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Mein Musterdepot für 2009 / 10 / 11 ( Seite 411)
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schrieb am 01.12.11 10:07:23
Verkauf 1000 SAF Holland 3,799 €
schrieb am 01.12.11 10:12:23
schrieb am 02.12.11 10:10:23
aktueller Bestand:
100000 Jubii 0,076 € akt 0,054 € (ex Rückz. 0,032 €)
100 Rio Tinto 31,60 € (letzter Verkauf 39,80 €, 37,04 €) akt 39,50
€
500 Post 9,1455 akt 11,26 €
100 Freeport Mc 22,45 € akt 29,0 €
600 BP 4,313 € akt 5,32 €
400 Gazprom 6,60 € akt 8,9 €
4000 Scherzer 0,918 € akt. 0,96 €
944 Scherzer 0,911 €
600 Mox Telecom 4,851 akt. 4,90 €
600 Highlight 3,367 € akt. 3,35 €
310 Data Modul 12,965 € akt 11,60 €
265 Data Modul 11,325 €
400 Altira 4,201 € akt 4,3 €
250 Euromicron Bezugsrechte KE 16,0
50 OMV 22,64 € akt 24,0 €
150 OMV 22,50 €
132 Indus 18,055 € akt 18,8 €
400 Joyou 8,07 € akt 8,3 €
_______________________________________________
Kasse: 151201,24
real. Gewinn 2011 5942,05 € (FiFo) + Pauschalannahme Verlust 21823
€
Startkapital 11/08: 100000 €
Stand 12/09: ca. 181000 € (abzüglich Abgeltungssteuer und
Gebühren)
Stand 12/10: ca. 218228 € (abzüglich Abgeltungssteuer und Gebühren)
schrieb am 02.12.11 11:43:50
Spannungen zwischen Banken steigen - EZB-Ausleihungen auf
Neun-Monats-Hoch
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das europäische Bankensystem steht nach wie
vor unter starker Anspannung. Am Freitag legten sowohl die
eintägigen Einlagen als auch die kurzfristigen Ausleihungen der
Institute bei der Europäischen Zentralbank (EZB) von hohem Niveau
aus weiter zu. Die Einlagen stiegen von 304,4 Milliarden Euro am
Vortag auf zuletzt 313,8 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert
seit rund eineinhalb Jahren und viel mehr als üblich. Die Mittel,
die sich die Geschäftsbanken über Nacht von der EZB leihen,
sprangen unterdessen von 4,6 Milliarden auf 8,6 Milliarden Euro.
Sie liegen damit so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr. Die
eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten
als Misstrauens-Indikator, da die Geschäftsbanken auf diese
Instrumente normalerweise kaum zurückgreifen. Ausschlaggebend sind
die vergleichsweise ungünstigen Konditionen der sogenannten
'Spitzenrefinanzierung' über die Notenbank. Angesichts der sehr
hohen Unsicherheit wegen der Schuldenkrise nehmen die Banken
entsprechende Zinsverluste aber in Kauf. Anstatt sich das Geld
gegenseitig zu leihen, parken sie kurzfristige Mittel lieber bei
der EZB oder legen es dort kurzfristig an. Der direkte Geldhandel
zwischen den Banken ist also - ähnlich wie in der Finanzkrise seit
2008 - wieder erheblich ins Stocken geraten. Aus diesem Grund
hatten zur Wochenmitte sechs weltweit führende Notenbanken,
darunter die US-Notenbank Fed und die EZB, weitreichende Maßnahmen
ergriffen. Sie senkten zum einen den Preis für Dollar-Liquidität,
da derzeit vor allem europäische Banken nur schwer Zugang zum
amerikanischen Geldmarkt finden. Darüber hinaus spannten die
Zentralbanken ein Sicherheitsnetz, sollten sich die Spannungen am
Interbankenmarkt auf die Liquidität in anderen Landeswährungen
ausweiten./bgf/hbr
Quelle: dpa-AFX
schrieb am 02.12.11 12:19:33
Marktupdate:
aktuell halte ich den Markt für positiv überzerrt -durch immer noch
andauernde Auflösungen von Short-Positionen,
Politiker-Sonntagsreden/Regierungserklärungen und dem anstehenden
EU-Grossgipfeltreffen nächste Woche. Die Erfahrung lehrt aber, dass
die Märkte stets enttäuscht werden von solchen Veranstaltungen,
zumal selbst unsere Kanzlerin zugibt, dass es keine schnelle Lösung
geben wird.
