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schrieb am 24.06.08 08:47:24
schrieb am 24.06.08 09:16:27
schrieb am 24.06.08 11:23:12
Antwort auf Beitrag Nr.:
34.359.202 von B_Spawn am 24.06.08
09:16:27endlich hatte eine/einer den Mut für einen NEUEN
Threadtitel:
und die Prognosen bleiben...............
trotz einer seit März 08, mal gerade 3 Monate gewaltigen
Kurssteigerung !!
schrieb am 24.06.08 12:55:47
Hallo,
algodyne sagst du die performance vorher oder ein analyst?
wenn analyst dann bitte quelle angeben. danke
gruß arry07
schrieb am 24.06.08 13:40:41
Momentan siehts gut aus, K&S ist scheinbar auf die Butterseite
gefallen bei den momentanen Megatrends.
Ich bewundere immer Leute, die in so nen Exponentialchart noch
reinkaufen. Da gehört Mut dazu. Man kauft praktisch die Situation
wie sie sich heute darstellt, wie sie für jeden sichtbar ist.
Jegliche Überraschung führt dann natürlich zu heftigen Ausschlägen
nach unten. Und weil Leute, die in sowas noch reingehen, stets
stoplosses setzen, gehts dann wirklich gewaltig runter.
Aber vielleicht bleiben Überraschungen ja aus, und es wird wirklich
jede Grünfläche auf der Welt in Agrarland umgewandelt. Man weiß es
nicht.
schrieb am 24.06.08 23:10:41
Antwort auf Beitrag Nr.:
34.361.925 von Pfandbrief am 24.06.08
13:40:41hallo,
sooo viel mut gehört nun auch wieder nicht dazu, einen wert mit kgv
unter 10 zu kaufen.
""""""""""Jegliche Überraschung führt dann natürlich zu heftigen
Ausschlägen nach unten.""""""""
oder nach oben!
eine überraschung ist schliesslich etwas, was keiner weiss, deshalb
kann sie genau so gut possitiver natur sein!
gruss uraltkali
schrieb am 25.06.08 00:13:01
Für 2009 liegen die Gewinnschätzungen der Analysten laut Onvista
zwischen 16,36 € und 47,65 € pro Aktie. Daraus kann man dann ein
aktuelles KGVe 2009 zwischen 7,5 und 23 errechnen, wenn man
will.
Irgendeine Bedeutung für die Kursentwicklung hat das nicht. Die
Aktie kann nur weiter steigen, so lange das Sentiment noch
Steigerungspotential hat, d. h. so lange die allgemeine
Einschätzung immer positiver wird.
Ob das hier noch möglich ist, darf bezweifelt werden. Mir scheint,
dass in der öffentlichen Einschätzung der Aktie bereits Extremwerte
erreicht sind.
Technisch ist die Aktie in den längeren Einstellungen bei einem
noch intakten steilen Quartärtrend maßlos überkauft. Der Trendbruch
ist nur eine Frage der Zeit.
In einer Woche ist die Monatskerze fertig. Sie dürfte bereits
Aufschluss geben über die weitere Entwicklung.
schrieb am 25.06.08 02:49:06
@orlandus:
k+s hat 2x in wenigen Monaten die Ergebnisprognosen deutlich
erhöht. Zuletzt vor kurzem wieder um 30%. So schnell werden die
Gewinnerwartungen bei onvista gar nicht angepasst. Die niedrigste
aktuelle schätzung für 2009 kommt von der deutschen Bank: 32,5 euro
Gewinn pro Aktie. (Die Bank weist aber daraufhin, dass sie diese
Prognosen nochmals um 30% erhöhen müsste, wenn sich die letzten
preise von bis zu 1000dollar pro tonne durchsetzen). Aber egal ob
jetzt 32,5 oder 47,65 je Aktie: Ein kgv im bereich von 7 bis 11
würde ich angesichts des Gewinnwachstums nicht unbedingt als
überteuert bezeichnen
Die häufigen Prognosenerhöhungen sind auch das Dilemma der Aktie:
Charttechnisch überkauft, fundamental billig.
Zum Verständnis ein Zitat aus einer neuen Kaufempfehlung bezüglich
Potash und des Sektors (quelle börsego):
"Die gesamte Branche befindet sich schon seit längerer Zeit in
einer Boomphase, denn Düngemittel werden überall auf der Welt stark
nachgefragt. So ist es durch den Einsatz von mineralischen Düngern
möglich, dem Boden exakt das zurückzugeben, was die Pflanzen ihm
entzogen haben. Das Ergebnis: Die Bauern sind in der Lage, die
Erträge pro Hektar zu steigern. Dabei machen die Kosten für die
Düngemittel dennoch nur 2-3% der Gesamtkosten aus und können zudem
noch über die höheren Preise an die Abnehmer weitergegeben
werden.
