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Seite 200 von 3.427

Am Sterbebett eines Systems ( Seite 200)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 21.01.09 17:19:56
von
neuster Beitrag 25.05.12 19:36:37
von

Anzahl Beiträge: 34.270
Aufrufe gesamt: 956.096
Aufrufe heute: 473
Diskussionsnr.: 1.147.722
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schrieb am 16.03.09 17:30:55
Beitrag Nr.1991 
(36.776.373)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.776.273 von Triakel am 16.03.09 17:17:19Guten Abend Triakel,
auch meine Zustimmung. Aber abgerechnet wird zum Schluß!
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schrieb am 16.03.09 17:53:47
Beitrag Nr.1992 
(36.776.585)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.774.520 von kiska am 16.03.09 14:32:13Hierzu schreibt die "FTD" ...

Wegbrechende Nachfrage
In den USA stehen die Bänder still

Noch über das Wochenende verbreitete US-Notenbankchef Ben Bernanke großen Optimismus. Doch jüngste Konjunkturzahlen dämpfen die Hoffnung auf eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft: Die Kapazitätsauslastung sank auf ein Rekordtief.


In den USA stehen wegen des dramatischen Abschwungs die Förderbänder still. Im Februar sank die Kapazitätsauslastung auf 70,9 Prozent. Das ist das bisher niedrigste Niveau seit Bestehen der Zeitreihe 1967. Die Industrieproduktion ging um 1,4 Prozent zurück. Die Pkw-Produktion lieferte diesmal allerdings einen positiven Beitrag. So stieg die Automobilproduktion im Monatsvergleich um 10,2 Prozent nach einem Rückgang von 23,4 Prozent im Januar. Ohne den Autosektor lag das Produktionsminus bei 1,2 Prozent.

Für die nahe Zukunft sieht es nicht besser aus. Der Empire-State-Index, der als guter Vorlaufindikator für das verarbeitende Gewerbe gilt, sank im März so stark wie noch nie seit seinem Bestehen. Der 2001 von der New Yorker Fed aufgelegte Index ging von minus 34,7 auf minus 38,2 Zähler zurück. Werte unter Null signalisieren ein Schrumpfen. Die Daten zur Industrieproduktion und dem Empire-State-Index wurden am Montag veröffentlicht.

Börsianer zeigten sich durch die Konjunkturdaten unbeeindruckt: Der Dax entfernte sich zwar von seinem Tageshöchststand bei 4063 Punkten, notierte am frühen Nachmittag aber noch 1,4 Prozent höher bei 4006 Zählern. Damit setzte sich die Entwicklung der Vorwoche fort, als der deutsche Leitindex fast acht Prozent gewonnen hatte. Im Schlepptau der Aktienmärkte kletterte der Euro über 1,30 $ und notierte bei 1,3025 $. Der Goldpreis verlor: Eine Feinunze (31,1 Gramm) zur Lieferung im April fiel im New Yorker Handel um 12,4 $ auf 917,70 $. Auch Rentenpapiere standen auf der Verkaufsliste.

Volkswirte: Keine schnelle Erholung in Sicht

Im Zuge der Kreditkrise bricht Unternehmen weltweit die Nachfrage weg. Sie reagieren mit Produktionskürzungen und Entlassungen. Der Abschwung erfasst alle Branchen, besonders aber die Automobilindustrie. Im Februar ging der Absatz an Fahrzeugen um 41 Prozent zurück. Größter Verlierer war General Motors mit einem Minus von 53 Prozent. "Das verarbeitende Gewerbe steckt in einer tiefen Rezession. Die Automobilindustrie hat es zwar schwer erwischt, anderen Sektoren der Wirtschaft geht es aber auch nicht rosig. Das unterstreicht, dass es sich um einen breiten Abschwung handelt", sagte Lena Komileva, Chefvolkswirtin beim Brokerhaus Tullett Prebon.

Die enttäuschenden Konjunkturdaten dämpfen die Hoffnungen auf eine schnelle Erholung der US-Wirtschaft. "Das ist nicht gerade ermunternd. Es ist zwar erfreulich für die Autoindustrie, wenn sie ihren freien Fall stoppen kann. Aber sonst konnte keine andere Branche den Trend nach unten aufhalten. Auch der Empire-Index deutet keine Besserung an", sagte Roger Kubarych, Chefvolkswirt USA bei Unicredit. Am Wochenende hatte Notenbankchef Ben Bernanke bekräftigt, dass ein Ende der schweren Rezession in den USA bereits in diesem Jahr möglich ist. "Nächstes Jahr werden wir dann eine Erholung erleben", sagte der Zentralbankchef in einem Interview des US-Fernsehsenders CBS.

