mein Bericht von der WME Präsentation in Stuttgart ....keine
Kaufempfehlung
West Australian (WME) Präsentation in Stuttgart am 12.04.2008
Anwesend von WME
Rodger S Johnston, Chairman
Leon Reisgys, Technical Director
Dr. Christian Schlag, Geologe, als Consultant
Anzahl Gäste / Zuhörer: 22 Teilnehmer
Die Präsentation war aufgeteilt in 3 Teile
1. Allgemeine Unternehmenspräsentation, Rodger S Johnston,
Chairman
2. Überblick Uranvorkommen Namibia, Dr. Christian Schlag,
Geologe
3. Resourcen Darstellung und Explorationstätigkeiten WME, Leon
Reisgys, Technical Director
anschließend gab es ein Buffet (sehr lecker) mit Gelegenheit zu
persönlichen Gesprächen....dazu später mehr.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Martin Stephan (Wahrer
Wohlstand), der auch die Veranstaltung organisiert hatte.
Rodger S Johnston, Chairman von WME, stellte die bereits bekannte
WME Präsentation vor (auf der homepage von WME verfügbar).
Also zunächst nichts Neues, allerdings wurden 2 Dinge besonders von
Ihm hervorgehoben. Zum Einen, ein Übersichtsblatt genannt „from
Claim to Steckdose“, was ein Lächeln der Zuhörer entlockte. Im
Prinzip ist dies eine Auflistung der wesentlichen Punkte die ein
Explorationsunternehmen durchschreitet vom Start bis zur
endgültigen Produktion (den meisten sicher bekannt)
From Claim to Steckdose
- Seaming a Projekt
- Exploration
- Deposit Discover and Resource Calculation ß hier steht aktuell
WME
- Feasibility Studies
- Construction and Mining
- Sale of Product and Processing
- Power Generation and “Steckdose”
Der Zweite und aus meiner Sicht wichtigere Punkt den H. Johnston
hier ausführlicher beleuchtete, war der Vergleich der Entwicklung
eines Explorers wie WME mit dem bisherigen Verlauf der Entwicklung
des Unternehmens URAMIN.
Anhand eines Charts, der mir leider nicht zur Verfügung steht, hat
H. Johnston die Entwicklung von URAMIN dargestellt (hab versucht
das zu skizzieren, siehe Grafik)
Entscheidend für mich war hierbei, dass H. Johnston wohl mit einer
Übernahme durch AREVA rechnet und dem positiv gegenüber steht,
sofern sich die Explorationstätigkeiten und Resourcen wie
angenommen bestätigen. Auch im anschließenden persönlichen Gespräch
nach der Präsentation mit H. Reisgys (WME Technical Director) wurde
dies nochmals klar erkennbar. Man ist zwar nach eigener
Einschätzung in der Lage das Projekt bis zur eigenen Mine und
Processing weiterzuführen, aber es wurde auch aus meiner Sicht
unmissverständlich deutlich, dass man eine Übernahme in einem
Stadium ähnlich wie bei URAMIN positiv hinnehmen würde.
Dr. Schlag, Geologe und Consultant für WME, übernahm den nächsten
Part und gab einen sehr guten Überblick über die aktuellen
Uranvorkommen in Namibia und die dort tätigen Unternehmen. Aus
meiner Sicht (geologischer Laie) ein sehr kompetenter Fachmann, der
sehr verständlich die einzelnen Uranlagerstätten und Unternehmen
beleuchtet hat. Ich persönlich habe jetzt auch als Laie gute
Erkenntnisse erlangt.
Inwieweit H. Schlag hier objektiv und unabhängig seine
Einschätzungen abgegeben hat, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Aber um es vorweg zu nehmen: WME besitzt wohl eines der
aussichtsreichsten und wirtschaftlichsten Uranvorkommen in diesem
namibischen Gebiet.
Zunächst erläuterte H. Schlag anhand einer radiometrischen Karte
das Gebiet Namibia mit seinen diversen Uranstätten. Hierbei hat H.
Schlag sehr anschaulich das Marenica Projekt von WME dargestellt
und mit den anderen Uran-Exploreren und bereits teilweise tätigen
Uranunternehmen verglichen.
Zur Zeit gibt es 49 Konzessionen in Namibia.
1. Rio Tinto (Rossing Mine) hoch profitabel.
2. Bannermann (Xemplar), hier ist nach seiner Einschätzung das Uran
sehr unwirtschaftlich abzubauen. Zum einen weil die geografische
Beschaffenheit des Gebietes einer Mondkrater ähnlichen Struktur
gleicht (wurde durch eigene Fotos belegt) und das Uran in
geologisch ungünstigen Anhäufungen vorliegt. Man kann dies
vergleichen mit einem DinA4-Blatt Papier das senkrecht im Boden
steckt und in unregelmäßigen Abständen in dem entsprechenden Gebiet
verteilt ist. Dadurch werden die Bohrungen nicht senkrecht sondern
in einem Winkel schräg in der Erde ausgeführt.
