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GWB Immobilien AG: 7,2% Dividende und KGV 4,1

Diskussionsstatistik
eröffnet am 06.06.08 12:33:26
von
neuster Beitrag 24.05.12 19:20:36
von

Anzahl Beiträge: 474
Aufrufe gesamt: 33.112
Aufrufe heute: 45
Diskussionsnr.: 1.141.861

GWB Immobilien

Chart
WKN: A0JKHG
ISIN: DE000A0JKHG0
Symbol: G7B
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Frankfurt (EUR), 25.05.12 | 19:19
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schrieb am 06.06.08 12:33:26
Beitrag Nr.1 
(34.253.411)
Antwort
Zitat
GWB Immobilien AG: “7,2% Rendite sind für Anleger sehr attraktiv “


Die in Siek bei Hamburg ansässige GWB Immobilien AG ist auf die Errichtung großflächiger Einzelhandelsobjekte sowie die Revitalisierung bestehender Einkaufszentren in Deutschland spezialisiert. Die Vorstände des 1993 gegründeten Unternehmens verfügen durchweg über jahrzehntelange Erfahrung in der Branche und ein entsprechend großes Netzwerk. GWB kann auf über 40 erfolgreich abgeschlossene Projekte zurückblicken und hat derzeit ein Portfolio aus rund 30 Objekten in der Verwaltung.

Im Jahr 2007 erzielte GWB bei einer Gesamtleistung von 53,5 Mio. Euro ein Jahresergebnis von 6,7 Mio. Euro bzw. 1,36 Euro je Aktie und markierte damit durchweg neue Rekordmarken in der Firmengeschichte. Mit einer um 16,6 Prozent auf knapp 4,1 Mio. Euro gesteigerten Gesamtleistung im traditionell schwachen ersten Quartal sowie mehreren erfolgreichen Transaktionen ist GWB zudem sehr gut ins Jahr 2008 gestartet. Vor diesem Hintergrund kündigte das Unternehmen im Rahmen der kürzlich abgehaltenen Hauptversammlung für 2008 die Zahlung einer Dividende von 0,40 Euro an.

Über die aktuellen Projekte, den Einfluss der Immobilienkrise auf das Geschäft von GWB und die weiteren Perspektiven des Unternehmens sprach financial.de mit dem Vorstandsvorsitzenden der GWB Immobilien AG, Dr. Norbert Herrmann.

Dr. Herrmann: „Ich denke, dass 7,2% Rendite für Anleger sehr attraktiv sind”

financial.de: Herr Dr. Herrmann, die Immobilienkrise ist derzeit in aller Munde. Wirkt sich dies auch auf Ihr Geschäft belastend aus, etwa in Form von Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer Projekte?

Dr. Herrmann: Glücklicherweise nicht. Wir haben gerade erst zwei Objekte finanziert und mussten dazu jeweils lediglich 12% Eigenkapitalanteil einsetzen. Hier kommt uns sicher zugute, dass wir den Banken seit vielen Jahren als solider Partner bekannt sind. Zudem haben wir auch den Vorteil, dass wir seit 10 Jahren überwiegend mit denselben vier Banken arbeiten - namentlich SEB, HSH Nordbank, EuroHypo und NordLB. Teilweise können sich durch das Marktumfeld gerade im Revitalisierungsgeschäft sogar attraktive Kaufgelegenheiten für uns ergeben.

financial.de: Ein gutes Stichwort: Wie sehen die typischen Eckdaten bei einer Revitalisierung denn überhaupt aus und wie gehen Sie hier vor?

Dr. Herrmann: Wir kaufen die Objekte in diesem Geschäftsbereich in der Regel zum etwa 9- bis 11-fachen der IST-Miete, das ist als „Krisen-Faktor” anzusehen. Danach investieren wir in eine Aufwertung des Objekts, nehmen Umbau- oder Ausbaumaßnahmen vor und sorgen für eine Neuordnung der Mieterstruktur.

Nach durchschnittlich etwa zwei Jahren Haltedauer verkaufen wir das Objekt dann zum 13- bis 15-fachen der Jahresmiete, die dann natürlich höher ist. In der Regel lässt der Käufer das Objekt zudem bei uns in der Verwaltung, was uns in der Folge kontinuierliche laufende Management-Erträge beschert.

financial.de: Können Sie uns das an einem konkreten Beispiel einmal näher erläutern?

Dr. Herrmann: Gerne. Nehmen wir doch einfach einmal unser Objekt in Nürnberg, das MAXIMUM-Einkaufszentrum in bester Lage an der Färberstraße. Ursprünglich ist das Objekt im Jahr 1989 sehr aufwändig errichtet worden, für damals etwa 34 Mio. Euro. Allerdings blieben die Mieteinnahmen in der Folge weit hinter den Erwartungen zurück, da das Objekt aufgrund der Einteilung in 4 Stockwerke nicht so einfach an den Mieter zu bringen ist und die am Standort üblichen Mietpreise den meisten potenziellen Mieter schlicht zu teuer waren.

Vor diesem Hintergrund konnten wir das MAXIMUM im vergangenen Jahr zu einem Preis von 8,6 Mio. Euro aus der Zwangsverwaltung heraus erwerben; das entsprach dem 10- bis 11-fachen der damaligen IST-Miete. Durch ein neues Nutzungskonzept mit dem Schwerpunkt „Lifestyle” ist es uns gelungen, das Objekt deutlich aufzuwerten und die IST-Miete bereits auf 975 TEUR zu steigern. Durch eine neue Mieterstruktur erwarten wir schon für das laufende Jahr eine weitere Steigerung der Mieterlöse auf 1,2 Mio. Euro und werden 2009 die Zielmiete von 1,4 Mio. Euro erreichen.

financial.de: Was konkret ist unter einem „Lifestyle”-Konzept zu verstehen?