Die Vereinigten Staaten befinden sich seit Dezember 2007 in der Rezession. Im dritten Quartal schrumpfte das BIP auf das Jahr hochgerechnet um 0,5 Prozent, im vierten Quartal lag das Minus sogar bei 6,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote erreichte im Februar mit 8,1 Prozent den höchsten Stand seit 25 Jahren. Seit Beginn der Rezession gingen inzwischen 4,4 Millionen Jobs verloren. "Wir befinden uns im Panik-Modus zur Zeit", sagte Ethan Harris, Volkswirt bei Barclays Capital. "Die Unternehmen reduzieren ihre Belegschaft, um sich der taumelnden Weltwirtschaft anzupassen."

Die meisten Experten geben einen pessimistischen Ausblick - und schreiben das Jahr 2009 ab. Die Notenbank Federal Reserve (Fed) beispielsweise geht im Mittel ihrer Erwartungsspanne davon aus, dass die Wirtschaft um 0,9 Prozent schrumpft. Für 2010 setzt sie aber wieder auf eine Erholung. 2011 erwartet sie bis zu fünf Prozent. Die Arbeitslosenquote sieht sie 2009 auf bis zu 8,8 Prozent klettern und erst 2011 wieder deutlich sinken. In dem Interview knüpfte Fed-Chef Bernanke die Erholung erneut an die Stabilisierung der Finanzmärkte.

Quelle: http://www.ftd.de/politik/international/:Wegbrechende-Nachfr…
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schrieb am 16.03.09 18:02:36
Beitrag Nr.1993 
(36.776.685)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.767.668 von Maraho am 14.03.09 17:10:36In Bezug.

Also doch nicht pleite?
Nichts gegen eine kleine Aktienrally in Ehren. Aber ein flüchtiger Blick in die Finanzierungsrechnung der Fed genügt, und man hat keine Lust mehr.

Kaum geht man mal für eine einzige Woche in Urlaub, werden die Anleger keck - und sorgen vor allem bei den Finanzwerten für den einen oder anderen Verdoppler. Ist der Finanzsektor also vielleicht gar nicht pleite, wie es ein paar - ehemalige - Großbanken in den USA angedeutet haben? Nun ja, dazu müsste man unterstellen, dass die USA nicht pleite seien. Und das fällt spätestens seit Donnerstagabend, als die Fed ihre gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung (Flow of Funds) veröffentlicht hat, noch schwerer.

Auf den ersten Blick scheinen die Daten für das vierte Quartal nicht viel Neues zu ergeben: Der Kredit an die Verbraucher schrumpft leicht, jener an die nichtfinanziellen Firmen steigt kaum noch, jener an den US-Bund legt mit einer Jahresrate von 37 Prozent oder 2155 Mrd. $ zu - wobei sich neben dem belämmerten Ausland witzigerweise die nunmehr von der Fed umsorgten (früheren) Broker als Finanziers besonders hervortun; der Kurs 30-jähriger US-Bonds ist seit Ende 2008 übrigens um 17 Prozent runter. Auch der amtlich umhätschelte Finanzsektor weitet seine Verschuldung weiter munter aus, sodass die Schulden aller US-Sektoren - Verbraucher, Firmen, Finanzwesen, Staat - auf 409 Prozent des Nationaleinkommens springen - nach 399,5 Prozent im dritten Quartal. Unterdessen sparen die Verbraucher, deren Netto-Vermögen vom dritten aufs vierte Quartal von 529 auf 483 Prozent des verfügbaren Einkommens gepurzelt ist und die sage und schreibe 57 Prozent des gesamten (!) Wohnungsbestands beliehen haben, wieder etwas mehr. Und die Firmen treten in Sachen Investitionen mächtig auf die Bremse.

Nur ist das Ganze bei näherer Betrachtung noch viel schlimmer, als es zunächst anmutet. Die Verbraucher weisen mittlerweile zwar wieder einen Finanzierungsüberschuss - Bruttoersparnis minus Bruttoinvestition - von 1,3 Prozent des verfügbaren Einkommens auf. Aber dazu mussten die Investitionen der Verbraucher, zu denen in der Abgrenzung der Fed neben dem Wohnungsbau auch Ausgaben für Gebrauchsgüter wie Autos zählen, im vierten Quartal ja auf ein ganz erbärmliches Niveau fallen. Mit 12,8 Prozent des Einkommens sind diese auf den bei Weitem niedrigsten Stand seit 1952 gesunken - und liegen damit ganze 4,3 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt. Dennoch ist der Finanzierungsüberschuss der Verbraucher weit von jenen vier Prozent des Einkommens entfernt, die in den 50er- bis 80er-Jahren üblich waren (von den Spitzenwerten von 9,8 Prozent in den frühen 80ern einmal ganz zu schweigen). Derweil haben die nichtfinanziellen Firmen trotz der einbrechenden Investitionen sogar im vierten Quartal noch ein kleines Finanzierungsdefizit verzeichnet. Insgesamt ist die gesamtwirtschaftliche Nettoersparnis - Bruttoersparnis abzüglich Abschreibungen - der USA seit vier Quartalen negativ. Aus eigener Kraft könnten sie also nicht mal ihren Kapitalstock erhalten. Für das bisschen Wachstum über die vergangenen zehn Jahre haben sie allerdings durchschnittlich fast sieben Prozent des BIP netto investieren müssen.

