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    Mein Musterdepot für 2009 / 10 / 11 (Seite 411)

    eröffnet am 13.11.08 19:33:02 von
    DOBY

    neuester Beitrag 21.11.14 17:12:00 von
    DOBY
    Beiträge: 6.605
    ID: 1.146.066
    Aufrufe heute: 13
    Gesamt: 428.510

    Der Tag im Überblick


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    DOBY
    schrieb am 01.12.11 10:07:23
    Beitrag Nr. 4.101 (42.423.888)
    Verkauf 1000 SAF Holland 3,799 €
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 01.12.11 10:12:23
    Beitrag Nr. 4.102 (42.423.917)
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 02.12.11 10:10:23
    Beitrag Nr. 4.103 (42.429.137)
    aktueller Bestand:
    100000 Jubii 0,076 € akt 0,054 € (ex Rückz. 0,032 €)
    100 Rio Tinto 31,60 € (letzter Verkauf 39,80 €, 37,04 €) akt 39,50 €
    500 Post 9,1455 akt 11,26 €
    100 Freeport Mc 22,45 € akt 29,0 €
    600 BP 4,313 € akt 5,32 €
    400 Gazprom 6,60 € akt 8,9 €
    4000 Scherzer 0,918 € akt. 0,96 €
    944 Scherzer 0,911 €
    600 Mox Telecom 4,851 akt. 4,90 €
    600 Highlight 3,367 € akt. 3,35 €
    310 Data Modul 12,965 € akt 11,60 €
    265 Data Modul 11,325 €
    400 Altira 4,201 € akt 4,3 €
    250 Euromicron Bezugsrechte KE 16,0
    50 OMV 22,64 € akt 24,0 €
    150 OMV 22,50 €
    132 Indus 18,055 € akt 18,8 €
    400 Joyou 8,07 € akt 8,3 €

    _______________________________________________
    Kasse: 151201,24
    real. Gewinn 2011 5942,05 € (FiFo) + Pauschalannahme Verlust 21823 €

    Startkapital 11/08: 100000 €
    Stand 12/09: ca. 181000 € (abzüglich Abgeltungssteuer und Gebühren)
    Stand 12/10: ca. 218228 € (abzüglich Abgeltungssteuer und Gebühren)
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    DOBY
    schrieb am 02.12.11 11:43:50
    Beitrag Nr. 4.104 (42.429.721)
    Spannungen zwischen Banken steigen - EZB-Ausleihungen auf Neun-Monats-Hoch

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Das europäische Bankensystem steht nach wie vor unter starker Anspannung. Am Freitag legten sowohl die eintägigen Einlagen als auch die kurzfristigen Ausleihungen der Institute bei der Europäischen Zentralbank (EZB) von hohem Niveau aus weiter zu. Die Einlagen stiegen von 304,4 Milliarden Euro am Vortag auf zuletzt 313,8 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert seit rund eineinhalb Jahren und viel mehr als üblich. Die Mittel, die sich die Geschäftsbanken über Nacht von der EZB leihen, sprangen unterdessen von 4,6 Milliarden auf 8,6 Milliarden Euro. Sie liegen damit so hoch wie seit neun Monaten nicht mehr. Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Misstrauens-Indikator, da die Geschäftsbanken auf diese Instrumente normalerweise kaum zurückgreifen. Ausschlaggebend sind die vergleichsweise ungünstigen Konditionen der sogenannten 'Spitzenrefinanzierung' über die Notenbank. Angesichts der sehr hohen Unsicherheit wegen der Schuldenkrise nehmen die Banken entsprechende Zinsverluste aber in Kauf. Anstatt sich das Geld gegenseitig zu leihen, parken sie kurzfristige Mittel lieber bei der EZB oder legen es dort kurzfristig an. Der direkte Geldhandel zwischen den Banken ist also - ähnlich wie in der Finanzkrise seit 2008 - wieder erheblich ins Stocken geraten. Aus diesem Grund hatten zur Wochenmitte sechs weltweit führende Notenbanken, darunter die US-Notenbank Fed und die EZB, weitreichende Maßnahmen ergriffen. Sie senkten zum einen den Preis für Dollar-Liquidität, da derzeit vor allem europäische Banken nur schwer Zugang zum amerikanischen Geldmarkt finden. Darüber hinaus spannten die Zentralbanken ein Sicherheitsnetz, sollten sich die Spannungen am Interbankenmarkt auf die Liquidität in anderen Landeswährungen ausweiten./bgf/hbr

