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Seite 1.146 von 1.147

XSTRATA 2009 einsteigen!! WKN 552834 ( Seite 1146)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.12.08 18:29:50
von
neuster Beitrag 22.05.12 13:09:25
von

Anzahl Beiträge: 11.466
Aufrufe gesamt: 298.069
Aufrufe heute: 13
Diskussionsnr.: 1.147.096

Xstrata

Chart
WKN: 552834
ISIN: GB0031411001
Symbol: XTR
11,40
 
-1,99 %
-0,231
Frankfurt (EUR), 25.05.12 | 18:33
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[ Seite: 123114511461147neuster Beitrag ]

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schrieb am 07.02.12 19:24:21
Beitrag Nr.11451 
(42.714.622)
Antwort
Zitat
wer ist den so dumm und nimmt das Angebot an? Ich kann mir nicht vorstellen das sie damit durchkommen. Ein großes Risiko von Xstrata wenn man bedenkt das bereits 16,4% der Aktionäre ausreichen um dieses Vorhaben zu stoppen/blocken.
Eine lange Hängepartie kann das werden - verschwendete Zeit. Naja....

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Wieland Staud
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schrieb am 08.02.12 12:00:53
Beitrag Nr.11452 
(42.718.271)
Antwort
Zitat
heute, 08:13 BMO CAPITAL MARKETS
Xstrata "market perform"
Toronto (aktiencheck.de AG) - Tony Robson, Analyst von BMO Capital Markets, stuft die Aktie von Xstrata (ISIN GB0031411001/ WKN 552834) unverändert mit "market perform" ein. Das Kursziel werde bei 1.400,00 GBp gesehen. (Analyse vom 07.02.12) (08.02.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

1.400 GBp - das wäre eine Kurssteigerung aktuell von 15 % und würde einem Kursziel von rd. 17 € entsprechen.
Eingekauft habe ich die Aktie im Januar 2011 zu 18,43 und 16,88 €.
Diese Kurse möchte ich schon wieder sehen !

Und die Fusion selbst sollte den Kurs beflügeln. :cool:
Kartellrechtlich dürfte es auch keine Probleme geben, da beide Unternehmen unterschiedliche Wirtschaftszweige haben, sich also nicht überschneiden.
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schrieb am 12.02.12 13:11:43
Beitrag Nr.11453 
(42.738.553)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.718.271 von ernestof am 08.02.12 12:00:53Fidelity, die 1,5% an Xstrata und 2,3% an Glencore halten, haben nun auch ein verbessertes Umtauschverhaeltnis fuer Xstrata gefordert.

Ich bin im Mai 2011 bei 16,36 EUR ausgestiegen, habe Xstrata seitdem aber staendig beobachtet. Das Umtauschverhaeltnis bzw. der daraus resultierende Preis fuer Xstrata-Aktionaere ist in der Tat enttaeuschend. Andererseits war auch klar, dass der erwartete Zusammenschluss ueber Aktientausch und nicht ueber Barzahlung erfolgen wuerde.

Ich glaube, dass wir Kurse von 18-20 EUR bei Xstrata noch vor dem Vollzug des Mergers sehen koennten. Allerdings nur im Rahmen eines allgemeinen Marktanstiegs und nicht allein wegen eines verbesserten Umtauschverhaeltnisses. Vielleicht sinkt Glencore bei einem geaenderten Umtauschverhaeltnis eher, als dass Xstrata steigt.

Ich lenke mein Interesse im Rohstoffbereich nun anderen Werten zu. Eine Uebernahme gegen Cash wird wohl eher bei mittelgrossen Minern erfolgen. Auch Anglo American ist in diesem Sinne dann kein Kandidat mehr zum investieren.
Avatar
schrieb am 12.02.12 18:58:35
Beitrag Nr.11454 
(42.739.364)
Antwort
Zitat
Zitat von ernestofUnd die Fusion selbst sollte den Kurs beflügeln. :cool:
Kartellrechtlich dürfte es auch keine Probleme geben, da beide Unternehmen unterschiedliche Wirtschaftszweige haben, sich also nicht überschneiden.



Man sollte tatsächlich ab und zu in den Thread von Glencore schauen :

Interessanter Beitrag von R-BgO (# 125) :

von SPIEGEL-online:

Es ist eine Konzernehe der Superlative. Der weltgrößte Rohstoffkonzern Glencore vereinigt sich mit dem Bergbaukonzern Xstrata. Der neue Gigant deckt von der Förderung über den Transport bis zum Verkauf von Bodenschätzen alles ab und setzt 210 Milliarden Dollar pro Jahr um.