Dr. Herrmann: Wir nennen dieses Konzept Home + Office, wie Sie es sicher von STILWERK kennen: Hochwertige Markenartikel aus dem Einrichtungsbereich kombiniert mit Büroausstattung, Leuchten und Küchenausstattungen. Bei dieser tollen modernen Glasfassade und dem Standort bietet sich das an. Normalerweise gehen diese Anbieter nicht in die Innenstädte, denn die Mieten in den zentralen Lagen bewegen sich auf einer Ebene, die für diese Branche nicht bezahlbar ist. Wir sind in der Lage, in der City von Nürnberg Mietflächen zu einem Preis von weniger als 10 Euro pro Quadratmeter anzubieten. Unsere Verhandlungen mit Interessenten laufen und sind vielversprechend.

financial.de: Wie profitieren Sie mit der GWB von dieser Entwicklung?

Dr. Herrmann: Da wir das Objekt im Bestand haben, erzielen wir bereits jetzt höhere Mieterlöse und damit eine gute Rendite auf unser ursprüngliches Investment. Wichtiger noch ist aber, dass wir durch unsere Maßnahmen den Wert des Objekts steigern konnten. Zum einen ist das Objekt durch die höheren laufenden Mieterträge bei identischen Miet-Multiples natürlich mehr wert. Wie gesagt, ursprünglich hatten wir das MAXIMUM für 8,6 Mio. Euro bzw. dem etwa 10-fachen der damaligen Nettomiete gekauft - legt man diesen Faktor an die aktuellen Mieterträge an, ergibt sich ein deutlich höherer Wert.

Zudem sprechen wir jetzt nicht mehr über einen „Problem-Fall”, so dass für die Bewertung auch ein höheres Multiple von mindestens dem 12- oder 13-fachen der Jahresmiete anzusetzen ist. Diesen Wertzuwachs mussten wir in der Bilanz 2007 gemäß IFRS bereits ergebniswirksam aktivieren. Aktuell steht das MAXIMUM daher mit 17,5 Mio. Euro bei uns in den Büchern. Betonen möchte ich hierbei, dass wir solche Zuschreibungen grundsätzlich erst nach erfolgreich durchgeführten Veränderungen vornehmen und nicht etwa direkt beim Einkauf, wie dies andere Immobilien-AGs teilweise machen.

Nach dem Abschluss aller Maßnahmen im Zuge der Revitalisierung dürfte der Wert aufgrund der erstklassigen Innenstadtlage vorsichtig geschätzt etwa 21 Mio. Euro erreichen, also das 15-fache der angepeilten Zielmiete. Und wenn es uns gelingt, das Objekt gut weiterzuentwickeln, könnte bei einem Verkauf - den wir für etwa 2010 anpeilen - längerfristig durchaus noch mehr drin sein.

financial.de: Ihr derzeit größtes Objekt im Revitalisierungsbereich ist die KÖNIGPASSAGE in Lübeck. Wie ist hier der aktuelle Status?

Dr. Herrmann: Wir haben das Objekt im Mai 2007 für 33,2 Mio. Euro übernommen und arbeiten derzeit an der Umsetzung unseres Revitalisierungskonzeptes. Hier sprechen wir vor allem über zusätzliche Investitionen von insgesamt rund 3 Mio. Euro im Laufe von etwa drei Jahren. Schon jetzt liegt uns ein Gutachten von Jones Lang Lassalle vor, das den Wert der KÖNIGPASSAGE mit 40,3 Mio. Euro beziffert. Wir haben das Objekt aber nach wie vor zum Anschaffungswert in der Bilanz.

financial.de: Welches Wertsteigerungspotenzial sehen Sie hier bei einem Verkauf nach erfolgreicher Umsetzung alles Maßnahmen?

Dr. Herrmann: Wir peilen einen Zielwert zwischen 40 und 42 Mio. Euro an. Um das zu erreichen, werden wir eine Jahresmiete von ca. 2,8 Mio. Euro ausweisen müssen. Wir sind auf einem guten Wege, das Objekt mit völlig neuen Ideen zu revitalisieren. Ob wir diesen Prozess selber durchführen oder ein Käufer das macht, ist noch offen. Wir verhandeln zur Zeit konkret in beide Richtungen. Verkaufen wir das Objekt beispielsweise für einen Preis von 35 bis 36 Mio. Euro, würden wir uns vertraglich eine Beteiligung an der Wertschöpfung sichern. Auf jeden Fall werden wir dieses Objekt in der Verwaltung behalten.

Der Vorteil für uns wäre, dass wir dieses große Objekt nicht mehr weiterfinanzieren müssten, was unsere Fremdkapitalbindung und dadurch die Zinsbelastung deutlich reduzieren würde. An der von uns geschaffenen Wertsteigerung der KÖNIGPASSE würden wir dennoch in hohem Maße partizipieren. Aber wie gesagt, dies ist nur eine mögliche Option in Lübeck, konkret so geplant ist dies derzeit nicht.

financial.de: Wie kommt es, dass gerade die doch eher kleine GWB immer wieder an solche Objekte herankommt?