    Quelle: dpa-AFX
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    DOBY
    schrieb am 02.12.11 12:19:33
    Beitrag Nr. 4.105 (42.429.965)
    Marktupdate:
    aktuell halte ich den Markt für positiv überzerrt -durch immer noch andauernde Auflösungen von Short-Positionen, Politiker-Sonntagsreden/Regierungserklärungen und dem anstehenden EU-Grossgipfeltreffen nächste Woche. Die Erfahrung lehrt aber, dass die Märkte stets enttäuscht werden von solchen Veranstaltungen, zumal selbst unsere Kanzlerin zugibt, dass es keine schnelle Lösung geben wird.
    Derweil drängt die Zeit - jeder Tag der vergeht, erhöht das Risiko des Kollaps - ich rechne damit, dass der Markt bis Jahresende noch stabil ist -und es dann ab Anfang nächsten Jahres zur Sache geht. Die Entwicklung weist Parallelen zu 2008/09 auf -auch damals war der Tiefpunkt der Börse nicht im Herbst 2008 erreicht (Zeitpunkt der Lehman-Insolvenz), sondern erst im März 2009, als das Aussmass der Krise überall angekommen war.
    Ähnliches gilt z.b. auch für die Auswirkungen der Terroranschläge auf das World-Trade-Center -der Markt-Tiefpunkt war nicht direkt im Anschluss an die Anschläge, sondern erst ab März 2002 marschierte der Markt richtig fett ins Minus- in den 6 Monaten dazwischen schnellte der DAX von 4000 auf über 5000 Punkte -auch damals getrieben von Massnahmen der Notenbanken, die durch Zinssenkungen versuchten die Wirtschaft am Laufen zu halten -was aber nicht geklappt hat, erst der Einmarsch in den Irak beendete die Anspannung der Märkte.
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 02.12.11 12:27:39
    Beitrag Nr. 4.106 (42.430.011)
    STICHWORT: Euro-Rettung: Diesmal wirklich - oder doch wieder nicht?