Anpassung erledigt, billige Aktien?

Die privatwirtschaftliche Anpassung respektive die finanzielle Genesung ist also noch nicht mal ansatzweise erfolgt. Dazu müsste vor allem die private Sparquote noch um mehrere Prozentpunkte steigen, was sie auch tun wird, sei es aus Vorsicht oder aus Kreditknappheit. Damit aber droht sich der Teufelskreislauf aus Nachfrageschwäche und Arbeitslosigkeit ungehemmt fortzusetzen. Das ist der Grund, warum etliche Ökonomen bereits ein zusätzliches Stimulierungsprogramm fordern. Und weil sie das vermutlich auch bekommen werden, wird der US-Finanzsektor mit jenem Geld, das die Fed ihm freundlicherweise überweist, noch etliche Staatsanleihen aufkaufen (müssen). Zwar ist es denkbar, dass die USA dabei wie Japan immer etwas zu spät und verhalten vorgehen, doch ist es wahrscheinlicher, dass sie die gewünschte Inflation am Ende erreichen. Wer sich angesichts des mickrigen Zinsniveaus nicht daran stört, dass die nichtfinanziellen US-Kapitalgesellschaften am Nettovermögenswert gemessen laut Fed-Daten immer noch doppelt so teuer sind wie in den frühen 80ern, soll also ruhig weiterzocken. Mit Blick auf die ungewöhnlich starken Unwägbarkeiten warten die anderen, bis Aktien wirklich billig geworden sind. In Anbetracht des zu erwartenden heftigen Aufs und Abs kann das noch eine ganze Weile dauern. Doch es wird sich lohnen.

Quelle: Aus der FTD vom 16.03.2009
© 2009 Financial Times Deutschland
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schrieb am 16.03.09 18:12:57
Beitrag Nr.1994 
(36.776.779)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.770.148 von Maraho am 15.03.09 17:56:09Die Meinung eines amerikanischen Professors...

Die Systemfrage - Gastkommentar
Blick aus der eigenen Badewanne
von Harold James

In der Krise könnte ein integriertes Europa mit einem Gegenmodell zum Protektionismus punkten. Aber je stärker die großen EU-Staaten von der Rezession getroffen werden, desto mehr denken sie in egoistischen Kategorien.

Harold James ist Professor für Geschichte und Internationale Angelegenheiten an der Universität Princeton. www.project-syndicate.org

Wir wissen mittlerweile alle, dass wir in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit den 30er-Jahren stecken. Auch die protektionistischen Reaktionen wecken traurige Erinnerungen: Proteste gegen ausländische Arbeitskräfte, Forderungen nach handelspolitischen Schutzmaßnahmen und ein Finanznationalismus, der darauf abzielt, grenzüberschreitende Geldflüsse zu beschränken.

In den 30er-Jahren war wirtschaftlicher Nationalismus allerdings nicht die einzige Reaktion auf die Depression. Viele Menschen sahen auch regionale Integration als eine Antwort. Aber die Art der Integration, die in wirtschaftlichen Krisenzeiten entsteht, ist häufig destruktiv. Die unschönsten Beispiele für den Regionalismus der Großen Depression fanden sich in Deutschland und Japan: Sie weiteten ihre Macht auf schwache Nachbarn aus. Auf Basis des deutschen "Großwirtschaftsraums" oder Japans "Großostasiatischer Wohlstandssphäre" wurden diese in wirtschaftliche und finanzielle Abhängigkeit gezwungen.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts hatte Europa dann die Chance, eine unbedenklichere Form des Regionalismus zu etablieren. Heute befindet sich die Europäische Union in einer Sackgasse, weil sie die Chance vertan hat, in besseren Zeiten und weniger angespannter Atmosphäre stärkere Institutionen aufzubauen. Die EU leidet unter Problemen, die zwar schon lange diskutiert werden, die aber nie als besonders dringend erschienen. In der Wirtschaftskrise werden sie nun plötzlich zu wesentlichen Faktoren politischer Instabilität.