Derweil drängt die Zeit - jeder Tag der vergeht, erhöht das Risiko
des Kollaps - ich rechne damit, dass der Markt bis Jahresende noch
stabil ist -und es dann ab Anfang nächsten Jahres zur Sache geht.
Die Entwicklung weist Parallelen zu 2008/09 auf -auch damals war
der Tiefpunkt der Börse nicht im Herbst 2008 erreicht (Zeitpunkt
der Lehman-Insolvenz), sondern erst im März 2009, als das Aussmass
der Krise überall angekommen war.
Ähnliches gilt z.b. auch für die Auswirkungen der Terroranschläge
auf das World-Trade-Center -der Markt-Tiefpunkt war nicht direkt im
Anschluss an die Anschläge, sondern erst ab März 2002 marschierte
der Markt richtig fett ins Minus- in den 6 Monaten dazwischen
schnellte der DAX von 4000 auf über 5000 Punkte -auch damals
getrieben von Massnahmen der Notenbanken, die durch Zinssenkungen
versuchten die Wirtschaft am Laufen zu halten -was aber nicht
geklappt hat, erst der Einmarsch in den Irak beendete die
Anspannung der Märkte.
schrieb am 02.12.11 12:27:39
STICHWORT: Euro-Rettung: Diesmal wirklich - oder doch wieder
nicht?
BERLIN (dpa-AFX) - 'Ruhe im Karton' solle in der Euro-Schuldenkrise
herrschen - das kündigte die Bundesregierung schon im Mai 2010 an.
Seitdem wurden immer neue Notoperationen gestartet - Politiker
beteuerten stets, nun sei das Schlimmste überstanden. Auch jetzt
wieder, nach der geplanten Stärkung des Rettungsschirms EFSF, wird
die Hoffnung geweckt, man bekomme die Krise nun endlich in den
Griff. Ein Überblick über die bisherigen Feuerwehraktionen in
Sachen Schuldenkrise: 25. März 2010: Beim EU-Gipfel einigen sich
die Euro-Länder auf einen Notfallplan für das hoch verschuldete
Griechenland. Der Plan sieht freiwillige Hilfen einzelner
Euro-Länder und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor.
Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou betont:
'Griechenland ist entschlossen, mit seinen eigenen Problemen fertig
zu werden.' 7. Mai 2010: Bundestag und Bundesrat stimmen dem
Rettungspaket für Griechenland zu. Es beinhaltet deutsche
Notkredite von bis zu 22,4 Milliarden Euro bis 2012. Finanzminister
Wolfgang Schäuble (CDU) sagt: 'Jede andere Alternative würde viel
teurer, wäre viel gefährlicher, würde viel größere Risiken haben.'
10. Mai 2010: Um die Schuldenkrise einzudämmen, spannen die
Finanzminister und der IWF einen Rettungsschirm (EFSF) für
pleitebedrohte Euro-Mitglieder. Insgesamt 750 Milliarden Euro
sollen im Notfall fließen. Der damalige Kanzleramtsminister Thomas
de Maizière resümiert, jetzt komme 'Ruhe in den Karton'. 28.
Oktober 2010: Die EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich auf
einen ständigen Rettungsschirm, der den EFSF 2013 ablösen soll. Die
Bundeskanzlerin erklärt: 'Wir haben wesentliche Entscheidungen
gefällt, dass wir die Stabilität des Euro auf Dauer garantieren
können.' 21. November 2010: Als erstes EU-Land schlüpft Irland
unter den EFSF. Europäer und IWF schnüren ein Hilfspaket von 85
Milliarden Euro. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hält Sorgen vor
einem Überschwappen auf Portugal für unbegründet: 'Gerede über eine
Ansteckung hat keine wirtschaftliche oder rationelle Grundlage.' 8.
