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Erdöl und Erdgasexplorer - die etwas andere Suche
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schrieb am 08.04.08 22:44:33
Erdölseiten 1:
Den Verfechtern des biologischen Ansatzes zur Erdölgewinnung ist es
bis heute nicht gelungen experimentell aus organischen Materialien,
Erdöl herzustellen. Ebenfalls kein Erdgas.
Spreche nicht von Biogas!
Und die Vertreter der Theorie von der biologischen Herkunft des Öls
hatten bis vor ein paar Jahren behauptet, es sei nicht möglich,
Kohlenwasserstoffe aus “anorganischen” Materialien unter
Simulierung der Verhältnisse im Erdinneren herzustellen. Genau dies
ist mittlerweile gelungen - ähnlich wie bei Diamanten oder Graphit,
von denen auch niemand annimmt, dass sie aus Dinosauriern und ihren
Salatblättern entstanden sind, bloß weil sie aus reinem Kohlenstoff
bestehen. Ein interessanter Artikel aus dem Jahr 2004 zu dem Thema
findet sich im Anhang.
Wie bereits erwähnt, die Anhänger biologischer Herkunft konnten bis
heute kein Experiment aufzeigen, mit welchem sich die biologische
Herkunft von Erdgas oder Erdöl beweisen lässt.
Artikel:
Ist Erdgas aus Gestein entstanden?
Von Horst Rademacher
27. September 2004 Eine umstrittene Hypothese zur Entstehung von
Kohlenwasserstoffen hat durch die Ergebnisse von Versuchen in einem
Hochdrucklabor neuen Auftrieb erhalten. Danach stammt ein großer
Teil des Erdgases nicht aus dem Zerfall abgestorbener organischer
Materie, sondern könnte sich "abiotisch" bei der chemischen
Umwandlung herkömmlicher Gesteine unter großem Druck und bei hoher
Temperatur in der tiefen Erdkruste gebildet haben. Einer
amerikanischen Forschergruppe ist es jetzt gelungen, unter
Laborbedingungen Methan aus Eisenoxyd, Kalkspat und Wasser zu
erzeugen.
Erdöl und Erdgas entstehen, so die verbreitete Meinung, beim
Zerfall unlöslicher organischer Materie, des sogenannten Kerogen.
Diese Reste pflanzlichen und tierischen Lebens lagern sich auf dem
Boden tropischer Flachmeere häufig zusammen mit kalziumhaltigen
Schalen von Meerestieren ab. Kommt es beispielsweise aufgrund
tektonischer Bewegungen anschließend zur Senkung des Meeresbodens,
werden die organischen Reste von immer neuen Sedimentschichten
bedeckt. Das Gewicht dieser Sedimente erhöht den Druck auf das
Kerogen. Dabei nimmt gleichzeitig die Umgebungstemperatur zu. In
einer Tiefe von zwei bis drei Kilometern und bei einer Temperatur
zwischen 70 und 100 Grad beginnen einzelne Kohlenstoffbindungen im
Kerogen zu zerfallen. Die Entstehung von Erdgas und Rohöl setzt
ein. Auf ähnliche Weise entsteht das Grubengas Methan bei der
Bildung von Steinkohle in Kohleflözen.
Methan aus dem Dampfkochtopf
Eine kleine, wenngleich lautstarke Gruppe von Forschern
widerspricht schon seit langem dieser Auffassung. Nach ihrer
Meinung können Kohlenwasserstoffe aus anorganischen Substanzen in
der tiefen Erdkruste und im darunterliegenden Erdmantel entstehen.
Der kürzlich verstorbene Astrophysiker Thomas Gold von der Cornell
University in Ithaca (New York) vertrat sogar die These, daß der
größte Teil der heutigen Erdgasreserven sich schon in der Frühzeit
unseres Planeten im tiefen Erdmantel anorganisch gebildet hat oder
möglicherweise sogar kosmischen Ursprungs ist.
Zum Thema
Bereits vor zwei Jahren ist es Mitarbeitern verschiedener
russischer und amerikanischer Forschungsinstitute in Laborversuchen
gelungen, Methan und zahlreiche andere Alkane aus Kalziumkarbonat,
Wasser und Eisenoxyd herzustellen. Sie erhitzten dazu weniger als
einen Kubikzentimeter des Gemisches in einem "Dampfkochtopf" aus
Platin. Eine Gruppe amerikanischer Forscher unter Leitung von Henry
Scott von der University Indiana in South Bend kam nun mit einem
völlig anderen Verfahren zu ähnlichen Ergebnissen.
Erdgas in der Erdkruste?
Die Wissenschaftler setzten ein Gemisch aus Eisenoxyd, Kalkspat und
Wasser in einer Diamantstempelzelle einem extrem hohen Druck aus.
Bei diesem Verfahren wird eine nur wenige Millimeter große Probe
zwischen zwei Diamantspitzen gebracht, die man dann allmählich
zusammenpreßt. Gleichzeitig heizt ein Laser die komprimierte Probe
kräftig auf. Auf diese Weise konnten die Forscher die Druck- und
Temperaturverhältnisse im Erdinneren simulieren.
Wie die Gruppe, zu der auch der Chemienobelpreisträger Dudley
Herschbach von der Harvard University in Cambridge (Massachusetts)
gehört, jetzt in den "Proceedings" der amerikanischen Nationalen
Akademie der Wissenschaften (Early Edition) berichten, entstand bei
ihren Versuchen aus dem anorganischen Gemisch der einfachste
Kohlenwasserstoff, das Methan. Die chemische Reaktion, nämlich die
Reduktion von Kalziumkarbonat, lief in einem weiten Druck- und
Temperaturberreich ab. Das meiste Erdgas entstand jedoch bei etwa
500 Grad und sieben Gigapascal, also unter Verhältnissen, wie sie
in 30 bis 60 Kilometer Tiefe in der unteren Erdkruste und dem
oberen Erdmantel herrschen.
Die jüngsten Ergebnisse bestätigen nicht nur, daß eine abiotische
Entstehung von Methan im tieferen Erdinneren ablaufen kann. Die
Reaktionsgleichungen zeigen auch, daß diese chemische Umwandlung
bei vielen der in der Erdkruste vorkommenden Karbonatgesteine
möglich ist. Demnach könnten in der unteren Erdkruste und dem
oberen Erdmantel große Mengen Methan vorkommen. Allerdings wäre es
selbst bei dem gegenwärtigen Ölpreis von nahezu 50 Dollar pro Faß
nicht wirtschaftlich, diese Erdgasvorkommen abzubauen. Bisher ist
es nämlich technisch nicht möglich, bis in derartige Tiefen zu
bohren. Die bisher tiefsten Bohrungen sind kaum weiter als zwölf
Kilometer in die Erdkruste eingedrungen und kosteten Hunderte von
Millionen Euro.
