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Volkswagen --- Porsche wird es nicht schaffen - die Übernahme scheitert !!! ( Seite 27)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 14.10.08 21:18:59
von
neuster Beitrag 01.01.12 22:14:37
von

Anzahl Beiträge: 270
Aufrufe gesamt: 69.722
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Diskussionsnr.: 1.145.185

Volkswagen

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schrieb am 02.06.10 21:43:23
Beitrag Nr.261 
(39.623.561)
Antwort
Zitat
News - 02.06.10 20:43
Zwist im VW-Konzern: Audi macht Porsche den Rang streitig

Bei Volkswagen ist ein interner Wettstreit um die Führung bei den Sportwagen entbrannt. Nach Informationen der FTD ringen Audi und Porsche um die Entwicklungshoheit bei Mittelmotor-Modellen.


Zu diesem Typ Sportwagen gehören PS-Boliden wie der Audi R8 und das Porsche-Cabrio Boxster. Erste Modelle aus dem sogenannten "Sportbaukasten" könnten ab 2015 entstehen und einen neuen Mini-Porsche umfassen. "Es herrscht ein Wettstreit der Ingenieure und Entwicklungsabteilungen", heißt es aus Konzernkreisen. Weder Porsche noch VW oder Audi wollten dazu Stellung nehmen.




Fällt die Entscheidung gegen Porsche, wäre die Position des Sportwagenspezialisten in der VW-Familie geschwächt. Den Stuttgartern, deren Selbstbewusstsein durch die VW-Übernahme im vergangenen Jahr ohnehin gelitten hat, blieben dann nur noch das Erfolgsmodell 911, das eine Sonderstellung genießt, oder Nischenprodukte wie der Panamera exklusiv vorbehalten. Der Geländewagen Cayenne entsteht schon seit seinem Start vor acht Jahren in Zusammenarbeit mit VW und Audi.




VW bemüht sich bei der Automobilfertigung um einen hohen Grad der Standardisierung. Diese schafft Synergien und damit Kostenersparnisse von mindestens 20 Prozent. Schon ab 2011 wird es für alle Konzerntöchter mit Ausnahme der Luxusmarken Bentley, Bugatti und Lamborghini nur noch zwei Komponentensysteme geben. Die Federführung bei sogenannten "modularen Längsbaukästen", aus denen Fahrzeuge wie der Audi A4 oder A8 entstehen, liegt bei Audi. Der "modulare Querbaukasten" beinhaltet den neuen Audi A3 oder den Golf in der siebten Generation.


Die Baukästen unterscheiden sich vor allem durch die Einbaulage des Motors. Wer im Konzern die Entwicklungshoheit für einen Baukasten besitzt, bestimmt maßgeblich über Motoren und Modelle. Bekomme Audi den Zuschlag für den Sportbaukasten, erwarte man bei Porsche eine Kompensation, hieß es aus Konzernkreisen. Diese könnte etwa in mehr Einfluss bei den viertürigen Luxuslimousinen des Konzerns bestehen, die auf dem Panamera basierten, hieß es.






Teil 2: "Ferdinand Piëch liebt den Wettbewerb"
Über die Führung beim neuen Sportbaukasten soll bis Oktober entschieden werden. "Innerhalb der nächsten sechs Monate wird die Entscheidung fallen", sagte Porsche-Chef Michael Macht im April beim Besuch von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Stefan Mappus im Werk Zuffenhausen.


Dass im VW-Konzern Marken gegeneinander antreten, ist nicht unüblich. "Ferdinand Piëchliebt den Wettbewerb", heißt es im Unternehmen über den mächtigen Wolfsburger Aufsichtsratsvorsitzenden. Auch VW-Chef Martin Winterkorn ließ in der Vergangenheit offen, wer die Federführung bei den Sportwagen übernehmen soll. Noch auf der Hauptversammlung am 22. April sagte er: "Denkbar ist zukünftig auch ein Sportwagen-Baukasten unter Einbeziehung von Porsche." Ob auch die Federführung bei den Stuttgartern liegen soll, sagte er nicht.




Bei anderer Gelegenheit hatte Winterkorn betont, dass er sich ein Porsche-Modell unterhalb von Boxster und Cayman vorstellen kann. Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hatte bereits 2007 eine Erweiterung der Modellpalette nach unten forciert. Das war aber zu teuer. Nach Informationen der FTD arbeiten Porsche-Entwickler bereits an Plänen für kleinere Sportwagenmodelle. Dieses rechnet sich laut Branchenexperten jedoch nur dann, wenn auf derselben Grundlage auch ein Audi- oder VW-Modell auf den Markt kommen würde.