So gibt es in den Ländern der Euro-Zone eine gemeinsame Geldpolitik und einen integrierten Kapitalmarkt mit grenzüberschreitend aktiven Finanzinstitutionen. Überwacht und reguliert werden die Banken aber auf staatlicher Ebene. Das muss so sein, denn jede Bankenrettung hat haushaltspolitische Folgen, für die Steuerzahler in den Mitgliedsstaaten aufkommen - und nicht die EU als Ganzes. Angesichts der wirtschaftlichen Logik der europäischen Integration ergibt diese Struktur jedoch keinen Sinn.

Das zweite offenkundige Problem ist der geringe Umfang des EU-Budgets im Vergleich zu den Haushalten der Mitgliedsländer. Der Großteil des Regierungshandelns geschieht zwar auf nationaler Ebene. Aber verschiedene Länder verfügen über unterschiedlich großen haushaltspolitischen Spielraum. Die Staatsschulden Italiens, Griechenlands oder Portugals sind so hoch, dass jeder Versuch scheitern wird, die Wirtschaftskrise dort durch steigende öffentliche Ausgaben zu bewältigen. Im Gegensatz dazu haben Frankreich und Deutschland eine starke haushaltspolitische Position. Somit können nur die stärksten EU-Länder wirklich etwas gegen die Rezession tun.

Überdies wurde die Idee der gegenwärtig verfolgten keynesianischen Nachfragestimulierung noch vor dem Hintergrund eigenständiger Nationalökonomien entwickelt. Die Keynesianer füllten das warme Wasser der Konjunkturbelebung in die nationale Badewanne. Hat diese Badewanne Löcher, profitieren aber auch andere Menschen von der Wärme, und das Vorhaben verliert an Zugkraft. Es funktionierte überhaupt nur in großen Staaten - kleinere Länder konnten den Keynesianismus nicht im Handwaschbecken praktizieren.

Es gibt aber Methoden, die Probleme der Banken und der staatlichen Haushalte zu lösen. Der einfachste Weg führt über die Kontrolle der Banken. Die EZB verfügt über die technischen und analytischen Möglichkeiten für eine allgemeine Aufsicht. Dafür kann sie die Zentralbanken der Mitgliedsstaaten als Informationskanäle nutzen. Das haushaltspolitische Problem könnte man durch die zeitlich auf finanzielle Notfälle begrenzte Ausgabe gemeinsamer EU-Anleihen bewältigen.

Sowohl die Regulierung des Bankwesens als auch die Haushaltspolitik bedürfen einer weit umfangreicheren Europäisierung - am leichtesten mittels bestehender Mechanismen und Institutionen wie der EZB oder der Europäischen Kommission.

Schwierig ist solch ein Vorschlag, weil er eine relative Schwächung der Nationalstaaten, auch der größten wie Deutschland und Frankreich, bedeuten würde. Sie würden versuchen, in ihren eigenen Badewannen zu bleiben.

Die Krise hat beide Staaten erneut zu den wichtigsten Akteuren im Einigungsprozess gemacht. Aber je stärker sie selbst betroffen sind, desto mehr denken sie in nationalen Kategorien. Aus Berliner oder Pariser Sicht sollte es momentan keine systematische Europäisierung geben. Vielmehr fördern die großen Staaten informelle Gruppierungen, um nach globalen Lösungen zu suchen.

Aufgrund eines kuriosen Zufalls werden die historischen Anspielungen an die Große Depression noch verstärkt, wodurch auch das Dilemma der EU klar hervortritt: Derzeit haben die Tschechen den EU-Ratsvorsitz inne. Die Präsidentschaft Tschechiens, wo man wegen der Annexion durch Hitler-Deutschland wohl die lebendigste Erinnerung an den üblen Regionalismus der 30er-Jahre hat, folgte auf die Frankreichs - jenes Staats, der heute am wenigsten eingeschränkt ist bei der Durchsetzung seiner Interessen.

Der Zusammenprall zweier europäischer Visionen untergräbt die politische Stabilität einer Region, die einst das positivste Modell und die größte Hoffnung für unbedenklichen Regionalismus bot.

Quelle: FTD.de, 13:37 Uhr
© 2009 Financial Times Deutschland
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schrieb am 16.03.09 18:21:53
Beitrag Nr.1995 
(36.776.870)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.773.879 von Maraho am 16.03.09 13:14:49Noch eine Verlautbarung aus der Expertenrunde ...

