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UBS,hält die Erholung an? ( Seite 325)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 09.12.07 11:42:33
von
neuster Beitrag 05.05.12 14:06:22
von

Anzahl Beiträge: 3.278
Aufrufe gesamt: 205.606
Aufrufe heute: 14
Diskussionsnr.: 1.136.149

Produkte auf UBS AG NAMENS-AKTIEN

HebelDetails
3,39
6,49

UBS AG NAMENS-AKTIEN

Chart
WKN: UB0BL6
ISIN: CH0024899483
Symbol: UBRA
9,26
 
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-0,061
Frankfurt (EUR), 25.05.12 | 17:49
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schrieb am 03.02.12 17:53:50
Beitrag Nr.3241 
(42.696.712)
Antwort
Zitat
einfach lächerlich diese Untersuchung der WEKO

wenn man sieht was die Amibanken alles zum Schaden ihrer Kundschaft drehen, müssten die ALLE längst im Jail sitzen. :geek:
Die geben gar gezielt Falschmeldungen raus :twisted:

Ich gehe auch davon aus, dass jede Bank weltweit Insiderwissen zu ihren Gunsten ausnützt.


Der meist zahnlose Tiger WEKO haut wohl mal in dieselbe Kerbe wie andere Gerichte, da diese bereits sehr schön ausgetreten ist :keks:

Bei den Importpreisen - wo wir in der Schweiz - Milliarden draufzahlen für die Herren Quandt, Kampvard, VW und..und..und..und..und.. bewegt sie absolut nichts, nada, nothing .....:keks:

Zum Glück hat UBS wohl etwas zu vorsichtig gerechnet (im Gegensatz zur DB) dies zahlt sich nun aus :)
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schrieb am 07.02.12 07:53:42
Beitrag Nr.3242 
(42.709.701)
Antwort
Zitat
7. Februar 2012, 07:14 NZZ online

UBS macht im Quartal knapp 400 Millionen Franken Gewinn
Grossbank rechnet mit verhaltener Kundenaktivität

Die UBS hat im vierten Quartal 2011 einen Vorsteuergewinn von 584 Millionen Franken erwirtschaftet. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich auf 393 Millionen Franken. Der Ausbllick der Grossbank ist vorsichtig: Die Kundenaktivität dürfte weiterhin verhalten sein.

ng. Die UBS hat im vierten Quartal 2011 weniger Gewinn erzielt als im Vorfeld erwartet. Der Konzernumsatz belief sich auf 6 Mrd. Franken. Unter dem Strich verblieb ein Vorsteuergewinn von 584 Mio. Franken, heisst es am Dienstag in einer Mitteilung. Der den Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich auf 393 Millionen Franken.

Im Gesamtjahr 2011 hat die Grossbank einen Vorsteuergewinn von 5,5 Mrd. Franken erzielt. Unter dem Strich verblieb ein den Aktionären zurechenbarer Reingewinn von 4,2 Mrd. Franken. Insgesamt konnte die Grossbank im letzten Jahr Nettoneugelder im Wealth Management, der Vermögensverwaltung für reiche Kunden, von 35,6 Mrd. Franken anziehen.

«Mehr denn je verlangen unsere Kunden Sicherheit, Stabilität sowie die beste Beratung, um erfolgreich durch turbulente Märkte zu navigieren», wird UBS-Konzernchef Sergio Ermotti zitiert.

Damit hat die Grossbank die Erwartungen der Experten nicht erreicht. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im vierten Quartal mit einem Gewinn vor Steuern in der Höhe von 669 Mio. Franken gerechnet.

Die UBS bekräftigt ihre Absicht, eine Dividende von 0,10 Franken vorzuschlagen.

