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Credit Suisse (CSGN) WKN: 876800 (Seite 8)

eröffnet am 24.01.08 12:41:06 von
hasi22

neuester Beitrag 03.03.14 20:31:49 von
lafabius
Beiträge: 137
ID: 1.137.693
Aufrufe heute: 3
Gesamt: 42.233


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selectrix
schrieb am 21.01.12 08:42:29
Beitrag Nr. 71 (42.626.591)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.574.623 von selectrix am 10.01.12 17:01:30Hochspekulativ oder cleverer Schachzug?

CS kauft Hypothekenanleihen von der US-Notenbank
Die Schweizer Grossbank Credit Suisse kauft von der US-Notenbank Federal Reserve of New York Hypothekenanleihen in Milliardenhöhe. Die US-Notenbank hatte die Papiere im Jahre 2008 vom wankenden US-Versicherer AIG übernommen.
Die Credit Suisse hat von der Federal Reserve Bank of New York Hypothekenanleihen mit einem Nennwert von rund sieben Milliarden US-Dollar erworben.
Die New Yorker Fed hatte die Papiere 2008 im Zuge der Rettung des Versicherers AIG erworben. Den Verkaufspreis nannte die Notenbank nicht.
Neben der Credit Suisse hätten sich Barclays, Goldman Sachs und Merrill Lynch für das Paket interessiert, hiess es in einer Mitteilung. Nach Ansicht von Marktbeobachtern ist diese Transaktion ein deutliches Signal für eine Erholung des Markts für die entsprechenden Papiere

http://www.handelszeitung.ch/invest/immobilien/cs-kauft-hypo…
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selectrix
schrieb am 21.01.12 08:51:26
Beitrag Nr. 72 (42.626.604)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.605.863 von selectrix am 17.01.12 17:06:34Jagd auf Clariden-Assets
Vontobel, Bär & Co. buhlen um "Untouchables" der CS-Tochter und deren Milliarden-Kunden.

20. Januar 2012 / 08:11 /

“Natürlich sind wir im Gespräch mit Anthony”, sagt der Manager der Zürcher Privatbank Vontobel. “Alle auf dem Platz jagen die Clariden-Milliarden.”

Anthony Cagiati heisst der gefragte Vermögensverwalter mit ganzem Namen. Seine Bank, die Clariden Leu, wird bis Frühling aufgelöst. Wenn immer möglich sollen alle Kundenberater mit den verwalteten Vermögen ins Mutterhaus Credit Suisse (CS) wechseln.

Doch Cagiati und die von ihm vertretenen “Untouchables” – das sind die Clariden-Kundenberater mit Milliardenkunden und besonderen Freiheiten innerhalb der Bank – zieren sich.

Viele der rund 20 “Untouchables” prüfen derzeit ihre Optionen: die Gründung einer eigenen Vermögensverwaltung, mit den verwalteten Vermögen zu einer anderen Privatbank gehen, oder doch zur CS wechseln. Oder einen Mix, beispielsweise mit einer eigenen Vermögensverwaltung, deren Gelder aber weiterhin bei der CS verbucht sind.

Cagiati beantwortet Anfragen nicht, ein CS-Sprecher sagt, die Angelegenheit sei sich am Entwickeln.

Neben Vontobel sollen Julius Bär, Sarasin und weitere Privatbanken Cagiati und seinen Kollegen von der Clariden den Hof machen, sagt der Vontobel-Banker.

Der Vorteil einer Anwerbung einzelner Berater mit Milliarden-Kunden sticht ins Auge. Es gibt keine Übernahme- und Integrationskosten, wie dies beim Kauf einer ganzen Bank der Fall ist. Auch ist es einfacher, ein kleines Team mit grossen Vermögen aufzunehmen, ganz im Unterschied zu einem vollen Merger mit all seinen kulturellen Herausforderungen.

Auch für externe Vermögensverwalter sind die Clariden-Berater mit den grössten Kunden und Vermögen derzeit das “heisseste” Thema auf dem Bankenplatz Zürich.

Sind sie gross genug, dann können sie den Clariden-Topshots eine effiziente Plattform anbieten, mit allen benötigten Lizenzen, einem Risk-Management und weiteren zentralen Services. Einige bieten auch Partnerschaften an.

Wohin Cagiati & Co. mit ihren Kunden gehen, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Klar ist, dass für die Grossbank CS und ihre Verantwortlichen viel auf dem Spiel steht. Laut Insidern drohen der Bank Vermögensabflüsse von bis zu 20 Milliarden Asset, davon rund 5 bis 10 Milliarden von Cagiati und seinen etwa 8 Kollegen.

