eröffnet am:
21.01.09 17:19:56 von: Maraho
neuster Beitrag:
15.03.10 16:19:09 von: rebu72
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Diskussionsnr.:
1.147.722
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#1
von
Maraho
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Werte Leser, die "Finanzkrise". Wieso einen weiteren Thread hierzu? Es gibt doch schon einen. Nun, ich verstehe diesen neuen Thread als "optimierten" Nachfolger des ersten. Dies hat folgende Gründe: Der Vorgänger-Thread hatte letztlich ein anderes Thema, das Dank des Wissens eines users recht schnell geklärt war. Um den "alten" Thread dennoch weiterzuführen, kam ich auf den Gedanken, anhand von Pressestimmen sowie anderen Veröffentlichungen die Fortentwicklung der "Finanzkrise" weiter zu verfolgen. Dies hat, trotz der damit verbundenen Arbeit, auch sehr viel Spaß gemacht und die Resonanz war - per Kommentar und auch BM - recht positiv. Ebenfalls zum "Erfolg" verhalf die große Zahl von stillen Mitlesern. Dafür allen nochmals vielen Dank. Ein "Problem" für mich stellte allerdings folgendes dar: Zum einen der Einwand einiger Leser, es würde von mir eine Überfülle von Informationen, die keine Diskussion zuließe, eingestellt; zum anderen, ich würde mich nicht persönlich einbringen bzw. keine eigene Meinung von mir geben. Dazu folgendes: Wir werden täglich (bewußt) mit Informationen überschüttet. So habe ich mich bemüht, nur das m. M. nach wesentliche im Zusammenhang mit der Finanzkrise "zu filtern", dies verlinkt einzustellen und gewisse "Zeitlücken" zum Verarbeiten für den Leser zu schaffen. Davon ausgehend, in einem Börsenforum Menschen mit einer überdurchschnittlichen geistigen Regheit vorzufinden, verhielt ich mich dementsprechend. Ich räume aber ein, daß es des Ganzen manchmal etwas zuviel war und ich damit einige Leser sicher auch überfordert habe. Zu bedenken ist hierbei allerdings, daß die politische und wirtschaftliche Entwicklung nun einmal keine Rücksicht auf Einzelschicksale nimmt. In Bezug auf das persönliche Einbringen bzw. kommentieren von Gegebenheiten ist meine Antwort folgende: Wozu? Mit den eingestellten Veröffentlichungen habe ich letztlich meine Sicht der Dinge vermittelt. Zumindest für den, der "zwischen den Zeilen" lesen konnte. Ich möchte nun mit diesem Thread durch Pressestimmen und ähnlichem die "Finanzkrise" möglichst aktuell weiterverfolgen, da ich das Thema für sehr wichtig erachte. Anstelle eigene - vielleicht auch festgefügte bzw. hinreichend bekannte - Meinungen - zu vertreten, wäre es durchaus ein interessanter Versuch, selbst Veröffentlichungen als "Antwort" oder "Argumentation" einzubringen. Dies wäre denn auch einmal eine "neue Form" der Diskussion. Immerhin nutzen wir hier das Internet. Ich würde mich freuen, wenn es Anklang findet. Aber auch das stille Mitlesen sei euch nicht benommen. Und wem es nicht zusagen sollte: Niemand zwingt einen, es zu lesen! Freunden der "klassischen" Diskussion übrigens lege ich meinen "alten" Thread ans Herz. Dort gibt es user, die mit sehr tief- und hintergründigen Beiträgen den Thread weiterführen. Maraho P.S.: Warum dieser Titel? Ich bin davon überzeugt, daß wir auf einen massiven Umbruch zusteuern und sich das bisherige System überlebt hat. Darum dieser Titel! Allerdings ist davon auszugehen, daß das kommende nicht besser, sondern nur anders wird. |
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#2
von
Maraho
