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Der Ölpreis aus Sicht der Charttechnik...

eröffnet am 11.01.09 12:07:06 von
Macrocosmonaut [Blogger]

neuester Beitrag 22.05.16 16:43:22 von
Mainstreem


Avatar
Macrocosmonaut [Blogger]
11.01.09 12:07:06
Beitrag Nr. 1
Immer wieder reibt man sich verwundert die Augen, welche Argumente vermeintliche "Experten" für oder gegen einen steigenden Ölpreis für sich identifizieren.

Das beste Beispiel ist Herr Stanzl vom Rohstoff-Journal dieser Tage. Nicht nur das seine Einschätzung handwerklich dilettantisch ist. Nein - auch die subjektive Auslegung der Umstände rund ums Öl ist für mich ein Beispiel für die vollkommen unfundierte und einseitige (intentionsgetriebene?) Interpretation des Marktverhaltens. Die Tatsache, dass die USA ihre Rohöllagerbestände gegenwärtig hochfahren kann durchaus auf das günstige Preisniveau des schwarzen Goldes zurückgeführt werden. Herr Stanzl sieht dies gegenwärtig freilich anders, weil es offenbar seiner subjektiven Auslegung (oder vielleicht auch bestehenden Shortposition zugegen kommt - Hinweise auf Interessenkonflikte fehlen folglich ebenso).

Im übrigen meine ich mich noch recht gut erinneren zu können, dass gerade die Herren vom Rohstoff-Journal im Hoch letzten Jahres ebenso den Ölpreis auf neue Allzeithochs steigen sahen - man möge mich korrigieren, wenn ich das falsch in der Erinnerung habe... Ein Schelm wer böses bei den Verlautbarungen der Herren im Nadelstreifenanzug a la Stanzl denkt.

Vielleicht wird Herr Stanzl aber auch für die Polemik, die er verzapft auch nur gut von Hedge Funds, dem Grosskapital oder wem auch immer bezahlt.

Die charttechnische Einschätzung von ihm, die eigentlich diesen Namen nicht im geringsten verdient, da sie vorne und hinten schlichtweg dilettantisch und meines Erachtens auch noch grottenschlecht ist, verdient die Note mangelhaft, wenn nicht gar ungenügend.

Aber lassen wir das...

Nach diesem Exkurs zu den vermeintlichen "Experten", die uns immer erzählen wollen, was gerade an den Märkten passiert einige Fakten zum Ölpreis und der Charttechnik:

1. Der Ölpreis hat seine letzte Abwärtswelle vom Dezember zum Jahreswechsel intime korrigiert - damit liegt ein klassischer Impulswechsel zur Oberseite vor. Die Bewegung der letzten Woche ist folglich als sogenannter Übergang im Rahmen einer komplexen Bodenformation zu definieren.

2. Dieser stattgehabte Impulswechsel zur Oberseite ging mit hohem Volumen einher und dem Bruch des vorherhigen Abwärtstrendes einher. (klassisches Volumensignal mit entsprechendem Signifikanzkriterium)

3. Im Kursverlauf des Ölpreises etabliert sich offenbar eine komplexe Bodenformation in Form einer inversen Schulter-Kopf-Schulterformation deren Nackenlinie bei der Sorte Brent bei 52 US$ verläuft. Eine Vollendung dieser postulierten (volumengestützten mit klassisch hoher Vola) inversen SKS-Formation zieht Aufwärtspotential bis in den Bereich von 77-80 US$ nach sich - vorgelagert 59-62 US$.

4. Der Ölpreis hat zuletzt am Freitag oberhalb seiner Maximumreaktion ein signifikantes Tief ausgebildet - in allen Zeitebenen findet sich ein extrem überverkaufter Marktzustand - Shortpositionen sind daher mit nicht unerheblichen Risiken vergesellschaftet. Sollte die posutierte inverse SKS-Formation sich in den kommenden Tagen und Wochen voll entfalten, dann steht dem Ölpreis ein Anstieg von rund 20-50 US$ in den kommenden Wochen und Monaten ins Haus.

5. Der Ölpreis befindet sich inzwischen fast 60% unterhalb der 200 Tagelinie - auch solche Exzesse werden für gewöhnlich nicht über einen längeren Zeitraum aufrecht erhalten.