Wie schon im vierten Quartal 2011 dürften sich die anhaltenden Bedenken betreffend Staats­verschuldung in der Eurozone, das europäische Bankensystem und das Haushaltsdefizit der USA sowie die fortbestehen­de Unsicherheit über die generelle künftige Entwicklung der Weltwirtschaft auch im ersten Quartal 2012 negativ auf das Ausmass der Kundenaktivität auswirken, heisst es in der Mitteilung weiter.
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schrieb am 07.02.12 09:59:57
Beitrag Nr.3243 
(42.710.448)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.709.701 von Caravest am 07.02.12 07:53:42Das Investmentbanking führte wieder mal zum enttäuschenden Ergebnis:

Investmentbanking drückt auf Gewinn der UBS
Grossbank verkleinert Bonustopf um 40 Prozent.
Das Investmentbanking hat der Grossbank UBS erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Sparte hatte im Schlussquartal einen Verlust erzielt. Unter dem Strich musste die Grossbank einen deutlichen Gewinneinbruch hinnehmen.
ng. Die UBS hat in einem von der Schuldenkrise geprägten Marktumfeld einen Gewinneinbruch erlitten. Der Reingewinn ist im vierten Quartal um 76 Prozent auf 393 Millionen Franken gefallen. Auf das Ergebnis drückte vor allem der Verlust im Investmentbanking von 256 Mio. Franken.

Verlust in der Investmentbank
Im Gesamtjahr 2011 hat die Grossbank einen Reingewinn von 4,2 Mrd. Franken erwirtschaftet. Das Vertrauen der reichen Kundschaft hielten an. Insgesamt konnten im letzten Jahr Nettoneugelder im Wealth Management von 35,6 Mrd. Franken angezogen werden. Laut dem UBS-Finanzchef Tom Naratil hatte der Fall des früheren UBS-Händlers Kweku Adoboli keinen «materiellen Einfluss» auf die Entwicklung der Neugelder.

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Die Erwartungen der Experten hat die Grossbank nicht erreicht. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten im vierten Quartal mit einem Gewinn vor Steuern in der Höhe von 669 Mio. Franken gerechnet. Der einzige Punkt, der überzeuge, sei die Entwicklung der Kundengelder, sagt ein Händler.

Bonus-Pool um 40 Prozent reduziert
Den Bonus-Pool hat die Grossbank im vergangenen Jahr um 40 Prozent verkleinert. Für die Investmentbanker fällt der Bonustopf 60 Prozent tiefer aus. Insgesamt kommt die Grossbank laut eigenen Angaben mit ihrem Kostensenkungsprogramm voran, mit welchem sie auf den Margendruck auf die Vermögensverwalter auf dem Finanzplatz Schweiz reagiert. In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres hat die UBS die Zahl ihrer Mitarbeiter um rund 1100 gesenkt. Letzten Sommer wurde eine Stellenabbau von 3500 Stellen bekannt gegeben, im November einen von zusätzlich 500 Arbeitsplätzen. Laut UBS ist die Möglichkeiten für zusätzliche Kosteneinsparungen begrenzt. Man werde aber weitere Massnahmen zur Senkung der Kosten ergreifen werde, falls sich die Märkte weiter verschlechterten.

Die Kapitalkraft wurde derweil weiter gestärkt. Die Kernkapitalquote (Tier-1) gemäss Basel 2.5 wurde auf 16 Prozent von 13,2 Prozent erhöht. Das vierte Quartal sei schwierig gewesen, kommentiert Teresa Nielsen, Analystin der Bank Vontobel. Die UBS verbessere aber ihre Kapitalisierung, wodurch sie ihre Ziele früher als erwartet erreiche und die Dividenden verbessern könnte. Die UBS schlägt eine Dividende von 0,10 Franken vor.

Die UBS hat Staatsanleihen der Eurozone in den Büchern und Kredite an europäische Banken vergeben. Das Engagement in der Eurozone ist laut eigenen Angaben vergleichsweise klein.

