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INFLATION kommt--was ist meine Geld noch wert??? ( Seite 13)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 30.10.07 10:02:09
von
neuster Beitrag 23.05.12 04:20:57
von

Anzahl Beiträge: 164
Aufrufe gesamt: 66.883
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Diskussionsnr.: 1.134.591
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schrieb am 16.01.12 21:26:43
Beitrag Nr.121 
(42.601.714)
Antwort
Zitat
Hallo Targo,

ich habe die Zahlen für diesen für den Zeitraum 1921-1923 noch einmal überpüft.

Mir war wohl ein Eingabefehler unterlaufen. Deshalb muss ich einräumen,
dass für diesen Zeitraum, der Aktienindex tatsächlich etwa 70 Prozent besser tendiert hat als der Goldpreis.

Vielen Dank für die Berichtigung meines Fehlers. In einer solchen Diskussion sollte man ja nach Möglichkeit mit den richtigen Zahlen arbeiten.

Hierzu hast du einen wichtigen Beitrag geleistet.
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schrieb am 18.01.12 18:10:55
Beitrag Nr.122 
(42.611.617)
Antwort
Zitat
Ein bisschen aus dem Kontext gegriffen, aber sehr passend in diesen Thread:


"...Um der Sackgasse zu entkommen und die Krise des Finanzkapitalismus kritisch untersuchen zu können, scheint es angebracht, ganz von vorne anzufangen und die Ausgangssituation der Finazialisierung zu analysieren, den Punkt, an dem die Profite begannen, ohne Akkumulation anzuwachsen. Es ist mit anderen Worten notwendig, die Finanzialisierung als die Kehrseite einer Entwicklung der Produktionsweise zu begreifen, deren Durchsetzung in der Krise des Fordismus ihren Anfang nimmt, in einer Situation also, in der das Kapital nicht mehr in der Lage ist, der lebendigen Arbeit, der Lohnarbeit in der Fabrik, unmittelbar Mehrwert abzupressen. Die These, die hier entwickelt werden soll, lautet also: Die Finanzialiserung ist kein unproduktiver und/oder parasitärer Umweg zu wachsenden Anteilen des Mehrwerts und der kollektiven Rücklagen, sondern vielmehr die Form der Akkumulation des Kapitals, die den neuen Produktions- und Wirtschaftsschöpfungsprozessen entspricht.
Die aktuelle Finanzkrise ist insofern nicht so sehr als die Implosion eines ausbleibenden Akkumulationsprozesses, sondern vielmehr als ein Infarkt der Kapitalakkumulation zu interpretieren."


Dies und vieles mehr schreibt Christian Marazzi in seinem Buch 'Verbranntes Geld'.
Dies ist keine Werbung, aber ich kann dieses Buch persönlich nur sehr empfehlen!
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schrieb am 22.01.12 15:56:26
Beitrag Nr.123 
(42.629.368)
Antwort
Zitat
Wir konnten in der vorstehenden Diskussion also einen unterschiedlichen Verlauf in der Reaktion der Sachwerte Aktienindex und Gold auf das Vorkommen der Hyperinflation feststellen. Im Anfang der Inflation im Zeitraum 1914-1918 stieg der Goldpreis unmittelbar mit der Inflation an, wogegen der Aktienindex in diesem Zeitraum sogar gefallen ist. Erst in den späten Jahren der Inflation zeigt sich der Aktienindex stärker als der Goldpreis. Ich habe mir einmal einige Gedanken darüber gemacht, wie dies wohl fundamental zu begründen ist.

Wir haben festgestellt, dass der Goldpreis in Dollar mit ca. 20 Dollar je Unze im gesamten Zeitraum konstant war. Hieraus kann man folgern, dass der Anstieg des Goldpreises in Papiermark ausschließlich auf den Kursverlust der Papiermark gegenüber dem US-Dollar in dieser Zeit zurück zu führen ist. Als sich dieser Kursverlust verlangsamte, verlangsamte sich folgerichtig auch der Anstieg des Goldpreises in Papiermark.

