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Infos,Fakten,News,Perlen und Rohrkrepierer ( Seite 4938)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 05.02.08 11:38:55
von
neuster Beitrag 19.06.11 13:50:23
von

Anzahl Beiträge: 49.374
Aufrufe gesamt: 2.274.504
Aufrufe heute: 5
Diskussionsnr.: 1.138.137
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[ Seite: 123493649374938neuster Beitrag ]

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Blackheltaskelta
schrieb am 01.04.11 13:32:18
Beitrag Nr.49371 
(41.303.589)
Antwort
Zitat
Ist jemand in Biodata investiert?
Avatar
schrieb am 19.06.11 13:38:13
Beitrag Nr.49372 
(41.667.610)
Antwort
Zitat
Intertainment die Rakete für die nächsten Tage

WKN: 622360
ISIN: DE0006223605
Symbol: ITN
Avatar
schrieb am 19.06.11 13:44:46
Beitrag Nr.49373 
(41.667.624)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.667.610 von Marchella am 19.06.11 13:38:13hier eine klasse zusammenfassung!!!!!


Interessant finde ich, dass weiterhin die Zahl der Leser recht hoch ist, obwohl wir selbst aus den Top 50 der meistdiskutiertesten Aktien herausgeflogen sind.
Zumindest ist die Öffentlichkeit, gleich ob noch zaudernd oder die letzten Tage (ex post) zu teuer eingestiegen, deutlich gestiegen.

Es wird zwar viel über die Ansprüche gegen Comerica geredet, der Teufel steckt aber wie immer im Detail:

I.) Was ist die Grundlage für die Forderungen:

Filmfinanzierungen aus den Jahren um 2000:
Filmproduzent waren Franchise/Elie Samaha
Rechteerwerber, i.d.R. weltweit ohne USA war Intertainment
Finanzierende Bank war insbesondere die Imperial Bank, die später von Comerica übernommen wurden.

II.) Wie war der Betrug aufgebaut (Beträge Exemplarisch):
Franchise war "großzügig" bei der Berechnung der Filmbudgets und machte den Fehler zwei Budgets für einige Filme zu erstellen (ein cleverer Betrug über Scheinrechnungen wäre m.E. gar nicht nachweisbar gewesen.)
Die wirklichen Kosten betrugen z.B. 20 Mio. $, darüber gab es ein "real-Budget" gegenüber ITN wurde ein Budget von z.B. 30 Mio. $ vorgelegt, welches Basis für die vereinbarten Kaufpreise des Filmrechts war. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgte in zwei Raten. Die erste bei z.B. Produktionsgeginn, die zweite bei Lieferung des fertigen Films.
Dieser Betrug, der seitens Franchise ursprünglich bestritten, bzw. eine Mitwisserschaft des damaligen VV Baeres unterstellt wurde, wurde 2004 rechtskräftig durch Geschworenenurteil festgestellt. Der Schaden auf etwa 70 Mio. $ beziffert zusätzlich mit Zinsen, Kosten und "normalen" Strafzahlungen insgesamt 121 Mi $, von denen ITN nach Insolvenz Franchise gerade mal 3 Mio § erhalten konnte; im Vorfeld gab es durch Vergleiche etwa 2 Mio. EUR von verschiedenen Co-Finanzierern. Rico-Claim-Zahlungen (Stichwort: organisiertes Verbrechen)wurden vom Gericht nicht festgesetzt.