London - Die Bergbaubranche erlebt die größte Fusion ihrer Geschichte. Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore und der Bergbaukonzern Xstrata schließen sich in einer 90 Milliarden Dollar schweren Fusion zu einem neuen Branchenriesen zusammen.

Durch die Firmenehe entsteht ein Unternehmen, das von der Förderung über den Transport bis zum Verkauf von Rohstoffen die gesamte Wertschöpfungskette der Branche abdeckt. Der gemeinsame Jahresumsatz liegt künftig bei fast 210 Milliarden Dollar. Beide Firmen haben ihren Sitz im Schweizer Steuerparadies Zug.
Xstrata-Aktionäre würden im Rahmen des Zusammenschlusses für jedes ihrer Papiere 2,8 neue Glencore-Titel erhalten, teilte Xstrata am Dienstag mit. Den Firmenangaben zufolge enthalten die Bedingungen einen Aufschlag von 15,2 Prozent auf die Xstrata-Titel basierend auf dem Schlusskurs vom 1. Februar.

Glencore war mit einer Beteiligung von 34 Prozent bereits länger der größte Einzelaktionär von Xstrata. Dass die beiden Firmen über einen Zusammenschluss verhandeln war vor wenigen Tagen durchgesickert. Künftig dürfte Glencore 56 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten.

Die personellen Weichen sind laut "Financial Times" schon gestellt. Demnach soll Xstrata-Vorstandschef Mick Davis Chef des fusionierten Unternehmens werden, Glencore-Chef und Hauptaktionär Ivan Glasenberg wolle sich mit der Rolle als Stellvertreter begnügen. Die Spitze des Verwaltungsrats solle John Bond, der bisherige Xstrata-Vorsitzende übernehmen. Branchenexperten sehen die Vorteile eines Zusammenschlusses vor allem bei Glencore. Bei dem Rohstoffhändler sind die Margen kleiner als beim Förderunternehmen Xstrata.
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schrieb am 13.02.12 10:24:16
Beitrag Nr.11455 
(42.741.064)
Antwort
Zitat
Zitat von El_MatadorFidelity, die 1,5% an Xstrata und 2,3% an Glencore halten, haben nun auch ein verbessertes Umtauschverhaeltnis fuer Xstrata gefordert.

Ich bin im Mai 2011 bei 16,36 EUR ausgestiegen, habe Xstrata seitdem aber staendig beobachtet. Das Umtauschverhaeltnis bzw. der daraus resultierende Preis fuer Xstrata-Aktionaere ist in der Tat enttaeuschend. Andererseits war auch klar, dass der erwartete Zusammenschluss ueber Aktientausch und nicht ueber Barzahlung erfolgen wuerde.

Ich glaube, dass wir Kurse von 18-20 EUR bei Xstrata noch vor dem Vollzug des Mergers sehen koennten. Allerdings nur im Rahmen eines allgemeinen Marktanstiegs und nicht allein wegen eines verbesserten Umtauschverhaeltnisses. Vielleicht sinkt Glencore bei einem geaenderten Umtauschverhaeltnis eher, als dass Xstrata steigt.

Ich lenke mein Interesse im Rohstoffbereich nun anderen Werten zu. Eine Uebernahme gegen Cash wird wohl eher bei mittelgrossen Minern erfolgen. Auch Anglo American ist in diesem Sinne dann kein Kandidat mehr zum investieren.


mal sehen ob BlackRock sich so abspeisen läßt wenn nicht haben eigentlich sogut wie alle NEIn gesagt...die Kleinaktionäre werden dieser Geschichte erst recht nicht zustimmen.
Und wenn 16.4% Neinstimmen ausreichen diesen Deal zu verhindern wird das hier noch sehr spannend. Bin enttäuscht das der XSTRATA Vorstand gleich "ja" ruft für diesen Deal. Aber wenn der CEO Posten winkt dann kann man wohl nicht anderes. :rolleyes:

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schrieb am 24.02.12 13:00:51
Beitrag Nr.11456 
(42.801.753)
Antwort
Zitat
DJ ANALYSE/CS: Fusion Glencore/Xstrata bringt viele Vorteile