Dr. Herrmann: Unser entscheidender Vorteil ist, dass wir die drei für das Revitalisierungsgeschäft entscheidenden Bereiche komplett im Haus haben. So verfügen wir mit der GWB MAFO über ein eigenes Marktforschungsteam, können also nicht nur Gutachten für Dritte erstellen, sondern auch die uns angebotenen Objekte unter dem Gesichtspunkt des Flächenbedarfs am entsprechenden Standort beurteilen.

Zum zweiten verfügen wir über die technische Kompetenz, Umbauten selbst in die Hand zu nehmen. Dabei fungieren wir quasi als Bauleiter, delegieren also die eigentlichen handwerklichen Tätigkeiten an Dienstleister und organisieren die Umsetzung. Schließlich kümmern wir uns auch noch um die (Neu-)Vermietung und Verwaltung, wobei wir auch die rechtliche Seite selbst abdecken können. Da alle drei Aspekte bei Problem-Objekten abgedeckt werden müssen, kauft diese keiner, der nicht über diese interdisziplinäre Aufstellung verfügt.

financial.de: Gibt es auch andere Unternehmen, die ähnlich aufgestellt sind? Oder sind Sie der Einzige, der solche Projekte macht?

Dr. Herrmann: Nein, das sicher nicht. Wir sehen sicher, dass im Revitalisierungsgeschäft langsam auch andere Player aktiv werden, weil es ein sehr großer Markt ist. Die meisten Objekte, mit denen wir uns befassen, kommen aber gar nicht wirklich aktiv in den Verkauf. Gerade Banken bieten diese Objekte ganz gezielt denjenigen Interessenten an, die sie kennen und von denen sie wissen, dass sie sich auf die nötigen Maßnahmen verstehen.

financial.de: Sie nehmen also nicht sozusagen an Zwangsversteigerungen teil?

Dr. Herrmann: (lacht) Nein, so läuft das in der Praxis ganz sicher nicht ab. Wie gesagt, wir reden hier über Problem-Objekte, und dass man so etwas im Bestand hat, mag natürlich keine Bank an die große Glocke hängen. Oft wendet sich ein Verkaufsinteressent, der unter Druck steht, zunächst an die finanzierende Bank, und die kommt dann auf uns zu.

Es gibt aber auch Fälle, in denen beispielsweise der Betreiber eines Einkaufszentrums, in dem an sich Investitionen fällig wären, der Betreiber aber eigentlich sowieso nicht die komplette Fläche braucht, sich an uns wendet. Hier könnte eine Transaktion beispielsweise so aussehen, dass wir das Objekt kaufen, 80% der Fläche an den Verkäufer zurückvermieten und weitere Mieter mit hereinnehmen - etwa eine Bäckerei, einen Blumenladen oder einen Schlüsseldienst in den Eingangsbereich. Dann ist das Objekt wieder zeitgemäß aufgestellt und auch für einen Verkauf an Dritte attraktiv.

financial.de: Kommen wir auf Ihr zweites Geschäftsfeld zu sprechen, den Neubau von Einzelhandelsobjekten. Welche Projekte sind hier derzeit in der Abwicklung?

Dr. Herrmann: Wir fangen im laufenden Jahr bei 4 Projekten zu bauen an. In Buxtehude bauen wir ein SB-Warenhaus, hier investieren wir 9 Mio. Euro und werden das Objekt im nächsten Jahr fertig stellen. Ebenfalls 2009 fertig werden wird ein Einkaufszentrum in Lübeck mit gleichfalls 9 Mio. Euro Investmentvolumen. Unser größtes Projekt ist derzeit die POSTGALERIE in Speyer; hier werden wir insgesamt 46 Mio. Euro investieren und rechnen Ende 2009 bzw. Anfang 2010 mit der Fertigstellung.

Erst vor wenigen Wochen gemeldet haben wir den Zuschlag zur Errichtung eines modernen Ärztehauses am Klinikum Bremerhaven Reinkenheide. Hier ist ein Investitionsvolumen von 10 Mio. Euro vorgesehen, die Fertigstellung ist für Herbst 2009 geplant.

financial.de: Das ist aber kein typisches GWB-Projekt, oder?

Dr. Herrmann: Jein. Im Prinzip handelt es sich auch hier um ein gemischtes Gewerbeobjekt. So wird die benachbarte Klinik in dem Haus weitere 52 Betten einrichten, ferner werden diverse Arztpraxen, ein Zentrum für ambulante Operationen und eine Fußpflegepraxis darin aufmachen. Ergänzt wird der Dienstleistungsbereich durch einen Frisör, eine Bäckerei mit Café sowie ein Sanitätshaus. Trotzdem haben Sie insofern Recht, als die Anforderungen hier doch etwas anders als bei einem reinen Einzelhandelsobjekt sind, etwa hinsichtlich der technischen Ausstattung.

financial.de: Wie kommt es denn, dass ausgerechnet Sie mit der GWB dieses Projekt abwickeln?

Dr. Herrmann: Der Hintergrund war, dass wir im Jahr 2004 eine Praxisklinik in Travemünde geplant und errichtet haben, die als Musterobjekt in Schleswig-Holstein gilt. Deshalb wurden wir gebeten, uns auch an der Ausschreibung in Bremerhaven zu beteiligen. Da wir hier gezeigt haben, dass wir von den in diesem Bereich zu beachtenden Details etwas verstehen, haben wir den Zuschlag für das Projekt erhalten.

financial.de: Erwarten Sie, über diese beiden Projekte als Referenzen weitere ähnliche Aufträge zu erhalten?

