schrieb am 06.06.08 12:33:26
GWB Immobilien AG: “7,2% Rendite sind für Anleger sehr attraktiv
“
Die in Siek bei Hamburg ansässige GWB Immobilien AG ist auf die
Errichtung großflächiger Einzelhandelsobjekte sowie die
Revitalisierung bestehender Einkaufszentren in Deutschland
spezialisiert. Die Vorstände des 1993 gegründeten Unternehmens
verfügen durchweg über jahrzehntelange Erfahrung in der Branche und
ein entsprechend großes Netzwerk. GWB kann auf über 40 erfolgreich
abgeschlossene Projekte zurückblicken und hat derzeit ein Portfolio
aus rund 30 Objekten in der Verwaltung.
Im Jahr 2007 erzielte GWB bei einer Gesamtleistung von 53,5 Mio.
Euro ein Jahresergebnis von 6,7 Mio. Euro bzw. 1,36 Euro je Aktie
und markierte damit durchweg neue Rekordmarken in der
Firmengeschichte. Mit einer um 16,6 Prozent auf knapp 4,1 Mio. Euro
gesteigerten Gesamtleistung im traditionell schwachen ersten
Quartal sowie mehreren erfolgreichen Transaktionen ist GWB zudem
sehr gut ins Jahr 2008 gestartet. Vor diesem Hintergrund kündigte
das Unternehmen im Rahmen der kürzlich abgehaltenen
Hauptversammlung für 2008 die Zahlung einer Dividende von 0,40 Euro
an.
Über die aktuellen Projekte, den Einfluss der Immobilienkrise auf
das Geschäft von GWB und die weiteren Perspektiven des Unternehmens
sprach financial.de mit dem Vorstandsvorsitzenden der GWB
Immobilien AG, Dr. Norbert Herrmann.
Dr. Herrmann: „Ich denke, dass 7,2% Rendite für Anleger sehr
attraktiv sind”
financial.de: Herr Dr. Herrmann, die Immobilienkrise ist derzeit in
aller Munde. Wirkt sich dies auch auf Ihr Geschäft belastend aus,
etwa in Form von Schwierigkeiten bei der Finanzierung neuer
Projekte?
Dr. Herrmann: Glücklicherweise nicht. Wir haben gerade erst zwei
Objekte finanziert und mussten dazu jeweils lediglich 12%
Eigenkapitalanteil einsetzen. Hier kommt uns sicher zugute, dass
wir den Banken seit vielen Jahren als solider Partner bekannt sind.
Zudem haben wir auch den Vorteil, dass wir seit 10 Jahren
überwiegend mit denselben vier Banken arbeiten - namentlich SEB,
HSH Nordbank, EuroHypo und NordLB. Teilweise können sich durch das
Marktumfeld gerade im Revitalisierungsgeschäft sogar attraktive
Kaufgelegenheiten für uns ergeben.
financial.de: Ein gutes Stichwort: Wie sehen die typischen Eckdaten
bei einer Revitalisierung denn überhaupt aus und wie gehen Sie hier
vor?
Dr. Herrmann: Wir kaufen die Objekte in diesem Geschäftsbereich in
der Regel zum etwa 9- bis 11-fachen der IST-Miete, das ist als
„Krisen-Faktor” anzusehen. Danach investieren wir in eine
Aufwertung des Objekts, nehmen Umbau- oder Ausbaumaßnahmen vor und
sorgen für eine Neuordnung der Mieterstruktur.
Nach durchschnittlich etwa zwei Jahren Haltedauer verkaufen wir das
Objekt dann zum 13- bis 15-fachen der Jahresmiete, die dann
natürlich höher ist. In der Regel lässt der Käufer das Objekt zudem
bei uns in der Verwaltung, was uns in der Folge kontinuierliche
laufende Management-Erträge beschert.
financial.de: Können Sie uns das an einem konkreten Beispiel einmal
näher erläutern?
Dr. Herrmann: Gerne. Nehmen wir doch einfach einmal unser Objekt in
Nürnberg, das MAXIMUM-Einkaufszentrum in bester Lage an der
Färberstraße. Ursprünglich ist das Objekt im Jahr 1989 sehr
aufwändig errichtet worden, für damals etwa 34 Mio. Euro.
Allerdings blieben die Mieteinnahmen in der Folge weit hinter den
Erwartungen zurück, da das Objekt aufgrund der Einteilung in 4
Stockwerke nicht so einfach an den Mieter zu bringen ist und die am
Standort üblichen Mietpreise den meisten potenziellen Mieter
schlicht zu teuer waren.
Vor diesem Hintergrund konnten wir das MAXIMUM im vergangenen Jahr
zu einem Preis von 8,6 Mio. Euro aus der Zwangsverwaltung heraus
erwerben; das entsprach dem 10- bis 11-fachen der damaligen
IST-Miete. Durch ein neues Nutzungskonzept mit dem Schwerpunkt
„Lifestyle” ist es uns gelungen, das Objekt deutlich aufzuwerten
und die IST-Miete bereits auf 975 TEUR zu steigern. Durch eine neue
Mieterstruktur erwarten wir schon für das laufende Jahr eine
weitere Steigerung der Mieterlöse auf 1,2 Mio. Euro und werden 2009
die Zielmiete von 1,4 Mio. Euro erreichen.
financial.de: Was konkret ist unter einem „Lifestyle”-Konzept zu
verstehen?