Audi hatte in Detroit eine knapp vier Meter lange Studie namens E-Tron vorgestellt, die auf dieser Plattform basieren könnte. Zwar steckte in dem Modell ein Elektromotor, der ließe sich aber ersetzen
DAX-Deutsch: Kleines Lexikon der Business-Sprache
DAX-Deutsch: Kleines Lexikon der Business-Sprache

Dagmar Schütte
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schrieb am 30.08.10 21:13:35
Beitrag Nr.262 
(40.070.324)
Antwort
Zitat
Hedgefonds gegen Porsche
Mit den eigenen Waffen geschlagen

http://www.fr-online.de/wirtschaft/mit-den-eigenen-waffen-ge…
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schrieb am 19.09.10 13:44:57
Beitrag Nr.263 
(40.174.748)
Antwort
Zitat


Nicht alle Erben begeistert
Piech-Anteile gehen in Stiftungen

Ferdinand Piech nimmt sich Bosch als Vorbild und überträgt sein milliardenschweres Imperium auf zwei österreichische Privatstiftungen. Dabei weiß er nach eigenen Angaben die Mehrheit seiner Erben hinter sich. Einige der Nachkommen prüfen allerdings einem Medienbericht zufolge juristische Schritte. Piech hat zwölf Kinder von vier Frauen.



VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piech hat angeblich seinen Nachlass geregelt. Der Automanager habe seine Anteile am Autobauer Porsche und an der österreichischen Porsche Holding in Stiftungen eingebracht, berichtete der "Focus". Der VW-Patriarch habe sein milliardenschweres Imperium auf zwei österreichische Privatstiftungen übertragen. Piech wolle damit vermeiden, dass die Erben später Teile des Firmenvermögens verkaufen.

"Mir liegt die gesicherte Zukunft unserer Unternehmen am Herzen. Deswegen und im Sinne der Nachhaltigkeit habe ich mich - ähnlich wie Bosch es getan hat - für die Stiftung entschieden", sagte der 73-Jährige dem Magazin. Piech geht davon aus, eine stabile Lösung gefunden zu haben: "Dabei weiß ich die Mehrheit meiner Erben hinter mir."

Laut "Focus" sind nicht alle der zwölf Kinder, die Piech mit vier Frauen zeugte, begeistert vom letzten Willen des Vaters. Angeblich prüften einige der Nachkommen juristische Schritte, weil sie nicht ohne Weiteres an das Erbe herankommen würden.

Alpha, Beta und Ursula
Solange Piech lebe, habe in den Privatstiftungen "Ferdinand Karl Alpha" und "Ferdinand Karl Beta" nur er selbst das Sagen, hieß es in dem Bericht weiter. Die jeweils 38-seitigen Stiftungsurkunden regelten detailliert, wie mit dem knapp siebenprozentigen Anteil Piechs an der Stuttgarter Sportwagenschmiede Porsche sowie mit seiner zehnprozentigen Beteiligung an der Salzburger Porsche Holding, Europas größtem Autohändler, umgegangen werden soll.

Ehefrau Ursula spiele in den Stiftungen eine überragende Rolle. Sie solle das Vermächtnis bewahren, mit einer einzigen Einschränkung: Trenne sich das Ehepaar oder heirate Ursula nach Piechs Tod wieder, verliere sie ihre Stellung als Stifterin und den Sitz im Stiftungsbeirat.

Vor allem ein Verkauf der Porsche-Anteile werde durch das Stiftungsstatut nahezu unmöglich gemacht, hieß es in dem Magazin. Nur wenn Vorstand und Beirat der Stiftung dafür votierten sowie mindestens neun der zwölf Piech-Kinder zustimmten, könne der Nachlass veräußert werden.

Basteln am Auto-Imperium
Die durch die Familien Porsche und Piech schon historisch verbundenen Autobauer Porsche und Volkswagen sind nach einem jahrelangen Übernahmekampf praktisch zu einem Konzern verschmolzen. 2011 soll das auch formal der Fall sein.

Piech, Enkel des "Käfer"-Ingenieurs Porsche, will den Konzern zu einem Auto-Imperium ausbauen, das mit einer Modelpalette vom Kleinstwagen bis zum Riesen-Lkw an die Weltspitze fahren und Marktführer Toyota überholen soll.

