerte Ersparnis nur bei sehr starker Verhaltensumstellung

Um eine höhere Ersparnis zu erreichen, müssen die Kunden ihr Verbrauchsverhalten drastisch ändern. Wenn sie es schaffen, 10 Prozent (400 kWh) ihres Stromverbrauchs in die günstigeren Zeitzonen zu verlagern, werden die jährlichen Stromkosten um durchschnittlich 44 Euro reduziert. Um diese Einsparung gegenüber dem Grundversorgungstarif zu erzielen, muss das tägliche Leben jedoch dem Diktat des Stromzählers unterworfen werden. Denn einige wesentliche „Stromfresser“ wie Gefriergeräte und Kühlschränke müssen immer laufen. Die Benutzung von Wasserboiler, Unterhaltungselektronik, Ofen und Herd unterliegt dem Alltagsrhythmus der Verbraucher. Um das Verbrauchsverhalten zu ändern, kann der Einsatz von Waschmaschine, Trockner, Geschirrspülmaschine und Bügeleisen noch am ehesten beeinflusst werden. Aber auch hier setzt die individuelle Wohnsituation oft enge Grenzen. (...)
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schrieb am 03.03.11 20:02:27
Beitrag Nr.353 
(41.143.382)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.120.595 von teecee1 am 28.02.11 20:04:09Unterwasserdrache soll Ökostrom liefern
Von Marlies Uken 3. März 2011 um 11:32 Uhr


Copyright: Minesto

Was die schwedische Firma Minesto vorhat, sieht auf den ersten Blick ganz schön futuristisch aus: Ein Unterwasserdrache, auf dem Meeresboden mit einem langen Haltegurt installiert, gleitet sanft durchs Meer. An dem etwa zwölf Meter langen Drachen sind eine Turbine und ein Stromgenerator befestigt, die durch die Meeresströmung Strom produzieren. Hier gibt’s ein anschauliches Video:

Auch wenn die Leistung sich noch im kleinen Bereich abspielt – zwischen 150 und 800 Kilowatt Kapazität könnte eines dieser Unterwassersegel als Prototyp haben – Minesto will mit Deep Green günstiger Strom produzieren als vergleichbare andere Wellenenergie-Technologien (etwa die Meeresschlange Pelamis). Die Firma betont, dass sich Deep Green vor allem für Gewässer mit wenig Strömung eigne. Im Jahr 2020 wolle man vor der britischen Küste mit den Wasserdrachen rund 540 Gigawattstunden jährlich produzieren.

Schau’n mer mal. In der Praxis kommen doch ganz schön viele Herausforderungen auf die Schweden zu. Wie hält man solche Anlagen in Schuss? Das Meer sieht ja selten so klinisch aufgeräumt aus wie ein Experimentieraquarium an Land, sondern ist voll mit Pflanzen, Fischschwärmen, Plastikmüll. Und Reparaturen in 100 Metern Wassertiefe sind nicht gerade einfach und günstig.

Die britische Klimaschutz-Organisation Carbon Trust glaubt trotzdem an die Entwicklung: Sie stellte jüngst umgerechnet mehr als 400.000 Euro für d…
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schrieb am 08.03.11 20:56:35
Beitrag Nr.354 
(41.167.344)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.120.595 von teecee1 am 28.02.11 20:04:09 ... :rolleyes: ... Wohl dem, der sein Stromnetz verkauft ...

Das Stromnetz braucht Speicher – möglichst schnell

Stromnetze: Der Anteil der erneuerbaren am Verbrauch elektrischer Energie soll bis 2030 in Deutschland mindestens 50 % erreichen. Doch Wind und Sonne sind nicht kontinuierlich verfügbar. Der Umbau geht also nicht ohne massive Speicherkapazitäten. Das bietet auch erhebliches Marktpotenzial.

VDI nachrichten, Düsseldorf, 4. 3. 11, swe

„Wir müssen uns Ziele setzen, damit Speicher wirtschaftlich werden.“ So umreißt Dirk Uwe Sauer, Professor an der RWTH Aachen und einer der maßgebenden deutschen Experten für elektrische Energiespeicher, die aktuelle Situation der erneuerbaren Energien und ihrer Rolle in der politisch gewollten Energiewende.