Die Analysten der Credit Suisse (CS) begrüßen die angestrebte Fusion von Glencore und Xstrata. Ein Zusammenschluss könne hohes Wachstum und einen diversifizierten Großkonzern schaffen. Die größten Synergien dürften bei der Vermarktung von Kohle, Kupfer und Zink entstehen. Die Experten beziffern die Synergieeffekte nach Steuern für 2012 auf 246 Millionen bis 704 Millionen Dollar, was drei bis sieben Prozent des gemeinsamen Nettogewinns entspräche. Es gebe nur eine geringe Überlappung der industriellen Geschäftsfelder. Viel mehr bestünde die Chance auf eine Optimierung der geplanten Projekte, einige Vermögenswerte könnten darüber hinaus abgestoßen werden. Ein Hindernis auf dem Weg zu einen zusammengelegten Konzern sehen die Analysten in der Möglichkeit, dass die Xstrata-Aktionäre einen Aufschlag verlangen könnten. Regulatorische Schwierigkeiten sehen die Experten dagegen nicht.
DJG/DJN/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 02, 2012 07:47 ET (12:47 GMT)
-----------

ohja!
Avatar
schrieb am 24.02.12 13:01:18
Beitrag Nr.11457 
(42.801.756)
Antwort
Zitat
DJ Glencore beantragt bei EU Genehmigung für Fusion mit Xstrata



LONDON (Dow Jones)--Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore hat die europäische Kommission offiziell über seine angestrebte Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata informiert. Die Schweizer erwarten keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission. Der Konzern habe die Kommission bereits konsultiert und mit ihr konstruktiv über den Zusammenschluss mit Xstrata gesprochen, teilte Glencore mit.

Sowohl der Schweizer Rohstoffhändler als auch Xstrata seien mit dem Genehmigungsverfahren der Kommission vertraut, sagte Glencore. "Durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit der EU wollen wir weitere Verfahren nationaler Aufsichtsbehörden verhindern," fügte der Konzern hinzu.

Durch die Fusion der beiden Konzerne würde nach Marktkapitalisierung weltweit der viertgrößte Minenkonzern entstehen. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der angestrebten Fusion hatten beide Konzerne zusammen eine Wert von 90 Milliarden US-Dollar.
-Von Alex MacDonald, Dow Jones Newswires;
+49-(0)69-29725-111; unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/hhb/jhe

(END) Dow Jones Newswires
Avatar
schrieb am 27.03.12 14:38:08
Beitrag Nr.11458 
(42.960.837)
Antwort
Zitat
Xstrata siegt vor Gericht: Australisches Kohleprojekt geht weiter


BRISBANE (dpa-AFX) - Der britisch-schweizerische Bergbaukonzern Xstrata XSTRATASTOEHR + CO.AG I.A. darf die Planungen für das größte Kohleprojekt Australiens fortsetzen. Ein Gericht in Brisbane empfahl den Behörden am Dienstag die Genehmigung und wies die Klage von Umweltschützern ab. Die Aktivisten hatten argumentiert, dass die Ausbeutung der Wandoan Mine im Bundesstaat Queensland das weltgrößte Korallenriff Great Barrier Reef gefährden könnte. Sie forderten, nicht nur die Eingriffe durch den Abbau zu berücksichtigen, sondern auch die Langzeitfolgen durch den Transport und Verbrennen der Kohle im Ausland zu berücksichtigen.

Nach Ansicht des Gerichts konnten die Naturschützer nicht nachweisen, dass die Umweltgefahren so groß sind, dass das Projekt gestoppt werden müsste. Dabei folgte es der Xstrata-Argumentation, dass die Nachfrage nach Kohle hoch ist und der Bedarf gegebenenfalls auch anderen Quellen gedeckt würde. Die Auswirkungen auf die Umwelt würde das nicht verändern.

Xstrata will rund 6 Milliarden australische Dollar (4,7 Mrd Euro) in das Wandoan-Projekt stecken und rund 1.700 Jobs schaffen. Dem Staat zahlt der Konzern über 30 Jahre rund 3,7 Milliarden australische Dollar als Gebühr für die Abbaurechte. Hinzu kommen jährlich Hafengebühren von rund 500 Millionen Dollar.