Dr. Herrmann: Wir nennen dieses Konzept Home + Office, wie Sie es
sicher von STILWERK kennen: Hochwertige Markenartikel aus dem
Einrichtungsbereich kombiniert mit Büroausstattung, Leuchten und
Küchenausstattungen. Bei dieser tollen modernen Glasfassade und dem
Standort bietet sich das an. Normalerweise gehen diese Anbieter
nicht in die Innenstädte, denn die Mieten in den zentralen Lagen
bewegen sich auf einer Ebene, die für diese Branche nicht bezahlbar
ist. Wir sind in der Lage, in der City von Nürnberg Mietflächen zu
einem Preis von weniger als 10 Euro pro Quadratmeter anzubieten.
Unsere Verhandlungen mit Interessenten laufen und sind
vielversprechend.
financial.de: Wie profitieren Sie mit der GWB von dieser
Entwicklung?
Dr. Herrmann: Da wir das Objekt im Bestand haben, erzielen wir
bereits jetzt höhere Mieterlöse und damit eine gute Rendite auf
unser ursprüngliches Investment. Wichtiger noch ist aber, dass wir
durch unsere Maßnahmen den Wert des Objekts steigern konnten. Zum
einen ist das Objekt durch die höheren laufenden Mieterträge bei
identischen Miet-Multiples natürlich mehr wert. Wie gesagt,
ursprünglich hatten wir das MAXIMUM für 8,6 Mio. Euro bzw. dem etwa
10-fachen der damaligen Nettomiete gekauft - legt man diesen Faktor
an die aktuellen Mieterträge an, ergibt sich ein deutlich höherer
Wert.
Zudem sprechen wir jetzt nicht mehr über einen „Problem-Fall”, so
dass für die Bewertung auch ein höheres Multiple von mindestens dem
12- oder 13-fachen der Jahresmiete anzusetzen ist. Diesen
Wertzuwachs mussten wir in der Bilanz 2007 gemäß IFRS bereits
ergebniswirksam aktivieren. Aktuell steht das MAXIMUM daher mit
17,5 Mio. Euro bei uns in den Büchern. Betonen möchte ich hierbei,
dass wir solche Zuschreibungen grundsätzlich erst nach erfolgreich
durchgeführten Veränderungen vornehmen und nicht etwa direkt beim
Einkauf, wie dies andere Immobilien-AGs teilweise machen.
Nach dem Abschluss aller Maßnahmen im Zuge der Revitalisierung
dürfte der Wert aufgrund der erstklassigen Innenstadtlage
vorsichtig geschätzt etwa 21 Mio. Euro erreichen, also das 15-fache
der angepeilten Zielmiete. Und wenn es uns gelingt, das Objekt gut
weiterzuentwickeln, könnte bei einem Verkauf - den wir für etwa
2010 anpeilen - längerfristig durchaus noch mehr drin sein.
financial.de: Ihr derzeit größtes Objekt im Revitalisierungsbereich
ist die KÖNIGPASSAGE in Lübeck. Wie ist hier der aktuelle
Status?
Dr. Herrmann: Wir haben das Objekt im Mai 2007 für 33,2 Mio. Euro
übernommen und arbeiten derzeit an der Umsetzung unseres
Revitalisierungskonzeptes. Hier sprechen wir vor allem über
zusätzliche Investitionen von insgesamt rund 3 Mio. Euro im Laufe
von etwa drei Jahren. Schon jetzt liegt uns ein Gutachten von Jones
Lang Lassalle vor, das den Wert der KÖNIGPASSAGE mit 40,3 Mio. Euro
beziffert. Wir haben das Objekt aber nach wie vor zum
Anschaffungswert in der Bilanz.
financial.de: Welches Wertsteigerungspotenzial sehen Sie hier bei
einem Verkauf nach erfolgreicher Umsetzung alles Maßnahmen?
Dr. Herrmann: Wir peilen einen Zielwert zwischen 40 und 42 Mio.
Euro an. Um das zu erreichen, werden wir eine Jahresmiete von ca.
2,8 Mio. Euro ausweisen müssen. Wir sind auf einem guten Wege, das
Objekt mit völlig neuen Ideen zu revitalisieren. Ob wir diesen
Prozess selber durchführen oder ein Käufer das macht, ist noch
offen. Wir verhandeln zur Zeit konkret in beide Richtungen.
Verkaufen wir das Objekt beispielsweise für einen Preis von 35 bis
36 Mio. Euro, würden wir uns vertraglich eine Beteiligung an der
Wertschöpfung sichern. Auf jeden Fall werden wir dieses Objekt in
der Verwaltung behalten.
Der Vorteil für uns wäre, dass wir dieses große Objekt nicht mehr
weiterfinanzieren müssten, was unsere Fremdkapitalbindung und
dadurch die Zinsbelastung deutlich reduzieren würde. An der von uns
geschaffenen Wertsteigerung der KÖNIGPASSE würden wir dennoch in
hohem Maße partizipieren. Aber wie gesagt, dies ist nur eine
mögliche Option in Lübeck, konkret so geplant ist dies derzeit
nicht.
financial.de: Wie kommt es, dass gerade die doch eher kleine GWB
immer wieder an solche Objekte herankommt?
Dr. Herrmann: Unser entscheidender Vorteil ist, dass wir die drei
für das Revitalisierungsgeschäft entscheidenden Bereiche komplett
im Haus haben. So verfügen wir mit der GWB MAFO über ein eigenes
Marktforschungsteam, können also nicht nur Gutachten für Dritte
erstellen, sondern auch die uns angebotenen Objekte unter dem
Gesichtspunkt des Flächenbedarfs am entsprechenden Standort
beurteilen.
