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ProSiebenSat.1 ... TV - FATAL

eröffnet am 18.05.08 15:22:58 von
Durlacher

neuester Beitrag 08.01.14 11:07:35 von
xby
Beiträge: 4.067
ID: 1.141.333
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Gesamt: 577.079


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Durlacher
schrieb am 18.05.08 15:22:58
Beitrag Nr. 1 (34.119.450)
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Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Die Experten des Börsen-Journals \"Wertpapier\" empfehlen die Aktie von ProSiebenSat.1 Media (ISIN DE0007771172/ WKN 777117) zu verkaufen. Die Verwandlung vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan sei grandios geglückt: Einschaltquoten von bis zu 25%, Rekordpreise für Spots in den Werbeblöcken. Mit der selbstproduzierten Telenovela \"Verliebt in Berlin\" habe Sat.1 im Jahr 2006 Maßstäbe gesetzt. Der Weg aus dem Schuldentief schien vorgezeichnet, so die Experten von \"Wertpapier\". Doch nun sei der Glanz verblasst. Im 1. Quartal 2008 sei das Unternehmen nach herben Einbrüchen bei den Werbeerlösen in die roten Zahlen gerutscht. Nach 42 Mio. Euro Gewinn im Vorjahreszeitraum belaufe sich der Vorsteuerverlust nun auf 8,5 Mio. Euro. Dennoch würden sich die Mehrheitseigner KKR und Permira eine spürbar höhere Dividende gönnen und Konzernchef Guillaume de Posch glaube an ein Gewinnwachstum im Gesamtjahr. Dies wäre allerdings der Stoff für ein weiteres TV-Märchen. Denn im 2. Quartal fehle der positive Schub durch Ostern. Im saisonal schwachen 3. Quartal kämen zudem die Fußball-EM und die Olympischen Spiele erschwerend hinzu. Die Werbeeinnahmen dürften weiter sinken, die Aktie ebenfalls. Daher raten die Experten von \"Wertpapier\" die Aktie von ProSiebenSat.1 Media zu verkaufen. (Ausgabe 10) (15.05.2008/ac/a/d)
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Durlacher
schrieb am 18.05.08 15:24:51
Beitrag Nr. 2 (34.119.457)
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ProSiebenSat.1 … TV - FATAL



Von Klaus Boldt und Michael Freitag


Unter freundlicher Mithilfe seines Managements lässt sich der Münchener Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 von Finanzinvestoren nach Strich und Faden ausnehmen. Dem Sender bekommt dieses Konzept denkbar schlecht.


Nachsichtig bis zur Schwäche gegen die rigorosen Launen seiner Gesellschafter hat Guillaume de Posch (50) die von ihm geleitete ProSiebenSat.1 Media AG (P7S1) aus Unterföhring bei München in eine schlimme Lage gebracht. Die Ansprüche des Belgiers auf den Titel eines verkannten Genies dürfen damit als gründlich untersucht und endgültig abgewiesen gelten.


Die Sache ist schnell erzählt: Auf Geheiß oder einen Wink hin, zumindest aber ohne Einspruch seiner Machthaber, der international operierenden Firmenhändler KKR und Permira, hatte Monsieur de Posch im vergangenen Sommer die SBS Broadcasting aufgebracht, eine über den ganzen europäischen Kontinent gut verteilte Gruppe jener seltsamen kleinen Sender, auf die man im Urlaub immer stößt, wenn man im Hotel an der Fernbedienung fummelt.

Guillaume de Posch war bereit gewesen, einen Preis zu bezahlen, der nach allgemeinem Dafürhalten mehr als großzügig, vielleicht aber sogar angemessen war, den sich P7S1 jedoch mit Sicherheit nicht leisten konnte: nämlich 3,3 Milliarden Euro, jeder einzelne davon bei den Banken gepumpt.

KKR und Permira erhoben keine Einwände. Im Gegenteil, sie klatschten aufgeregt in die Hände: Schließlich hatten sie den Münchenern SBS angedreht. Denn SBS kontrollierten sie auch. Eine schöne Bewandtnis hatte es also mit den damaligen Vorgängen.

Strategisch gesehen war die Übernahme gar nicht einmal ganz ohne Sinn, wenngleich bis dahin niemand den Eindruck gehabt hatte, dass den Münchenern SBS irgendwie gefehlt hätte. Aber die Vorstellung, sich über die Landesgrenze hinaus aufzublasen, ohne aufs Geld schauen zu müssen, entwickelte einen umso größeren Reiz, je länger man über sie nachdachte.

Inzwischen allerdings nehmen die Geschehnisse eine dramatische, ja gefährlich-abenteuerliche, wenn man es recht besieht sogar lehrreiche Wendung: Nachgerade beispielhaft kann man beobachten, welch unschöne Folgen es für ein Unternehmen hat, das sich in der Gewalt von Eigentümern befindet, die nichts unterlassen, was ihren Profit erhöhen, und alles verhindern, was ihn schmälern könnte, und deren Rechnung vom schnellen Geld dennoch nicht aufgeht.