Text: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.09.2004, Nr. 226 / Seite
38
schrieb am 08.04.08 22:45:25
Erdölseiten 2
Den Saturnmond Titan nimmt man gerne als Beispiel bzw. Gleichnis
für die Erdfrühgeschichte. Zumal der planetengleiche Saturnmond
Titan der einzige Vertreter in unserem Sonnensystem ist, der
ebenfalls eine dichte Atmosphäre aus Stickstoff besitzt, wie die
Erde.
In der Wissenschaft geht man davon aus, dass Titan den Umständen
entspricht, wie man diese auf der Urerde vorgefunden hat.
Und beobachtet diesen Mond aus diesem Grund besonders stark.
Dort regnet es aktuell Leichtbenzin.
Und ständig neue Kohlenwasserstoffe nachproduziert werden.
Das vielleicht an der starken Plattentektonik liegt. Dort durch die
Gravitationskraft des Saturns.
Aber auch in der regen Plattentektonik findet man Gemeinsamkeiten
zur Erde.
Artikel:
Titan: Ein ganzer Mond voll von Treibstoff
Der Saturnmond Titan besitzt Hunderte Mal mehr flüssige Kraftstoffe
als alle Öl- und Gasreserven der Erde. Das zeigen Radarmessungen
der Raumsonde "Cassini". Bei minus 179 Grad Celsius regnen dort
Kohlenwasserstoffe wie Methan vom Himmel und formen große Seen,
berichten Nasa-Forscher. Das Radar der Raumsonde hatte Hunderte
Seen und große Dünengebiete auf Titan aufgespürt, der sich in eine
Wolkendecke hüllt und direkten Beobachtungen entzieht. Die
Methan-Seen enthalten nach Berechnungen mehr als 30 000
Kubikkilometer flüssige Kohlenwasserstoffe - das entspricht dem
anderthalbfachen Wasservolumen der Ostsee -, die Dünen mehr als 200
000 Kubikkilometer. Aussichten auf eine Nutzung für den Menschen
gibt es aber nicht. dpa
schrieb am 08.04.08 22:46:23
Erdölseiten 3:
und dann muss man nur noch schauen, wie die Russen den abiotischen
Ansatz gelöst haben.
Auch schon im Eigeninteresse während des kalten Krieges, um
Erdölabhängigkeiten zu beseitigen.
Weil in Russland gab es aufgrund des biologischen Ansatzes kein
Erdöl. Schon garnicht in Sibirien geben konnte.
Zitat aus einem Forum:
"Ich erinnere mich noch an ein Gespräch mit einem Junggeologen vor
ca. 35 Jahren in Tomsk - ich hab ihn mal danach gefragt, was an der
Geologie so aufregend sein könnte Der hat mir damals u.a.
begeistert darüber erzählt, dass laut biotischer Herkunftstheorie
das Öl/Gas in Sibirien gar nicht vorkommen dürfte und daher wurde
dort danach sehr lange gar nicht gesucht"
Und wo die großen Mineralölgesellschaften nach Öl suchen, wo es vom
biologischen Ansatz her, überhaupt kein Öl geben dürfte.
Daran sieht man, dass die Erdölgesellschaften diesen Ansatz bereits
munter aufgreift.
Zum Beispiel Nordsee etc.
Und Russland machte Vietnam zu einem Nettoexporteur im Erdöl!
Wo Shell, BP, Exxon keinen Tropfen vermutete.
Nur über Know-How Transfer, bzw. kleine Hilfestellung im Erforschen
der Geologie abiotischer Erdölentstehung.
Vietnam fördert jeden Tag 400.000 Barell!!
Artikel:
Die Peak-Oil Lüge - Russlands Ass im Ärmel
Eine spannende Analyse über Dinosaurier, das Erdinnere und
Kriege
“Peak-Oil” bedeutet den Ölfördergipfel, jenen Zeitpunkt, an dem die
Fördermenge ihren Höhepunkt erreicht hat und in der Folge stetig
abnehmen muss. Nach Ansicht westlicher Geowissenschaftler sind die
Erdöl- und Erdgas-Vorkommen begrenzt. Öl und Gas sind nichts
anderes als fossile Lagerstätten einstiger Biomasse, die dann -
während Jahrmillionen - zu Öl und Gas wurden. Selbstverständlich
müssen diese Vorräte endlich sein, weil es eben nur eine bestimmte
Menge Dinosaurier und Pflanzen gab, die nun fein aufbereitet und
verflüssigt im Erdinnern darauf warten, von Menschenhand ihrer
neuen Bestimmung zugeführt zu werden.
Vor einigen Jahren jedoch wurde auch im Westen die russische Sicht
der Dinge bekannt. Galt es anfangs noch als degoutant, in
Fachkreisen - also vor allem unter Geologen - über die ursprünglich
sowjet-russische Theorie der unbegrenzten Erdöl- und Gaslager zu
sprechen, wird die Theorie mehr und mehr salonfähig. Sie besagt:
Diese Rohstoffe sind abiotisch, das heißt, ihr Ursprung ist nicht
fossil. Und es scheint eine Menge politisch-strategischer
Sprengstoff dahinter zu stecken. William F. Engdahl ist der Sache
nachgegangen und zu überraschenden Erkenntnissen gekommen.
Sind Öl und Gas “regenerative” Energien? - von William F.
Engdahl
Die Verfechter von “Peak Oil”, allen voran Colin Campbell, früher
als Geologe für BP tätig, und Matt Simmons, Bankier aus Texas,
behaupteten, dass die Welt vor einer neuen Krise stünde, dem Ende
des billigen Öls, vielleicht bis zum Jahre 2012, vielleicht auch
schon in diesem Jahr. Angeblich wurden gerade die letzten Tropfen
Öl gefördert. Als Beleg führten sie die rasant steigenden Preise
für Benzin und Öl an, sowie auf die sinkenden Förderleistungen der
Vorkommen in der Nordsee, in Alaska und andernorts.
Campbell argumentierte, die Tatsache, dass seit der Entdeckung der
Ölvorkommen in der Nordsee in den späten 1960ern keine Lagerstätten
entsprechender Größe mehr gefunden wurden, sei der Beweis für die
These. Dem Vernehmen nach gelang es ihm, die Internationale
Energiebehörde (IEA) und die schwedische Regierung zu überzeugen.
Das ist aber kein Beweis dafür, dass er Recht hat.
Intellektuelle Fossilien
Die Theorie vom zur Neige gehenden Öl beruht auf den herkömmlichen
westlichen Lehrbüchern der Geologie, die meisten von amerikanischen
oder britischen Geologen verfasst, die behaupten, Erdöl sei ein
“fossiler Brennstoff”, ein biologischer Rest oder Faulprodukt,
entweder der fossilen Überreste von Dinosauriern oder vielleicht
auch von Algen. Daher könne es nur eine endliche Menge dieses
Stoffes geben. Die Lehre vom biologischen Ursprung des Erdöls ist
das Herzstück der “Peak Oil”-Theorie, und wird benutzt, den Umstand
zu erklären, warum Öl nur in bestimmten Gegenden der Welt gefunden
wird, wo es sich vor Millionen Jahren ablagerte. Dies würde
bedeuten, dass beispielsweise tote Dinosaurier zusammengepresst
wurden und sich im Laufe von zig Millionen Jahren in Fossilien
verwandelten und in unterirdischen Reservoirs in 500 bis 1000 Meter
unter der Erdoberfläche eingeschlossen blieben. In seltenen Fällen,
so die Theorie, müssen gewaltige Mengen biologischen Materials in
Gesteinsformationen in den flachen Bereichen der Ozeane
eingeschlossen worden sein, wie etwa im Golf von Mexiko, der
Nordsee oder dem Golf von Guinea. Aufgabe der Geologie war
lediglich, herauszufinden, wo sich diese Einschlüsse in den
Erdschichten, Reservoirs genannt, innerhalb bestimmter Becken von
Sedimentschichten befanden.