Zum zweiten verfügen wir über die technische Kompetenz, Umbauten
selbst in die Hand zu nehmen. Dabei fungieren wir quasi als
Bauleiter, delegieren also die eigentlichen handwerklichen
Tätigkeiten an Dienstleister und organisieren die Umsetzung.
Schließlich kümmern wir uns auch noch um die (Neu-)Vermietung und
Verwaltung, wobei wir auch die rechtliche Seite selbst abdecken
können. Da alle drei Aspekte bei Problem-Objekten abgedeckt werden
müssen, kauft diese keiner, der nicht über diese interdisziplinäre
Aufstellung verfügt.
financial.de: Gibt es auch andere Unternehmen, die ähnlich
aufgestellt sind? Oder sind Sie der Einzige, der solche Projekte
macht?
Dr. Herrmann: Nein, das sicher nicht. Wir sehen sicher, dass im
Revitalisierungsgeschäft langsam auch andere Player aktiv werden,
weil es ein sehr großer Markt ist. Die meisten Objekte, mit denen
wir uns befassen, kommen aber gar nicht wirklich aktiv in den
Verkauf. Gerade Banken bieten diese Objekte ganz gezielt denjenigen
Interessenten an, die sie kennen und von denen sie wissen, dass sie
sich auf die nötigen Maßnahmen verstehen.
financial.de: Sie nehmen also nicht sozusagen an
Zwangsversteigerungen teil?
Dr. Herrmann: (lacht) Nein, so läuft das in der Praxis ganz sicher
nicht ab. Wie gesagt, wir reden hier über Problem-Objekte, und dass
man so etwas im Bestand hat, mag natürlich keine Bank an die große
Glocke hängen. Oft wendet sich ein Verkaufsinteressent, der unter
Druck steht, zunächst an die finanzierende Bank, und die kommt dann
auf uns zu.
Es gibt aber auch Fälle, in denen beispielsweise der Betreiber
eines Einkaufszentrums, in dem an sich Investitionen fällig wären,
der Betreiber aber eigentlich sowieso nicht die komplette Fläche
braucht, sich an uns wendet. Hier könnte eine Transaktion
beispielsweise so aussehen, dass wir das Objekt kaufen, 80% der
Fläche an den Verkäufer zurückvermieten und weitere Mieter mit
hereinnehmen - etwa eine Bäckerei, einen Blumenladen oder einen
Schlüsseldienst in den Eingangsbereich. Dann ist das Objekt wieder
zeitgemäß aufgestellt und auch für einen Verkauf an Dritte
attraktiv.
financial.de: Kommen wir auf Ihr zweites Geschäftsfeld zu sprechen,
den Neubau von Einzelhandelsobjekten. Welche Projekte sind hier
derzeit in der Abwicklung?
Dr. Herrmann: Wir fangen im laufenden Jahr bei 4 Projekten zu bauen
an. In Buxtehude bauen wir ein SB-Warenhaus, hier investieren wir 9
Mio. Euro und werden das Objekt im nächsten Jahr fertig stellen.
Ebenfalls 2009 fertig werden wird ein Einkaufszentrum in Lübeck mit
gleichfalls 9 Mio. Euro Investmentvolumen. Unser größtes Projekt
ist derzeit die POSTGALERIE in Speyer; hier werden wir insgesamt 46
Mio. Euro investieren und rechnen Ende 2009 bzw. Anfang 2010 mit
der Fertigstellung.
Erst vor wenigen Wochen gemeldet haben wir den Zuschlag zur
Errichtung eines modernen Ärztehauses am Klinikum Bremerhaven
Reinkenheide. Hier ist ein Investitionsvolumen von 10 Mio. Euro
vorgesehen, die Fertigstellung ist für Herbst 2009 geplant.
financial.de: Das ist aber kein typisches GWB-Projekt, oder?
Dr. Herrmann: Jein. Im Prinzip handelt es sich auch hier um ein
gemischtes Gewerbeobjekt. So wird die benachbarte Klinik in dem
Haus weitere 52 Betten einrichten, ferner werden diverse
Arztpraxen, ein Zentrum für ambulante Operationen und eine
Fußpflegepraxis darin aufmachen. Ergänzt wird der
Dienstleistungsbereich durch einen Frisör, eine Bäckerei mit Café
sowie ein Sanitätshaus. Trotzdem haben Sie insofern Recht, als die
Anforderungen hier doch etwas anders als bei einem reinen
Einzelhandelsobjekt sind, etwa hinsichtlich der technischen
Ausstattung.
financial.de: Wie kommt es denn, dass ausgerechnet Sie mit der GWB
dieses Projekt abwickeln?
Dr. Herrmann: Der Hintergrund war, dass wir im Jahr 2004 eine
Praxisklinik in Travemünde geplant und errichtet haben, die als
Musterobjekt in Schleswig-Holstein gilt. Deshalb wurden wir
gebeten, uns auch an der Ausschreibung in Bremerhaven zu
beteiligen. Da wir hier gezeigt haben, dass wir von den in diesem
Bereich zu beachtenden Details etwas verstehen, haben wir den
Zuschlag für das Projekt erhalten.
financial.de: Erwarten Sie, über diese beiden Projekte als
Referenzen weitere ähnliche Aufträge zu erhalten?
