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Deutsche Bank - Fakten - Hintergründe - Chancen - Risiken ( Seite 51)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 17.01.09 12:28:26
von
neuster Beitrag 26.04.12 08:15:35
von

Anzahl Beiträge: 521
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Diskussionsnr.: 1.147.619
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Deutsche Bank

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schrieb am 12.01.12 21:48:48
Beitrag Nr.501 
(42.587.284)
Antwort
Zitat
Europäische Bankenaufsicht verschiebt regulären Stresstest

20:32 12.01.12

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Europäische Bankenaufsicht EBA will ihren regulären jährlichen Bankenstresstest verschieben, der üblicherweise im Juli veröffentlicht wird. Es wird im Juli keinen Banken-Stresstest geben, sagte eine Behördensprecherin dem "Handelsblatt" (Freitag). Wann der Stresstest nachgeholt wird, ist noch offen. "Über einen konkreten Zeitplan dafür wurde nicht entschieden", so die Sprecherin.

Mit diesem Beschluss nehme die Behörde Rücksicht darauf, dass viele europäische Banken noch bis Ende Juni damit beschäftigt sein werden, die Kapitallücken zu schließen, die der im Dezember veröffentlichte außerordentliche Stresstest aufgezeigt hatte. In dieser Phase solle es nicht zu Doppelbelastungen für die Institute kommen, schreibt das Blatt. Finanzkreisen zufolge werde der Test nun frühestens im Herbst stattfinden. Es gebe aber auch Stimmen, die damit rechneten, dass es in diesem Jahr überhaupt nicht mehr zu einem regulären Stresstest komme./hgo/DP/he
DAX-Deutsch: Kleines Lexikon der Business-Sprache
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Dagmar Schütte
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schrieb am 23.01.12 13:05:48
Beitrag Nr.502 
(42.632.396)
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AKTIE IM FOKUS: Banken fest - Händler: 'FT'-Bericht zu Regulierung stützt23.01.2012
11:39
dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Die Aktien der deutschen Banken zeigten
sich am Montag fest im Markt. Die Papiere der Commerzbank <CBK.ETR> stiegen bis 11.30 Uhr um 4,70 Prozent auf 1,803 Euro, die Aktien der Deutschen Bank
<DBK.ETR> legten um 1,97 Prozent auf 33,145 Euro zu. Der Dax <DAX.ETR> als
Gesamtmarkt verlor gleichzeitig 0,57 Prozent. Nur die Papiere der Aareal Bank im MDax <MDAX.ETR> lagen mit 0,61 Prozent bei 17,025 Euro etwas in der Verlustzone. Ein Händler verwies am Morgen auf einen Bericht in der 'Financial Times',wonach Frankreich und Deutschland die Kapitalregeln für Banken aufweichen wollen, um eine Kreditklemme zu verhindern. Demnach sollen wichtige Elemente der Basel III-Regeln abgeschwächt und um drei Jahre verzögert werden. Laut dem Artikel sollen insbesondere solche Banken mit weniger strengen Regeln belegt werden, die auch Anteile an einem Versicherer halten. Das käme vor allem den französischen Großbanken Societe Generale und der Credit Agricole zugute, die auch Versicherergeschäft betreiben. Ein Händler kommentierte, dass das Vorhaben nicht neu sei, aber dennoch positiv auf die Aktien wirke.'Bankaktien notieren ohnehin weit unter ihrem Buchwert', sagte Fondsmanager Thilo Müller von MB Fund Advisory. Da die Eigenkapitalanforderungen der europäischen Bankenaufsicht EBA bereits dazu geführt hätten, dass etwa Banken wie die Commerzbank in bestimmten Bereichen kein Neugeschäft mehr anstrebten, könne jede Aufweichung der Regeln positiv auf Aktien wirken. 'Wenn die Daumenschrauben nicht so stark angezogen werden, nimmt das etwas den Druck', sagte der Experte weiter. Zudem könnten im Fall der Commerzbank die zu erwartenden Gewinne ohne eine Kapitalerhöhung auf weniger umlaufendes Kapital verteilt werden, was den Kurs zusätzlich stütze. Mit guten Nachrichten verringere sich der Kursabschlag zum Buchwert bei Bankentiteln./men/ag
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schrieb am 02.02.12 10:37:31
Beitrag Nr.503 
(42.686.008)
Antwort
Zitat
Deutsche Bank liefert enttäuschende Zahlen
"Das Ergebnis ist eine Katastrophe"
02.02.2012, 10:22 2012-02-02 10:22:24
Es sollten ja unbedingt zehn Milliarden Euro sein: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann wollte sich mit einem glanzvollen Ergebnis verabschieden. Gemessen an dieser Zielmarke hat er den Abschied verpatzt. Zum Jahresende 2011 machte die Bank im laufenden Geschäft sogar einen Verlust. Dennoch: Das größte deutsche Geldhaus verdient viel Geld.

