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Wellenenergie, Schwung für\'s Depot, oder ein langer Weg. [Thread-Nr: 1086180] ( Seite 6)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 28.09.07 22:45:02
von
neuster Beitrag 10.03.12 19:50:59
von

Anzahl Beiträge: 366
Aufrufe gesamt: 58.847
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Diskussionsnr.: 1.133.389

Ocean Power Tech

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[ Seite: 123567353637neuster Beitrag ]

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schrieb am 03.04.08 20:35:37
Beitrag Nr.51 
(33.803.602)
Antwort
Zitat
heute-journal vom 2. April 2008

Strom aus Gezeiten-Kraftwerk

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/465906?inPopup=true

(3/16)
Einen Schritt voraus: Wie man Börsentrends erkennt, bevor sie entstehen
Einen Schritt voraus: Wie man Börsentrends erkennt, bevor sie entstehen

Hilary Kramer
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schrieb am 04.04.08 19:12:24
Beitrag Nr.52 
(33.813.119)
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Antwort auf Beitrag Nr.: 33.757.429 von teecee1 am 29.03.08 12:18:45Energietechnologie der Zukunft (Teil 6): Verleger Florian Langenscheidt fragt Jean-Claude Riesterer, Sprecher der VA Tech Escher Wyss
"Der Ausstieg aus der Atomkraft muss überdacht werden"


VDI nachrichten, Ravensburg, 4. 4. 08, rus - Der Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland muss überdacht werden, zumindest bis die Technologien für die Nutzung der regenerativen Energiequellen so weit entwickelt sind, dass sie die Atomkraft wirtschaftlich ersetzen können. So die These von Jean-Claude Riesterer, Sprecher der VA Tech Escher Wyss. Die Bedeutung fossiler Brennstoffe wird seiner Meinung nach sinken, bis 2050 könnte die Hälfte des weltweiten Strombedarfs aus nachwachsenden Energien gedeckt werden.

VDI nachrichten: Der Energiemix der Zukunft: Wagen Sie eine Prognose?

Riesterer: Im Energiemix der Zukunft werden die erneuerbaren Energien eine wesentlich stärkere Rolle spielen als heute, da einerseits die Kosten für Öl, Gas weiter steigen werden und, insbesondere aufgrund von verschärften Umweltauflagen, auch für die Stromerzeugung aus Kohle. Andererseits sind diese Rohstoffe nur in wenigen Ländern der Welt in ausreichender Menge vorhanden. Das trifft für die erneuerbaren Energien nicht zu.

Ich schätze, dass bis 2050 die Stromproduktion bis zur Hälfte aus erneuerbaren Energien erfolgen wird.

VDI nachrichten: Deutschland im Jahr 2020: Wie wird sich der Alltag der Menschen durch den Wandel der Energiewirtschaft verändert haben?

Riesterer: Kurz- und mittelfristig hat die Wasserkraft die größten Entwicklungspotenziale, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern, da es sich um eine Energieform mit hoher Leistungsdichte und Effizienz handelt. Außerdem handelt es sich um eine bewährte Technologie, die sofort eingesetzt werden kann.

Zusätzliche enorme Potenziale ergeben sich, wenn die Meeresenergie erschlossen wird.

VDI nachrichten: In welche der aktuell sich entwickelnden Technologien würden Sie demnach heute investieren?

Riesterer: In Wasserkraft und Windkraft

VDI nachrichten: Wie schätzen Sie die zukünftige Bedeutung fossiler Brennstoffe wie Öl, Kohle und Gas ein?

Riesterer: Aufgrund der Umweltbetrachtung und der Kosten wird die Bedeutung der fossilen Brennstoffe für die Stromerzeugung stark abnehmen.

VDI nachrichten: Und Atomkraft? Wird Deutschland am Ausstieg festhalten?

Riesterer: Der Ausstieg aus der Atomkraft in Deutschland muss überdacht werden, zumindest bis die Technologien für die Nutzung der regenerativen Energiequellen so weit entwickelt sind, dass sie die Atomkraft wirtschaftlich ersetzen können. Zumindest in dieser Frage sollten sich alle EU-Länder abstimmen und den gleichen Kurs einschlagen.

VDI nachrichten: Unabhängig von der Energieform und Technologie, viele halten das Stichwort Energieeffizienz für den Schlüssel zur Energiefrage der Zukunft. Wie schätzen Sie das Thema ein?

Riesterer: Alle Maßnahmen, die Energieeinsparung ermöglichen, sind wichtig, da sie einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der weltweiten Energieverknappung leisten.

Riesterer: Um eine globale Energiewende einzuleiten, müssten einheitliche Kriterien für Umweltabgaben festgelegt werden. Die Umsetzung sollte durch eine staatenübergreifende Organisation erfolgen. Diese Umweltabgaben sollten wiederum direkt in die Forschung, Entwicklung und Ausbau von erneuerbaren Energien eingesetzt werden.

VDI nachrichten: Ihre Forderung an die deutsche Bundesregierung in diesem Zusammenhang?

Riesterer: Die Bundesregierung sollte ihre starke Präsenz in vielen internationalen Organisationen wie die EIB und Weltbank nutzen, um dieses Projekt schnell voranzutreiben.

Riesterer: Eher nicht - und das ist eines der größten Probleme, die gelöst werden müssen.

Riesterer: Unser Unternehmen spielt eine führende Rolle auf dem Energiemarkt, da der VA-Tech-Hydro-Bereich der Andritz Gruppe einer der drei weltweit führenden Anlagenbauer im Wasserkraftsektor ist.

VDI nachrichten: Welche Rolle spielt es in 20 Jahren?

Riesterer: Mit dem weltweit wachsenden Bedarf am Ausbau der Wasserkraft gehen wir davon aus, dass wir am Markt weiter stark wachsen werden.

VDI nachrichten: Was werden die wichtigsten Projekte Ihres Unternehmens sein?

Riesterer: Neben der Weiterentwicklung des Hydromatrix-Konzeptes, bei dem vorhandene Dämme und Wasserwehre durch die Nachrüstung von Hydromatrix-Komponenten zur Stromerzeugung genutzt werden, entwickeln wir auch Konzepte, die in der Lage sind, die Meeresenergie zu nutzen.

VDI nachrichten: Welche Herausforderungen sehen Sie auf sich zukommen?

Riesterer: Die größten Herausforderungen sehen wir in der besseren Akzeptanz für den Bau von neuen Staudämmen, die dringend gebraucht werden, sowohl für den Kampf gegen die Wasserverknappung, die durch die Erderwärmung noch weiter verstärkt wird, als auch für Stromversorgung der 2 Mrd. Menschen, die weltweit noch keinen Zugang zu Strom haben.