3. Langer Heinrich (Paladin), Produktion seit 2006, 1200 Tonnen
Uran p.a. zusammen mit Deep-Yellow wird an einer Erweiterung im
Süden ges Gebietes gearbeitet. Der Paleo-Chanel von Langer Heinrich
ist auch auf einer Karte als Vergleich mit dem Paleo-Chanel von
WME’s Marenica Projekt abgebildet und verdeutlicht das enorme
Potential, laut H. Schlag, das im Marenica Projekt steckt.
4. Valencia (Forsys), Produktion geplant in 2009, 1300 Tonnen Uran
p.a. bisher sind jedoch keine Minenaktivitäten erkennbar. Auf Fotos
die H.Schlag vor ca. 2-3 Monaten vor Ort gemacht hat ist lediglich
eine Halle zu sehen, in der die Bohrkerne etc. gelagert sind.
Ebenso scheint das Wasserproblem nicht gelöst. Die Weiterführung
der Wasserpipeline von Areva wäre nach Ansicht von H.Schlag sehr
kostenintensiv, da auf Grund der geografischen Lage von Valencia
(das Gebiet liegt um einiges höher) aufwändige Pumpen etc.
installiet werden müssten.
5. Rössing Mine (Rio Tinto), Produktion seit 1976, 4500 Tonnen Uran
p.a. maximal, zur Zeit ca. 3700 Tonnen p.a. hoch profitabel und zur
Zeit arbeitet man an einer Erweiterung des Gebietes. Ausserdem gibt
es eine 15%-ige Beteiligung des Schahs von Iran....daher stammt das
Uran, wen wunderts?
6. Uramin Trekkopje (jetzt Areva), Produktion Start Ende 2008, 3800
Tonnen Uran p.a. Besonderheit: Eigene Wasserversorgung durch
Tiefenbohrung (Grundwasser + Entsalzungsanlage) 60000m3 Wasser
täglich verfügbar. Wichtiger Punkt für WME: Die Wasserpipeline
verläuft an der Grenzen zwischen den nebeneinander liegenden
Gebieten von Trekkopje und Marenica, so dass eine Wasserversorgung
für WME gute Chancen hat zumal diese Wasserquelle zu 50% dem Staat
Namibia und 50% Areva gehört.
7. Marenica (WME), Produktion geplant 2012, bisherige konservative
Fördermenge von 1500 Tonnen Uran p.a. geologisch wirtschaftlicher
Abbau möglich, da Fläche sehr eben und homogen. Nimmt man Langer
Heinrich zum Vergleich, dann sieht man alleine schon auf Grund der
Größe des Marenica Gebietes und der bisherigen
Resourcenschätzungen, dass hier eine Vervielfachung der
Uranvorkommen mehr als wahrscheinlich ist. Zu genaueren Zahlen ließ
sich leider keiner der 3 Herren ein. Lediglich H. Reisgys sagte mir
im persönlichen Gespräch, dass wir in den nächsten Wochen und
Monaten mehr als positive Nachrichten von WME hören werden.
Primär und Sekundär Uranvorkommen. Der Paleo-Chanel beinhaltet
hauptsächlich Sekundär-Uran, wobei das Gebiet nördlich der
Priority-Area Primär-Uran beinhaltet.
Da wir immer über Primär und Sekundär Uran diskutieren, habe ich
hier bei H.Schlag explizit nachgefragt, welche Unterschiede denn
hier bestehen. Einfache Antwort: Primär-Uran ist im Gestein
eingeschlosssen, wohingegen das Sekundär-Uran dadurch entsteht,
dass loses Gestein im laufe der vielen Jahre von „Uran“ umspült
wurde, das Gestein sich dann allmählich verdichtet. Meine Frage
nach der Wirtschaftlichkeit wurde von H. Schlag und von H. Reisgys
eindeutig mit Kostenvorteilen für Sekundär-Uran beantwortet. Das
Gestein ist einfach abzubauen bzw. in der Mine kostengünstiger zu
verarbeiten, da lockerer. Der Urangehalt bei Sekundär-Uran ist
wesentlich höher als bei Primär-Uran, sodass weniger Gestein für
die selbe Menge abgebaut werden müsste. Primär-Uran würde laut H.
Schlag dann abgebaut, wenn der Uranpreis relativ hoch und
wirtschaftlich wäre. Dadurch ließe sich die wertvolleren
Sekundär-Uranvorkommen „schonen“ für Zeiten in denen Uranpreise
tiefer sind und somit eine wirtschaftliche Produktion stärker im
Fokus stehen würde.
Den Abschluß der Präsentation bildete H. Leon Reisgys, Technical
Director von WME. Sehr interessante Erläuterung der Aktivitäten und
bisherigen Ergebnisse anhand der Karten die auch in der
Präsentation auf der WME-homepage zu sehen sind. Der Paleo-Chanel
ist vergleichbar einem Flussbett, das statt Wasser uranhaltiges
Gestein führt. Der paleo-Chanel von Marenica ist wie bereits schon
erwähnt verglichen mit dem Chanel von Langer Heinrich um ein
vielfaches größer. Laut ersten Analysen ist das Uran ähnlich
gelagert wie in der Rossing Mine von Rio Tinto, jedoch mit einem
gravierenden Unterschied, nämlich dass sich auf dem Marenica Gebiet
4-5 Alaskit Rocks befinden. Die bisherigen Bohrergebnisse weisen
ausserdem einen fast doppelt so hohen Urangehalt auf wie z.B.