Die Grossbank spürt vor allem, dass die europäische Schuldenkrise Investoren und Kunden verunsichert. Laut Mitteilung geht die Bank davon aus, dass ihre Kunden weiterhin wenig Geschäfte betreiben. Auch im ersten Quartal 2012 dürften die Unsicherheiten rund um die Staatsverschuldung und die weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft anhalten.
http://www.nzz.ch/nachrichten/startseite/investmentbanking_d…
Avatar
schrieb am 07.02.12 19:36:07
Beitrag Nr.3244 
(42.714.693)
Antwort
Zitat
UBS: Lohnschere zwischen den Divisionen

2011
Wealth Management & Swiss Bank: 168'142 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von rund 4,6 Milliarden Franken)
Investment Bank: 337'158 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von 304 Millionen Franken)
Verhältnis: 1 zu 2,00 (für einen Angestellten in der Investment Bank wendet die UBS 2 mal mehr auf als für einen Angestellten in Wealth Management & Swiss Bank)

2010
Wealth Management & Swiss Bank: 176'670 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von rund 4,1 Milliarden Franken)
Investment Bank: 400'300 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von 2,2 Milliarden Franken)
Verhältnis: 1 zu 2,26

2009
Wealth Management & Swiss Bank: 188'600 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von 3,9 Milliarden Franken)
Investment Bank: 355'400 Franken pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von Minus 6,1 Milliarden FrankenVerhältnis: 1 zu 1,88

2008
Wealth Management & Swiss Bank: 175'000 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von rund 6 Milliarden Franken)
Investment Bank: 270'800 Franken pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von Minus 34,3 Milliarden Franken)
Verhältnis: 1 zu 1,55

2007
Wealth Management & Swiss Bank: 196'300 Franken personnel expenses pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von 9 Milliarden Franken)
Investment Bank: 490'000 Franken pro Kopf (bei einem Vorsteuerergebnis von Minus 16,7 Milliarden Franken)
Verhältnis: 1 zu 2,49
Über den ganzen Zyklus gerechnet ergibt sich bei der UBS...

im Wealth Management & Swiss Bank ein kumulierter Vorsteuergewinn von 27,6 Milliarden Franken;
im Investment Bank ein kumulierter Vorsteuerverlust von mehr als 50 Milliarden Franken;
das Verhältnis beim Personalaufwand liegt bei 1 zu 2,04..

http://www.finews.ch/news/banken/7662-ubs-die-lohnschere-zwi…
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schrieb am 07.02.12 19:38:42
Beitrag Nr.3245 
(42.714.712)
Antwort
Zitat
UBS: Neue Berater bringen neues Geld
Erfahrene Finanzberater bringen der Schweizer Grossbank im 4. Quartal des vergangenen Jahres Nettoneugelder von 3,1 Milliarden Franken.

Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger und CEO Sergio Ermotti bestätigen im Aktionärsbrief für das letzte Quartal ein offenes Geheimnis: Erfahrene Finanzberater, die man rekrutiert, bringen der Bank neues Geld. Im gesamten Jahr 2011 waren dies 23,5 Milliarden Franken.

Attraktiv bleiben

Wie Villiger und Ermotti betonen, ist die Bank durch ihre Rekrutierungsstrategie für zuwandernde Kundenberater weiterhin attraktiv. Starke Neugeldzuflüsse meldet die UBS nach wie vor aus der Region Asia Pacific, und zwar aus dem Kreis der High bzw. Ultra High Networth Individuals.

750 Milliarden Franken verwaltete Vermögen

Die verwalteten Vermögen beliefen sich per 31. Dezember 2011 auf 750 Milliarden Franken, was einer Steigerung um 30 Milliarden gegenüber dem Stand per 30. September 2011 entspricht. Die Hälfte dieser Zunahme war gegen Quartalsende zu beobachten. Darin spiegeln sich mehrheitlich die Erholung an den globalen Aktienmärkten während des Quartals, die Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem US-Dollar sowie der Zufluss von Nettoneugeldern.
http://www.finews.ch/news/banken/7659-ubs-neue-berater-bring…
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schrieb am 08.02.12 12:34:01
Beitrag Nr.3246 
(42.718.485)
Antwort
Zitat
UBS zeigte sich selbst bei der Weko an
Aktualisiert um 10:52

Wegen möglicher Absprachen bei Zinssätzen und Derivaten führt die Wettbewerbskommission eine Untersuchung gegen mehr als zehn Banken. Jetzt ist klar, weshalb es zu diesem Kartellverfahren gekommen ist.

