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Offene Immobilienfonds vor der Krise? ( Seite 2)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 03.10.08 13:00:51
von
neuster Beitrag 24.05.12 16:25:03
von

Anzahl Beiträge: 5.393
Aufrufe gesamt: 500.758
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Diskussionsnr.: 1.144.743
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[ Seite: 123538539540neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 04.10.08 09:34:50
Beitrag Nr.11 
(35.407.380)
Antwort
Zitat
wird sich der Immowert nach dem Ertragswertverfahren stabil zeigen.

Das mag sein! Aber man kauft nicht zum "Immowert". Man kauft bei den offenen Immofonds zum publizierten NAV. Glaubt irgendwer, dass sich ein offener Immofonds derzeit nicht bemüht, den NAV so gut wie nur irgendwie möglich darzustellen?

Der Barwert eines Immobilieninvestments wird, selbst wenn die in Zukunft erzielbaren Mieten mit Sicherheit bekannt wären, massiv von den Zinssätzen beeinflusst. Bei geleveragten Firmen, die sich selbst Fremdkapital zu diesen Zinssätzen holen müssen ist das klar. Aber selbst bei einem ungeleveragten offenen Immobilienfonds ist es so. Schließlich muss ich als Investor meine Alternativveranlagungsmöglichkeiten sehen, und die zukünftigen Zahlungsströme abzinsen.

Wenn ich nun sehe, was für hohe Zinsen ich derzeit mit allem erzielen kann, was auch nur IRGENDWIE mit Finanzdienstleistungen zu tun hat, oder was auch nur im ENTFERNTESTEN riskant aussieht, ist doch auf keinen Fall einzusehen, dass für Immobilieninvestments via offener Immobilienfonds andere Gesetze gelten sollten. All diese Fonds hätten eigentlich im Zuge der Finanzkrise ihre NAVs schon allein deswegen um etliche Prozente runtersetzen müssen, weil die Finanzierungskosten (nicht ihre, sondern die ihrer Investoren) gestiegen sind.

Dies ist aber nicht geschehen, natürlich um die "linearen" Charts zu erhalten. Ergo ist das ein Investment das derzeit einfach zu teuer ist.

Ich glaube, dass man sich gerade im derzeitigen Umfeld von der Vorstellung verabschieden muss, es gäbe irgendsoetwas wie einen "sicheren Hafen". Letztlich ist bei jedem Investment irgendein Risiko vorhanden. Man muß das akzeptieren, bestimmte Risiken eingehen, aber nur dann, wenn sie auch adäquat belohnt werden. Nur so kann man meiner Ansicht nach sein Portfolioschiff durch die derzeitige Lage durchsteuern.
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schrieb am 06.10.08 15:59:30
Beitrag Nr.12 
(35.437.065)
Antwort
Zitat
immerhin hat der SEB Immo im September minus 0.09 % gemacht.
Ein erstes Signal ?
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schrieb am 06.10.08 16:05:37
Beitrag Nr.13 
(35.437.196)
Antwort
Zitat
Also ich schätze dieses minimal negative Ergebnis als ein Resultat aus fehlgeschlagenen Tagesgeldinvestments des Fonds ein, die er mit der Barreserve getätigt hat... es hatte ja auch einige Geldmarktfonds erwischt, warum also nicht auch den SEB im Rahmen seiner Kassehaltung...
Avatar
schrieb am 19.10.08 14:04:17
Beitrag Nr.14 
(35.621.296)
Antwort
Zitat
CS Euroreal:



wie groß ist das risiko?
Avatar
schrieb am 19.10.08 17:04:19
Beitrag Nr.15 
(35.622.831)
Antwort
Zitat
Ich kenne das Produkt nicht, und es liegt mir fern, Sachen schlechtzureden, mit denen ich mich nicht beschäftigt habe. Aber es fällt auf, dass in Deinem Posting als EINZIGES Faktum der bisherige Chart gepostet wird.

Will man das Risiko in der Zukunft abschätzen, sollte man auf ALLES ANDERE schauen, aber NICHT auf diesen Chart. Was man da sieht ist eine willkürliche Festlegung von Preisen, keine wie immer geartete Markteinschätzung. Es sind schon soviele Leute auf diese Suggestion reingefallen, dass man das gar nicht oft genug betonen kann.

Auch dieses Produkt wird zweifellos so lange nicht abstürzen, solange Leute da weiter Geld hineinbuttern. Hört das auf, wird das Produkt, insoferne sich der tatsächliche Marktwert der enthaltenen Immobilien vom Kunstkurs nach unten entfernt hat, ein Repricing stattfinden. Das kann für typische Immobilienfondsanleger überraschend und schmerzhaft sein, selbst wenn es nur um 10-20 Prozent geht.

Übrigens, wenn ich das grob überschlage, gibt es hier etwa konstante 5 % im Jahr. Man sollte nicht nur von Risiko reden, sondern auch von Chance. (Vor ein, zwei Jahren musste man den Leuten das Gegenteil einbleuen!)