Dr. Herrmann: Das kann schon sein. Wir legen aber keinen neuen Fokus auf den Healthcare-Bereich und akquirieren nicht gezielt in diesem Bereich Projekte - aber wenn sich’s ergibt…. Der Schwerpunkt von GWB ist und bleibt jedoch die Errichtung bzw. Revitalisierung von Einzelhandelsobjekten.

financial.de: Wie wird es nach diesen vier Projekten weitergehen? Oder ist dies aufgrund des Projektcharakters in Ihrem Geschäft noch kaum abschätzbar?

Dr. Herrmann: Im Gegenteil - wir haben sogar eine sehr gute Planungssicherheit, da vor dem Baubeginn ja schon durchschnittlich zwei Jahre von der Planung bis zur Baugenehmigung vergehen. Die Errichtung selbst dauert dann in der Regel nur etwa ein Jahr. Derzeit haben wir im Neubau-Bereich Projekte mit einem Volumen von 134 Mio. Euro für die beiden kommenden Jahre, zudem verhandeln wir im Bereich Revitalisierung über Objekte im Umfang von 112 Mio. Euro.

Bezogen auf das einzelne Projekt haben Sie natürlich insofern Recht, als es immer Verzögerungen geben kann oder umgekehrt - wie beispielsweise in Bremerhaven - auch einmal überraschend schnell geht. Aufgrund unserer umfangreichen Pipeline gleicht sich dies bezogen auf unser Gesamtportfolio jedoch weitgehend aus, weshalb wir auch in der Lage sind, schon jetzt eine Dividende von 0,40 Euro für das laufende Geschäftsjahr konkret in Aussicht zu stellen - und es geschafft haben, unsere Planung auch im dritten Jahr am Kapitalmarkt einzuhalten bzw. zu übertreffen.

financial.de: Haben Sie bei der GWB denn genug Management-Kapazitäten, um eine so große Zahl an Projekten gleichzeitig abzuwickeln?

Dr. Herrmann: Die vier Neubauten, die im zweiten Halbjahr 2008 starten, sind schon eine stramme Herausforderung. Wir arbeiten aber mit vielen externen Architekten, Bautechnikern und anderen Dienstleistern eng zusammen und können daher sehr viele Aufgaben delegieren. Im Kern fungieren wir daher als eine Art „Oberbauleiter”, das begrenzt die erforderlichen Kapazitäten.

financial.de: Wie viele Projekte können Sie denn parallel stemmen?

Dr. Herrmann: Das ist schwer zu sagen, da es auch ein wenig von der Größe der einzelnen Projekte abhängt. Ganz grob würde ich sagen, mit unserem derzeitigen Personalstamm schaffen wir etwa drei bis vier Neubauten pro Jahr und können ebenso viele Revitalisierungen anstoßen. Wir werden aber natürlich auch weiter organisch wachsen, um die Kapazitäten auszubauen. Das muss jedoch in einem gesunden Maß geschehen, wir werden nicht von aktuell 22 Mitarbeitern mal eben schnell auf 50 Leute hochfahren.

financial.de: Sprechen wir kurz über Ihre Zahlen. Der Umsatz betrug im vergangenen Jahr 7,1 Mio. Euro, 2006 waren es 47,4 Mio. Euro. Wie kommt dieser Rückgang zustande, und wieso hat sich das Ergebnis trotzdem von 2,2 auf 6,7 Mio. Euro verdreifacht?

Dr. Herrmann: Der ausgewiesene Umsatz sagt bei unserem Geschäft kaum etwas aus, da hier nur ein Teil unserer Geschäftstätigkeit auftaucht und sich deshalb starke Schwankungen zeigen. Wesentlich aussagekräftiger ist die Gesamtleistung, die mit 53,5 (Vj. 45,8) Mio. Euro grundsätzlich sehr viel konstanter verlief und sich zur Einschätzung unseres Geschäftsumfangs besser eignet.

Ähnliches gilt für das Ergebnis: Da wir - wie oben erläutert - in Nürnberg durch unsere Maßnahmen eine deutliche Steigerung der Mieterlöse und damit des Objektwertes erreicht haben, müssen wir hier Zuschreibungen in der GuV vornehmen. Diese tauchen zwar im Ergebnis auf, werden aber erst bei der Veräußerung auch im Umsatz sichtbar.

Noch deutlicher wird dieser Effekt bei unserem Verkauf in Wuppertal: Da zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung für 2007 bereits ein unterschriebener Kaufvertrag vorlag, mussten wir den höheren Zeitwert des Objektes gemäß IAS 40 per 31.12. aktivieren. Der Ertrag aus dieser Transaktion ist damit im abgelaufenen Jahr enthalten, erst mit Fälligkeit des Kaufpreises im Juni wird jedoch der Umsatz verbucht - stellt aber dann sozusagen lediglich einen „durchlaufenden Posten” dar.

financial.de: An welchen Kennzahlen sollte sich der Anleger denn Ihrer Ansicht nach am ehesten orientieren?

Dr. Herrmann: Ich denke, am aussagekräftigsten sind die Gesamtleistung, das Jahresergebnis und unser Portfolio-Volumen, das zum 31.12.2007 bei 98 Mio. Euro lag und aktuell 114 Mio. Euro beträgt. Weitere Orientierungspunkte stellen sicherlich das Eigenkapital von 29,3 Mio. Euro per Ende 2007 dar, was allein schon einem Buchwert von fast 6 Euro je Aktie entspricht, und künftig natürlich die Dividendenrendite.

financial.de: Stichwort Dividende. Wie sieht hier Ihre geplante Politik aus?