Dr. Herrmann: Das kann schon sein. Wir legen aber keinen neuen
Fokus auf den Healthcare-Bereich und akquirieren nicht gezielt in
diesem Bereich Projekte - aber wenn sich’s ergibt…. Der Schwerpunkt
von GWB ist und bleibt jedoch die Errichtung bzw. Revitalisierung
von Einzelhandelsobjekten.
financial.de: Wie wird es nach diesen vier Projekten weitergehen?
Oder ist dies aufgrund des Projektcharakters in Ihrem Geschäft noch
kaum abschätzbar?
Dr. Herrmann: Im Gegenteil - wir haben sogar eine sehr gute
Planungssicherheit, da vor dem Baubeginn ja schon durchschnittlich
zwei Jahre von der Planung bis zur Baugenehmigung vergehen. Die
Errichtung selbst dauert dann in der Regel nur etwa ein Jahr.
Derzeit haben wir im Neubau-Bereich Projekte mit einem Volumen von
134 Mio. Euro für die beiden kommenden Jahre, zudem verhandeln wir
im Bereich Revitalisierung über Objekte im Umfang von 112 Mio.
Euro.
Bezogen auf das einzelne Projekt haben Sie natürlich insofern
Recht, als es immer Verzögerungen geben kann oder umgekehrt - wie
beispielsweise in Bremerhaven - auch einmal überraschend schnell
geht. Aufgrund unserer umfangreichen Pipeline gleicht sich dies
bezogen auf unser Gesamtportfolio jedoch weitgehend aus, weshalb
wir auch in der Lage sind, schon jetzt eine Dividende von 0,40 Euro
für das laufende Geschäftsjahr konkret in Aussicht zu stellen - und
es geschafft haben, unsere Planung auch im dritten Jahr am
Kapitalmarkt einzuhalten bzw. zu übertreffen.
financial.de: Haben Sie bei der GWB denn genug
Management-Kapazitäten, um eine so große Zahl an Projekten
gleichzeitig abzuwickeln?
Dr. Herrmann: Die vier Neubauten, die im zweiten Halbjahr 2008
starten, sind schon eine stramme Herausforderung. Wir arbeiten aber
mit vielen externen Architekten, Bautechnikern und anderen
Dienstleistern eng zusammen und können daher sehr viele Aufgaben
delegieren. Im Kern fungieren wir daher als eine Art
„Oberbauleiter”, das begrenzt die erforderlichen Kapazitäten.
financial.de: Wie viele Projekte können Sie denn parallel
stemmen?
Dr. Herrmann: Das ist schwer zu sagen, da es auch ein wenig von der
Größe der einzelnen Projekte abhängt. Ganz grob würde ich sagen,
mit unserem derzeitigen Personalstamm schaffen wir etwa drei bis
vier Neubauten pro Jahr und können ebenso viele Revitalisierungen
anstoßen. Wir werden aber natürlich auch weiter organisch wachsen,
um die Kapazitäten auszubauen. Das muss jedoch in einem gesunden
Maß geschehen, wir werden nicht von aktuell 22 Mitarbeitern mal
eben schnell auf 50 Leute hochfahren.
financial.de: Sprechen wir kurz über Ihre Zahlen. Der Umsatz betrug
im vergangenen Jahr 7,1 Mio. Euro, 2006 waren es 47,4 Mio. Euro.
Wie kommt dieser Rückgang zustande, und wieso hat sich das Ergebnis
trotzdem von 2,2 auf 6,7 Mio. Euro verdreifacht?
Dr. Herrmann: Der ausgewiesene Umsatz sagt bei unserem Geschäft
kaum etwas aus, da hier nur ein Teil unserer Geschäftstätigkeit
auftaucht und sich deshalb starke Schwankungen zeigen. Wesentlich
aussagekräftiger ist die Gesamtleistung, die mit 53,5 (Vj. 45,8)
Mio. Euro grundsätzlich sehr viel konstanter verlief und sich zur
Einschätzung unseres Geschäftsumfangs besser eignet.
Ähnliches gilt für das Ergebnis: Da wir - wie oben erläutert - in
Nürnberg durch unsere Maßnahmen eine deutliche Steigerung der
Mieterlöse und damit des Objektwertes erreicht haben, müssen wir
hier Zuschreibungen in der GuV vornehmen. Diese tauchen zwar im
Ergebnis auf, werden aber erst bei der Veräußerung auch im Umsatz
sichtbar.
Noch deutlicher wird dieser Effekt bei unserem Verkauf in
Wuppertal: Da zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung für 2007 bereits
ein unterschriebener Kaufvertrag vorlag, mussten wir den höheren
Zeitwert des Objektes gemäß IAS 40 per 31.12. aktivieren. Der
Ertrag aus dieser Transaktion ist damit im abgelaufenen Jahr
enthalten, erst mit Fälligkeit des Kaufpreises im Juni wird jedoch
der Umsatz verbucht - stellt aber dann sozusagen lediglich einen
„durchlaufenden Posten” dar.
financial.de: An welchen Kennzahlen sollte sich der Anleger denn
Ihrer Ansicht nach am ehesten orientieren?
Dr. Herrmann: Ich denke, am aussagekräftigsten sind die
Gesamtleistung, das Jahresergebnis und unser Portfolio-Volumen, das
zum 31.12.2007 bei 98 Mio. Euro lag und aktuell 114 Mio. Euro
beträgt. Weitere Orientierungspunkte stellen sicherlich das
Eigenkapital von 29,3 Mio. Euro per Ende 2007 dar, was allein schon
einem Buchwert von fast 6 Euro je Aktie entspricht, und künftig
natürlich die Dividendenrendite.
financial.de: Stichwort Dividende. Wie sieht hier Ihre geplante
Politik aus?
