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schrieb am 07.02.12 19:24:21
wer ist den so dumm und nimmt das Angebot an? Ich kann mir nicht
vorstellen das sie damit durchkommen. Ein großes Risiko von Xstrata
wenn man bedenkt das bereits 16,4% der Aktionäre ausreichen um
dieses Vorhaben zu stoppen/blocken.
Eine lange Hängepartie kann das werden - verschwendete Zeit.
Naja....
schrieb am 08.02.12 12:00:53
heute, 08:13 BMO CAPITAL MARKETS
Xstrata "market perform"
Toronto (aktiencheck.de AG) - Tony Robson, Analyst von BMO Capital
Markets, stuft die Aktie von Xstrata (ISIN GB0031411001/ WKN
552834) unverändert mit "market perform" ein. Das Kursziel werde
bei 1.400,00 GBp gesehen. (Analyse vom 07.02.12)
(08.02.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche
Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der
Quelle der Analyse einsehen.
1.400 GBp - das wäre eine Kurssteigerung aktuell von 15 % und würde
einem Kursziel von rd. 17 € entsprechen.
Eingekauft habe ich die Aktie im Januar 2011 zu 18,43 und 16,88
€.
Diese Kurse möchte ich schon wieder sehen !
Und die Fusion selbst sollte den Kurs beflügeln.

Kartellrechtlich dürfte es auch keine Probleme geben, da beide
Unternehmen unterschiedliche Wirtschaftszweige haben, sich also
nicht überschneiden.
schrieb am 12.02.12 13:11:43
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.718.271 von ernestof am 08.02.12
12:00:53Fidelity, die 1,5% an Xstrata und 2,3% an
Glencore halten, haben nun auch ein verbessertes
Umtauschverhaeltnis fuer Xstrata gefordert.
Ich bin im Mai 2011 bei 16,36 EUR ausgestiegen, habe Xstrata
seitdem aber staendig beobachtet. Das Umtauschverhaeltnis bzw. der
daraus resultierende Preis fuer Xstrata-Aktionaere ist in der Tat
enttaeuschend. Andererseits war auch klar, dass der erwartete
Zusammenschluss ueber Aktientausch und nicht ueber Barzahlung
erfolgen wuerde.
Ich glaube, dass wir Kurse von 18-20 EUR bei Xstrata noch vor dem
Vollzug des Mergers sehen koennten. Allerdings nur im Rahmen eines
allgemeinen Marktanstiegs und nicht allein wegen eines verbesserten
Umtauschverhaeltnisses. Vielleicht sinkt Glencore bei einem
geaenderten Umtauschverhaeltnis eher, als dass Xstrata steigt.
Ich lenke mein Interesse im Rohstoffbereich nun anderen Werten zu.
Eine Uebernahme gegen Cash wird wohl eher bei mittelgrossen Minern
erfolgen. Auch Anglo American ist in diesem Sinne dann kein
Kandidat mehr zum investieren.
schrieb am 12.02.12 18:58:35
Zitat von ernestofUnd
die Fusion selbst sollte den Kurs beflügeln. 
Kartellrechtlich dürfte es auch keine Probleme geben, da beide
Unternehmen unterschiedliche Wirtschaftszweige haben, sich also
nicht überschneiden.
Man sollte tatsächlich ab und zu in den Thread von Glencore schauen
:
Interessanter Beitrag von R-BgO (# 125) :
von SPIEGEL-online:
Es ist eine Konzernehe der Superlative. Der weltgrößte
Rohstoffkonzern Glencore vereinigt sich mit dem Bergbaukonzern
Xstrata. Der neue Gigant deckt von der Förderung über den Transport
bis zum Verkauf von Bodenschätzen alles ab und setzt 210 Milliarden
Dollar pro Jahr um.
London - Die Bergbaubranche erlebt die größte Fusion ihrer
Geschichte. Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore und der
Bergbaukonzern Xstrata schließen sich in einer 90 Milliarden Dollar
schweren Fusion zu einem neuen Branchenriesen zusammen.
Durch die Firmenehe entsteht ein Unternehmen, das von der Förderung
über den Transport bis zum Verkauf von Rohstoffen die gesamte
Wertschöpfungskette der Branche abdeckt. Der gemeinsame
Jahresumsatz liegt künftig bei fast 210 Milliarden Dollar. Beide
Firmen haben ihren Sitz im Schweizer Steuerparadies Zug.