Schon versuchen Banken, ihre ProSieben-Kredite loszuwerden, Aktionäre donnern "Plünderung!", Meinungen platzen aufeinander, Überzeugungen poltern los: Es geht um Wertevernichtung in großem Stil und darum, ob der neue europäisch-bajuwarische TV-Gigant womöglich doch nur ein sehr kleiner Riese ist.


Die von Milliardengewinnen verwöhnte Beteiligungsgilde ist in Not. Viele der großen Wichtigtuer in der Szene wirken plötzlich gar nicht mehr so clever. Wie die Anfänger haben Firmenjäger mit Immobilienkrediten Milliarden verspielt. Die Helden von KKR mussten die Werkstattkette ATU mit über 100 Millionen Euro fitspritzen; die Dynamitfischer von Permira mühen sich, diverse Fehlinvestments mit einer horrenden Sonderdividende ihrer Textiltochter Hugo Boss auszugleichen.


Die Beteiliger sind knapp bei Kasse, sie brauchen Bares. Schnell. Sehr schnell. So schnell, dass sie ihre Forderungen, wenn nötig, auch gegen den Widerstand des Managements durchsetzen.

Aber was heißt Widerstand?

Guillaume de Posch zum Beispiel ist kein Widerständler. Er ist eine Führungspersönlichkeit. Er hält den Finger aus der Tür, prüft die Windrichtung und führt die Firma in verschiedene Richtungen. Er ist einer von diesen schmalen, kaltäugigen Vögeln, wie man sie aus Baubehörden und Besserungsanstalten kennt. Aber er besitzt in der Innung einen guten Ruf.

Gewiss, als fantasievoller Gestalter der Branchenverhältnisse ist er noch nicht hervorgetreten, und seine Redeweise erscheint nicht dazu angetan, sich von ihr mitreißen zu lassen. Weder im Fernseh- noch im benachbarten Internetgewerbe hat der Belgier berichtenswerte Experimente angestellt; auf Blitzvorstöße in neue Geschäftsfelder verzichtet er, von Erkenntnissen auf dem Gebiet der medialen Waghalsigkeiten ganz zu schweigen.

Aber er ist ein fixer Denker, das muss man sagen. Und sein Selbstbewusstsein ist von so knisterndem Gepräge, dass es der Kälte schon recht nahe kommt. Au fond de son coeur verspürt er überhaupt keine Neigung, sich in Sachen, die er besser versteht, hineinreden zu lassen.



"Wir optimieren unsere Prozesse permanent, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sagt er mit der beruhigenden Förmlichkeit eines Flugkapitäns, der die Verspätung mit Umständen entschuldigt, für die er nichts könne, die aber auch nicht schwerwiegend seien, weshalb man das Ziel pünktlich erreiche. Vielen seiner Äußerungen ("müssen Prozesse optimieren") haftet das Odium des Strategisch-Schwatzhaften an. Was er will? Das Richtige wohl.

Seine Lieblingsfloskel ist "Am Ende des Tages". De Posch sitzt in einem der schmucklosöden Besprechungsräume der P7S1-Zentrale im Gewerbegebiet München-Unterföhring und sagt: "Am Ende des Tages geht es um die Frage: Was ist Kerngeschäft und was nicht?"

Aus seiner Sicht beklagenswert ist eigentlich gar nichts. Guillaume de Posch steht in der Tradition der Optimisten. Am Ende des Tages läuft sich alles zurecht. SBS mit seinen rund 40 TV- und Radiostationen in zehn Ländern sei eine wunderbare Ergänzung des hiesigen Angebots (ProSieben, Sat.1, Kabel 1, N24), mit dem die Münchener 42 Prozent des TV-Werbemarktes kontrollieren.

Gemeinsam, sagt er, steige man hinter der herrschenden, indes fast doppelt so großen RTL-Gruppe zur Nummer zwei in Europa auf - jedenfalls wenn man, wie er, die größere Mediaset in Rom nicht mitzählt: "Ich bin sicher, unsere Gruppe ist in Europa einzigartig."

Theoretisch hat der Mann damit nicht ganz unrecht, praktisch aber kommt seinen Showbetrieb SBS teuer zu stehen: Die Kennzahlen aus der aktuellen Jahresstatistik haben bei den Münchenern trotz gegenteiliger Auskünfte keine Freudensprünge auslösen können.


Das operative Geschäft zeigte sich im vergangenen Jahr zwar munter belebt. Die Einnahmen kletterten, beflügelt durch SBS, auf 2,7 Milliarden Euro, der Reingewinn legte gleich um frische 12 Prozent auf 273 Millionen Euro zu.

Doch die Bilanz wird von inzwischen 3,4 Milliarden Euro Schulden geradezu grotesk verunstaltet. Allein die Zinsen vertilgen etwa 60 Millionen Euro: im Quartal! Der Konzern biegt sich unter schwerer Last, Nieten knallen aus dem Zahlenwerk.