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schrieb am 20.09.10 08:50:29
Beitrag Nr.264 
(40.176.305)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.174.748 von codiman am 19.09.10 13:44:57Hallo Codi,

finde ich echt Klasse.

besonders gefällt mir dieser Anspruch

>>>>Ehefrau Ursula spiele in den Stiftungen eine überragende Rolle. Sie solle das Vermächtnis bewahren, mit einer einzigen Einschränkung: Trenne sich das Ehepaar oder heirate Ursula nach Piechs Tod wieder, verliere sie ihre Stellung als Stifterin und den Sitz im Stiftungsbeirat.<<<<<

Bei diesem Leben ist das ja das mindeste was man erwarten darf, oder?

>>>>Laut "Focus" sind nicht alle der zwölf Kinder, die Piech mit vier Frauen zeugte, begeistert vom letzten Willen des Vaters. <<<<<

Grüße aufgepasst

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schrieb am 24.01.11 13:42:51
Beitrag Nr.265 
(40.913.242)
Antwort
Zitat
Mo, 24.01.1111:04
Presse: Volikswagen will Golf VII früher als erwartet auf den Markt bringen
Wolfsburg (aktiencheck.de AG
) - Der neue "Golf VII" des Automobilkonzerns Volkswagen AG (ISIN DE0007664039/ WKN 766403) soll einem Medienbericht zufolge bereits 2012 und damit früher als erwartet auf den Markt kommen.

Wie die "Automobilwoche" (Samstag) unter Berufung auf Kreise um den VW-Vorstandschef Martin Winterkorn berichtet, werde die neue Version der wichtigsten Modellreihe von Europas führendem Automobilkonzern bereits im November 2012 auf dem Markt erhältlich sein. Der Golf VII wird das erste Modell der Marke Volkswagen, das auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) basiert. Auf der betont flexiblen Fahrzeugarchitektur entstehen laut VW-internen Unterlagen "aktuell für fünf Marken unseres Konzerns 37 Fahrzeuge", schreibt das Blatt. Den Anfang mache im Sommer 2012 der neue Audi A3. Die Modulstrategie rühmt Winterkorn als "zentralen Wettbewerbsvorteil" von VW.

Für den Golf VII feilt VW laut dem Bericht an verbrauchsoptimierten Downsizing-Motoren. Eine Elektroversion des Fünfsitzers solle bereits 2013 auf den Markt kommen. Zwar sei Elektromobilität "eine gewaltige Herausforderung für die Werte, für die unsere Marke steht", heißt es laut dem Bericht in internen Papieren von Volkswagen-Pkw. Doch nach intensivem Vergleich mit Konzepten der Wettbewerber und vertraulichen Befragungen von Zielkunden halte der Vorstand an der Planung fest, den E-Golf ab 2013 im Handel zu vertreiben, schreibt das Blatt.

Die Aktie von Volkswagen verliert aktuell 2,63 Prozent auf 111,00 Euro. (24.01.2011/ac/n/d)



Quelle: AKTIENCHECK.DE

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schrieb am 24.02.11 17:10:24
Beitrag Nr.266 
(41.101.139)
Antwort
Zitat
Volkswagen und Porsche sehen Fusionschancen schwinden
Donnerstag, 24. Februar 2011, 15:33 Uhr
Diesen Artikel drucken | Einzelne Seite[-] Text [+] Hamburg/Frankfurt (Reuters) - Der geplante Zusammenschluss der Autohersteller Volkswagen und Porsche gerät ins Wanken.
Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft weitete ihr Verfahren gegen die ehemalige Porsche-Führungsspitze aus - die Ermittlungen sind eine der größten Hürden auf dem Weg zu einer Fusion. Bei einer deutlichen Verzögerung des Verfahrens könnte die Fusion nach Angaben der beiden Autohersteller nun sogar platzen. Börsianer reagierten schockiert: Die Volkswagen-Vorzugsaktie verlor am Donnerstag zwei Prozent und war einer der größten Verlierer im Dax. Die Porsche-Titel stürzten sogar um zwölf Prozent ab.:laugh:

Porsche erklärte, durch die Verzögerung der Ermittlungen gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking und Ex-Finanzchef Holger Härter verringere sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Beschlüsse zur Verschmelzung mit Volkswagen wie geplant noch 2011 gefasst würden. Sie sinke von bisher 70 auf nun 50 Prozent. "Kommt es zu wesentlichen Verzögerungen des Verschmelzungsprozesses gegenüber dem Zeitplan der Grundlagenvereinbarung, sinkt nach Einschätzung des Vorstands der Porsche SE auch die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens der Verschmelzung insgesamt." Am Zeitplan für die geplante Kapitalerhöhung zu seiner Teilentschuldung will Porsche allerdings festhalten.