... ein Inselstaudamm der für den ansteigenden Meeresspiegel ... :rolleyes: ... Palmeninsel in Dubye bye ... :rolleyes:

Riesterer: Weder die EU-Erweiterung noch die Globalisierung werden unser Geschäft beeinflussen, da wir bereits seit 30 Jahren sehr stark im Export tätig sind.

VDI nachrichten: Wie wichtig ist ein Markenname für den Produkterfolg im industriellen Bereich?

Riesterer: Ein Markenname ist sehr hilfreich und sogar erforderlich, um sich am Markt gegenüber den Billigherstellern aus Schwellenländern, die uns mit tieferen Qualitätsstandards Konkurrenz machen, behaupten zu können.

VDI nachrichten: Haben Sie wegen des Fachkräftemangels Entwicklungen nicht oder nur verzögert in Deutschland durchführen können?

Riesterer: Die Technik, die wir einsetzen, ist sehr anspruchsvoll. Die Wasserkraftanlagen sind in der Regel Prototyp-Anlagen, die den hydrologischen und geologischen Gegebenheiten angepasst werden müssen. Dazu werden für die Planung und Ausführung erfahrene Ingenieure benötigt, die in Deutschland nicht ausreichend vorhanden sind.

... Umschulungsmaßnahmen, weg von Biodiesel und Biogas ... :rolleyes:

VDI nachrichten: Braucht eine Führungsmannschaft mehr Medienkompetenz, um Investoren und Anleger zu überzeugen?

Riesterer: Es wäre mit Sicherheit hilfreich, wenn die Führungsmannschaft mehr Medienkompetenz hätte, um Investoren und Anlegern die komplexen technischen und wirtschaftlichen Aspekte der Projekte zu übermitteln. (...)

Ein Markenname hilft gegenüber Billigherstellern

]http://www.vatew.com.mx/][b
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schrieb am 04.04.08 19:37:42
Beitrag Nr.53 
(33.813.420)
Antwort
Zitat
[urlGreen IT oder blue idea]http://www.computerwoche.de/knowledge_center/green-it/1860074/[/url]
Rechenzentrum heizt öffentliches (Wellen)Hallenbad
03.04.2008 um 12:58 Uhr

Ein in der Schweizer Gemeinde Uitikon errichtetes Rechenzentrum verfügt über ein neuartiges Energie-Konzept. Mit der Abwärme seiner Server und Switches wird es das örtliche Hallenbad beheizen.

Wenn Experten von "grünen" Rechenzentren sprechen, geht es meistens um die Versorgung mit erneuerbaren Energiequellen wie Wind- oder Wasserkraft beziehungsweise Solarstrom sowie um den Einsatz energieeffizienterer Server. Davon abgesehen wird die anfallende Abwärme in wenigen Fällen dazu genutzt, beispielsweise die Büroräume zu heizen. In der Gemeinde Uitikon in der Nähe von Zürich wurde nun das vermutlich erste Rechenzentrum in Betrieb genommen, das quasi nebenbei für angenehm warmes Wasser im örtlichen [urlHallenbad]http://www.badi-info.ch/zh/uitikon-hallenbad.html[/url] sorgt. Anstatt die anfallende Abwärme einfach ins Freie zu befördern, wird sie dazu in dem von IBM Schweiz für den IT-Dienstleister GIB-Services geplanten und umgesetzten Rechenzentrum durch Wärmetauscher geblasen. Das so aufgewärmte Wasser wird anschließend in das nahe gelegene Schwimmbad gepumpt. Für die Gemeinde ist dieser "Service" umsonst, sie übernahm lediglich einen Teil der Anschlusskosten.

Laut IBM erzeugt das Rechenzentrum bei Vollleistung jährlich zirka 2800 MWh (Megawattstunden) Abwärme. Das entspricht ungefähr der Menge, mit der man bis zu 80 Einfamilienhäuser ein Jahr lang komplett heizen und mit Warmwasser versorgen kann. Gleichzeitig lassen sich mit der Wärmerückgewinnung jährlich zirka 130 Tonnen CO2 einsparen. Dies entspricht dem CO2-Ausstoss eines Mittelklasseautos (161 gr/km) bei einer Fahrleistung von rund 800.000 km. (mb)

Erwärmung von Brauchwasser: Waschtisch, Duschen, Badewanne ... 30°C ... 40°C ... :rolleyes:

Nutzung von Abwärme ... welches Potenzial ... :rolleyes:
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schrieb am 04.04.08 20:20:08
Beitrag Nr.54 
(33.813.873)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.781.216 von teecee1 am 01.04.08 19:07:53Energieversorger fordern schnellere Genehmigungen von Stromleitungen

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der 1800 deutsche Unternehmen der Erdgas-, Strom- und Fernwärmeversorgung vertritt, hat vor Engpässen in der deutschen Stromleitungsinfrastruktur gewarnt. BDEW-Präsident Michael G. Feist sagte [urlim Interview]http://www.heise.de/tr/Engpaesse-in-der-deutschen-Versorgung--/artikel/106001[/url] mit der Online-Ausgabe des Technologiemagazins Technology Review, es gebe einen riesigen Genehmigungsstau vor allem bei den Nord-Süd-Leitungen. "Wir müssen schneller werden im Bau von Transportleitungen im Stromsektor", sagte er. Feist kritisierte Bundesregierung und Bundesnetzagentur. "Die Politik und die Bundesnetzagentur haben sich sehr sehr lange Zeit fast ausschließlich darauf konzentriert, die Netznutzungsentgelte zu regulieren. Und sie haben den Aspekt der Versorgungssicherheit etwas nach hinten geschoben. Jetzt wird deutlich, dass wir uns mehr um Versorgungssicherheit kümmern müssen." (...)
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schrieb am 04.04.08 21:46:07
Beitrag Nr.55 
(33.814.590)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 33.792.805 von teecee1 am 02.04.08 20:04:47Nissan-Studie Pivo-2
Glaskabine über vier Rädern
Von Ingo Reuss

04. April 2008 Der japanische Autohersteller Nissan hat seine bereits auf der Tokyo Motor Show gezeigte drehbare Glaskanzel auf vier Rädern weiterentwickelt. Das ulkige Auto heißt jetzt Pivo-2 und wird von Nissan als Technikträger genutzt. Fahren wir morgen so Auto? Zu den Besonderheiten zählen der elektrische Antrieb über vier Radnabenmotoren und ein kleiner Assistenz-Roboter auf dem Armaturenbrett.