    BERLIN (dpa-AFX) - 'Ruhe im Karton' solle in der Euro-Schuldenkrise herrschen - das kündigte die Bundesregierung schon im Mai 2010 an. Seitdem wurden immer neue Notoperationen gestartet - Politiker beteuerten stets, nun sei das Schlimmste überstanden. Auch jetzt wieder, nach der geplanten Stärkung des Rettungsschirms EFSF, wird die Hoffnung geweckt, man bekomme die Krise nun endlich in den Griff. Ein Überblick über die bisherigen Feuerwehraktionen in Sachen Schuldenkrise: 25. März 2010: Beim EU-Gipfel einigen sich die Euro-Länder auf einen Notfallplan für das hoch verschuldete Griechenland. Der Plan sieht freiwillige Hilfen einzelner Euro-Länder und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou betont: 'Griechenland ist entschlossen, mit seinen eigenen Problemen fertig zu werden.' 7. Mai 2010: Bundestag und Bundesrat stimmen dem Rettungspaket für Griechenland zu. Es beinhaltet deutsche Notkredite von bis zu 22,4 Milliarden Euro bis 2012. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagt: 'Jede andere Alternative würde viel teurer, wäre viel gefährlicher, würde viel größere Risiken haben.' 10. Mai 2010: Um die Schuldenkrise einzudämmen, spannen die Finanzminister und der IWF einen Rettungsschirm (EFSF) für pleitebedrohte Euro-Mitglieder. Insgesamt 750 Milliarden Euro sollen im Notfall fließen. Der damalige Kanzleramtsminister Thomas de Maizière resümiert, jetzt komme 'Ruhe in den Karton'. 28. Oktober 2010: Die EU-Staats- und Regierungschefs einigen sich auf einen ständigen Rettungsschirm, der den EFSF 2013 ablösen soll. Die Bundeskanzlerin erklärt: 'Wir haben wesentliche Entscheidungen gefällt, dass wir die Stabilität des Euro auf Dauer garantieren können.' 21. November 2010: Als erstes EU-Land schlüpft Irland unter den EFSF. Europäer und IWF schnüren ein Hilfspaket von 85 Milliarden Euro. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy hält Sorgen vor einem Überschwappen auf Portugal für unbegründet: 'Gerede über eine Ansteckung hat keine wirtschaftliche oder rationelle Grundlage.' 8. April 2011: Nach einem Hilferuf aus Lissabon setzt die EU ein Rettungspaket für Portugal in Gang. Höhe: Rund 80 Milliarden Euro. Schäuble sieht die Gefahr einer Ausbreitung der Krise zunächst als gebannt an: 'Die Ansteckungsgefahr ist geringer geworden.' 20. Juni 2011: Die EU-Finanzminister beschließen eine Ausweitung des EFSF. Deutschlands Anteil steigt von 123 auf 211 Milliarden Euro. Damit bis zu 440 Milliarden Euro an Krediten gezahlt werden können, müssen die Euro-Länder ihre Garantien auf 780 Milliarden Euro erhöhen. Merkel verteidigt das: 'Scheitert der Euro, scheitert Europa.' 21. Juli 2011: Die Staats- und Regierungschefs der Euro-Länder einigen sich bei einem Krisengipfel auf ein neues Hilfspaket für Griechenland. Umfang: 109 Milliarden Euro. Banken und Versicherungen ziehen mit einem Beitrag von zusätzlich 37 Milliarden Euro mit. Merkel: 'Mit diesem Programm wollen wir die Probleme auch wirklich an der Wurzel anpacken.' 23. - 27. Oktober 2011: Nach einem Doppelgipfel beschließen die Euro-Länder das bislang dickste Paket zur Eindämmung der Krise: Griechenlands Schulden werden um 50 Prozent gekappt. Das im Juli beschlossene 109-Milliarden-Programm wird modifiziert: Nun soll es zusätzliche öffentliche Hilfen von 100 Milliarden Euro geben, sowie Garantien von 30 Milliarden Euro, mit denen der Schuldenschnitt begleitet wird. Die Schlagkraft der EFSF soll auf rund eine Billion Euro erhöht werden. Zudem müssen Europas Banken ihr Kapital um mehr als 100 Milliarden Euro aufstocken. 'Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen', bilanziert Merkel. Und Frankreichs Finanzminister François Baroin sagt erleichtert: 'Es gab ein Explosionsrisiko. Das Abkommen von heute Nacht ist eine freundschaftliche, globale und glaubwürdige Antwort.' 29. November: Die Euro-Finanzminister beschließen, den EFSF mit einem Hebel erheblich zu stärken. Der Fonds soll Kredite privater Anleger absichern und deren Ausfallrisiko teilweise übernehmen. Allerdings räumen mehrere Euro-Minister ein, dass weniger Geld eingesammelt wird als geplant: Es besteht also die Gefahr, dass die im EFSF verbliebenen Mittel nicht auf die gewünschte Billion Euro vermehrt werden. 1. Dezember: Merkel wirbt für eine 'neue europäische Schuldenbremse', damit die Euro-Länder ihre Finanzen in den Griff bekommen. Deutschland und Frankreich streben Änderungen der EU-Verträge an. An diesem Montag (5. Dezember) will Merkel mit Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy in Paris Details präsentieren - vier Tage vor dem Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. EU-Währungskommissar Olli Rehn ist sich sicher: 'Wir kommen nun in die kritische Phase von zehn Tagen, um die Krisenantwort der EU zu beschließen.'/lan/amr/DP/jsl

    Quelle: dpa-AFX
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 05.12.11 11:19:52
    Beitrag Nr. 4.107 (42.438.247)
    Spanien: Industrieproduktion bricht ein

    Madrid (dpa) - Die Industrieproduktion in Spanien ist im Oktober überraschend eingebrochen. Bereinigt fiel die Produktion auf Jahressicht um 4,0 Prozent, wie das nationale Statistikamt am Montag mitteilte.
    Es ist der stärkste Rückgang seit zwei Jahren. Experten hatten nur mit einem deutlich schwächeren Rückgang um 1,8 Prozent gerechnet. Das Minus im Vormonat wurde von zunächst 1,8 Prozent auf minus 1,4 Prozent korrigiert. Nach Einschätzung von Experten deuten die Daten darauf hin, dass die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone im Schlussquartal in die Rezession abrutschen könnte.