Von dem schönen Gewinn bleibt wenig übrig: De Posch und sein Finanzchef Lothar Lanz (59), der im Juni von dem ehemaligen O2-Mann Axel Salzmann (49) abgelöst wird, müssen eine Kartellstrafe von über 120 Millionen Euro in Abzug bringen, verhängt wegen unsauberer Praktiken beim Werbezeitenverkauf.

Hinzu kommen etwa 70 Millionen Euro verschiedenster Abschreibungen auf den SBS-Preis: Diese sogenannten Kaufpreisallokationen werden in den nächsten Jahren ein unangenehmer bilanzieller Begleiter bleiben. Der Jahresüberschuss jedenfalls sank wie betäubt auf 89,4 Millionen Euro.


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Auch auf dem Kapitalmarkt fand de Poschs Gewaltakquise aus Gründen, die nur er nicht versteht, keinen Beifall. Seine Strategie blieb ohne Überzeugungskraft, in Scharen nahmen die Anleger Reißaus. Seit der Übernahme von SBS hat sich der P7S1-Kurs ungefähr halbiert. Rund drei Milliarden Euro verpufften: Der Konzern ist nach der Fusion weniger wert als vorher.

Und was sagt de Posch?

Man müsse das langfristig sehen.

Trotz beziehungsweise wegen der offenkundigen Malaise erhöht das Unternehmen seine Dividende um 40 Prozent. Rund 270 Millionen Euro werden ausgeschüttet. Dreimal mehr, als P7S1 im vergangenen Jahr verdient hat.

Der Verdacht liegt nahe, dass Maître de Posch weniger am Wohlergehen von P7S1 interessiert ist als an dem seiner Aktionäre, namentlich an dem von KKR und Permira, die nun 170 Millionen Euro Dividende einstreichen. "Die nehmen uns aus", zischt ein P7S1-Manager.

Chefkämmerer Lanz lässt keinen Zweifel daran, wer die Dividende ("Darüber entscheiden die Gesellschafter") veranlasst hat. Einer seiner Vertrauten sagt, "Lanz hätte sicher länger überlegen müssen, wenn ProSieben nicht die Chance hätte, die eine oder andere Tochter zu verkaufen."


Die bayerische Sendergruppe hatte zeit ihres Bestehens wenig Glück mit ihren Gesellschaftern: Leo Kirch (81), unter dessen Kontrolle sie sich bis zu seinem Falliment befand, hatte sie für allerlei geschäftliche Tricksereien genutzt. Ein gewisser Haim Saban (63), Kleinmogul aus Hollywood, konnte sie 2003 für 525 Millionen Euro aus den Trümmern der verwüsteten Kirch-Gruppe bergen.

Der Amerikaner drillte die Belegschaft auf Kostendisziplin, investierte nur noch sporadisch ins Programm und verkaufte seine Anstalt 2006 für fast drei Milliarden Euro an KKR und Permira.

Man fragte sich: Was wollen Finanzinvestoren mit einer Firma, die schon von einem Finanzinvestor gemolken worden war? Nun, sie wollten sie noch einmal melken.

Eine Übernahme durch den Mitgesellschafter Axel Springer Verlag war zuvor vom Kartellamt untersagt worden. Im Dezember 2007 hat sich das Berliner Verlagshaus schließlich ganz aus P7S1 zurückgezogen und seinen 12-Prozent-Anteil für 510 Millionen Euro an KKR und Permira verkauft. Die Hauptgesellschafter hatten an der ursprünglich verfolgten Idee, die 12-prozentige Springer-Beteiligung an P7S1 gegen einen 30-Prozent-Anteil an ihrer P7S1-Holding Lavena zu tauschen, plötzlich kein Interesse mehr gezeigt.

"Die haben uns SBS total überteuert reingeschoben, das war strategisch alles ohne Sinn", bellt ein hoher Springer-Offizier. "Zum Glück kamen wir noch zu einem halbwegs guten Preis raus."

Für die scharf kalkulierenden Finanzinvestoren erweist sich das flatterhafte und konjunkturanfällige Fernsehen als gefährliches Gewerbegebiet: Den Firmensammlern, die ihren Investoren schon mal Renditen von über 20 Prozent versprechen, droht in München ein Debakel.



Dabei hatte alles recht verheißungsvoll begonnen. Im Sommer 2005 waren Permira und KKR bei der in Amsterdam heimischen Senderfamilie SBS eingefallen. Der Kaufpreis erschien zwar hoch: Die 2,1 Milliarden Euro inklusive Schuldenübernahme entsprachen dem 15-fachen Ebitda. Aber derlei Multiplikatoren waren nichts Ungewöhnliches.

Erfahrungsgemäß ließ sich ja schnelles Geld machen: Übernahme mit Fremdkapital finanzieren, Schulden dem Sender aufladen, das von hohen Zinszahlungen einstweilen unbelastete Ebitda hochprügeln, Zigarre anzünden und auf steigende Preise warten. Es ist so einfach, dass ein Kind es versteht.