Vom Roboter ist zwar nur der um 360 Grad drehbare "Kopf" zu sehen, aber der hat es in sich. Hinter den zwei freundlichen Augen, die auch wackeln und zwinkern können, verbergen sich zwei Kameras. Sie überwachen unter anderem den Fahrer und können Unfälle verhindern. Der Roboter spricht sogar den Fahrer an: zum Beispiel, wenn die Kameras in den Augen des Fahrers zunehmende Müdigkeit erkennen. Dann warnt er ihn vor der Gefahr, am Steuer einzuschlafen. (...)


Ist er nicht süß, der kleine Pivo?

(...) Nissan plant bis zum Jahr 2015 ein Fahrzeug mit Radnabenmotoren wie in der Studie, dann aber in Verbindung mit Hybrid-Antrieb. Bis 2010 bringen die Japaner ein herkömmliches Elektroauto auf den deutschen Markt; voraussichtlich einen Kleinwagen oder einen Minivan wie den Note.

Die Batterien sollen nicht nachts aufgeladen werden, sondern im Plug-in-Verfahren an einer Art Tankstelle komplett gewechselt werden. Erste Erfahrungen will Partner Renault in einem Jointventure für Elektroautos in Israel sammeln. Ingo Reuss

[urlmehr >>]http://www.faz.net/s/Rub1DABC609A05048D997A5F315BF55A001/Doc~EBC77A3E085614DA189BC8A970E60CFC5~ATpl~Ecommon~Scontent.html[/url]
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schrieb am 05.04.08 11:28:22
Beitrag Nr.56 
(33.816.256)
Antwort
Zitat
[urlKommentar]http://www.ftd.de/meinung/kommentare/:Kommentar%20Hoffen%20Generation/338741.html[/url]
Hoffen auf die nächste Generation
von Olaf Preuß

Es ist richtig, dass Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die Beimischung von Biosprit ins Benzin vorerst nicht mehr erhöhen will. Nun müssen neue synthetische Kraftstoffe aus Biomasse forciert entwickelt werden - und es muss endlich eine Strategie her, um die Ausbeute aus Windkraft (wasser, erdwärme), Solarenergie und Biomasse miteinander zu kombinieren.

... :rolleyes: ... hoffentlich tritt er nicht ins nächste Fettnäpfchen ... :rolleyes:

Die Branche der erneuerbaren Energien - in Deutschland vor allem Windkraft, Solarenergie und Biomassenutzung - steckt in der Krise. Gigantische Zuwachsraten dank der Förderung durch das Energie-Einspeisegesetz haben etliche junge Unternehmen nach vorn getrieben und deren Verbände in Euphorie versetzt. Die Windkraft stößt aber in Deutschland derzeit ebenso an ihre Grenzen wie die Biosprit-Industrie. Fotovoltaik-Systeme wiederum, die Sonnenlicht in Strom umwandeln, gelten trotz hoher Förderung als weit überteuert.

Auf separaten Wegen werden die verschiedenen Technologien hierzulande und in Europa keinen großen Durchbruch mehr erleben. Heute und in den kommenden Jahren muss vielmehr eine entscheidende Frage geklärt werden: Wie schnell kann die Energieausbeute aus Wind, Sonne, Biomasse und auch aus Erdwärme miteinander vernetzt werden, um eine stabile Grundversorgung zu gewährleisten, wie schnell können aus vielen kleinen Kraftwerken mittels modernster Informationstechnologie virtuelle Großkraftwerke entstehen? Nur im Verbund aller Technologien können die erneuerbaren Energien jene riesigen Lücken füllen, die Kohle und Atomkraft hinterlassen werden. Und nur so können sie am Ende auch die Tankstellen erobern.
-------------------------------------------------------------------
... was macht man mit zu viel [urlCO2]http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid[/url] ... :rolleyes:

Kohlenstoffdioxid reagiert mit Calciumhydroxid zu Wasser und Calciumcarbonat.

[urlDiamant]http://de.wikipedia.org/wiki/Diamant#Synthetischer_Diamant[/url] verglüht in reinem Sauerstoff bei ca. 720 °C, in Luft bei über 800 °C zu Kohlendioxid.

[urlCO2-Sequestrierung]http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Sequestrierung[/url] ... :rolleyes:
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schrieb am 08.04.08 19:59:36
Beitrag Nr.57 
(33.839.673)
Antwort
Zitat
Plug-in-Hybridautos bald Mainstream-tauglich
Verbesserte Lithium-Ionen-Batterien als treibende Kraft


Hybrid-Auto mit Stromanschluss (Foto: teslamotors.com)

London ([urlpte]http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080408001[/url]/08.04.2008/06:00) - Plug-in-hybrid-elektrische Fahrzeuge (PHEFs), die mit Strom aus der Steckdose betrieben werden können, werden verstärkt zum Mainstream-Produkt. Diese Ansicht vertritt die Consultingfirma Frost & Sullivan http://www.frost.com. Als treibende Kraft dafür sehen Analysten des Unternehmens den Übergang zu Lithium-Ionen-Akkus, die eine höhere Kapazität bieten als die bisher gängige Technologie. Immer öfter sprechen die Automobilhersteller selbst von bevorstehenden serienreifen Modellen. Die wissenschaftliche Forschung lässt indes auf noch höhere Batteriekapazitäten hoffen.

"Mit dem Aufkommen der Lithium-Ionen-Batterien wird die Automobilindustrie eine revolutionäre Veränderung erleben", meint Frost & Sullivan Research Analyst Anjan Hemanth Kumar. Für PHEFs bringt die Technologie entscheidende Vorteile. Im Vergleich zu den in Fahrzeugen bisher eingesetzten Nickel-Metallhydrid-Akkus liegt die Energiedichte zwei bis drei Mal so hoch, berichtet Frost & Sullivan. Auch sei es dadurch möglich, Emissionen um 60 bis 80 Prozent zu reduzieren. Letzteres ist der Grund, warum auch Umweltaktivisten wie Wolfgang Pekny, Geschäftsführer der Plattform Footprint http://www.footprint.at, PHEFs begrüßen.

"Wir brauchen hocheffiziente Fahrzeuge, die erschwinglich sind", nannte Pekny im Januar gegenüber pressetext das Entwicklungsziel für PHEFs. Genau hier sieht Frost & Sullivan derzeit noch eine Hürde, da die Lithium-Ionen-Batterien zu höheren Fahrzeugkosten führen. "Die Herausforderung wird also sein, sowohl Herstellungs- als auch Verpackungskosten zu senken", erklärt Kumar. Für die Lithium-Ionen-Akkus spricht indes das weitere Verbesserungspotenzial im Bereich der Kapazität. Am Argonne National Laboratory http://www.anl.gov haben Forscher durch Verwendung von Manganoxid in den Elektroden eine Steigerung um 30 Prozent erzielt, berichtet Technology Review http://www.technologyreview.com . Nun wollen die Wissenschaftler die Entladegeschwindigkeit der neuartigen Batterien verbessern, um sie für PHEFs nutzbar zu machen. Noch spektakulärer ist die mögliche Kapazitätssteigerung auf das Zehnfache durch Silizium-Nanodrähte, die Forscher der Universität Stanford im Dezember in Aussicht stellten (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=071221014 ).

