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Offene Immobilienfonds vor der Krise? ( Seite 270)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 03.10.08 13:00:51
von
neuster Beitrag 24.05.12 16:25:03
von

Anzahl Beiträge: 5.393
Aufrufe gesamt: 500.758
Aufrufe heute: 163
Diskussionsnr.: 1.144.743
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Avatar
schrieb am 03.04.11 12:13:38
Beitrag Nr.2691 
(41.309.659)
Antwort
Zitat
Zitat von laserjetIch hoffe, dass jedem klar ist welches Mißbrauchspotential hier gegeben ist.

Wie sieht es damit aus:

Man hat einen Interessenten für ein Objekt.
Über die Notwendigkeit verkaufen zu müssen muss man ja nicht mehr diskutieren.

Man sucht sich einen Gutachter, der wie gewünscht das Objekt
um einige Millionen niedriger bewertet.

Dann verkauft man zum Gutachterwert. Den "Rabatt" teilt man sich.

Die Voraussetzungen könnten nicht besser sein:
Mangelnde Kontrolle, kopflose panische Anleger, die sich durch
den permanenten Medienhype schon mit 50% Verlust abgefunden haben.


Ich glaube, es läuft inzwischen wirklich viel nach dieser Masche. Das Problem sind weniger überzogene Bewertungen der Vergangenheit als vielmehr kriminelle Machenschaften bei der künstlichen Abwertung....
Avatar
schrieb am 03.04.11 13:08:41
Beitrag Nr.2692 
(41.309.763)
Antwort
Zitat
Nun, ich hoffe die Bafin steht da auf Seiten der Anleger. So wie ich das sehe, ist die Bafin sehr kritisch.
Avatar
schrieb am 03.04.11 13:23:27
Beitrag Nr.2693 
(41.309.797)
Antwort
Zitat
Zitat von threewaysNun, ich hoffe die Bafin steht da auf Seiten der Anleger. So wie ich das sehe, ist die Bafin sehr kritisch.


Und wie wirkt sich das für den Anleger aus? Wie kann man derartig hochkriminelle Schiebereien überhaupt verhindern? Wie kommst Du überhaupt auf die Idee, dass der Staat oder vielmehr die korrupten Kräfte, die sich seiner bemächtigt haben, ausgerechnet den Kleinanleger schützen sollten? Welches Beispiel kennst Du, bei dem tatsächlich tricksende, betrügende Banken, das parasitäre Großkapital, eine angemessene Sanktion - zum Beispiel Enteignung - erlitten hätten? Warum sollte die Bafin ausgerechnet jetzt mit diesen hochkriminellen Elementen aufräumen?
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schrieb am 03.04.11 13:30:08
Beitrag Nr.2694 
(41.309.817)
Antwort
Zitat
Kennt Ihr eine Seite, auf der die geplanten und letztmöglichen Öffnungszeiten der OI ausgewiesen werden?
Mich würden vor allem Kanam Grundinvest, Axa Immoselect, SEB Immoinvest und TMW Immo Welt interessieren.
Und weiß jemand, wann der nächste Liquidationstermin im Morgan Stanley ansteht?
Avatar
schrieb am 03.04.11 14:10:28
Beitrag Nr.2695 
(41.309.905)
Antwort
Zitat
Die Termine finden sich auch hier (dort allerdings auch nur zitiert, kann überholt sein): http://finanzdeutsch.de/Wordpress/2010/11/05/offene-immobilienfonds-drama-ohne-glueckliches-ende/

Eigentlich sieht man ja schon an der gesetzlichen Neuregelung, dass der Privatanleger wieder gemolken werden soll, dass Staat und Bafin den Kleinanleger nicht schützen. Die Regelung soll erst ab 2013 greifen! Das ist natürlich lächerlich. Der letzte spätestmögliche Öffnungstermin für einen der derzeit geschlossenen OI ist Mai 2012. Bis dahin sind alle OI über die Wupper gegangen.
Außerdem hätte man die früheren institutionellen Anleger heranziehen müssen - etwa in dieser Weise: Wer bis 06/2008 Summen größer 50.000 in einem OI hielt muss die Hälfte davon wieder einzahlen, oder 20% Abschlag auf die abgezogene Summe in den Fonds einzahlen.
Klar, das wäre revolutionär. Aber es wäre auch gerecht und billig.