SBS und P7S1 galten schon längere Zeit als ideales Gespann, und irgendwann entzündete die Idee auch die Fantasie der Permira- und KKR-Leute: Eine Firma kauft die andere, gemeinsam sind sie mehr wert als allein und können anschließend mit hohem Gewinn verkauft werden. Von "buy and build" sprechen die Firmenhändler. Es ist ihr kleines Einmaleins.

Und so bemächtigten sich Permira und KKR im Dezember 2006 zunächst der Aktienmehrheit von P7S1, um schon wenige Monate später den Altbestand SBS übernehmen zu lassen für 3,3 Milliarden Euro. Das waren 1,2 Milliarden Euro mehr, als KKR und Permira selbst bezahlt hatten.

Ein schöner, glatter Deal, wie Finanzinvestoren ihn lieben? Nicht ganz. Von Anfang an stand das Geschäft unter Kungelverdacht; natürlich hatte man allerlei Maßnahmen getroffen, um diesen Verdacht auszuräumen: zumal Permira- Fonds 3 als Verkäufer und Permira 4 als Käufer auftrat. Ärger drohte von misstrauischen Investoren. Doch trefflicherweise verbuchte SBS gleich im ersten Jahr einen Ebitda-Zuwachs von 40 Prozent und hatte so nach Branchenlogik den hohen Aufpreis gerechtfertigt.

Dennoch protestierten P7S1-Aktionäre auf der Hauptversammlung gegen den "unverschämten Kaufpreis" und die "Plünderung", und längst haben auch die Investoren von KKR und Permira selbst Anlass, unruhig zu werden.

Dies gilt in Sonderheit, nachdem die Firmenjäger 27 Prozent ihrer Beteiligung an P7S1 abschreiben mussten. Von den gut 700 Millionen Euro Eigenkapital, die sie jeweils in die Übernahme einschossen, bleiben nur noch etwas mehr als 500 Millionen Euro. Der Verlust könnte durchaus noch steigen. Ein mit den Vorgängen vertrauter Finanzexperte schließt weitere Abschreibungen nicht aus: "Die Stimmung in Bezug auf Firmenwerte ist seit Jahresende eher weiter gesunken oder gleich geblieben."

KKRs börsennotierter und an P7S1 beteiligter Fonds KPE verlor allein im vierten Quartal vergangenen Jahres 5,5 Prozent seines Wertes. Angesichts dieser misslichen, für eine Größe wie KKR überdies rufschädigenden Lage bat Co-Chairman George Roberts seine ebenso gierigen wie nervösen Anleger um Geduld: "Wir glauben, KPE ist auf dem Weg zu einem guten Langfristergebnis."

Doch die Multiplikatoren, mit denen Firmenhändler ihre Beteiligungen bewerten, sanken binnen sechs Monaten von einem Rekordniveau auf den niedrigsten Stand seit acht Jahren. Die Probleme bei KKR häufen sich.

Ein P7S1-Ausstieg ist mittlerweile in weite Ferne gerückt. KKR-Principal Philipp Freise fürchtet bereits, die Beteiligung womöglich weitere fünf bis sieben Jahre halten zu müssen. P7S1, sagt er, sei sein riskantester Deal gewesen.

"Life is risk, come on", röhrt ein KKR-Kontrolleur aus dem P7S1-Aufsichtsrat. Er möchte das unangenehme Zitat seines Kollegen aus der Welt schaffen. Aber die SBS-Übernahme ist kaum den Meisterstücken des Heuschreckengewerbes zuzurechnen. In London, schnauft ein namhafter Banker, "schütteln sie über KKR nur noch den Kopf".

Rund 240 Millionen Euro an Zinsen muss ProSiebenSat.1 jährlich aufbringen - und hat damit doch noch keinen Cent getilgt. Die Banken haben sich auf einen sogenannten Bullet eingelassen: Der gesamte Kredit wird erst am Ende der Laufzeit in einem Schuss fällig.

Theoretisch müsste de Posch, während er fleißig Zinsen zahlt, auch noch genug verdienen, um alle Zukunftsinvestitionen zu bezahlen, während er 400 Millionen Euro jährlich auf die Seite legt, damit er den Kredit bei Fälligkeit 2015 ablösen kann. Wie ihm das bei einem jährlichen Reingewinn von zuletzt 89 Millionen Euro gelingen will, bleibt eines der Rätsel seiner guten Laune. "Unsere Schulden sind endfällig", lächelt er, "wir haben hier keinen Druck. Aber wir wollen sie natürlich sukzessive reduzieren."

Indessen ist die Eigenkapitalquote von 64 auf 16 Prozent gestürzt, auf die Verkaufsliste gesetzt wurden der skandinavische Bezahlkanal C-More, die holländische Zeitschrift "Veronica" und dazu die größte Geschäftseinheit des Hauses, die Produktionssparte PSP mit rund 1000 Mitarbeitern.

Doch man kann nicht gerade sagen, dass die Interessenten P7S1 die Tür einrennen. Wochenlang verhandelten de Posch und Lanz exklusiv, aber ergebnislos mit einem Konsortium von IBM und der früheren BBC-Tochter Red Bee über einen PSP-Verkauf. Schließlich übernahm IBM das in der Produktionssparte gebündelte IT-Geschäft mit 170 Mitarbeitern, auf dem Rest blieb P7S1 sitzen.