Die aktuellste Meldung aus der Automobilindustrie selbst stammt von General Motors. In der Vorwoche stellte das Unternehmen ein neues Computerprogramm für Haltbarkeitstests an Lithium-Ionen-Batterien vor. Tests in den USA und Deutschland sollen sicherstellen, dass die Batterien für den Chevrolet Volt die Anforderungen erfüllen. Das PHEF soll 2010 auf den Markt kommen und 64 Kilometer Reichweite im reinen Elektrobetrieb haben. Anlässlich des Genfer Autosalons Anfang März hatten der Daimler-Konzern und der Zulieferer Continental http://www.conti-online.com eine serienreifen Lithium-Ionen-Batterie vorgestellt.

Frost & Sullivan spricht auch von Strategien, die der Markteinführung von PHEFs helfen werden. So rechnen die Analysten mit Kooperationen zwischen Batterieherstellern, Regierungen und Energieunternehmen zu diesem Zweck. Auf Zielgruppen in der Vorstadt abzuzielen, die PHEFs nachts in Garagen aufladen können, wäre gut für die anfänglichen Verkaufszahlen, so die Empfehlung der Marktforscher. (Ende)
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schrieb am 16.04.08 19:26:33
Beitrag Nr.58 
(33.901.666)
Antwort
Zitat
[urlHANDELSBLATT]http://www.handelsblatt.com/News/Journal/Internationale-Presseschau/_pv/_p/303342/_t/ft/_b/1417905/default.aspx/glaubt-nicht-den-bio-aposteln.html, Mittwoch, 16. April 2008, 11:05 Uhr
Presseschau von 16.4.2008
[/url]

Glaubt nicht den Bio-Aposteln
Von Daniel Lenz

(...) [url»Wired.com]http://blog.wired.com/cars/2008/04/deutsche-bank-l.html[/url] berichtet, dass die Deutsche Bank für das jüngste Projekt von Shai Agassi schwärmt, der eine Alternative zu den teuren und umweltschädlichen Spritfressern aufzeige. Hintergrund: Der frühere SAP-Manager will mit einem für die Autobranche revolutionären Ansatz zur Verbreitung von Elektroautos beitragen und ähnlich wie ein Mobiltelefon-Provider Elektro-Autos in Kombipaketen verkaufen oder per Leasing anbieten, inklusive einer monatlichen Subskriptionsgebühr, die dem Kunden ermöglicht, ein Netzwerk an Auflade- und Servicestationen zu nutzen, an denen die Akkus der Autos ausgetauscht werden können – denkbar sei eine Gebühr von 550 Dollar pro Monat, die rund 29.000 Kilometer pro Jahr abdecken würde. Die Deutsche Bank habe drei Analysten ins Silicon Valley geschickt, um den Business-Plan von Agassi zu überprüfen. Fazit der Prüfer: Agassis Projekt leite einen Paradigmenwechsel ein und werde für „Erschütterungen“ in der Autoindustrie sorgen. Angeblich sind Renault und Nissan an Pilotprojekten in Israel und Dänemark beteiligt; weitere fünf bis zehn Kooperationen würden noch in diesem Jahr bekannt gegeben. (...)

... :D ... :cool:
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[urlVersorgung]http://www.wiwo.de/technik/stromnetz-flaute-bei-sturm-272594// [/url]
Stromnetz-Flaute bei Sturm
15.04.2008 Wolfgang Kempkens

Der wachsende Anteil der regenerativen Energien stellt die Betreiber der Stromnetze vor große Probleme. Experten warnen bereits vor Versorgungsengpässen. (...)

(...) Und es könnte alles noch viel teurer werden, wenn eine Vision Wirklichkeit wird, die sich der schweizerisch-schwedische Stromkonzern ABB und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ausgedacht haben – den Transport von regenerativ gewonnenem Strom über weite Entfernungen über ein eigenes Stromnetz. Großanlagen sollen danach nur dort errichtet werden, wo ideale Verhältnisse herrschen und wo sie wirtschaftlich betrieben werden können. Solarkraftwerke beispielsweise würden dann in Nordafrika errichtet, Windparks nur in der Nordsee und im Atlantik.

... es wird so kommen ... :rolleyes:

ABB und DLR haben bereits ein Spinnennetz aus Hochspannungsleitungen entworfen, das eine Länge von insgesamt 40.000 Kilometern hat und fast ganz Europa sowie Nordafrika überspannt. Über das visionäre Spinnennetz könnten dann die Hamburger Raffinerien mit Solarstrom aus Libyen versorgt werden. Autofabriken in Deutschland könnten Erdwärme aus Island nutzen. Und die Straßenbahn in Prag würde mit Strom fahren, der in Bulgarien aus Biomasse erzeugt würde. Zuvor müsste kräftig investiert werden: Der Aufbau des Ökostrom-Netzes würde mindestens 100 Milliarden Euro kosten.

Linde Chef Reitzle hat doch auch noch was in seiner Schublade ... :rolleyes:
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[urlBertrand Piccard im Interview]http://www.wiwo.de/technik/unser-ziel-ist-es-tueren-zu-oeffnen-271764/ [/url]
„Unser Ziel ist es, Türen zu öffnen“
11.04.2008 Carmen Gasser

Seine Familie ging mit Pioniertaten in die Geschichte der Forschung ein. Bertrand Piccard will mit einer Weltumrundung in einem Solarflugzeug nun die Menschheit zu einem stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien anspornen. (...)
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schrieb am 16.04.08 21:01:44
Beitrag Nr.59 
(33.902.579)
Antwort
Zitat
Beitrag hineinstellen, hineinkopieren, hineinbringen, hineintun, reinkopieren, reinstellen, reintun, (r)einbringen, einsetzen, blos nicht selber schreiben, das können andere viel besser ... :look: (das Napoleon Prinzip)

Umwelt
Grüner Wahnsinn mit erneuerbaren Energien


16.04.2008 Franz Rother, Wolfgang Kempkens, Susanne Kutter, Jürgen Rees, Martin Seiwert, Steffi Augter (Berlin), Silke Wettach (Brüssel), Alexander Busch (São Paulo), Matthias Kamp (Peking) 6 Kommentare21 Bewertungen

Die Begeisterung für die erneuerbaren Energien hat sich abgekühlt: Biosprit schadet dem Klima mehr, als er ihm hilft; Wind- und Sonnenkraftwerke liefern zu wenig und viel zu teuren Strom. Notwendig ist eine Generalrevision der Umweltpolitik – die Techniken und Konzepte für die neue Biovernunft stehen bereit.