(...) So beträgt das 2009er KGV auch nur noch 7,5."
Auch heute wurde Potash erneut empfohlen:
"Die Analysten der UBS stufen die Aktie von Potash (ISIN
CA73755L1076 (News)/ WKN 878149) unverändert mit "buy" ein. Das
Kursziel werde von 250 auf 285 USD angehoben.
(24.06.2008/ac/a/u)
Analyse-Datum: 24.06.2008"
Ich hoffe, dass k+s nochmal in den Bereich von 350 Euro
zurückkommt, das täte der Charttechnik immens gut und würde viele
Zocker vertreiben.
Bereiche um 300-330 euro werden wir wohl eher nicht wiedersehen.
Die Kurse hatte k+s nämlich schon vor der letzten 30%
Prognoseerhöhung erreicht.
Habe vorhin an der NYSE ein paar Agrium für 106Dollar gekauft.
Nachbörslich lagen Potash& Co schon wieder ein stück höher.
schrieb am 25.06.08 15:23:59
Ein guter Artikel aus dem anderen Thread:
Rohstoffpreise und Spekulation
Von Rainer Sommer
Vom Boom zum Crash? Eine Analyse
Die Preise von Nahrungsmitteln und Rohstoffen explodieren. Denn
einerseits erreichen jährlich vielleicht 40 Millionen Menschen in
ehemaligen Entwicklungsländern erstmals westliches Konsumniveau,
was die weltweite Nachfrage zweifellos steigen lässt. Andererseits
scheinen die aktuellen Preise für z.B. Öl stark von den
Spekulationen der Finanzmärkte getrieben. Dann wäre aber in
absehbarer Zeit mit einer Art von Crash und rapide fallenden
Preisen zu rechnen.
Der Deutsche Soziologe Max Weber hat Spekulation vor mehr als 100
Jahren einfach als die "auf Gewinn am Unterschied zwischen Kauf-
und Verkaufspreis einer börsengängigen Ware abzielende
Handelstätigkeit" definiert. Im bestehenden ökonomischen System ist
die professionelle Spekulation dabei nicht nur schlecht, sondern
sie erfüllt für das Funktionieren des Finanzsystems unabdingbare
Funktionen. So sorgt die regionale Spekulation ("Arbitrage") für
den Ausgleich der Preise desselben Handelsgutes an verschiedenen
Börsen.
In der zeitlichen Dimension, bei Termingeschäften, wirken die
Spekulanten Preis stabilisierend und sorgen generell für
Liquidität. Problematisch wird es, wenn übermäßige Spekulation
dafür sorgt, dass die Preise nicht mehr die realen Verhältnisse von
Angebot und Nachfrage widerspiegeln, sondern es zu starken
Übertreibungen kommt. Denn diese werden anschließend rabiat
korrigiert, wobei es in der Regel zu Übertreibungen nach unten
kommt und eine Verwüstung der Finanzmärkte die Folge ist.
Findet ein Spekulant also gute Gründe, warum ein Handelsgut in
Zukunft mehr kosten wird als heute, dann wird er eine Option
kaufen, die ihm erlaubt, dieses Gut zu einem zukünftigen Zeitpunkt
- sagen wir in drei Monaten - zu einem heute festgelegten Preis
kaufen zu können. Dieser zukünftige Preis kann nun über
("contango") oder unter ("backwardation") dem aktuellen Marktpreis
liegen. Denn der Spekulant muss natürlich jemanden finden, der
bereit ist, ihm heute dieses Gut auf drei Monate zu verkaufen.
Das könnte bei Weizen z.B. ein Produzent sein, der sich heute schon
den als hoch empfundenen Preis für seine Ernte sichern will. Oder
aber ein anderer Spekulant, der eine gegenteilige Erwartung hat. Je
weniger also bereit sind, auf Termin zu verkaufen, umso höher ist
der Preisaufschlag, den der Spekulant zu zahlen hat. Nur bewegt
sich der Terminpreis immer ziemlich in der Gegend des aktuellen
Kurses, denn andernfalls wird es rational, das Gut heute real zu
kaufen und einzulagern, wodurch der Terminpreis selten deutlich
über den aktuellen Kurs plus Finanzierungs- und Lagerkosten steigen
wird. Umgekehrt ziehen die Preise auf den Futures-Märkten daher
auch zwangsläufig die Kurse am Spotmarkt nach oben.