Eine vollständig andere Theorie der Entstehung von Erdöl, im Westen
nahezu unbekannt, existiert seit den frühen 1950er Jahren in
Russland. Sie bezeichnet die herkömmliche amerikanische Theorie von
der biologischen Herkunft des Öls als wissenschaftlichen Unsinn,
der nicht zu beweisen ist. Sie weisen auf den Umstand hin, dass
westliche Geologen im Laufe des letzten Jahrhunderts wiederholt das
Ende der Ölvorkommen vorhergesagt haben, nur um dann weiteres Öl zu
finden - viel Öl.
Diese alternative Erklärung der Entstehung von Erdöl und Erdgas
existierte nicht nur als reine Theorie. Der Umstand, dass sich
Russland und zuvor die Sowjetunion zum weltgrößten Produzenten von
Öl und Gas entwickelt haben, beruht auf der Umsetzung dieser
Theorie in die Praxis. Dies wiederum hat geopolitische Konsequenzen
von atemberaubender Bedeutung.
Not macht erfinderisch
In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts sah sich die
Sowjetunion durch den “eisernen Vorhang” vom Westen isoliert. Der
Kalte Krieg lief auf vollen Touren. Russland hatte nur wenig Erdöl,
um seine Wirtschaft ans Laufen zu bringen. Ausreichend Erdöl auf
dem eigenen Territorium zu finden war eine Frage der nationalen
Sicherheit ersten Ranges.
Ende der 40er Jahre hatten Wissenschaftler des Instituts für
Geophysik der Russischen Akademie der Wissenschaften und des
Instituts für Geologische Wissenschaft der Ukrainischen Akademie
der Wissenschaften eine grundlegende Untersuchung der Frage
begonnen, woher das Erdöl kommt.
Im Jahre 1956 verkündete Professor Vladimir Porfirjew die
Ergebnisse: “Rohöl und natürliches Erdgas stehen mit der
biologischen Materie in den oberen Erdschichten in keinem
wesentlichen Zusammenhang. Es handelt sich bei ihnen um
ursprüngliche Stoffe, die aus großer Tiefe aufstiegen.” Die
sowjetischen Geologen hatten die orthodoxe Geologie auf den Kopf
gestellt. Sie nannten ihre Theorie vom Ursprung des Öls die
“a-biotische” – nicht-biologische - Theorie, um sie von der
westlichen Theorie von der biologischen Herkunft des Öls zu
unterscheiden.
Wenn sie Recht hätten, wäre die Versorgung mit Öl einzig durch die
Menge der zur Zeit der Entstehung des Planeten tief im Erdinneren
vorhandenen organischen Bestandteile von Kohlenwasserstoff
begrenzt. Die Verfügbarkeit von Erdöl hinge nur von Technologien
ab, extrem tiefe Bohrungen vorzunehmen und die inneren Bereiche der
Erde zu erschließen. Den Wissenschaftlern wurde außerdem klar, dass
alte Felder wiederbelebt werden und weiterhin produzieren konnten,
sogenannte sich selbst erneuernde Felder. Sie argumentierten, dass
Öl in den Tiefen der Erde entstehe, unter den dort herrschenden
sehr hohen Temperaturen und Druckverhältnissen, die denen gleichen,
die zur Entstehung von Diamanten erforderlich sind. “Öl ist ein
ursprünglicher Stoff, der tief im Erdinneren entsteht und unter
hohem Druck mittels ‘kalter’ Eruptionsprozesse in die Erdkruste
transportiert wird,” erklärte Porfirjew. Sein Team wies die
Vorstellung, dass Erdöl die biologischen Überreste von pflanzlichen
und tierischen Fossilien seien als Schwindel zurück, der dazu
diene, den Mythos von begrenzten Vorräten aufrechtzuerhalten.
In Widerspruch zur konventionellen Geologie
Dieser radikal andere wissenschaftliche Ansatz von Russen und
Ukrainern bei der Suche nach Erdöl ermöglichte es der UdSSR, große
Gas- und Erdölfunde in Gegenden zu erschließen, in denen man zuvor
westlichen Theorien der geologischen Erkundung folgend kein Öl
vermutet hatte. Die neue Theorie wurde in den frühen 1990er Jahren,
kurz nach der Auflösung der Sowjetunion (als sie keineswegs mehr
“neu” war, A.d.Ü.) angewendet, um in einer Region, von der man seit
über 40 Jahren annahm, sie sei geologisch aussichtslos, nämlich dem
Don-Dnjepr-Becken in dem Gebiet zwischen Russland und der Ukraine,
nach Öl zu bohren.
Indem sie ihrer abiotischen und nicht-fossilen Theorie der
Tiefenentstehung von Erdöl folgten, begann die russischen und
ukrainischen Geophysiker und Chemiker mit einer detaillierten
Analyse der tektonischen Geschichte und der geologischen Struktur
des kristallinen Untergrundes des Don-Dnjepr-Beckens. Nach einer
Analyse der Tektonik und der Tiefenstrukturen des Gebiets, stellten
sie geophysische und geochemikalische Untersuchungen an.
Insgesamt wurden 61 Ölbrunnen gebohrt, von denen 37 kommerziell
produktiv waren, eine extrem beeindruckende Erfolgsrate von
annähernd 60 Prozent. Die Größe des entdeckten Feldes war mit den
Vorkommen im North Slope von Alaska vergleichbar. Zum Vergleich:
die amerikanische Art der Suche mittels Aufschlussbohrungen wird
bereits bei einer Erfolgsrate von zehn Prozent für erfolgreich
gehalten. Neun von zehn Bohrungen ergeben typischerweise “trockene
Löcher”.