Hätten die Naturschützer Recht bekommen, wäre es auch für andere Bergbaukonzerne wie BHP Billiton BHP BILLITON und Vale schwer geworden, Genehmigungen für die derzeit geplanten rund 30 neuen Minen in Queensland zu bekommen./enl/wiz
Avatar
schrieb am 18.04.12 09:26:56
Beitrag Nr.11459 
(43.053.301)
Antwort
Zitat
vom March 21, 2012
---
Glencore-Xstrata-Fusion muss noch viele Klippen umschiffen



(In der um 10.08 Uhr gesendeten Meldung muss es im ersten Satz des zwölften Absatzes richtig heißen, dass die EU den Zinkmarkt im Jahr 2001 als regionalen Markt eingestuft hat UND NICHT als keinen regionalen Markt. Es folgt eine korrigierte Fassung des Artikels).


WSJ: Glencore-Xstrata-Fusion muss noch viele Klippen umschiffen

Von John W. Miller
THE WALL STREET JOURNAL


LONDON (Dow Jones)--Der Rohstoffkonzern Glencore International gerät bei seiner angestrebten Fusion mit dem Wettbewerber Xstrata plc zunehmend ins Schlingern. Das ganze 90-Milliarden-US-Dollar-Vorhaben könnte sich als Never-Ending-Story entpuppen.

Jetzt nehmen die Wettbewerbshüter der Europäischen Union das Geschäft schärfer ins Visier, sagten Berater der beiden Schweizer Unternehmen. Direkte Gegenspieler der Rohstoffriesen sowie Branchenverbände hatten Bedenken geäußert: Mit der Fusion könnte insbesondere bei Zink, Nickel und Kohle ein zu mächtiger Gigant entstehen.

Gegenwind weht den Fusionsfreunden noch von ganz anderer Seite entgegen. Manche Xstrata-Anleger sind unzufrieden mit dem Umtauschangebot für ihre Aktien. Sie sollen 2,8 Glencore-Anteilsscheine je Xstrata-Papier erhalten. Zu wenig in den Augen dieser Aktionärsgruppe.

Glencore fühlt sich allerdings in einer Position der Stärke. Bisher ist kein anderer Interessent auf den Plan getreten. Glencore-Chef Ivan Glasenberg lehnt eine Aufstockung des Angebots denn auch ab, was angesichts des Unmuts der Xstrata-Inhaber zusätzliche Hürden schaffen könnte.

Dazu kommt das Tauziehen um grünes Licht durch die Wettbewerbsaufseher. Es könnte allein bis Anfang 2013 dauern, bis die EU ihr Einverständnis gibt. Zudem droht ein langwieriges Ringen mit den Behörden in den USA, China, Südafrika und Kanada. "Wenn sie den Deal bis zum 1. März kommenden Jahres über die Bühne gebracht haben, wäre das ein gutes Ergebnis", sagt Sigurd Mareels, Minenexperte von McKinsey. Der Unternehmensberater schränkt aber auch gleich wieder ein: "Es könnte auch 2 bis 3 Jahre dauern."

Angesichts dieser recht trüben Aussichten verfolgen beide Unternehmen noch ganz andere Geschäftsmöglichkeiten. Glencore stemmt gerade die Übernahme des kanadischen Getreidehändlers und -verarbeiters Viterra Inc. 6,1 Milliarden Dollar lassen sich die Eidgenossen den Schritt über den Atlantik ins kanadische Agrargeschäft kosten. Xstrata steht auch nicht müde im Seitenaus: Für 500 Millionen Dollar in bar kauften sie Anfang des Monats die kanadischen Kohlereserven von Talisman Energy Inc.

Für den ganz großen Fusionsdeal müssen sich beide Rohstoffkonzerne vor allem mit den EU-Wettbewerbshütern herumschlagen. Die Behörde in Brüssel gilt als am schwersten zu überwindende Hürde. Im Jahr 2008 blies BHP Billiton plc die Übernahme des Rohstoff-Konkurrenten Rio Tinto plc wieder ab. Aus Brüssel hatte es Wettbewerbsbedenken gegeben.

Zunächst schien der Xstrata-Deal für Glencore wie ein Selbstläufer. Als das Vorhaben im Februar angekündigt wurde, war es nicht einmal klar, ob die EU es überhaupt abnicken muss. Im Jahr 2006 hatte die EU geurteilt, dass Glencore und Xstrata praktisch wie ein Unternehmen zu betrachten seien: Glencore hält bereits rund 34 Prozent an seinem Fusionsziel. Trotzdem suchten beide Unternehmen formal um eine kartellrechtliche Genehmigung nach. Seitdem treffen sich Vertreter von Glencore und Xstrata, ihre Rechtsanwälte sowie die EU-Aufseher regelmäßig. Sobald beide Fusionswilligen alle relevanten Daten geliefert haben, bleibt der EU-Behörde ein Monat bis zu einer Entscheidung.