Bei stark steigenden Preisen sind allerdings immer hohe Gewinne zu
erzielen, was eine enorme Anziehungskraft auf weitere Spekulanten
ausübt. Und da die Rohstoffpreise sich seit gut fünf Jahren in
einem ununterbrochenen Aufwärtstrend befinden, ist es kein Wunder,
dass sich die globalen Finanzmärkte magisch von diesen
Gewinnchancen angezogen fühlen. So waren Rohstoffengagements vor
zehn Jahren noch nicht als Investmentkategorie etabliert und in
kaum einem Portfolio eines Fondsmanagers zu finden, Heute
investiert selbst die konservativste Lebensversicherung in
Rohstoffe und auch Kleinanlegern ist der Markt über Zertifikate so
einfach zugänglich wie der Aktienmarkt.
Der US-Ökonom Charles Kindlberger erkennt nun vereinfacht vier
typische Phasen einer spekulativen Übertreibung: Zuerst die
"Auslösung", wobei reale Ereignisse Anlass geben, auf steigende
Preise zu hoffen. Das ist beim aktuellen Rohstoffboom sicherlich
gegeben. So ist seit Jahren von Peak Oil die Rede, dem heran
nahenden Zeitpunkt des globalen Öl-Fördermaximums; und allein in
China werden jährlich 20 Millionen Menschen neu in das westliche
Industriesystem integriert, was sie dann auch auf westlichem Niveau
Rohstoffe konsumieren lässt. Nimmt man freilich den Weltmarkt, der
inzwischen sicherlich mehr als eine Milliarde Menschen umfasst, die
auf westlichem Niveau konsumieren, dann belaufen sich die
entwicklungsbedingten Konsumzuwächse jährlich nicht einmal auf ein
halbes Prozent. Ebenso übersteigt die Ölproduktion derzeit die
Nachfrage, was die Preise aber nicht vom Steigen abhält.
Laut Kindlberger sind wir folglich in der Boomphase, während der
immer mehr in diesen Sektoren investiert wird, neue Gewinnchancen
auftreten und sehr viel Kredit mobilisiert wird, zumeist durch die
Einführung neuer Finanzinstrumente. Auch dies ist zweifellos in
breiter Front am Rohstoffsektor geschehen, etwa durch die
Einführung von Rohstoffzertifikaten.
Den stärksten und dabei stark schwankenden Preisauftrieb erfährt
das Handelsgut allerdings in der Phase der Euphorie, bei der immer
breitere und unbedarftere Kreise in die Spekulationen hineingezogen
werden. Erfahrene Spekulanten nutzen nun diese neue Käuferschicht
um ihre Gewinne zu realisieren. Allerdings haben sich die berühmten
Milchmädchen und Taxifahrer bislang noch kaum in erfolgreiche
Rohstoffspekulanten verwandelt. Somit fehlt noch ein klassisches
Merkmal einer Spekulationsblase. Das könnte aber auch daran liegen,
dass diese momentan damit beschäftigt sind, über die hohen Preise
zu klagen und nicht über Geld zum Spekulieren verfügen. Aber wie
die jüngste Bankenkrise gezeigt hat, sind auch die professionellen
Geldmanager durchaus zu einigen Blödheiten fähig, so dass man
allein daraus nicht darauf schließen sollte, es liege noch keine
Spekulationsblase vor.
Laut Kindlberger folgen letztlich jedenfalls unweigerlich Panik und
Crash, der zumeist dadurch charakterisiert ist, dass der
Preiszerfall erst endet, wenn der Preis des Spekulationsgutes weit
niedriger liegt als am Anfang des Booms. Was die Folgen wären, kann
man sich ausmalen. Die derzeit verwegen auftretenden Rohstoffländer
Afrikas, Südamerikas und Russland würden in eine tiefe Krise
schlittern und weite Teile der hiesigen Bevölkerung könnten sich
selbst die billigeren Preise kaum noch leisten. Schwieriger sind
die Folgen für die westlichen Industriestaaten, China und Indien
einzuschätzen. Denn zwar profitieren sie von den billigeren
Preisen, doch könnte die Vermögensvernichtung und die darauf
folgende Zerrüttung der Finanzmärkte diese Vorteile durchaus mehr
als kompensieren.
Quelle: Telepolis
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