Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?
 
Seite 1 von 6

Immobilien sind kein Schutz vor Inflation - Vorsicht bei der Altesvorsorge mit Immobilien

Diskussionsstatistik
eröffnet am 12.09.08 09:12:36
von
neuster Beitrag 24.09.08 19:48:35
von

Anzahl Beiträge: 58
Aufrufe gesamt: 31.973
Aufrufe heute: 0
Diskussionsnr.: 1.144.163
Beitrag schreiben
Ansicht

[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 12.09.08 09:12:36
Beitrag Nr.1 
(35.071.611)
Antwort
Zitat
Eine Studie zeigt, dass die Wertentwicklung von Immobilien der Teuerungsrate stark hinterherhinkt. In ländlichen Regionen verzeichnen Hausbesitzer derzeit sogar herbe Wertverluste. Experten rechnen für die kommenden Jahren mit einem weiteren Preisverfall.


Bausparkassen, Makler und Bauträger bewerben Eigenheime gern als inflationsgeschützte Kapitalanlagen. Steigen die Teuerungsraten, erhöhen sich auch die Immobilienpreise, da Menschen in unsicheren Wirtschaftsphasen Zuflucht in solide Sachwerte suchen – so lautet zumindest die Theorie. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln kommt nun allerdings zum gegenteiligen Ergebnis: „Immobilien bieten keinen Inflationsschutz“, sagt IW-Ökonom Markus Demary.


Über 35 Jahre hinweg haben die Kölner Wirtschaftsforscher die Entwicklung der Immobilienmärkte in zehn Ländern, darunter auch in Deutschland, untersucht. Exakt wurde dabei verglichen, wie sich die Immobilienpreise in Relation zur Teuerungsrate verhalten. Das Ergebnis ist ernüchternd: In neun der zehn Märkte sind danach die Immobilienwerte nicht stark genug gestiegen, um die Kaufkraftverluste zu kompensieren, die Grundeigentümer durch die Teuerung hinnehmen mussten. Demary: „Real haben die Immobilienbesitzer Verluste eingefahren.“



Zu einem ähnlichen Ergebnis kamen die Immobilienforscher von BulwienGesa bei einer Analyse der Preisentwicklung an den deutschen Gewerbeimmobilienmärkten in den vergangenen 17 Jahren. Danach hinkte der Wertzuwachs von Büro-, Einzelhandels-, Hotel- und Logistik?immobilien im Durchschnitt rund 22 Prozent dem Teuerungsindex hinterher.



Dass die Theorie des automatischen Inflationsschutzes nicht aufgeht, erklären die IW-Experten wie folgt: „Bei steigenden Teuerungsraten ziehen die Notenbanken die Zinszügel straff“, erläutert Demary. „Dadurch verteuern sich die Kosten für Hypothekendarlehen, die Nachfrage nach Immobilien geht zurück und somit auch ihr Preis.“




http://www.welt.de/finanzen/article2429910/Eigenheime-taugen…


Avatar
schrieb am 12.09.08 09:40:48
Beitrag Nr.2 
(35.072.091)
Antwort
Zitat
Immobilienforscher :laugh:

Das wäre für mich ein Vorschlag für das Unwort des Jahres!
Avatar
schrieb am 12.09.08 10:11:00
Beitrag Nr.3 
(35.072.595)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.071.611 von 47Elfen am 12.09.08 09:12:36guter Artikel, danke! DAS ist die Wahrheit!

Dazu passt auch ein Artikel aus der Wirtschaftswoche, den all die Typen, die am Hausbau, Hausverkauf sowie Hauskrediten etc. gut verdienen (Makler, Banken, Bausparkassen etc.) natürlich garnicht in den Kram:

http://www.wiwo.de/finanzen/wenn-der-traum-vom-eigenen-heim-…
Avatar
schrieb am 12.09.08 10:11:21
Beitrag Nr.4 
(35.072.601)
Antwort
Zitat
das mag sein, aber die nachfrage entscheidet auch den preis mit, in einem Hochzyklus wird eben jeder preis gezahlt und in einem tief werden halt niedrigere Preise gezahlt.

Bei einer Immobilie als Geldanlage tue ich mich auch schwer, bei einer Immobilie als Eigennutzung möchte ich mich auch daran erfreuen und was einem gefällt kann man nicht immer mieten.

Wie heißt es so schön, Lage, Lage, Lage das die die Argumente für eine Immobilie

und seit fast 20 Jahren dominieren unsere Ostnachbarn das Preisgeschehen und da werden halt zum Teil niedrige Löhne gezahlt. Oder auch Schwarzarbeit.

Außerdem muß man sich eine Immobilie auch leisten können und wollen. :rolleyes:
Avatar
schrieb am 12.09.08 10:13:35
Beitrag Nr.5 
(35.072.644)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.072.595 von Fruehrentner am 12.09.08 10:11:00Allerdings spricht FÜR den Hauskauf das subjektive Gefühl und der im Idealfall auftretende Gewinn an Lebensqualität, in den eigenen 4 Wänden zu auf eigenem Grundstück zu wohnen, ohne Vermieterärger etc. Muss jeder für sich entscheiden, ob ihm die Ausgaben das wert sind.