Gleichzeitig prognostizieren die Marktforscher der Boston Consulting Group, das Geschäft mit Energiespeichern werde stark wachsen. Weltweit gebe es heute 100 GW Speicherkapazität, man brauche jedoch bis 2030 jedoch 330 GW, was Investitionen von 280 Mrd. € entsprechen würde.

Daher stehen die Speichertechnologien, keinen Tag zu früh, in der Mitte der Diskussion. Ansätze und Initiativen gibt es in Hülle und Fülle. Das erschwert die Bewertung für den gesamtwirtschaftlichen Erfolg. Die fünfte „International Renewable Energy Storage Conference“ (IRES) Ende November in Berlin hat das klar gemacht.

„Was wir brauchen, ist ein strategischer Ansatz“, sagt Sauer. Der Anspruch richtet sich an Technologen wie Stromanbieter. „Die Kraftwerks-kapazität übernimmt mehr und mehr Regelfunktionen in den Netzen.“ Speicher müssen sie dabei unterstützen. „Das Nachfahren der Kraftwerke ist zu teuer.“

Die Spitzen und Lücken von Wind und Sonne müssen systematisch geglättet werden. Und zwar bald. Sonst wird eine ebenso fluktuierende Zwangsabschaltung der heute priorisierten Erzeuger erneuerbarer Energien zum Programm. Die Speicherkapazität im deutschen Netz, heute zu 95 % aus Pumpspeicherkraftwerken mit 6,6 GW Kapazität, müsse, so Sauer, verzehnfacht werden.

Aber wie? „Eine komplexe Frage ohne Antwort“, sagt Sauer. Die Vorschlagsliste möglicher Speichertechnologien ist lang. Deshalb, so Sauer, sei eine Klassifizierung nach Funktion und Nutzwert nötig, um alle Ansätze zielpragmatisch zu sortieren.

Modulare Speicher mit Doppelnutzung, also dezentrale Systeme. Dazu zählen Elektrofahrzeuge und auch der inzwischen geförderte Eigenverbrauch aus Photovoltaikanlagen.

Modulare Speicher für den Netzeinsatz sind Akkumulatoren, die neueren Redox-Flow-Batterien, supraleitende Spulen und „Supercaps“. Und die guten alten Schwungradspeicher.

Zentralisierte Großspeicher stehen im Gegensatz zu modularen und dezentralen, am Ort der Erzeuger platzierten Speichern. Dies sind Hydro-Pumpspeicher, Luftdruckspeicher und die Wasserstofferzeugung.

Zeitliche Energiespeicherkapazität ist die nächste Dimension der Klassifikation. Kurzzeitspeicher puffern Sekunden bis Minuten bei großem Verhältnis von Leistung zu gespeicherter Energie. Dazu zählen Batterien und Schwungräder. Mittelfristige Speicher überbrücken einige Tage – wie Hydro, Luftdruck, Redox-Flow-Batterien oder Elektrofahrzeuge. Langzeitspeicher, etwa Pumpspeicher oder Wasserstoff, bewahren die Energie über Wochen und Monate.

Differenzierung nach Energiewandlermedien nebst ihren Stärken und Schwächen könnte ebenfalls hilfreich beim gebotenen raschen Aufbruch in das neue Speicherzeitalter sein. „Electricity to Electricity“ ist die Stromentnahme aus dem Netz und ihre zeitversetzte Rückeinspeisung. „Anything to Electricity“ steht für Stromerzeugung aus anderen Energieformen oder die – virtuelle – Stromspeicherung durch die Steuerung von Stromverbrauchern. Schließlich ist „Electricity to Anything“ die negative, unproduktive Form der „Speicherung“ von Elektrizität in Energieformen mit niedrigerer Wertigkeit, auch Exergie genannt. Also in Kauf genommene Verluste durch Wärme oder Reibung.

Anhand dieser zugegeben abstrakten Klassifikation des Speichernutzens lassen sich der Wettbewerb und der Zeitrahmen der unterschiedlichen technischen Realisierungen evaluieren und beschreiben. Denn, das ist wichtig, sie alle wirken auf denselben Markt. In diesem Umfeld entscheiden dann kurz- und langfristige Handelsgrößen: Investitionen, Lebensdauerkosten und Umweltlasten.

