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Goldenes Mittelalter 2.0 - Ein Weg aus der Krise? ( Seite 10)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.09.08 09:10:27
von
neuster Beitrag 11.02.09 09:13:12
von

Anzahl Beiträge: 165
Aufrufe gesamt: 11.230
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Diskussionsnr.: 1.144.509
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[ Seite: 12391011151617neuster Beitrag ]

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schrieb am 27.09.08 12:34:01
Beitrag Nr.91 
(35.304.754)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.304.688 von LordofShares am 27.09.08 12:26:11Das ist falsch, siehe Posting #77 von Borealis...

-hab ich schon gelesen...
Wenn der Staat an Jeden zinslose Darlehen vergibt, dann wird einfach NIEMAND mehr ausser dem Staat Geld verleihen.

Dazu braucht man kein Schwundgeld.
-Zinslose Darlehen vom Staat für Alle und das "Problem" des zinsen nehmens ist erledigt.
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schrieb am 27.09.08 12:48:30
Beitrag Nr.92 
(35.304.875)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.304.754 von knudolf am 27.09.08 12:34:01Im Übrigen haben wir bereits ein Schwundgeld. Das Papiergeld verliert via Inflation ständig an Wert.

Deshalb leiht Otto Normalverbraucher sein Erspartes einer Bank, welche ihm ungefähr so viel Zinsen zahlt, dass der Inflations-Schwund ungefähr ausgeglichen wird (m.E. sogar weniger als der Inflationsschwund).
Otto Normalverbraucher spart sich dadurch, dass er das Geld einer Bank leiht, die Mühe, selbst einen Kreditnehmer finden zu müssen, dessen Bonität zu prüfen etc...
Die Bank fungiert hier als Dienstleister, die dem Geldverleiher diese Mühen abnimmt. Für dieses Dienstleistung berechnet sie eine Gebühr in Form eines bestimmten Prozentsatzes an dem Zins, den sie vom letztendlichen Kreditnehmer nimmt.

Genau so wird es auch in einem Schwundgeld-System funktionieren. -Zum Schwundausgleich suche ich mir einen Kreditnehmer, der mir mindestens den Schwund an Zinsen zahlt, damit mein Vermögen nicht wegschmilzt. Ich suche diesen Kreditnehmer nicht selbst, sondern beauftrage damit einen Dienstleister -die Bank.

Diese Dienstleistung der heutigen Banken, Kreditnehmer für meine Geld zu finden, ist doch aber auch gar nicht das Problem am heutigen Geldsystem, sondern das Problem ist, dass die Geschäftsbanken eingezahltes Bargeld, gesetzlich legitimiert, bis zu 50 mal weiterverleihen dürfen und -somit Geld erschaffen, wodurch die Inflation, wegen der die Kunden ihr Geld bei der Bank einzahlen (Schwundbekämpfung) erst entsteht. -m.E. ein Betrug.
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schrieb am 27.09.08 13:02:30
Beitrag Nr.93 
(35.304.986)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.304.754 von knudolf am 27.09.08 12:34:01"dann wird einfach NIEMAND mehr ausser dem Staat Geld verleihen"

Wir haben da kein Problem damit. Du darfst gern auf deinem Geld sitzenbleiben und immer schön die Umlaufsicherungsgebühr zahlen.
Auch die Drohung mit Kapitalflucht läuft ins Leere.
Dein Geld ist schon draußen. Die Freigeldwährung wird nicht der Euro sein. Die hier noch rumschwirrenden Euros werden behandelt wie jede andere fremde Währung mit einem frei floatenden Wechselkurs zur Freigeldwährung. Und ich hab keinen Zweifel, daß der Euro-Kurs in kürzester Zeit abschmiert.
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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 27.09.08 14:30:24
Beitrag Nr.94 
(35.305.689)
Antwort
Zitat
Könnte der Staat nicht mittels der Mehrwertsteuer problemlos dem Finanzkreislauf Geld entziehen, indem er einfach einen kleinen Teil der Mehrwertsteuer nicht mehr selbst ausgibt?