Dr. Herrmann: Wir streben vor allem eine kontinuierliche Dividendenzahlung an, können uns bei gutem Geschäftsverlauf aber auch künftig tendenziell steigende Ausschüttungen vorstellen. Hier werden wir einen aktionärsfreundlichen Kompromiss zwischen Wachstum und Rendite finden.

financial.de: Wie ist die Bewertung der GWB-Aktie aus Ihrer Sicht aktuell einzuschätzen?

Dr. Herrmann: Auf Basis der angekündigten Dividende für 2008 beträgt die Rendite der GWB-Aktie derzeit 7,2 Prozent, unser KGV liegt auf Basis des Gewinns im abgelaufenen Jahr bei gerade einmal 4,1. Ich denke, dies ist aus Anlegersicht eine sehr attraktive Bewertung, weshalb meine Vorstandskollegen und ich seit letzten Herbst immer wieder einmal einige Stücke zugekauft haben - übrigens auch schon bei höheren Börsenkursen.

financial.de: Sie haben sich die Möglichkeit zum Aktienrückkauf einräumen lassen. Planen Sie, dieses Programm aktiv einzusetzen, um die Unterbewertung der GWB-Aktie zu beseitigen?

Dr. Herrmann: Sollte die Unterbewertung der GWB-Aktie in naher Zukunft bestehen bleiben, werden wir vom Aktienrückkauf gebraucht machen. Derzeit haben wir dazu noch keine konkreten Pläne. Wir wollen uns jedoch die Möglichkeit offen halten, hier gegebenenfalls tätig zu werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Kapitalmarkt unsere Arbeit zunehmend honorieren wird und sich der Börsenkurs auch dank unserer zuletzt weiter intensivierten und sehr offenen Investor-Relations-Arbeit daher von alleine wieder dem fairen Wert unserer Aktie annähert.

financial.de: Herr Dr. Herrmann, wir danken Ihnen für dieses Gespräch und wünschen Ihnen mit der GWB weiterhin viel Erfolg.

Kontakt:
financial.de AG

Seitzstrasse 23
80538 München

Telefon: 089 / 210298 -0
Telefax: 089 / 210298 -49

E-Mail: info@financial.de

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Frank Effling
kaufen
Avatar
schrieb am 06.06.08 18:37:18
Beitrag Nr.2 
(34.257.086)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.253.411 von Commander2 am 06.06.08 12:33:26Der Chart sagt mir, dass die Dividende bei dieser Perle eher nebensächlich ist!!!:laugh::laugh::laugh:

Avatar
schrieb am 17.06.08 15:09:29
Beitrag Nr.3 
(34.316.763)
Antwort
Zitat
Bei diesen Kennzahlen ist es nur eine Frage der Zeit bis die Aktie entdeckt wird. 8 % Dividendenrendite und die Möglichkeit einer Kursverdoppelung sprechen für sich.
Avatar
schrieb am 21.07.08 18:20:43
Beitrag Nr.4 
(34.553.636)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.316.763 von Bramautaler am 17.06.08 15:09:29GWB Immobilien kaufen

17.07.2008
HSH Nordbank AG

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HSH Nordbank AG, Steffen Wollnik, rät unverändert zum Kauf der GWB Immobilien-Aktie (ISIN DE000A0JKHG0 / WKN A0JKHG).

Die Krise an den Finanzmärkten habe auch die GWB Immobilien AG zu spüren bekommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen zwar mit 6,7 Mio. EUR Jahresüberschuss ein Rekordergebnis verzeichnet, allerdings sei es dem Unternehmen nicht gelungen, die geplanten Verkäufe zu realisieren und damit das Umsatzziel von 70 Mio. EUR zu erreichen. Das Management der GWB habe sich daher entschieden, die Immobilien vorerst im Bestand zu halten. Der nicht ganz freiwillige Portfolioaufbau der GWB sowie sich verschlechternde Finanzierungsbedingungen würden den Spielraum daher kurzfristig etwas einengen.

Die GWB agiere auf dem für Investoren attraktiven Markt für Fachmarkt- und Einkaufszentren. Trotz Finanzmarktkrise und eines kleiner gewordenen Investorenkreises sei nicht mit einem Einbruch der Immobilienpreise zu rechnen, der ganz offensichtlich an der Börse eingepreist werde. Die dortigen Kursverluste seien nach Ansicht der Analysten nicht gerechtfertigt. Dies gelte auch für die GWB-Papiere.

Die GWB habe aufgrund ihrer umfangreichen Projektpipeline erhebliches Wachstumspotenzial. Diverse Projekte befänden sich in der Realisierungsphase, so dass die Erträge daraus mittelfristig vereinnahmt werden könnten.

Eventuelle Schwierigkeiten, die sich aus dem nicht erfolgten Portfolioverkauf im vergangenen Geschäftsjahr ergeben hätten, würden kurzfristig gelöst.