Xstrata-Aktionäre würden im Rahmen des Zusammenschlusses für jedes
ihrer Papiere 2,8 neue Glencore-Titel erhalten, teilte Xstrata am
Dienstag mit. Den Firmenangaben zufolge enthalten die Bedingungen
einen Aufschlag von 15,2 Prozent auf die Xstrata-Titel basierend
auf dem Schlusskurs vom 1. Februar.
Glencore war mit einer Beteiligung von 34 Prozent bereits länger
der größte Einzelaktionär von Xstrata. Dass die beiden Firmen über
einen Zusammenschluss verhandeln war vor wenigen Tagen
durchgesickert. Künftig dürfte Glencore 56 Prozent an dem
fusionierten Unternehmen halten.
Die personellen Weichen sind laut "Financial Times" schon gestellt.
Demnach soll Xstrata-Vorstandschef Mick Davis Chef des fusionierten
Unternehmens werden, Glencore-Chef und Hauptaktionär Ivan
Glasenberg wolle sich mit der Rolle als Stellvertreter begnügen.
Die Spitze des Verwaltungsrats solle John Bond, der bisherige
Xstrata-Vorsitzende übernehmen. Branchenexperten sehen die Vorteile
eines Zusammenschlusses vor allem bei Glencore. Bei dem
Rohstoffhändler sind die Margen kleiner als beim Förderunternehmen
Xstrata.
schrieb am 13.02.12 10:24:16
Zitat von El_MatadorFidelity,
die 1,5% an Xstrata und 2,3% an Glencore halten, haben nun auch ein
verbessertes Umtauschverhaeltnis fuer Xstrata gefordert.
Ich bin im Mai 2011 bei 16,36 EUR ausgestiegen, habe Xstrata
seitdem aber staendig beobachtet. Das Umtauschverhaeltnis bzw. der
daraus resultierende Preis fuer Xstrata-Aktionaere ist in der Tat
enttaeuschend. Andererseits war auch klar, dass der erwartete
Zusammenschluss ueber Aktientausch und nicht ueber Barzahlung
erfolgen wuerde.
Ich glaube, dass wir Kurse von 18-20 EUR bei Xstrata noch vor dem
Vollzug des Mergers sehen koennten. Allerdings nur im Rahmen eines
allgemeinen Marktanstiegs und nicht allein wegen eines verbesserten
Umtauschverhaeltnisses. Vielleicht sinkt Glencore bei einem
geaenderten Umtauschverhaeltnis eher, als dass Xstrata steigt.
Ich lenke mein Interesse im Rohstoffbereich nun anderen Werten zu.
Eine Uebernahme gegen Cash wird wohl eher bei mittelgrossen Minern
erfolgen. Auch Anglo American ist in diesem Sinne dann kein
Kandidat mehr zum investieren.
mal sehen ob BlackRock sich so abspeisen läßt wenn nicht haben
eigentlich sogut wie alle NEIn gesagt...die Kleinaktionäre werden
dieser Geschichte erst recht nicht zustimmen.
Und wenn 16.4% Neinstimmen ausreichen diesen Deal zu verhindern
wird das hier noch sehr spannend. Bin enttäuscht das der XSTRATA
Vorstand gleich "ja" ruft für diesen Deal. Aber wenn der CEO Posten
winkt dann kann man wohl nicht anderes.
schrieb am 24.02.12 13:00:51
DJ ANALYSE/CS: Fusion Glencore/Xstrata bringt viele Vorteile
Die Analysten der Credit Suisse (CS) begrüßen die angestrebte
Fusion von Glencore und Xstrata. Ein Zusammenschluss könne hohes
Wachstum und einen diversifizierten Großkonzern schaffen. Die
größten Synergien dürften bei der Vermarktung von Kohle, Kupfer und
Zink entstehen. Die Experten beziffern die Synergieeffekte nach
Steuern für 2012 auf 246 Millionen bis 704 Millionen Dollar, was
drei bis sieben Prozent des gemeinsamen Nettogewinns entspräche. Es
gebe nur eine geringe Überlappung der industriellen
Geschäftsfelder. Viel mehr bestünde die Chance auf eine Optimierung
der geplanten Projekte, einige Vermögenswerte könnten darüber
hinaus abgestoßen werden. Ein Hindernis auf dem Weg zu
einen zusammengelegten Konzern sehen die Analysten in der
Möglichkeit, dass die Xstrata-Aktionäre einen Aufschlag verlangen
könnten. Regulatorische Schwierigkeiten sehen die Experten
dagegen nicht.