Börsenaufsicht warnt vor Insolvenz der Hypo Real Estate

bg - Bei einer Expertenanhörung des Bundestages in Berlin haben sich die Deutsche Bundesbank und die Finanzmarktaufsicht BaFin für eine Enteignung der Aktionäre der Hypo Real Estate (HRE) als Ultima Ratio ausgesprochen. Eine Verstaatlichung als letztes Mittel könne in Betracht gezogen werden und sei angemessen, sagten Bundesbank-Präsident Axel Weber und der BaFin-Chef Jochen Sanio. Nach Darstellung von Sanio drängt die Zeit. Er verwies darauf, dass Banken spätestens bis zum 31. März ihre Bilanz für 2008 vorlegen müssten. Sollten die Verluste so hoch sein, dass die Mindestanforderungen an das Eigenkapital nicht mehr erfüllt werden, müsste ein Institut von der BaFin geschlossen werden. Das schnelle Gesetzgebungsverfahren für das Banken-Enteignungsgesetz sei daher notwendig. Die HRE könne nicht mit stillen Einlagen „vollgepumpt“ werden, sondern sie benötige Kernkapital, um marktfähig zu sein. HRE-Großaktionär Christopher Flowers wehrte sich auch in der Anhörung gegen ein Herausdrängen durch den Bund. Auch eine vollständige Übernahme durch den Staat werde nicht zur besten Bonität der HRE an den Kreditmärkten führen. Eine Verstaatlichung werde zudem negative Auswirkungen auf den Investitionsstandort Deutschland haben. Die USA und Großbritannien griffen nicht zu solchen Maßnahmen. Flowers räumte aber ein, dass nur die Staatshilfen das Überleben der HRE gesichert hätten. Er sei der Meinung, das Institut habe aber eine positive Perspektive. Die Aktie der Hypo Real Estate notierte gegen Mittag bei 0,90 Euro gut 3 % fester.

Quelle: http://www.boersen-zeitung.de/index.php?li=300&artid=1066
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schrieb am 16.03.09 18:39:49
Beitrag Nr.1996 
(36.777.054)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.641.600 von Maraho am 24.02.09 13:28:28Sie haben es geschafft ...

Einzelhandel
Agentur für Arbeit genehmigt Kurzarbeit bei Praktiker

Die Baumarktkette Praktiker darf als erstes Einzelhandelsunternehmen die Mitarbeiter kurzarbeiten lassen. Wie die WirtschaftsWoche erfuhr, hat die zuständige Saarbrücker Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) dem Unternehmen heute informell mitgeteilt, dass es die Voraussetzungen für konjunkturell bedingte Kurzarbeit erfüllt und dass die Praktiker-Mitarbeiter Kurzarbeitergeld bekommen werden.

Am morgigen Dienstag soll ein entsprechendes Schreiben der BA-Regionaldirektion in der Praktiker-Unternehmenszentrale im saarländischen Kirkel eintreffen.

4.000 der insgesamt 14.000 Mitarbeiter sind von der Maßnahme betroffen und arbeiten überwiegend 12 Prozent weniger. Sie erhalten entsprechend weniger Lohn, der nun von der Bundesagentur zu 60 Prozent ausgeglichen wird. Beschäftigte mit Kindern werden 67 Prozent des entgangenen Netto-Gehalts ersetzt. Kurz gearbeitet wird in bundesweit 84 von insgesamt 260 Filialen in Deutschland.

Im Fall Praktiker hat erstmals eine Arbeitsagentur anerkannt, dass der Arbeitsausfall eines Einzelhandelsunternehmens konjunkturell bedingt ist und andauern wird. Die Praktiker-Genehmigung könnte somit als Muster für Kurzarbeitspläne anderer Handelsunternehmen dienen. Unter anderem plant die Metro-Gruppe in 10 ihrer 15 Metro-Großhandelmärkte Kurzarbeit.

Die Genehmigung für die Baumarktkette Praktiker war keineswegs sicher. Werner Schade, Leiter der BA-Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland, hatte angekündigt, er persönlich werde sich die von Praktiker eingereichten Unterlagen „genau ansehen“. Albrecht Hornbach, Großaktionär der Baumarktkette Hornbach, hatte Praktiker vorgeworfen, der Konkurrent versuche „sich auf Kosten der Mitarbeiter und mit Hilfe der Sozialkasse zu finanzieren“.