Schlussfolgerung:

Nach der Übertreibung beim Öl im Sommer letzten Jahres ist gegenwärtige - quasi spiegelbildlich - eine Übertreibung auf der Unterseite zu erkennen. Herr Stanzl vom Rohstoffjournal täte gut daran charttechnische Analyse auch wirklich als solche zu betreiben, sofern er dazu in der Lage ist oder willens ist - der verstärkte Ausbau der Rohöllagerbestände in den USA kann durchaus auch als Sicherungsmassnahme der USA vor dem Hintergrund möglicher zukünftiger Preissteigerungen beim Öl angesehen werden - egal ob durch einen Nah-Ostkonflikt, durch weitere Angebotskappungen seitens der OPEC u.a. usw. usw. gesehen werden. Die Märkte sind zudem viel komplexer als Herr Stanzl es in seinem Aufastz zu suggerieren versucht.

Überhaupt halte ich die Einschätzung des Rohstoffjournals ebenso für tendenziös und intentionsgetrieben, wie sie bereits im Hoch des letzten Jahres meines Wissens nach ebenso fehlerhaft waren, als unkritisch und öffentlich neue Allzeithochs propagiert worden sind.

Handwerklich ist die Einschätzung von Herrn Stanzl meines Erachtens zudem grob fehlerhaft und schlecht gemacht. Da hätte man auch einen Grundschüler in einem Aufsatz etwas zum Öl schreiben lassen können. Über die meines Wissens nach in der kommenden Woche stattfindenden OPEC-Sitzung in der kommenden Woche wird zudem kein Wort verloren. Dabei dürften dort weitere Kürzungen des Angebots auf der Agenda stehen. Zudem ist Öl inflationsbereinigt so preiswert wie seit Beginn des letzten Jahrhunderts nicht mehr. Aber lassen wir das...

Differentialdiagnostische objektive Überlegungen zu einer komplexen Bodenbildung findet man bei den Herren des Rohstoffjournals (wieviel verdienen sie eigentlich mit dem Geschreibsel ihres Blättchens und wie sieht es mit der Angaben von Interessenkonflikten bei Ihnen aus???)ebenso wenig, wie eine objektive Beschreibung des Martkverhalten an Hand der Preisbildung, zeitlichen Verlaufsmustern und dem Korrekturverhalten. So muss in Anbetracht des Kursmuster formationstechnisch bei einem Kurs von fast 60% unterhalb der 200 Tagelinie sicherlich die Bildung einer inversen SKS-Formation mit signifikantem Aufwärtspotential in Erwägung gezogen werden. Natürlich kann ein temporäres Abgleiten des Preises nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden, aber die Wahrscheinlichkeit dürfte dafür deutlich und geringer liegen als allgemeinhin angenommen. Shortpositionen hingegen sind als äusserts risikobehaftet anzusehen.

Das Aufwärtspotential beim Öl erstreckt sich bei Vollendung der unterstellten inversen Schulter-Kopf-Schulter Formation (in dessen zweiter Schulter sich der Ölpreis gegenwärtig befindet) bis mindesten 59-62 US$ und nachfolgend bis 77-80 US$ und ggf. sogar mehr. Ein solcher Anstieg der Ölpreise könnte sich dabei mittelfristig für die globalen und angeschlagenen Aktienmärkte als Belastungsfaktor entpuppen. Im Gegensatz zu Aktien weisen Rohstoffe aber keine Schulden auf oder Verbindlichkeiten, was sie allgemeinhin als Assetklasse in diversifizierten Portfoliozusammensetzungen interessant macht. Die globalen Volkswirtschaften werden auch auf unabsehbare Zukunft einem sich verknappenden Angebot gegenübersehen, welche allein schon aus demographischen Aspekten heraus auf eine steigende Nachfrage treffen wird. Angesichts der erreichten Kursniveaus beim Öl ist die Annahme einer irrationalen Übertreibung bei einem Kursniveau von fast 60% unterhalb der 200 Tagelinie auf der Unterseite bei diesem Rohstoff durchaus gerechtfertigt.

Wie immer meine eigene Einschätzung und ohne Gewähr.

M.