Der Aktienindex hingegen fiel in den Jahren 1914-1918 zunächst zurück. Dies mag damit zusammenhängen, dass die Wirtschaft in den Jahren des Ersten Weltkrieges überwiegend für die deutsche Kriegswirtschaft und nicht für den Export arbeiten konnte. Nach dem Krieg änderte sich das und führte auch zu einem Anstieg des Aktienindexes. Dennoch blieb der Anstieg der Aktien zunächst noch hinter dem Gold zurück. Dies mag damit zusammen hängen, dass die Unternehmenssteuern wegen der Reparationsforderungen an das Deutsche Reich erhöht wurden. Ferner können Unternehmen in der Anfangsphase einer Inflationsentwicklung - wegen bestehender Verträge - ihre Preise oft nicht in erheblichem Umfang an die Inflationsentwicklung anpassen.

Dies ändert sich in der späteren Phase der Inflation. Jetzt können die Unternehmen ihre Preise anheben. Zusätzlich "verdienen" sie - je länger die Inflationsphase bzw. der niedrige Kurs der Mark gegenüber dem US-Dollar anhält - im täglichen Umsatzprozess und im Zeitablauf gemessen an ihrem ursprünglichen Eigenkapital weiterhin zusätzliche Einheiten. Dies bedeutet, dass sie auch dann weiterhin an dieser Entwicklung zusätzlich "verdienen", wenn der Kurs des US-Dollars dann längere Zeit auf dem dann sehr niedrigen Niveau verharrt. Für den Goldpreis bedeutet hingegen die Stagnation des US-Dollars auf diesem niedrigen Niveau ein Ende des Anstieges.

Zu diesem Zeitpunkt wäre aus anlagetechnischer Sicht also ein Switch vom Gold zu exportorientierten Aktien das Gebot der Stunde gewesen. Allerdings war dies praktisch sehr schwierig wegen des bestehenden Verbotes von Goldbesitz und Goldhandel in dieser Zeit
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schrieb am 26.02.12 22:25:32
Beitrag Nr.124 
(42.809.701)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.629.368 von kenkennard am 22.01.12 15:56:26
:confused: Kommt nicht bald eine Währungsreform :confused:


Währungsreform--Bargeld abliefern--wie war das damals
Ablieferung von Bargeld und Anmeldung von Reichmarkkonten bei Geldinstituten


am 23.06.1948 wurde das Geld bei uns umgetauscht


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schrieb am 27.02.12 19:29:49
Beitrag Nr.125 
(42.814.361)
Antwort
Zitat
Die Geschichte zeigt, dass man eine Währungsreform nie ganz ausschließen kann.

Wie diese Währungsreform dann zu beurteilen ist, kommt auf die Gestaltung dieser Währungsreform an.

Für die meisten Bürger der ehemaligen DDR war ihre Währungsreform, in der sie im Jahre 1990 ihre Ostmark in die wertvolle DM umtauschen durften, sicherlich eine positive Währungsreform.

Die Währungsreform von 1948 ist ebenfalls differenziert zu betrachten.
Die Besitzer von großen Geldwerten in Reichsmark waren sicher große Verlierer. Für die große Masse der besitzlosen Bevölkerung war diese Währungsreform wohl eher ein positives Ereignis. Vor der Währungsreform waren die Geschäfte leer und es konnten so gut wie keine Waren gekauft werden. Nach der Reform waren die Geschäft wieder voll von guten Waren. Darüber hinaus ermöglichte die DM den Start des "deutschen Wirtschaftswunders".

Eine neutrale Währungsreform war die Reform von 1958 in Frankreich. Hier erhielten die Franzosen für 10.000 alte Franken 100 neue Franken. Es wurden also einfach zwei Nullen gestrichen. Sonst änderte sich nichts.