DJG/DJN/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 02, 2012 07:47 ET (12:47 GMT)
-----------
ohja!
schrieb am 24.02.12 13:01:18
DJ Glencore beantragt bei EU Genehmigung für Fusion mit Xstrata
LONDON (Dow Jones)--Der weltgrößte Rohstoffhändler Glencore hat die
europäische Kommission offiziell über seine angestrebte Fusion mit
dem Bergbaukonzern Xstrata informiert. Die Schweizer erwarten keine
wettbewerbsrechtlichen Bedenken der Kommission. Der Konzern habe
die Kommission bereits konsultiert und mit ihr konstruktiv über den
Zusammenschluss mit Xstrata gesprochen, teilte Glencore mit.
Sowohl der Schweizer Rohstoffhändler als auch Xstrata seien mit dem
Genehmigungsverfahren der Kommission vertraut, sagte Glencore.
"Durch eine konstruktive Zusammenarbeit mit der EU wollen wir
weitere Verfahren nationaler Aufsichtsbehörden verhindern," fügte
der Konzern hinzu.
Durch die Fusion der beiden Konzerne würde nach
Marktkapitalisierung weltweit der viertgrößte Minenkonzern
entstehen. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe der angestrebten Fusion
hatten beide Konzerne zusammen eine Wert von 90 Milliarden
US-Dollar.
-Von Alex MacDonald, Dow Jones Newswires;
+49-(0)69-29725-111; unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/hhb/jhe
(END) Dow Jones Newswires
schrieb am 27.03.12 14:38:08
Xstrata siegt vor Gericht: Australisches Kohleprojekt geht
weiter
BRISBANE (dpa-AFX) - Der britisch-schweizerische Bergbaukonzern
Xstrata XSTRATASTOEHR + CO.AG I.A. darf die Planungen für das
größte Kohleprojekt Australiens fortsetzen. Ein Gericht in Brisbane
empfahl den Behörden am Dienstag die Genehmigung und wies die Klage
von Umweltschützern ab. Die Aktivisten hatten argumentiert, dass
die Ausbeutung der Wandoan Mine im Bundesstaat Queensland das
weltgrößte Korallenriff Great Barrier Reef gefährden könnte. Sie
forderten, nicht nur die Eingriffe durch den Abbau zu
berücksichtigen, sondern auch die Langzeitfolgen durch den
Transport und Verbrennen der Kohle im Ausland zu
berücksichtigen.
Nach Ansicht des Gerichts konnten die Naturschützer nicht
nachweisen, dass die Umweltgefahren so groß sind, dass das Projekt
gestoppt werden müsste. Dabei folgte es der Xstrata-Argumentation,
dass die Nachfrage nach Kohle hoch ist und der Bedarf
gegebenenfalls auch anderen Quellen gedeckt würde. Die Auswirkungen
auf die Umwelt würde das nicht verändern.
Xstrata will rund 6 Milliarden australische Dollar (4,7 Mrd Euro)
in das Wandoan-Projekt stecken und rund 1.700 Jobs schaffen. Dem
Staat zahlt der Konzern über 30 Jahre rund 3,7 Milliarden
australische Dollar als Gebühr für die Abbaurechte. Hinzu kommen
jährlich Hafengebühren von rund 500 Millionen Dollar.
Hätten die Naturschützer Recht bekommen, wäre es auch für andere
Bergbaukonzerne wie BHP Billiton BHP BILLITON und Vale schwer
geworden, Genehmigungen für die derzeit geplanten rund 30 neuen
Minen in Queensland zu bekommen./enl/wiz
schrieb am 18.04.12 09:26:56
vom March 21, 2012
---
Glencore-Xstrata-Fusion muss noch viele Klippen umschiffen
(In der um 10.08 Uhr gesendeten Meldung muss es im ersten Satz des
zwölften Absatzes richtig heißen, dass die EU den Zinkmarkt im Jahr
2001 als regionalen Markt eingestuft hat UND NICHT als keinen
regionalen Markt. Es folgt eine korrigierte Fassung des
Artikels).