Für Josef Ackermann ist es ein besonderes Datum: An diesem Donnerstag hält der Deutsche-Bank-Chef seine letzte Bilanzpressekonferenz ab. Er wollte Glanzvolles präsentieren - doch daraus wird nichts: Die Deutsche Bank hat im vierten Quartal 2011 einen Verlust eingefahren, vor Steuern ist ein Minus von 351 Millionen Euro angefallen. Nur durch positive steuerliche Effekte kam das Institut noch auf einen Nettogewinn von 186 Millionen Euro.

Zum Vergleich: Im vierten Quartal 2010 hatte die Deutsche Bank noch 707 Millionen Euro vor Steuern verdient. Damit verfehlte die Bank die Prognosen der Experten deutlich, die Aktie büßte vorbörslich sechs Prozent ein, im frühen Börsengeschäft lag sie dann noch knapp drei Prozent im Minus.

Nettoergebnis verdoppelt

Schuld für das vergleichsweise schlechte Quartalsergebnis seien vor allem Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen und Beteiligungen sowie mögliche Belastungen für Gerichtsverfahren in den USA. Die Schuldenkrise habe zu einer Flaute am Anleihemarkt geführt, die das Kerngeschäft Investmentbanking massiv belastet habe.

Im Gesamtjahr 2011 hat die Deutsche Bank ihr Nettoergebnis trotzdem gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt: Unter dem Strich blieben im vergangenen Jahr 4,3 Milliarden Euro. Das Insitut will seinen Aktionären wie im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie Dividende zahlen.

Angepeilt hatte der scheidende Vorstandschef Josef Ackermann zehn Milliarden Euro. Wegen der Schuldenkrise war allerdings spätestens seit Herbst klar, dass dieses Ziel nicht mehr zu erreichen ist.

Experten reagierten enttäuscht auf die Zahlen der Deutschen Bank: "Das Ergebnis ist eine Katastrophe", sagt Dirk Becker vom Bankhaus Kepler. Immerhin werde die Deutsche Bank eine Dividende zahlen. Das sei gut und nicht unbedingt zu erwarten gewesen.

Christoph Bast von der DZ Bank sieht als Grund für die schwache Einnahmen-Entwicklung vor allem das schlechte Abschneiden im Investmentbanking. Zwar habe es durch Rechtsstreitigkeiten Wertberichtigungen einige Sondereffekte gegeben, "aber auch wenn man diese Einmal-Belastungen herausrechnet, lagen die Zahlen unter den Erwartungen."

Auch Konrad Becker vom Bankhaus Merck Finck glaubt nicht, dass die Deutsche Bank im ersten und zweiten Quartal 2012 beim Investmentbanking zu den Ergebnissen der Vorjahre zurückkehren wird. "Die Rentabilität der Deutschen Bank wird erst mal gedämpft bleiben."


Immer die Kirche im Dorf lassen.
Unter 30 € werde ich meine Position weiter ausbauen.
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schrieb am 08.02.12 17:49:21
Beitrag Nr.504 
(42.720.916)
Antwort
Zitat
Mi, 08.02.1217:24
ROUNDUP: Deutsche Bank gewinnt Hypotheken-Streit in den USA


NEW YORK (dpa-AFX) - Die in den USA unter Beschuss stehende Deutsche Bank ist zwei Sorgen los: Ein New Yorker Richter hat Klagen von institutionellen Kunden abgewiesen, die sich bei Geschäften mit Hypothekenpapieren betrogen fühlten. Sowohl die französisch-belgische Finanzgruppe Dexia Banque als auch die US-Pensionskasse TIAA hätten ihre Vorwürfe 'in mehreren Kernpunkten' nicht ausreichend belegen können, urteilte Richter Jed Rakoff am Dienstag.