Bild vergrößern Windkraft erzeugt erneuerbare Energien REUTERS Neuerdings befällt Claus Sauter, Chef des Leipziger Biokraftstoff-Konzerns Verbio, Schwermut beim Anblick seiner Biospritfabrik im brandenburgischen Schwedt. 60 Millionen Euro hat der Bau der Anlage Ende 2004 verschlungen, knapp 14 Millionen davon hat das Land Brandenburg damals zugeschossen. 700.000 Tonnen Getreide sollten auf dem weitläufigen Gelände im Gewerbepark an der Passower Chaussee eigentlich jährlich zu Ethanol vergoren werden. „Pack die Sonne in den Tank“, hieß ein Werbespruch, mit der Verbio Autofahrer für den Kraftstoff vom Acker zu begeistern suchte. Doch inzwischen haben die Autofahrer aus der Region, die sich von der Werbung locken ließen, Probleme, Nachschub zu bekommen. Denn seit Herbst 2007 arbeitet die Raffinerie nur mit halber Kraft, weil der Rohstoff zu teuer geworden ist. Die 92 Beschäftigten arbeiten seitdem kurz.

Auch beim zweiten großen Produzenten von Biosprit in Ostdeutschland, der Südzucker-Tochter CropEnergies in Zeitz südlich von Gera, herrscht Katerstimmung. Der Grund ist nicht so sehr die Entscheidung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, die eigentlich für den 1. Januar 2009 geplante Zwangsbeimischung von zehn Prozent Ethanol zum Benzin zu stoppen. Die dafür benötigte Menge von jährlich 1,5 Millionen Kubikmeter hätten deutsche Biospritfabriken ohnehin nicht liefern können, sie hätte deshalb aus Brasilien importiert werden müssen. Nein, der Grund für die Probleme in Zeitz ist der gleiche wie in Schwedt: Die Herstellung von Biokraftstoffen rechnet sich hierzulande nicht mehr. Denn der Preis für die Tonne Getreide ist im vergangenen Jahr aufgrund der weltweiten Nachfrage nach diesem wichtigen Rohstoff für die Biosprit-, Lebensmittel- und Futtermittelindustrie explodiert, von 70 Euro auf 230 Euro.

Die Raffinerie in Schwedt hat deshalb nicht nur ihre Produktion gedrosselt, um die Verluste in Grenzen zu halten. Verbio-Chef Sauter hat auch entschieden, den Vorrat von 400.000 Tonnen Weizen, den sein Unternehmen eingelagert hatte, an einen Mühlenbetrieb zu verkaufen. Das bringt mehr Geld in die klamme Firmenkasse als die Weiterverarbeitung zu Ökokraftstoff. Ob die Produktion von Bioethanol in Schwedt jemals wieder unter Volllast laufen wird – wer weiß. „Keiner kann derzeit sagen, wo es mit Ethanol hingeht“, klagt der Manager und verweist auf die USA, wo trotz staatlicher Subventionen von jährlich bis zu 7,3 Milliarden Dollar die ersten Ethanolraffinieren den Betrieb einstellen mussten.

Auf Euphorie folgt Ernüchterung. Um die Folgen des Klimawandels abzumildern und die fossilen Ressourcen zu schonen, hatte die Politik nicht nur in Deutschland und den USA auf den massiven Ausbau der erneuerbaren Energien gesetzt. Investiert und gefördert wurde nach dem Gießkannenprinzip. Mit Steuermitteln und Risikokapital haben die Industrienationen in Europa, Amerika und Asien nicht nur die Kapazitäten zur Produktion von Agrarsprit enorm ausgebaut. Gleichzeitig schossen überall Windmühlen wie Spargel aus dem Boden, wurden Millionen Quadratmeter von Dachflächen mit Solarzellen zugepflastert, Riesenstaudämme aus dem Boden gestampft und Abertausende tiefe Löcher in den Planeten gebohrt, um die Erdwärme anzuzapfen. Die Energien aus Wind, Sonne, Wasser, Erdwärme und vom Acker wurden zu Wundermitteln stilisiert. Kaum jemand fragte genau nach, ob sie die hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen können. Untersuchungen, wann die Förderung ökonomisch Sinn hat und welchen Nutzen die Technologien für das Klima haben, gab es nur sporadisch und oft auch nur oberflächlich. Doch inzwischen wird immer deutlicher, dass die Regenerativen in der heutigen Verfassung nur zum Teil halten, was ihre Verfechter versprachen. Nicht nur der Ökonom Carl Christian von Weizsäcker will ihnen deshalb den „teuren Heiligenschein“ nehmen.

Das Ökoimage der Bioenergie wankt, urteilt Professor Johann Köppel vom Fachgebiet Landschaftsplanung und Umweltverträglichkeitsprüfung der Technischen Universität Berlin. Doch in den Investitionen hat sich das noch nicht niedergeschlagen. Nach einer aktuellen Studie des internationalen Renewable Energy Policy Network (kurz: Ren21) wurden im vergangenen Jahr weltweit über 100 Milliarden Dollar in den Ausbau der Kapazitäten gesteckt. Weltweit werden aktuell etwa 240 Gigawatt Strom mithilfe regenerativer Energiequellen erzeugt – 50 Prozent mehr als 2005. „Die Erzeuger erneuerbarer Energien setzen damit ihren kometenhaften Aufstieg fort“, jubelt Mohamed El-Ashry, der Vorsitzende des von Politik und Industrie getragenen Netzwerks.

140 börsennotierte Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von jeweils wenigstens 40 Millionen Euro zählte das Netzwerk Ren21 im vergangenen Sommer. Zusammen kamen sie auf einen Börsenwert von über 100 Milliarden Euro. Zu den Schwergewichten der Branche zählen auch deutsche Unternehmen: Enercon und Nordex als führende Hersteller von Windkraftanlagen, Siemens mit Windenergieanlagen, Voith Siemens Hydro Power mit seinen weltweit eingesetzten Wasserkraftwerken, Q-Cells aus Sachsen-Anhalt als größter Solarzellenproduzent der Welt. In der Solarthermie mischt Viessmann vorne mit, bei den Biogasanlagen Lurgi, in der Wasserstofftechnik der Linde-Konzern. Hinzu kommen unzählige Mittelständler. Insgesamt erzielten die deutschen Hersteller 2007 mit Umwelttechnik rund zwölf Milliarden Euro Umsatz, knapp die Hälfte davon mit Windenergie, ein Drittel mit Solarenergie. Mit 20 Prozent Weltmarktanteil bei den erneuerbaren Energien liegt Deutschland – zusammen mit Japan und den USA – in der Spitzengruppe. Bei Biogasanlagen kommen die heimischen Produzenten sogar auf 65 Prozent, bei der Fotovoltaik auf 41 Prozent.