Dr. Herrmann: Wir streben vor allem eine kontinuierliche
Dividendenzahlung an, können uns bei gutem Geschäftsverlauf aber
auch künftig tendenziell steigende Ausschüttungen vorstellen. Hier
werden wir einen aktionärsfreundlichen Kompromiss zwischen Wachstum
und Rendite finden.
financial.de: Wie ist die Bewertung der GWB-Aktie aus Ihrer Sicht
aktuell einzuschätzen?
Dr. Herrmann: Auf Basis der angekündigten Dividende für 2008
beträgt die Rendite der GWB-Aktie derzeit 7,2 Prozent, unser KGV
liegt auf Basis des Gewinns im abgelaufenen Jahr bei gerade einmal
4,1. Ich denke, dies ist aus Anlegersicht eine sehr attraktive
Bewertung, weshalb meine Vorstandskollegen und ich seit letzten
Herbst immer wieder einmal einige Stücke zugekauft haben - übrigens
auch schon bei höheren Börsenkursen.
financial.de: Sie haben sich die Möglichkeit zum Aktienrückkauf
einräumen lassen. Planen Sie, dieses Programm aktiv einzusetzen, um
die Unterbewertung der GWB-Aktie zu beseitigen?
Dr. Herrmann: Sollte die Unterbewertung der GWB-Aktie in naher
Zukunft bestehen bleiben, werden wir vom Aktienrückkauf gebraucht
machen. Derzeit haben wir dazu noch keine konkreten Pläne. Wir
wollen uns jedoch die Möglichkeit offen halten, hier gegebenenfalls
tätig zu werden. Ich bin aber zuversichtlich, dass der Kapitalmarkt
unsere Arbeit zunehmend honorieren wird und sich der Börsenkurs
auch dank unserer zuletzt weiter intensivierten und sehr offenen
Investor-Relations-Arbeit daher von alleine wieder dem fairen Wert
unserer Aktie annähert.
financial.de: Herr Dr. Herrmann, wir danken Ihnen für dieses
Gespräch und wünschen Ihnen mit der GWB weiterhin viel Erfolg.
Kontakt:
financial.de AG
Seitzstrasse 23
80538 München
Telefon: 089 / 210298 -0
Telefax: 089 / 210298 -49
E-Mail: info@financial.de
schrieb am 21.07.08 18:20:43
Antwort auf Beitrag Nr.:
34.316.763 von Bramautaler am 17.06.08
15:09:29GWB Immobilien kaufen
17.07.2008
HSH Nordbank AG
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HSH Nordbank AG,
Steffen Wollnik, rät unverändert zum Kauf der GWB Immobilien-Aktie
(ISIN DE000A0JKHG0 / WKN A0JKHG).
Die Krise an den Finanzmärkten habe auch die GWB Immobilien AG zu
spüren bekommen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe das Unternehmen
zwar mit 6,7 Mio. EUR Jahresüberschuss ein Rekordergebnis
verzeichnet, allerdings sei es dem Unternehmen nicht gelungen, die
geplanten Verkäufe zu realisieren und damit das Umsatzziel von 70
Mio. EUR zu erreichen. Das Management der GWB habe sich daher
entschieden, die Immobilien vorerst im Bestand zu halten. Der nicht
ganz freiwillige Portfolioaufbau der GWB sowie sich
verschlechternde Finanzierungsbedingungen würden den Spielraum
daher kurzfristig etwas einengen.
Die GWB agiere auf dem für Investoren attraktiven Markt für
Fachmarkt- und Einkaufszentren. Trotz Finanzmarktkrise und eines
kleiner gewordenen Investorenkreises sei nicht mit einem Einbruch
der Immobilienpreise zu rechnen, der ganz offensichtlich an der
Börse eingepreist werde. Die dortigen Kursverluste seien nach
Ansicht der Analysten nicht gerechtfertigt. Dies gelte auch für die
GWB-Papiere.
Die GWB habe aufgrund ihrer umfangreichen Projektpipeline
erhebliches Wachstumspotenzial. Diverse Projekte befänden sich in
der Realisierungsphase, so dass die Erträge daraus mittelfristig
vereinnahmt werden könnten.
Eventuelle Schwierigkeiten, die sich aus dem nicht erfolgten
Portfolioverkauf im vergangenen Geschäftsjahr ergeben hätten,
würden kurzfristig gelöst.
