Achtung - jetzt werden auch Zinsen für Short-Positionen
fällig
Vor ein paar Monaten sind die Konditionen seitens Saxobank
angepasst worden. Bis dahin waren nur für Longpositionen
Finanzierungszinsen zu zahlen. Für Short-overnight-Positionen
erhielt der Kunde Zinsen in Höhe von Marktzins(z.B. EONIA) minus
2,5%-Punkte. Fiel der Marktzins unter 2,5% und tiefer, wäre halt
weniger, bis gar kein Zins mehr an den Kunden gezahlt worden. Durch
die Änderung der Konditionen kann dem Kunden nun ein nach
obenstehender Rechnung entstehender Negativzins dem Kunden als Soll
in Rechnung gestellt werden.
Eine auf den ersten Blick sehr kluge Entscheidung seitens Saxo.
Dadurch erhalten die sich die bisherigen Margen aus dem
Finanzierungsbereich.
Für den Euro-Währungsraum dürften nun also in geringem Umfang
Zinsen fällig werden.
Viel drastischer fällt das Bild für die USA aus. Mit quasi Nullzins
werden dort für offene Positionen 2,5% auf den Positionswert
fällig. Was zunächst nicht nach viel klingt,ist in der Jahressumme
recht gewaltig.
Perfide dabei:
In der Eingabemaske werden die "Zinsen" bei eingegebenen Orderdaten
angezeigt. Bei Long-Positionen funktioniert das auch. Bei
Short-Positionen wird aber Null angezeigt.
Daher vermute ich, dass viele erst noch eine kleine Überraschung
zum Beginn des neuen Jahres erleben werden.
Aus dem Grunde die kleine Warnung von meiner Seite.
Ich selbst ziehe die Konsequenzen und werde mehr bei CMC Markets
handeln und dies vor allem bei US-Orders. Bei CMC gibt es
schlimmstenfalls Nullzins.