'Wir sind erfreut darüber, dass das Gericht die Forderungen gegen uns zurückgewiesen hat', :D erklärte ein Sprecher der Deutschen Bank am Mittwoch in New York. Zunächst hatte sich Deutschlands größtes Geldhaus dazu nicht äußern wollen.

Die beiden Investoren hatten ihre Klagen im Sommer eingereicht. Sie warfen der Deutschen Bank vor, ihnen minderwertige Hypothekenpapiere verkauft zu haben. Die Bank habe gewusst, dass die darin enthaltenen Hauskredite von schlechter Qualität gewesen seien. Anschließend habe die Deutsche Bank gegen den US-Häusermarkt gewettet und sogar noch davon profitiert, dass die Hypothekenpapiere floppten, monierten die Kläger.

US-Rivalen wie Goldman Sachs , JPMorgan Chase und die Bank of America hatten wegen ähnlich gelagerter Fälle teils tief in die Tasche greifen müssen, um Investoren zu entschädigen. Ein Senatsausschuss hatte in einem Bericht zur Finanzkrise auch die Deutsche Bank unter Feuer genommen und ihr eine Mitschuld an dem Desaster gegeben. Auf diesen Bericht hatten sich die Anwälte gestützt. Die Deutsche Bank hatte die Vorwürfe von Anfang an als haltlos zurückgewiesen.

Eine ausführliche schriftliche Begründung für die Abweisung der Klagen wollte Richter Rakoff noch nachreichen. Der Kläger Dexia hatte dermaßen unter seinen Fehlspekulationen zu Zeiten der Finanzkrise gelitten, dass der Konzern staatlich gestützt werden musste.

Bis ins Jahr 2007 hinein schienen Hypothekenpapiere eine höchst profitable Geldanlage. Den Papieren lagen Hauskredite zugrunde und die Idee war, dass die laufenden Kreditraten den Investoren die Kasse füllen sollten. Doch dann platzte die Immobilienblase in den USA: Die Eigenheime verloren massiv an Wert und viele Schuldner konnten ihre Raten nicht mehr zahlen. Der Grundstein für die Finanzkrise war gelegt. Prominentestes Opfer war die US-Investmentbank Lehman Brothers./das/DP/fn


Quelle: dpa-AFX

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schrieb am 11.02.12 14:15:11
Beitrag Nr.505 
(42.736.900)
Antwort
Zitat
Fahrplan zur Lösung der Griechenland-Krise
Samstag, 11. Februar 2012 13:54




Berlin/Athen - Mit ihrem Ultimatum hatten die Euro-Finanzminister den Druck auf Athen deutlich verschärft.

Nur wenn die Regierung von Lucas Papademos innerhalb einer Woche mehrere Bedingungen erfüllt, kann Griechenland mit dem dringend benötigten zweiten Rettungspaket von mindestens 130 Milliarden Euro rechnen. Nachfolgend der Fahrplan:

- 11. Februar: Die Parteichefs des Regierungslagers, Giorgos Papandreou und Antonis Samaras, schwören ihre Abgeordneten auf das Sparpaket von Ministerpräsident Lucas Papademos ein. Am Nachmittag beginnen die Abgeordneten aus Ausschussebene mit der Debatte über das Programm. Parallel setzen die Gewerkschaften ihren am Freitag begonnenen 48-Stunden-Streik fort. Im Laufe des Tages wird mit einer Fernsehansprache des parteilosen Ministerpräsidenten Lucas Papademos gerechnet.