WSJ: Glencore-Xstrata-Fusion muss noch viele Klippen umschiffen
Von John W. Miller
THE WALL STREET JOURNAL
LONDON (Dow Jones)--Der Rohstoffkonzern Glencore International
gerät bei seiner angestrebten Fusion mit dem Wettbewerber Xstrata
plc zunehmend ins Schlingern. Das ganze
90-Milliarden-US-Dollar-Vorhaben könnte sich als Never-Ending-Story
entpuppen.
Jetzt nehmen die Wettbewerbshüter der Europäischen Union das
Geschäft schärfer ins Visier, sagten Berater der beiden Schweizer
Unternehmen. Direkte Gegenspieler der Rohstoffriesen sowie
Branchenverbände hatten Bedenken geäußert: Mit der Fusion könnte
insbesondere bei Zink, Nickel und Kohle ein zu mächtiger Gigant
entstehen.
Gegenwind weht den Fusionsfreunden noch von ganz anderer Seite
entgegen. Manche Xstrata-Anleger sind unzufrieden mit dem
Umtauschangebot für ihre Aktien. Sie sollen 2,8
Glencore-Anteilsscheine je Xstrata-Papier erhalten. Zu wenig in den
Augen dieser Aktionärsgruppe.
Glencore fühlt sich allerdings in einer Position der Stärke. Bisher
ist kein anderer Interessent auf den Plan getreten. Glencore-Chef
Ivan Glasenberg lehnt eine Aufstockung des Angebots denn auch ab,
was angesichts des Unmuts der Xstrata-Inhaber zusätzliche Hürden
schaffen könnte.
Dazu kommt das Tauziehen um grünes Licht durch die
Wettbewerbsaufseher. Es könnte allein bis Anfang 2013 dauern, bis
die EU ihr Einverständnis gibt. Zudem droht ein langwieriges Ringen
mit den Behörden in den USA, China, Südafrika und Kanada. "Wenn sie
den Deal bis zum 1. März kommenden Jahres über die Bühne gebracht
haben, wäre das ein gutes Ergebnis", sagt Sigurd Mareels,
Minenexperte von McKinsey. Der Unternehmensberater schränkt aber
auch gleich wieder ein: "Es könnte auch 2 bis 3 Jahre dauern."
Angesichts dieser recht trüben Aussichten verfolgen beide
Unternehmen noch ganz andere Geschäftsmöglichkeiten. Glencore
stemmt gerade die Übernahme des kanadischen Getreidehändlers und
-verarbeiters Viterra Inc. 6,1 Milliarden Dollar lassen sich die
Eidgenossen den Schritt über den Atlantik ins kanadische
Agrargeschäft kosten. Xstrata steht auch nicht müde im Seitenaus:
Für 500 Millionen Dollar in bar kauften sie Anfang des Monats die
kanadischen Kohlereserven von Talisman Energy Inc.
Für den ganz großen Fusionsdeal müssen sich beide Rohstoffkonzerne
vor allem mit den EU-Wettbewerbshütern herumschlagen. Die Behörde
in Brüssel gilt als am schwersten zu überwindende Hürde. Im Jahr
2008 blies BHP Billiton plc die Übernahme des Rohstoff-Konkurrenten
Rio Tinto plc wieder ab. Aus Brüssel hatte es Wettbewerbsbedenken
gegeben.
Zunächst schien der Xstrata-Deal für Glencore wie ein Selbstläufer.
Als das Vorhaben im Februar angekündigt wurde, war es nicht einmal
klar, ob die EU es überhaupt abnicken muss. Im Jahr 2006 hatte die
EU geurteilt, dass Glencore und Xstrata praktisch wie ein
Unternehmen zu betrachten seien: Glencore hält bereits rund 34
Prozent an seinem Fusionsziel. Trotzdem suchten beide Unternehmen
formal um eine kartellrechtliche Genehmigung nach. Seitdem treffen
sich Vertreter von Glencore und Xstrata, ihre Rechtsanwälte sowie
die EU-Aufseher regelmäßig. Sobald beide Fusionswilligen alle
relevanten Daten geliefert haben, bleibt der EU-Behörde ein Monat
bis zu einer Entscheidung.
