Wir wollen ja nichts unter den Tisch kehren:
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Immobilien-Zeitung vom 24.08.2006
Paketeria
"Grundlage für 1.000 neue Shops gelegt"
Die Franchisekette Paketeria hat hochfliegende Expansionspläne: Bis
zum Jahresende soll sich ihr bisheriges Filialnetz auf 100
Standorte verdoppeln. Ende 2007 sollen es gar 1.000 Shops
bundesweit sein.
In Alt Buckow, einer stillen Seitenstraße im Berliner Bezirk
Neukölln, ist noch die ???Urpaketeria“ in Betrieb: eröffnet 2003 im
Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses. Unter der Markise stapeln
sich Musterpakete mit Preisschildern, Geschenkpapierrollen und
Büroartikel. Hierher führt Andy Rösch all jene, die sich mit seinem
Franchisekonzept eine neue Existenz aufbauen wollen: Wenige seien
das nicht, die am neuen Geschäftssitz der Paketeria am Buckower
Damm vorstellig würden – dort im ehemaligen Ostteil der Stadt, wo
die Straßen Zimmererweg, Schlosserweg und Dachdeckerweg heißen und
Plakate zum Arbeitslosenfrühstück jeden dritten Donnerstag
einladen.
???Wir eröffnen heute nur noch, wo die Passantenfrequenz
stimmt“
Wenn die Interessenten kommen – teils mit üppigen Abfindungen ihrer
vormaligen Arbeitgeber ausgestattet –, fährt Rösch mit ihnen in
sein erstes Geschäft. ???Weil das ein Standort ist, den ich heute
keinem mehr empfehle“, sagt er. Viel zu versteckt, ohne
Laufkundschaft. ???Wir eröffnen heute nur noch, wo die
Passantenfrequenz stimmt“, erläutert der 46-Jährige. ???Wo die
Leute Butter und Brot kaufen, wollen sie auch ihre Post loswerden.“
Dann bringt er sie ein paar hundert Meter weiter in seine
Vorzeigefiliale in den Gropius Passagen, wo sich die Kunden die
Klinke in die Hand geben, aber die Kosten auch ???im Grenzbereich“
liegen.
Paketeria bietet einen bunten Strauß Dienstleistungen: Sie ist
Postannahmestelle und eBay-Verkaufsagentur, Copyshop und
Druckerpatronenbefüller in einem. Wer mag, kann Sofortbilder
schießen lassen und Büromaterial kaufen. ???Dienstleistungen, die
sich oft alleine nicht mehr rechnen“, sagt Rösch. Seine
Geschäftsidee hätte viele Kunden so begeistert, dass sie sich
ebenfalls damit selbstständig gemacht hätten. ???So sind die ersten
20 Filialen in und um Berlin entstanden“, erinnert er sich.
Anfangs arbeitete Rösch mit der Post und verschiedenen
Dienstleistern zusammen. Dann habe sich der private
Postdienstleister PIN bei ihm gemeldet – der bislang hauptsächlich
Geschäftskunden umwirbt und nur wenige eigene Annahmestellen
betreibt.
Mittlerweile ist Paketeria an 50 Standorten vertreten; der
skurrilste ist wohl ein Container, den das Unternehmen in Kürze auf
den Parkplatz eines Discounters in Tempelhof stellt. In der Regel
sind es 70 bis 150 qm große Ladenlokale in unmittelbarer Nähe von
Discountern, SB-Warenhäusern und Shoppingcentern. ???Oft fragen bei
uns auch Centermanager an, wenn sie von der Post abgewiesen
wurden“, erläutert der Geschäftsführer, der 23 Frauen und Männer
beschäftigt.
Alleine in den vergangenen beiden Wochen hat die Franchise-Kette
vier neue Filialen eröffnet. Noch vor Jahresfrist soll sich die
Zahl der Shops auf 100 verdoppeln. Bis Ende nächsten Jahres sollen
es gar 1.000 sein. ???Die Grundlage für die Expansion ist gelegt“,
sagt Rösch. Es liefen unter anderem Pilotprojekte von
Shop-in-Shop-Systemen in Banken und Sparkassen. Eine der Banken
betreibe in einem Landkreis mit einer 17.000-Einwohner-Stadt und
einem Einzugsgebiet von 100.000 Einwohnern noch neun Filialen, die
sie demnächst mit Paketeria teilen wolle. Aus einem anderen
Landkreis hätten sich gerade die Sparkasse und eine Bank
gleichzeitig um Paketeria in ihren Filialen bemüht. Näheres wollte
Rösch aber noch nicht sagen. Außerdem liefen Gespräche mit
Discountern und großen Einzelhändlern wie Metro und der
Tengelmann-Gruppe. Bedarf sieht Rösch in Städten ab etwa 15.000
Einwohnern.
Börsengang von Paketeria im kommenden Jahr geplant
Der Geschäftsführer selbst hält seit der Kapitalerhöhung am 7.
August mit ???einem siebenstelligen Betrag“ die Mehrheit am
Eigenkapital. Beteiligt ist außerdem der amerikanische Investor
John Moore. Wenn das Unternehmen im kommenden Jahr an die Börse
gebracht werde, könne dieser auch die Mehrheit übernehmen.
Um die bundesweite Expansion stemmen zu können, hat Rösch schon
Schulungsräume für Franchisenehmer im hessischen Hofgeismar
angemietet – ???relativ zentral gelegen in der Mitte der Republik“.
(ma)
Zuletzt geändert am:
24.August 2006
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aus den geplanten 100 Filialen, sind nur etwas mehr als 60
geworden!
http://home.businesswire.com/portal/site/google/index.jsp?nd…
Moore added, “We are also pleased to announce that Paketeria is
continuing its planned growth and expansion strategy and has opened
its 55th store in the town of Merrane in the State of Saxony,
Germany.” Paketeria is a franchise system that combines six
services (post and parcels, e-bay dropshop, copies, printing, photo
processing and printer cartridge refilling) in one store. Paketeria
was founded to take advantage of the privatization of the German
post office and the subsequent substantial reductions in retail
outlets. Paketeria’s goal is to open more than 500 franchised shops
in Germany in the next two years. Paketeria continues to evaluate
opportunities in other countries that have announced the
privatization of their postal services, including Switzerland,
Austria, Italy, and France.
Aus den geplanten 1000 sind dem Artikel zu Folge, noch 500 übrig
geblieben.
Kann man da von einer planmässigen Entwicklung sprechen!?
laut brüllen können viele...