Für die mittlere Zukunft wäre die Wiedereinführung der DM denkbar. Auch dies würde eine Mehrheit der Deutschen Bevölkerung wohl als positiv beurteilen.
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schrieb am 27.02.12 22:58:23
Beitrag Nr.126 
(42.815.426)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.814.361 von kenkennard am 27.02.12 19:29:49Für die mittlere Zukunft wäre die Wiedereinführung der DM denkbar. Auch dies würde eine Mehrheit der Deutschen Bevölkerung wohl als positiv beurteilen.

Unser Geld wir weg sein, wenn der Euro stirbt :cry:

27.02.2012, 12:27 Uhr | Spiegel Online


Der Mann und die Milliarden-Bombe

Vor gut einem Jahr entdeckte Hans-Werner Sinn ein gigantisches Risiko in der Bilanz der Deutschen Bundesbank. Seitdem kämpft der Ökonom dafür, das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Doch das Problem ist zu sperrig für eine Talkshow. Sicher ist: Das Risiko steigt weiter.



500 Milliarden Risiko für Deutschland
Nach Wochen hatte Sinn ein Bild zusammengefügt, das den Betrachter erschauern lässt: Innerhalb des eigentlich harmlosen Zahlungsystems zwischen den Notenbanken der 17 Euro-Länder haben sich seit Beginn der Finanzkrise 2007 gewaltige Ungleichgewichte aufgebaut: Während die europäischen Krisenstaaten Italien, Spanien, Irland, Portugal und Griechenland Defizite von insgesamt mehr als 600 Milliarden Euro aufweisen, sind die Forderungen der Bundesbank mittlerweile auf 498 Milliarden Euro gestiegen.

Eurozone aus den Fugen
So viel steht allerdings nur im schlimmsten Fall auf dem Spiel, etwa wenn der Euro komplett zerbricht. Wesentlich realistischer ist dagegen ein Austritt eines Landes, zum Beispiel Griechenlands. In diesem Fall müssten alle anderen Notenbanken gemeinsam die Schulden der griechischen Notenbank tragen. Die Bundesbank wäre gemäß ihrem Anteil an der Europäischen Zentralbank (EZB) mit rund 28 Prozent dabei. Bei 108 Milliarden Euro griechischer Verbindlichkeiten wären das etwa 30 Milliarden Euro.

Sinn liebt die Provokation. Doch man glaubt ihm, dass er sich in dieser Sache ernsthaft Sorgen macht. Er sitzt in einem Restaurant im Berliner Regierungsviertel. Auf dem Tisch hat er seinen Laptop aufgeklappt. Mit dem unteren Ende seines Kaffeelöffels zeichnet er die gelben und blauen Linien nach, die sich über den Bildschirm schlängeln. Sie sollen zeigen, wie sehr die Euro-Zone aus den Fugen geraten ist. "Das ist gefährlich", sagt Sinn, und seine Augen blitzen. Durch die Forderungen an die anderen Notenbanken sei Deutschland erpressbar geworden. "Jeder weiß jetzt, dass wir den Euro retten müssen - und zwar um fast jeden Preis."



http://wirtschaft.t-online.de/bei-der-bundesbank-schlummern-…

Avatar
schrieb am 27.02.12 23:14:01
Beitrag Nr.127 
(42.815.485)
Antwort
Zitat
Es kann so kommen, wie es in dem vorstehenden Beitrag beschrieben ist.

Es kann aber alles auch ganz anders kommen.

Dies ist das Risiko mit dem wir leben müssen.

Wenn es denn sicher wäre, dass der Euro in der mittleren Zukunft zusammenbrechen würde, wäre die Situation ja ganz einfach. In diesem Fall brauchte man sein Kapital ja nur in stabile Währungen außerhalb des Euro-Raums - z. B. Australischer Dollar, Hongkong-Dollar oder Singapur Dollar - zu investieren. Und schon könnte man den Zusammenbruch des Euros in aller Ruhe abwarten.

Einen Verlust - gerechnet in Euro - würde man dann ja nur erleiden, wenn - entgegen den Erwartungen - der Euro zu neuen Höhenflügen ansetzen und gegen die oben genannten Beispielswährungen deutlich aufwerten würde. In allen anderen Fällen hätte man sein Euro-Kapital ja in Sicherheit gebracht.