Aber Rendite erzielt man mit einem selbstgnutzetn HAus i.dR. nicht, eher im Gegenteil.
Avatar
schrieb am 12.09.08 10:25:31
Beitrag Nr.6 
(35.072.877)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.072.644 von Fruehrentner am 12.09.08 10:13:35Den Argumenten meiner Vorredner schließe ich mich an.

Jedoch gibt es einen Aspekt der SELBSTGENUTZTEN Immobilie : In der Rentenzeit ist bei einer abgezahlten Immobilie ein Kalkulationsfaktor (Sicherheit vor steigenden Mieten) extrem wichtig. Alles andere wird zum va-banque Spiel. Nur so läßt sich bei unserem Raffgierstaat, der in Wirklichkeit ja jede Form der Altersvorsorge mit fetten Steueren belegt, eine steuerfreie Rendite erzielen.

stevee
Avatar
schrieb am 12.09.08 10:30:56
Beitrag Nr.7 
(35.072.971)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.072.877 von stevee am 12.09.08 10:25:31Na und? Bei einer selbstgenutzetn Immobilie trägst du dafür die laufenden Instandhaltungs- und Modernisierungskosten, die zwangsläufig anfallen und z.T. beträchtlich sind, insbes. nach ca. 35 oder 40 J. Alter der Immobilie. Es sei denn, du lässt die Bude verfallen. Von wegen "mietfrei im Alter"! Das ist ein billiger Werbespruch, auf den leider immer noch fast alle reinfallen.

Und bitte nie verwechseln bei der ganzen Vergleichsrechnerei: Immer nur die Kaltmiete mit den Kosten für ein Eigenheim vergleichen!
Avatar
schrieb am 12.09.08 11:03:58
Beitrag Nr.8 
(35.073.494)
Antwort
Zitat
Das betrifft die Vergangenheit, genausogut könnte man sagen das Aktien als Altersvorsorge keinen Sinn macht (sind seit 10 Jahres nicht mehr gestiegen).

Was ist z.B. wenn die Inflation exorbitant steigt und das Geld plötzlich nix mehr wert ist (hatten wie im letzten Jahrhundert 2 x), vielleicht findet man dann garkeine Wohnung mehr weil es sich nicht lohnt zu vermieten oder nur gegen Naturalien. Hab zwar kein VWL oder BWL studiert aber wenn man in die USA schaut wieviel Geld da im Moment gedruckt wird und wieviele Dollarreserven China und Rußland angehäuft haben kann man schon Angst bekommen.
Avatar
schrieb am 12.09.08 11:05:05
Beitrag Nr.9 
(35.073.520)
Antwort
Zitat
Man sieht, zur Immobilie gibt es sehr unterschiedliche, zum Teil vorurteilbelastete und oft auch typisch deutsche Einschätzungen.
Vor allen Dingen von Frührentner, für den ja alle mit dem Bau und der Vermarktung von Immobilien Beteiligten einfach "Typen" sind.

Wir haben, was den realen Immobilienbesitz und auch die persönliche Einstellung zur selbstgenutzten Immobilie ansich betrifft, in Deutschland ein sehr starkes Nord-Südgefälle. In Baden-Wttb. und Bayern z.B. ist die eigene Immobilie ein Grundbedürfnis, in NRW z.B. eher eine Ausnahme.

Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, daß die Immobilie nicht in erster Linie ein Renditeobjekt war, ist oder werden muß. Wenn man nun beginnt, auch bei den Immobilien das derzeit weitverbreitete und leider allzu typische "Quartals-Renditedenken" anzuwenden, liegt man völlig falsch. Die selbstgenutzte Immobilie ist, war und bleibt ein wesentlicher Bestandteil der optimalen Altersvorsorge. Und nur unter diesem langfristigen Aspekt kann man eine Immobilie bewerten. Unabhängig davon, was unsere von wem auch immer beauftragten "Pseudo-Immobilienforscher" da auch immer recherchieren. In einem gebe ich jedoch völlig Recht: wenn mann die Immobilie für reine Anlagegeschäfte missbraucht (was ja in den Neunziger Jahren in Deutschland gerade auch aufgrund der nachweislich vorhandenen Renditegier betroffener Anleger möglich und auch der Fall war), dann verkommt diese eben zu einem reinen Spekulationsobjekt. Die selbstgenutzte Immobilie war, ist und bleibt sicherlich ein selbstverantwortliches, konservatives und relativ sicheres Instrument zur Optimierung der Altersvorsorge.

Das hätte die Rente eigentlich auch sein und bleiben sollen. Aber die wurde ja von "den beteiligten Typen" anderweitig verbraucht.
Avatar
schrieb am 12.09.08 11:12:00
Beitrag Nr.10 
(35.073.643)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.073.520 von Longvest am 12.09.08 11:05:05"Die selbstgenutzte Immobilie ist, war und bleibt ein wesentlicher Bestandteil der optimalen Altersvorsorge"

Ich wusste, dass der Spruch kommt :laugh::laugh: Nix als die ewig wiederholten Parolen :laugh::laugh::laugh:

Ist es Sinnvoll, alle Überschussliquidität, die man als Privatmann hat, zu (nahezu) 100 % in Steine anzulegen?
:rolleyes:

Niemand würde ja auch auf die Idee kommen, alles Ersparte und künftig ersparte in einer einzige Aktie anzulegen, oder?
:rolleyes:

[ Seite: 123456neuster Beitrag ]

Beitrag zu dieser Diskussion schreiben