Diese russischen geophysikalischen Erkenntnisse wurden unter dem
üblichen sowjetischen Schleier der Staatssicherheit während des
kalten Krieges gehalten und blieben damit westlichen Geophysikern
weitgehend unbekannt, die weiterhin der Lehre von dem fossilen
Ursprung und damit dem Vorhandensein nur begrenzter Vorräte
folgten. Allmählich dämmert es einigen Strategen im und im Umkreis
des Pentagon, dass die russischen Geophysiker hier etwas von
enormer strategischer Bedeutung in der Hand haben
Wenn Russland das wissenschaftliche Know-how hatte, und die
westliche Geologie nicht, dann besaß Rußland einen strategischen
Trumpf von atemberaubender geopolitischer Bedeutung. Es war nicht
überraschend, dass Washington begann, eine “Mauer aus Stahl” zu
errichten, ein Netzwerk von Militärbasen und Abwehrstellungen für
ballistische Raketen rings um Russland zu errichten, und Russlands
Pipelines und Hafenverbindungen in Richtung Westeuropa, China und
den Rest Eurasiens zu unterbrechen. Halford Mackinders schlimmster
Albtraum - eine kooperative Verbindung gegenseitiger Interessen der
großen Staaten Eurasiens, geboren aus der Notwendigkeit und dem
Bedarf an Öl, um ökonomisches Wachstum anzuheizen - begann,
wirklich zu werden. Ironischerweise war es der unverschämte Griff
der USA nach den Ölschätzen des Irak und potentiell auch des Iran,
der eine engere Zusammenarbeit zwischen den traditionell
verfeindeten Mächten Eurasiens China und Russland auslöste, und
außerdem in Westeuropa die Einsicht förderte, dass der Raum für
eigene Möglichkeiten ebenfalls enger wurde.
Der König des „Peak“
Die Theorie von “Peak Oil” basiert auf einer Arbeit von Marion King
Hubbert aus dem Jahre 1956, einem texanischen Geologen, der für
Shell Oil tätig war. Er behauptete, dass die Produktion von
Ölquellen einer glockenförmigen Kurve folgte. Wenn diese Kurve
einmal ihren Höhepunkt (”peak”) erreicht hatte, folgte
unausweichlich ein Abfallen der Produktionskurve. Er sagte vorher,
dass die Ölproduktion der Vereinigten Staaten im Jahre 1970 ihren
Höhepunkt erreichen würde. Als bescheidener Mann, der er war,
nannte er die von ihm erfundene Kurve “Hubbert‘s Curve”, und den
Gipfel der Kurve “Hubbert‘s Peak” Als die Produktion von Erdöl in
den Vereinigten Staaten um 1970 zu sinken begann, gewann Hubbert
einen gewissen Ruhm.
Das einzige Problem war, dass die Produktion nicht sank, weil die
Vorkommen erschöpft waren. Sie erreichte den Höhepunkt und begann
zu sinken, weil Shell, Mobil, Texaco und die anderen Partner von
Saudi Aramco den US Markt mit spottbilligen Importen aus dem Nahen
Osten überfluteten zollfrei und zu derart niedrigen Preisen, dass
die heimischen Produzenten in Kalifornien und Texas nicht mithalten
konnten und gezwungen waren, ihre Förderanlagen zu schließen.
Der Erfolg von Vietnam
Während die amerikanischen Ölmultis in den 1960ern damit
beschäftigt waren, die leicht zu erschließenden großen Ölfelder
Saudi Arabiens, Kuwaits, Irans und anderer Regionen mit billigem
und reichlich vorhandenem Öl zu kontrollieren, waren die Russen
eifrig dabei, ihre alternativen Theorien zu erproben. Sie begannen
mit Probebohrungen in einem vorgeblich aussichtslosen Gebiet in
Sibirien. Hier erschlossen sie, gestützt auf ihre “abiotischen”
tiefengeologischen Einschätzungen elf große Lagerstätten und einen
sogenannten Giganten. Sie bohrten in das kristalline Muttergestein
und förderten das schwarze Gold in Mengen zutage, die mit den
Funden im North Slope von Alska vergleichbar sind.
Dann begaben sie sich in den 1980ern nach Vietnam und boten an,
Bohrungen zu finanzieren, um zu beweisen, dass ihre neue
geologische Theorie funktionierte. Das russische Unternehmen
Petrosov bohrte das “Weißer Tiger” genannte Ölfeld vor Vietnams
Küste an. Die Bohrung ging direkt in den Basaltfelsen in 5.200
Meter Tiefe und erbrachte eine Förderleistung von täglich 60.000
Barrel Öl, um die energiehungrige vietnamesische Wirtschaft zu
nähren. Weitere folgten und Vietnam ist heute Nettoexporteur von
Erdöl. In der UdSSR perfektionierten russische, in der abiotischen
Theorie geschulte Geologen ihr Wissen, und die UdSSR entwickelte
sich bis Mitte der 1980er Jahre zum weltgrößten Erdölproduzenten.
Wenige im Westen verstanden, warum - oder machten sich die Mühe,
danach zu fragen.
Dr. J. F. Kenney ist einer der wenigen westlichen Geologen, die in
Russland gelehrt und gearbeitet haben. Er studierte unter Vladilen
Krajuschkin, der das gewaltige Don-Dnjepr-Becken erschlossen hatte.
In einem Interview erklärte mir Kenney vor kurzem, dass “nur um die
Menge Öl zu fördern, die das (saudi-arabische) Ölfeld Ghawar bis
heute produziert habe, ein Quader von fossilen Überresten von
Dinosauriern, 30,5 Kilometern tief breit und lang erforderlich
gewese wäre, wenn man von einer 100 prozentigen Umsetzung der
vorhandenen Materie ausgeht.” Mit anderen Worten eine
Absurdität.
Westliche Geologen machen sich nicht die Mühe, harte
wissenschaftliche Beweise für die fossile Herkunft des Erdöls
beizubringen. Sie geben das einfach als heilige Wahrheit aus. Die
Russen haben Bände von wissenschaftlichen Aufsätzen verfasst, die
meisten davon auf russisch. Die führenden westlichen Zeitschriften
haben kein Interesse daran, solch revolutionäre Ansichten zu
veröffentlichen. Schließlich stehen Karrieren und ganze akademische
Berufszweige auf dem Spiel.
Die Tür schließt sich
Die Verhaftung von Mikail Khodorkowsky, Chef von Yukos Oil, im Jahr
2003 geschah kurz bevor er einen beherrschenden Anteil von Yukos an
Exxon Mobil verkaufen konnte, und nachdem Khodorkowsky ein privates
Treffen mit Dick Cheney hatte. Hätte Exxon das Geschäft gemacht,
hätten sie das weltgrößte Reservoir von in den abiotischen
Techniken der Tiefenbohrungen geschulten Geologen und Ingenieuren
unter ihre Kontrolle gebracht.
Seit 2003 ist die Bereitschaft der Russen, ihr Wissen zu teilen,
deutlich zurückgegangen. Angebote in den frühen 1990ern, ihr Wissen
mit amerikanischen und anderen Geophysikern zu teilen sind
beteiligten amerikanischen Geophysikern zufolge mit kühler
Ablehnung bedacht worden.
Warum also der enorm risikoreiche Krieg, um den Irak zu
kontrollieren? Über ein Jahrhundert haben die USA und die
verbündeten westlichen Ölgiganten das Öl der Welt über ihre
Kontrolle über Saudi Arabien, Kuwait oder Nigeria im Griff gehabt.