KKR und Permira waren von den Anstrengungen zumal des Finanzchefs wenig angetan. Was nicht dazu beitrug, dass sie dessen Entschluss, das Unternehmen nach zwölf Jahren zu verlassen, bedauerten. Im Gegenteil, andernfalls hätten sie nachgeholfen. Die Skepsis beruht auf Gegenseitigkeit. Öffentlich ist Lanz loyal, intern aber klagte er, dass er von KKR und Permira ständig mit Benchmarks behelligt würde, die er nicht erreichen könne. Namentlich die deutsche Zentrale, heißt es, erscheine den Gesellschaftern "überbesetzt".

Große Erwartungen knüpft Vorstandschef de Posch an die "Synergieeffekte", die sich mit SBS erzielen ließen. Der Öffentlichkeit ließ er selbige bei einer Aufzeichnung der ProSieben-Show "The Next Uri Geller" vorführen: In einem Kölner Studio stellte man mit denselben Technikern und Kameraleuten erst die deutsche, dann die holländische Version her. Nur das Publikum, die Kandidaten und die Scheinwerferfarbe mussten gewechselt werden.

Nun liegen die Kosten einer solchen Produktion bei 500.000 Euro. Starke Wirkungen dürfte der Spareffekt kaum entfalten bei einem, der mit 3,3 Milliarden Euro in der Kreide steht. Und warum muss man sich extra eine TV-Senderkette kaufen, um eine Show billig zu produzieren?



Gänzlich unerforscht ist auch, wie weit sich die internationale Verbreitung eines TV-Formats überhaupt treiben lässt. In der Branche gilt die Faustregel, dass an der eigenen Grenze der Export meist endet: Nicht alle Völker lieben die Uri-Geller-Show, so wie sie nicht die P7S1-Sangeskünstler Roger Cicero oder die Monrose lieben, die nun kostensparend SBS-Sendezeit füllen sollen.

Aus einem internen McKinsey-Gutachten ("Creating the Leading Pan-European Media Group") geht hervor, dass auch die beratenden Banken die Möglichkeiten der gegenseitigen Förderung vor dem Kauf von SBS höchst unterschiedlich bewertet haben.

Während die Deutsche Bank und die Citigroup von bis zu 45 beziehungsweise 40 Millionen Euro im Jahr ausgingen, kamen Morgan Stanley und Merrill Lynch nur auf 33 beziehungsweise 25 Millionen Euro. McKinsey meinte abschließend: Irgendwie haben alle recht. Das war es, was de Posch hören wollte.

Die (inzwischen erfolgte) Schließung der SBS-Zentrale in Amsterdam war Dokumenten zufolge mit Einsparungen von 20 bis 25 Millionen Euro veranschlagt. Laut Deutscher Bank konnte P7S1 beim Programm noch einmal den gleichen Betrag erzielen.

Wie Guillaume de Posch auf Synergieeffekte von 80 bis 90 Millionen Euro kommt, die er ab 2010 jährlich erreichen möchte, bleibt sein Geheimnis. Einem mm-Interview verweigerte er kurz vor Drucklegung die Freigabe.


Weil Antworten fehlen, macht sich unter den Gläubigern des Unternehmens Skepsis breit: Seit Monaten werden die am schlechtesten besicherten Tranchen des von KKR und Permira geliehenen Geldes mit Abschlägen von mehr als 30 Prozent gehandelt.

Schon rücken jene Mächte gegen P7S1 und seine Eigner vor, die noch unversöhnlicher sind als die Firmenhändler selbst: Hedgefonds, und zwar solche vom unangenehmen Schlage der auf Sanierungsfälle spezialisierten Distressed-Debt-Investoren. In der Branche kennt man sie als "Geierfonds".

"Der Markt erwartet, dass es im dritten Quartal interessant wird", sagt ein Frankfurter Bankmanager. Guillaume de Posch müsse sich womöglich auf die üblichen Prozeduren gefasst machen: Treffen mit argwöhnischen Bankern, die drohen, die Kredite zu kündigen.

Unfug, erwidert Finanzchef Lanz: P7S1 erfülle die Kreditauflagen mit Leichtigkeit, selbst bei Abzug der Sondereffekte sei der Gewinn hoch genug. Richtig, das habe nichts zu bedeuten, sekundieren die Hauptgesellschafter: Die herrschende Kreditkrise - "ein Ereignis, wie es nur alle 30 oder 40 Jahre einmal vorkommt" (KKR) - habe zu bizarren Kursen geführt, die mit der Wirklichkeit nichts zu tun hätten.

In der Tat ist der Index für Unternehmenskredite auf einen Durchschnittswert von etwa 90 gefallen, der mittlere Abschlag auf den Nennwert liegt also bei 10 Prozent. Doch unterhalb von 85 "geht die Party los", sagt einer. Und da liegen die P7S1-Kredite inzwischen.


