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Erdöl wächst nach?? werden wir von den Ölmultis nur verschaukelt ( Seite 5)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 13.03.08 11:52:27
von
neuster Beitrag 09.04.12 10:11:00
von

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schrieb am 02.08.09 11:31:34
Beitrag Nr.41 
(37.693.929)
Antwort
Zitat

01.08.2009
Geologie
Brennstoffe aus dem tiefen Erdinneren

von Ferdinand Knauss

Gibt es eine Quelle für Öl und Gas, von der bisher niemand wusste? Geologen glauben fest daran. Jetzt haben sie herausgefunden, dass tief unter der Erde Kohlenwasserstoffe entstehen - die Bausteine unserer alltäglichen Brennstoffe. Über die Hintergründe einer wissenschaftlichen Sensation


DÜSSELDORF. Möglicherweise entstehen tief in der Erde, mehr als 50 Kilometer unter der Oberfläche, Kohlenwasserstoffe, also chemische Verbindungen, die den fossilen Brennstoffen entsprechen. Das legen Modellversuche amerikanischer Geologen nahe.

Das Öl und Erdgas, das heute das Rückgrat der Energieversorgung von Privathaushalten, Verkehr und Industrie ist, stammt von früher lebendigen Organismen (daher "fossile" Brennstoffe), die nach ihrem Tod von schweren Schichten der Erdkruste zusammengepresst und erhitzt wurden. Aber möglicherweise gibt es, wie jetzt Experimente nahelegen, noch eine weitere Entstehungsquelle


Ölfässer in Hamburg: Kohlenwasserstoffe bilden den Grundstoff der Weltwirtschaft. Quelle: dp
Geologen debattieren seit einigen Jahren, ob ein Teil dieser Kohlenwasserstoffe (Hydrocarbone) auch tiefer im Erdinneren ohne organisches Material entstanden sein könnte. Nun haben Wissenschaftler zum ersten Mal herausgefunden, dass Ethan und schwere Kohlenwasserstoffe unter den Druck- und Temperaturbedingungen im oberen Erdmantel - der Erdschicht unter der Kruste und am oberen Ende des Erdkerns - tatsächlich synthetisiert werden können. Möglicherweise beliefern diese unorganischen, unterirdischen Entstehungsquellen über tiefe Spalten auch die abbaubaren Erdölvorräte in viel höheren Schichten.

Die Versuche wurden von Forschern des Geophysikalischen Labors der Carnegie Institution und Kollegen in Schweden und Russland durchgeführt und in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience" (Online-Ausgabe) veröffentlicht. Methan (CH4) ist der Hauptbestandteil von Erdgas, Ethan (C2H6) ist ein Ausgangsmaterial in der petrochemischen Industrie.

Mit Hilfe einer Hochdruckzelle aus Diamant (Diamond Anvill Cell) und einem Laser als Hitzequelle konnten die Forscher eine kleine Menge Methan einem gegenüber der Atmosphäre auf Meereshöhe 20 000-fach erhöhten Druck und Temperaturen zwischen 700 und 1230 Grad Celsius aussetzen. Das entspricht in etwa den Bedingungen 65 bis 150 Kilometer unter der Erdoberfläche.
http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoff…


Dabei reagierte das Methan und wurde zu Ethan, Propan, Butan, molekularem Wasserstoff und Graphit. Umgekehrt reagierte Ethan unter den gleichen Bedingungen chemisch zu Methan. Diese chemischen Reaktionen legen nahe, dass in diesen Tiefen der Erde schwere Kohlenwasserstoffe existieren könnten. Die Umkehrbarkeit der chemischen Reaktionen zeigt, dass die Synthese von Kohlenwasserstoffen thermodynamisch bestimmt ist, also durch Druck und Temperatur, und kein organisches Material benötigt.

Die Forscher schließen die Möglichkeit aus, dass bei den Versuchen unbeabsichtigt Katalysatoren am Werke waren, die die Reaktionen auslösten. Allerdings könnten im Gemisch des Erdmantels durchaus andere Substanzen die Prozesse als Katalysator beeinflussen.