„Bisher war das Netz so gut, dass es alle Zulieferungen aufnehmen konnte“, resümiert Sauer. Jetzt muss dringend etwas unternommen werden. Anders als das Gasnetz fungiert das Stromnetz nicht per se als Speicher. Das geltende Energiekonzept der Bundesregierung aber enthält keine Modelle, die das Speicherprinzip aufwerten. Ob die gebotene Umsteuerung auf die Speicherung bis 2020 machbar ist, ist zu bezweifeln.

WERNER SCHULZ
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schrieb am 15.03.11 21:15:20
Beitrag Nr.355 
(41.211.840)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.167.344 von teecee1 am 08.03.11 20:56:35Experten: Deutschland ohne Atomstrom möglich

Sibylle Gassner |Dienstag, 15. März 2011, 16:14 Uhr

Die Katastrophe in Japan hat nicht nur Bundesregierung zu einer atemberaubenden Kehrtwende bei der Atompolitik veranlasst – auch weltweit ist die Debatte in vollem Gange. Experten erwarten international eine Wende in Richtung erneuerbare Energien. Doch was ist wirklich möglich?

... :rolleyes: ... Kälte & Wärme speichern...


Mit Eis speichert diese Batterie Energie. Es gefriert Nachts Wasser zu Eis, dass dann tagsüber für den Betrieb
von Klimaanlagen verwendet wird.


... :rolleyes: ... Nachtspeicherheizung ...

Vielversprechend ist auch die Speicherung in geschmolzenem Salz. SolarReserve will auf diese Weise
eine 100 Megawattanlage in der Wüste Nevadas bauen.


... :rolleyes: ... jetzt bin ich auf eine dumme idee gekommen ... die ich leider nicht veröffentlichen kann da sie zum jetzigen zeitpunk zu makaber ist...
_________________________________________________________________________________________

RATGEBER: Stromautobahnen für Abschied von der Atomkraft
vor 4 Std. 24 Min.

Sebastian Bronst


Die befürchtete Reaktorkatastrophe von Fukushima hat die deutsche Diskussion um einen Ausstieg aus der Atomkraft und den möglichst schnellen Übergang zum Zeitalter der erneuerbaren Energieträger neu entfacht. Nach dem Energiekonzept der Bundesregierung sollen bis 2050 ohnehin 80 Prozent der Stromerzeugung aus alternativen Quellen gedeckt werden. Damit dies gelingen kann, müssen aber noch eine Reihe drängender Probleme gelöst werden:

AUFBAU SOGENANNTER STROMAUTOBAHNEN (...)
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schrieb am 21.03.11 20:03:25
Beitrag Nr.356 
(41.243.862)
Antwort
Zitat
21.03.2011, 10:00
Gründertagebuch enable2start

Anruf von der Zielgruppe



21.03.2011 - Smart Hydro Power: Immer mehr Menschen interessieren sich für das Wasserkraftwerk von Gründer Karl Kolmsee. Und der interessiert sich dafür, wie schnell Flüsse fließen. von Claus Hornung

Der meistgenutzte Gebrauchsgegenstand bei [urlSmart Hydro Power]http://www.smart-hydro.de/disclaimer.html[/url] ist weiterhin das Telefon. Nicht nur, weil Gründer Karl Kolmsee weiterhin dabei ist, die Präsentation seines Mini-Wasserkraftwerks am 4. April zu organisieren. "Es gibt zunehmend Anfragen von Menschen, die auf unsere Technik aufmerksam geworden sind", sagt er.

Drei Gruppen von Interessenten gibt es. Zum einen sind es Betreiber von kleinen, privat geführten Wasserkraftwerken, von denen es vor allem in Bayern und Baden-Württemberg viele gibt. An zweiter Stelle stehen Landwirte, die sich autonom mit Energie versorgen wollen.

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Und dann gibt es noch Betreiber von kleinen Unternehmen, die schon zu früheren Zeiten mit Wasserkraft betrieben wurden: etwa ein Sägewerk und eine kleine Papiermühle. "Das sind genau die Zielgruppen, die wir im Visier haben", sagt Kolmsee und strahlt.

Eine Voraussetzung, die alle Interessenten mitbringen müssen, um zu Kunden werden zu können, ist eine passende Fließgeschwindigkeit des Gewässers, in dem sie das Kraftwerk versenken wollen.