Heutzutage, wo viele der ganz großen Ölfelder im Niedergang
begriffen sind, betrachten diese Firmen die staatlich
kontrollierten Ölvorkommen des Irak als letzte verbleibende Quelle
billigen, leicht zugänglichen Öls. Mit der großen Nachfrage nach Öl
von Seiten Chinas und mittlerweile auch Indiens, wird es für die
Vereinigten Staaten zu einer geopolitischen Notwendigkeit, so
schnell wie möglich direkte, militärische Kontrolle über jene
Reserven des Nahen Ostens auszuüben. Vizepräsident Dick Cheney trat
seinen Job an, nachdem er für Halliburton gearbeitet hatte, dem
weltgrößten Unternehmen für geophysikalische Dienstleistungen im
Zusammenhang mit Erdöl. Die einzige potentielle Bedrohung für die
US-Kontrolle über das Öl liegt in Russland und bei den mittlerweile
vom Staat kontrollierten Energie-Giganten. Soso …
Wie Kenney berichtet, nutzten die russischen Geophysiker die
Theorien des brillanten deutschen Wissenschaftlers Alfred Wegener
ganze dreißig Jahre vor seiner “Entdeckung” durch westliche
Geologen in den 1960er Jahren. Im Jahre 1915 hatte Wegener den
grundlegenden Text “Der Ursprung der Kontinente und Ozeane”
veröffentlicht, der von einer ursprünglich zusammenhängenden
Landmasse “Pangaea” vor 200 Millionen Jahren ausging, die durch die
von ihm so genannte Kontinentaldrift in die heutigen Kontinente
auseinanderbrach.
Bis in die 1960er Jahre bezeichneten vorgebliche US-Wissenschaftler
wie etwa Dr. Frank Press, wissenschaftlicher Berater des Weißen
Hauses, Wegener als “Verrückten”. Gegen Ende der 60er mussten die
Geologen ihre Ansichten zurücknehmen, da Wegener die einzige
Theorie anbot, die es ihnen ermöglichte, die riesigen
Erdölvorkommen in der Nordsee zu entdecken. Vielleicht werden
westliche Geologen in ein paar Jahrzehnten ihren Mythos von der
fossilen Herkunft des Erdöls überdenken und realisieren, was den
Russen seit den 1950er Jahren bekannt ist. Bis dahin hält Moskau
einen gewaltigen Trumpf in der Hand.
schrieb am 08.04.08 22:49:03
Erdölseiten 4:
und plötzlich blubbert Erdöl, wo es vom biologischen Ansatz her
nicht blubbern dürfte.
Das Komische dabei, es blubbert nicht seit tausenden Jahren,
sondern hat erst jetzt begonnen zu blubbern.
Hochinteressant!
Denn das geht vom biologischen Ansatz schon dreimal nicht, sondern
spricht für die Theorie stetiger Neubildung - ein Teilaspekt des
abiotischen Ansatzes.
Vgl. Saturnmond Titan mit reger Plattentektonik und vergleichbaren
Mischungsverhältnissen der Elemente wie auf der Erde.
Und dort werden Kohlenwasserstoffe nachproduziert und keiner weiß
warum.
Man könnte Analogien bilden.
Zumindest auf der Erde ist es ein Produkt aktueller Aktivität.
Und das dabei entdeckte Volumen hat ca. 30% des bisher verbrauchten
Erdöls als Reserve, ca. 1 Billion Barell.
Und auch dort hat man keinen biologischen Ansatz gehabt um dort zu
suchen, genauso wenig wie in der Nordsee.
Und man erinnere sich an das allererste posting Erdölseiten 1.
Artikel:
Petroleum geology
Raining hydrocarbons in the Gulf
Below the Gulf of Mexico, hydrocarbons flow upward through an
intricate network of conduits and reservoirs. They start in thin
layers of source rock and, from there, buoyantly rise to the
surface. On their way up, the hydrocarbons collect in little
rivulets, and create temporary pockets like rain filling a pond.
Eventually most escape to the ocean. And, this is all happening
now, not millions and millions of years ago, says Larry Cathles, a
chemical geologist at Cornell University.
"We're dealing with this giant flow-through system where the
hydrocarbons are generating now, moving through the overlying
strata now, building the reservoirs now and spilling out into the
ocean now," Cathles says.
He's bringing this new view of an active hydrocarbon cycle to
industry, hoping it will lead to larger oil and gas discoveries. By
matching the chemical signatures of the oil and gas with geologic
models for the structures below the seafloor, petroleum geologists
could tap into reserves larger than the North Sea, says Cathles,
who presented his findings at the meeting of the American Chemical
Society in New Orleans on March 27.
This canvas image of the study area shows the top of salt surface
(salt domes are spikes) in the Gas Research Institute study area
and four areas of detailed study (stratigraphic layers). The oil
fields seen here are Tiger Shoals, South Marsh Island 9 (SMI 9),
the South Eugene Island Block 330 area (SEI 330), and Green Canyon
184 area (Jolliet reservoirs). In this area, 125 kilometers by 200
kilometers, Larry Cathles of Cornell University and his team
estimate hydrocarbon reserves larger than those of the North Sea.
Image by Larry Cathles.
Cathles and his team estimate that in a study area of about 9,600
square miles off the coast of Louisiana, source rocks a dozen
kilometers down have generated as much as 184 billion tons of oil
and gas — about 1,000 billion barrels of oil and gas equivalent.
"That's 30 percent more than we humans have consumed over the
entire petroleum era," Cathles says. "And that's just this one
little postage stamp area; if this is going on worldwide, then
there's a lot of hydrocarbons venting out."
According to a 2000 assessment from the Minerals Management Service
(MMS), the mean undiscovered, conventionally recoverable resources
in the Gulf of Mexico offshore continental shelf are 71 billion
barrels of oil equivalent. But, says Richie Baud of MMS, not all
those resources are economically recoverable and they cannot be
directly compared to Cathles' numbers, because "our assessment only
includes those hydrocarbon resources that are conventionally
recoverable whereas their study includes unconventionally
recoverable resources." Future MMS assessments, Baud says, may
include unconventionally recoverable resources, such as gas
hydrates.
Of that huge resource of naturally generated hydrocarbons, Cathles
says, more than 70 percent have made their way upward through the
vast network of streams and ponds, venting into the ocean, at a
rate of about 0.1 ton per year. The escaped hydrocarbons then
become food for bacteria, helping to fuel the oceanic food web.
Another 10 percent of the Gulf's total hydrocarbons are hidden in
the subsurface, representing about 60 billion barrels of oil and
374 trillion cubic feet of gas that could be extracted. The
remaining hydrocarbons, about 20 percent, stay trapped in the
source strata.
Driving the venting process is the replacement of deep,
carbonate-sourced Jurassic hydrocarbons by shale-sourced, Eocene
hydrocarbons. Determining the ratio between the younger and older
hydrocarbons, based on their chemical signatures, is key to
understanding the migration paths of the oil and gas and the
potential volume waiting to be tapped. "If the Eocene source
matures and its chemical signature is going to be seen near the
surface, it's got to displace all that earlier generated
hydrocarbon — that's the secret of getting a handle on this
number," Cathles says.