Praktiker-Personalvorstand Karl-Heinz-Stroh wehrt sich im WirtschaftsWoche-Interview gegen die Hornbach-Kritik. Stroh droht, sich gegen den Vorwurf „notfalls mit juristischen Mitteln“ zu wehren. „Wir können nur davon warnen, Vorwürfe wie ,Missbrauch der Sozialkasse’ in die Welt zu setzen. Denn das würde ja bedeuten, dass wir der Bundesagentur gegenüber Unterlagen benutzen oder Angaben machen, die den tatsächlichen Gegebenheiten nicht entsprechen.“ Im Gegenteil hätten Beschäftigte und Praktiker als Arbeitgeber auch den Anspruch, in der Krise Mittel der Arbeitsagentur in Anspruch nehmen zu können. „Kurzarbeitergeld ist ein Anspruch der Mitarbeiter, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind! Nicht wir als Unternehmen, sondern die betroffenen Mitarbeiter erhalten die Versicherungsleistung von der Bundesagentur für Arbeit, genau wie beim Arbeitslosengeld. Nur ist im Kündigungsfall die Belastung für die Arbeitslosenversicherung und damit die Beitragszahler deutlich höher. Es ist also auch im allgemeinen Interesse, wenn wir das mildere Mittel der Kurzarbeit dem wesentlich härteren Schritt einer Kündigung vorziehen – da wo es gemäß den erforderlichen Voraussetzungen möglich ist. Im Übrigen zählen unsere Mitarbeiter und wir als Arbeitgeber auch zu den Beitragszahlern der Sozialversicherung.“

Stroh ist sich bewusst, dass Praktiker ein Präzedenzfall für den Einzelhandel sein könne. „In den Vorgesprächen mit der Bundesagentur hatten wir stets den Eindruck gewonnen, dass das Instrument Kurzarbeit auch im Einzelhandel anwendbar ist und dass man mit den entsprechenden Fakten die relevanten Kriterien dafür erfüllen kann“, so Stroh.

Praktiker will mit der Kurzarbeit die Teams in den Märkten auch bei Absatzschwankungen halten. Stroh: „Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, die Beschäftigung möglichst vieler Mitarbeiter zu sichern. Wenn uns das gleichzeitig die Rolle eines Pioniers im Einzelhandel eingebracht hat, soll es uns recht sein.“

Quelle: http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/agentur-fuer-arbeit-g…
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schrieb am 16.03.09 18:52:33
Beitrag Nr.1997 
(36.777.174)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.774.082 von Maraho am 16.03.09 13:38:13Von den USA lernen?

Von den USA lernen, heißt siegen lernen !:D
Das wollen wir doch nicht vergessen,oder ?


Nettokapitalabfluss im Januar fast Minus 150 Milliarden Dollar. Ausländer ziehen ihr Kapital aus den USA ab wie nie zuvor. US-Finanzministerium: Einbruch bei Nachfrage nach langlaufenden US-Anleihen im Januar.

Hallo kiska,

das hört sich aber gar nicht gut an. Wo fließt denn die Kohle hin, wenn man mal fragen darf ? Doch wohl nicht in die vielen Steueroasen, die in und um Amerika liegen ? Die sollten sich unseren Finanzminister ausleihen. :laugh:
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schrieb am 16.03.09 19:01:13
Beitrag Nr.1998 
(36.777.254)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.773.737 von Maraho am 16.03.09 12:59:22Etwas ausführlicher ...

Finanzkrise
AIG-Milliarden an die Deutsche Bank: Nur eine Anzahlung?
Wilfried Eckl-Dorna

Der schwer angeschlagene US-Versicherer AIG hat in einer Liste aufgeschlüsselt, an wen sie ihre Staatsmilliarden gezahlt hat. Einer der großen Profiteure war die Deutsche Bank: Sie hat 11,8 Milliarden Dollar aus den USA erhalten. Die Liste lässt für Europas Banken beunruhigende Schlüsse zu.


Monatelang hat sich die Führungsspitze der American International Group (AIG) gegen die Herausgabe dieser Namensliste gewehrt. Vor zehn Tagen weigerte sich Fed-Vizechef Donald Kohn vor dem US-Senat noch mit einer Reihe von Argumenten dagegen, die Namen zu beschaffen. Doch am Ende ist der politische Druck wohl zu stark geworden. Am Wochenendes stand AIG erneut im Kreuzfeuer, weil der Konzern seinen Managern trotz der Beinahe-Pleite 165 Millionen Dollar Boni zahlt. Gestern veröffentlichte AIG endlich die Liste jener Geschäftspartner, an die der Versicherer einen Gutteil seiner bisher erhaltenen Staatshilfen von 160 Milliarden Dollar ausschütten musste.

„Wir erkennen die Notwendigkeit, bei der Verwendung von öffentlichen Geldern einen hohen Grad an Transparenz zu bewahren“, heißt es fast schon entschuldigend im ersten Satz der insgesamt sechsseitigen Presseaussendung. Deshalb legt AIG nun „bestimmte Gegenparteien“ bei Kreditausfallsderivaten (Credit Default Swaps), der Verleihung von Wertpapieren und bei Geschäften mit Kommunen offen.