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Trotz Finanzkrise Trichet zerstreut Sorgen um Euro-Zone Die Euro-Länder kämpfen gegen immer höhere Staatsdefizite, um die Bonität Irlands wird wild spekuliert - doch der EZB-Chef beruhigt. Trichet sieht den Zusammenhalt der Euro-Zone nicht auf der Kippe. Und auch das Wort Deflation nimmt er nicht in den Mund. EZB-Chef Jean-Claude Trichet sieht den Zusammenhalt des Eurogebiets wegen Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise nicht in Frage gestellt. "Wenn jemand sagt, der Euroraum wäre gefährdet, ist das eine Vorstellung, die ich für unangemessen halte", sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittwoch vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments in Brüssel. "Es ist an den Regierungen, eine nachhaltigere Politik zu führen", sagte der Zentralbankchef. Experten sehen derzeit in der Debatte um die Bonität von Ländern wie Irland, Griechenland, Spanien und Italien eine Belastung für den Euro. Unter Bonität versteht man den Ruf einer Person, eines Unternehmens oder eine Staates, seine Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Dublin erwartet Staatsdefizit von 11 Prozent Irland hatte in der vergangenen Woche offiziell Spekulationen zurückgewiesen, wonach der Internationale Währungsfonds (IWF) in Dublin wegen der prekären Verschuldung des Landes im Zuge der Finanzkrise eingreifen müsse. In diesem Zusammenhang gab es in der Öffentlichkeit Zweifel, ob Irland nicht das Eurogebiet verlassen könnte. Dublin erwartet im laufenden Jahr ein Staatsdefizit von 11 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Trichet sagte, zur Ankurbelung der Wirtschaft könne zwar der Spielraum des Euro-Stabilitätspakts genutzt werden - der Pakt müsse aber insgesamt eingehalten werden. Wegen der Finanzkrise und milliardenschwerer Konjunkturpakete steigen die Staatsdefizite in Europa kräftig. Im kommenden Jahr werden vermutlich bis zu zwei Drittel der 27 EU-Staaten Defizite über der Maastrichter Defizitgrenze von drei Prozent ausweisen. Trichet sagte, er setze auf die EU-Kommission und den EU-Finanzministerrat, angemessen Aufsicht zu führen. Gleichzeitig dämpfte der EZB-Präsident die Furcht vor einer Deflationsspirale, also eines Rückgangs der Preise auf breiter Front mit unabsehbaren negativen Folgen für die Wirtschaft. "Wir werden derzeit Zeugen eines Disinflationsprozesses, der durch den scharfen Rückgang der Rohstoffpreise bedingt ist. Das ist eine willkommene Entwicklung", sagte Trichet. Der jüngste Rückgang der Teuerung sollte die Konjunktur unterstützen. Der starke Rückgang der Preise für Öl und anderer Rohstoff- und Nahrungsmittel hat in den vergangenen Monaten den Teuerungsdruck, der im Sommer seinen Höhepunkt erreicht hatte, weltweit gedämpft. In einigen Ländern rechnen Ökonomen in diesem Jahr sogar mit zeitweilig negativen Inflationsraten, einige befürchten eine Deflation. In diesem Fall käme es zu einem breiten und andauernden Rückgang der Preise. In der Folge könnten Unternehmen und Haushalte Investitionen und Konsum verschieben, weil sie auf noch niedrigere Preise in der Zukunft spekulieren. Dieses an sich rationale Verhalten würde die Rezession, in der sich große Teile der Welt befinden, aber weiter vertiefen und wahrscheinlich auch verlängern. Die EZB versucht die Teuerung gemäß ihres Mandats bei knapp unter zwei Prozent zu halten. Quelle: http://www.ftd.de/politik/europa/:Trotz-Finanzkrise-Trichet-… |
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#3
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Maraho
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 36.420.738 Aus demselben Blatt: Nach Bankenrettung Sorge um Kreditwürdigkeit Großbritanniens von Tobias Bayer (Frankfurt) Trotz des zweiten Rettungspakets für die Bankenindustrie ziehen Investoren die Wirtschaftskraft von Großbritannien in Zweifel. Sie fürchten, dass das Land seine Banken komplett verstaatlichen muss -und das Landesrating heruntergestuft wird. Das Pfund bricht ein. Weiterführend: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/anleihen_devisen/:N… |