Die Analysten der HSH Nordbank AG reduzieren zwar ihr Kursziel von 13,50 auf 8,20 EUR, empfehlen die GWB Immobilien-Aktie aber weiterhin zum Kauf. (Analyse vom 17.07.2008) (17.07.2008/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


(Quelle. www.akitencheck.de)
Avatar
schrieb am 23.07.08 18:33:07
Beitrag Nr.5 
(34.572.001)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.553.636 von Muckelius am 21.07.08 18:20:43 23.07.2008 18:22
GWB Immobilien AG: Bekanntmachung gemäß § 37v, 37w, 37x ff. WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung

GWB Immobilien AG / Vorabbekanntmachung über die Veröffentlichung von
Rechnungslegungsberichten

Bekanntmachung nach § 37v, 37w, 37x ff. WpHG, übermittelt durch die DGAP -
ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
---------------------------------------------------------------------------

Hiermit gibt die GWB Immobilien AG bekannt, dass folgende Finanzberichte
veröffentlicht werden:
Bericht: Konzern-Finanzbericht (Halbjahr)
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 06.08.2008
Veröffentlichungsdatum / Englisch: 06.08.2008
Deutsch:
http://irpages2.equitystory.com/cgi-bin/show.ssp?id=7&companyName=gwb〈
uage=German
Englisch:
http://irpages2.equitystory.com/cgi-bin/show.ssp?id=7&companyName=gwb〈
uage=English

23.07.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
---------------------------------------------------------------------------

Sprache: Deutsch
Emittent: GWB Immobilien AG
Hauptstraße 1a
22962 Siek
Deutschland
Internet: www.gwb-immobilien.de

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

---------------------------------------------------------------------------


Avatar
schrieb am 04.08.08 08:57:46
Beitrag Nr.6 
(34.640.179)
Antwort
Zitat
04.08.2008 08:31

DGAP-Adhoc: GWB Immobilien AG (deutsch)

GWB Immobilien AG: GWB und HSH Real Estate AG gründen Joint Venture
GWB Immobilien AG (News/Aktienkurs) / Joint Venture

04.08.2008

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

Die GWB Immobilien AG gründet zusammen mit der HSH Real Estate AG eine gemeinsame Projektgesellschaft. Die Geschäftsführung der neuen Gesellschaft mit Sitz in Hamburg wird die GWB übernehmen. Es ist beabsichtigt, der neuen Gesellschaft Gesellschafterdarlehen in Höhe von zunächst 30 Mio. Euro nach ihrer Geschäftsaufnahme zur Verfügung zu stellen. Das Gesamtinvestitionsvolumen in Einzelhandelsimmobilien im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der GWB Immobilien AG und der HSH Real Estate AG beträgt bis zu 100 Mio. Euro.

An der gemeinsamen Projektgesellschaft market 10 GmbH & Co. KG ist die GWB mit 51 Prozent, und die HSH Real Estate AG mit 49 Prozent beteiligt.

Der HSH Real Estate AG wird außerdem eine Option zum Erwerb von 25,1 Prozent des Aktienkapitals an der GWB Immobilien AG eingeräumt, die bei einer weiteren Kapitalerhöhung der GWB ausgeübt werden kann. 04.08.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

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schrieb am 06.08.08 08:46:23
Beitrag Nr.7 
(34.656.943)
Antwort
Zitat

der halbjahresbericht ist veröffentlicht.

http://irpages2.equitystory.com/cgi-bin/show.ssp?id=7&compan…
Avatar
schrieb am 06.08.08 08:48:46
Beitrag Nr.8 
(34.656.954)
Antwort
Zitat
06.08.2008 08:46

DGAP-News: GWB Immobilien AG (deutsch)

GWB Immobilien AG: Bericht zum 1. Halbjahr 2008 - GWB weiter auf Kurs

GWB Immobilien AG (News/Aktienkurs) / Halbjahresergebnis

06.08.2008

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. -------------------------------------------------------------------- -------

- Portfoliovolumen auf 111 Mio. Euro angewachsen - EBIT steigt um 2,5 Mio. Euro - Meilenstein in der Geschichte der GWB: Joint Venture mit HSH Real Estate AG gegründet

Hamburg, 6. August 2008. Die GWB Immobilien AG konnte im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres alle betriebswirtschaftlichen Kennzahlen - wie Umsatz, EBIT, Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie - gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessern. Das Portfolio des Unternehmens ist auf 111 Mio. Euro angewachsen. Neben der erfreulichen operativen Entwicklung des Unternehmens im ersten Halbjahr hat die GWB mit der Gründung eines Joint Ventures mit der HSH Real Estate AG Anfang August einen Meilenstein in ihrer Entwicklung erreicht.

Die Umsatzerlöse der GWB stiegen im ersten Halbjahr 2008 um 54 Prozent auf rund 4,9 Mio. Euro, nach 3,2 Mio. Euro im Vorjahr. Zu diesem Anstieg haben in erster Linie die Mieterlöse in Höhe von 4,3 Mio. Euro beigetragen. Nach 2,8 Mio. Euro im Vorjahr entspricht dies einer Steigerung der Mieteinnahmen um 53 Prozent. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist um 2,5 Mio. Euro angewachsen und beträgt nun 0,4 Mio. Euro. Damit hat es sich nach -2,1 Mio. Euro im Vorjahr deutlich verbessert. Die Bilanzsumme der GWB hat sich auf 135 Mio. Euro erhöht.

Die GWB konnte im zweiten Quartal die Finanzierung für die Objekte Bremerhaven und Buxtehude in einer Größenordnung von jeweils rund 10 Mio. Euro wie geplant sicherstellen. Mit den Objekten in Speyer, Buxtehude und Bremerhaven wird das Unternehmen voraussichtlich noch in diesem Jahr mit dem Bau im Volumen von insgesamt ca. 60 Mio. Euro beginnen.