Another important key to understanding hydrocarbon migration is
"gas washing," Cathles adds. A relatively new process his research
team discovered in the Gulf work, gas washing refers to the regular
interaction of oil with large amounts of natural gas. In the
northern area of Cathles' study area, he estimates that gas carries
off 90 percent of the oil.
Ed Colling, senior staff geologist at ChevronTexaco, says that
identifying the depth at which gas washing occurs could be
extremely useful in locating deeper oil reserves. "If you make a
discovery, by back tracking the chemistry and seeing where the gas
washing occurred, you have the opportunity to find deeper oil," he
says.
Using such information in combination with the active hydrocarbon
flow model Cathles' team produced and already existing 3-D seismic
analyses could substantially improve accuracy in drilling for oil
and gas, Colling says. ChevronTexaco, which funds Cathles' work
through the Global Basins Research Network, has been working to
integrate the technologies. (Additional funding comes from the Gas
Research Institute.)
"All the players are looking for bigger reserves than what's on
shore," Colling says. And deep water changes the business plan.
With each well a multibillion dollar investment, the discovery must
amount to at least several hundred million barrels of oil and gas
for the drilling to be economic. Chemical signatures and detailed
basin models are just more tools to help them decide where to
drill, he says.
"A big part of the future of exploration is being able to
effectively use chemical information," Cathles says. Working in an
area with more oil by at least a factor of two than the North Sea,
he says he hopes that his models will help companies better
allocate their resources. But equally important, Cathles says, is
that his work is shifting the way people think about natural
hydrocarbon vent systems — from the past to the present.
Lisa M. Pinsker
schrieb am 08.04.08 22:50:20
Erdölseiten 5:
ein interessanter Beitrag, der auch ein paar der bisher
aufgezeigten Argumente beinhaltet. Bezüglich der Plattentektonik
aber nur einen Teilaspekt in der aktuellen Produktivität darstellt.
Denn nicht jedes aktuelle Emporschießen, vgl. Erdölseiten 4, lassen
sich dadurch erklären. Hochinteressant bleibt in diesem
Zusammenhang Erdölseiten 1, denn diese lassen außerhalb
tektonischer Bruchzonen, allein deren Ausstrahlung zur Neubildung
zu. Zumindest Leichtbenzin.
Sogar experimentell nachgewiesen.
Darin findet man eine Erklärung in dem Nachschub des Leichtbenzins
auf Titan.
Dort hat man eine gleichförmige tektonische Aktivität mit
haarrissartiger Ausprägung hat. Sofern man das Kneten des Saturn
beachtet und die nahezu nämlichen Bedingungen von der Verteilung
der Elemente, vgl. Erde, hat
Einfach macht man es sich, wenn man einfach nur mal nach den
Rahmenbedingungen im erfolgreichen Experiment Erdölseiten 1 sucht.
Davon findet man genug auf der Erde, die nicht so tief liegen.
Über manche Aussagen im folgenden Artikel mag man streiten, manches
passt aber ins wissenschaftliche Bild.
Interessant ist vor allem das Unterstrichene.
Artikel:
Von Knappheit keine Spur - das Geheimnis des Erdöls
Dr. Phil. Siegfried Emanuel Tischler
Die Theorie, dass Öl durch Millionen von Jahren aus der Verwesung
von Pflanzen und Tieren entstanden sei und deshalb nur arg begrenzt
auf der Erde vorhandenen sei, wurde 1757 vom russischen
Geowissenschaftler Mikhailo Lomonossov postuliert und seitdem in
der westlichen Welt nie mehr offiziell angefochten.
Doch nach den Erkenntnissen der modernen Forschung ist das, was wir
allgemein als Erdöl bezeichnen, vermutlich wenig mehr als das
Ergebnis stofflicher Ausgleichung planetarer Massen. Die ausnehmend
dünne Kruste von erdähnlichen Planeten, bestehend aus kontinentalem
und ozeanischem Krustenmaterial (sog. tektonische Platten),
schwimmt auf einem Material, in dem unvorstellbare Mengen von
Kohlenwasserstoffen enthalten sind, aus denen Erdöl hauptsächlich
besteht. Wo immer diese Platten aus soliden Gesteinen aneinander
stoßen, wird der darunter liegende Erdmantel in diese Vorgänge
miteinbezogen und die freigesetzten Kohlenwasserstoffe können an
die Erdoberfläche entweichen. (1)
Für diese Theorie spricht auch die regionale Verbreitung von Öl,
denn auch sie fügt sich ein in das Mosaik der Indizien, die Öl aus
dem Erdinnern stammend erscheinen lassen. So liegen die Ölfelder
des Nahen Ostens entlang der tektonischen Nahtstelle zwischen Asien
und Afrika, und auch die südostasiatischen Ölvorkommen befinden
sich entlang von Erdplattengrenzen.
Vor allem scheint es, dass sich erschöpfte Ölquellen „von selbst“
wieder auffüllen, wofür die Theorie der fossilen Ölentstehung keine
Erklärung bieten kann. Am 26. September 1995 erschien in der New
York Times unter der Überschrift „Geochemist says oil field may be
refilled naturally“ ein Artikel von Dr. Jean K. Whelan, in dem sie
vermutet, dass Öl in gewaltigen und schnellen Schüben aus
Reservoirs in großer Tiefe in Oberflächennähe gelangt. Tatsächlich
haben sich die geschätzten Reserven weit weniger verringert als
Experten in Anbetracht der Förderung erwartet hätten. Und schon
jetzt übersteigt das Volumen, also die schiere Menge des bis dato
geförderten Öls, die Menge an Öl, die sich aus früher auf der Welt
lebenden Tieren gebildet haben könnte, um ein Vielfaches. Wo also,
stammt der Rest her?
2003 berichtete die Geotimes über die Situation der Ölquellen im
Golf von Mexiko. „Unter dem Golf von Mexiko fließen
Kohlenwasserstoffe nach oben durch ein kompliziertes Netzwerk an
Verbindungswegen und Reservoirs. ... All das ereignet sich in
letzter Zeit und nicht vor Millionen von Jahren“, so Larry Cathles,
Chemiker und Geologe der Cornell University, in diesem Artikel.“Wir
betrachten ein gigantisches Durchfluss-System, in dem sich Öl
gegenwärtig bildet, durch die überlagernden Schichten hocharbeitet,
die Reservoire füllt und an den Ozeanböden austritt. Und all das in
letzter Zeit!“ (2)
Währenddessen gibt es keine einzige experimentelle
Versuchsanordnung, mittels der aus pflanzlichem und tierischem
Material im Labor ein Stoff erzeugt werden kann, der dem natürlich
vorkommenden Erdöl ähnlich ist. Darüber hinaus befindet sich eine
große Zahl von außerordentlich wichtigen Ölvorkommen in
Grundgebirgsregionen, also in Gesteinskomplexen, die im Sinne der
fossilen Entstehungstheorie kein Potential für Erdölfelder
aufweisen (3). Der Forscher Kudryavtsev verwies schon 1959 darauf,
dass Öl unter jedem Ölfeld in größerer oder kleinerer Menge in
allen Horizonten der Erdschicht gefunden wird und nicht nur in
einer spezifischen Blase, ohne einer solchen das gesamte
einschließende Sediment fehlt, das die Bedingung für einen fossilen
Entstehungsprozess wäre. Noch dazu fehlen Fossilienfunde, zum
Beispiel Skelette, in Erdöllagern.