Die CS-Chefs müssen sich an der eigenen Nase nehmen. Mit ihrer überstürzten Integration der Traditionstochter haben sie die Gefahr grosser Vermögensabflüsse selbst heraufbeschworen.

Absprungbereite Clariden-Banker haben aber nicht sämtliche Trümpfe in der Hand. Es fragt sich, wie “sauber” die von ihnen verwalteten Vermögen und die dahinter stehenden Kunden sind.

Clariden galt lange als jene CS-Tochterbank, bei der Kunden landeten, die dem Mutterhaus nicht mehr geheuer waren.

Während die CS im US-Offshore-Geschäft beispielsweise beim Ausbruch des UBS-Steuerfalls die Pforten schloss, fanden amerikanische Steuersünder bei Tochter Clariden bis 2009 Unterschlupf.

Auch bei exponierten Kunden aus dem “wilden” Osten zeigte die Clariden-Bank kaum Berührungsängste, sagen Leute, die mit den Verhältnissen vertraut sind.

Einige Kunden fühlen sich heute von ihren Clariden-Beratern respektive der Bank betrogen und prüfen Klagen. Sie sind allerdings erpressbar; in der Heimat drohen Strafen, wenn ihre Clariden-Konti in Russland oder anderswo auffliegen.

Die Clariden-”Jäger” stehen somit vor besonderen Herausforderungen. Einerseits bietet sich Vontobel und anderen Privatbanken dank der überstürzten Integrationsübung die historische Chance, in der Schweiz verbuchte ausländische Vermögen im grossen Stil zu akquirieren.

Andererseits könnten sie sich Altlasten unter den Nagel reissen, die sie später teuer zu stehen kommen.

Wegelin, Julius Bär, die Zürcher und Basler Kantonalbank und weitere Institute können ein Lied davon singen. Gegen sie laufen in Amerika Strafermittlungen, weil sie US-Offshore-Kunden der UBS “Asyl” gewährten, als sich die alte Bankgeheimnis-Welt bereits auflöste.

http://insideparadeplatz.ch/2012/01/20/alle-jagen-clariden-a…
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selectrix
schrieb am 23.01.12 12:33:51
Beitrag Nr. 73 (42.632.188)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.626.591 von selectrix am 21.01.12 08:42:29Es war ein cleverer Schachzug:

Credit Suisse: Erfolg mit «giftigen» Papieren
Von den «toxischen» AIG-Papieren, welche die Credit Suisse letzte Woche erworben hatte, konnte die Bank bereits einen Grossteil weiterverkaufen.

Die Credit Suisse erstand ehemalige hypothekarverbriefte AIG-Papiere von der Federal Reserve Bank of New York, die mit sieben Milliarden Dollar unterlegt sind.

Damit bewies die Schweizer Grossbank einen guten Riecher. Denn die Wertschriften sind lange nicht mehr so toxisch oder illiquid, wie damals, als der AIG-Konzern die Papiere an den US-Staat abschieben musste.

Einen «signifikanten Teil» des übernommenen Portfolios habe die Credit Suisse nämlich schon weiterverkaufen können, berichtet das «Wall Street Journal».

Zu den Kunden gehören andere Banken, Versicherer, Hedge Funds, Private-Equity-Portfolios und Immobiliengesellscahften.

Wie viel die Schweizer Bank für das Milliardenportfolio hinlegen musste, ist indessen nicht bekannt. Die Bank hatte es in einer Auktion gewonnen. Drei weitere Banken hatten ebenfalls Interesse an den Ex-AIG-Papieren bekundet.
http://www.finews.ch/news/banken/7516-credit-suisse-erfolg-m…
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selectrix
schrieb am 24.01.12 10:18:10
Beitrag Nr. 74 (42.637.586)
Brady Dougan schadet CS-Eigentümern
Neue Boni-Vehikel nehmen Aktionären Gewinne weg.


24. Januar 2012

Brady Dougan kennt alle Tricks der Investmentbanker. Schliesslich hat der 52-jährige CEO der Credit Suisse (CS) in seinem Berufsleben nichts Anderes gemacht als Dealen und Strukturieren.

Der neueste Hase, den Dougan aus seinem Investmentbanker-Hut zaubert, heisst PAF2. Es handelt sich um ein Zins-Vehikel, dem Derivate zugrunde liegen.

PAF meint Partner Asset Facility und ermöglicht den obersten CS-”Partnern”, rasch zu sehr grossem Reichtum zu kommen.