Und ihre Perspektiven gelten weiterhin als gut: Der weltweite Markt für umweltfreundliche Energieerzeugung wird nach Einschätzung der Unternehmensberatung Roland Berger von jetzt rund 45 Milliarden auf bis zu 250 Milliarden Euro im Jahr 2020 anwachsen. Allein die Nachfrage nach Solarzellen soll jährlich um 20 Prozent steigen. Die Windenergie könnte sogar noch stärker zulegen.

Allerdings muss sich die Branche auf eine Kappung der üppig sprudelnden Fördergelder einstellen. Die Bundesregierung hat Ende 2007 eine Novelle des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) beschlossen. Das Gesetz garantiert den Betreibern von Wind-, Biomasse- und Solaranlagen, dass sie ihren Strom in unbegrenzter Höhe ins öffentliche Netz einspeisen dürfen – zu festen Tarifen, die teils deutlich über den Marktpreisen liegen. Während der Börsenpreis für konventionell erzeugten Strom bei etwa sechs Cent pro Kilowattstunde liegt, kostet Windstrom rund acht Cent pro Kilowattstunde – und ist damit im Vergleich zu Solarstrom noch relativ günstig. Doch das EEG sieht heute für Strom aus Sonne eine Einspeisevergütung von bis zu 50 Cent pro Kilowattstunde vor, also mehr als das Achtfache des Börsenpreises – und das, obwohl noch nicht einmal ein Prozent der Elektrizität aus Fotovoltaikanlagen stammt. Das könnte sich nun ändern. Der Gesetzentwurf von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel soll in den nächsten Wochen im Bundestag verabschiedet werden. Er sieht vor, die Einspeisevergütung 2009 um neun Prozent zu kürzen, im Folgejahr um sieben und von 2011 an um jährlich acht Prozent.

Für Gabriel bedeutet das einen schwierigen Spagat. Einerseits sollen die Kosten für den Steuerzahler sinken. Auf der anderen Seite aber soll der Anteil von Wind, Sonne, Wasser und Biomasse an der Stromerzeugung in Europa bis zum Jahr 2020 von derzeit 8,5 auf 20 Prozent steigen. Die EU-Kommission hat dazu allen 27 Mitgliedstaaten konkrete Ziele vorgegeben. Alle Länder müssen bis dahin mindestens 5,5 Prozent mehr erneuerbare Energien einsetzen. In Deutschland soll der Anteil erneuerbarer Energie auf 18 Prozent steigen – heute liegt er bei neun Prozent. Beim Biostrom betrug der Anteil nach Erhebungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE) 2007 schon 14 Prozent. Bis 2020 will Gabriel auf 40 Prozent kommen.

Ehrgeizige Ziele. Doch ob sie sich erreichen lassen, ist fraglich. Denn einige der Ökoenergien stoßen in Europa schon an Wachstumsgrenzen. „Wind hat von allen erneuerbaren Energien bisher die vielversprechendsten Ergebnisse geliefert“, findet EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und weist darauf hin, dass Wind bereits vier Prozent der EU-Stromnachfrage deckt. Bis 2020 soll der Anteil von Wind am Strommix auf zwölf Prozent steigen, ein Drittel davon sollen Offshore-Anlagen vor der Küste liefern. Der Verband der Europäischen Windenergiehersteller (EWEA) bezweifelt aber, ob der starke Anstieg der vergangenen Jahre aufrecht erhalten werden kann. „Ich denke nicht, dass wir so hohe Wachstumsraten wie in den vergangenen Jahren sehen werden“, sagt EWEA-Chef Christian Kjaer. In Deutschland beispielsweise fehlt es dazu an Netzinfrastruktur. Außerdem leidet die Windkraftbranche unter steigenden Kosten für Kupfer und Stahl. In Europa fehlen außerdem Techniker und Ingenieure mit den benötigten Fachkenntnissen. Obendrein wirft die Einspeisung des Windstroms in die Netze große Probleme auf. Kjaer: „Das sind enorme Herausforderungen.“

Vor denen steht auch die Solarenergie. Rund 1,8 Milliarden Euro haben die heimischen Stromverbraucher 2007 in Form von Einspeisevergütungen für Solarstrom bezahlt. Dass es nicht noch mehr wurde – auf Windstrom entfielen 3,6 Milliarden Euro –, lag am schlechten Wetter hierzulande.

Neuartige Solarzellen, die hoch konzentriertes Sonnenlicht umwandeln, verdoppeln den Wirkungsgrad zwar fast. Die Technik, die von der Münchner SolarTec und Concentrix Solar aus Freiburg zur Marktreife gebracht wurde, lässt sich allerdings nur in sonnenreichen Regionen effektiv nutzen, weil sie direkte Strahlung braucht. Viel wäre also gewonnen, stünden die Solarkraftwerke in Südspanien, besser noch in Nordafrika. Dann wäre der Stromertrag deutlich mehr als doppelt so hoch. Umgewandelt in Gleichstrom ließe sich die dort erzeugte Energie über spezielle Leitungen ohne große Verluste in die europäischen Ballungsräume transportieren, so eine Vision des Energiekonzerns ABB und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Eine Realisierung der Pläne würde allerdings Jahrzehnte brauchen.

Visionen ganz anderer Art plagen die Politiker beim Thema Biosprit. Denn der angeblich so umweltfreundliche Kraftstoff ist bei näherem Hinsehen ein ökologischer Albtraum: Der Energieaufwand für die Herstellung ist größer als der Energiegehalt des gewonnenen Benzins, hinzu kommen Belastungen für die Böden und der Luft durch Düngemittel. Und obendrein bedroht der massenhafte Anbau der für die Erzeugung des Biosprits nötigen Pflanzen den Regenwald in Amazonien – was allerdings von der brasilianischen Regierung heftig zurückgewiesen wird.

Zudem drohen soziale Verwerfungen: Die weltweite Verarbeitung von Mais, Zuckerrüben, Raps, Soja, Zuckerrohr oder Getreide zu Kraftstoff hat überall die Preise für Lebensmittel kräftig in die Höhe getrieben (siehe Grafik Seite 102). Vergangene Woche brachen wegen der dramatisch gestiegenen Nahrungsmittelpreise in Haiti, Indonesien und einem halben Dutzend afrikanischer Staaten Unruhen aus. Auch die Regierungen Chinas und anderer asiatischer Länder sind alarmiert: Viele Bauern dort steigen auf den Anbau von Mais, Weizen und Ölsaaten um, weil sich mit dem Verkauf der Ernte an Biosprithersteller höhere Erlöse erzielen lassen als etwa mit Reis. China hat deshalb bereits die Herstellung von Ethanol aus Getreide, Reis und Mais verboten.