April 2011: Nach einem Hilferuf aus Lissabon setzt die EU ein
Rettungspaket für Portugal in Gang. Höhe: Rund 80 Milliarden Euro.
Schäuble sieht die Gefahr einer Ausbreitung der Krise zunächst als
gebannt an: 'Die Ansteckungsgefahr ist geringer geworden.' 20. Juni
2011: Die EU-Finanzminister beschließen eine Ausweitung des EFSF.
Deutschlands Anteil steigt von 123 auf 211 Milliarden Euro. Damit
bis zu 440 Milliarden Euro an Krediten gezahlt werden können,
müssen die Euro-Länder ihre Garantien auf 780 Milliarden Euro
erhöhen. Merkel verteidigt das: 'Scheitert der Euro, scheitert
Europa.' 21. Juli 2011: Die Staats- und Regierungschefs der
Euro-Länder einigen sich bei einem Krisengipfel auf ein neues
Hilfspaket für Griechenland. Umfang: 109 Milliarden Euro. Banken
und Versicherungen ziehen mit einem Beitrag von zusätzlich 37
Milliarden Euro mit. Merkel: 'Mit diesem Programm wollen wir die
Probleme auch wirklich an der Wurzel anpacken.' 23. - 27. Oktober
2011: Nach einem Doppelgipfel beschließen die Euro-Länder das
bislang dickste Paket zur Eindämmung der Krise: Griechenlands
Schulden werden um 50 Prozent gekappt. Das im Juli beschlossene
109-Milliarden-Programm wird modifiziert: Nun soll es zusätzliche
öffentliche Hilfen von 100 Milliarden Euro geben, sowie Garantien
von 30 Milliarden Euro, mit denen der Schuldenschnitt begleitet
wird. Die Schlagkraft der EFSF soll auf rund eine Billion Euro
erhöht werden. Zudem müssen Europas Banken ihr Kapital um mehr als
100 Milliarden Euro aufstocken. 'Ich bin sehr zufrieden mit den
Ergebnissen', bilanziert Merkel. Und Frankreichs Finanzminister
François Baroin sagt erleichtert: 'Es gab ein Explosionsrisiko. Das
Abkommen von heute Nacht ist eine freundschaftliche, globale und
glaubwürdige Antwort.' 29. November: Die Euro-Finanzminister
beschließen, den EFSF mit einem Hebel erheblich zu stärken. Der
Fonds soll Kredite privater Anleger absichern und deren
Ausfallrisiko teilweise übernehmen. Allerdings räumen mehrere
Euro-Minister ein, dass weniger Geld eingesammelt wird als geplant:
Es besteht also die Gefahr, dass die im EFSF verbliebenen Mittel
nicht auf die gewünschte Billion Euro vermehrt werden. 1. Dezember:
Merkel wirbt für eine 'neue europäische Schuldenbremse', damit die
Euro-Länder ihre Finanzen in den Griff bekommen. Deutschland und
Frankreich streben Änderungen der EU-Verträge an. An diesem Montag
(5. Dezember) will Merkel mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy
in Paris Details präsentieren - vier Tage vor dem Gipfel der
EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. EU-Währungskommissar
Olli Rehn ist sich sicher: 'Wir kommen nun in die kritische Phase
von zehn Tagen, um die Krisenantwort der EU zu
beschließen.'/lan/amr/DP/jsl
Quelle: dpa-AFX
schrieb am 05.12.11 11:19:52
Spanien: Industrieproduktion bricht ein
Madrid (dpa) - Die Industrieproduktion in Spanien ist im Oktober
überraschend eingebrochen. Bereinigt fiel die Produktion auf
Jahressicht um 4,0 Prozent, wie das nationale Statistikamt am
Montag mitteilte.
Es ist der stärkste Rückgang seit zwei Jahren. Experten hatten nur
mit einem deutlich schwächeren Rückgang um 1,8 Prozent gerechnet.
Das Minus im Vormonat wurde von zunächst 1,8 Prozent auf minus 1,4
Prozent korrigiert. Nach Einschätzung von Experten deuten die Daten
darauf hin, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone im
Schlussquartal in die Rezession abrutschen könnte.