Mit dem ersten PAF von 2008, als die Preise für komplexe Derivate auf den US-Häusermarkt am Boden lagen, machten die CS-Topshots bis heute 70 Prozent Gewinn. Dougans PAF2 verspricht Ähnliches. Die CS-Investmenbanker würden sich sicher keinen Schrott unterjubeln lassen.

Der Amerikaner Dougan, der in einem Interview eine bemerkenswerte Ignoranz gegenüber der Schweiz zeigte, als er Namen und Zahl der Bundesräte durcheinander brachte, wird mit seinem zweiten PAF zum ultimativen Bonus-König von Swiss Banking.

Die Basis für diesen Ruf holte er sich im Frühling 2010. Damals kassierte Dougan einen Sonderbonus von 71 Millionen Franken. Seine Berater zeichneten das Bild eines bis anhin zu kurz gekommenen Grossbanken-Chefs, der in der Krise von 2008 freiwillig auf Sonderzahlungen verzichtet habe und nun “auch einmal” auf die Rechnung kommen wolle.

Die 71 PIP-Millionen stammten noch aus einem Bonus-Programm von Dougans Vorgänger auf dem CS-CEO-Stuhl. Doch Oswald Grübel hatte ein klassisches aktienbasiertes Vergütungspaket gezimmert, einfach mit einem besonders aggressiven Hebel.

Mit den beiden PAF-Programmen geht Dougan jedoch einen grossen Schritt weiter. Er macht nicht nur sich und seine Managerkollegen reich, sondern dieser Profit geht direkt zulasten der CS-Aktionäre.

Hätte Dougan die Derivate-Papiere für den ersten PAF und den zweiten PAF nämlich nicht von der CS-Bilanz in die privaten Schubladen des obersten CS-Managements verschoben, dann wären die 70-Prozent-Kursgewinne des ersten Programms statt in den Taschen der Topshots der CS in jenen der Eigentümer der Bank gelandet.

“Rent-seeking at its best”, sagt ein Konkurrenzbanker, der das Treiben verfolgt. Dougan und seine CS-Investmentbanker würden ihren Informationsvorsprung geschickt nutzen, während die Eigentümer, die eigentlich das Sagen haben müssten, das Nachsehen hätten.

Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen – Dougan beherrscht das Aschenputtel-Prinzip wie kein Zweiter, wenn es um seinen eigenen Gewinn geht.

Während er beim Fussvolk ausmistet und Tausende von Stellen streicht, wurde er in seinen 5 Jahren als CEO der CS hundertfacher Millionär. In der gleichen Periode haben Dougans Aktionäre nichts zu lachen gehabt. Von Mai 2007 bis heute hat der CS-Aktienkurs unter Dougan rund 73 Prozent verloren.

Bei anderen Grossbanken sieht das Bild noch schlimmer war, beispielsweise bei der UBS, deren Kurs in der gleichen Zeit um 82 Prozent abstürzte. Doch jene UBS-Chefs, die nach der Krise an die Strippe kamen, konnten niemals so unverschämt in die Kasse der Bank greifen wie Dougan&Co. So gab sich Oswald Grübel mit einem Fixsalär von jährlich 3 Millionen zufrieden.

Dougan verpackt seinen Bonus-Trieb in wohl klingende Worte. Sowohl Management als auch Eigentümer würden gewinnen, argumentiert er in einer internen Mitteilung, die das neue Bonus-Programm kürzlich bekannt machte.

Die Risiken für CS-Manager würden durch einen soliden Coupon von mindestens 5 Prozent abgegolten, gleichzeitig würde die Firma ihre “strategischen Ziele” erreichen.

Gemeint ist die Risiko-Reduktion der CS-Bilanz, um die neuen Eigenkapital-Vorschriften leichter zu erreichen.

Zudem würden die CS-Topbanker nicht einfach mit sofort verfügbarem Cash befriedigt, sondern müssten sich langfristig für die Firma einsetzen, um vermögend zu werden.

Am Kern ändern diese Argumente nichts. Wie sehr sich Dougan um sich selbst und seine Investmentbanker kümmert und wie wenig ihn offenbar das Wohl der Aktionäre beschäftigt, zeigt nämlich auch die Geschichte mit den sogenannten CoCos. Die von der CS angepriesenen “Contingent Convertible” Bonds werden bei Unterschreitung eines gewissen Eigenkapital-Minimums in Aktien umgewandelt.