Aufgrund einer Selbstanzeige hat die Wettbewerbskommission (Weko) eine Untersuchung gegen die Schweizer Grossbanken UBS und CS sowie gegen zehn ausländische Finanzinstitute eröffnet. Diese Banken sollen in den Jahren 2006 bis 2010 durch Absprachen Referenzzinssätze wie den Libor sowie die Handelsbedingungen von Derivaten beeinflusst haben. Dank diesen Manipulationen sollen die Banken ihren Kunden überteuerte Finanzprodukte verkauft haben.

Hinter der Selbstanzeige steht die UBS, obwohl die Bank dies nicht bestätigen will, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet (Artikel online nicht verfügbar). Im gestern veröffentlichten Quartalsbericht zum vierten Quartal 2011 habe die UBS jedoch eine indirekte Bestätigung der Selbstanzeige geliefert.

Immunität und Strafmilderung bei Selbstanzeige

Die UBS gab bekannt, dass sie in diesem Verfahren vonseiten der Behörden in der Schweiz und den USA Immunität und Strafmilderung zugesagt erhalten habe. Anleger können daraus ableiten, dass auf die Bank keine hohen Bussgeldzahlungen aus diesem Verfahren zukommen werden. Immunität gibt es im Kartellverfahren nur für denjenigen, der sich als Erster bei der Weko selbst anzeigt. Dies bestätigte Weko-Vizedirektor Olivier Schaller gegenüber der «Aargauer Zeitung». Am Freitag hatte die UBS folgende Stellungnahme abgegeben: «Wir nehmen die Untersuchung sehr ernst und kooperieren vollumfänglich mit den Behörden.»

Von der Untersuchung sind neben UBS und CS zahlreiche ausländische Banken betroffen. Darunter befinden sich die Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ, Citigroup, Deutsche Bank, HSBC, JP Morgan Chase, Mizuho Financial, Rabobank, Royal Bank of Scotland, Société Générale, Sumitomo Mitsui Banking Corporation sowie weitere Finanzintermediäre. (vin)

Erstellt: 08.02.2012, 10:52 Uhr Tagesanzeiger.ch
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schrieb am 09.02.12 09:15:19
Beitrag Nr.3247 
(42.723.294)
Antwort
Zitat
Die Credit Suisse hat im vierten Quartal einen massiven Verlust realisiert. Wenn man nun die Zahlen mit der UBS vergleicht, dann war UBS sogar inkl. Adoboli Betrug deutlich besser.

Credit Suisse im vierten Quartal mit unerwartetem Verlust
Investmentbank macht Vorsteuerverlust von über einer Milliarde


Die Credit Suisse hat im vierten Quartal 2011 einen unerwartet hohen Verlust ausgewiesen. Restrukturierungskosten und das schlechte Abschneiden der Investmentbank belasteten das Ergebnis. Die Bank kündigte an, die Dividende zu senken.
mtz. Die Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) hat im vierten Quartal 2011 einen Reinverlust von 637 Mio. Franken erzielt. Im dritten Quartal hatte der Reingewinn noch mit 683 Mio. Franken im Plus gelegen. Schuld am verhagelten Ergebnis des Schlussquartals war unter anderem die Investmentbank, die vor Steuern ein Minus von 1,3 Mrd. Franken auswies...


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schrieb am 10.02.12 19:15:01
Beitrag Nr.3248 
(42.734.591)
Antwort
Zitat
Das Establishment hat keine Funktionisten gekündigt, die den Schlamassel bei der UBS angerichtet haben und während Grübel und Villiger die Firma sanierten, ist sogar noch ein Verrat dazu gekommen. Kein Schweizer ist mit einem Verrat einverstanden, aber damit wurde die UBS gerettet.

Das Opfer nach dieser Sanierung war das kleinere Übel: Der Präsident der SNB Herr Hidebrand wurde vom Establishment wegen ganz kleinen Verfehlungen an die Wand gedrückt.

(Das ungeschriebene Gesetz hatte mehr politische Kraft als alle 50 Milliarden, die Ospel und Kurer zu Ungunsten aller Banken und aller Schweizer in der Schweiz gemacht haben) Ganz zu schweigen, was die Amerikaner für Verräter übrig haben werden.