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#4
von
Maraho
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 36.420.775 Aller guter Dinge sind drei: Herabstufung Spaniens Die Angst vorm Staatsbankrott von André Kühnlenz (Frankfurt) und Wolfgang Proissl (Brüssel) Notfallpläne für den Fall, dass Euro-Länder bankrottgehen, gibt es offiziell nicht. Doch Ökonomen rechnen bereits Krisenszenarien durch. Sie rechnen damit, dass Euro-Staaten aufgefangen würden. Weiterführend: http://www.ftd.de/politik/europa/:Herabstufung-Spaniens-Die-… |
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#5
von
clownfisch
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Frank Meyer US-Banken pleite - und dann? Das US-Bankensystem ist bankrott. Das schreibt der New Yorker Professor und Nationalökonom Nouriel Roubini. Nichts Neues für ihn, schließlich prophezeite er für das US-Finanzsystem Billionenverluste und wurde als geisteskrank hingestellt, während die Märkte noch deutlich besser aussahen als heute. Neu ist das nur für diejenigen, die ständig Lichter am Ende eines Tunnels sehen, die sogenannten Irrlicht-Späher… Auf einer Investorenkonferenz in Dubai sagte Roubini, dass die Kreditverluste auf 3,6 Billionen Dollar ansteigen werden, hälftig für Banken und Broker und die US-Institutionen. "Wenn das wahr sein sollte, bedeutet das, dass das US-Banksystem effektiv insolvent ist. Es hat ein Grundkapital von 1,4 Billionen Dollar. Das ist eine systemische Bankenkrise", meint Roubini.Der Staat springt ein, weil es kein anderer tut und auch tun kann. Der Staat ist der aktuell einzige solvente Schuldner, da er über die Steuer in die Taschen seiner Bürger greifen kann, als Sicherheit sozusagen. Doch wie es aussieht, hat der Staat mit seinen Rettungsschirmen und -paketen recht wenig Erfolg. Dafür hat der US-Steuerzahler fast neun Billionen Dollar gegebene Garantien für die Banken an der Backe. Zudem versackt das Geld der Notenbanken in einem schwarzen Loch, versickert in einem Fass ohne Boden. Der Finanzierungsbedarf der USA beträgt für dieses Jahr bislang 2.000 Mrd. US-Dollar. Wer kauft diese Schulden dem Staat eigentlich noch ab, fragt die FTD und gibt zu bedenken, dass alle Staaten der Welt gleichzeitig auf die fiskalpolitische Tube drücken. Kann der Steuerzahler jemals diese Summen schultern? Niemals. Mit jeder Milliarde wird es schlimmer. Die Notenbanken stellen Liquidität zur Verfügung, hört man immer wieder. Von einem Liquiditätsproblem kann also nicht die Rede sein. Wenn es klemmt, wird nachgepumpt. Was ist es dann? Die Antwort ist einfach: Es ist eine Frage der Solvenz. Wenn man als Unternehmen Kredite hat, dann wird es eng, wenn Umsätze fallen und Gewinne sich in Verluste verwandeln und man bei der Bank um Aufstockung oder Refinanzierung dieses Kredites betteln muss. Würden Sie als Bank Geld verleihen, wenn Sie es vielleicht schon bald abschreiben müssen? Warum sollte man überhaupt dem Staat Geld leihen, indem man seine Anleihen kauft? Man weiß ja hinlänglich, dass Regierungen mit Geld noch nie gut umgehen konnten. Zudem bringen Staatsanleihen kaum mehr nennenswerte Erträge - und das bei rasend steigender Verschuldung. Werden Investoren zu diesen niedrigen Zinsen weiter zulangen, oder werden sie - wie jede Bank - wegen des Ausfallrisikos höhere Zinsen fordern? Dazu macht der Staat einen Fehler, über den vielleicht in den künftigen Geschichtsbüchern berichtet werden wird. Er wirft das Geld den Falschen hinterher. es sieht ganz düster aus........................... cf |