Auch geschäftlich erregen die Aussichten wenig Freude. Der Markt macht auf seine Beschicker einen unbelebten Eindruck. Die Werbeeinnahmen wachsen kaum, erstmals seit über 20 Jahren sinkt der Fernsehkonsum, das junge Publikum wendet sich von den Mattscheiben ab und den Monitoren zu.

Die von de Posch verantwortete unternehmerische Entwicklung lässt Anzeichen von Stillstand erkennen, seine Weissagungen wirken beunruhigend: Der deutsche TV-Werbemarkt wachse um "1 bis 2 Prozent". Das reicht nicht einmal, um die Inflation auszugleichen. Dem Gedeihen wenig förderlich ist, dass die Münchener Werbezeitenverkäufer ausgerechnet in dieser Phase ihre Kundschaft mit neuen Geschäftspraktiken vertraut machen müssen.

Das Bundeskartellamt hatte im vergangenen Jahr die Vermarktungsmodelle der Branchenführer P7S1 und RTL für wettbewerbswidrig erklärt und Geldbußen von insgesamt 216 Millionen Euro verhängt. Gegen den Marketingvorstand Peter Christmann (43) ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr.

Die Einführung eines neuen Vermarktungsmodells ist eine schlimme Sache mit bösen Folgen: Großkunden gewöhnen sich nur ungern an ein neues Verkaufssystem, das ihnen möglicherweise weniger Vorteile bietet als das alte. So schrieb P7S1 im ersten Quartal 2008 knapp acht Millionen Euro Nettoverlust. Der für den Ärger um die Werbezeitenvermarktung verantwortliche Vorstand Christmann wird den Konzern Ende Juni verlassen.


Weitere Gefahren drohen aus der eigenen Zunft: Die RTL-2-Gesellschafter Herbert Kloiber und Heinz Bauer (Bauer-Verlag) prüfen, ob sie RTL und P7S1 wegen ihrer illegalen Werberabattsysteme auf mehr als 60 Millionen Euro Schadensersatz verklagen.

Verständlicherweise will de Posch die Abhängigkeit von der Werbung verringern. Aber das will man im Privatfernsehen, seit es das Privatfernsehen gibt. 15 Prozent seines Umsatzes macht P7S1 heute im Nischengeschäft - wobei man den Nebenerwerb mit Merchandising-Artikeln nicht gerade als zukunftsweisend bezeichnen sollte. Alles in allem, sagt de Posch, "hoffe ich 2008 auf ein Umsatzplus von 3 bis 5 Prozent, abhängig vom Wachstum der Gesamtwirtschaft".

Im Medienbetrieb verbreitet sich unterdes die feste Überzeugung, dass das Traditionsgeschäft mit frei empfangbaren Fernsehkanälen, die die teure Programmware mehrfach verwerten, keine großen Sprünge mehr erlaubt. Erst recht nicht in Deutschland, wo die staatlichen Mastbetriebe ARD und ZDF mit ihren 20 TV- und 55 Radiosendern der privaten Konkurrenz die Freude am Wirtschaften längst geraubt haben.

Wie zuvor die Musikindustrie sieht sich auch das Fernsehen durch die Digitalisierung einem beängstigenden Wandel ausgesetzt. Schon heute knüpfen Telekomkonzerne und Internetfirmen, Computer- und Mobiltelefonhersteller neue Allianzen, um die Herrschaft über die Welt der Bewegtbilder an sich zu reißen: Wer setzt sich morgen noch vor die Glotze im Wohnzimmer, wenn er die Bundesliga auch unterwegs auf dem iPhone sehen und Spielfilme bei Sevenload oder Joost im Netz bestellen kann?


Man muss kein Hellseher sein, um einem milliardenhoch verschuldeten und über Jahre hinweg ausgeplünderten Mittelständler wie P7S1 eine schwere Zeit vorherzusagen gegen Wettbewerber wie Nokia , Google oder Apple .

Die sicherste Methode, die Einnahmen zu steigern, besteht darin, höhere Einschaltquoten zu erzielen. Aber das ist der kniffligste Teil beim Fernsehen.

Die zugkräftigsten Programme dieses Jahres laufen bei ARD und ZDF: Fußball-Europameisterschaft und Olympische Spiele. Überdies wollen die Einkäufer des Marktführers RTL die Gunst der Umstände nach Herzenslust nutzen und den klammen Bayern viele Übertragungsrechte abjagen: "Wir legen die trocken", tönt ein RTL-Manager. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen haben die RTL-Sender ihren Marktanteil auf 33,7 Prozent erhöht und damit den Abstand auf P7S1 (29,2 Prozent) vergrößert. In Sonderheit Sat.1 agiert dramatisch uninspiriert.

Das frühere Schmuckstück des hiesigen Privatfernsehens hat alle Stadien des Bedeutungsverlustes durchmessen, zuletzt eine Reihe von Flops produziert, 180 Mitarbeiter entlassen und einige Sendungen gleich ganz aus dem Programm katapultiert.