Dauertelefonierer: Karl Kolmsee in seinem Büro in Feldafing

Aus diesem Grund hat sich Kolmsee gerade einen weiteren Gebrauchsgegenstand zugelegt. Ein Flow Meter - eine zwölf Meter lange Teleskopstange mit einem faustgroßen Rotor am Ende, mit dem man die Fließgeschwindigkeiten messen kann.

1100 Euro hat Kolmsee dafür gezahlt. "Damit werden wir jetzt durch die Gegend reisen", sagt er. Auf Dauer sollten die Kunden zwar selbst messen. "Aber gerade am Anfang wollen wir den Kunden einen Komplett-Service bieten."

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21.02.2011, 10:00
Gründertagebuch enable2start

Der Event-Planer

21.02.2011 - Smart Hydro Power: In wenigen Wochen präsentiert Gründer Karl Kolmsee sein Wasserkraftwerk der Öffentlichkeit. Bis dahin braucht er noch einiges: Ein Boot. Einen Kran. Gäste. Und noch ein paar Bauteile für das Kraftwerk. von Claus Hornung
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schrieb am 26.03.11 20:44:53
Beitrag Nr.357 
(41.271.168)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 41.120.708 von teecee1 am 28.02.11 20:21:59Sind die smarten Stromzähler ein Flop?
Von Marlies Uken 25. März 2011 um 15:17 Uhr

“Smart Meter” heißen sie – intelligente Stromzähler, die den Stromverbrauch digital anzeigen können. Geht es nach der Politik, sollen sie bald flächendeckend in deutsche Haushalte einziehen und so Kunden zum Stromsparen animieren. Am Computer lässt sich dann ablesen, wie sich der Verbrauch entwickelt und welche Geräte Stromfresser sind. Stromkonzerne wie etwa Yello werben für den Wechsel zur digitalen Box, in Neubauten sind sie bereits bereits Pflicht.

Doch inzwischen mehren sich die Kritiker. “Placebo-Maßnahme”, “Geldvernichtungsmaschine” oder “das nächste E10 der Politik” sind noch die freundlicheren Bewertungen, die ich jüngst über die “smart meters” gehört habe. Der Vorwurf: Die digitalen Stromzähler rechnen sich bislang in den wenigstens Fällen und sind technisch unausgereift.

So bietet etwa die EnBW-Tochter Yello inzwischen deutschlandweit den Digi-Stromzähler an - 79 Euro kostet die Installation. Wer dann dazu passend den Sparstromtarif wählt, kann ein bis drei Cent je Kilowattstunde sparen. Aber leider gibt´s den Stromspartarif nur zwischen 22 und 6 Uhr . Bei welchen Geräten ist man tatsächlich bereit, sie gezielt nur nachts anzuschalten? Die Wasch- und die Spülmaschine vielleicht, den Fernseher wohl kaum.

Wie erfolgreich die digitalen Zähler ankommen, mag Yello auf Anfrage nicht konkretisieren. In einer Email heißt es:

“Wir decken mit unserem Produktangebot „Yello Sparzähler online“ die natürliche Nachfrage ab. Bitte haben Sie jedoch Verständnis dafür, dass wir aus Wettbewerbsgründen keine konkreten Verkaufszahlen nennen.”

Na, nach einem riesigen Ansturm klingt das nicht.

Das Problem ist: Selbst wenn der Stromkunde nun seinen Verbrauch kennt und schick am Computer ablesen kann – einen Anreiz, etwas im großen Stil zu ändern, hat er noch nicht. Dafür fehlen passende Stromtarife am Tag, sagt Yello:

“Der Yello Zähler ist technisch auch heute schon in der Lage, noch variablere Tarife abzubilden – allerdings können wir solche Tarife erst dann anbieten, wenn der regulatorische Rahmen insbesondere durch die Bundesnetzagentur hierfür geschaffen ist.”

Vor allem aber fehlen Geräte, die ihren Stromverbrauch selbst steuern können: Die Kühltruhe, der sich selbst anschaltet, wenn gerade viel günstiger Windstrom im Netz ist. Und sich über die Mittagszeit, wenn der Strombedarf generell hoch ist, mal für ein paar Stunden selbst abschaltet.

So lange die Technik im Haus noch nicht so weit miteinander vernetzt ist, sind die digitalen Kästen vor allem etwas für Technikbegeisterte. Und einige Fachleute schätzen, dass die Stromsparmöglichkeiten in der Industrie sowieso viel größer sind als bei den Privatkunden.