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#6
von
Maraho
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 36.420.775 Französische Banken Sarkos Trickkiste von Christopher Hughes Frankreich ist vielleicht um die großen Katastrophen herumgekommen, die den US-amerikanischen, britischen und deutschen Bankensektor heimgesucht haben, aber die Kreditklemme ist darum politisch nicht weniger brisant. Darum folgt Nicolas Sarkozy dem Beispiel anderer Länder und verspricht den heimischen Banken ebenfalls ein zweites Rettungspaket. Die französischen Banken bemühen sich in Anzeigenkampagnen Wirtschaft und Verbrauchern klarzumachen, dass sie sowohl fähig als auch willens sind, im wirtschaftlichen Abschwung weiter Kredite zu vergeben. Ob sie dazu wirklich in der Lage sind, mag trotz aller Beteuerungen dahingestellt bleiben. Der jüngste staatliche Plans ruht auf dem Eckpfeiler, Kapital gegen Vorzugsaktien bereitzustellen, wodurch die hybriden Kapitalformen, die den Banken im vergangen Jahr angeboten wurden, ergänzt werden sollen. Die Konditionen für die Vorzugsaktion sollen nach Angaben aus informierten Kreisen mit jeder Bank individuell ausgehandelt werden. Aber genau die Kosten und die Auswirkungen auf die Stammaktionäre sind der entscheidende Punkt - wie bei allen anderen Sanierungsansätzen, die auf Vorzugsaktien beruhen. Eine Option besteht darin, den Kupon der Vorzüge direkt an die Aktiendividende zu koppeln, sodass das Staatskapital umso teurer wird, je höher die Ausschüttungen an die Aktionäre ausfallen. Das klingt nach einem cleveren Plan, um die Banken dazu zu bewegen, einbehaltenes Kapital zur Stärkung ihrer Kapitalposition zu nutzen. Das aber wird diejenigen Aktionäre wenig freuen, die wie zum Beispiel bei Credit Agricole, auf attraktive Dividenden setzen. Société Générale hat bereits angekündigt, 1,7 Milliarden Euro des Staatskapitals zu übernehmen. Bleibt BNP Paribas. Die Bank übernahm 2,6 Milliarden Euro aus dem ersten Rettungsfonds und könnte nun noch einmal die gleiche Summe aufnehmen oder das Hybridkapital gegen Vorzüge in gleicher Höhe eintauschen. Das allerdings hieße die Verbesserung der Kernkapitalquote (Tier 1) teuer zu bezahlen. Wenn Paribas allerdings vermeiden will das Kapital seiner Aktionäre durch eine Kapitalerhöhung zu verwässern, bleiben wohl kaum Alternativen. Die Kapitalabsicherung ist vielleicht notwendig, aber der Rettungsplan kann erst wirklich beurteilt werden, wenn die tatsächlichen Kosten für die Banken offenliegen. Mit französischer Diplomatie werden es die Banken vermeiden, Sarkozy zurückzuweisen. Aber auch ihr Beifall wird in der Zwischenzeit nur sehr verhalten ausfallen. Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/breakingviews/sarkos-tr… |
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#7
von
Maraho
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Schließungen erwartet Kehraus in der Fondsbranche von Anke Rezmer Die Krise setzt die Fondsanbieter unter Zugzwang. Da die Vermögen durch den Kursverfall an den Märkten abschmelzen und Anleger ihr Geld abziehen, nimmt die Zahl kleiner Fonds deutlich zu. FRANKFURT. Vom Handelsblatt befragte Experten erwarten daher, dass in diesem Jahr vor allem bei den für Privatanleger aufgelegten Publikumsfonds rund fünf Prozent geschlossen werden – Tendenz steigend, je nach Verlauf der Krise. 