Trekkopje (zum Vergleich: WME Marenica über 200ppm, Trekkopje ca.
120ppm). H. Reisgys bezeichnet Trekkopje als low cost Uranproduzent
mit ca. 20$ Produktionskosten pro Pfund Uran, daher ist er sehr
zuversichtlich, dass WME bei ähnlichen Produktionskosten wesentlich
wirtschaftlicher sein wird. Hinzu kommt, und das ist meines Wissens
nach noch in keiner Rechnung bzw. Veröffentlichung enthalten, dass
mir H. Reisgys im anschliessenden persönlichen Gespräch mitteilte,
dass pro 3 Pfund gefördertem Uran je 1 Pfund Vanadium gefördert
wird, bei den heutigen Vanadium-Preisen eine nicht zu
unterschätzende zusätzliche Einnahmequelle.
Die weiteren Aktivitäten sind nach Plan wie in den
Präsentationsunterlagen aufgeführt. Noch im April wird es eine
Meldung zur neuen „target range“ geben.
Mitte des Jahres, Juni / Juli 2008, werden die erwartenden
Ergebnisse der Gebiete ausserhalb der Priority Area bekannt
gegeben. Bis spätestens Ende diesen Jahres wird es auch eine neue
Kalkulation nach JORC Standard geben.
der Durchmesser der roten Kreise gibt die Höhe der
Urankonzentration an
Karte der aktuellen Aktivitäten
1 Priority Area
2 + 3 sind die Gebiete aus denen wir in den nächsten Wochen die
Resourcen Ergebnisse erhalten werden
4 dieses Gebiet wurde jetzt kartografisch zu Fuß erfasst, auf
Nachfrage an H. Reisgys muss man sich das so vorstellen, dass ein
Geologe des komplette Gebiet abgeht und die Gesteine beurteilt und
bewertet, nach den ersten Bewertungen wird in diesem Gebiet
Primär-Uran erwartet.
Die aktuellen Bohraktivitäten werden sich aber vorerst aus
Kostengründen auf die Gebiete 1-3 beschränken. Da Bohren ein
enormer Kostenfaktor ist, sehen wir hier auch das größte Problem
von WME....nämlich Geldbeschaffung.
Zum Thema Geldbeschaffung wurde nach dem Vortrag von H. Reisgys die
Frage der künftigen Finanzierung von WME an H. Johnston gestellt.
H. Johnston versicherte, dass WME das Thema sehr ernst nimmt,
Kontakte zu Investoren sucht und das weltweit, besonders erwähnt
hat er Nordamerika, ohne hier allerdings konkrete Namen zu nennen.
In meinem persönlichen Gespräch mit H. Reisgys nach dem offiziellen
Teil habe ich erfahren, dass das WME Team in dieser Woche auch in
Frankfurt war. Dort wurde ebenfalls eine Unternehmenspräsentation
gehalten in einem sehr kleinen Kreis von Investoren (5-6 Leute). H.
Reisgys sprach von Funds-Investoren, wollte aber keine Namen
nennen....leider.
Beide, sowohl H. Johnston wie auch H. Reisgys, haben mehrfach
betont, dass die künftigen News und Resourcen-Updates ihnen mit
Sicherheit zu weiterem Kapitalfluß verhelfen werden. Ich bin ja mal
gespannt ob die Informationspolitik von WME in den nächsten Monaten
ausgeweitet wird....mein geäußerter Missmut an H.Reisgys bezüglich
der spärlichen Infos der vergangenen Monate wurde von Ihm mit dem
Satz kommentiert: Es wird künftig eine Flut an guten News und
Informationen von WME zu erwarten sein, davon ist er fest
überzeugt. Dies klang für mich auch sehr offen und ehrlich,
überhaupt war H. Reisgys ein sehr offener und sympathischer
Gesprächspartner, der mir sogar auf Grund meiner Nachfrage nach dem
nördlichen Gebiet des Priority-Areals (da wo das Primär-Uran
vermutet wird) anhand einer von seinen Spezialisten erstellten Map
die Vorgehensweise und den aktuellen Stand exklusiv erklärt
hat.
Abschliessend lautet mein Fazit: Die Resourcen und die Arbeit des
WME Teams werden uns mit Sicherheit noch viele positive
Überraschungen bringen. Die nächsten Wochen und Monate werden es
zeigen. Einzig die Kapitalknappheit ist aus meiner Sicht ein
kleiner Wermutstropfen.
Hier noch ein Auszug aus dem Anual-Report von 2007, hier sind die
bisherigen Investoren und Optionsbesitzer aufgelistet (kompletter
Report lag zum mitnehmen aus, ist aber auch auf der WME-homepage
verfügbar)
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