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    INFLATION kommt--was ist meine Geld noch wert??? (Seite 15)

    eröffnet am 30.10.07 10:02:09 von
    GueldnerG45S

    neuester Beitrag 23.12.12 12:39:22 von
    zeoxfan
    Beiträge: 175
    ID: 1.134.591
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    Der Tag im Überblick


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    Nachtigall17
    schrieb am 18.04.12 00:31:41
    Beitrag Nr. 141 (43.052.626)
    Eine Währungsreform in Europa geht nicht--,daß große internationale Konzerne robuster sind ist unbestritten,habe ich auch nicht gemeint, aber der Bürger,einzelne Kapitalanleger erwischt es,durch nationale Regelungen/Steuern/Abgaben in Verbindung mit weniger Leistungen des Staates-so wird es wohl kommen.
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    kenkennard
    schrieb am 19.04.12 02:24:13
    Beitrag Nr. 142 (43.057.970)
    Sobald die bisherigen für die Euro-Rettung gegebenen Bürgschaften sich in zu leistende Barzahlungen umwandeln, ist auch aus meiner Sicht mit erhöhten Steuerbelastungen und auch Abgabenbelastungen in den Geberländern zu rechnen.

    Wie dies dann im einzelnen ausgestaltet wird, ist sicherlich noch Gegenstand harter politischer Auseinandersetzungen.
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    lalin1972
    schrieb am 29.04.12 10:59:11
    Beitrag Nr. 143 (43.101.490)
    Zitat von kenkennardDeshalb bleiben Aktien solcher Gesellschaften für den Anleger eine gute Möglichkeit, agressiven Maßnahmen des Staates zu entgehen.


    Das stimmt zwar für die Gesellschaften, berücksichtigt aber nicht mögliche agressiven Maßnahmen gegenüber dem Anleger. Eine Sonder-Gewinn- und Dividendensteuer von 50+x%, eine Einschränkung der Handelbarkeit oder andere "Daumenschrauben" sind weiterhin möglich.

    Man sollte überlegen, ob es sinnvoll ist, seine Aktien usw. innerhalb der EU(ro-Zone) zu halten oder ob man nicht ein Depot außerhalb dieses Raumes eröffnet, auf welches der Staat keinen Zugriff hat.

    Zum Gold:
    Der private Goldbesitz war in den USA von 1933 bis 1973 (also 40 Jahre!) verboten. Was nützt Gold, wenn man es nicht verwerten kann, weil man Gefahrläuft, denunziert und bestraft zu werden?

    Wer ganz sicher gehen will, sollte auch kaum denkbare "Lösungen" zur Schuldenkrise in Betracht ziehen.....
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    kenkennard
    schrieb am 29.04.12 13:36:52
    Beitrag Nr. 144 (43.101.750)
    Dies stimmt alles.

    Ich habe darauf eindeutig im Forum über die Hyperinflation hingewiesen.

    Als Lösung für den kleinen Geldbeutel habe ich dort seinerzeit eine Investition in Dosennahrung, Zigaretten oder alkoholische Getränke empfohlen. Diese sind sehr langlebig und haben - im Gegensatz zu Papiergeld - stets einen gewissen Tauschwert. Auch war das Eigentum an diesen Gegenständen in der mir bekannten Geschichte niemals illegal.

    Für den größeren Geldbeutel wäre eine Investition in einen Bauernhof mit genügend Fläche zur Erzeugung von Nahrung zu empfehlen. Ergänzend wäre hier an eine Nutztierhaltung zu denken. Auch landwirtschaftliche Maschinen mit ausreichend Ersatzteilen wären empfehlenswert.

    Diese Investitionen müssen ja nicht unbedingt in Europa stattfinden. Auch die klugen Chinesen tätigen ja als Staat solche Investitionen beispielsweise in Afrika oder Südamerika.

    Sollte das Papiergeld wirklich durch Inflation oder gar Hyperinflation einen großen Teil seines Wertes verlieren besteht für die Menschen das vorrangige Problem in der Nahrungsbeschaffung. Die Geschäfte werden dann leer sein, weil die Geschäftsinhaber natürlich nicht mehr bereit sein werden, ihre Sachwerte in Form von Nahrungsmitteln gegen Tausch in Papiergeld abzugeben.

    Dies konnten die Zeitgenossen leidvoll in den Krisen nach den beiden Weltkriegen erfahren.
    Avatar
    kenkennard
    schrieb am 29.04.12 13:55:45
    Beitrag Nr. 145 (43.101.763)
    Aktien waren während dieser Krisen tatsächlich nicht die geeignete Anlage zur Überwindung dieses Nahrungsmitteschaffungsproblems. Aber nach der Krise war das dann anders. Ab Mitte der 1950er Jahre entwickelten Aktien dann wieder ihren vollen Wert und haben ihren Besitzern wieder den Wert der Vorkriegszeit - und teilweise sogar mehr als das - erbracht.