Ich bekomme über 5 % selbst mit einlagengesicherten Sparbüchern. Ich bekomme immer noch deutlich mehr als 5 % mit bombensicheren deutschen Pfandbriefen. Wo ist hier die Chance?
Avatar
schrieb am 19.10.08 17:38:56
Beitrag Nr.16 
(35.623.133)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.622.831 von Pfandbrief am 19.10.08 17:04:19zugegeben... ich habe das bewusst etwas provokativ hier reingestellt. prinzipiell hast du recht, wenn du sagst, man darf nicht nur auf die vergangenheit schauen. allerdings sage ich, es schadet auch nicht. die rendite ist hier in der tat mit 5% p.a. bescheiden, aber zumindest konnten die anleger seit auflegen des fonds gut schlafen.

du schreibst, dass in der vergangenheit viele auf derartige performances reingefallen sind. das mag im, meines erachtens äußerst unwahrscheinlichen, einzelfall korrekt sein, aber auch hier zeigt der blick in die vergangenheit (auf den chart), dass das nicht der fall gewesen sein kann.

apropos chance... eine wirkliche chance hat man mit einer rendite von ca. 5% p.a. nicht, aber ich vergleich zu den kursverläufen der indices, bricht einem nicht das vermögens von heute auf morgen weg.

es gibt allerdings fälle in denen ein solches produkt trotzdem sinn macht. ich habe es im rahmen einer fondsgebundenen LV bei der ich aus einem portfolio an fonds switchen/shiften kann. bin anfang des jahres zum entschluss gekommen, dass für die bevorstehenden turbolenten monate dort mein geld ganz gut aufgehoben sein könnte. aus heutiger sicht, war das eine gute entscheidung. stehe jetzt wieder vor der entscheidung dies teilweise rückgängig zu machen, um wieder in aktienfonds einzusteigen. dennoch bin ich der meinung, dass offene immobilienfonds ein vernünftiges anlageinstrument sind - gezockt wird da zumindest nicht.
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schrieb am 21.10.08 12:58:03
Beitrag Nr.17 
(35.641.116)
Antwort
Zitat
Comstage ist mit einem neuen Exchange Traded Fund (ETF) im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG vertreten. Die Commerzbank-Tochtergesellschaft für das Geschäft mit börsennotierten Indexfonds bildet jetzt auch den Dow Jones Stoxx 600 Real Estate in einem Fonds (WKN: ETF074) ab. In dem Aktienindex sind die größten Immobilien-Unternehmen Europas vertreten. Der Immobilienfirmen-Index wird vom Dow Jones Stoxx 600 abgeleitet. Dieses Börsenbarometer besteht aus 600 Werten aus allen Branchen der 17 europäischen Märkte Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Norwegen, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und Großbritannien. Die jährliche Verwaltungsgebühr des passiv gemanagten Fonds beträgt 0,25 Prozent.

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schrieb am 21.10.08 20:36:31
Beitrag Nr.18 
(35.647.430)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.641.116 von omega5 am 21.10.08 12:58:03Sollte es zu einer Deflation kommen und die Rezession sich noch weiter verschärfen, wovon auszugehen ist, dann werden auch Geschäftsimmobilien im Wert fallen.

Der Bankrott/ Schwierigkeiten der Unternehmen wird diese dazu zwingen Personal abzubauen, bzw. ganz dicht zu machen. Folglich werden weniger Büros, etc. benötigt. Besonders beliebte Mieter - nämlich Banken - konnten ja durch den Staat gerettet werden. Allerdings wird es auch hier m.E. zu Personalanpassungen kommen (Einbruch bei Zertifikaten etc.).

Nun ist die Frage, ob die Immoblienfonds bei fallenden Geschäftsimmobilienpreisen weiter steigen werden. Ich denke das Gegenteil wird der Fall sein.

Man sollte die Entwicklung beobachten und sofort verkaufen können, sobald erste negative Nachrichten auftauchen.


Avatar
schrieb am 21.10.08 20:40:18
Beitrag Nr.19 
(35.647.488)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.647.430 von leonardoma am 21.10.08 20:36:31Noch eine Ergänzung. Wenn es zu ersten negativen Nachrichten kommt, dann werden Anleger massiv Geld abziehen. Dann wird der/ die Fonds geschlossen und man ist der Wertverlust "ausgeliefert".

:cry:
Avatar
schrieb am 21.10.08 21:36:26
Beitrag Nr.20 
(35.648.304)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 35.647.488 von leonardoma am 21.10.08 20:40:18Nun mal langsam. Zwar alles im Bereich des Möglichen. Wir hatten bereits vor ein paar Jahren eine solche Situation. Eine Fondsschliessung muss nicht zwangsweise dazu führen, dass ein Verlust für den Anleger entsteht. (siehe Grundbesitz invest)

[ Seite: 123538539540neuster Beitrag ]

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