Die Analysten der HSH Nordbank AG reduzieren zwar ihr Kursziel von
13,50 auf 8,20 EUR, empfehlen die GWB Immobilien-Aktie aber
weiterhin zum Kauf. (Analyse vom 17.07.2008)
(17.07.2008/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des
Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
(Quelle. www.akitencheck.de)
schrieb am 23.07.08 18:33:07
Antwort auf Beitrag Nr.:
34.553.636 von Muckelius am 21.07.08
18:20:43 23.07.2008 18:22
GWB Immobilien AG: Bekanntmachung gemäß § 37v, 37w, 37x ff. WpHG
mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
GWB Immobilien AG / Vorabbekanntmachung über die Veröffentlichung
von
Rechnungslegungsberichten
Bekanntmachung nach § 37v, 37w, 37x ff. WpHG, übermittelt durch die
DGAP -
ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
---------------------------------------------------------------------------
Hiermit gibt die GWB Immobilien AG bekannt, dass folgende
Finanzberichte
veröffentlicht werden:
Bericht: Konzern-Finanzbericht (Halbjahr)
Veröffentlichungsdatum / Deutsch: 06.08.2008
Veröffentlichungsdatum / Englisch: 06.08.2008
Deutsch:
http://irpages2.equitystory.com/cgi-bin/show.ssp?id=7&companyName=gwb〈
uage=German
Englisch:
http://irpages2.equitystory.com/cgi-bin/show.ssp?id=7&companyName=gwb〈
uage=English
23.07.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
---------------------------------------------------------------------------
Sprache: Deutsch
Emittent: GWB Immobilien AG
Hauptstraße 1a
22962 Siek
Deutschland
Internet: www.gwb-immobilien.de
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
---------------------------------------------------------------------------
schrieb am 04.08.08 08:57:46
04.08.2008 08:31
DGAP-Adhoc: GWB Immobilien AG (deutsch)
GWB Immobilien AG: GWB und HSH Real Estate AG gründen Joint
Venture
GWB Immobilien AG (News/Aktienkurs) / Joint Venture
04.08.2008
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG,
übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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-------
Die GWB Immobilien AG gründet zusammen mit der HSH Real Estate AG
eine gemeinsame Projektgesellschaft. Die Geschäftsführung der neuen
Gesellschaft mit Sitz in Hamburg wird die GWB übernehmen. Es ist
beabsichtigt, der neuen Gesellschaft Gesellschafterdarlehen in Höhe
von zunächst 30 Mio. Euro nach ihrer Geschäftsaufnahme zur
Verfügung zu stellen. Das Gesamtinvestitionsvolumen in
Einzelhandelsimmobilien im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der
GWB Immobilien AG und der HSH Real Estate AG beträgt bis zu 100
Mio. Euro.
An der gemeinsamen Projektgesellschaft market 10 GmbH & Co. KG
ist die GWB mit 51 Prozent, und die HSH Real Estate AG mit 49
Prozent beteiligt.
Der HSH Real Estate AG wird außerdem eine Option zum Erwerb von
25,1 Prozent des Aktienkapitals an der GWB Immobilien AG
eingeräumt, die bei einer weiteren Kapitalerhöhung der GWB ausgeübt
werden kann. 04.08.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die
DGAP
schrieb am 06.08.08 08:48:46
06.08.2008 08:46
DGAP-News: GWB Immobilien AG (deutsch)
GWB Immobilien AG: Bericht zum 1. Halbjahr 2008 - GWB weiter auf
Kurs
GWB Immobilien AG (News/Aktienkurs) / Halbjahresergebnis
06.08.2008
Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP -
ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung
ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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- Portfoliovolumen auf 111 Mio. Euro angewachsen - EBIT steigt um
2,5 Mio. Euro - Meilenstein in der Geschichte der GWB: Joint
Venture mit HSH Real Estate AG gegründet
Hamburg, 6. August 2008. Die GWB Immobilien AG konnte im ersten
Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres alle
betriebswirtschaftlichen Kennzahlen - wie Umsatz, EBIT,
Jahresüberschuss und Ergebnis je Aktie - gegenüber dem Vorjahr
deutlich verbessern. Das Portfolio des Unternehmens ist auf 111
Mio. Euro angewachsen. Neben der erfreulichen operativen
Entwicklung des Unternehmens im ersten Halbjahr hat die GWB mit der
Gründung eines Joint Ventures mit der HSH Real Estate AG Anfang
August einen Meilenstein in ihrer Entwicklung erreicht.
Die Umsatzerlöse der GWB stiegen im ersten Halbjahr 2008 um 54
Prozent auf rund 4,9 Mio. Euro, nach 3,2 Mio. Euro im Vorjahr. Zu
diesem Anstieg haben in erster Linie die Mieterlöse in Höhe von 4,3
Mio. Euro beigetragen. Nach 2,8 Mio. Euro im Vorjahr entspricht
dies einer Steigerung der Mieteinnahmen um 53 Prozent. Das
operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist um 2,5 Mio.
Euro angewachsen und beträgt nun 0,4 Mio. Euro. Damit hat es sich
nach -2,1 Mio. Euro im Vorjahr deutlich verbessert. Die Bilanzsumme
der GWB hat sich auf 135 Mio. Euro erhöht.
Die GWB konnte im zweiten Quartal die Finanzierung für die Objekte
Bremerhaven und Buxtehude in einer Größenordnung von jeweils rund
10 Mio. Euro wie geplant sicherstellen. Mit den Objekten in Speyer,
Buxtehude und Bremerhaven wird das Unternehmen voraussichtlich noch
in diesem Jahr mit dem Bau im Volumen von insgesamt ca. 60 Mio.
Euro beginnen.
Mit der Gründung einer gemeinsamen Projektgesellschaft mit der HSH
Real Estate AG wird die GWB Immobilien AG einen erheblichen Teil
ihrer geplanten Investitionen zur Revitalisierung von
Einzelhandelsimmobilien realisieren können. Das Stammkapital der
neuen Gesellschaft beträgt 100.000 Euro. Die GWB ist an dieser
gemeinsamen Gesellschaft zu 51 Prozent und die HSH Real Estate AG
zu 49 Prozent beteiligt. Damit werden die Ergebnisse der
Projektgesellschaft in der GWB Immobilien AG konsolidiert. Durch
diesen Meilenstein avanciert die GWB Immobilien AG vom
Projektentwickler zum Asset-Manager und partizipiert mit kleinem
Kapitaleinsatz am Profit von einem Investitionsvolumen von 100 Mio.