Seit der Quotenhit "Verliebt in Berlin" nicht mehr läuft, haben den Hauptstadtsender das Glück und Teile seines Publikums verlassen.

Große Hoffnungen setzt de Posch in den neuen Geschäftsführer Torsten Rossmann (44), der dem Sat.1-Regenten Matthias Alberti (44) seit einigen Monaten sekundiert.

Rossmann, der zuvor den hauseigenen Nachrichtenkanal N24 dirigiert hat, gilt als einer der fähigsten Köpfe des Unternehmens. Mit den ambitionierten "Sat.1 Nachrichten", einer neuen Telenovela (Arbeitstitel "In Liebe Lena") und einigen Marketingtricks soll der Sender "wieder eine größere Relevanz für die Zuschauer und eine größere publizistische Bedeutung erhalten" (Rossmann). Man wird sehen, ob dies gelingt.

An einer weiteren Personalie lässt sich bereits eine Teil-Entmachtung von de Posch absehen. Der Konzern hat Andreas Bartl (45) die Verantwortung für die Sender Sat.1, ProSieben, Kabel eins und N24 übertragen, der neue Deutschland-Chef soll die Programmstrategien der vier Sender koordinieren.


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Vor einigen Monaten machte das Gerücht die Runde, dass der Axel Springer Verlag, dem die Übernahme der P7S1-Gruppe vom Kartellamt untersagt worden war, sich für den Erwerb von Sat.1 und N24 interessiere. Im Springer-Vorstand freilich verfolgt man ganz andere Pläne. Bis Ende des Jahres will das Oberlandesgericht Düsseldorf entscheiden, ob das Übernahmeverbot des Kartellamts rechtswidrig war. Sollte sich der Verlagsriese durchsetzen, will er ein neues Angebot für P7S1 prüfen.

Vor zwei Jahren waren die Berliner bereit, bis zu 4,2 Milliarden Euro für die Senderfamilie zu bezahlen. Den weiteren Bemühungen von P7S1-Dirigent Guillaume de Posch sehen sie frohen Herzens entgegen: "Wenn er so weitermacht", sagt ein Vorstand, "bekommen wir die Sender bald umsonst."


:cool: :cool: :cool:
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Durlacher
schrieb am 18.05.08 15:27:31
Beitrag Nr. 3 (34.119.465)
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Permira-Chef gegen Verkauf von Sat.1 - Verschuldung nicht zu hoch


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Deutschland-Chef des Finanzinvestors Permira, Jörg Rockenhäuser hat einer Herauslösung des Senders Sat.1 aus dem TV-Konzern ProSiebenSat.1 eine Absage erteilt. ´Aus unserer Sicht macht das überhaupt keinen Sinn. Sat.1 wird nicht verkauft´, sagte er dem Nachrichtenmagazin ´Focus´. Rockenhäuser reagierte damit auf einen Vorstoß von Premiere-Chef Michael Börnicke, der Interesse am Kauf von Sat.1 angemeldet hatte. Die von den Finanzinvestoren KKR und Permira kontrollierte Lavena Holding 5 hält knapp 63 Prozent an ProSiebenSat.1.



Gleichzeitig wehrte sich Rockenhäuser gegen den Vorwurf, der Konzern sei mit rund 3,5 Milliarden Euro überschuldet. ´Die Verschuldung erscheint vielleicht hoch, ist aber nicht zu hoch.´ Im vergangenen Jahr hatte ProSiebenSat.1 die skandinavische Senderkette SBS für rund 3,3 Milliarden Euro übernommen.

Im ersten Quartal hatte ProSiebenSat.1 wegen sinkender Werbeeinnahmen und schwacher Quoten auf dem Heimatmarkt deutliche Rückschläge hinnehmen müssen. Konzernweit sank das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 25 Prozent auf 88,5 Millionen Euro. Vor Steuern rutschte der Konzern in die roten Zahlen und verbuchte einen Verlust von 8,5 Millionen Euro nach einem Plus von 41,7 Millionen im Jahr zuvor. Der Umsatz ging um 2 Prozent auf 729 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen rechnet erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Besserung der Lage und will unterdessen Kosten einsparen./mf/DP/sc

Autor: dpa-AFX
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Aktienkrieger
schrieb am 18.05.08 18:09:18
Beitrag Nr. 4 (34.119.913)
Diese Aktie fasse ich momentan nicht mal mit der Kneifzange an. Eigentlich ist es sehr traurig was aus dem Unternehmen geworden ist.....
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Courtier
schrieb am 18.05.08 20:34:11
Beitrag Nr. 5 (34.120.424)
Rupert Murdoch will vermutlich den ganzen Laden,
und da legt er gerne auch ein bisschen mehr auf
den Tisch.

