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Am Sterbebett eines Systems ( Seite 50)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 21.01.09 17:19:56
von
neuster Beitrag 25.05.12 19:36:37
von

Anzahl Beiträge: 34.270
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schrieb am 04.02.09 07:21:58
Beitrag Nr.491 
(36.506.955)
Antwort
Zitat
Moin Mahaho, Moin Gemeinde,

überall schlechte Wirtschaftsnachrichten, aber der Aktienmarkt geht nicht runter. In normalen Zeiten wären Dow, Dax, Nikkei und Co. weit unter den heutigen Kursen.

Politik und Liquidität versuchen alles, die Kurse nicht abplumpsen zu lassen.

Wie ist beispielsweise das amerikanische Rentensystem aufgebaut?

Das marode Rentensystem
Im Gegensatz zu den Deutschen, die zu meinem nicht geringen Erstaunen immer noch gerne von staatlicher Rente träumen, haben die Amerikaner bereits die Wahrheit kapiert, und niemand, der heutzutage jünger als 35 ist, ordentlich Geld verdient und einigermaßen bei Verstand ist, erwartet vom Staat irgendwelche signifikanten Rentenzahlungen.

Ich weiß nicht genau, auf welcher Phantasiemathematik deutsche Politiker ihre Kalkulationen basieren, aber versuchen wir's mal mit einer ganz einfachen Rechnung: Während heute in den USA 15 Arbeiter die Rente für einen Rentner zahlen, sind's in 40 Jahren nur noch zwei. In Deutschland wird das Problem wegen dem viel geringeren Ausländeranteil noch gravierender. Das kann nicht funktionieren. Wer sich in 40 Jahren zur Ruhe setzt, muss sich selbst von privat (!) Erspartem durchfüttern können. Die brutale Wahrheit ist, dass niemand 50% seines Gehalts an uns gierige Rentner abdrücken wird. Der Generationenvertrag ist tot, tot, tot.


Im Gegensatz zu Deutschland, wo die so genannte Riester-Rente keinen großen Anklang findet, ist das amerikanische Äquivalent, der so genannte 401k-("for-ouh-won-key")-Plan praktisch eine Selbstverständlichkeit für jeden, der nicht vorhat, im Alter in einer Pappschachtel unter einer Brücke zu nächtigen. Der lustige Name leitet sich aus Steuergesetz Nummer 401, Absatz (k), ab.

Typischerweise bieten Arbeitgeber für mittlere bis besserbezahlte Jobs einen 401k-Plan an. Dabei drückt der Arbeitnehmer monatlich automatisch eine bestimmte Summe vom Bruttogehalt (also steuerfrei!) ab, die dann an private Investmentunternehmen wie Fidelity (www.401k.com) überwiesen wird. Der Arbeitnehmer hat üblicherweise die Wahl, das Geld mehr oder minder risikobehaftet anzulegen: Money Market Fonds (ähnlich sicher wie Festgeld), Bonds (Pfandbriefe) oder Aktienfonds. Manchmal gibt's aber auch nur die Aktien des Arbeitgebers zu kaufen:eek:, das ist dann nicht so doll.

Auch wenn das Geld bei privaten Firmen wie Fidelity liegt, unterliegt es den gesetzlichen Regulierungen für 401k-Pläne. Das Geld wächst steuerfrei an, denn eventuell anfallende Pfandbriefzinsen und die Aktienfondsgewinne werden nicht versteuert. Man darf in dem Depot nach Herzenslust herumfuhrwerken und das virtuelle Geld -- typischerweise per Internet -- zwischen verschiedenen Anlageformen hin- und herschieben.

Wechselt man den Arbeitgeber, legt man dort einen neuen 401k-Plan an und führt den zusätzlich zum alten. Insgesamt dürfen maximal 12.000 Dollar im Jahr in den 401k-Plan wandern, ab 2006 werden es 15.000 sein. Wenn man 59 ist, darf man seine Bündel anreißen und Geld daraus entfernen -- allerdings muss jeder Cent davon dann entsprechend dem dann eingenommenen Jahreseinkommen versteuert werden.

Üblicherweise braucht man als Greis weniger Geld, deswegen ist die Steuerrate dann niedriger als während des Arbeitslebens. Geht man zu einem Finanzberater, rechnet der einem üblicherweise aus, wieviel Geld man monatlich einzahlen muss, und wann man aufhören darf zu arbeiten, damit das Geld dann bei einer positiven Aktienentwicklung, sagen wir 10% im Jahr, bis zur durchschnittlichen Lebenserwartung reicht. Wird man älter oder kracht die Börse, geht's ab unter die Brücke.

