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schrieb am 05.02.08 11:38:55
schrieb am 05.02.08 11:48:20
Antwort auf Beitrag Nr.:
33.270.033 von Marchella am 05.02.08
11:38:55Hallo Marchella,
erstmal eine Dankeschön für die Eröffnung des neuen Threads.
Ich hoffe du wurdest nicht überrumpelt, da wir uns Dich schon als
den "Eröffner" des neuen Thread gewünscht haben.
Also dann, auf eine sachliche und informative Diskussion und auf
ein freundliches Miteinander.
Gruß
schrieb am 05.02.08 11:51:39
Wann geht der Leitzins runter?
EZB beruhigt Bislang keine Kreditklemme
Reaktion auf Krise Fed senkt Leitzins
Dienstag, 5. Februar 2008
Ökonomen sicher
EZB wird Zinsen senken
Angesichts der steigenden Konjunkturrisiken wird die Europäische
Zentralbank (EZB) in diesem Jahr die geldpolitische Wende
vollziehen und schon im Frühjahr die Leitzinsen senken.
Hieran wird auch eine im Jahresmittel deutlich über zwei Prozent
liegende Inflationsrate nichts ändern. Dies ist das Ergebnis einer
Umfrage von Dow Jones Newswires unter 50 vor allem in Banken
tätigen Volkswirten. Demnach sagen bis Jahresende 32 Ökonomen
niedrigere Leitzinsen voraus. In der Umfrage im vergangenen Monat
waren mehrheitlich noch stabile Zinsen erwartet worden.
23 Experten erwarten, dass die EZB bereits im zweiten Quartal
ihre Geldpolitik lockern wird, wobei die meisten mit einer
Zinssenkung um 25 Basispunkte auf 3,75 Prozent rechnen. Bis
Jahresende rechnet eine relative Mehrheit von 22 Ökonomen damit,
dass der EZB-Leitzins 3,50 Prozent betragen wird. Nur ein einziger
Volkswirt - Holger Schmieding von Bank of America - sagt bis
Dezember eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 4,25 Prozent
voraus. Für die am Donnerstag anstehende EZB-Ratssitzung ist das
Bild einheitlich: Alle 50 Befragten rechnen mit einem unveränderten
Leitzins von 4,00 Prozent.
EZB zum Handeln gezwungen
Zu den Ökonomen, die niedrigere Leitzinsen erwarten, gehört Claudia
Broyer von Allianz Dresdner Economic Research: "Die EZB sträubt
sich angesichts der hohen Inflation zwar gegen eine Zinssenkung,
wird wegen der Konjunkturrisiken aber nicht umhin kommen, ihre
Geldpolitik zu lockern".
Basis der Zinsprognosen sind die in der neuen Umfrage für dieses
Jahr weiter nach oben revidierten Inflations- und weiter nach unten
revidierten Wachstumsprognosen. So wird nunmehr für 2008 im
Euroraum mit einem jahresdurchschnittlichen Anstieg der
Verbraucherpreise um 2,5 Prozent (Januar: 2,4 Prozent) gerechnet,
während für 2009 unverändert eine Teuerung von 2,0 Prozent
prognostiziert wird. Zugleich rechnen die Ökonomen mit einem
Anstieg des Bruttoinlandsprodukts in diesem und kommenden Jahr um
1,7 Prozent (1,8) beziehungsweise 1,9 Prozent (2,1).
Wenig verändert waren die Prognosen für die weitere Entwicklung des
Euro zum US-Dollar: Diesen sehen die Befragten nun auf Sicht von
drei Monaten bei 1,47 Dollar (1,47) Dollar, auf Sicht von sechs und
zwölf Monaten werden Kurse von 1,45 (1,44) und 1,40 (1,39) Dollar
vorhergesagt.
schrieb am 05.02.08 12:05:37
Ist der Abverkauf vorbei?
05. Februar 2008 11:36
Fondsanleger sollten noch geduldig sein
Die Gewitterstimmung bei Aktien an den internationalen Märkten
wurde abgelöst von einer Art Aprilwetter. Es heißt jedenfalls warm
anziehen. Für Neueinstiege scheint es auf Fondsseite noch zu früh,
selbst wenn erste Schnäppchen auftauchen.
Es wurde abverkauft, und zwar kräftig und auf breiter Basis, wenn
auch noch kontrolliert. Betroffen sind nun alle Märkte mehr oder
weniger gleichermaßen. Ein Ausweichen erscheint momentan wenig
sinnvoll, ebenso wenig ein Neueinstieg.
Reagieren, aber richtig
Ansonsten raten wir dringend abzuwarten. Wer als Fondsanleger eine
weite Perspektive hat (mehr als zehn Jahre), der kann sich beruhigt
zurücklehnen. Ein Reagieren war und ist nicht notwendig, denn auf
Sicht kommt jede Krise wieder in Ordnung. Wer eine für Fonds
mittelfristige Perspektive hat (rund fünf Jahre), kann
durchwegs wieder den einen oder anderen Fonds zukaufen, falls zuvor
verkauft wurde. Und wer einen fondsspezifisch nahen Horizont hat
(bis drei Jahre), der hätte bereits verkaufen sollen
- oder kann noch immer verkaufen. Aber mit dem Zukauf sollten
Kurzfristanleger noch zuwarten.
Ausblick noch nicht rosig
Eine Besserung der Situation ist übrigens kurzfristig nicht in
Sicht. Dazu gesellt sich eine gewisse Skepsis, was die Entwicklung
der Unternehmensgewinne betrifft. Vielfach werden noch Einbrüche
erwartet, die wiederum negativ auf die Aktienmärkte und -fonds
wirken werden. Und die Konjunktursituation wird sich auch nicht so
rasch erholen. Insbesondere die starken
Reaktionen der US-Notenbank Fed machen den Investoren/Anlegern
Sorge: Ist es wirklich so schlimm, dass man innerhalb eigentlich
weniger Tage gleich zweimal um dann insgesamt 125 Basispunkte (!)
senken musste. Greenspan hätte das anders angelegt (Erster Schritt
deutlich früher, Ausmaß wahrscheinlich geringer).
Es bleibt jedenfalls spannend. Weiterhin viel Anlageerfolg wünscht
ihr
Peter Nestler (Chefredakteur FONDS EXPRESS)
schrieb am 05.02.08 12:12:09
Antwort auf Beitrag Nr.:
33.270.152 von Marchella am 05.02.08
11:51:39Hallo!
Das mit den EZB-Leitzinsen habe ich aber bischen anders
gelesen.
Erstmal hat der BB-Chef vor Tagen weitere Leitzins
erhöhungen in Aussicht gestellt.
Und dann gab es auch mehrfach Analysen, die dargestellt haben, dass
die EZB der FED nicht hinterherlaufen muss / sollte, da die
Situation in Euroland eine völlig andere sei.
Während in den USA tatsächlich deflationäre Tendenzen kommen
KÖNNTEN - heute wurde die schlechteste Retail Januarzahl seit
Beginn der Erhebung (1969) gemeldet, stellt sich die Situation in
Euroland deutlich anders da. Auch der indirekte Impact über die
Finanzmärkte und den Handel mit den USA wird defintiv nicht für
eine potenzielle Deflation in Euroland sorgen. Und als Retter der
Aktienmärkte zu wirken - auch wenn viele sich das wünschen - das
ist nicht Aufgabe einer Zentralbank, solange das nicht mit deren
Preiszielen übereinstimmt.
MfG.
s.
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