Quelle: dpa-AFX
schrieb am 05.12.11 17:04:34
Spannungen zwischen Banken steigen weiter
FRANKFURT (dpa-AFX) - Das europäische Bankensystem steht wenige
Tage vor dem EU-Gipfel zur Schuldenkrise nach wie vor unter starker
Anspannung. Am Montag legten die eintägigen Einlagen bei der
Europäischen Zentralbank (EZB) weiter kräftig zu. Die Einlagen
stiegen von 313,8 Milliarden Euro am Freitag auf zuletzt 332,7
Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert seit rund eineinhalb
Jahren und viel mehr als üblich. Die Mittel, die sich die
Geschäftsbanken über Nacht von der EZB ausleihen, verringerten sich
hingegen von 8,6 Milliarden Euro am Freitag auf 7,0 Milliarden. Die
eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten
als Misstrauens-Indikator, da die Geschäftsbanken auf diese
Instrumente normalerweise kaum zurückgreifen. Ausschlaggebend sind
die vergleichsweise ungünstigen Konditionen der sogenannten
'Spitzenrefinanzierung' über die Notenbank. Angesichts der sehr
hohen Unsicherheit wegen der Schuldenkrise nehmen die Banken
entsprechende Zinsverluste aber in Kauf. Anstatt sich das Geld
gegenseitig zu leihen, parken sie kurzfristige Mittel lieber bei
der EZB./jkr/hbr
Quelle: dpa-AFX
schrieb am 06.12.11 09:50:41
ROUNDUP 2: Deutschland droht Verlust der Topbonität - S&P
geißelt Eurozone
(Neu: Weitere Details, Reaktion Märkte) FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX)
- Die grassierende Schuldenkrise könnte Deutschland seine
Topbonität kosten. Angesichts wachsender Probleme hat die
US-Ratingagentur Standard & Poor's auf einen Schlag die
Kreditwürdigkeit von 15 Staaten der Eurozone unter Beobachtung
gestellt. Je nachdem, wie der EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag
ausfällt, droht eine massenhafte Herabstufung. Die Folge könnten
höhere Zinsen für neue Schulden sein. Das würde die ohnehin
angespannte Lage weiter verschlimmern. S&P erklärte am
Montagabend, Deutschlands Spitzenrating von 'AAA' möglicherweise um
eine Stufe zu senken. Dem zweiten wirtschaftlichen Schwergewicht in
Europa, Frankreich, droht sogar die Absenkung um bis zu zwei
Stufen. Ein gutes Rating ist aber die Voraussetzung, um sich an den
Kapitalmärkten zu günstigen Konditionen frisches Geld zu besorgen.
Der Euro fiel nach der Nachricht zurück und rutschte wieder unter
die Marke von 1,34 US-Dollar. In Asien sanken die Aktienkurse
leicht. MERKEL UND SARKOZY REAGIEREN GELASSEN Bundeskanzlerin
Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy
reagierten betont unaufgeregt. Es würden alle notwendigen Maßnahmen
getroffen, 'um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten',
erklärten sie in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie hatten am
Nachmittag in Paris eine rasche Verschärfung der Euro-Spielregeln
vereinbart. Beim EU-Gipfel sollen nach ihrem Willen die Weichen für
die nötige Änderung der EU-Verträge gestellt werden. Bis März 2012
sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Die Analysten von
S&P scheinen aber nicht überzeugt, dass die Versprechen auch
fruchten. Die Probleme in der Eurozone hätten in den vergangenen
Wochen ein Maß erreicht, das die Zone als Ganzes unter Druck setze,
schrieben sie und beklagten, dass sich die europäischen Politiker
weiterhin uneins seien, wie sie mit der Krise umgehen sollten.
S&P beschränkte sich bei dem Warnschuss nicht darauf, den
Ausblick für das Rating auf 'negativ' zu senken, wie es üblich ist.