25 Kommentare
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schrieb am 03.07.11 14:25:53
Beitrag Nr.358 
(41.735.120)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 41.271.168 von teecee1 am 26.03.11 20:44:5301.07.2011 10:09
Intelligente Stromnetze: (Dumme bzw. faule Endkunden) Microsoft stoppt Endkunden-Dienst

Die IT-Konzerne scheinen kein besonderes Glück dabei zu haben, sich den für die Zukunft erwarteten Markt mit intelligenten Stromzählern (Smart Meter) für Endkunden frühzeitig zu erschließen: Nachdem Google vor wenigen Tagen die Einstellung seines Projekts PowerMeter verkündete, folgt nun Microsoft. Der Konzern erklärte, sein Projekt Hohm werde zum 31. Mai 2012 eingestellt.

Der Dienst Hohm sollte US-Kunden bei der effizienten Energienutzung helfen. Anwender meldeten sich dafür mit ihrer Windows Live ID sowie Postleitzahl an und konnten ihren Energieverbrauch mit regionalen und nationalen Durchschnittswerten vergleichen. Wenn sie diverse weitere Angaben machten, beispielsweise zu ihrer Wohnfläche oder der Marke ihres Boilers, erhielten sie Empfehlungen zur Energieeinsparung. Hierfür wurden Algorithmen und Daten verwendet, die vom Lawrence Berkeley National Laboratory und vom US-Energieministerium bereitgestellt wurden. In der Betaphase sollten die Analyseergebnisse durch Rückmeldungen von Nutzern, Gemeinden und Energieversorgern verfeinert werden. Nach Abschluss der Testphase sollten die Kunden eines der mit Microsoft kooperierenden Energie-Unternehmen online auf ihre von digitalen Zählern erfassten Verbrauchsdaten zugreifen und diese analysieren lassen können.

Ein ähnliches Vorhaben verfolgte Google auch mit Powermeter, erklärte zur Einstellung aber, der Dienst habe nicht die erhoffte Resonanz gefunden. Ähnlich äußert sich nun Microsoft: Zwar sei die Reaktion von Kunden und Partnern ermutigend gewesen. Jedoch habe man sich angesichts der doch langsamen Akzeptanz des Dienstes im Markt für intelligente Stromnetze und -zähler dazu entschieden, sich auf Produkte und Lösungen zu konzentrieren, die mehr Aussicht auf Wachstum im Markt der intelligenten Stromnetze hätten. Microsoft gibt also die Hoffnung nicht vollständig auf, in diesem Bereich mit eigenen Angeboten reüssieren zu können. Diese Hoffnung hegen einige Konzerne aus der IT- und Telekommunikationsbranche; so hat die Deutsche Telekom einen eigenen Geschäftsbereich "Intelligente Netzlösungen" geschaffen, der sich um intelligente Stromnetze, aber auch um vernetzte Fahrzeuge, ein vernetztes Gesundheitswesen und die intelligente Mediendistribution kümmern soll. (jk)

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01.07.2011 14:50
Wenig Energieeinsparung durch intelligente Zähler

Intelligente Stromzähler, sogenannten Smart Meter, sollen beim Stromsparen helfen. Dass die Erwartungen in diese Technik möglicherweise etwas zu hoch gesteckt sind, zeigt eine Studie (PDF) des Fraunhofer-Instituts für System- und Informationsforschung (ISI). Die rund 2000 teilnehmenden Haushalte in Deutschland und Österreich mit intelligenten Zählen verbrauchten rund 3,7 Prozent weniger Strom als die Kontrollgruppe mit herkömmlichen Zählern. Jeder Haushalt sparte damit rund 30 Euro Stromkosten jährlich. Andererseits kostet der Betrieb der neuen Messstellen pro Jahr etwa denselben Betrag. Hoch gerechnet auf die gesamte Bundesrepublik würde sich die Stromeinsparung durch intelligente Zähler auf gut eine Terawattstunde pro Jahr summieren.

Stärkere Einsparpotenziale verspricht die Kombination eines Smart Meter mit zeitabhängigen Tarifen. Das zeigte eine Gruppe von 150 Haushalten, deren Stromverbrauch um fast 10 Prozent zurückging. Allerdings differierten die beiden verfügbaren Tarife in diesem Fall 10 Cent pro Kilowattstunde. Am Markt ist der Unterschied wesentlich geringer, so beträgt er etwa bei Yello Strom nur 2,6 Cent pro KWh.