- 12. Februar: Griechenlands Parlament soll - nach einer vermutlich ausgiebigen Aussprache - voraussichtlich am späten Abend über das Sparpaket abstimmen. Ursprünglich war die Abstimmung für Sonntag erwartet worden. Später war von Montag die Rede, dann wieder hieß es, dass am Sonntag abgestimmt werde. Beobachter halten die Zustimmung des Parlamentes für sicher: Die Parteien des Regierungslagers, die sozialistische PASOK und die konservative Nea Dimokratia (ND) kommen zusammen auf 236 der 300 Sitze. Griechische Medien schätzen allerdings, dass es mindestens 30 Abweichler im Regierungslager geben könnte.

Die neuen harten Einschnitte sehen unter anderem kräftige Lohnkürzungen im Privatsektor sowie die Entlassung von 150 000 Staatsbediensteten bis 2015 vor. Bis dahin soll Griechenland 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein. Das Sparprogramm ist Voraussetzung dafür, dass das Euro-Sorgenkind neue Milliarden-Hilfen bekommt.

- 15. Februar: Die Euro-Finanzminister wollen erneut über die Freigabe des 130-Milliarden-Hilfsprogramms entscheiden.

- 17. Februar: Athen soll den privaten Gläubigern ein offizielles Angebot für den Anleiheumtausch vorlegen, der den Schuldenberg Griechenlands um 100 Milliarden Euro reduzieren soll. Nach ursprünglicher Planung sollte das Angebot schon am Montag (13. Februar) vorgelegt werden.

- 24. Februar: Im Haushaltsausschuss des Bundestages soll das neue Griechenland-Hilfsprogramm gebilligt werden.

- 27. Februar: Der Bundestag entscheidet voraussichtlich über das neue Hilfspaket für Griechenland.

- 1./2. März: EU-Gipfel in Brüssel. Die Staats- und Regierungschefs werden darüber beraten, ob der neue Euro-Krisenfonds ESM, der einen geplanten Umfang von 500 Milliarden Euro hat, aufgestockt wird. Zudem wird Griechenland weiter Thema sein.

- 20. März: Anleihen Griechenlands über 14,5 Milliarden Euro werden fällig. Da Athen kein Geld hat, um die Schulden zu bezahlen, wäre das Land ohne weitere Hilfen pleite.dpa-info.com GmbH
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schrieb am 15.02.12 09:57:50
Beitrag Nr.506 
(42.752.430)
Antwort
Zitat
Euro-Finanzminister lassen Griechenland zappeln: Banken und Versicherer


Aktualisiert am Mittwoch, 15.02.2012, 07:17

Reuters Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker Die Finanzminister der Euroländer haben ihr geplantes Treffen zur Griechenland-Rettung abgesagt und wollen sich nun telefonisch beraten. Die Rettung liegt damit auf Eis. Erste Banken und Versicherer stellen sich offenbar vertraglich auf einen Zusammenbruch des Euro ein.
Internationale (Finanzierungs-)Verträge würden seit Neuestem um eine Euro-Ausstiegs-Klausel ergänzt, berichtete die „Bild“-Zeitung am Mittwoch. Sie lege fest, dass das jeweilige Geschäft “in Euro oder in der zum Zeitpunkt der Transaktion in Deutschland gültigen Währung“ erfolgt. Gibt es den Euro nicht mehr, müsse in der deutschen Nachfolgewährung gezahlt werden. :eek: Zugleich werde in den Neu-Verträgen der Gerichtsstand Deutschland festgeschrieben. Auch damit sicherten sich Banken und Versicherungen offenbar gegen ein mögliches Euro-Ende ab.

Die Situation in Griechenland spitzt sich derweil weiter zu. Das für Mittwoch geplante Treffen der Euro-Finanzminister, bei dem eigentlich das zweite Hilfspaket freigegen werde sollte, wurde abgesagt. Sie wollen nun telefonisch über noch offene Fragen beraten. Damit zieht sich die Rettung des Landes vor der drohenden Pleite länger hin als zunächst angenommen. Der Grund: Die internationalen Geldgeber sehen ihre Bedingungen für weitere Hilfszahlungen an Athen jedoch noch nicht erfüllt. Die griechische Regierung hat noch nicht wie verlangt weitere Kürzungen im Volumen von 325 Millionen Euro präsentiert. Und auch die Verpflichtung der Parteichefs, auch nach der Wahl im April den vereinbarten Sparkurs fortzusetzen, fehlt. Deshalb schieben die Eurostaaten ihre Zusage für neue Kredite in Höhe von 130 Milliarden Euro weiter hinaus.


