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schrieb am 27.03.08 11:03:00
Von Body aus dem Nachbar-Thread:
WIEN (WNA-Jim Rogers) Neue Reaktoren heißt das Thema:
Viele Experten hielten diese Preiskorrektur im Uransektor für
notwendig, weil Uran Tendenzen einer Überhitzung aufwies. Was den
Rohstoff nach dem Verfall wieder sehr attraktiv macht, ist die
gestiegende Nachfrage bei gleichzeitig sehr geringem Angebot.
Das Angebot an Uran stagnierte in den vergangenen Jahren, weil der
Preis lange Zeit am Boden lag, und daher wenig in Minen investiert
wurde. Gleichzeitig - und das macht Uran so sehr interessant -
steigt aber die Nachfrage. In vielen Länder werden Regierungen die
nukleare Energie nutzen, um viel weniger von Ölimporten abhängig zu
sein.
So hat etwa Großbritannien gestern angekündigt, den Anteil der
Atomkraft an der Energiegewinnung in den nächsten Jahren deutlich
zu erhöhen. Damit steht die britische Insel nicht alleine da: Laut
der World Nuclear Association (WNA) hängen derzeit 439 Reaktoren
weltweit am Netz, 34 sind in Bau und 315 in Planung bzw. angedacht.
Die größte Nachfrage wird in Zukunft jedoch in den aufstrebenden
Schwellenländer erwartet - insbesondere China dürfte eine
gewichtigere Rolle spielen. Im Moment liegt der chinesische
Uran-Bedarf mit knapp 1400 Tonnen noch weit hinter den
Top-Verbrauchern wie den USA, Frankreich oder Japan, die zwischen
7500 und 19000 Tonnen im Jahr benötigen. Schon in den vergangenen
Jahren lag der Verbrauch über der Neuproduktion. Die Differenz
wurde aus der Abrüstung alter Atomwaffen gedeckt! Jetzt gilt es
gutes Geld in Explorer zu investieren, hier zeigt sich zwar
ständige Volatilität, doch sollte als Produzent ein Vielfaches an
Gewinnen erzielt werden - Investmentdauer 2-3 Jahre, nur zum
Vergleich als lukrativ erwies sich das Investment in den
kanadischen Weltmarktführer Cameco, der trotz der jüngsten
Korrektur an den Börsen innerhalb von fünf Jahren einen Kursgewinn
von 570 Prozent erzielte. Derzeit gibt es sehr wenige Uranexplorer
mit nachgewiesenen Ressourcen, hier bleibt es nur noch abzuwarten
wann die Produktion beginnt, und dann Hände aufhalten und.... Wir
erleben heute die Renaissance von Uran!
schrieb am 27.03.08 14:29:56
http://www.ftd.de:80/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/

as%20Kapital%20Der%20Frhling%20Atomstrom/335853.html
schrieb am 27.03.08 14:34:26
Link funktioniert nicht.
Müßt Ihr manuell eingeben.
schrieb am 27.03.08 14:42:31
Der zweite Frühling von Atomstrom
Allerorten wird auch aufgrund mangelnder Alternativen der Atomstrom
wieder entdeckt, was sich positiv in den Auftragsbüchern der
wenigen globalen Anbieter von Atomkraftwerken widerspiegeln sollte.
Allerdings sprechen die langen Planungs- und Bauzeiten sowie die
ungeklärte Entsorgungsfrage gegen eine Euphorie.
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Diesen Artikel jetzt anhören Das Atomstromlager kann aufatmen, es
gibt neue Buhmänner: Kuhfurz und Kohlefeuer heizen den Planeten
auf, Bösewichter hocken auf fast allen fossilen Brennstoffen.
Kanada und Australien dagegen sind lieb und besitzen jede Menge
Uran. Da Atomstrom relativ sauber ist, sobald der Reaktor erst
einmal läuft, scheint die Branche vor dem Comeback zu stehen.
Vierzig Länder beschäftigen sich derzeit wieder oder zum ersten Mal
mit dem Thema Atomstrom. Russland will seinen 31 AKWs bis 2030
weitere 42 hinzufügen, der staatliche Atomkonzern Rosatom hofft auf
den Export von 60 Kernkraftwerken. Einige davon werden in China
entstehen, wo bislang elf AKW in Betrieb und fünf weitere im Bau
sind. Bis 2020 sollen sich Chinas Atomstromkapazitäten
verfünffachen und dann bis 2030 noch einmal verdreifachen. Die USA
haben den Bau 30 neuer Reaktoren angekündigt, mehrere
Industrienationen erwägen den Austausch alter Anlagen.
438 AKW gibt es weltweit, für die Hälfte davon begann in den
1980er-Jahren der Bau. Mit ähnlicher Betriebsamkeit in den nächsten
zwei Jahrzehnten ist zu rechnen. Das verheißt eine solide Zukunft
für die drei Ost-West-Kombinationen Areva/Mitsubishi Heavy
Industries, General Electric/Hitachi und die Toshiba-Tochter
Westinghouse, die gegen Rosatom antreten.
Doch wer sich überlegen muss, wo er die nächsten 100.000 Jahre
seinen Müll lagern will, geht besser bedächtig vor. Eine neue
Anlage zu planen, zu entwerfen und genehmigen zu lassen dauert in
Ländern mit Atomstromerfahrung gute fünf Jahre, der Bau nimmt
weitere fünf in Anspruch - im Idealfall. Standarddesigns und
Bausteintechniken werden die Abläufe beschleunigen. Im Nahen Osten
dagegen, wo Präsident Sarkozy für Frankreichs Nuklearindustrie
getrommelt hat, ist Atomstrom ein neues Thema. Dort müssen die
Regierungen überhaupt erst einmal die Regeln abstecken, bevor man
mit den Planungen beginnen kann. Von einem Zehn-Jahres-Boom sind
wir vielleicht doch noch ein Jahrzehnt entfernt.
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FTD.de, 26.03.2008
© 2008 Financial Times Deutschland
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