Euro.
'Auch die GWB bekommt die Krise an den Finanzmärkten zu spüren -
dies schlägt sich vor allem in unserem Aktienkurs nieder, der
unsere positive Geschäftsentwicklung nicht abbildet,' so Dr.
Norbert Herrmann, Vorstands-vorsitzender der GWB Immobilien AG.
'Doch davon lassen wir uns nicht bremsen: Mit dem Baubeginn von
drei weiteren Objekten und dem Joint Venture mit der HSH Real
Estate AG, einem bedeutenden und starkem Partner, sind wir auf dem
Weg, auch das Jahr 2008 erfolgreich abschließen zu können.'
Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung hat sich die
GWB-Unternehmensgruppe zu einem Branchenspezialisten für die
Realisierung von großflächigen Einzelhandelsobjekten sowie die
Sanierung von Industrie- und Gewerbebrachen (Revitalisierung)
entwickelt. Der Fokus liegt dabei auf mittelgroßen Städten und
Vorzentren von Metropolen. Die Stärke des GWB-Geschäftsmodells
besteht darin, alle erforderlichen Leistungen - von der
Projektentwicklung über den Bau bis hin zur Vermarktung und
Verwaltung - aus einer Hand anzubieten und damit die gesamte
Wertschöpfungskette abzudecken. Insgesamt wurden über 40 Projekte
erfolgreich fertig gestellt. Derzeit verwaltet die im Prime
Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte GWB rund 30
Objekte und plant, ihr Immobilienportfolio konsequent weiter
auszubauen.
schrieb am 25.08.08 16:27:33
25.08.2008 15:45
GWB Immobilien AG: kaufen (HSH Nordbank AG)
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der HSH Nordbank AG,
Steffen Wollnik, rät unverändert zum Kauf der GWB Immobilien-Aktie
(ISIN DE000A0JKHG0 (News/Aktienkurs)/ WKN A0JKHG).
Die GWB Immobilien AG habe kürzlich die Geschäftszahlen für das
erste Halbjahr 2008 bekannt gegeben. Die Umsatzerlöse hätten rund
4,9 Mio. EUR nach 3,2 Mio. EUR im Vorjahr betragen. Das EBIT sei
von -2,1 Mio. EUR auf 443.000 EUR gestiegen. Das Ergebnis nach
Steuern habe ein Minus von 1,3 Mio. EUR verzeichnet, nachdem in der
gleichen Vorjahresperiode ein Verlust von 2,9 Mio. EUR angefallen
sei. Das Ergebnis je Aktie sei von -0,58 EUR auf -0,27 EUR
gestiegen.
Das Immobilienvermögen sei von 98,9 Mio. auf 111,2 Mio. EUR
gewachsen. Davon würden auf die als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien 49,9 Mio. EUR entfallen (51,8 Mio. EUR zum 31.12.2007).
Durch den Verkauf des Wuppertaler Objektes im ersten Quartal sei
das Volumen zwischenzeitlich auf 32,8 Mio. EUR gesunken. Der
Anstieg im zweiten Quartal gehe auf die Aufnahme des Spaldinghofs
in das Bestandsportfolio zurück. Die übrigen 61,3 Mio. EUR des
Immobilienvermögens würden sich in der Position Vorräte befinden.
Diese sei im ersten Halbjahr um 14,2 Mio. EUR gestiegen. Im
Wesentlichen basiere diese Veränderung auf der Postgalerie Speyer
(13,8 Mio. EUR). Das Investitionsvolumen für dieses Objekt betrage
bis einschließlich 2010 46 Mio. EUR.
Da durch die Veräußerung des Wuppertaler Objektes zunächst nur die
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 1,0 auf 20,6 Mio.
EUR gewachsen seien, seien die kurzfristigen Verbindlichkeiten
durch die getätigten Investitionen um 29,5 Mio. EUR auf 81,6 Mio.
EUR gestiegen. Bei einer Bilanzsumme von mittlerweile 135 Mio. EUR
betrage die Eigenkapitalquote 20,7%. Die liquiden Mittel würden
sich auf 1,5 Mio. EUR belaufen.
Die Quartalszahlen hätten kaum neue Erkenntnisse für die
Einschätzung des Unternehmens hervorgebracht. Die Analysten würden
weiterhin damit rechnen, dass die GWB durch den Verkauf einiger
Objekte einen positiven Jahresüberschuss erzielen werde. Des
Weiteren sichere die umfangreiche Projektpipeline das
mittelfristige Wachstum. Allein im laufenden Geschäftsjahr sollten
60 Mio. EUR investiert werden. Neben Speyer beginne die GWB mit dem
Bau von zwei Objekten in Buxtehude und Bremerhaven.
Zu diesen Wachstumsplänen passe die jüngste Meldung über ein Joint
Venture mit der HSH Real Estate AG, das die geplanten Investitionen
sichern solle. An einer gemeinsamen Projektgesellschaft namens
market 10 GmbH&Co. KG sei die GWB mit 51% beteiligt. Sie
übernehme zudem die Geschäftsführung. Zunächst seien Investitionen
in Höhe von knapp 100 Mio. EUR geplant. Der Fokus liege auf zu
revitalisierende Einzelhandelsimmobilien. Aktuell seien hier neun
Objekte in der Planung, die bis 2009 erworben werden sollten. Der
HSH Real Estate sei außerdem eine Option zum Erwerb von 25,1% des
Aktienkapitals eingeräumt worden, die bei einer Kapitalerhöhung der
GWB ausgeübt werden könne.