Arbeitslosigkeit in Griechenland bei über 20 Prozent
In Athen gab es am Dienstag weitere schlechte Nachrichten: Die griechische Wirtschaft ist im vierten Quartal 2011 regelrecht eingebrochen – das dramatische Minus betrug 6,8 Prozent, wie die griechische Statistikbehörde (ELSTAT) mitteilte. Bereits 2010 war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 4,5 Prozent geschrumpft. Vor wenigen Tagen war bekanntgegeben worden, dass die Arbeitslosigkeit weiter ungebremst steigt. Die Quote liegt bei 20,9 Prozent. Ursache der rasanten Talfahrt ist nach Einschätzung von Finanzexperten die Sparpolitik, die die griechische Wirtschaft abwürgt. Allein dieses Jahr müssen in Griechenland über drei Milliarden Euro eingespart werden


EZB verzichtet auf Hellas-Gewinne
Die Europäische Zentralbank (EZB) teilte unterdessen mit, dass sie keinen Profit mit den von ihr gehaltenen griechischen Staatsanleihen machen werde. „Wir haben uns innerhalb des Eurosystems darauf geeinigt, dass wir keinen Gewinn aufgrund von Transaktionen mit Griechenland machen wollen und dass dann, wenn der Gewinn verteilt wird, jede Regierung selbst entscheiden soll, was davon für Griechenland ist. Es sind die Regierungen, die entscheiden müssen“, sagte der belgische Notenbankchef Luc Coene bei der Vorstellung des Jahresberichts seiner Notenbank in Brüssel. Er bekräftigte damit Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi und dem französischen Direktoriumsmitglied Benoit Couere.

Die EZB sah sich zuletzt wachsendem Druck ausgesetzt, sich an einer Umschuldung Griechenlands zu beteiligen. Verluste auf die von ihnen seit Mai 2010 gekauften Hellas-Bonds darf die EZB freilich nicht hinnehmen, da sie dadurch den griechischen Staat de facto finanzieren würde. Dies ist ihr aber verboten. Durch den Verzicht auf Buchgewinne und Zinszahlungen könnte die EZB nach Schätzungen von Experten etwa zehn bis 15 Milliarden Euro für die Umschuldung Griechenlands mobilisieren. Über den Beitrag der privaten Gläubiger – vor allem Banken und Versicherungen – soll noch am Abend entschieden werden. Sie werden nach Informationen aus Finanzkreisen wohl einen Abschlag von 70 Prozent auf ihre Anleihen hinnehmen müssen.


Weidmann erteilt Bundesbank-Beteiligung Absage
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann erteilte einer Beteiligung der Notenbanken an einem freiwilligen Schuldenschnitt eine klare Absage erteilt. „Die Notenbanken dürfen das ihnen anvertraute Vermögen nicht verschenken“, sagte er dem „Handelsblatt“ vom Mittwoch. „Der entscheidende Punkt ist, dass es uns nicht erlaubt ist, auf Forderungen gegenüber einem Staat zu verzichten. Das wäre eine Form der monetären Staatsfinanzierung.“
Weidmann äußerte Zweifel an der Reformfähigkeit Griechenlands. „Das, was jetzt entschieden wurde, ist ein wichtiger Schritt. Entscheidend ist am Ende aber die Umsetzung der Maßnahmen, und dafür braucht es eine Verwaltung, die die Maßnahmen umsetzt, und eine Bevölkerung, die sie trägt.“
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schrieb am 17.02.12 10:40:16
Beitrag Nr.507 
(42.765.863)
Antwort
Zitat
Eieieiei, kennt ihr noch Lehmann Brothers (war auch ein Wochenende)