Für Ex-UBS-Chef Oswald Grübel sind das Zeitbomben, welche die Krise verschärfen statt eingrenzen, weil alle Aktionäre auf dem Sinkflug Richtung CoCo-Untergrenze abspringen würden.

Dougans CoCos haben sich bei der Berner Aufsicht Finma durchgesetzt. Sie machen wie immer bei der CS eine Gruppe zu Gewinnern: die Investmentbanker, die diese Vehikel strukturieren.
http://insideparadeplatz.ch/2012/01/24/brady-dougan-schadet-…
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selectrix
schrieb am 27.01.12 12:14:46
Beitrag Nr. 75 (42.657.176)
Credit Suisse: 30 Prozent tiefere Saläre für die Investmentbanker Freitag, den 27. Januar 2012 um 07:53 Uhr
Die Bank teilte ihren Investmentbankern mit, das ihre Saläre für 2011 im Schnitt 30 Prozent tiefer ausfallen werden. In Asien werden es nur minus 20 Prozent sein.

Die grossen Finanzhäuser machen nun Ernst mit den angekündigten Bonuskürzungen. Letzte Woche mussten bereits die Goldman-Sachs- und Morgan-Stanley-Banker mit markant tiefere Salär-Schecks fürs abgelaufene Börsenjahr Vorlieb nehmen.

Diese Woche orientierte nun Credit-Suisse-CEO Brady Dougan die Kadermitarbeiter im Investmentbanking darüber, dass ihre Saläre für 2011 durchschnittlich 30 Prozent tiefer ausfallen würden. Dies berichtet die Nachrichtenagentur «Bloomberg» mit Bezug auf ein internes Bankmemo des Bankchefs an das Kader.

Einige kommen glimpflicher weg

Einige CS-Mitarbeiter allerdings sollen gemäss der Nachrichtenagentur glimpflicher davon kommen, darunter jene in Asien. Dort soll die Kompensation für 2011 «nur» um 20 Prozent fallen, zitiert «Bloomberg» CS-Manager, die anonym bleiben wollten.

Bei Morgan Stanley fielen die Saläre um durchschnittlich 20 bis 30 Prozent, wie «finews.ch» berichtete.

Hochrisikopapiere verteilt


Vor einigen Tagen hatte die Bank ihre Mitarbeiter zudem darüber orientiert, dass ein Teil der Führungsleute eine Portion ihres Bonus' in Form von Derivaten erhalten würden.

«Damit versuchen wir, ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Angestellten und Aktionären», teilte CS-CEO Brady Dougan seinen Mitarbeitern gemäss einem Memo mit (finews.ch vom 24. Januar).

Mitarbeiter profitierten schon einmal

Bereits 2008 hatte die Bank ihre Bilanz von unverkäuflichen, hochriskanten Finanzprodukten entlastet, indem sie sie ihren Mitarbeitern zuhielt. Dieser Pool mit Junk-Bonds im Wert von über 5 Milliarden Dollar hat sich seither prächtig entwickelt.

Im aktuellen Fall stellt die CS gemäss einem früheren «Bloomberg»-Bericht eine Garantie über die ersten 500 Millionen an Verlusten.
http://www.finews.ch/news/banken/7553-credit-suisse-30-proze…
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selectrix
schrieb am 31.01.12 18:16:12
Beitrag Nr. 76 (42.675.548)
Credit Suisse verkauft ihren Hauptsitz in London
Die Schweizer Bank trennt sich für 325 Millionen Pfund von ihrem Sitz im Londoner Finanzzentrum Canary Wharf. Käufer ist ihr grösster Aktionär.

Der Staatsfonds von Katar bietet der Credit Suisse 325 Millionen Pfund für ihren Londoner Hauptsitz an der Adresse 1 Cabot Square, berichtet das Fachmagazin «PropertyWeek.com».

Im Gegenzug handelte die CS mit der Qatar Investment Authority (QIA) das Recht aus, die 540'000 Quadratmeter Bürofläche für mindestens 20 weitere Jahre nutzen zu dürfen. Die Miete betrage 37.50 Pfund pro Quadratmeter, schreibt das Magazin.

«Sale & Leaseback»-Deal kurz vor Abschluss

Bei der Bank will man das «Sale & Leaseback»-Geschäft nicht kommentieren. Der Verkauf sei noch nicht abgeschlossen, aber in fortgeschrittenem Stadium, bestätigen aber Recherchen von finews.ch den Bericht.

Damit tritt QIA erstmals direkt als Immobilienkäufer im Londoner Finanzzentrum auf. Bereits ist der Staatsfonds dort indirekt beteiligt, via einen Anteil von 27,7 Prozent an der Immobiliengesellschaft «Songbird Estates», die 69 Prozent an der Canary Wharf Group hält.