2009 verschwänden damit immerhin gut 300 Fonds, gemessen an den knapp 6 200 Publikumsfonds im Land. „Kostendruck lastet auf der Fondsbranche“, begründet Rüdiger Sälzle, Geschäftsführer des Fonds-Beratungshauses Fonds Consult die Erwartung. Der erhebliche Teil fixer Kosten für Personal und für die Fondsverwaltung erhöht den Druck, wenig rentable Fonds zu schließen oder mit anderen zu verschmelzen. Die Profitabilität in der Fondsbranche sei wegen der schrumpfenden Vermögen deutlich gesunken, sagt Stefan Jaecklin, Partner bei der Unternehmensberatung Oliver Wyman. Er rechnet mit Kostensenkungen von bis zu 30 Prozent und mit einer deutlich sinkenden Fondszahl. Der Datenanbieter Lipper FMI hat errechnet, dass bereits knapp die Hälfte der Publikumsfonds am deutschen Markt über ein Vermögen von weniger als 20 Mio. Euro verfügt. Zählt man die Garantiefonds mit meist begrenzter Laufzeit hinzu und deutsche Fonds, die vor allem im Ausland verkauft werden, betrifft dies gut ein Viertel der existierenden 6 200 Publikumsfonds am Markt. „Es sind mit Blick auf die hohen Absatzerwartungen vor dem Start der Abgeltungsteuer viele neue Fonds aufgelegt worden, die in der Finanzkrise keine Chance hatten, Volumen zu bekommen“, sagt Lipper-FMI-Chefin Diana Mackay. Nach ihrer Erfahrung sammeln Fonds im ersten Jahr das meiste Geld ein, da neue Produkte dann am stärksten beworben werden. Je nach Anbieter gelten zehn bis 30 Mio. Euro als Mindestvolumen für einen Fonds, um rentabel zu sein. Vor allem zuletzt zahlreich aufgelegte Aktienfonds, die auf Trends, Branchen oder spezielle Strategien setzen, sowie Dach-Hedge-Fonds droht das Aus. „Bei Aktienfonds wurden viele Spezialitäten angeboten, die nicht immer Sinn machen“, sagt Matthias Koss, Chef der Beratungsfirma Fonds Advice. Bei Dach-Hedge-Fonds verschwindet derzeit nahezu ein ganzes Segment. Zuletzt haben große Häuser wie die DWS und Union Investment angekündigt, dass sie ihre Dach-Hedge-Fonds nach starkem Kapitalabzug liquidieren. Allein die Deka bleibt unter den führenden Fondshäusern der Sparte treu. Im Spätherbst gab es gerade noch 15 Dach-Hedge-Fonds, die insgesamt 476 Mio. Euro managen. Besondere Probleme dürften Anbieter bekommen, die zuletzt „sehr vertriebsorientiert massenhaft Produkte auf den Markt geworfen haben“, meint Jan Altmann, Chef der Beratungsfirma 4Assetmanagement. Dazu gehören für ihn kleinere wie größere Häuser. Generell wäge allerdings jede Gesellschaft individuell ab, welche Fonds sie sich noch leisten könne und wolle, sagt Koss. Kleine, unwirtschaftliche Fonds könnten daher aus strategischen Gründen gehalten werden. Neben den Fondsvolumina nennt Berater Koss anstehende und erwartete Fusionen und Übernahmen als weiteren wichtigen Beweggrund für die Bereinigung der Fondspaletten. In Deutschland vereinheitlichen gerade Allianz Global Investors und die Cominvest ihre Produktpaletten. Bei der übernommenen Cominvest stehen mehr als zwei Drittel der 240 Publikumsfonds zur Disposition. Der Bereinigungsprozess in der Branche dürfte sich nach Einschätzung der Berater noch beschleunigen. „Alles hängt an der Finanzkrise", sagt Sälzle. Noch hofften Anbieter auf eine Besserung der allgemeinen Lage und darauf, dass sie ihre Marken erhalten könnten, sagt er. Im Übrigen dauert der Prozess einer Schließung oder der beliebteren, für Anleger steuerneutralen Verschmelzung bis zu einem Jahr. Manche nun begonnenen Prozesse dürften sich erst 2010 niederschlagen. Bliebe am Ende die Hälfte der Fonds übrig, wäre das aus Anlegersicht mehr als genug, meint Altmann. Quelle: http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/kehrau… |
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#8
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Maraho
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 36.420.839 Guten Abend clownfisch, danke für den Beitrag. Hast Du eventuell die Quelle? Schönen Abend Maraho |
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#9
von
Maraho