Mehr Nutzen als Endkunden könnten Smart Meter den Energieversorgern bringen. Sie hätten ständig Zugriff auf aktuelle Verbrauchsdaten und könnten so ihre Ein- und Verkäufe besser steuern. Außerdem verbrauchen die elektronischen Messgeräte weniger Energie als die klassischen Modelle. Andererseits müssen sie häufiger ausgewechselt werden, da sie nur für jeweils acht Jahre geeicht sind. Bei herkömmlichen Zählern gilt die Eichung doppelt so lange. (ck)

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02.07.2011, 13:00
Smart Grids

Großkonzerne entern schlaue Stromnetze

Der Ausbau Erneuerbarer Energien macht Stromnetze attraktiver denn je - zwei Milliardenzukäufe binnen weniger Wochen belegen die Attraktivität von Unternehmen, die sie steuern können. Auch in Deutschland gibt es interessante Übernahmekandidaten. von Kathrin Werner Hamburg

Den hoch gehandelten Anbietern intelligenter Stromnetze, Smart Grids, steht eine Übernahmewelle vebor. Nach zwei Milliardenzukäufen innerhalb weniger Wochen erwarten Analysten und Branchenvertreter weitere große Transaktionen. "Die Tatsache, dass Smart Grids jetzt Realität werden, zieht viele Investoren und Übernahmeinteressenten an", sagte Keith Redfearn, der für den US-Elektronikkonzern General Electric das Smart-Grid-Geschäft in Nord- und Osteuropa verantwortet, der Financial Times Deutschland. "Auch wir suchen weiter nach Zukäufen, die gut in unser Portfolio passen würden."

Seit Jahren reden Energiemanager über schlaue Stromnetze - wann und wie man damit Geld verdienen könnte, war vielen bislang unklar. Schon vor einigen Jahren hatte es einige kleinere Übernahmen gegeben. Doch der Markt entwickelte sich langsamer als erhofft. Nun zeigen die Milliardeninvestitionen der jüngsten Zeit, dass die Großkonzerne inzwischen überzeugt sind, mit dynamisch gesteuerten Netzen Geld verdienen zu können.

Der Stromkreislauf der Zukunft

Smart Grids sind unerlässlich für den Ausbau erneuerbarer Energien. Moderne Kabeltechnik, Wechselrichter, verschiedene IT-Anwendungen und intelligente Stromzähler helfen, Schwankungen beim wetterabhängigen Wind- und Sonnenstrom auszugleichen. Sie signalisieren, zu welchem Zeitpunkt zusätzliche Kraftwerke eingeschaltet werden müssen.

Und sie steuern zugleich die Nachfrage so, dass sie sich dem schwankenden Angebot anpasst: Ein Kühlhaus soll etwa ein paar Grad mehr heruntergekühlt werden, wenn gerade starker Wind weht oder die Sonne scheint. Bei Schatten und Flaute wird es dann vorübergehend ausgeschaltet. Neben intelligenten Netzen soll es auch intelligente Stromtarife geben, die Verbrauchern einen Anreiz geben, die Waschmaschine genau dann anzustellen, wenn der Strom gerade im Übermaß vorhanden und darum entsprechend billig ist.

Infografik: Wo das Stromnetz ausgebaut werden muss

In mehreren Staaten - etwa in Italien, Großbritannien oder den Vereinigten Staaten - werden Smart Grids inzwischen staatlich massiv gefördert. Nach einer Verordnung der Europäischen Union sollen bis zum Jahr 2020 rund 80 Prozent der Haushalte mit schlauen Stromzählern ausgestattet werden.

+/- 0 ... :keks:
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schrieb am 03.11.11 18:29:35
Beitrag Nr.359 
(42.298.572)
Antwort
Zitat
03.11.2011 12:35
Nutzer zeigen intelligenten Stromzählern die kalte Schulter

Vom Ziel, alle Haushalte bis 2014 mit "Smart Metern" zu versorgen, seien Politik und Energiewirtschaft hierzulande noch sehr weit entfernt, hieß es am Mittwoch auf einer Konferenz (PDF-Datei) zu "Green IT" aus Nutzerperspektive in Berlin. "Es gab anfangs einen echten Hype", erklärte Siegfried Behrendt vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT). Nun aber müsse man erkennen, dass es sich immer noch um Anwendungen "in der Nische" handle.