    Bei Gold führte das Besitzverbot und noch viel mehr das Handelsverbot dazu, dass die Goldbesitzer nicht den vollen Wert ihres Goldes erhalten konnten.

    Wegen des Hungers waren die Goldbesitzer nach dem Zweiten Weltkrieg gezwungen ihr Gold zu einem Bruchteil des vormaligen Wertes an die Nahrungsbesitzer - hier also die Bauern - im Tausch gegen Nahrungsmittel abzugeben.

    Allerdings hat auch dies die Goldbesitzer dann oftmals vor der Verhungern bewahrt.

    Zu diesem Thema wurde in dem Forum über die Hyperinflation bereits ausführlich diskutiert.

    Es kommt also sehr darauf an, welche Art der Krise der Anleger erwartet. Erwarten wir lediglich eine starke Inflationierung - ohne den Zusammenbruch des Systems - wie etwa in den 1970er Jahren. Oder erwarten wir einen Zusammenbruch - wie etwa nach den beiden Weltkriegen.

    Während der 1970er Jahre waren bestimmte Aktiengruppen - Ölaktien, Goldminen und andere Rohstoffwerte - ein ganz ausgezeichneter Schutz gegen die Inflation. Dies zeigte eine kürzlich im Handelsblatt veröffentlichte Studie der österreichischen Raiffeisen-Centro-Bank. Nach dieser Studie war allerdings der beste Inflationsschutz mit den US-amerikanischen Immobilienaktien während dieser Zeit zu erreichen.

    Nun sind die USA aber niemals in einen solchen Zusammenbruch - wie Deutschland nach den beiden Weltkriegen - geraten. Erwartet man eine solche Entwicklung ist die Anlage in Aktien tatsächlich nicht die vorrangige Anlage.

    Dann bleibt es bei den obigen Empfehlungen. Kommt es dagegen ganz anders und Staaten brechen unter ihrer Schuldenlast zusammen - wie es gegenwärtig in Griechenland zu sehen ist - führt dies zur Schrumpfung der Geldmenge und damit zur Deflation.

    Bei Deflation würden alle Sachwerte und auch Gold deutlich an Wert verlieren. Dies war im Jahre 2008 zu beobachten, als der Ölpreis in kurzer Zeit von ca. 147 US-Dollar auf ca. nur noch 40 US-Dollar je barrel sank.

    Auch die Frage ob wir Deflation oder Inflation bekommen werden ist letztlich noch nicht entschieden.

    Dies macht die Anlage so schwierig. Schon Wilhelm Busch wußte, dass es meistens immer anders kommt, als man denn erwartet.
    Avatar
    kenkennard
    schrieb am 29.04.12 14:16:06
    Beitrag Nr. 146 (43.101.792)
    Eine gute Alternative zu reinen Rohstoffinvestments können auch Währungen der Rohstoff-Länder sein.

    Als Kronzeugen für eine solche Verhaltensweise kann ich den bekannten Anlageexperten Jim Rogers benennen.

    Sehen wir uns einmal den Australischen Dollar an. Australien hat einerseits kaum Schulden und zahlt andererseits höhere Zinsen als die Länder des Euro-Raums.

    Australien fördert Rohstoffe wie Gold, Öl, Gas, Kohle und verschiedene Industriemetalle in hohem Umfange. Auch in der Nahrungsmittelerzeugung mittels Landwirtschaft ist das Land tätig.

    Wenn man davon ausgeht, dass die aufstrebenden Länder wie China diese Produkte weiterhin in immer höheren Mengen kaufen wollen, werden diese immer mehr australische Dollar benötigen, um diese Produkte zu kaufen.
    Hierdurch wird der australische Dollar langfristig weiter gegen andere Nicht-Rohstoff-Währungen ansteigen.

    Gold werden die Australier wohl kaum annehmen, denn sie wollen ja gerade das von ihren Goldminen verkaufte Gold loswerden. Auf den Tauschhandel werden sie - wegen der Unzweckmäßigkeit - auch nicht umsteigen. Also werden sie von den Käufern ihrer Rohstoffe australische Dollar verlangen.

    Somit könnte man den Australischen Dollar als eine Rohstoffinvestition in Papierform ansehen.

    Eine Alternative wäre also, sich Australische Dollar in den Tresor zu legen. Dies erscheint mir sinnvoller als Gold- oder Silberanlagen, die in Deutschland in der Zeit von 1923 bis 1955 - wie in den USA - ebenfalls verboten waren.
    Avatar
    kenkennard
    schrieb am 29.04.12 15:40:58
    Beitrag Nr. 147 (43.101.934)
    Aber auch für reine Goldfans gibt es ja einen gangbaren Weg.