Die Agentur wählte die schärfere Form des 'CreditWatch with
negative implications', was eine höhere Dringlichkeit der
Überprüfung bedeutet. S&P hat nun maximal 90 Tage Zeit, eine
Entscheidung zu treffen. Die Agentur will auf jeden Fall noch den
EU-Gipfel Ende der Woche abwarten. S&P SIEHT GEFAHR EINER
REZESSION IN DER EUROZONE Neben Deutschland und Frankreich besitzen
auch die Niederlande, Österreich, Finnland und Luxemburg eine
Topbonität von 'AAA'. Die meisten anderen Länder der Eurozone
verfügen immerhin noch über eine gute oder sehr gute Bonität. Ein
'befriedigend' haben Irland, Portugal und Zypern, wobei S&P das
Rating von Zypern schon zuvor unter besondere Beobachtung gestellt
hatte. Griechenland ist schon auf Ramschstatus abgerutscht; S&P
hält die Wahrscheinlichkeit eines Bankrotts in naher Zukunft für
'relativ hoch'. Im Falle von Deutschland begründete S&P die
mögliche Herabstufung mit der engen Verflechtung innerhalb Europas
und den damit einhergehenden Gefahren für die deutsche Wirtschaft
und den staatlichen Schuldenabbau. S&P erklärte, es gebe das
Risiko, dass die Eurozone als Ganzes im kommenden Jahr in die
Rezession rutsche. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 40 Prozent. Für
Staaten wie Spanien, Portugal und Griechenland geht S&P ganz
sicher von einem Wirtschaftsabschwung aus. 'Wir müssen uns beeilen,
wir haben nicht so viel Zeit', hatte zuvor Sarkozy nach einem
Treffen mit Merkel am Montag in Paris gesagt. Notfalls komme für
die beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone auch ein
Alleingang der 17 Euroländer infrage. Merkel betonte mit Blick auf
den EU-Gipfel: 'Wir sind fest entschlossen, die Entscheidung jetzt
genau bei diesem Rat herbeizuführen.' Natürlich werde aber auch mit
dem Europaparlament und den anderen Partnern gesprochen. REAKTION
AN ANLEIHEMÄRKTEN IM FOKUS In Gefahr ist das entscheidende
sogenannte Langzeit-Rating. Darauf schauen all jene Investoren, die
Staaten oder auch Unternehmen ihr Geld ein Jahr und länger leihen
wollen. Als Faustregel gilt: Je schlechter die Bonität eines
Schuldners ist, desto höhere Zinsen muss er zahlen. Bereits jetzt
müsste eine steigende Zahl von Mitgliedern der Eurozone trotz guter
Kreditwürdigkeit tiefer in die Tasche greifen, erklärte S&P.
Doch es gibt keinen Automatismus: S&P hatte im Sommer die USA
wegen ihrer überbordenden Schulden mit einer Herabstufung ihrer
Bonität auf die zweitbeste Note 'AA+' geschockt. Dennoch ist der
Zinssatz eher gesunken, den die Vereinigten Staaten für neue
Kredite zahlen müssen. Denn die Angst vor weiteren Verwerfungen in
der Eurozone hatte viele Investoren ihr Geld in US-Anleihen stecken
lassen. Seit jeher gelten US-Staatsanleihen als 'sicherer Hafen' in
Krisenzeiten; auch Anleihen der Bundesrepublik Deutschland haftet
dieser Ruf eigentlich an. Die Sorgen um eine Ausweitung der
Eurokrise haben das Vertrauen an den Kapitalmärkten allerdings
beschädigt. Seit Monaten ist Europa das Thema an der Wall Street.
Deutschland hatte im vergangenen Monat bei einer Platzierung wegen
des extrem niedrigen Zinsniveaus für deutsche Staatspapiere enorme
Probleme gehabt, frisches Geld an den Kapitalmärkten aufzunehmen.
Am Montag verlief der Verkauf von Anleihen dagegen problemlos. Auch
die zuletzt angespannte Lage bei italienischen Papieren entspannte
sich zum Wochenauftakt deutlich, nachdem der neue Ministerpräsident
Mario Monti sein Sparpaket auf den Weg gebracht
hatte./das/fi/DP/zb
Quelle: dpa-AFX
schrieb am 06.12.11 11:34:19
Kauf 1100 Paragon 6,121 €
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