Wichtiger Hinweis:

Die in diesem Thread gemachten Angaben stellen keine Handelsaufforderung dar und dienen lediglich zu Informationszwecken. Aktien und Rohstoffe können steigen oder fallen. Es besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes.
Alle Angaben sind ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko. Der Autor behält sich vor seine Einschätzung zu ändern, sofern die Marktentwicklung dies erfordert.
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Oakatzl
11.01.09 13:39:55
Beitrag Nr. 2
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.350.107 von Macrocosmonaut am 11.01.09 12:07:06Charttechnik ?

wo ist der Chart ???
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RagnarokX
11.01.09 13:44:31
Beitrag Nr. 3
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.350.432 von Oakatzl am 11.01.09 13:39:55Exakt mein Gedanke. Total affig eine Chartanalyse ohne Chart zu machen.
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daskartenhausfaelltzusammen
11.01.09 14:03:35
Beitrag Nr. 4
lesezeichen
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Muskalowski
11.01.09 14:06:02
Beitrag Nr. 5
Ist das ein Kaufsignal?????????
Gruß

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moneymax2003
11.01.09 14:30:44
Beitrag Nr. 6
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.350.107 von Macrocosmonaut am 11.01.09 12:07:06Der Spritpreis an der Tankstelle aus Sicht des Verbrauchers:

Immer noch zu hoch!!!:mad:
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kbe
11.01.09 16:50:03
Beitrag Nr. 7
Denk immer daran,daß der Staat über 70 cent pro Liter kassiert.
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Reni10
11.01.09 18:46:26
Beitrag Nr. 8
hier der Chart vom WTI Oil Futuream 26 12 startete die Gegenbewegung

http://www.bilder-space.de/show.php?file=11.01rth94IOO664p…


unten war ein Tourtle Soup ( neues 20 Tagestief ) was gehalten hat
( gelbe Kreuz ) was als Kaufsignal intepretiert werden kann , ausserdem was eine bullische Divergenz im RSI
paar Tage vorher schon eine Abwärtstrenderschöpfung nach TomDemark

die gegenbewegung ging genau bis zur 38 Tage Linie und ( 20 Tageshoch Tourtle Soup ( blaue Kreuz ))was nicht überwunden wurde und der Abverkauf wieder eingeleitet wurde

im Moment warte ich erstmal ab

der Abwärtstrend scheint aber erstmal gebremmst



das Oil hat aber wieder ganz deutlich gemacht das an der Börse die Nachrichten von den kursen gemacht werden , je höher der Kurs desto euphorischer die Nachrichten und Kurziele

Oil war eindeutig eine Blase ,


da kann sich jeder selbst sein Bild machen was solche Anlysen wert sind rden von den Experten Kurse von 16 $ bis 28 $ rumgereicht
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Macrocosmonaut [Blogger]
11.01.09 21:20:50
Beitrag Nr. 9
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.350.432 von Oakatzl am 11.01.09 13:39:55Da dem ein oder anderen offenbar die Fähigkeit abhanden geht komplexe Bodenformationen zu erkennen nachfolgend der Chart. 200 Tagelinie aktuell bei etwas mehr als 106 US$ (200 SMA)

Lineare Chartdarstellung mit Bruch des Abwärtstrendes vom Juli 2008 sowie Abwärtstrendbruch ebenso nach den Kriterien von de Marck.



Ähnliche Aussage gilt auch bei log Skalierung.

Entwicklung deutlich zunehmender positiver Divergenzen seit Mitte November 2008 mit weiter deutlich zunehmender Tendenz bei zugleich markttechnisch massiv überverkauften Zustand.

PPO weekly und daily mitentsprechender Konvergenz und anstehenden Kaufsignalen. Kaskadierung an Kaufsignalen und impulsive Auflösung des Spannungsbogen ist mit Blick auf die unterstellte inverse SKS sehr wahrscheinlich und zwar umso stärker - je länger die der Ölpreis sich von seinen Dynamikindikatoren abkoppelt.


MfG.

M.



Wie immer meine eigene Einschätzung und ohne Gewähr. Aktien und Rohstoffe können steigen oder fallen. Es besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Alle Angaben sind ohne Gewähr und ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Jeder Investor handelt auf eigenes Risiko. Der Autor behält sich vor seine Einschätzung zu ändern, sofern die Marktentwicklung dies erfordert.
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coldor
12.01.09 00:19:07
Beitrag Nr. 10
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.351.498 von Reni10 am 11.01.09 18:46:26von den Experten Kurse von 16 $ bis 28 $ rumgereicht

Also ich bin eindeutig für 16 $! :D

Dann geht`s der Lufthansa und den Autobauern bestimmt
wieder besser. :)


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