Ein mächtiger Fusionsfeind formiert sich mit dem Verband der europäischen Eisen- und Stahlindustrie Eurofer. "Wir sind besonders über den potenziellen Einfluss auf die Zink-, Nickel- und Kohlemärkte beunruhigt", sagt deren Lobbyist Axel Eggert. Andere Lobbygruppen wollten auch Beschwerden einreichen.

Ein Schlüsselfaktor bei der EU-Entscheidung: Spielt Brüssel die europäische oder die globale Karte? Weltweit käme der neue Rohstoffgigant auf wenig ehrfurchterregende Marktanteile. 9,9 Prozent beträgt der Anteil bei auf dem Seewege transportierter Thermalkohle, 5,3 Prozent für Kokskohle, 6 Prozent bei Nickel und bei Zink käme der Schweizer Megakonzern auf 12 Prozent. Ein anderes Bild ergibt sich beim Blick auf Europa: Der fusionierte Konzern würde rund ein Drittel des Zinkmarktes kontrollieren.

Zink ist ein essenzieller Industrierohstoff, der unter anderem beim Röhrenbau und der Produktion von rostfreiem Stahl einfließt. Zusammen lag der Ausstoß der beiden Unternehmen 2010 bei 1,5 Millionen Tonnen, mehr als doppelt so viel wie bei der Nummer 2, Hindustan Zinc Ltd.

Im Jahr 2001 entschied die EU, dass der Zinkmarkt regional sei, weil die Importe gering seien und Transportkosten alles andere als vernachlässigbar. Damals beriet die Behörde über die Übernahme der norwegischen Norzinc durch die Outokumpu Oyj aus Finnland.

Kämen die Wettbewerbshüter mehr als 10 Jahre später zum gleichen Schluss, müsste Glencore wohl einige Zinkminen und -hüttenwerke verkaufen oder einen langwierigen Streit mit der Kommission vom Zaun brechen, meint David Anderson, Partner bei Berwin Leighton Paisner LLP.

Inzwischen formiert sich auch von Anlegerseite Widerstand gegen die angestrebte Fusion. Manche Investoren wollen sich nicht mit 2,8 Glencore-Aktien je eigenem Anteilsschein abspeisen lassen. "Es ist absurd, dass Glencore seine Sicht aufrechterhält, dies sei ein vernünftiges Angebot", sagt John Tumazos, ein US-Investmentberater, der 19.000 Xstrata-Anteilsscheine hält. Spät im Mai oder Anfang Juni dürfte der Tag der Entscheidung kommen und die Aktionärsabstimmung anstehen. Nur 17 Prozent der Xstrata-Eigner müssten sich gegen den Deal aussprechen, um ihn zu blockieren.

Eine Lösung wäre aber auch das nicht. Glencore selbst verfügt mit mehr als einem Drittel der Aktien selbst über einen Sperranteil. Für Xstrata wäre ein Scheitern mit beträchtlichen negativen Folgen verbunden, sagt Chris LaFemina, Analyst bei Jefferies & Co in New York, insbesondere, da kaum absehbar ist, dass ein anderer Interessant auftauchen wird. Die Fusion bleibt die beste Möglichkeit, einen Stillstand abzuwenden.

-Von John W. Miller, The Wall Street Journal;
+49 (0)69 29725 130, unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/axw/smh/jhe/mgo

(END) Dow Jones Newswires

March 21, 2012 12:11 ET (16:11 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
Avatar
schrieb am 20.04.12 01:08:45
Beitrag Nr.11460 
(43.063.668)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.053.301 von lafabius am 18.04.12 09:26:56Danke fuer den Artikel, lafabius. Fuer mich war das immer mehr ein Glencore-Deal, und ich verstehe den Autor nicht, warum ein Scheitern der Fusion fuer Xstrata schlecht sein sollte. Das Produktionswachstum von Xstrata stand alone sollte nicht so schlecht sein, und Xstrata hat auch keine Klumpenrisiken, weder bei Rohstoffarten noch geografisch. Ich glaube, beide Firmen haben stand alone auch ohne Fusion beste Chancen. Falls es mit dem Merger nicht klappen sollte, werde ich wieder Xstrata-Aktionaer. Heute so nicht.

[ Seite: 123114511461147neuster Beitrag ]

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