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Durlacher
schrieb am 21.05.08 14:51:21
Beitrag Nr. 6 (34.142.753)
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LONDON - Goldman Sachs hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 von 11,00 auf 8,50
Euro gesenkt und die Einschätzung mit 'Neutral' bestätigt. Der Gewinneinbruch im
ersten Quartal habe die schwächer werdende Nachfrage der Konsumenten
verdeutlicht, schrieben die Analysten in einer Studie vom Dienstag

:rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:
.
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startvestor
schrieb am 21.05.08 18:14:38
Beitrag Nr. 7 (34.144.891)
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.142.753 von Durlacher am 21.05.08 14:51:21Für die Goldmänner sagt also der Peer-Group-Vergleich, dass es weitere 15% runter gehen soll. Na ja, nach der Dividendenzahlung könnte es passen.

Fakt ist, dass die RTL Group an der Börse ca. 6x soviel wert wie Prosieben ist und ca. doppelt soviel Umsatz macht. Nur Verluste machen sie halt nicht.

Bei den Analysten weiß man nie, wer die "Vorgabe" gemacht hat. Gerade Goldnann Sachs halte ich für recht schlitzohrig.
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Durlacher
schrieb am 22.05.08 13:20:40
Beitrag Nr. 8 (34.150.722)
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Miese Quoten: Sat.1 verschiebt "Niels Ruf Show"


(21.05.2008) Zuletzt holte die "Niels Ruf Show" am späten Freitagabend nur noch miserable 2,9 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Nun reagiert Sat.1 und verschiebt die Late Night weiter in die Nacht


Einen Monat reichte das vorher angekündigte Durchhaltevermögen von Sat.1 aus, trotz von Anfang an äußerst schwacher Quoten unverändert an der Niels Ruf Show auf dem Sendeplatz am Freitagabend um 23:15 Uhr festzuhalten. Doch nachdem am Freitag nur noch ein Marktanteil von 2,9 Prozent in der Zielgruppe erreicht worden war, war die Schmerzgrenze nun offenbar doch erreicht.

Mit sofortiger Wirkung verschiebt Sat.1 seinen neuesten Versuch, wieder im Late Night-Genre Fuß zu fassen, um eine Stunde nach hinten. Bereits am Freitag läuft die "Niels Ruf Show" somit freitags immer erst ab 0:15 Uhr. Stattdessen wiederholt Sat.1 in der Stunde davor alte Folgen der beiden Comedyformate "Mensch Markus" und "Die dreisten Drei", die bislang im Anschluss an die "Niels Ruf Show" zu sehen waren - allerdings ebenfalls mit sehr bescheidenen Quoten.

Was mit der "Niels Ruf Show" passiert, wenn sie auch auf diesem Sendeplatz keine höheren Quoten einfährt, ist zunächst unklar. Vor dem Wechsel zu Sat.1 lief die Show bereits eineinhalb Jahre als Eigenproduktion des Pay-TV-Senders Sat.1 Comedy - ob sie allein dort fortgesetzt werden könnte, erscheint aber fraglich.



Redakteur: Uwe Mantel(21.05.2008) - 12:43
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Durlacher
schrieb am 22.05.08 13:22:16
Beitrag Nr. 9 (34.150.740)
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ProSieben: "Unschuldig" fällt auf neuen Tiefstwert


(22.05.2008) Die einst so gut gestartete ProSieben-Serie "Unschuldig" fiel nach den Rückgängen in den Wochen zuvor am Mittwochabend noch weiter ab. Nicht überzeugen können weiter auch "Cold Case" und "Emergency Room"


Fast 15 Prozent Marktanteil holte die erste Folge der neuen ProSieben-Serie "Unschuldig" am 23. April. Endlich, so schien es, könnte ein Privatsender mal wieder mit einer deutschen Serie punkten. Doch schon eine Woche später kam die Ernüchterung, die Quoten brachen deutlich ein. In dieser Woche erreichte "Unschuldig" nun einen neuen Tiefstwert. Auf die Quoten gedrückt haben dürfte die Champions League-Übertragung bei Sat.1 - doch andere Sender bewiesen, dass auch dagegen durchaus mehr drin war. Nicht nur die RTL-Dokusoaps auch Vox lag mit seinen Serien vor ProSieben.

Nur noch 810.000 Zuschauer im Alter zwischen 14 und 49 Jahren sahen sich die fünfte Folge von "Unschuldig" bei ProSieben an - das waren nicht einmal mehr halb so viel wie bei der ersten Folge. Der Marktanteil in der Zielgruppe sank auf 7,9 Prozent. Auch beim Gesamtpublikum sah es mau aus: 1,5 Millionen Zuschauer ab drei Jahren sahen insgesamt zu, der Marktanteil lag bei 5,5 Prozent.

Doch "Unschuldig" ist längst nicht das einzige Problemkind von ProSieben am Mittwochabend. Noch schlechter ergeht es derzeit "Cold Case" direkt im Anschluss. In dieser Woche reichte es nur noch für 6,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. Insgesamt schauten noch 1,41 Millionen Zuschauer ab drei Jahren zu. "Emergency Room" holte danach sogar nur noch 6,4 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe.



Redakteur: Uwe Mantel(22.05.2008) - 09:29

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xby
schrieb am 22.05.08 14:34:44
Beitrag Nr. 10 (34.151.388)

Lässt die Heuschrecke noch was übrig:D