    Quelle: dpa-AFX
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 05.12.11 17:04:34
    Beitrag Nr. 4.108 (42.439.971)
    Spannungen zwischen Banken steigen weiter

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Das europäische Bankensystem steht wenige Tage vor dem EU-Gipfel zur Schuldenkrise nach wie vor unter starker Anspannung. Am Montag legten die eintägigen Einlagen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) weiter kräftig zu. Die Einlagen stiegen von 313,8 Milliarden Euro am Freitag auf zuletzt 332,7 Milliarden Euro. Dies ist der höchste Wert seit rund eineinhalb Jahren und viel mehr als üblich. Die Mittel, die sich die Geschäftsbanken über Nacht von der EZB ausleihen, verringerten sich hingegen von 8,6 Milliarden Euro am Freitag auf 7,0 Milliarden. Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Misstrauens-Indikator, da die Geschäftsbanken auf diese Instrumente normalerweise kaum zurückgreifen. Ausschlaggebend sind die vergleichsweise ungünstigen Konditionen der sogenannten 'Spitzenrefinanzierung' über die Notenbank. Angesichts der sehr hohen Unsicherheit wegen der Schuldenkrise nehmen die Banken entsprechende Zinsverluste aber in Kauf. Anstatt sich das Geld gegenseitig zu leihen, parken sie kurzfristige Mittel lieber bei der EZB./jkr/hbr

    Quelle: dpa-AFX
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 06.12.11 09:50:41
    Beitrag Nr. 4.109 (42.443.118)
    ROUNDUP 2: Deutschland droht Verlust der Topbonität - S&P geißelt Eurozone