Bank gerettet und Verräter laufen gelassen
Avatar
schrieb am 13.02.12 09:51:47
Beitrag Nr.3249 
(42.740.835)
Antwort
Zitat
Warum UBS-Chef Sergio Ermotti alles richtig gemacht hat

Beide Schweizer Grossbanken haben letzte Woche ihre Abschlüsse 2011 vorgelegt. In beiden Fällen waren die Zahlen schlecht. Die UBS löste das Problem aber besser als die Credit Suisse.

Grösser war das Interesse für die UBS. Denn mit Sergio Ermotti steht ein vergleichsweise neuer CEO an der Spitze der Bank, und unter seiner Ägide muss der Konzern möglichst bald wieder auf die Erfolgsstrasse zurück.

Im Gegensatz dazu sind die Abnützungserscheinungen am CEO der Credit Suisse, Brady Dougan, kaum mehr zu übersehen. Obschon er seit seinem Amtsantritt im Mai 2007 die Finanzkrise ausserordentlich gut gemeistert hat, ist es ihm nicht gelungen Kapital daraus zu schlagen.

Schwache Umfrageergebnisse

Wie auch eine Erhebung von finews.ch eindeutig ergeben hat, gehen mehr als 60 Prozent der Befragten davon aus, dass die CS derzeit einen Nachfolger für Dougan sucht und dieser bis Ende 2012 nicht mehr im Amt sein wird. Rund 25 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten sogar, dass er noch vor der Generalversammlung von Ende April 2012 abtritt.

Vor diesem Hintergrund erscheinen seine Statements bezüglich Kundenbezogenheit, Risikoabbau und Repositionierung – selbst wenn sie stimmen – wenig überzeugend, was auch der Aktienkurs reflektiert.

Anders bei der UBS, selbst wenn die Situation insgesamt nicht wesentlich besser ist. Doch bei seinem Auftritt von vergangener Woche hat Sergio Ermotti ein paar wichtige Punkte befolgt, die es ausmachen, dass er respektive die UBS nun besser da stehen.

Altlasten

Sergio Ermotti gelang es, den Eindruck zu erwecken, die UBS starte mit weniger Altlasten ins neue Geschäftsjahr. Das Vertrauen der Investoren ist scheinbar grösser, haben doch auch die UBS-Titel im letzten Jahr «nur» knapp 30 Prozent an Wert verloren, während die CS-Papiere 41 Prozent nachgaben.

Geschäftsmodell

Die UBS steht mit Blick auf die Gewinnbeiträge aus den einzelnen Divisionen besser da, weil sie einen höheren Anteil des Ergebnisses (87 Prozent) aus dem stabilen und weniger riskanten Private Banking erwirtschaftet.

Im Vergleich dazu beträgt dieser Anteil bei der Credit Suisse 79 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass beide Institute ihre Investmentbanking-Abteilungen markant schrumpfen, präsentiert sich die Ausgangslage für die UBS besser.

USA-Geschäft

Sergio Ermotti konnte auch unterstreichen, dass das US-Vermögensverwaltungsgeschäft der UBS sehr gut laufe und im vergangenen Jahr mit neuen Kundenberatern auch markant viel Neugeld akquiriert werden konnte.

Diese offensichtliche Erfolgsstrategie unter der Ägide von Ex-Merrill-Lynch-Banker Robert «Bob» McCann soll auch in diesem Jahr fortgesetzt werden.

Boni

Beide Banken haben ihre Bonus-Pools in einem Ausmass verkleinert, wie es bis vor kurzem noch kaum vorstellbar gewesen wäre. Während Sergio Ermotti aber eine eindeutige Reduktion kommunizierte, bleibt es bei der CS relativ schwer durchschaubar, welche Mitarbeiter weniger Bonus beziehen.

Mit ihren diversen Finanzvehikeln für verdiente Kaderleute nimmt die CS durchaus Risiko aus der Bilanz heraus, doch bleibt für viele Aktionäre der Eindruck bestehen, dass Mitarbeiter in höheren Chargen besser davonkommen.