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DZ Bank blickt in ein Milliardenloch - Fusion mit WGZ soll durchgezogen werden Zentralinstitut der Kreditgenossen von Finanzkrise schwer getroffen - Kapitalerhöhungsbedarf wird akut Börsen-Zeitung, 21.1.2009 ski Frankfurt - Die weltweite Finanzkrise hat bei der DZ Bank im abgelaufenen Jahr unerwartet tiefe Spuren hinterlassen. Das Frankfurter Zentralinstitut der Kreditgenossenschaften erwartet für 2008 in der Gruppe einen Verlust von gut 1 Mrd. Euro nach Steuern. Noch im November war die mit einer Bilanzsumme von 430 Mrd. Euro viertgrößte deutsche Bankengruppe davon ausgegangen, einen Gewinn vor Steuern in niedriger dreistelliger Millionenhöhe erzielen zu können. Das deutliche Verfehlen dieser Prognose begründet die DZ Bank mit der Zuspitzung der Finanzmarktkrise im vierten Quartal. Eine Rolle spielte aber wohl auch, dass Bilanzierungserleichterungen, auf die man vor zwei Monaten gehofft hatte, letztlich nur sehr begrenzt genutzt werden konnten. Die der Finanzkrise direkt zuzurechnenden Belastungen summieren sich auf 3,8 Mrd. Euro (vgl. Grafik). Die Wertpapierabschreibungen werden laut Vorstandschef Wolfgang Kirsch allerdings zum überwiegenden Teil "nur temporär" sein. Angesichts der stark auf die Eigenkapitalposition durchschlagenden Krisenfolgen wird die von Kirsch schon im vorigen Mai in einem weitaus günstigeren Umfeld für 2009 avisierte Kapitalerhöhung jetzt akut. Der DZ Bank-Vorstand will dem Aufsichtsrat eine Mittelaufstockung um bis zu 1 Mrd. Euro vorschlagen. Die Aktionäre hätten ihre grundsätzliche Bereitschaft dazu bekundet, heißt es. An der geplanten Fusion mit der WGZ Bank will die DZ Bank ungeachtet des Milliardenverlusts festhalten. Die Düsseldorfer wollten sich dazu nicht äußern, doch scheinen einzelne Eigentümer der WGZ zu dem Fusionsprojekt auf Distanz zu gehen. Derweil berichtete die DZ Bank-Tochter Bausparkasse Schwäbisch Hall über das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr in ihrer Unternehmensgeschichte. Börsen-Zeitung, 21.01.2009, Autor ski Frankfurt |
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#10
von
Maraho
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 36.420.964 Zusätzliche Garantien für die Hypo Real Estate bg – Der schwer angeschlagene Staats- und Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) erhält zur Überbrückung weitere milliardenschwere Staatshilfen. Über den Bankenrettungsfonds des Bundes, Soffin, werden weitere Bürgschaften von 12 Mrd. Euro bereitgestellt. Die Gespräche der HRE mit dem Soffin über die Gewährung umfassender Maßnahmen zur Liquiditäts- und Kapitalunterstützung dauern an. Damit summieren sich die staatlichen Garantien zur kurzfristigen Refinanzierung der Bank, die wegen eines Liquiditätsengpasses der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa mehrfach vor dem Aus stand, mittlerweile auf 42 Mrd. Euro. Die neuen Hilfen sichern Gelder ab, die spätestens Mitte Juni zurückgezahlt werden müssen. Die bisherigen Garantien beziehen sich auf bis Mitte April laufende Schuldtitel. Neben den Bürgschaften hatte der Staat zusammen mit der deutschen Kreditbranche der Hypo Real Estate im Herbst mit einem Kreditrahmen von 50 Mrd. Euro unter die Arme gegriffen. Um den Fortbestand der Bank zu sichern, muss aber noch die Eigenmittelausstattung der Bank aufgepolstert werden. Finanz- und Parlamentskreisen zufolge wird der Staat mindestens 10 Mrd. Euro an Kapital zur Verfügung stellen und wird damit voraussichtlich Mehrheitseigentümer. Unklar ist nur noch, wann und in welcher Form das Geld fließt. Quelle: http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=300&artid=826 … |
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