Antwort auf Beitrag Nr.: 34.306.477
von Boersenlok am 15.06.08 22:15:43hallo
zusammen,
gute Idee von rots, einen neuen Thread zu eröffnen. boersenlok,
gerade eben hat wallstreet-online das Problem behoben. Nun ist der
Thread direkt der Aktie zugeordnet und auch für alle Interessierten
über das Kürzel wack01 leicht zu finden. Du hast recht, das
Vermietgeschäft ist äußerst lukrativ. Dies wird nun verstärkt
ausgebaut. Die Produkte sind zu Herstellungskosten im Mietpark, die
Abschreibung läuft über 4-6 Jahre und anschließend erfolgt ein
Verkauf der Maschinen als Gebrauchtgerät. Sehr lukrativ. Dies ist
auch ein Grund, warum die Produktionskapazitäten augenblicklich
enorm vergrößert werden. Der andere (noch wichtigere) Grund, neben
dem Ausbau des Vermietgeschäfts, ist der vielversprechende Ansatz,
die Produkte der Kompaktklasse (Bagger, Radlader, Dumper, etc.) nun
weltweit zu verkaufen. Hier macht sich die Fusion bezahlt. Neuson
Kramer hat die Kompaktprodukte (die bisher nur in Europa verkauft
wurden) und Wacker hat ein extrem gut vernetztes Service- und
Vertriebsgebiet mit Händlern weltweit. Der Wacker Neuson Vorstand
hat nun angekündigt, die Neuson Kramer-Produkte überall dort zu
verkaufen, wo seit Jahrzehnten die Wacker Light-Produkte (Rüttler,
Stampfer, etc.) verkauft werden. AR-Vorstand Neunteufel brachte es
kürzlich auf den Punkt: Neuson hat die Produkte, Wacker die Märkte.
Deshalb baut Wacker Neuson augenblicklich jedes Werk aus. Denn
selbst bei voll ausgelasteten Werken kann die Nachfrage derzeit
nicht einmal im Ansatz befriedigt werden. Liegt daran, daß Wacker
ein weltweites Vertriebsnetz hat und somit überall die Produkte an
den Mann bzw. Bauhändler bringen kann. Wir reden hier von über
5.200 Vertriebshändler an über 12.400 Standorten! In Europa unter
den bekannten Marken Weidemann, Kramer und weltweit unter dem Label
Wacker Neuson. Deshalb werden bzw. wurden Pfullendorf, Korbach,
Gotha, Tredegar, Linz-Leonding (diese im Kompakt-Bereich) und
Reichertshofen, Manila, Milwaukee und Norton Shores (diese im
Light-Bereich) enorm vergrößert. Jedes nun oder zukünftig mehr
produzierte Gerät bzw. jede Maschine ist Umsatz- und Ertragsplus
für den Konzern. Die neuen Werke werden über Jahre ausgelastet
sein. Das Potential - wenn die Produkte auf die weltweite
Vertriebsplattform gehoben werden - ist sehr, sehr groß. So wird in
Kürze die Dumper-Produktion der ehemaligen Neuson Ltd. in Tredegar
(Wales) von augenblicklich 1.800 St./p.a. auf 4.000 St./p.a. mehr
als verdoppelt. Investition 10 Mio. engl. Pfund. Ebenso in Linz
-Leonding (Österreich). Hier wird die Kettenlader- und
Mobilbagger-Produktion der ehemaligen Neuson Baumaschinen GmbH von
5.200 St./p.a. auf über 10.400 St./p.a. verdoppelt.
Investitionskosten rund 45 Mio. Euro. Der Umsatz steigt dort dann
von 200 auf 400 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl steigt von 350 auf
550. Bei Kramer in Pfullendorf wurde für 35 Mio. Euro ein neues
Werk (bisher Überlingen) gebaut. Die Produktion steigt von 3.500
St./p.a. auf 6.500 St./p.a. (im Zweischichtbetrieb bis auf 10.000
St./p.a.). Die Mitarbeiterzahl liegt nun bei 450. Der Umsatz wird
sich von 160 Mio. Euro im kommenden Jahr mehr als verdoppeln (vor
vier Jahren lag der Umsatz noch bei 40 Mio. Euro). Hier werden
Allrad-Radlader produziert. Und last but not least Weidemann. Hier
wurde in Korbach ein neues Werk errichtet. Die Mitarbeiterzahl
stieg auf 150. Der Umsatz lag in 2007 bei 85 Mio. Euro und wird in
2008 verdoppelt. Denn die Produktion wurde von 3.000 St./p.a. auf
6.000 St. verdoppelt. Hier werden Teleskoplader für die
Landwirtschaft hergestellt. Investition 20 Mio. Euro. Und dies
alles nur im Kompaktbereich. Im Light-Segment - dem eigentlichen
Kern- bzw. Stammgebiet von Wacker wurde bzw. wird ebenso kräftig
investiert. So wurde das Werk in Reichertshofen für
Vibrationsplatten und Innen-/Außenrüttler vergrößert, das Werk in
Manila (Trennschneider, Vibrationsbohlen) in der Kapazität mehr als
verdoppelt, in Milwaukee wurde der Bereich Flügelglätter erweitert
und in Norton Shores ein komplett neues Werk für die ehemaligen
Ground Heaters-Produkte (Heizgeräte) errichtet und um den Bereich
mobile Generatoren und Beleuchtungsanlagen erweitert. Fazit: Die
Vorzeichen stehen auf Wachstum. Wacker Neuson hat weltweit über 30
Tochtergesellschaften und 180 Standorte. Wenn man dann noch das
vorhin zitierte weltweite Händlernetz (5.200 Vertriebshändler an
über 12.400 Standorte) hinzu nimmt und dann bedenkt, daß dort
bisher nur die Kernprodukte im Light-Bereich vertrieben wurden,
läßt sich das Potential erahnen, wenn nun zu den Wacker-Produkten
noch die Neuson-Produkte hinzu kommen. Wer dies versteht, versteht
auch, warum die Fusion von Wacker mit Neuson enormen Sinn macht und
sich langfristig für die Aktionärte auszahlen wird.
In diesem Sinne, watchlisting