90 Milliarden Dollar gingen direkt an Banken und Kommunen

Und diese Liste hat’s in sich: Von September bis Dezember 2008 hat AIG mehr als 90 Milliarden Dollar an Banken und Kommunen gezahlt – darunter auch einige große US-Banken, die selbst am Staatstropf hängen. Zu den größten Nutznießern der AIG-Zahlungen zählt die ehemalige Investmentbank Goldman Sachs, die insgesamt 12,9 Milliarden Dollar erhielt. Gleich dahinter folgt die französische Societé Générale mit 11,9 Milliarden, die Deutsche Bank liegt mit 11,8 Milliarden erhaltener Zahlungen auf Platz drei. Stadtverwaltungen in US-Staaten zahlte AIG insgesamt 12,1 Milliarden Dollar aus.

Benötigt hat AIG diese Unsummen, weil seine 400-Mann-Einheit AIG Financial Products (AIGFP) mit Kreditausfallsderivaten riesige Schulden aufgehäuft hat. Im Kern hatte AIGFP die einstmals ausgezeichnete Bonität der Mutter benutzt, um Banken Versicherungen gegen Kreditausfälle anzubieten. Als sich jedoch das Marktumfeld änderte, stand AIG durch die Hebelwirkung dieser Kreditderivate plötzlich vor einem hunderte Milliarden schweren Schuldenberg. Insgesamt drei Mal musste die US-Regierung bislang dem Versicherer unter die Arme greifen, rund 160 Milliarden Dollar hat die AIG-Rettung bislang verschlungen.

22 Milliarden Dollar Cash für CDS-Gegenparteien
AIGs Liste zeigt nun genauer, wofür AIG diese Riesen-Summen benötigte:

22,4 Milliarden Dollar musste AIG den Gegenparteien seiner Kreditausfallsderivate überweisen. Denn AIGs Derivate hatten für den Versicherer einen furchtbaren Haken: Bei einer Verschlechterung des Marktumfelds und der Herabstufung von Bonitätsnoten können Gegenparteien zusätzliche Sicherheiten verlangen – in bar, wohlgemerkt. Das haben sie auch getan: Die Société Générale hat 4,1 Milliarden Dollar erhalten, die Deutsche Bank 2,6 Milliarden, Goldman Sachs strich 2,5 Milliarden Dollar ein.

12,1 Milliarden Dollar zahlte AIG an Kommunen, ein Großteil davon in US-Bundesstaaten. Sie hatten bei AIG eine Art festverzinsliche Wertpapiere, so genannte Guaranteed Investment Agreements (GIA), gezeichnet. Diese Wertpapiere bestehen aus strukturierten Investments, die einen festen Zins garantieren.

12,5 Milliarden Dollar benötigte AIG, um fällig werdende Verbindlichkeiten zu bedienen.

43,7 Milliarden Dollar wurden für Verbindlichkeiten verwendet, die AIG aus dem Verleih von Wertpapieren entstanden waren. Auch hier war die Deutsche Bank ganz vorne dabei: Sie erhielt 6,4 Milliarden Dollar von AIG – nur die britische Barclays Bank bekam noch mehr, nämlich sieben Milliarden. Bei diesen Geschäften hat AIG Wertpapiere verliehen – großteils an Hedgefonds, die diese Papiere leerverkauft hatten. Eigentlich ein sicheres Geschäft, doch auch hier hatte AIG mit dem Feuer gespielt. Denn AIG investierte das Einkommen aus diesem Verleih wiederum in Subprime-Papiere, um höhere Renditen zu erzielen. Doch der Wert der Subprime-Papiere ist seither stark gefallen.

Knapp fünf Milliarden Dollar gab AIG als Eigenkapital an seine Finanzeinheit mit dem unauffälligen Namen Maiden Lane III weiter. Diese wurde von der US-Notenbank und AIG ins Leben gerufen, um AIG aus den toxischen CDS-Geschäften herauszukaufen.

Der letzte Posten der Liste ist eigentlich der spannendste: Denn wie eine weitere Tabelle der Pressemitteilung zeigt, hat die US-Notenbank Fed für Maiden Lane III nochmals Geld bereitgestellt. Insgesamt 27,5 Milliarden Dollar hat das AIG-Finanzvehikel für den Rückkauf von CDS-Kontrakten ausgegeben. Die Liste zeigt auch, mit wem die Verträge rückabgewickelt wurden: An vorderster Stelle steht die Sociéte Générale, der AIG für 6,9 Milliarden Dollar CDS-Verträge zurückkaufte. Danach folgen Goldman Sachs (5,6 Milliarden), Merrill Lynch (3,1 Milliarden) und die Deutsche Bank (2,8 Milliarden).