Ein weiteres Problem: Erdöl wird sogar aus fast 10 000 Metern Tiefe
gefördert. Die Druck- und Temperaturbedingungen unterhalb von 6000
Metern Tiefe zerstören aber alle organischen Strukturen. Dies
bedeutet, dass das offizielle Herkunftsmaterial im Falle einer
biogenen Entstehung schon gänzlich in Gesteinsschmelze oder
Hochdruck-Metamorphose aufgegangen wäre. Nur eine abiotische
Entstehung (das heißt, ohne Beteiligung von Lebewesen) kann das
Vorkommen von Kohlenwasserstoffen aus diesen Tiefen (ungeachtet des
Ausgangsmaterials) erklären. (4)
Für die Theorie fossiler Erdölentstehung ergeben sich also eine
Reihe von Problemen:
Wie sollen die Überreste von Lebewesen tausende Meter unter die
Erdoberfläche gelangt sein?
Wie sollen sich endliche Mengen von Tierüberresten in unendliche
Ölvorräte verwandelt haben?
Wie soll die Theorie fossiler Erdölentstehung je das spontane
Austreten von immensen Quantitäten an Öl (und Gas) auf dem
Meeresboden erklären?
Viele Experimente beweisen, dass sich Kohlenwasserstoffe innerhalb
der Erde im Verlauf simpler anorganischer Reaktionen bilden können
– und nicht nur in der Verwesung abgestorbener Organismen, wie dies
allgemein angenommen wird. S.B. Keith vom Sonoita Research Arizona
berichtete von Kohlenwasserstoffen in heißen wässrigen Lösungen,
die sich an aktiven Plattengrenzen bilden, also dort, wo die
tektonischen Platten der Erdkruste miteinander reagieren. Dabei ist
die Entdeckung, dass Öl aus vielen ozeanischen Quellen austritt,
die über tektonischen Störungszonen liegen, und zwar kontinuierlich
und massenhaft, gar nicht mehr so neu. In der UDSSR zum Beispiel
war die abiotische Ölentstehung jahrzehntelang Lehrbuchweisheit.
Seit der Übernahme des ehemaligen Ostblocks und vor allem seiner
Ölindustrie jedoch sind die entsprechenden Bücher aus den
Bibliotheken entfernt worden. (5)
Der Geologe J. F. Kenney schrieb 2002: „Öl stammt nicht von toten
Pflanzen und Tieren, sondern wird in der Hydrierung von gemeinsamen
Gesteinen produziert, unter den Druck- und Temperaturbedingungen,
wie sie hundert Kilometer unter der Erdoberfläche herrschen (6)."
Kenney und seine russischen Kollegen postulieren, dass sich alles
Öl auf diese Weise bildet. Daraus ergibt sich, dass unerschöpfliche
Vorräte darauf warten, entdeckt und produziert zu werden.
Ölgeologen akzeptieren bereits jetzt, dass manches Öl auf diese
Weise gebildet werden könnte: „Niemand hat jemals behauptet, dass
es keine anorganischen Quellen für Öl gäbe“, sagte etwa Mike Lewan
vom US Geological Survey.
Ein kürzlich erschienener Bericht des US Department of Energy Force
on Strategic Energy Research and Development schloss, dass „neue
Daten und Interpretationen darauf verweisen, dass Öl und Gas in
Eugene Island, eine Ölexplorationskonzession im Golf von New
Mexiko, in unerschöpflicher Menge vorhanden sind.“ Und Larry
Cathles und seine Mitarbeiter schätzen in einer Studie, dass in
einem Gebiet, südlich der Küste von Lousiana, das etwa 15 Prozent
der Fläche von Österreich ausmacht, bis zu 184 Milliarden Tonnen
von Öl vorhanden sind. Das sind 30 Prozent mehr als die Menschheit
bisher in ihrer gesamten Geschichte gefördert hat! (7)
Die Destillation von Öl aus Teersanden und Ölschiefer wurde vor 30
Jahren offiziell verworfen, weil sie zu teuer sei. Nur selten hören
wir, dass einer der größten Lieferanten von Erdöl an die USA –
nämlich Kanada – etwa 20 Prozent seines Öls aus dem Athabasca
Teersand produziert. Dadurch zeigt sich, dass die Verfahren zum
Abbau und der Destillation von Öl aus Teersanden und Ölschiefer
mittlerweile vergleichbare Profite abwerfen wie die Förderung
konventioneller Öle; diese Lagerstätten müssen also in jede
Schätzung der vorhandenen Ölressourcen mit eingeschlossen werden,
doch dies wird nicht getan.
Es ist offensichtlich, dass die Ölindustrie selber die Theorie der
fossilen Treibstoffe schon seit Jahrzehnten als nicht mehr relevant
betrachtet. Wie sonst ist es erklärbar, dass die immensen Ölfelder
in der Nordsee jemals gesucht und gefunden wurden? Es gibt dort
keine mächtigen Sedimentformationen, in denen sich Erdöl hätte
bilden können. Und warum sonst bohren die Firmen 5600 Meter unter
die Erde, wie südlich von New Orleans, wo man in dieser Tiefe ein
Ölfeld („Thunder Horse“) fand, das mindestens eine Billion Barrel
Öl enthält?
Nur durch die Theorie von der Knappheit des Öls ist verständlich,
dass bei Produktionskosten von oft weit weniger als 10 US$ pro
Barrel der Weltmarktpreis etwa das Siebenfache ausmacht, ohne dass
sich die Allgemeinheit dagegen zur Wehr setzt. (8)
Quellen:
(1) Thomas Gold: The Origin of Methane (and Oil) in the Crust of
the Earth. U.S.G.S. Professional Paper 1570. In: The Future of
Energy Gases, 1993.
(2) http://www.geotimes.org/june03/NN_gulf.html
(3) R. A. Nelson: Geologic Analysis of Naturally Fractured
Reservoirs. Gulf Publishing Co. Book Div., 2nd Edition, 2001. S.
332 ff.
(4) PhysicsWeb, 14. September 2004.
(5) Dieses wurde von Professor Igor Hrnsecky, Vorstand des
Instituts für Geophysik und Hydrokarbon Potential, Universität
Bratislava, Slowakai bestätigt.
(6) J.F. Kenney, V.A. Knutchenov, N. A. Bendeliani und V.A.
Alekseev in: Proceedings of the National Academy of Sciences,
August 2002.
(7) Ellis Evans, J.C. & D. Wynn Williams: „A grat lake under
the Ice.“ In: Nature 381:644-46, 2000.