Frühere Verkäufe der CS

Bereits früher hat die CS ein anderes Gebäude in Canary Wharf verkauft und zurückgemietet: Im Oktober 2009 veräusserte die Bank ihr Gebäude am 20 Columbus Courtyard für 155 Millionen Pfund an die Gesellschaft M1 Real Estate, hinter der ebenfalls arabische Investoren stehen.

Diese betrachten den Londoner Finanzdistrikt an der Themse offenbar weiterhin als sicheren Hafen in einem von niederigen Zinsen und hohen Schwankungen gekennzeichneten Finanzumfeld.

Vielfältige Beziehungen zwischen CS und Katar

Die Beziehungen zwischen der CS und dem Katar'schen Herrscherhaus sind vielfältig (siehe auch den Bericht zum Totalabschreiber auf Helvetica Wealth Management). Der QIA ist nicht nur ein guter Kunde des CS-Investmenbanking. Der Staatsfonds war der CS auch 2008 bei ihrer Kapitalerhöhung zur Seite gestanden, als er seinen Anteil an der Schweizer Bank auf 9,9 Prozent erhöht hatte.

Im Februar 2011 war der QIA zudem einer von zwei Investoren, der der CS die «Coco»-Bonds für insgesamt 5,9 Milliarden Franken abnahm und damit der Bank ermöglichte als erste die strengen Kapitalvorschriften im Rahmen der neuen «Too Big to Fail»-Regulierung zu erfüllen.

http://www.finews.ch/news/banken/7566-credit-suisse-verkauft…
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selectrix
schrieb am 01.02.12 11:02:13
Beitrag Nr. 77 (42.679.143)
Credit Suisse: Ein Delikt namens Bonus-Betrug

Eine Handvoll ehemaliger CS-Mitarbeiter soll in New York angeklagt werden. Der Vorwurf: Sie sollen in der Subprime-Krise Papiere zu hoch bewertet haben.

Der New Yorker Staatsanwaltschaft Preet Bharara muss sich erneut mit einer Schweizer Bank beschäftigen: Er plant offenbar, mehrere Ex-Mitarbeiter von Credit Suisse anzuklagen. Diese sollen Anfang 2008 Investoren getäuscht haben, indem sie CDOs und MBS absichtlich zu hoch bewerteten. Das Motiv dahinter sei es gewesen, dadurch die persönlichen Boni zu steigern.

Das berichten «Reuters», «Bloomberg» und die «New York Times» unter Berufung auf involvierte Personen. Auch die Börsenaufsicht SEC ermittle in diesem Fall.

Im Verdacht stünden vier Personen, hiess es weiter – und gegen Credit Suisse selber werde nicht ermittelt. Die Händler sollen Collateralized Debt Obligations und hypothekenbasierte Wertpapiere bewusst zu hoch bewertet haben. Der Fall führte dazu, dass Credit Suisse im Februar 2008 überraschend Abschreibungen von 2,65 Milliarden Dollar ankündigte und dabei mehrere Händler entliess.

Es wären mit die ersten Strafklagen im Zusammenhang mit den Missbewertungen von CDO und Mortgage-Backed Securities in der amerikanischen Subprime-Krise.
http://www.finews.ch/news/banken/7605-credit-suisse-ein-deli…
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selectrix
schrieb am 02.02.12 21:54:27
Beitrag Nr. 78 (42.690.683)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.679.143 von selectrix am 01.02.12 11:02:13Ex-Chef für CDO-Handel angeklagt

Nachdem sich zwei Ex-Mitarbeiter der Bank geständig zeigten, knüpft sich die New Yorker Staatsanwaltschaft den 38-jährigen Leiter des Handels mit strukturierten Krediten vor.

Kareem Serageldin, der bei der Credit Suisse bis Anfang 2008 den weltweiten Handel mit strukturierten Krediten leitete, wurde am Mittwoch in New York angeklagt, wie «Bloomberg» berichtete.

Er soll seine Mitarbeiter angewiesen haben, die CDO-Kreditpapiere (Collateralized Debt Obligations) falsch zu bewerten. Dies, um seine Jahresziele zu übertrumpfen und seinen Jahresbonus auszublasen.

7,27 Millionen Dollar Bonus für Angeklagten

Gemäss Klageschrift soll Serageldin für das Jahr 2007 ein Salär von 7,27 Millionen Dollar erzielt haben. Davon will die Credit Suisse schliesslich 5,2 Millionen wieder eingezogen haben.