Jean Ziegler, Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für das Recht auf Nahrung, kritisiert die derzeitige Praxis, Lebensmittel zu Biosprit zu verarbeiten, als „katastrophal“. Sein Fazit: „Fruchtbares Ackerland der Kraftstoffproduktion zu widmen ist ein Verbrechen.“ Kritik kommt auch aus der Lebensmittelindustrie. Für Peter Brabeck, den Chef des Schweizer Lebensmittelkonzerns Nestlé, ist es „unverantwortlich und moralisch inakzeptabel, dass man enorme Subventionen zahlt, um aus Lebensmitteln Biotreibstoff zu machen. Wenn man 20 Prozent des steigenden Erdölbedarfs mit Biotreibstoffen decken will, dann gibt es bald nichts mehr zu essen“. Das sei politischer Wahnsinn.

Allmählich dämmert das auch den Politikern in Brüssel. Das EU-Klimapaket enthält derzeit noch die Vorgabe, den Anteil des Biosprits bis 2020 auf zehn Prozent zu erhöhen. Dadurch sollten die CO2-Emissionen in Europa um 35 Prozent gesenkt werden. Doch inzwischen gibt es Forderungen, von diesem Ziel abzurücken: Abgeordneten und nationalen Regierungen wird zunehmend bewusst, dass das ehrgeizige Biosprit-Ziel der Umwelt alles andere als gut tut. Es sei völlig unklar, ob die höhere Beimischung weltweit überhaupt CO2-Emissionen senke, sagen auch Forscher der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, einem Institut mit 2700 Experten. Schaden entstünde zum Beispiel durch die intensive Düngung, die notwendig ist, um den Raps, Weizen oder Mais wachsen zu lassen. In der Düngemittelproduktion und beim Einsatz von Stoffen auf dem Feld aber werden große Mengen Lachgas freigesetzt. Und Lachgas ist 310-mal klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Die Biospritförderung wäre auch mit enormen finanziellen Belastungen verbunden. Die Nettokosten der Biospritpolitik im Zeitraum 2007 bis 2020 schätzt die EU-Forschungsstelle auf 33 bis 65 Milliarden Euro: „Diese Größenordnung deutet darauf hin, dass das Biospritprogramm nicht zum Ziel führt.“ Arbeitsplätze in Europa entstünden unterm Strich kaum, weil der Sprit größtenteils aus anderen Ländern wie Brasilien eingeführt werden müsste.

Was also tun? Die Hoffnungen der Politik ruhen auf den Anstrengungen von Forschern in aller Welt, die Kraftstoffe entweder aus Zellulose oder mithilfe von Algen gewinnen wollen. „Die Bioethanolproduktion ist heute weder nachhaltig noch innovativ“, wettert Holger Zinke, einer der Pioniere der industriellen Biotechnik und Gründer der Brain AG im hessischen Zwingenberg. „Wir verwenden die winzige Menge Ethanol, die die Hefen als Abfallstoff ausscheiden und werfen die große Menge an Biomasse, nämlich die Hefezellen, ungenutzt auf den Müll.“

Choren will das ändern. Das Unternehmen hat kürzlich die weltweit erste großtechnische Anlage, in der synthetischer Dieselkraftstoff aus Biomasse gewonnen wird, im sächsischen Freiberg in Betrieb genommen (WirtschaftsWoche 11/2008). Hier wird Biomüll, Stroh und Holz – zunächst in Synthesegas, später in sogenanntes Synfuel umgewandelt. Die Freiberger Anlage hat eine Jahreskapazität von 15 000 Tonnen. Die mit 200 000 Tonnen nächstgrößere Produktionsstätte soll ab 2009 in Schwedt an der Oder entstehen. Für den Nachschub an Rohstoffen werden dort Plantagen mit Pappeln, Ahornbäumen und anderen Nutzpflanzen sorgen. Erwartet wird ein Ertrag von gut 4000 Litern Sprit von einem Hektar Fläche. Zum Vergleich: Ein Hektar Raps liefert heute lediglich 1300 Liter Biodiesel.

... :rolleyes: .. wiviel Prozent vom Kraftstoffverbrauch wären das ... :rolleyes: ... [urlKleckerkram]http://www.n-tv.de/949143.html[/url], [urlKinkerlitzchen]http://de.wikipedia.org/wiki/Kinkerlitzchen[/url]

Synthetischen Dieselkraftstoff soll auch eine Anlage liefern, die das deutsche Unternehmen Zibo Treichel Industry & Trade in der chinesischen Provinz Shandong vorbereitet. Ausgangsstoff ist hier Stroh. In einem BioLiq genannten Verfahren, das Wissenschaftler des Forschungszentrums Karlsruhe entwickelt haben, wird das Stroh in eine erdölähnliche Masse umgewandelt. In weiteren Schritten können aus dieser Masse unterschiedliche Treibstoffe – neben Diesel auch Kerosin – hergestellt werden. Das kanadische Unternehmen Iogen verfolgt bei der Verarbeitung von Stroh noch ehrgeizigere Pläne: Es setzt nicht nur bei der Vergärung auf Biotechnik, sondern auch beim sogenannten Aufschluss, der Abtrennung der Zellulose von Lignin. Das ist der Stoff, der die Pflanzenfasern wie ein Klebstoff miteinander verbindet. Ähnliche Versuche laufen in Brasilien. Dort liefern Eukalyptuspflanzen die Zellulose.

„Die Technik ist durchaus vorhanden, um Zellulose-Ethanol herzustellen“, sagt McKinsey-Energieexperte William Ceasar. „Aber bislang ist es noch niemandem gelungen, dies auch wirtschaftlich zu tun.“

Das gilt auch für den Einsatz von Öl produzierenden Algen zur Spritproduktion. Bislang ist dies nur im Labormaßstab gelungen. E.On, Bluebio Tech aus dem schleswig-holsteinischen Kollmar und Laurenz Thomsen, Professor für Geowissenschaften an der Jacobs Universität Bremen, haben 2005 und 2006 am Bremer Kraftwerk Farge Mikroalgen aus dem Meer mit den Abgasen des Kraftwerks gefüttert. Bis zu 70 Prozent ihrer Masse bestand zum Schluss aus Öl, das herausgepresst und in Biodiesel umgewandelt werden konnte.