Und natürlich müßte die Commerzbank und die Allianz für die Schweinereien zur Rechenschaft gezogen werden, die mit dem Verkauf durch die Allianz an Aberdeen sowie die spätere, vertrieblich angeheizte Umallokierung der Einlagen weg von Aberdeen hin zu Hausinvest einhergehen, Man muss sich schon die Frage stellen, ob es sich hier nicht um einen von langer Hand geplanten gemeinsamen Betrug durch die Allianz und Aberdeen an den Anlegern handelt.
Zumindest dürfte das systemtaische Umschichten durch die Commerzbank in die hauseigenen Fonds eine positive Vertragsverletzung sein, die Schadenersatzansprüche von Aberdeen gegen die CoBa begründen würde.
Warum Aberdeen wohl solche Ansprüche nicht geltend macht? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt....
Avatar
schrieb am 03.04.11 14:25:58
Beitrag Nr.2696 
(41.309.929)
Antwort
Zitat
Wie lauten eigentlich die Regeln für eine kurzfristige, auf einen Tag beschränkte Wiedereröffnung vor dem letztmöglichen Wiedereröffnungstermin?
Ist es denkbar, dass eine KAG - zur Verlängerung der Schließungsfrist still und heimlich leise einige Zeit vor dem letztmöglichen WE-Termin für einen Tag aufmacht? Die Dummen wären dann einmal mehr die Privatanleger, die davon nichts bekommen...
Falls Ja. Wie lässt sich das ggf. vermeiden - außer jeden Tag zu prüfen, ob der Fonds verkauft werden kann? Gesetzliche Bekanntmachungsfristen? Wo muss diese erfolgen?
Avatar
schrieb am 03.04.11 15:20:00
Beitrag Nr.2697 
(41.310.012)
Antwort
Zitat
Zitat von threewaysDass die Bettinastrasse jetzt nochmal mit 15% wertberichtigt wurde, nachdem in 2010 schon mal knapp 10% nach unten geschrieben wurde ist schon der Hammer. Ich weiß jetzt nicht wie die Kreditquote bei dem Objekt aussieht, aber per saldo kann es sein, dass da für die Anteilseigner nicht mehr viel übrig bleibt (ausser Spesen nichts gewesen). Besonders ärgerlich wird es dann, wenn bei dem Verkauf, der vielleicht bei 5% des dann letzten Buchwertes erfolgt mitgeteilt wird, es sei gelungen nahe des letzten Buchwerts zu verkaufen. Aber was den Beschiß angeht, da sind die Banker bekanntermassen ja ungeschlagene Könige.


Bin ganz deiner Meinung!
Avatar
schrieb am 04.04.11 14:57:50
Beitrag Nr.2698 
(41.314.227)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.303.836 von Schneidersenior am 01.04.11 14:11:09
schneidersenior
Ich glaube in 2010 wurden die Bestände beim Degi E. abgewertet, da die Cashflows zurück gegangen sind.
In 2011 wird weiter und in noch viel größerem Umfang abgewertet, weil die Kapitalisierungszinssätze gestiegen sind und noch weiter steigen.

Konstanter Cashflow bei steigendem Kapitalisierungszins bedeut einen geringeren Verkehrswert der Immobilie.


walker333
Deine Theorie ist also, wenn Inflation und Zinsniveau steigen, daß deshalb ausgerechnet Immobilien deflationieren sollen?!


Das ist keine Theorie, sondern Praxis.

Hat auch in die andere Richtung funktioniert in den Vorjahren, natürlich ohne Beanstandungen:

Beinahe Deflation, sehr niedrige Zinsen, teilweise sinkende Mieten, sinkender Kapitalisierungszins, steigende Gutachterwerte.

Jetzt steigen die Zinsen schneller als die Mieten.
Zinsen bedeutet auch Kapitalisierungszinsen. Wer hier in Vorjahren als Gutachter im Auftrag der Fonds den Spielraum nach unten schön ausgeschöpft hat, muss jetzt zurückrudern.
Ergibt sinkende Gutachterwerte bei konstanten Mieten.

Um die Börsenkurse der DEGIs umfassend zu würdigen, müsste man Einblick in die Gutachten haben.
Avatar
schrieb am 04.04.11 15:27:54
Beitrag Nr.2699 
(41.314.398)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.314.227 von kraftfutter am 04.04.11 14:57:50Ich kann Deinen Ausführungen folgen, aber ich weiß bis jetzt noch nichts von sinkenden Gewerbe-Immobilienpreisen im "alten Europa".

Auch können die Mietrenditen nicht immer weiter ansteigen, von Inflation und Zinsen getrieben. Ist dann wohl nur die Frage, WANN Mieten und Immobilienpreise nachfolgen.

Im Deutschen Anleger Fernsehen wurde kürzlich ein geschlossener Immobilienfonds für Einzelhandelsobjekte besprochen. Da wurde mittelfristig schon mit sinkenden Mietrenditen kalkuliert. Natürlich interessengetrieben, aber trotzdem.
Avatar
schrieb am 04.04.11 16:30:11
Beitrag Nr.2700 
(41.314.900)
Antwort
Zitat
AXA hat für den Immoselect den Märzreport online gestellt:

http://www.axa-im.de/index.cfm?CFNoCache=TRUE&servedoc=BBE178DE-1708-7D7E-1B99BA68FA34041E

Ein kleiner Verkauf zum Gutachterwert, aber auch wieder viele (kleine) Abwertungen. Bemerkenswert sind eigentlich nur ein Objekt in Italien (-25%) und (Grastronomie-)Objekte in Wals, Österreich, die aufgrund des Nichtrauchergesetztes abgewertet wurden ... :keks:

[ Seite: 123269270271538539540neuster Beitrag ]

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