Ein mächtiger Fusionsfeind formiert sich mit dem Verband der
europäischen Eisen- und Stahlindustrie Eurofer. "Wir sind besonders
über den potenziellen Einfluss auf die Zink-, Nickel- und
Kohlemärkte beunruhigt", sagt deren Lobbyist Axel Eggert. Andere
Lobbygruppen wollten auch Beschwerden einreichen.
Ein Schlüsselfaktor bei der EU-Entscheidung: Spielt Brüssel die
europäische oder die globale Karte? Weltweit käme der neue
Rohstoffgigant auf wenig ehrfurchterregende Marktanteile. 9,9
Prozent beträgt der Anteil bei auf dem Seewege transportierter
Thermalkohle, 5,3 Prozent für Kokskohle, 6 Prozent bei Nickel und
bei Zink käme der Schweizer Megakonzern auf 12 Prozent. Ein anderes
Bild ergibt sich beim Blick auf Europa: Der fusionierte Konzern
würde rund ein Drittel des Zinkmarktes kontrollieren.
Zink ist ein essenzieller Industrierohstoff, der unter anderem beim
Röhrenbau und der Produktion von rostfreiem Stahl einfließt.
Zusammen lag der Ausstoß der beiden Unternehmen 2010 bei 1,5
Millionen Tonnen, mehr als doppelt so viel wie bei der Nummer 2,
Hindustan Zinc Ltd.
Im Jahr 2001 entschied die EU, dass der Zinkmarkt regional sei,
weil die Importe gering seien und Transportkosten alles andere als
vernachlässigbar. Damals beriet die Behörde über die Übernahme der
norwegischen Norzinc durch die Outokumpu Oyj aus Finnland.
Kämen die Wettbewerbshüter mehr als 10 Jahre später zum gleichen
Schluss, müsste Glencore wohl einige Zinkminen und -hüttenwerke
verkaufen oder einen langwierigen Streit mit der Kommission vom
Zaun brechen, meint David Anderson, Partner bei Berwin Leighton
Paisner LLP.
Inzwischen formiert sich auch von Anlegerseite Widerstand gegen die
angestrebte Fusion. Manche Investoren wollen sich nicht mit 2,8
Glencore-Aktien je eigenem Anteilsschein abspeisen lassen. "Es ist
absurd, dass Glencore seine Sicht aufrechterhält, dies sei ein
vernünftiges Angebot", sagt John Tumazos, ein US-Investmentberater,
der 19.000 Xstrata-Anteilsscheine hält. Spät im Mai oder Anfang
Juni dürfte der Tag der Entscheidung kommen und die
Aktionärsabstimmung anstehen. Nur 17 Prozent der Xstrata-Eigner
müssten sich gegen den Deal aussprechen, um ihn zu blockieren.
Eine Lösung wäre aber auch das nicht. Glencore selbst verfügt mit
mehr als einem Drittel der Aktien selbst über einen Sperranteil.
Für Xstrata wäre ein Scheitern mit beträchtlichen negativen Folgen
verbunden, sagt Chris LaFemina, Analyst bei Jefferies & Co in
New York, insbesondere, da kaum absehbar ist, dass ein anderer
Interessant auftauchen wird. Die Fusion bleibt die beste
Möglichkeit, einen Stillstand abzuwenden.
-Von John W. Miller, The Wall Street Journal;
+49 (0)69 29725 130, unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/axw/smh/jhe/mgo
(END) Dow Jones Newswires
March 21, 2012 12:11 ET (16:11 GMT)
Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.
schrieb am 20.04.12 01:08:45
Antwort auf Beitrag Nr.:
43.053.301 von lafabius am 18.04.12
09:26:56Danke fuer den Artikel, lafabius. Fuer mich war
das immer mehr ein Glencore-Deal, und ich verstehe den Autor nicht,
warum ein Scheitern der Fusion fuer Xstrata schlecht sein sollte.
Das Produktionswachstum von Xstrata stand alone sollte nicht so
schlecht sein, und Xstrata hat auch keine Klumpenrisiken, weder bei
Rohstoffarten noch geografisch. Ich glaube, beide Firmen haben
stand alone auch ohne Fusion beste Chancen. Falls es mit dem Merger
nicht klappen sollte, werde ich wieder Xstrata-Aktionaer. Heute so
nicht.
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