    (Neu: Weitere Details, Reaktion Märkte) FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Die grassierende Schuldenkrise könnte Deutschland seine Topbonität kosten. Angesichts wachsender Probleme hat die US-Ratingagentur Standard & Poor's auf einen Schlag die Kreditwürdigkeit von 15 Staaten der Eurozone unter Beobachtung gestellt. Je nachdem, wie der EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag ausfällt, droht eine massenhafte Herabstufung. Die Folge könnten höhere Zinsen für neue Schulden sein. Das würde die ohnehin angespannte Lage weiter verschlimmern. S&P erklärte am Montagabend, Deutschlands Spitzenrating von 'AAA' möglicherweise um eine Stufe zu senken. Dem zweiten wirtschaftlichen Schwergewicht in Europa, Frankreich, droht sogar die Absenkung um bis zu zwei Stufen. Ein gutes Rating ist aber die Voraussetzung, um sich an den Kapitalmärkten zu günstigen Konditionen frisches Geld zu besorgen. Der Euro fiel nach der Nachricht zurück und rutschte wieder unter die Marke von 1,34 US-Dollar. In Asien sanken die Aktienkurse leicht. MERKEL UND SARKOZY REAGIEREN GELASSEN Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy reagierten betont unaufgeregt. Es würden alle notwendigen Maßnahmen getroffen, 'um die Stabilität der Eurozone zu gewährleisten', erklärten sie in einer gemeinsamen Stellungnahme. Sie hatten am Nachmittag in Paris eine rasche Verschärfung der Euro-Spielregeln vereinbart. Beim EU-Gipfel sollen nach ihrem Willen die Weichen für die nötige Änderung der EU-Verträge gestellt werden. Bis März 2012 sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Die Analysten von S&P scheinen aber nicht überzeugt, dass die Versprechen auch fruchten. Die Probleme in der Eurozone hätten in den vergangenen Wochen ein Maß erreicht, das die Zone als Ganzes unter Druck setze, schrieben sie und beklagten, dass sich die europäischen Politiker weiterhin uneins seien, wie sie mit der Krise umgehen sollten. S&P beschränkte sich bei dem Warnschuss nicht darauf, den Ausblick für das Rating auf 'negativ' zu senken, wie es üblich ist. Die Agentur wählte die schärfere Form des 'CreditWatch with negative implications', was eine höhere Dringlichkeit der Überprüfung bedeutet. S&P hat nun maximal 90 Tage Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Die Agentur will auf jeden Fall noch den EU-Gipfel Ende der Woche abwarten. S&P SIEHT GEFAHR EINER REZESSION IN DER EUROZONE Neben Deutschland und Frankreich besitzen auch die Niederlande, Österreich, Finnland und Luxemburg eine Topbonität von 'AAA'. Die meisten anderen Länder der Eurozone verfügen immerhin noch über eine gute oder sehr gute Bonität. Ein 'befriedigend' haben Irland, Portugal und Zypern, wobei S&P das Rating von Zypern schon zuvor unter besondere Beobachtung gestellt hatte. Griechenland ist schon auf Ramschstatus abgerutscht; S&P hält die Wahrscheinlichkeit eines Bankrotts in naher Zukunft für 'relativ hoch'. Im Falle von Deutschland begründete S&P die mögliche Herabstufung mit der engen Verflechtung innerhalb Europas und den damit einhergehenden Gefahren für die deutsche Wirtschaft und den staatlichen Schuldenabbau. S&P erklärte, es gebe das Risiko, dass die Eurozone als Ganzes im kommenden Jahr in die Rezession rutsche. Die Wahrscheinlichkeit liege bei 40 Prozent. Für Staaten wie Spanien, Portugal und Griechenland geht S&P ganz sicher von einem Wirtschaftsabschwung aus. 'Wir müssen uns beeilen, wir haben nicht so viel Zeit', hatte zuvor Sarkozy nach einem Treffen mit Merkel am Montag in Paris gesagt. Notfalls komme für die beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone auch ein Alleingang der 17 Euroländer infrage. Merkel betonte mit Blick auf den EU-Gipfel: 'Wir sind fest entschlossen, die Entscheidung jetzt genau bei diesem Rat herbeizuführen.' Natürlich werde aber auch mit dem Europaparlament und den anderen Partnern gesprochen. REAKTION AN ANLEIHEMÄRKTEN IM FOKUS In Gefahr ist das entscheidende sogenannte Langzeit-Rating. Darauf schauen all jene Investoren, die Staaten oder auch Unternehmen ihr Geld ein Jahr und länger leihen wollen. Als Faustregel gilt: Je schlechter die Bonität eines Schuldners ist, desto höhere Zinsen muss er zahlen. Bereits jetzt müsste eine steigende Zahl von Mitgliedern der Eurozone trotz guter Kreditwürdigkeit tiefer in die Tasche greifen, erklärte S&P. Doch es gibt keinen Automatismus: S&P hatte im Sommer die USA wegen ihrer überbordenden Schulden mit einer Herabstufung ihrer Bonität auf die zweitbeste Note 'AA+' geschockt. Dennoch ist der Zinssatz eher gesunken, den die Vereinigten Staaten für neue Kredite zahlen müssen. Denn die Angst vor weiteren Verwerfungen in der Eurozone hatte viele Investoren ihr Geld in US-Anleihen stecken lassen. Seit jeher gelten US-Staatsanleihen als 'sicherer Hafen' in Krisenzeiten; auch Anleihen der Bundesrepublik Deutschland haftet dieser Ruf eigentlich an. Die Sorgen um eine Ausweitung der Eurokrise haben das Vertrauen an den Kapitalmärkten allerdings beschädigt. Seit Monaten ist Europa das Thema an der Wall Street. Deutschland hatte im vergangenen Monat bei einer Platzierung wegen des extrem niedrigen Zinsniveaus für deutsche Staatspapiere enorme Probleme gehabt, frisches Geld an den Kapitalmärkten aufzunehmen. Am Montag verlief der Verkauf von Anleihen dagegen problemlos. Auch die zuletzt angespannte Lage bei italienischen Papieren entspannte sich zum Wochenauftakt deutlich, nachdem der neue Ministerpräsident Mario Monti sein Sparpaket auf den Weg gebracht hatte./das/fi/DP/zb

    Quelle: dpa-AFX
    Avatar
    DOBY
    schrieb am 06.12.11 11:34:19
    Beitrag Nr. 4.110 (42.443.711)
    Kauf 1100 Paragon 6,121 €




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