Nach Entdeckung der Fehlbewertungen musste die Bank Sonderabschreibungen über 2,65 Milliarden Dollar bekannt geben.

Häusermarkt brach zussammen, Gier hielt an

Der Name des 38-jährigen Serageldin, der in England lebt, wurde am Mittwoch mit der Anklageschrift veröffentlicht. Kurz nachdem sich zwei ihm vormals untergebene Mitarbeiter vor dem New Yorker Bundesgericht zur Kooperation bereit erklärt hatten.

Der 42-jährige David Higgs und der 36-jährige Salmaan Siddiqui belasten ihren ehemaligen Vorgesetzten, Serageldin, in ihren Verteidigungsreden stark: Er habe sie angewiesen, den Wert der CDOs im Handelsbuch der CS namens «ABN1» nach dem Zusammenbruch des US-Häusermarkts zu hoch einzutragen.

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Serageldin, Higgs sowie Salmaan Siddiqui und Faisal Siddiqui (die nicht verwandt sind) anzeigt, wie finews.ch gestern berichtete. Der New Yorker Faisal Siddqui, 36, war bis 2008 als Vice President für das CDO-Handelsteam in New York tätig.

Sollte sich Serageldin nicht der US-Justiz stellen, will der Manhattener Staatsanwalt Preet Bharara ein Auslieferungsgesuch stellen

http://www.finews.ch/news/banken/7622-cs-ex-chef-fuer-cdo-ha…
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selectrix
schrieb am 09.02.12 09:02:19
Beitrag Nr. 79 (42.723.225)
Auch bei der CS sind die Investmentbanker Ursache des schlechten Resultats.Selbst UBS war deutlich besser. Nicht gerade ein Ruhmesblatt für EX-Investmentbanker Brady Dougan:

Credit Suisse im vierten Quartal mit unerwartetem Verlust
Investmentbank macht Vorsteuerverlust von über einer Milliarde


Die Credit Suisse hat im vierten Quartal 2011 einen unerwartet hohen Verlust ausgewiesen. Restrukturierungskosten und das schlechte Abschneiden der Investmentbank belasteten das Ergebnis. Die Bank kündigte an, die Dividende zu senken.
mtz. Die Schweizer Grossbank Credit Suisse (CS) hat im vierten Quartal 2011 einen Reinverlust von 637 Mio. Franken erzielt. Im dritten Quartal hatte der Reingewinn noch mit 683 Mio. Franken im Plus gelegen. Schuld am verhagelten Ergebnis des Schlussquartals war unter anderem die Investmentbank, die vor Steuern ein Minus von 1,3 Mrd. Franken auswies.

Die Grossbank verfehlt damit die Erwartungen bei weitem: Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten waren im Schnitt von einem Gewinn von 339 Mio. Franken ausgegangen. Die CS kündigte an, die Dividende von 1.30 Franken auf 75 Rappen zu kürzen. Die Aktie dürfte an der Börse unter Druck kommen.

Bank im Umbau
Das Ergebnis ist laut CS-Chef Brady Dougan «enttäuschend». Es spiegle das schwierige Martkumfeld im Berichtsquartal sowie die Auswirkungen der Massnahmen, die man zur Anpassung des Geschäftsmodells an die neuen Marktbedingungen und die veränderten aufsichtsrechtlichen Bestimmungen getroffen habe.

Die beschleunigte Umsetzung des Plans zur Risikoreduktion, der Ausstieg aus Geschäftsbereichen, die im veränderten regulatorischen Umfeld keine attraktiven Renditemöglichkeiten böten, sowie der höhere Aufwand infolge der raschen Realisierung des Kostensenkungsprogramms belasteten das Ergebnis laut Dougan im vierten Quartal mit 981 Mio. Franken. Durch diese Massnahmen würden Risiken reduziert und die Mittel würden in kundenorientierten Wachstumsbereichen eingesetzt, die im neuen Marktumfeld attraktive Renditechancen böten.

Milliardenverlust der Investmentbank
Noch stärker belastete die Investmentbank das Ergebnis. Diese schrieb einen Quartalsverlust vor Steuern von 1,3 Mrd. Franken. Es ist der zweite Verlust in Folge; nach einem Minus von 0,2 Mrd. Franken im dritten Quartal. Die Aufgabe von Geschäftsbereichen und die Reduktion risikogewichteter Aktiven um 35 Mrd. Franken im Anleihengeschäft schlug mit 567 Mio. Franken zu Buche. Die CS erwartet, dass sie das angekündigte Ziel, die risikogewichteten Aktiven bis Ende 2012 auf 229 Mrd. Franken zu reduzieren, schon Ende des ersten Quartals 2012 erreichen wird.