    Hier kann man dem bekannten Anlageexperten Marc Faber folgen.

    Er sagte vor einiger Zeit in einem Interview, dass er nach wie vor zu einem guten Teil seines Vermögens noch auf physisches Gold setzt.

    Ergänzend fügte er aber hinzu, dass er sich zwar oft in den USA aufhalte, sein Gold aber in den Tresoren von Banken in Thailand und Singapur aufbewahren lasse.

    Vielleicht möchte er hiermit ja ein von ihm befürchtetes Goldhandelsverbot in den USA umgehen. Jedenfalls ist in der bekannten Geschichte in den obigen Ländern wohl noch niemals ein solches Goldhandelsverbot ausgesprochen worden.

    Ein solches Verhalten wäre zur Zeit auch für die Bürger von EU-Staaten noch legal. Da Gold keine laufenden Erträge abwirft, kann man auf diese Weise auch nicht der Steuerhinterziehung beschuldigt werden.

    Interessant ist übrigens, dass auch der Erlass des Goldverbotes in den USA des Präsidenten Roosevelt vom 09.03.1933 nur ein Inlandsverbot von Gold vorsah. Die US-Bürger, die im Ausland Goldbestände unterhielten, waren von dem Goldverbot also nicht betroffen.

    Ob dies bei künftigen Goldverboten dann auch noch so ist, kann man natürlich nicht vorhersehen.
    Avatar
    kenkennard
    schrieb am 29.04.12 15:56:41
    Beitrag Nr. 148 (43.101.948)
    In wirklich ernsten Krisen - wie zum Ende der beiden Weltkriege - kann man also zwei Phasen des Krisenmanagements erkennen.

    In der akuten Phase der Krise geht es um das "reine Überleben". Dies bedeutet, man muss für sich und seine Familie genügend Nahrungsmittel beschaffen. Da in solchen Zeiten häufig auch das Rechtssystem zusammenbricht, muss man zusätzlich noch geeignete Maßnahmen treffen, sich und seine Familie und das Eigentum zu schützen. So war die Deutsche Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg von den Siegermächten in der Anfangsphase entwaffnet worden und nicht mehr im Einsatz. Die Alliierte Militärpolizei war in den ersten Wochen nach dem Krieg nicht in der Lage diese Lücke zu füllen.

    In dieser akuten Krisenzeit helfen vorhandene Lebensmittel - wenn man sie vor der Krise angesammelt hat - am meisten. Gold und andere Edelmetalle können bedingt helfen, wenn man in die Rechnung einbezieht, dass man nur einen Bruchteil des Vorkriegswertes dieser Metalle in Lebensmittel umtauschen kann.

    Sobald die Krise vorüber ist, entwickeln Gold und Aktien ihren vollen Wert als Krisenschutz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Geldanlagen wie Anleihen oder Lebensversicherung nahezu wertlos. Gold und Aktien hingegen konnten ihren Vorkriegswert nach einiger Zeit wieder übertreffen.

    Dies ist aber eines der schlimmsten denkbaren Szenarien. Persönlich denke ich nicht, dass sich zur Zeit ein solches Szenario wieder abspielen könnte. Dafür sind die Bürger der EU-Staaten im Vergleich zur Nachkriegszeit viel wohlhabender.

    Man wird die Krise wohl durch Leistungskürzungen, Steuererhöhungen und Zwangsanleihen vergleichsweise schonend lösen können.
    Avatar
    zeoxfan
    schrieb am 29.04.12 20:53:55
    Beitrag Nr. 149 (43.102.383)
    Damit wir uns mal auf das wesentliche hier konzentrieren, stelle ich heute mal ein gutes Video von Roland Baader (meinem Vorbild) ein, welches wenige Tage vor seinem Tod aufgenommen worden ist.


    "Roland Baader: "Schlußendlich werden sie alle fallen, weil das gesamte System marode ist"






    Gruss
    Zeolein :look:
    Avatar
    zeoxfan
    schrieb am 02.05.12 06:34:58
    Beitrag Nr. 150 (43.108.868)
    Unser gesamtes Weltfinanzsystem wird gegen die Wand gefahren. Was ist dann noch euer Geld wert? Warum es sinnvoller erscheint in Gold/Silbersparplänen anzulegen als in Riester- oder Rentensparplänen, sollte allen hier hoffentlich klar sein......


    Anbei ein sehr interessantes Interview von Frank Meyer mit Thorsten Polleit.
    Auch an Feiertagen wird eben gearbeitet - lobenswert. ;)

    Thorsten Polleit: Das nahende Ende des Papiergeldes




    http://www.rottmeyer.de/thorsten-polleit-uber-das-nahende-en…



    Gruss
    Zeolein :look:


    P.S. Überflüssig zu erwähnen, dass Thorsten Polleit auch für die Österreichische Schule steht.




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