"Wir waren neugierig geworden durch vorangegangene Experimente und theoretische Vorhersagen", berichtet Alexander Goncharov von der Carnegie Institution, einer der Koautoren der Studie. In diesen bisherigen Versuchen konnten die aus dem Methan unter Druck entstandenen Moleküle nicht identifiziert werden. Eine verbesserte Laser-Heizung habe nun Versuche mit größeren Gasmengen und eindeutigen Resultaten erlaubt.

"Nun muss die Synthese und Stabilität der hier erforschten Komponenten und anderer schwerer Kohlenwasserstoffe unter allen Bedingungen des Erdmantels untersucht werden", fordert Wladimir Kutscherow, Koautor der Studie und Professor an der Lomonossow-Akademie in Moskau. Es sei vor allem wichtig zu erfahren, in welchem Maße der gebundene Kohlenstoff seine Wanderung nach oben in die Öl- und Gaslagerstätten der Erdkruste überstehe (ohne zum Beispiel zu CO2 zu oxidieren). In der Öl- und Gasfördernation Russland dürfte das Interesse an diesen Fragen nicht gering sein

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoff…
http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/brennstoff…
Scheißkerle: Warum es immer die Falschen sind
Scheißkerle: Warum es immer die Falschen sind

Roman Maria Koidl
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schrieb am 14.08.09 00:12:36
Beitrag Nr.42 
(37.778.384)
Antwort
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Erdöl wächst nach--Gibt es eine Quelle für Öl und Gas, von der bisher niemand wusste?

http://www.earthfiles.de/artikel/Oelschwindel.pdf
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schrieb am 28.08.09 17:21:53
Beitrag Nr.43 
(37.874.552)
Antwort
Zitat
Wirtschaft
Freitag, 28. August 2009

An der Grenze zum Kongo
Ölfunde in Uganda


Jubel in der ugandischen Hauptstadt Kampala: Die Erdölvorkommen des ostafrikanischen Binnenstaates könnten nach Schätzungen von Wissenschaftlern bis zu sechs Milliarden Barrel (je 159 Liter) betragen.



Bohrtürme wie dieser ragen in den afrikanischen Himmel: Noch ist unklar, wie das Land mit seinem neuen Rohstoffsegen umgeht.



"Von 34 Bohrlöchern stießen 32 auf Öl oder Gas", zitierte die staatliche Zeitung "New Vision" einen Beamten des Energieministeriums.

Gebohrt wurde im Nordosten Ugandas an der Grenze zum Kongo, wo 2006 erstmals Ölvorkommen entdeckt worden waren. Ein Vorkommen von zwei Milliarden Barrel gilt nach Angaben der Geologen bereits als gesichert. Es werde jedoch vermutet, dass insgesamt sechs Milliarden Barrel Öl im Boden lagern.

Damit würde Uganda knapp an die Ölvorkommen des Sudan heranreichen und die west- und zentralafrikanischen Länder Gabun, Tschad und Äquatorialguinea übertreffen. In Uganda leben rund 30 Millionen Menschen.

mmo/dpa

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Oelfunde-in-Uganda-article4802…
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schrieb am 13.10.09 00:15:14
Beitrag Nr.44 (38.163.359)
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schrieb am 11.12.09 23:28:17
Beitrag Nr.45 
(38.555.556)
Antwort
Zitat
Neue Lizenzen:
Shell erhält Zuschlag für Riesen-Ölfeld im Irak

Europas größter Ölkonzern hat sich die Förderrechte für eines der weltgrößten noch unerschlossenen Ölfelder gesichert. Künftig sollen im irakischen Madschnun-Vorkommen 1,8 Mio. Barrel pro Tag aus dem Boden gepumpt werden. Mit der Erschließung neuer Ölvorkommen will der Irak den beiden größten Förderländern Saudi-Arabien und Russland Konkurrenz machen.


Der Ölhahn wird weiter aufgedreht: Die irakische Regierung will die Förderkapazität künftig auf elf Millionen Barrel pro Tag vervierfachen. Quelle: dpa


HB BAGDAD. Der Energieriese Shell hat im Irak den Zuschlag für eines der weltweit größten noch unerschlossenen Ölfelder bekommen. Europas größter Ölkonzern will zusammen mit der malaysischen Petronas künftig 1,8 Mio. Barrel pro Tag aus dem gigantischen Madschnun-Vorkommen pumpen.