Das Private Banking erzielte einen Quartalsgewinn vor Steuern von 467 Mio. Franken, dies ist deutlich mehr als die 183 Mio. Franken des dritten Quartals, aber deutlich weniger als die 824 Mio. Franken des Vorjahresquartals. Die Bank leidet unter anhaltendem Margenschwund: Die Bruttomarge betrug noch 109 Basispunkte, dies sind 5 Punkte unter dem Vorquartal und 11 Punkte unter dem Vorjahresquartal. Die verwalteten Vermögen stiegen parallel zu den sich gegen Ende des Jahres wieder erholenden Börsen von 1196,8 Mrd. Franken auf 1229,5 Mrd. Franken.

Der Credit-Suisse-Gruppe flossen im vierten Quartal Netto-Neugelder in der Höhe von 400 Mio. Fr. zu. Im Private Banking betrug der Netto-Neugeldzufluss insgesamt 7,6 Mrd. Franken. Im dritten Quartal waren es 7,1 Mrd. Franken gewesen.

Das vierte Quartal wirkte sich auch negativ auf das Jahresergebnis der Bank aus, das mit 1,9 Mrd. Franken Reingewinn 62 Prozent schwächer ausfiel als noch 2010. Dies entspricht einer Eigenkapitalrendite von 6 Prozent. Die Führungsriege hat sich mittelfristig ambitionierte 15 Prozent zum Ziel erklärt.

Hohe Kosten
Die erwähnten Restrukturierungsmassnahmen haben sich noch nicht in den Quartalszahlen niedergeschlagen. Während der Nettoertrag im vierten Quartal um 34 Prozent auf 4,5 Mrd. Franken sank, reduzierte sich der Geschäftsaufwand lediglich um 6 Prozent auf 5,4 Mrd. Franken. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich um 1000 auf 49'700. Das Verhältnis der Kosten zu den Erträgen lief aber mit 120 Prozent aus dem Ruder – schon in den Vorquartalen war das Verhältnis mit mehr als 80 Prozent hoch.

Die Lohn- und Bonuszahlungen für die Mitarbeiter sank 2011 um 10 Prozent auf 13,1 Mrd. Franken. Dies reichte nicht, um den Ertragsrückgang von 17 Prozent auszugleichen. Die variablen Vergütungen sanken um 41 Prozent und für Geschäftsleitungsmitglieder um 57 Prozent. Den Gürtel enger schnallen müssen sich diese deshalb aber noch nicht: Im Durchschnitt verdient ein CS-Mitarbeiter immer noch mehr als 260'000 Franken pro Jahr.


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selectrix
schrieb am 09.02.12 12:13:25
Beitrag Nr. 80 (42.724.571)
Brady Dougan serviert interne Kritiker ab
Private-Banking-Chef Berchtold fand Investmentbank-Rendite schwach und landete im Abseits.

Credit-Suisse-CEO Brady Dougan ist durch und durch Investmentbanker. Entsprechend geht das miserable Investmentbanking-Resultat von heute auf seine Kappe. Die CS verlor von Oktober bis Dezember 2011 im angelsächsisch dominierten Teil 1,3 Milliarden Franken.

Wer intern Dougan und seine Investmentbank kritisiert, hat nichts zu lachen. Der CS-Chef servierte zwei bekannte Topshots eiskalt ab. Einer hatte zuvor Dougan und die Profitabilität seiner Lieblingssparte zum Thema gemacht.

Die Rede ist von Walter Berchtold. Der Schweizer machte eine lange und steile Karriere in der CS. Unter Dougan-Vorgänger Oswald Grübel wurde Berchtold Konzernleitungsmitglied und Chef des globalen Private-Bankings.

Letzen Sommer kam das jähe Aus. Berchtold wurde auf einen Frühstücks-Direktorenjob wegbefördert, seine Stelle übernahm mit Hans-Ulrich Meister der neue Shootings-Star unter den letzten “Swissies” innerhalb der CS.

Berchtolds Private-Banking-Resultate seien ungenügend, hiess es in der CS. Doch von den 2,7 Milliarden Franken Vorsteuergewinn für 2011 stammen 2,3 Milliarden von Berchtolds Sparte. Die Investmentbank landete hingegen nach einem Milliarden-Verlust im letzten Quartal mit 79 Millionen unterhalt der Messbarkeitsschwelle.