(8) http://eia.doe.gov/emeu/perfpro/oil_and_gas_production.htm
Der Text ist ein Exzerpt aus dem Artikel "Der große Ölschwindel.
Die Theorie der fossilen Treibstoffe" von Dr. Phil. Siegfried
Emanuel Tischler. Erschienen im Nexus Magazin Januar/Februar 2006
(http://nexus-magazin.de/Ausgaben/2006-2/Der-grosse-Oelschwindel).
Der Wortlaut des Autors ist weitgehend beibehalten worden.
Dr. phil. Siegfried Emanuel Tischler, Österreicher,
Geowissenschaftler und Lehrer für „Ethik der Wissenschaften”,
Gastprofessor an Universitäten in Österreich und Indonesien, hat
über 25 Jahre in der Explorationsindustrie, als Regierungsbeamter
und Akademiker auf fünf Kontinenten gearbeitet. Er lebt nun in
Indonesien, wo er seine patentierten Technologien zur Ausbringung
und umweltgerechten Entsorgung von Feststoffabsätzen in Öltanks
kommerzialisiert. Sein Interesse in der Geochemie von Kohlenstoff
hat dazu geführt, dass er die paradigmatische Genese von Öl
anzweifelt. In Vorträgen, gehalten in aller Welt, verweist er auf
die immense Bedeutung richtiger Einschätzung der Genese von Öl auf
das „Weltbild” und damit die Politik der Gegenwart und Zukunft.
Daraus hat sich auch der hier abgedruckte Artikel ergeben.
schrieb am 09.04.08 07:46:11
Wieviel Seiten hat das Buch ?????
schrieb am 09.04.08 09:01:57
schrieb am 09.04.08 13:17:37
Antwort auf Beitrag Nr.:
33.842.386 von MissCash am 09.04.08
09:01:57die Argumentation von Herrn Bardi ist weder
zwingend noch wissenschaftlich nachweisbar.
Ein Fakt ist, dass man in Laborbedingungen abiotiosch Erdgas
herstellen kann.
Fakt ist, dass man auf Grundlage der biologischen Theorie, das
nicht kann.
Herr Bardi liefert mit seinen Mikroorganismen sogar einen Ansatz,
warum die biologische Theorie Quatsch ist.
Denn alles auf der Erde, insbesondere Tierkadaver, auch sehr
kleine, werden vom Nahrungskreislauf wiederverwertet und schließen
sich sicherlich nicht unversehrt zusammen, um irgendwann zu einem
Erdölsee zu mutieren.
Und wenn Erdöl den Mikroorganismen schmeckt, dann muss man sich mit
der Förderung beeilen, bevor das ganze Erdöl von denen aufgefressen
wird.
Frage an die Biologen, wieviel Mikroorganismen findet man in
Erdöl?
schrieb am 09.04.08 18:35:47
Antwort auf Beitrag Nr.:
33.842.386 von MissCash am 09.04.08
09:01:57Miss Cash,
bevor Dir jemand was über Erdöl fressende Bakterien und CO2
erzählt, wäre dieser link aufschlussreicher:
www.gasresources.net
Schließlich wollen wir alle keinen Schnupfen bekommen, wenn wir das
nächste Mal tanken.
Stichhaltig sind experimentelle Versuche und die damit
wissenschaftliche Begründung. Siehe erstes posting. Und die
Indizienlage spielt ebenfalls mit.
Aber irgendwie hat die Argumentation von Herrn Bardi was
Charmantes, Erdöl in die Nahrungskette erdinnerer Bakterien
aufzunehmen. Damit haben wir einen weiteren Anzapfer der aktuellen
weltweiten Resourcen. Spaß beiseite - bisher immer in der
Erdgeschichte, hatten tote organische Substanzen wenig Chancen, von
Mikroorganismen so lange in Ruhe gelassen zu werden, dass diese
nach ein paar hundert Millionen Jahren zu Erdöl reifen können.
Speziell nicht von Mikroorganismen, denn diese sind überall.
Kannst Du übrigens ebenfalls experimentell nachweisen. Falls Du mal
eine tote Maus findest - nimm diese und lasse Sie drei Wochen in
der freien Natur. Nach drei Wochen schau mal, wieviel fürs Erdöl
übrig bleibt. Nach 6 Wochen überprüfe wieder.
Die Natur ist und war schon immer für eine perfekte
Wiederverwertung allen organischen Materials, ob tot oder lebendig,
von Anfang an ausgerichtet. Oder wurde welches geschützt, damit man
heute Erdölseen hat?
Das war sehr vorausschauend von den damaligen Bewohnern dieser
Erde, einen großen Anteil nicht anzutatsten, dass wir heute Erdöl
haben. Ganz brav!
schrieb am 09.04.08 20:25:32
Antwort auf Beitrag Nr.:
33.842.386 von MissCash am 09.04.08
09:01:57Und für alle des englichen nicht mächtig, der
link von MissCash einfach übersetzt.
Ugo Bardi offers a simple assessment of the abiotic theory. His
logic is so clear, and the culmination of his argument is so
cogent, that even a child could understand it.
…
“Eventually, these hydrocarbons would be metabolized by bacteria
and transformed into CO2. This would have an effect on the
temperature of the atmosphere, which is strongly affected by the
amount of carbon dioxide (CO2) in it.”
Einfache Übersetzung des links von Miss Cash, als
Gegendarstellung:
Seine Logik und seine Argumente sind so zwingend, dass es ein Kind
verstehen würde.
…
Schließlich würden diese Kohlenwasserstoffe durch Bakterien in CO2
umgewandelt, infolgedessen sich die Atmosphäre aufheizen würde.
….
Einmal der Quatsch erdinnerer Bakterien, die Erdöl fressen. Wäre es
so, dann hätten wir gar kein Erdöl, weil alles die letzten hunderte
Millionen aufgefressen worden wäre.
Realistischer ist die Infragestellung des biologischen Ansatzes.
Bevor es im Erdinnern Bakterien gibt, die Erdöl fressen. Gibt es
vorher schon deutlich mehr Mikroorganismen, die alle organische
Substanz von der Erdoberfläche fressen.
Ob diese mit Wasser oder nicht mit Wasser bedeckt ist.
Und wenn man die neuere Forschung anschaut, dann bleibt gar nichts
zum Verwerten für den biologischen Ansatz übrig. Tief im Erdinnern
frisst niemand was, höchstens am Meeresgrund oder ein paar Meter
unter der Erdoberfläche.
Und die fressen schon mal Butan, Propan etc. Kommen aber nicht an
die Rohstoffe darunter.
Und nach diesem link - neueste Wissenschaft - konnte es vor
hunderten Millionen Jahren keinen Kompost organischen Materials
geben, der jemals Eröl hätte werden können.
Und es gibt keine Bakterien mehrere Kilometer unter dem
Meeresboden, die irgendwas fressen. Außer alles organische Material
oberhalb des Meeresboden.
http://www.mpi-bremen.de/Propan_und_Butan_als_Nahrung_fuer_Bakterien_im_Meeresboden_2.html
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