Konkrete Informationen darüber, welche Revitalisierungsobjekte der
GWB-Projektpipeline durch das Joint Venture realisiert werden
sollten, würden den Analysten noch nicht vorliegen. Sie würden
jedoch wissen, dass neben den ihnen bekannten Projekten einige
zusätzliche in Angriff genommen würden.
Die Analysten hätten daher ihre Prognoserechnung leicht geändert
und das Investitionsvolumen für die Jahre ab 2009 etwas erhöht.
Dementsprechend ändere sich der faire Wert von 8,20 EUR auf 9,00
EUR pro Aktie. Mittels der EVA®-Methode hätten die Analysten einen
Unternehmenswert je Aktie von 8,50 EUR berechnet. Das Ergebnis nach
DCF betrage 9,50 EUR. Das Anlagerisiko würden sie aufgrund der
Volatilität der Aktie nach wie vor als hoch einschätzen.
Die Einstufung der Analysten der HSH Nordbank AG für die GWB
Immobilien-Aktie lautet "kaufen" mit einem Kursziel auf Sicht von
zwölf Monaten von 9,00 EUR. Weiteres Kurspotenzial könnte sich
ergeben, sobald weitere Informationen über die Zusammenarbeit mit
der HSH Real Estate vorliegen würden. Die Kaufempfehlung basiere
weiterhin auf den Annahmen, dass die GWB auf dem für Investoren
attraktiven Markt für Fachmarkt- und Einkaufszentren agiere und
dank ihrer umfangreichen Projektpipeline erhebliches
Wachstumspotenzial besitze. Dieses habe sich durch market 10 noch
vergrößert. (Analyse vom 25.08.2008) (25.08.2008/ac/a/nw)
Analyse-Datum: 25.08.2008
schrieb am 06.10.08 16:12:05
Antwort auf Beitrag Nr.:
34.849.944 von zip_3009 am 25.08.08
16:27:33 06.10.2008 12:31
GWB Immobilien AG: GWB beginnt mit Bau des neuen Verbrauchermarktes
in Buxtehude
GWB Immobilien AG / Sonstiges
Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP -
ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber
verantwortlich.
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- Mieter ist plaza der coop eG
- Fertigstellung bereits im Sommer 2009
Hamburg, 6. Oktober 2008. Die GWB Immobilien AG, Spezialist für
Einzelhandelsimmobilien und Fachmarktzentren, hat heute mit dem Bau
des
geplanten Verbrauchermarktes in Buxtehude begonnen. Das Objekt mit
einer
Fläche von rund 5.500 m2 soll im Sommer 2009 an den Mieter plaza
der coop
eG übergeben werden.
Nachdem das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Weg für den Bau
des
geplanten Verbrauchermarktes am Standort 'Fairplay' frei gemacht
hatte,
erhielt die GWB im September eine Baugenehmigung von der Stadt
Buxtehude.
'Fast vier Jahre lang haben wir uns dafür eingesetzt, dieses
Bauvorhaben in
Buxtehude zu realisieren,' so Dr. Norbert Herrmann,
Vorstandsvorsitzender
der GWB Immobilien AG. 'Wir freuen uns sehr, heute mit den
Arbeiten
beginnen zu können und beabsichtigen, den Verbrauchermarkt im
kommenden
Sommer zu übergeben. Mit der coop eG aus Schleswig-Holstein haben
wir den
optimalen Mieter für das Objekt gefunden.'
Die plaza SB-Warenhäuser der coop eG bieten ein umfassendes
Lebensmittel-Vollsortiment mit einem Angebot von bis zu 70.000
Artikeln
sowie gastronomische Einrichtungen, Dienstleister und
Fachgeschäfte, die
den Vorkassenbereich ergänzen.
Mit mehr als 15 Jahren Erfahrung hat sich die
GWB-Unternehmensgruppe zu
einem Branchenspezialisten für die Realisierung von
großflächigen
Einzelhandelsobjekten sowie die Sanierung von
Einzelhandelsimmobilien
(Revitalisierung) entwickelt. Der Fokus liegt dabei auf
mittelgroßen
Städten und Vorzentren von Metropolen. Die Stärke des
GWB-Geschäftsmodells
besteht darin, alle erforderlichen Leistungen – von der
Projektentwicklung
über den Bau bis hin zur Vermarktung und Verwaltung – aus einer
Hand
anzubieten und damit die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken.
Insgesamt
wurden über 40 Projekte erfolgreich fertig gestellt. Derzeit
verwaltet die
im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte GWB rund
30
Objekte und plant, ihr Immobilienportfolio konsequent weiter
auszubauen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des
Unternehmens
www.GWB-Immobilien.de.
Presseanfragen:
Kirchhoff Consult AG, Janina Wismar
Tel.: 040/609186-50, janina.wismar@kirchhoff.de
06.10.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
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Sprache: Deutsch
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22962 Siek
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Fax: +49 4107 908072
E-Mail: info@gwb-immobilien.de
Internet: www.gwb-immobilien.de
ISIN: DE000A0JKHG0, DE000A0JRVH4, DE000A0JRVJ0
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in Hamburg, Düsseldorf, Stuttgart
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