Thomsen rechnet mit Investitionen von bis zu 15 Millionen Euro pro Hektar Fläche für eine Algenzucht, die jährlich bis zu zwölf Millionen Liter Biodiesel erzeugen könnte. Das wären weniger als 0,5 Prozent des Kraftstoffverbrauchs in Deutschland. Dazu kämen noch Betriebskosten von bis zu vier Millionen Euro pro Jahr. Im günstigsten Fall lägen die Produktionskosten bei 45 Eurocent pro Liter.

Genaueren Aufschluss könnte ein Projekt von E.On und der Hamburger SSC Strategic Science Consult bringen. Auf dem Gelände des Erdgaskraftwerks in Hamburg-Reitbrook bauen sie derzeit eine Algenzuchtanlage, die mit Kraftwerkskohlendioxid versorgt wird. Die Investitionssumme für die im Endausbau 10.000 Quadratmeter große Anlage liegt bei 2,2 Millionen Euro. Das erste Modul auf einer Fläche von 100 Quadratmetern geht im kommenden Monat in Betrieb. „Anfangs produzieren wir aber nur ein paar Eimer voll“, warnt Projektleiter Martin Kerner vor überzogenen Erwartungen.

Auch Biotechnik-Pionier Holger Zinke hat ein Faible für Algen. Vor allem für jene kleinen, die sich wie Hefen in modernen Braukesseln, den sogenannten Biofermentern, züchten lassen. Sein Unternehmen versucht für einen europäischen Industriepartner gerade einige dieser Algen mit gentechnischen Veränderungen so umzuerziehen, dass sie besonders viel Speicherstoffe wie Öle und Fette produzieren. „Es wird eines Tages möglich sein, die Energie, die Pflanzen und Algen durch die Fotosynthese aus dem Sonnenlicht aufnehmen und speichern, in flüssiger und für Fahrzeuge verdauliche Form wieder zurückzugewinnen“, ist Zinke überzeugt.

Bei allen vielversprechenden Ansätzen für die Zukunft: Bis die neuen Techniken und Verfahren ausgereift sind und im großen Maßstab Strom und Kraftstoffe liefern, werden noch viele Jahre vergehen. Um den Subventionswahn zu stoppen und den Klimazielen näherzukommen, ohne die Energieversorgung in Deutschland zu gefährden, fordern Experten wie der Bonner Ökonom von Weizsäcker eine gründliche Revision der gegenwärtigen Energie- und Umweltpolitik. Ihr Ansatz: Weg mit den ideologischen Scheuklappen, stattdessen mehr Realismus.

Die preiswerteste Energiequelle ist dabei das Sparen. Bei Gebäuden, in industriellen Prozessen und im Verkehr etwa gibt es noch jede Menge wirtschaftlich nutzbarer Potenziale. Eine längere Laufzeit der Kernkraftwerke und der Bau von relativ sauberen, hocheffizienten neuen Kohlekraftwerken würden die Versorgungssicherheit halbwegs umweltverträglich garantieren, bis regenerative Energien verlässlich, bezahlbar und im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen. Weizsäckers Warnung fällt deutlich aus: „Wir können in Deutschland nicht alles auf eine Karte setzen und uns aus der Kohle- und Kernenergie zurückziehen. Das ist völlig unsinnig.“

[urlUSA: Großer Schwindel Bio-Kraftstoff]http://www.wiwo.de/technik/grosser-schwindel-mit-bio-kraftstoffen-272598/[/url]

Biosprit sollte doch am Anfang eigentlich eine Alternative zum teuren Ol sein ... oder irre ich mich da ... :rolleyes: ... und den Treibstoff billiger machen ... :rolleyes:
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schrieb am 17.04.08 21:38:24
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Zitat
Energieversorger verschiebt Starttermin für Meereskraftwerke

[urlBilderstrecke]http://www.heise.de/bilderstrecke/307/nt51a081[/url], 3 Bilder

Nach etlichen Fehlschlägen steht die Gewinnung von Strom aus dem Meer jetzt an der Schwelle zur Kommerzialisierung. Allerdings lassen sich die ehrgeizigen Zeitpläne nicht immer halten, berichtet Technology Review in seiner aktuellen Ausgabe 5/08 (seit dem 17. 4. am Kiosk oder online zu bestellen).

Unter anderem in einer Fernsehkampagne hatte E.on seit dem vergangenen Herbst mit einem geplanten Gezeitenkraftwerk vor der Westküste Englands geworben. Auf der dazugehörigen Website heißt es, die Anlage solle im Jahr 2010 ans Netz gehen. Auf Nachfrage bestätigte Amaan Lafayette, Marine Development Manager bei E.on UK, dass Meeresenergie als "echte Möglichkeit für erneuerbare Energieerzeugung in der nahen Zukunft" verfolgt werde. Als angepeilten Starttermin für das Gezeitenkraftwerk nannte er aber 2011 oder 2012. Für ein weiteres Meereskraftwerk, das laut der E.on-Website ab 2009 eine signifikante Menge Strom liefern soll, gab Lafayette für den geplanten Betriebsstart 2009 oder 2010 an.

Mit Strom aus dem Meer – erzeugt von Wellen- oder Gezeitenkraftwerken – ließen sich laut Studien bis zu 50 Prozent des aktuellen weltweiten Verbrauches abdecken. Allerdings sind die Herausforderungen auch heute, rund vier Jahrzehnte nach dem Start der ersten Projekte, noch gewaltig. So müssen die Anlagen viele Jahre lang gewaltigen Kräften und aggressivem Salzwasser standhalten, dazu kommen Naturschutzbedenken und die Anbindung an Stromnetze in den Verbraucherländern. Trotzdem könnten laut dem britischen Staatsunternehmen Carbon Trust im Jahr 2020 europaweit mehrere Gigawatt an Meereskraftwerksleistung installiert sein.

Unter den derzeit noch mehr als 100 unterschiedlichen Konzepten spricht der Meeresenergie-Experte Kai-Uwe Graw von der TU Dresden dem "Pelamis"-Wellenkraftwerk die besten Chancen für eine baldige Kommerzialisierung zu. Bei dieser Anlage schwimmen vier miteinander verbundene Stahlrohre senkrecht zur Wellenrichtung im Meer, weichen den Wellen schlangenartig aus und erzeugen mit Hilfe dieser Bewegung Strom. Allerdings lassen sich auch hier die Zeitpläne offenbar nicht halten: An der Küste Portugals lagen noch Ende März die Elemente für ein Pelamis-Kraftwerk bereit, das schon Ende 2007 hätte in Betrieb gehen sollen. Auch E.on setzt bei seinem Wellenkraftwerk auf die Pelamis-Technologie. (wst/Technology Review)

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