Erst jetzt wird klar, dass hinter dem Sturz des scheinbar unangreifbaren Berchtolds Anderes stand. Laut einer Quelle, die Berchtold nahesteht, war der Private-Banking-Chef der einzige in der CS-Konzernleitung, der es wagte, die Profitabilität der Investmentbank zu hinterfragen und damit Dougans Leadership anzuzweifeln.

“Das führte zum direkten Clash mit Dougan”, sagt der Insider. Denn Dougan kenne “nichts ausser dem Investmentbanking”. Doch das Investmentbanking der alten Welt sei tot.

Dieses war der Motor des CS-Konzern, dort generierte der Finanzkonzern seine zwischenzeitlich eindrücklichen Gewinne. Diese waren es auch, welche die Basis für die gigantischen Boni für Dougan&Co. bildeten. Höhepunkt waren die 71 Millionen Sonderbonus für Dougan im Frühling 2010 aus einem Vehikel namens PIP.

Mit dem Bersten des CS-Motors Investmentbanking steht Dougan vor seinem persönlichen Scherbenhaufen. Das würde seine harsche Reaktion gegen interne Kritiker erklären.

“Wädi” Berchtold soll mit seinem “Angriff” auf Dougan noch einen Schritt weitergegangen sein, sagt der interne Kenner der Grossbank. Er habe als Einziger Dougans Steckenpferd, die “CoCos”, angezweifelt.

Gemeint sind “Contingent Convertibles”, Wandelanleihen, die im Fall einer Unterschreitung von Kapitalgrenzen automatisch zu neuem Aktienkapital werden und der Bank Luft verschaffen.

CoCos waren Dougans Lieblingskind. Seine Kollegen an der Spitze der CS-Investmentbank hatten die Idee auf die internationale Banken-Landkarte gesetzt, und die CS war eine der ersten globalen Finanz-Player, welche CoCo-Kapital im grossen Stil aufnahmen.

In der Schweiz überzeugten Dougan und seine CS-Investmentbanker auch den Regulator in Bern. Zuletzt bleib nur noch UBS-Chef Oswald Grübel als CoCo-Gegner übrig.

Die Papiere würden im Krisenfall zu einer “Self fulfilling prophecy” und damit zu einem eigentlichen Brandbeschleuniger, argumentierte Grübel, der im September nach einem Milliarden-Derivatecrash seiner Bank den Bettel hinschmiss.

Für Dougan waren CoCos nicht nur Mittel zur Krisenbewältigung. Die Herausgabe dieser Papiere bescherte seiner Investmentbank lukrative Einnahmequellen.

“Die CS-Investmentbanker denken immer nur an den nächsten Deal”, sagt der Insider. “Ob eine Idee nachhaltig ist und für die Zukunft taugt, interessiert sie nicht.”

Dougan-Kritiker Berchtold zahlte mit seiner Absetzung zwar einen hohen Preis für seinen Widerstand. Doch auch er hatte zuvor viel Geld in den eigenen Sack gesteckt.

Im erwähnten Bonus-Programm, das Dougan für immer zum reichen Mann machte, kriegte Berchtold rund die Hälfte des Dougan-Jackpots.

Auch begann Berchtold Dougan offenbar erst spät zu hinterfragen. “Wädi opponierte erst, als er merkte, dass der Wind gegen ihn drehen würde”, sagt eine andere Quelle aus dem CS-Innern.

Wie kaltblütig und gnadenlos Dougan interne Kritiker abservieren kann, zeigt aber noch ein zweites Beispiel. Martin Newson war bis 2006 ein hoher CS-Investmentbanker und enger Vertrauter Dougans. Als Global Head of European Equitites war Newson einer der Top-Leute der Investmentbanking-Sparte, die damals von Dougan geleitet wurde.

Auch Newson soll damals begonnen haben, Dougan intern zu hinterfragen, sagt eine zweite Quelle. Darauf habe ihn Dougan abserviert. “Mich überraschte, dass Dougan nicht einmal Halt vor einem Ziehsohn machte”, sagt er Ex-CS-Manager.

Der Fall von Newson legt nahe, dass Dougan immer dann wild um sich schlägt, wenn es um seine eigene Karriere geht. Kurz nach Newsons Abgang wurde er vom damaligen CS-CEO Oswald Grübel und CS-Präsident Walter Kielholz überraschend zum CS-Konzernleiter ab 2007 bestimmt
http://insideparadeplatz.ch/2012/02/09/brady-dougan-serviert…