Derzeit seien von den 44 Millionen hiesigen Haushalten erst 100.000 mit der Energieverbrauchstechnik ausgestattet, rechnete Behrendt vor. 800.000 Heime könnten einfach aufgerüstet werden könnten ("Smart Ready"). Die vielfach gewünschte Dynamik sei aber noch nicht absehbar. Voriges Jahr hätten laut einer Marktforschungsstudie 91 Prozent der Befragten den Begriff "Smart Meter" noch nicht gekannt. Von den 6 Prozent, die damit vermeintlich etwas anfangen konnten, hätte die Hälfte an eine Automarke oder Solartechnik gedacht.

Behrendt meint, es mangele an "attraktiven Geschäftsmodellen" rund um intelligente Stromzähler und das dahinter stehende "Smart Grid". Die Verbraucher befürchteten erhebliche Mehrkosten. Nur 4 Prozent wollten sich ein kostenpflichtiges, zwischen 40 und 100 Euro teures Gerät einbauen lassen. Auch eine Monatsmiete in Höhe von 15 Euro, wie sie einzelne Energieversorger anböten, rechne sich bei einer geschätzten Ersparnis zwischen 12 und 50 Euro nicht immer. Zudem fehlten flexible, für den Verbraucher attraktive neue Stromtarife gestaffelt nach Auslastungszeiten des Netzes. Datenschutzfragen seien nahezu ungeklärt und angesichts vieler proprietärer Geräte fehlten Kommunikationsstandards.

Der Druck auf die Netzbetreiber, Haushalte umzurüsten, war Behrendt zufolge lange Zeit nicht sonderlich hoch. Um die Kosten von 50 bis 100 Euro allein für den Einbau pro Anschluss zu sparen, hätten sich die Versorger darauf berufen können, dass eine Umstellung technisch und organisatorisch nicht machbar gewesen sei. Erst im Juni habe der Gesetzgeber die Einbaupflicht mit der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes verschärft. Fortschritte seien auch von den laufenden Arbeiten an Standards für Smart-Grid-Architekturen auf EU-Ebene und an einem Schutzprofil durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zu erwarten.

Erste Feldversuche in einzelnen Siedlungen haben laut Behrendt Einsparpotenziale beim Stromverbrauch in Höhe von 7 und bei den Stromkosten in Höhe von 23 Prozent aufgezeigt. Diese Studien seien aber nicht repräsentativ. Die Bundesnetzagentur schätze einen um 1,9 bis 8 Prozent reduzierten Verbrauch. Nicht zu vergessen sei, dass die Messgeräte selbst und Anzeigesysteme im Haushalt sowie die Kommunikationsinfrastrukturen ebenfalls Strom verbrauchten.

Klaus Fichter vom Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit betonte, Anwender müssten bei komplexen Produkt- oder Dienstleistungsinnovationen eng angebunden werden. Ihnen müsse klar werden, wie sich Angebote wie Carsharing oder Elektromobilität in ihr Gesamtsystem eingebaut werden könnten. Bei jeder Art von Systemwechsel müsse der Nutzer möglichst früh einbezogen und zum Mitgestalten eingeladen werden. Nachholbedarf sah sein Institutskollege Severin Beucker auch bei adaptiven Heizungssystemen, durch die sich der Energieverbrauch um rund 20 Prozent bei Altbauten drosseln ließe.

Über mangelndes Nutzerinteresse nicht beklagen konnte sich Benjamin Thym, Geschäftsführer der Firma checkitmobile, die hinter der Smartphone-App Barcoo zum Scannen von Barcodes steht. Derzeit gebe es vier Millionen Anwender, jeden Monat kämen 200.000 weitere dazu. Mit der Software sollten nicht nur die Sparfüchsefraktion zum Preisvergleich ermuntert werden, sondern auch ökologische Informationen gewissermaßen untergejubelt werden. So habe man gemeinsam mit der "Transparenzmaschine" WeGreen eine Nachhaltigkeitsampel für Produkte integriert. Auch der CO2-Fußabdruck sei abrufbar. (Stefan Krempl) / (anw)
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schrieb am 17.11.11 19:12:07
Beitrag Nr.360 
(42.365.648)
Antwort
Zitat
Südafrika und Kongo bauen das größte Wasserkraftwerk der Welt - Kritik an geplanter Strom-Verwendung
Sauberer Strom für Afrika


Von WZ-Korrespondentin Kristin Palitza

Ein neues Wasserkraftwerk soll ab 2025 an die Hälfte der Afrikaner Strom liefern.