III.) Wie kommt nun Comerica ins Spiel:
Als finanzierende Bank hat Comerica anscheinend nicht nur das "real-Budget" von 20 Mio. $ aus obigen Beispiel finanziert sondern den kompletten Betrag des überhöhten Budgets von 30 Mio. $. Macht eine Bank natürlich nur gegen entsprehende Sicherheiten im hiesigen Fall Verpfändung/Übereignung der globalen Filmrechte, entsprechende Sicherheitenverträge wirken auch gegen ITN, als Erwerber der nicht US-Rechte.
Und hier kommt der Knackpunkt für den Juristen:
a) Wusste Imperial/Comerica, dass die Budgets überhöht sind, und dass ITN betrogen wird so wären wir bei Stichwort Vorsatz.
b) Hätte Imperial bei Prüfung der Budget-Unterlagen als Spezialist Filmfinanzierungen anhand z.B. von Kennzahlen erkennen müssen (Jeder Mittelständler wird über Kennzahlen geratet), dass die Budgets verfälscht sind, wären wir bei grober Fahrlässigkeit, da die Bank ihren Sorgfaltspflichten in erheblichem Maß nicht nachgekommen ist.
c) Ist Comerica ihren Sorgfaltspflichten in geringem Umfang nicht nachgekommen, wären wir nur bei leichter Fahrlässigkeit.
d) Comerica trifft keine Schuld.

Folge dieser unterschiedlichen Bewertungen des Grades der Mitschuld sind von Comerica u.U. zu zahlende Strafzahlungen.

Wesentlicher ist jedoch die Frage der Hauptforderung:

Für unseren o.g. Beispiel-Film hat ITN z.B. die Hälfte des überhöhten Kaufpreises von 30 Mio. $, nämlich 15 Mio. $ in die USA überwiesen, entweder direkt an Franchise oder indirekt an Imperial, die bereits vorfinanziert hatten. Weitere 15 Mio. $ hat Imperial an Franchise an Kredit gegeben.

BUMMMM !! Der Budgetbetrug kommt ans Tageslicht.

ITN weigert sich die 2 Rate über 15 Mio $ zu zahlen, da man inzwischen Kenntnis der real-budgets erhalten hat. Imperial/Comerica hat aber noch einen Kredit von 15 Mio $ offen, aber der ist ja über die Filmrechte besichert. Elie Samaha et al. führen derweil mit den ergaunerten 10 Mio $ ein mehr als angenehmes Leben und schaffen es sich (m.E. auch durch Vermögensverschiebungen) soweit zu entreichern, dass bei Ihnen im Insolvenzverfahren nur wenig zu holen ist. Meines Wissens bis heute ungeklärt wohin das ganze Geld versickert ist.
Und da ITN nicht zahlt, wertet Comerica einfach selbst die Filme aus; aus den Erlösen können die Kredit zurückgezahlt werden. Fertig?

Halt, Stopp ruft ITN gedanklich mit bösem Gesicht:

Bei den komplett abgewickelten Filmen (vor Bekanntwerden des Budgetsbetrugs) konnte ITN trotz Zahlung des kompletten überhöhten Kaufpreises von 30 Mio. § immer noch Auswertungserlöse von 40 Mio. § und somit einen Gewinn von 10 Mio $ erzielen. Und selbst wenn Comerica weniger erlöst hätte, so betrug die Restdarlehensschuld doch nur 15 Mio. $.
Wo ist also der überschiessende Betrag geblieben, Comerica hat ursprünglich die Offenlegung der Auswertungserlöse abgelehnt, dies dürfte im Beweiserhebungsverfahren inzwischen festgestellt worden sein, wegen vereinbarter Vertraulichkeit darf ITN hierüber jedoch nicht reden.

Wenn man jetzt eine Betrachtung für diesen Einzelsachverhalt im Szenario d) keine Teilschuld Comerica vornimmt, dann käme man zu folgendem Ergebnis:
1.) Comerica ist genauso als kreditgebende Bank wie ITN als Käufer der Filmrechte von Franchise betrogen worden.
2.) ITN ist verpflichtet die ausstehende 2. Rate zu zahlen, wie dies im Kauf-/Sicherheitenvertrag vereinbart war (pacta sunt servanda).
3.) Im Gegenzug stehen ITN die bislang von Comerica einbehaltenen Auswertungserlöse zu, die selbst in dieser Worst-Case Betrachtung laut Angaben letzter Geschäftsbericht (und da war die Beweiserhebung weitestgehend abgeschlossen) höher sein sollen als die ausstehenden Raten, unbekannt ist für uns die eventuelle Tatsache falls Comerica die Rechte für z.B. 10 Mio. $ verramscht hätte, aber auch hier gelten die Grundsätze der Szenarien a bis d was vorsätzliche/fahrlässige Pflichtverletzungen angeht.