Mit der Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft mit der HSH Real Estate AG wird die GWB Immobilien AG einen erheblichen Teil ihrer geplanten Investitionen zur Revitalisierung von Einzelhandelsimmobilien realisieren können. Das Stammkapital der neuen Gesellschaft beträgt 100.000 Euro. Die GWB ist an dieser gemeinsamen Gesellschaft zu 51 Prozent und die HSH Real Estate AG zu 49 Prozent beteiligt. Damit werden die Ergebnisse der Projektgesellschaft in der GWB Immobilien AG konsolidiert. Durch diesen Meilenstein avanciert die GWB Immobilien AG vom Projektentwickler zum Asset-Manager und partizipiert mit kleinem Kapitaleinsatz am Profit von einem Investitionsvolumen von 100 Mio. Euro.

'Auch die GWB bekommt die Krise an den Finanzmärkten zu spüren - dies schlägt sich vor allem in unserem Aktienkurs nieder, der unsere positive Geschäftsentwicklung nicht abbildet,' so Dr. Norbert Herrmann, Vorstands-vorsitzender der GWB Immobilien AG. 'Doch davon lassen wir uns nicht bremsen: Mit dem Baubeginn von drei weiteren Objekten und dem Joint Venture mit der HSH Real Estate AG, einem bedeutenden und starkem Partner, sind wir auf dem Weg, auch das Jahr 2008 erfolgreich abschließen zu können.'

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung hat sich die GWB-Unternehmensgruppe zu einem Branchenspezialisten für die Realisierung von großflächigen Einzelhandelsobjekten sowie die Sanierung von Industrie- und Gewerbebrachen (Revitalisierung) entwickelt. Der Fokus liegt dabei auf mittelgroßen Städten und Vorzentren von Metropolen. Die Stärke des GWB-Geschäftsmodells besteht darin, alle erforderlichen Leistungen - von der Projektentwicklung über den Bau bis hin zur Vermarktung und Verwaltung - aus einer Hand anzubieten und damit die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken. Insgesamt wurden über 40 Projekte erfolgreich fertig gestellt. Derzeit verwaltet die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte GWB rund 30 Objekte und plant, ihr Immobilienportfolio konsequent weiter auszubauen.

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schrieb am 25.08.08 16:27:33
Beitrag Nr.9 
(34.849.944)
Antwort
Zitat
25.08.2008 15:45

GWB Immobilien AG: kaufen (HSH Nordbank AG)

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HSH Nordbank AG, Steffen Wollnik, rät unverändert zum Kauf der GWB Immobilien-Aktie (ISIN DE000A0JKHG0 (News/Aktienkurs)/ WKN A0JKHG).

Die GWB Immobilien AG habe kürzlich die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2008 bekannt gegeben. Die Umsatzerlöse hätten rund 4,9 Mio. EUR nach 3,2 Mio. EUR im Vorjahr betragen. Das EBIT sei von -2,1 Mio. EUR auf 443.000 EUR gestiegen. Das Ergebnis nach Steuern habe ein Minus von 1,3 Mio. EUR verzeichnet, nachdem in der gleichen Vorjahresperiode ein Verlust von 2,9 Mio. EUR angefallen sei. Das Ergebnis je Aktie sei von -0,58 EUR auf -0,27 EUR gestiegen.

Das Immobilienvermögen sei von 98,9 Mio. auf 111,2 Mio. EUR gewachsen. Davon würden auf die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 49,9 Mio. EUR entfallen (51,8 Mio. EUR zum 31.12.2007). Durch den Verkauf des Wuppertaler Objektes im ersten Quartal sei das Volumen zwischenzeitlich auf 32,8 Mio. EUR gesunken. Der Anstieg im zweiten Quartal gehe auf die Aufnahme des Spaldinghofs in das Bestandsportfolio zurück. Die übrigen 61,3 Mio. EUR des Immobilienvermögens würden sich in der Position Vorräte befinden. Diese sei im ersten Halbjahr um 14,2 Mio. EUR gestiegen. Im Wesentlichen basiere diese Veränderung auf der Postgalerie Speyer (13,8 Mio. EUR). Das Investitionsvolumen für dieses Objekt betrage bis einschließlich 2010 46 Mio. EUR.

Da durch die Veräußerung des Wuppertaler Objektes zunächst nur die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,0 auf 20,6 Mio. EUR gewachsen seien, seien die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch die getätigten Investitionen um 29,5 Mio. EUR auf 81,6 Mio. EUR gestiegen. Bei einer Bilanzsumme von mittlerweile 135 Mio. EUR betrage die Eigenkapitalquote 20,7%. Die liquiden Mittel würden sich auf 1,5 Mio. EUR belaufen.

Die Quartalszahlen hätten kaum neue Erkenntnisse für die Einschätzung des Unternehmens hervorgebracht. Die Analysten würden weiterhin damit rechnen, dass die GWB durch den Verkauf einiger Objekte einen positiven Jahresüberschuss erzielen werde. Des Weiteren sichere die umfangreiche Projektpipeline das mittelfristige Wachstum. Allein im laufenden Geschäftsjahr sollten 60 Mio. EUR investiert werden. Neben Speyer beginne die GWB mit dem Bau von zwei Objekten in Buxtehude und Bremerhaven.

Zu diesen Wachstumsplänen passe die jüngste Meldung über ein Joint Venture mit der HSH Real Estate AG, das die geplanten Investitionen sichern solle. An einer gemeinsamen Projektgesellschaft namens market 10 GmbH&Co. KG sei die GWB mit 51% beteiligt. Sie übernehme zudem die Geschäftsführung. Zunächst seien Investitionen in Höhe von knapp 100 Mio. EUR geplant. Der Fokus liege auf zu revitalisierende Einzelhandelsimmobilien. Aktuell seien hier neun Objekte in der Planung, die bis 2009 erworben werden sollten. Der HSH Real Estate sei außerdem eine Option zum Erwerb von 25,1% des Aktienkapitals eingeräumt worden, die bei einer Kapitalerhöhung der GWB ausgeübt werden könne.