Volkswagen teilt nach eigenen Angaben "die nun vorsichtigere Einschätzung von Porsche zum Zeitpunkt und zur Wahrscheinlichkeit der Verschmelzung". VW stehe aber weiter voll hinter der Verschmelzung und arbeite an der Umsetzung. "Aufgrund der Erklärung der Stuttgarter Staatsanwaltschaft kann es allerdings länger dauern als geplant, bis feststeht, ob und zu welchen Bedingungen die in der Grundlagenvereinbarung vorgesehene Verschmelzung vollzogen wird."

Die Ermittlungen richten sich zwar gegen die beiden Ex-Manager und nicht gegen das Porsche. Die Unternehmen müssen aber befürchten, dass die Ergebnisse der Untersuchungen für Schadensersatzklagen gegen Porsche genutzt werden.

Analysten werteten die Verzögerung indes nicht als Gefahr für das Fusionsvorhaben als solches. Albrecht Denninghoff von Silvia Quandt sagte, der geplante Zusammenschluss verzögere sich zwar nun. Das sei für Investoren aber ohne Belang, da eine Verschmelzung zu steuerlich günstigen Bedingungen ohnehin erst in einigen Jahren möglich sei. VW-Finanzchef Hans-Dieter Pötsch hatte darauf hingewiesen, dass der Fiskus im Zuge der Fusion mehr als eine Milliarde an Steuernforderungen stellen könne. Dieses Risiko lasse sich nach derzeitiger Gesetzeslage erst im Jahr 2014 endgültig ausschließen.

WIEDEKING: HAUPTVORWURF IST VOM TISCH

Wiedeking ließ der Nachrichtenagentur Reuters von einem Sprecher mitteilen, dass er sich in den Ermittlungen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft in einem wichtigen Punkt entlastet sehe. "Alles, was im Durchsuchungsbeschluss der Staatsanwaltschaft vom August 2009 uns vorgeworfen wurde, ist nunmehr vom Tisch. Ich bin sehr froh darüber, dass damit der Hauptvorwurf erledigt ist. Die übrigen Vorwürfe werden wir mit großer Geduld auch abarbeiten." Die Staatsanwaltschaft hatte damals neben Geschäftsräumen von Porsche auch die Privatwohnungen von Wiedeking und seinem damaligen Finanzvorstand Holger Härter durchsucht.

Porsche hatte 2008 versucht, mit riskanten Finanztransaktionen den deutlich größeren VW-Konzern zu schlucken. Dabei verspekulierte sich die Konzernspitze um Wiedeking jedoch, Porsche drohte unter der Schuldenlast zusammenzubrechen. VW dreht den Spieß um, rettete Porsche und will sich nun seinerseits das Stuttgarter Unternehmen einverleiben. Wegen der geplatzten Übernahme von VW durch Porsche ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Wiedeking, Härter und andere Beteiligte. Auch viele Investoren haben Klagen eingereicht oder angekündigt. Den damaligen Porsche-Managern wird vorgeworfen, sie hätten ihre Übernahmepläne lange verheimlicht und damit Börsenkurse manipuliert.
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schrieb am 28.02.11 09:36:46
Beitrag Nr.267 
(41.115.778)
Antwort
Zitat
VW übernimmt diese Woche die österreichische Porsche-Holding!
Avatar
schrieb am 28.02.11 09:37:40
Beitrag Nr.268 
(41.115.782)
Antwort
Zitat
Zitat von physikVW übernimmt diese Woche die österreichische Porsche-Holding!


achja, die QUELLE ist hier bei W:0

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3108435-faz-volksw…
Avatar
schrieb am 28.02.11 09:44:06
Beitrag Nr.269 
(41.115.838)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 41.115.782 von physik am 28.02.11 09:37:40...für die Entwicklung der Fusions-Pläne ist dieser Satz aus dem zitierten Artikel wohl nicht unwichtig:
"Mit dem Erlös für die neuen Aktien solle die Verschuldung der Porsche Holding SE auf 1,5 Milliarden Euro gesenkt werden. Das ist die rechtliche Voraussetzung für die Verschmelzung von Porsche auf Volkswagen."
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schrieb am 01.01.12 22:14:37
Beitrag Nr.270 
(42.537.538)
Antwort
Zitat
So, 01.01.1214:56

Fonds verklagen Porsche auf Schadenersatz


Stuttgart (dpa) - Mehrere Investmentfonds wollen mit einer neuen Klage gegen den Sportwagenbauer Porsche Schadenersatz von fast zwei Milliarden Euro erstreiten. Hintergrund ist der gescheiterte Versuch Porsches, 2008 den viel größeren Volkswagen-Konzern zu übernehmen.