Auch Gold und Silber könnten - da sie ja in US-Dollar - notieren eine gewisse Sicherheit gegen einen Verfall des Euros bieten. Bedenklich ist hierbei nur, dass bei einem Euro-Verfall ja zwingend auch mit einem Anstieg des US-Dollars gegenüber dem Euro gerechnet werden muss. Zeiten eines starken Dollars waren aber - zumindest in der Vergangenheit - mit einem Preisverfall des Goldes gerechnet in US-Dollar verbunden. Für Euro-Anleger könnte dies dann bedeuten, dass der Goldpreis - gerechnet in Euro - unter dem Strich unverändert bleibt.

Trotzdem gehört - allein aus Gründen der Sicherheit - auch ein gewisser Anteil von Gold in die Vermögensaufteilung.
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schrieb am 27.02.12 23:27:20
Beitrag Nr.128 
(42.815.531)
Antwort
Zitat
Wenn man die obigen Befürchtungen hat, nutzt untätiges Klagen wohl nichts.

Man muss sich eine fundierte Meinung bilden und dann entsprechend dieser Meinung auch handeln.

Eine breite Streuung des Vermögens über mehrere Anlageklassen kann - nach den Erfahrungen der Vergangenheit - auch hilfreich sein.

Es ist eine alte Erfahrung in militärischen Auseinandersetzungen. Wer alles behalten will, wird alles verlieren.

Also muss entschlossen aber flexibel gehandelt werden. Erkennt man einen Irrtum in der eigenen Strategie, so muss man die Kraft haben, den Irrtum zu korrigieren.

Noch haben wir sicherlich ein gewisses Zeitfenster für entsprechende Aktionen.

Foren wie dieses hier können zur Meinungsbildung insoweit helfen, als man die hier gefundenen Meinungen durch eigene Quellenforschung überprüft und sich dann eine eigene Meinung bildet.
Avatar
schrieb am 28.02.12 00:59:19
Beitrag Nr.129 
(42.815.692)
Antwort
Zitat
Einige Quellen deuten aber darauf hin, dass man wohl nicht den Weg einer Währungsreform gehen will.

Vielmehr deutet einiges darauf hin, dass man den weg über eine Vermögensabgabe gehen will.

Nach den Ermittlungen der Boston Consulting Group beträgt das Vermögen der Bürger in der Eurozone ca. 18.000 Milliarden Euro. Ferner hat BCG ermittelt, dass die Eurozone die Staatsschulden um ca. 6.000 Milliarden Euro senken müßte, um wieder auf eine tragbare Verschuldungsquote zu kommen. Global über alle Guthaben gerechnet müßte für die Eurozone also eine einmalige Vermögensabgabe von ca. 34 Prozent auf die vorhandenen Vermögen erhoben werden, um die Verschuldung der Euro-Länder wieder auf einen tragbaren Level zu bringen.

Quelle :

Plant das Finanzministerium die Enteignung Deutscher Sparer ?

Artikel von Udo Bergstein, vom 15.12.2011

gefunden auf www.boersennews.de
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schrieb am 28.02.12 02:18:32
Beitrag Nr.130 
(42.815.731)
Antwort
Zitat
Diese beiden Lösungsansätze zeigen das Dilemma vor dem die Anleger zur Zeit stehen.

Einerseits könnte eine Inflationierung kommen an deren Ende möglicherweise eine Währungsreform steht.

Andererseits könnte das Schuldenproblem auch in einer gewaltigen Anstrengung durch eine einmalige große Vermögensabgabe gelöst werden.

Für beide Lösungen gibt es in den öffentlichen Quellen Anhaltspunkte.

Beide Lösungen bedürfen für den Anleger auch unterschiedliche Antworten.

Es ist also die Frage, ob wir eine Deflation oder eine Inflation bekommen. Die Frage ist zur Zeit aus meiner Sicht noch nicht abschließend zu beantworten.

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