Das Grand Inga-Projekt wird bei den bisher wenig genutzen Inga-Fällen im Kongo errichtet. © AFP

Kapstadt. Kongos Staatsoberhaupt Joseph Kabila und Südafrikas Präsident Jacob Zuma haben in Kongos zweitgrößter Stadt Lubumbashi ein Abkommen für die Konstruktion des Grand Inga-Damms unterzeichnet. Der Damm soll mehr als die Hälfte der afrikanischen Bevölkerung südlich der Sahara versorgen können. Heute werden lediglich vier Prozent der afrikanischen Wasserkraft genutzt. Vier von fünf Menschen in der Region haben keinen Anschluss an das Stromnetz.

"Der Damm wird auf dem ganzen Kontinent zur nachhaltigen Energieversorgung sowie zu einer kohlendioxidarmen Wirtschaft und wirtschaftlicher Entwicklung beitragen", so Präsident Zuma. Bei der Unterzeichnung sprach er von "einem Tag, der beweist, dass Afro-Optimisten richtig liegen".

Größtes Wasserkraftwerk
Das Grand Inga-Projekt wird eine Kapazität von 40.000 Megawatt haben - mehr als doppelt soviel wie Chinas Drei-Schluchten-Staudamm und mehr als ein Drittel der aktuellen Stromproduktion Afrikas. Bislang blieben die Inga-Fälle weitgehend ungenutzt. Die beiden existierenden Staudämme, Inga I und Inga II, haben insgesamt nur eine Kapazität von 1775 Megawatt.

Internationale Geldgeber
Der Bau des Grand Inga, der bis 2025 abgeschlossen sein soll, soll 60 Milliarden Euro kosten. Hinzu kommen 7,3 Milliarden Euro, um den Staudamm an ein kontinentales Stromnetz anzuschließen. Die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank, die Europäische Investitionsbank sowie einige private westliche Energiekonzerne wollen in das Projekt investieren - im Austausch für wirtschaftliche Vorteile, sobald die Stromproduktion beginnt.

Beobachter fragen deshalb, ob die geplante "grüne" Energieerzeugung den Afrikanern zugutekommen wird. "Ausländische Investoren werden zum Bau beitragen, um einen Anteil an den großen Mengen billigen Stroms zu bekommen. Das wird den Staat zwingen, Verträge abzuschließen, die die Nutzung des Stroms bestimmen", warnte Charlotte Johnson vom Institut für Demokratie in Afrika. Investoren werden in der Lage sein, bessere Preise zu zahlen und damit Afrikas Arme aus der Konkurrenz zu drängen.

Bislang haben Kongos Regierung und Investoren keine Pläne vorgelegt, wie der Strom genutzt werden kann. Doch im Kleingedruckten heiße es deutlich: Der erzeugte Strom ist als kommerzielles Produkt gedacht und soll Afrikas große Bergbau- und Industriegebiete sowie städtische Gebiete in Südafrika, Ägypten und Europa mit Strom versorgen.

"Afrikanische Gemeinden sind nicht die Nutznießer von Grand Inga, und die 500 Millionen Menschen, denen Strom versprochen wurde, werden weiterhin im Dunkeln sitzen", sagte Johnson. Kongo und Südafrika wollen im nächsten Halbjahr eine Vereinbarung zu den einzelnen Bauphasen des Staudamms ausarbeiten. Der Strom wird von den staatseigenen Energiekonzernen Eskom (Südafrika) und Kongos Societé Nationale d’Electricité (SNEL) vermarktet werden. Der Meistbietende soll den Zuschlag bekommen.

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Jetzt ist er Unternehmer
Olympia-Segler will aus Wellen Strom machen

Jan-Peter Peckolt


Jan-Peter Peckolt (30) testet seine Wellenkraftwerke derzeit noch im Labor-Tank. Bis 2014 will er einen Prototypen
in der Nordsee installieren.
Foto: Marco Stepniak

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