Das ist kein Witz. Bei einem guten und effizienten System (Staat) hätte der Staat mehr als genug Geld und in einem ineffizienten System ist sowieso Hopfen und Malz verloren.
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schrieb am 27.09.08 14:33:30
Beitrag Nr.95 
(35.305.713)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.304.703 von knudolf am 27.09.08 12:28:10Wenn das nur so einfach wäre ! Fakt ist: Dem Zins kann niemand entrinnen, Zinsen bezahlen wir alle, auch diejenigen unter uns, die sich gar kein Geld geliehen haben. Der Zins durchdringt die gesamte Wirtschaft, der durchschnittliche Zinsanteil in den Warenpreisen liegt bei ca. 30% ! Wir bezahlen also bei jedem Einkauf Zinsen, nur eben in versteckter Form. Darüberhinaus tragen wir alle natürlich auch die Zinslasten, die aus der ständig steigenden Staatsverschuldung resultieren. Jedes Jahr fließen aus der Staatskasse zig Milliarden Euro für Zinszahlungen ab, dieses Geld fehlt dann natürlich in anderen Bereichen, wodurch der Gestaltungsspielraum der Regierung immer kleiner wird...
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schrieb am 27.09.08 17:13:27
Beitrag Nr.96 
(35.306.913)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.304.986 von Borealis am 27.09.08 13:02:30Wir haben da kein Problem damit. Du darfst gern auf deinem Geld sitzenbleiben und immer schön die Umlaufsicherungsgebühr zahlen.

Warum sollte ich Schwundgeld horten? Zur Wertaufbewahrung werde ich, wie bereits jetzt schon, andere Dinge nutzen: Edelmetall, Immobilien, Kunstgegenstände, Aktien ...
Auch vom derzeitigen Schwundgeld besitze ich bereits selten mehr, als für meine laufenden Kosten notwendig ist.
Ich verstehe also beim besten Willen nicht, wem es nützen soll, das gegenwärtige Schwundgeld durch ein anderes, noch schwindsüchtigeres, zu ersetzen.

Auch die Drohung mit Kapitalflucht läuft ins Leere.
Dein Geld ist schon draußen.


Mein Geld ist, wie gesagt, auch jetzt schon "draußen". Aber mein Kapital (leider) noch nicht vollständig. -Ist aber in Arbeit.
Avatar
schrieb am 27.09.08 17:53:57
Beitrag Nr.97 
(35.307.223)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.305.713 von LordofShares am 27.09.08 14:33:30Fakt ist: Dem Zins kann niemand entrinnen, Zinsen bezahlen wir alle, auch diejenigen unter uns, die sich gar kein Geld geliehen haben. Der Zins durchdringt die gesamte Wirtschaft, der durchschnittliche Zinsanteil in den Warenpreisen liegt bei ca. 30% ! Wir bezahlen also bei jedem Einkauf Zinsen, nur eben in versteckter Form.

Ich verstehe nicht ganz, was Du meinst.
Es gibt doch auch komplett eigenkapitalfinanzierte Firmen, die also keinen Kredit abzubezahlen haben und -demzufolge diesen Zinsdienst nicht auf den Preis ihrer Produkte draufschlagen müssen.

Wenn der Zinsdienst den Preis der Produkte kreditfinanzierter Unternehmen derartig erhöhen würde (im Gegensatz zum Preis der eigenkapitalfinanzierten Fimen), wären stärker kreditfinanzierte Unternehmen nicht konkurrenzfähig. -Bei sehr hart umkämpften Märkten sind sie das ja auch nicht.
Siehe Aldi-Nord und -Süd: die sind, soweit ich weiß zu fast 100% eigenkapitalfinanziert.

Manchmal lohnt sich die starke Finanzierung über einen Kredit aber; -z.B. wenn man sich in einem neuen Markt mit noch wenig Konkurrenz und hohem Gewinnpotential schnell etablieren will. -Später sollte man den Kredit aber zurückfahren, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Soll heißen: dass Wir 30% unserer täglichen Ausgaben sparen würden, wenn der Staat (wie Borealis fordert) zinslose Kredite an Jedermann vergibt*, halte ich für Quatsch.
Im Gegenteil: um Geld für diese zinslosen Kredite zu bekommen, wird der Staat die Steuern erhöhen müssen. Denn der Zins bildet ja auch das Risiko seines Ausfalles ab.
Nimmt der Staat keinen Zins, bezahlen die Steuerzahler alle ausgefallenen Kredite, statt die Kreditausfälle durch Zinseinnahmen aus besseren Krediten zu kompensieren, wie das bei gewinnorientierten Banken der Fall wäre.