Konkrete Informationen darüber, welche Revitalisierungsobjekte der GWB-Projektpipeline durch das Joint Venture realisiert werden sollten, würden den Analysten noch nicht vorliegen. Sie würden jedoch wissen, dass neben den ihnen bekannten Projekten einige zusätzliche in Angriff genommen würden.

Die Analysten hätten daher ihre Prognoserechnung leicht geändert und das Investitionsvolumen für die Jahre ab 2009 etwas erhöht. Dementsprechend ändere sich der faire Wert von 8,20 EUR auf 9,00 EUR pro Aktie. Mittels der EVA®-Methode hätten die Analysten einen Unternehmenswert je Aktie von 8,50 EUR berechnet. Das Ergebnis nach DCF betrage 9,50 EUR. Das Anlagerisiko würden sie aufgrund der Volatilität der Aktie nach wie vor als hoch einschätzen.

Die Einstufung der Analysten der HSH Nordbank AG für die GWB Immobilien-Aktie lautet "kaufen" mit einem Kursziel auf Sicht von zwölf Monaten von 9,00 EUR. Weiteres Kurspotenzial könnte sich ergeben, sobald weitere Informationen über die Zusammenarbeit mit der HSH Real Estate vorliegen würden. Die Kaufempfehlung basiere weiterhin auf den Annahmen, dass die GWB auf dem für Investoren attraktiven Markt für Fachmarkt- und Einkaufszentren agiere und dank ihrer umfangreichen Projektpipeline erhebliches Wachstumspotenzial besitze. Dieses habe sich durch market 10 noch vergrößert. (Analyse vom 25.08.2008) (25.08.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 25.08.2008
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schrieb am 06.10.08 16:12:05
Beitrag Nr.10 
(35.437.327)
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Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 34.849.944 von zip_3009 am 25.08.08 16:27:33 06.10.2008 12:31
GWB Immobilien AG: GWB beginnt mit Bau des neuen Verbrauchermarktes in Buxtehude

GWB Immobilien AG / Sonstiges

Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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- Mieter ist plaza der coop eG
- Fertigstellung bereits im Sommer 2009

Hamburg, 6. Oktober 2008. Die GWB Immobilien AG, Spezialist für
Einzelhandelsimmobilien und Fachmarktzentren, hat heute mit dem Bau des
geplanten Verbrauchermarktes in Buxtehude begonnen. Das Objekt mit einer
Fläche von rund 5.500 m2 soll im Sommer 2009 an den Mieter plaza der coop
eG übergeben werden.

Nachdem das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Weg für den Bau des
geplanten Verbrauchermarktes am Standort 'Fairplay' frei gemacht hatte,
erhielt die GWB im September eine Baugenehmigung von der Stadt Buxtehude.

'Fast vier Jahre lang haben wir uns dafür eingesetzt, dieses Bauvorhaben in
Buxtehude zu realisieren,' so Dr. Norbert Herrmann, Vorstandsvorsitzender
der GWB Immobilien AG. 'Wir freuen uns sehr, heute mit den Arbeiten
beginnen zu können und beabsichtigen, den Verbrauchermarkt im kommenden
Sommer zu übergeben. Mit der coop eG aus Schleswig-Holstein haben wir den
optimalen Mieter für das Objekt gefunden.'

Die plaza SB-Warenhäuser der coop eG bieten ein umfassendes
Lebensmittel-Vollsortiment mit einem Angebot von bis zu 70.000 Artikeln
sowie gastronomische Einrichtungen, Dienstleister und Fachgeschäfte, die
den Vorkassenbereich ergänzen.

Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung hat sich die GWB-Unternehmensgruppe zu
einem Branchenspezialisten für die Realisierung von großflächigen
Einzelhandelsobjekten sowie die Sanierung von Einzelhandelsimmobilien
(Revitalisierung) entwickelt. Der Fokus liegt dabei auf mittelgroßen
Städten und Vorzentren von Metropolen. Die Stärke des GWB-Geschäftsmodells
besteht darin, alle erforderlichen Leistungen – von der Projektentwicklung
über den Bau bis hin zur Vermarktung und Verwaltung – aus einer Hand
anzubieten und damit die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken. Insgesamt
wurden über 40 Projekte erfolgreich fertig gestellt. Derzeit verwaltet die
im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte GWB rund 30
Objekte und plant, ihr Immobilienportfolio konsequent weiter auszubauen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Unternehmens
www.GWB-Immobilien.de.



Presseanfragen:
Kirchhoff Consult AG, Janina Wismar
Tel.: 040/609186-50, janina.wismar@kirchhoff.de




06.10.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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Sprache: Deutsch
Emittent: GWB Immobilien AG
Hauptstraße 1a
22962 Siek
Deutschland
Telefon: +49 4107 9080-0
Fax: +49 4107 908072
E-Mail: info@gwb-immobilien.de
Internet: www.gwb-immobilien.de
ISIN: DE000A0JKHG0, DE000A0JRVH4, DE000A0JRVJ0
WKN: A0JKHG
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard); Freiverkehr
in Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart

Ende der Mitteilung DGAP News-Service

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