Antwort auf Beitrag Nr.: 35.702.314
von Pennybroker am 26.10.08
20:22:14Eigenkapitalrendite
Eigenkapitalrendite - Was ist das?
Geteilt wird der Nachsteuergewinn einer Gesellschaft durch das
Eigenkapital. Für Anleger ist diese populäre Kennzahl wichtig, um
zu erkennen, wie effizient ein Unternehmen arbeitet. Es hängt stark
von der Branche ab, welche Renditen als gut anzusehen sind. Weit
unter zehn ist jedoch ein Warnsignal. Werte über 20 sind sehr
gut.
Was ist davon zu halten?
Sie ist gut zu gebrauchen, um innerhalb einer Branche
herauszufinden, welches Unternehmen besser wirtschaftet. Allerdings
sind die Vergleiche nur sinnvoll, wenn man auch die Verschuldung
etwa über den Verschuldungsgrad berücksichtigt. Denn durch die
Aufnahme von Fremdkapital kann die Eigenkapitalrentabilität
gesteigert werden. Zwischen den Sektoren sind die Unterschiede zu
groß, um geeignete Vergleiche zu ziehen.
Ein Beispiel
Die Deutsche Bank hat sich als Ziel gesetzt, 25 Prozent
Eigenkapitalrendite zu erwirtschaften. Ihr Eigenkapital betrug im
zweiten Quartal 26,1 Milliarden Euro, ihr Vorsteuergewinn, aufs
Jahr hochgerechnet, 7,7 Milliarden Euro. Geteilt errechnet sie
daraus eine Eigenkapitalrendite von 29,5 - Ziel erreicht. Aber
durch Verwendung des höheren Vor- statt Nachsteuergewinns und eines
reduzierten Eigenkapitals hat sie die Kennzahl rechnerisch etwas
nach oben geschraubt.