....Schäuble glaubt nicht an Umsetzung der Sparmaßnahmen
Schäuble habe nach den Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre kaum noch Hoffnung, dass die Griechen die vereinbarten Schnitte umsetzen würden. Selbst wenn dies gelänge, wäre 2020 die Schuldenlast gemessen an der Wirtschaftsleistung mit voraussichtlich gut 120 Prozent immer noch viel zu hoch. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Minister nach Informationen der Zeitung zunehmend mit dem Gedanken, ob sich die griechische Regierung nicht offiziell für zahlungsunfähig erklären und einen noch weitergehenden Schuldenschnitt mit ihren Gläubigern aushandeln sollte.
Merkel könne zwar Schäubles Analyse in weiten Teilen folgen, nicht aber der Schlussfolgerung. Sie halte es dem Vernehmen nach für möglich, dass eine Pleite Griechenlands eine Schockwelle auslösen könnte


u n d

Je nachdem, ob man mit jemandem aus dem Kanzleramt oder aus dem Finanzministerium spricht, erhält man unterschiedliche Botschaften‘‘,


u n d

Rückendeckung erhält Schäuble unter anderem von Finnland und Österreich. Die Niederlande plädieren intern gar für einen Euro-Austritt Griechenlands. Auch Luxemburgs Finanzminister Luc Frieden sagte am Donnerstag, Griechenland müsse zwischen dem geforderten Reformkurs und dem Austritt wählen. „Ich kann nicht hinnehmen, dass ein Land sagt: Wir sind in der Eurozone, aber wir wollen die Vorschriften nicht einhalten‘‘, sagte er.
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schrieb am 17.02.12 10:42:12
Beitrag Nr.508 
(42.765.877)
Antwort
Zitat
Deutsche Bank vor Vergleich in weiterem Rechtsstreit Autor: dpa-AFX | 17.02.2012, 09:58 | 55 Aufrufe | 0 |
FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bank steht neben der Einigung mit den Erben des Medienunternehmers Kirch laut einem Pressebericht kurz vor der Beilegung eines weiteren Rechtsstreits. Das Institut wolle sich mit den Loreley-Fonds vergleichen, berichtet die Zeitung 'Die Welt' am Freitag unter Berufung auf Finanzkreise. Die inzwischen zur staatlichen Förderbank KfW gehörenden elf Gesellschaften hatten im Oktober in New York eine Schadenersatzklage über 440 Millionen US-Dollar (335 Mio Euro) eingereicht, weil sie sich von der Deutschen Bank beim Verkauf von Wertpapieren betrogen fühlten.


Die Papiere wären bewusst so gestaltet, dass sie Verluste produzieren mussten, heißt es in der Klageschrift. Über die Höhe der Vergleichssumme schwiegen sich die beteiligten Parteien bislang aus, schreibt die Zeitung.


Die auf der britischen Kanalinsel Jersey beheimateten Fonds wurden einst von der Mittelstandsbank IKB gegründet. Als diese in der Finanzkrise in Schieflage geriet, wurde sie von der KfW aufgefangen. Die IKB hatte sich heftig mit Wertpapieren verspekuliert. Einen Teil ihres Portfolios hatte sie in den Jahren 2005 bis 2007 von der Deutschen Bank eingekauft.


Deutsche-Bank-Chef Ackermann hatte auf seiner letzten Bilanz-Pressekonferenz Anfang Februar angekündigt, er wolle bis zu seinem Abschied Ende Mai noch einige Rechtsstreitigkeiten lösen. Es stünden einige Vergleiche an. Dafür legte er im vierten Quartal des vergangenen Jahres eine Summe von 380 Millionen Euro zurück. Ein Teil davon dürfte laut Zeitung für die Loreley-Streitigkeiten reserviert worden sein. Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.


Zu Wochenbeginn hatten verschiedene Medien berichtet, dass Deutschlands größte Bank entgegen ihrer früheren Haltung bereit sei, den seit zehn Jahren schwelenden Konflikt mit dem inzwischen gestorbenen Medienunternehmer Leo Kirch durch Zahlung von bis zu 800 Millionen Euro beizulegen. Im Gegenzug seien alle Schadenersatzforderungen des Kirch-Lagers erledigt. Eine endgültige Einigung steht aber noch aus
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schrieb am 18.02.12 16:54:32
Beitrag Nr.509 
(42.772.165)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.765.877 von codiman am 17.02.12 10:42:12"..Die Papiere wären bewusst so gestaltet, dass sie Verluste produzieren mussten, heißt es in der Klageschrift. Über die Höhe der Vergleichssumme schwiegen sich die beteiligten Parteien bislang aus, schreibt die Zeitung.