Unsere Geldbeutel würden dadurch also leerer.
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schrieb am 27.09.08 18:51:54
Beitrag Nr.98 
(35.307.683)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.304.141 von Borealis am 27.09.08 11:22:54Die desolate demographische Entwicklung, die dazu führt, daß immer mehr Rentnern immer weniger Beitragszahler gegenüberstehen ist ja kein unabwendbares Naturgesetz, sondern hat wie fast alle sich zunehmend verschärfenden Probleme seine wirtschaftliche Ursache im Zinseszins-Schneeballsystem und wird mit diesem Schneeballsystem verschwinden.

Solange die Menschen immer älter werden, sind umlagefinazierte Rentensysteme auf dauer unbezahlbar. Auch mehr Nachwuchs löst das problem nicht. Schon jetzt sind Millionen Menschen Arbeitslos - mit mehr Kindern wird's mit Sicherheit nicht leichter, diese zu integrieren. Dummerweise ist das ganze eben auch kein kein deutsches Problem, sondern ein Europäisches. Drastisch steigende Geburtenraten in Europa führen somit zu einer noch gewaltigeren Bevölkerungsexplosion Global, was wiederum die Problematik der immer knapperen Resourcen weiter anheizt.

Der einzige Ausweg aus dem ganzen wären Kapitalgedeckte Renten, etwa Staatsfonds, die die Rentenbeiträge investieren, anstatt sie durchzureichen.Wenn diese Fonds in Aktien investieren, sind die Arbeitnehmer auch an den Gewinnen der Industrie beteiligt, was die Verteilungsproblematik entschärft.

Aber genau solche Kapitalsammelstellen soll es ja im Freigeld nicht mehr geben.Also von einem Schneeballsystem zum nächsten ?



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schrieb am 27.09.08 20:19:29
Beitrag Nr.99 
(35.308.350)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.305.689 von HeWhoEnjoysGravity am 27.09.08 14:30:24@Gravity:

Das ist kein Witz. Bei einem guten und effizienten System (Staat) hätte der Staat mehr als genug Geld und in einem ineffizienten System ist sowieso Hopfen und Malz verloren.

Das ist definitiv so. Deutschland ist nicht bei den "Muselmannen", den Hottentotten und den Chinesen hochverschuldet, sondern nur bei den einigen wenigen superreichen Bürgern. Das Problem mangelnden Kapitals ist also ausschließlich ein extrem banales Verteilungsproblem - und sonst gar nichts. Nur ändern lässt es sich leider nicht, weil diejenigen, die von diesem System profitieren dummerweise auch zugleich die Herrschenden in diesem System sind.

Leider finden sich auch immer wieder genügend Dumme, die ihren eigenen existentiellen Interessen zuwider diese herrschenden Kräfte wählen. Die 40 + x %, die morgen die CSU wieder erreicht, bekommt sie ja nicht nur von der Familie, der BMW gehört, sondern auch von ein Paar Leuten, die für einen Euro in der Stunde an der Kasse in der Tankstelle stehen.

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HeWhoEnjoysGravity
schrieb am 27.09.08 20:41:41
Beitrag Nr.100 
(35.308.508)
Antwort
Zitat
#99 Meiner bescheidenen Meinung nach kann man es in etwa wie folgt zusammenfassen:

1) Zuviel Geld wird indirekt und inoffiziell ins Ausland (z.B. USA) transferiert.
2) Deutschland ist ineffizient. Das liegt daran, dass mit Absicht Strukturen zur Ausbeutung geschaffen wurden.
3) Der ganze Mist kommt nur aufgrund korrupter Verbrecher in Machtpositionen zustande.

also, was ist zu tun?

1) Die korrupten Verbrecher (legal, rechtsstaatlich) entmachten und durch gute und fähige Leute ersetzen.
2) Ineffiziente Strukturen auflösen und durch bessere, effiziente ersetzen.

[ Seite: 12391011151617neuster Beitrag ]

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