Ausblick

Sergio Ermotti blieb in seinem Ausblick für das begonnene Jahr extrem diszipliniert, will heissen, dass er sich nicht zu irgendwelchen Aussagen bewegen liess, sondern vor allem Gelassenheit ausstrahlte – das, was die UBS nun braucht. Vor diesem Hintergrund befindet er sich in einer guten Ausgangslage, um positiv zu überraschen.

Im Gegensatz dazu tischt CS-CEO Bardy Dougan seit Jahren die selbe «Story» auf, wonach die Bank die ihre Strategie früher die Konkurrenz angepasst habe, was mit Blick auf die Resultate und die Aktienperformance aber kaum überzeugt.

Dividende

Beide Institute zahlen zwar eine Dividende. Doch auch hier geniesst die UBS einen leichten Vorteil, da sie mit ihrer Ankündigung vom vergangenen November, eine symbolische Dividende von 10 Rappen zu zahlen, die Anleger eher positiv überraschen konnte, als die CS mit ihren 75 Rappen, die deutlich unter dem Vorjahr liegen.

Pendenzen

Bei der UBS fallen vor allem zwei grössere Baustellen weg, die bei der Credit Suisse noch allerhand Management-Kapazität absorbieren. Die CS muss in diesem Jahr die Privatbankentöchter der Clariden Leu integrieren. Hier muss sich noch zeigen, wie erfolgreich das Ganze verläuft – selbst wenn CS-Banker Hans-Ulrich Meister betont, alles laufe nach Plan.

Und last but not least zählt die Credit Suisse zu jenen Schweizer Banken, die nach wie vor in einem Steuerstreit mit den USA stehen und dafür noch büssen werden. Wie auch immer. Diese Pendenz hat die UBS bereits vor einigen Jahren hinter sich gebracht.

http://www.finews.ch/news/banken/7712-warum-sergio-ermotti-a…
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schrieb am 13.02.12 10:02:17
Beitrag Nr.3250 
(42.740.895)
Antwort
Zitat
Fehlt auch noch hier:Phil Gramm. Ihm sind viele Amis (und vermutlich auch einige Schweizer) bitterböse.Viel Gutes hat der Mann vermutlich für UBS nicht bewirkt.

US-Regenmacher der UBS tritt ab Freitag

Der frühere US-Senator Phil Gramm, der fast zehn Jahre lang als Vice Chairman im Dienste der UBS-Investmentbank stand, geht schrittweise in Pension.

Nach einer langen Politkarriere als Mitglied im US-Repräsentantenhaus und im Senat stiess Phil Gramm (Bild) im Jahr 2003 als Vice Chairman im Investmentbanking zur Schweizer Grossbank.

In dieser Rolle agierte er als Berater für Top-Kunden sowie im Umgang mit den Behörden rund um die Welt.

Phil Gramm wird im nächsten Juli 70 Jahre alt. Während seiner Zeit bei der Schweizer Grossbank soll er, als «Rainmaker», wie es im Jargon heisst, bei mehr als 120 Transaktionen eine tragende Rolle gespielt haben, schreibt die UBS weiter.

Unter anderem beim grössten Börsengang in der amerikanischen Geschichte, nämlich demjenigen des Kreditkarten-Unternehmens Visa, oder auch beim Going Public der Bank of China, dem weltweit grössten Initial Public Offering (IPO) überhaupt.

Salbungsvolle Worte zum Abschied

Gramm betätigte sich auch als Lobbyist in der US-Hauptstadt Washington. Der abtretende Vice Chairman verlässt den UBS-Tanker mit salbungsvollen Worten: «Mein Einstieg bei der UBS war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben. Ich habe es stets als ein Privileg betrachtet, mit diesen aussergewöhnlichen Männern und Frauen zu arbeiten, welche diese Firma ausmachen.»

Wen er damit alles meint, sei dahingestellt. Gramm will weiterhin als Berater in einigen ausgewählten Bereichen für die Schweizer Grossbank tätig sein. Er hoffe, er finde noch einige «noble Arbeiten», bevor er sich dann in seinen Lehnstuhl zurückziehen werde, gibt er zu Protokoll.

http://www.finews.ch/news/banken/7710-amerikanischer-regenma…

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