Insgesamt buhlen internationale Energiekonzerne bei der zweiten Auktion von Förderrechten seit dem Sturz Saddam Husseins 2003 um leicht zu erschließende Ölreserven, die etwa denen des Opec-Mitglieds Libyen entsprechen. Mit den Mengen aus den zehn angebotenen Feldern könnte der Irak den beiden größten Förderländern Saudi-Arabien und Russland Konkurrenz machen und damit auch geopolitisch erheblich an Gewicht gewinnen.

Shell und Petronas blieben am Freitag mit ihrem Gebot zwar unter der Erwartung der irakischen Regierung, wie das Ölministerium mitteilte. Sie stachen aber den französischen Rivalen Total aus, der sich mit CNPC aus China ebenfalls um Madschnun bemüht hatte. Total hatte sich schon unter Saddam um die Rechte für das Feld mit seinen Reserven von 12,6 Mrd. Barrel bemüht, das im relativ stabilen Südirak liegt. CNPC und Total bekamen aber den Zuschlag für ein kleineres Feld mit 4,1 Mrd. Barrel.

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/neue-lizen…
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schrieb am 05.01.10 00:06:08
Beitrag Nr.46 
(38.664.771)
Antwort
Zitat
04.01.2010, 16:39

Ölpreis und Opec
''Irak könnte Machtgefüge über den Haufen werfen''

Von Andreas Oldag

Der Ölpreis könnte 2010 kräftig steigen - doch womöglich kommt auch alles anders: In der Opec zeichnet sich ein Machtkampf ab


Viele Analysten erwarten einen weiteren Anstieg des Ölpreises bis Ende dieses Jahres.
doch womöglich kommt auch alles anders
Foto: AP


Der Ölpreis ist Anfang dieser Woche im asiatischen Handel über die Marke von 80 Dollar geklettert. Der Streit zwischen Russland und Weißrussland über eine Verlängerung eines Ölvertrags ist nach Meinung von Händlern mitverantwortlich für die jüngste Preissteigerung.


Im Schnitt 90 Dollar
Viele Analysten erwarten einen weiteren Anstieg bis Ende dieses Jahres. So rechnet die Investmentbank Goldman Sachs mit einem Durchschnittspreis von 90 Dollar je Barrel. Angesichts der anziehenden Nachfrage in den großen Schwellenländern wie China und Indien könnte der Preis 2011 sogar auf 110 Dollar steigen. Goldman Sachs ist an der New Yorker Wall Street einer der größten Rohstoffhändler, die mit Öl-Terminkontrakten Geschäfte machen.


Die Nachfrage werde allerdings gebremst durch die nur langsame wirtschaftliche Erholung in den USA, Japan und der Eurozone, urteilte die Öl-Analysefirma Schork Group. Dies habe auch dazu geführt, dass bereits viele Raffinerien in den Industriestaaten wegen Unrentabilität schließen mussten. Schork rechnet damit, dass der Ölpreis eher auf dem derzeitigen Niveau verharren wird. Das liegt allerdings immer noch deutlich höher als vor einem Jahr, als die Preise infolge der Wirtschaftskrise auf knapp unter 33 Dollar absackten.


Machtkampf um die Förderquoten
Nach Einschätzung des saudi-arabischen Königs Abdullah wird sich der Ölpreis stabilisieren. Er rechne Anfang dieses Jahres mit Preisen zwischen 75 und 80 Dollar je Barrel, erklärte er der Kuwaiter Zeitung Al-Seyassah. Mit einer Tagesproduktion von 8,15 Millionen Barrel ist Saudi-Arabien das Schwergewicht im Ölförderkartell Opec und zugleich der größte Erdölproduzent der Welt. Die zwölf Opec-Mitglieder kontrollieren etwa 40 Prozent der weltweiten Förderung.

Indes tobt hinter den Kulissen der Opec ein Machtkampf um die Förderquoten. Dabei geht es vor allem um zusätzliche Produktionskapazitäten Iraks. Bislang wird das Land wegen seiner geringen Tagesproduktion von 2,5 Millionen Barrel nicht in der Gesamtquote der Opec mitgezählt.