Die auf der britischen Kanalinsel Jersey beheimateten Fonds wurden einst von der Mittelstandsbank IKB gegründet. Als diese in der Finanzkrise in Schieflage geriet, wurde sie von der KfW aufgefangen. Die IKB hatte sich heftig mit Wertpapieren verspekuliert. Einen Teil ihres Portfolios hatte sie in den Jahren 2005 bis 2007 von der Deutschen Bank eingekauft.
..."


Da kann man sich wundern, was das denn für Dummköpfe sind, die solche Papiere kaufen! Man müsste doch annehmen, dass Banker die Geschäft in disem Volumen machen, doch selber erkennen können, dass Gewinne eher wahrscheinlich sind, als, dass automatisch Verluste anfallen würden.

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schrieb am 23.02.12 14:21:06
Beitrag Nr.510 
(42.795.921)
Antwort
Zitat
So kämpft der Wettbewerb .....


FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Commerzbank gibt trotz eines Gewinneinbruchs die Hoffnung auf bessere Zeiten nicht auf. 'Wir sind heute eine wesentlich stabilere Bank mit weniger Risiken und mehr Kapital als 2008', betonte Konzernchef Martin Blessing am Donnerstag in Frankfurt. Ihr gigantisches Kapitalloch will die Bank in jedem Fall ohne erneute Staatshilfe stopfen. Dazu sind auch 1,2 Milliarden Euro Gewinn aus dem ersten Halbjahr 2012 eingeplant. Mit einer neuen Kapitalerhöhung sorgte die Bank an der Börse aber für eine negative Überraschung. Schwach lief der Start ins Jahr, wie Finanzvorstand Eric Strutz einräumte.[/b] Das Geschäft laufe aber allmählich wieder besser. Die Commerzbank-Aktie verlor bis zum Mittag gut 4,5 Prozent.

Im vergangenen Jahr ließen milliardenschwere Abschreibungen auf griechische Staatsanleihen den Überschuss der zweitgrößten deutschen Bank um mehr als die Hälfte auf 638 Millionen Euro (Vorjahr: 1,4 Mrd) einbrechen. Mit dem Rückkauf sogenannter Hybridpapiere rettete sich die Bank in die Gewinnzone. Die Bilanz wurde durch die Euro-Schuldenkrise mit rund 2,3 Milliarden Euro belastet. Die Bank schrieb ihre Hellas-Anleihen um knapp 74 Prozent ab. Blessing räumte ein: 'Die Abschreibung auf Griechenland hatten wir ehrlich gesagt - auch in dieser Größenordnung - Anfang letzten Jahres nicht auf dem Radarschirm.'
STARKES KERNGESCHÄFT STEHT IM GRIECHENLAND-SCHATTEN

Der Konzernchef betonte jedoch zugleich: 'Wir sind operativ auf einem guten Weg. Alle Segmente der Kernbank haben 2011 schwarze Zahlen geschrieben.' Im vergangenen Jahr verdiente das Kerngeschäft - mit Privatkunden, Mittelstandsbank, Osteuropageschäft und Investmentbanking - operativ 4,5 Milliarden Euro und damit 2,5 Milliarden mehr als 2010. Für das laufende Jahr kündigte Blessing für das Kerngeschäft ein 'solides operatives Ergebnis' an. Die Vorsorge für faule Kredite soll als Reaktion auf die sich eintrübende Wirtschaftslage aber von 1,4 Milliarden auf 1,7 Milliarden Euro steigen.

Ursprünglich hatte die Bank für 2012 konzernweit einmal einen operativen Gewinn von 4 Milliarden Euro angestrebt. Nun hält der Vorstand dieses Ziel erst um 2015 für realistisch. Im vergangenen Jahr verdiente die Bank operativ mit rund einer halben Milliarde fast zwei Drittel weniger als 2010.

