Antwort auf Beitrag Nr.:
34.693.873 von thoraxsnaz am 09.08.08
22:36:10...also, mit Verlaub, dass die Firma den Bach
runter geht - das ist
etwas sehr sinpel betrachtet.
Die italienische KFZ-Industrie ist solider, weil flexibler als ihre
deutschen Pendants. Der vielgeschmaehte F-ehler-in-allen-Teilen,
sprich FIAT, hat geschaft, was selbst der Daimler nicht geschafft
hat, naemlich eine Verfuenffachung des Boersenwertes binnen 24
Monaten.
Das es seither zu teils drastischen Kurskorrekturen gekommen ist,
entspricht den Gegebenheiten des Boersenparketts. Gleiches laesst
sich schliesslich auch von den deutschen Autobauern sagen.
In jedem Fall aber partizipiert Pirelli in vollem Umfang an den
Erholungen und bietet einen historisch guenstigen
Einstiegskurs.
Selbst die Moeglichkeit eines turnarounds, also eines Kursanstiegs
bis auf wenigstens 80 cent (= + 100%), halte ich bis Ende 2008 fuer
wenn auch wenig wahrscheinlich, so doch nicht fuer vollstaendig
unmoeglich.
Letztlich haengt aber hinsichtlich eines Engagements auch vieles an
der eigenen Anlagestrategie, die in meinem Fall durchweg auf
kurzfristige Erloese im oberen einstelligen Prozentbereich
ausgerichtet ist.
Deshalb ist es aus meiner Sicht auch ziemlich irrelevant, ob ein
Unternehmen sich gerade im Steilflug Richtung Insolvenz befindet
oder auf hohem Niveau duempelt - entscheidend fuer den kurzen trade
ist die Volatilitaet des Papiers.
IN meinem ersten Beitrag hier im Forum habe ich im Mai den Ausbruch
der Beate-Uhse-Aktie klar prognostiziert und sehe mit Blick auf den
Pirelli-Chart erfreuliche Parallelen, wobei das Gluck es
bescheidet. dass Pirelli nicht von einem Rothermund-clan gesqueezt
wird, sondern von kompetenten Managern dynamisch gefuehrt.
Wer jedoch kein Freund taeglicher Boersensessions am rechner ist
und ein aussichtsreiches papier fuer ein longtime-invest sucht, der
sollte in der Tat die Finger von der Pirelli lassen.