Doch die Regierung setzt große Anstrengungen in den Ausbau der vom Krieg zerstörten Förderanlagen. Experten rechnen damit, dass Irak in den nächsten zehn Jahren eine tägliche Fördermenge von zwölf Millionen Barrel erreichen wird. Damit könnte das Land sogar Saudi-Arabien die Spitzenstellung streitig machen. "Irak hat das Potential, das Machtgefüge in der Opec über den Haufen zu werfen", meint Lawrence Eagles von JP Morgan. Vieles hinge allerdings von der langfristigen politischen Stabilität des Landes ab.

Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell hat vor kurzem von der irakischen Regierung den Zuschlag für eines der weltweit größten Ölfelder erhalten. Zusammen mit dem malaysischen Unternehmen Petronas will Shell künftig 1,8 Millionen Barrel pro Tag pumpen. Mit geschätzten 115 Milliarden Barrel Reserven gehört Irak hinter Saudi-Arabien und Iran zu den ölreichsten Ländern der Welt. Allerdings sind die Angaben über die irakischen Lagerstätten allenfalls grobe Schätzungen. Seit Jahrzehnten sind in dem Land keine Explorationsteams mehr unterwegs gewesen.

Kein Zufall, dass Irak von anderen Opec-Mitgliedern misstrauisch beäugt wird. Sie befürchten, dass die Förderdisziplin untergraben wird und ein Überangebot zu einem Preisverfall führt. Schuld daran wäre allerdings nicht nur Bagdad. So haben auch Katar und Angola viel in den Ausbau ihrer Ölförderung investiert. Das afrikanische Land zählt mittlerweile zu den am stärksten wachsenden Ölförder-Staaten. Seit 2004 hat Angola seine tägliche Produktion auf 2,1 Millionen Barrel verdoppelt.

"Alles läuft darauf hinaus, dass die Opec-Produktion steigen wird. Das Kartell setzt auf eine erhöhte Nachfrage. Die Organisation wird allerdings ein Problem haben, wenn sich dies als falsch herausstellt", meint Michael Lynch von der US-Analysefirma Strategic Energy & Economic Research. Derzeit fördern die elf quotengebundenen Opec-Staaten - ohne Irak - pro Tag 26,6 Millionen Barrel.


http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/finanzen/914/499195/text/

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schrieb am 20.05.10 00:50:08
Beitrag Nr.47 
(39.552.066)
Antwort
Zitat
:confused::confused: werden wir von den Ölmultis nur verschaukelt :confused::confused:

Mittwoch, 19. Mai 2010

Leben nach dem Peak
"Alles wird sich ändern"


Die Geschichte der Menschheit habe gezeigt, dass der Übergang von einem Energiesystem zu einem anderen alles verändere, sagt der Politologe Elmar Altvater. "Das wird auch jetzt so sein. Der Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien wird einen dramatischen Gesellschaftsumbau zur Folge haben."



[urlhttp://www.n-tv.de/politik/dossier/Alles-wird-sich-aendern-article880110.html][/url]

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schrieb am 29.06.10 12:09:25
Beitrag Nr.48 (39.750.572)
Moderiert
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Dieser Beitrag wurde moderiert.
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schrieb am 22.09.10 00:11:48
Beitrag Nr.49 
(40.189.158)
Antwort
Zitat
Selber nachlesen und darüber nachdenken :rolleyes::)

Der Erdöl-Schwindel
Dieser Text wurde veröffentlicht am 24.01.2007 um 16:08 Uhr

Eins ist klar: Erdöl bestimmt die Weltpolitik. Ohne Erdöl läuft in unserer Gesellschaft nichts, aber auch gar nichts. Wir fahren unsere Autos damit, heizen unsere Häuser, machen Plastik daraus und eine Menge anderer nützlicher Dinge. Und es ist teuer - Tendenz steigend. Deshalb müssen wir sparsam mit Erdöl umgehen, das weiß jedes Kind. Denn es geht rapide zur Neige, stimmt diese Theorie?

http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ia-erdoel.html
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schrieb am 07.02.11 13:48:34
Beitrag Nr.50 
(40.994.485)
Antwort
Zitat
:laugh: Wir werden in Zukunft keine Öl mehr brauchen, wenn der Horxrecht haben sollte, was ich mal so einfach in Frage stellen möchte :rolleyes:

:cry: Was kann aus Österreich schon gutes kommen :D (sorry)

Matthias Horx
Zukunftsforscher fordert verdoppelten Ölpreis


Montag 07.02.2011, 11:17 ·
von FOCUS-Online-Redakteur Martin Vogt, Wien


„Das beste, was uns passieren kann, sind 200 Dollar pro Fass Rohöl“, sagte Horx zum Rohölpreis


Zukunftsforscher Matthias Horx sieht einen kommenden Ölpreisschock als Startschuss zum Umdenken. Die automobile Zukunft kann für ihn nur elektrisch sein – und ohne die großen Stromkonzerne.
„Das Beste, was passieren kann, ist ein Preis von 200 Dollar pro Ölfass“, sagt Matthias Horx. Bestimmt, sicher, selbstverständlich. Horx, Jahrgang 1955, Journalist und Publizist, studierter Soziologe, kennt man seit einigen Jahren vor allem als Trend- und Zukunftsforscher. An diesem Tag soll es um Mobilität und Autos gehen. Horx soll seine Sicht der Dinge darlegen, eine Prognose stellen, was passieren wird in den kommenden Jahrzehnten.

Was man fairerweise sagen muss: Der gebürtige Düsseldorfer und Wahl-Wiener spricht nicht zufällig über Mobilität und Energie. Toyota hat ihn darum gebeten. Horx probiert momentan auch ein Toyota-Modell aus, den Prius „Plug In“, eine Version des Hybridautos mit zusätzlicher Steckdose zum Laden von außen und deutlich vergrößertem Batteriepack, mit dem bis zu 20 Kilometer rein elektrisches Fahren möglich sind. Es steht unten in der Garage seines „Zukunftshauses“ in Wien, das Horx gleichzeitig als familiäre Heimstätte und Demonstrationsobjekt dient, und hängt am Ladestrom. Toyota wird das Modell auch in Deutschland anbieten, aber wohl nicht vor Ende 2012. Und der Mehrpreis zum normalen Prius (25 750 Euro) wird wohl acht- bis zehntausend Euro betragen.


Öl ist zu billig
Aber zurück zu Matthias Horx und der Gesprächssituation. Erstaunlicherweise stimmen solche Momente bisweilen frappierend gut zu den Realitäten um sie herum. In Nordafrika rebellieren ganze Völker gegen ihre despotischen Machthaber. Was bereits reicht, um den Ölpreis in die Höhe zu treiben. Auch wenn das Eine mit dem anderen objektiv nichts zu tun hat und erst ziemlich komplizierte Mittelbarkeiten und Konjunktive eine Verbindung erahnen lassen: Der steigende Ölpreis, der wie eine Fieberkurve über der Weltwirtschaft hängt, ist dieser Tage ein mindestens genauso wichtiges Thema wie die Proteste in Nordafrika. Am Ölpreis hängt vieles in der Wirtschaft, auch die Frage, wie es weitergeht mit dem Auto und seinem Antrieb. Horx erachtet wie so viele Kenner der Materie einen hohen Ölpreis als Segen.

Warum? Weil nach jetzigem Stand der Entwicklung der Ölpreis konkurrenzlos niedrig ist. Und wenn der Liter Super momentan 1,48 Euro kostet, mag der schlecht verdienende Pendler zwar bei jeder Tankfüllung stöhnen und Multis und Staatssteuern auf das Lebenselexier der Moderne verfluchen. In Wahrheit aber ist Benzin noch immer sehr günstig. So günstig, dass die Zukunft nach dem Benzin noch immer nicht beginnen kann, weil sich alternative Techniken nie amortisieren. Elektroautos wie Opels Ampera für mehr als 40 000 Euro? Rechnen sich erst, wenn man gleich mehrere Autoleben zusammenaddieren würde. In unseren letztlich finanziell dominierten Gesellschaften verhindert mangelnde Rentabilität zuverlässig die Verbreitung neuer Technologien, die zukünftig die einzige Möglichkeit sein könnten.



http://www.focus.de/auto/neuheiten/spritsparkonzepte/tid-212…

[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

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