Trotz der letztlich schwarzen Zahlen 2011 zahlt die Commerzbank erneut keine Zinsen auf die nach der Dresdner-Übernahme in der Finanzkrise 2008/2009 erhaltene staatlichen Rettungsmilliarden. Der Gewinn fiel nur nach den internationalen Bilanzierungsrichtlinien IFRS an. Nach dem für die Zinszahlung maßgeblichen deutschen Bilanzrecht HGB ergab sich ein Verlust von 3,6 Milliarden Euro. In den HGB-Abschluss flossen eine Sonderzahlung an den Bankenrettungsfonds Soffin im Zuge der Tilgung des Löwenanteils der Staatshilfe ebenso ein wie Abschreibungen auf den Buchwert der Sorgentochter Eurohypo.

KEINE ZINSEN FÜR STAATSHILFE

Damit entgehen dem Bund rund 170 Millionen Euro Zinszahlungen für die verbliebenen 1,9 Milliarden Euro Stille Einlage. Auch die Aktionäre gehen leer aus: Eine Dividende für 2011 sei nicht möglich. Blessing versicherte: 'Es bleibt unser Ziel, die Stillen Einlagen des Soffin künftig zu bedienen und natürlich auch wieder eine Dividende zu zahlen.' Er verwies jedoch zugleich auf das weiterhin schwierige Umfeld angesichts der anhaltenden Schuldenkrise in Europa.

'Der Steuerzahler hat bis jetzt keinen Nachteil aus der Stillen Einlage', ergänzte Blessing. Im Zuge der Rückzahlung von 14,3 Milliarden der Staatshilfe im vergangenen Jahr hatte die Bank eine Einmalzahlung von gut einer Milliarde Euro geleistet. 'Das liegt über den Refinanzierungskosten des Bundes bei diesen Themen', sagte Blessing. 'Mit Blick auf die Aktie ist das im Moment anders.' Der Bund ist mit 25 Prozent plus einer Aktie größter Einzelaktionär.

KOSTEN SINKEN

Zur weiteren Stärkung ihrer Kapitalbasis plant die Commerzbank eine Kapitalerhöhung und will bis zu knapp zehn Prozent neue Aktien ausgeben. Diese sollen den Eigentümern bestimmter Anleihen angeboten werden. Der Bund soll seinen Anteil behalten, indem ein Teil der Stillen Einlage in Aktien umgewandelt wird. Die Transaktion soll das Kapital um bis zu rund eine Milliarde Euro stärken.

Der scheidende Finanzvorstand Eric Strutz kündigte weitere Einsparungen an. Die Kosten sollen von 8 Milliarden Euro auf 7,6 Milliarden sinken. 'Wir profitieren immer stärker von der Integration der Dresdner Bank', erklärte Strutz. Bis 2014 soll das ausgemachte Synergiepotenzial von jährlich 2,4 Milliarden erreicht werden.

EUROHYPO-ZUKUNFT OFFEN

Zur Zukunft der Sorgentochter Eurohypo hielt sich der Commerzbank-Chef zurück. Er wolle keine Wasserstandsmeldungen über die Verhandlungen mit der EU geben. Diese hatte im Gegenzug für die in der Finanzkrise erhaltenen Staatshilfen den Verkauf der Tochter bis 2014 verlangt. Doch ein Käufer ist nicht in Sicht. Nun plant die Bank, das Geschäft der Eurohypo einzudampfen.

Aus der Staatsfinanzierung soll sie sich ganz verabschieden, zudem wird die Immobilienfinanzierung weiter zurückgefahren. Die Eurohypo steht noch mit einem niedrigen Milliardenwert in den Büchern. 'Gigantisch' sei das aber nicht mehr, sagte Blessing. Die Commerzbank hatte in den vergangenen Jahren bereits rund 6 Milliarden Euro auf die Eurohypo abgeschrieben./enl/ben/zb

--- Von Erik Nebel, dpa-AFX, und Jörn Bender, dpa ---

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