Die Dachgesellschaft Porsche SE habe ihre Strategie zunächst verheimlicht und auf diese Weise später Kursturbulenzen verursacht, hieß es am Samstag in der Mitteilung einer Frankfurter Kanzlei. Ähnliche Vorwürfe gegen Porsche wurden bereits mehrfach von Aktionären vor Gericht geltend gemacht.

Eine Sprecherin erklärte, die Klage sei am Freitag beim Landgericht Stuttgart eingereicht worden. Welche Anteile die insgesamt sieben angelsächsischen Investmentgesellschaften - darunter auch Hedge-Fonds - genau hielten, konnte sie nicht sagen.

Ein Porsche-Sprecher sagte, das Unternehmen kenne die Klage bislang nicht. Darüber hinaus erklärte er: «Wir halten die Vorwürfe für unbegründet.» Diese Position vertrete der Autobauer seit Jahren, daran ändere auch eine neue Klage nichts. Zu Details wollte er sich nicht äußern. «Wir warten erstmal darauf, dass uns die Klage zugestellt wird.» Das Gericht war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Schwaben hatten sich bei dem Versuch, den viel größeren VW-Konzern zu übernehmen, mächtig verhoben und zunächst elf Milliarden Euro Schulden aufgetürmt. Inzwischen hat sich die Situation umgedreht: Porsche soll als eigene Marke vollständig in den VW-Konzern integriert werden. Die ursprüngliche Fusionslösung rückt aus rechtlichen Gründen jedoch in immer weitere Ferne.

Bei der Klage geht es vor allem darum, dass Porsche erst angeblich Informationen zum Einstieg bei Volkswagen verheimlicht hatte und dann mit der plötzlichen Veröffentlichung eine extreme Kurssteigerung durch sogenannte Eindeckungskäufe auslöste. Die Klage legt laut Mitteilung dar, wie die Porsche-Holding «den Preis der VW-Stammaktien kontrollierte, indem sie heimlich Optionspositionen aufbaute, die nahezu die gesamten frei handelbaren VW-Stammaktien erfassten».

In den USA und Deutschland liegen im Zusammenhang mit der Übernahmeschlacht bereits weitere Klagen vor. Die Sprecherin der Kanzlei sagte, einige der nun klagenden Fonds seien auch in Amerika vor Gericht gezogen. Der Vorwurf lautet stets: Enorme Kursturbulenzen aufgrund von Manipulationen und Täuschungen sollen Anleger um Millionenbeträge gebracht haben. In Stuttgart ermittelt die Staatsanwaltschaft zudem gegen ehemalige Porsche-Manager.

Vor wenigen Monaten erst war eine Schadenersatzklage von Anlegern gegen Porsche und VW bei den Stuttgartern eingegangen. Dabei geht es nach Angaben der Münchner Kanzlei CLLB um Ansprüche von knapp 1,1 Milliarden Euro. Mit dem Verfahren beschäftigt sich das Landgericht Braunschweig.

Nach Angaben der Sprecherin der Frankfurter Kanzlei blieb der Gruppe der sieben in Stuttgart klagenden Fonds kaum noch Zeit, die Klage einzureichen. «Das war nur noch in diesem Jahr möglich», erklärte sie.

Vor dem Stuttgarter Oberlandesgericht wird seit Mitte Dezember zudem eine Aktionärsklage des Vereins «Verbraucherzentrale für Kapitalanleger» gegen die Porsche-Dachgesellschaft verhandelt. Der Prozess spielt zwar eher eine untergeordnete Rolle. Trotzdem versprechen sich die Gegner der Holding eine Signalwirkung für die weiteren Auseinandersetzungen.

Porsche will seinen Absatz in diesem Jahr um mehr als 6,5 Prozent im Vergleich zu 2011 steigern. Das sagte Vertriebs- und Marketingvorstand Bernhard Maier der Zeitschrift «Automotive News Europe». Porsche sei auf Unsicherheiten an den Märkten «sehr gut vorbereitet und kann einen Auf- oder Abschwung in einem gewissen Rahmen abfedern». Auch das Händlernetz solle ausgebaut werden. 2011 sei das beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens gewesen, sagte Maier: Die Auslieferungen würden bei mehr als 115 000 Einheiten liegen und damit den bisherigen Absatzrekord von 103 000 Auslieferungen im Jahr 2007 übertreffen.


Zwischenbericht der Porsche SE mit Erläuterungen weiterer Verfahren ab Seite 6


Quelle: dpa-AFX

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