Rückkäufe sind erst am Anfang

Knapp 30 Milliarden Dollar für Rückkäufe – das klingt eigentlich viel. Doch in Wirklichkeit ist das erst der Anfang. In der Bilanz für 2008 gibt AIG zu, dass Ende 2008 noch immer ein CDS-Portfolio in Höhe von 234 Milliarden Dollar in den Büchern stand. Im Jahr zuvor waren es noch 379 Milliarden Dollar gewesen, AIG hat also schon ein wenig bei den toxischen Wertpapieren abgespeckt.

Für Europas Banken steht da noch einiges auf dem Spiel. Denn das CDS-Portfolio stammt laut Bilanz von Finanzinstitutionen “vor allem aus Europa“. Die nun offengelegten Zahlungen zeigen, dass ein ziemlich großer Teil davon an amerikanische Banken floss. Wie Michael Mandel im Blog Economics Unbound vorrechnet, gingen insgesamt 44 Milliarden der Gelder an US-Banken. Rund 58 Milliarden Dollar flossen an Banken außerhalb der USA, davon ein Großteil an französische und deutsche Banken.

Deutsche Bank hängt offenbar tief im AIG-Schlamassel

Die Deutsche Bank erhielt hierzulande bei weitem die meisten Gelder. Das zeigt deutlich, dass sie im AIG-Schlamassel tiefer drinsteckt als bislang zugegeben. Ganz deutlich sieht man das an der Rangliste der CDS-Rückkäufe. Sie ist ein guter Gradmesser, wie tief die europäischen Banken im AIG-Morast versinken. Denn vermutlich werden die AIG-Mannen zuerst bei jenen angeklopft haben, die am meisten CDS-Verträge eingegangen sind.

Bei den Rückkäufen liegt die Deutsche Bank an vierter Stelle. Doch die Liste täuscht ein wenig, denn US-Banken scheinen bei den Rückkäufen überrepräsentiert. Denn AIGs CDS-Portfolio besteht großteils aus Kontrakten mit europäischen Banken. Damit dürfte die Deutsche Bank nach der Société Generale eigentlich an zweiter Stelle liegen.

USA spielen möglicherweise böses Spiel

Josef Ackermann kann sich nun natürlich drüber freuen, dass er statt deutscher Staatshilfen nun indirekt amerikanische Gelder erhält. Doch dieses Spiel ist brandgefährlich.

Das Rückkauf-Verhalten von AIG gibt einem Gerücht Nahrung, das sich seit Wochen in Finanzkreisen hält. Demnach sollen die Amerikaner angeblich versuchen, ihre eigenen Banken so rasch als möglich aus dem CDS-Schlamassel zu befreien. Sobald sie das erreicht haben, wollen sie AIG angeblich endgültig in die Pleite schicken.

Für Europas Banken wäre das ein Schlag, den sie nur schwer verkraften könnten. Denn wenn AIG Pleite geht, müssten sie ihre gesamten CDS-Kontrakte abschreiben. Das würde die Deutsche Bank in eine lebensbedrohliche Schieflage bringen.

Quelle: http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/aig-milliarden-an-die…
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schrieb am 16.03.09 19:06:03
Beitrag Nr.1999 
(36.777.299)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.777.174 von Looe am 16.03.09 18:52:33Guten Abend Looe,

Von den USA lernen, heißt siegen lernen !
Das wollen wir doch nicht vergessen,oder ?

wie könnten wir es wagen ... ;)

Gruß Maraho
Avatar
schrieb am 16.03.09 19:16:30
Beitrag Nr.2000 
(36.777.398)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.769.243 von Maraho am 15.03.09 12:31:33Eine indirekte Bestätigung des Inhaltes der Pressemitteilung des European Laboratory of Political Anticipation LEAP/Europe 2020 in Bezug auf den Termin im April ...

16.18 Uhr: Der US-Investor George Soros hat das bevorstehende Treffen der G-20-Staaten als entscheidend für die Zukunft der Finanzmärkte bezeichnet. Diese Konferenz müsse den Durchbruch für eine Reform bringen, sagte Soros am Montagabend in New York am Rande eines Treffens mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. "Wir sind derzeit in einer sehr ähnlichen Lage wie in den 30er Jahren", fügte Soros hinzu. "Wir werden mit einer Deflation konfrontiert." Etwas enttäuscht zeigte sich der Investor von den Schritten des neuen US-Präsidenten Barack Obama, um den Banken wieder auf die Beine zu helfen. Die Rekapitalisierung komme noch nicht wie gewünscht voran.

Quelle: http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,613…

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