Bei den Szenarien c,b und a wären die von ITN zu leistenden Zahlung entsprechend geringer, die (Straf-)Zahlungen Comericas entsprechend höher.

IV. Das bedeutet, dass die hier umlaufenden, auf den ersten Blick hohen Summen nicht aus der Luft gegriffen sind.
Da es sich ja nicht nur um eine, sondern mehrere Filmfinanzierungen handelt, summieren sich die Einzelbeträge. Meines Erachtens bester Anhaltspunkt sind die 70 Mio. $ Schaden die bereits 2004 durch ein Geschworenengericht festgestellt wurden, rechtskräftig. Hinzu kamen schon damals 50 Mio. $ Zinsen, Kosten, Strafzahlungen.
In den Szenarien a) und b) dürfte Comerica mit haftbar sein, da Sie in den Betrug involviert waren (daher wird Comerica auf jeden Fall ein derartiges Schiedsurteil durch stillschweigenden Vergleich a la Apple/Nokia verhindern.
In den Szenarien c) und d) wäre die Folge eine Abwicklung der Verträge, die entsprechenden Auswertungsüberschüsse plus nunmehr Zinsen für 10 Jahre decken meines Erachtens auch eine Aktienkurs von 2 bis 3 Euro (ohne Sightsound-Bewertung).

V. Man kann jetzt einwenden, Comerica sei eine anständige Bank und ohne Grund würden die nicht ein so langes Verfahren führen.
Demgegenüber steht die Tatsache, dass man sich bereits in Vergleichsverhandlungen nach Franchise-Urteil schon recht nah war, ITN angesichts des erlittenen Unrechts aber wohl zuviel wollte. Taktik von Comerica war anchließend die immer weitere Verzögerung des Verfahrens (natürlich nur zur Wahrheitfindung) mit dem eleganten Nebeneffekt ITN auszubluten.
Schärfstes Schwert war die vom Schiedsgericht festgesetzte Durchsicht des gesamten ITN e-mail-Verkehrs (im Schwurgerichtsprozess konnte ITN dies noch vermeiden), mit dem Comerica die Mitwisserschaft von Baeres oder anderen führenden MA von ITN beweisen wolte um sich selbst zu exculpieren.
Und da MK immer noch bereitwillig ITN finanziert, gehe ich mal davon aus, dass man auch in drei Jahren e-mail-Durchsuchung nichts Substanzielles gefunden hat.

Dies war ein vereinfachter Überblick, in Wahrheit ist alles noch koplizierter, entschuldige mich bei denen, die jetzt aus juritischer Sichtweise ein wenig blind geworden sind; sogar wenn es Juristen sind )
sláinte

midleton
WISO: Aktien, Anleihen und Fonds
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Michael Jungblut
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Avatar
schrieb am 19.06.11 13:50:23
Beitrag Nr.49374 
(41.667.637)
Antwort
Zitat
und hier rechnet mal einer vor was da kommen könnte!!!!!

Veyron1001
Beiträge ausblenden schrieb am 14.06.11 14:53:11
Beitrag Nr.16386 (41.644.285)
am 5.7.2011 beginnt das SGV.

Die Comerica hat 2,5 Mrd. TRAP-Gelder bekommen in der Krise, aber schon alles zurückgezahlt.

Die Klage ist mit 100 Mio. US $ eingereicht, man muß aber den Fall 11 Jahre RÜCKWIRKEND betrachten, das ist einmalig in der Börse, so etwas wird es nie wieder geben.

Der Dr. investiert sein Geld nur in Anlagen, die Aussicht auf Erfolg haben.

Der Kurs wird bei GUTEM AUSGANG sämtliche HÖHEN überfliegen und so bei 50 € in der Spitze sein (meine SCHHÄTZUNG), also dann so 25 € im Schnitt bewegen.

So jetzt habe ich eine Schätzung abgegeben bei GUTEM AUSGANG DES SGV.

[ Seite: 123493649374938neuster Beitrag ]

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