Wegen dem Börsenkrach von 2000 und der bis heute anhaltenden schlechten Anlagestimmung wanderten die 401k-Anlagen vieler Amerikaner in die falsche Richtung: Statt der geforderten 10% Wachstum pro Jahr sackten besonders die Altersvorsorgekonten derjenigen in den Keller, die ihre Rente in so genannte "Aggressive Fonds" angelegt hatten. Vielen ging zur selben Zeit auch noch das Haushaltsgeld aus -- und deswegen rissen nicht wenige ihr Bündel vorzeitig an, und nahmen die damit sofort fällige Versteuerung und eine Strafgebühr in Kauf.

Ein guter Arbeitgeber unterstützt die Altersversorgung seiner Mitarbeiter auch noch mit Zuschüssen mit bis zu 50% auf die Zahlungen, bis zu 6% des Gehalts -- das ist geschenktes Geld, und obendrein auch noch steuerfrei, was, wie die Tabelle in Rundbrief 11/1999 zeigt, ganz schön reinhaut. Die 401k-Webseite verzweigt zu allerlei 401k-Feinheiten.

Außer dem 401k-Plan gibt's auch noch andere Vorsorgevarianten, wie zum Beispiel dem "Roth-IRA", benannt nach einem Senator namens "William V. Roth", der sich für diesen Plan stark machte. Den Roth-IRA kann man durchaus parallel zum 401k führen. In den Plan zahlt man jährlich bis zu $3000 bereits versteuertes Geld ein, entrichtet dann aber auf Zins- und Aktiengewinne sowie entnommenes Geld im Alter keinerlei Steuern mehr. Spitzenverdiener, die alleine $110.000 oder als Ehepaar $160.000 im Jahr ranschaffen, sind aber vom Roth-Ira ausgeschlossen, siehe http://www.fairmark.com/rothira/roth101.htm. Die genauen Regelungen sind sehr kompliziert, und wie alle Steuergesetze nur zu verstehen, wenn man dicke Wälzer liest und regelmäßig die jeweils neusten Änderungen verinnerlicht.

Und, wie immer in den USA, gibt's keine Gleichberechtigung: Ober- und Mittelklässler führen üblicherweise einen 401k-Plan und/oder einen Roth-IRA, wer weniger verdient, braucht alles zum Leben, kann nichts für die Rente zurücklegen, und ist auf die staatliche Rentennotversicherung "Social Security" angewiesen, in die Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 6.2 Prozent des Bruttogehalts einzahlen, bis zur Höchstgrenze von (Stand: 2003) 87.000 Dollar Jahresgehalt. Allerdings kann man heute schon das Pleitedatum dieser Versicherung ausrechnen: 2032.

Ein interessanter Twist folgt aus der Bevölkerungsverteilung in der Alterspyramide: In 30 Jahren werden hauptsächlich ausländische Zuwanderer, besonders aus lateinamerikanischen Ländern, in die Rentenversicherung einzahlen und damit die Rente einer hauptsächlich weißen Bevölkerungsgruppe finanzieren -- da sind Rassenkonflikte vorprogrammiert.



Renten, nicht das Problem der Zukunft, sondern schon der Gegenwart!
Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft
Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft

Sahra Wagenknecht
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schrieb am 04.02.09 08:42:38
Beitrag Nr.492 (36.507.197)
Moderiert
!
Dieser Beitrag wurde moderiert.
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schrieb am 04.02.09 09:00:10
Beitrag Nr.493 
(36.507.291)
Antwort
Zitat
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schrieb am 04.02.09 12:07:18
Beitrag Nr.494 
(36.508.866)
Antwort
Zitat
MODELLEISENBAHN
Märklin meldet Insolvenz an
Der Modelleisenbahn-Hersteller Märklin hat Insolvenz angemeldet. Die Verhandlungen über die Verlängerung von Krediten waren zuvor gescheitert.

Göppingen - Der Modelleisenbahnbauer Märklin ist insolvent. Die Geschäftsführung habe beim zuständigen Amtsgericht in Göppingen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt, teilte das Unternehmen mit.

Die Gespräche mit den Banken über die Verlängerung eines 50-Millionen-Euro-Kredits seien ergebnislos verlaufen. Der Geschäftsbetrieb solle aber zunächst ohne Einschränkungen weiterlaufen. Das Unternehmen strebe nun eine Sanierung während des Insolvenzverfahrens an.

Märklin hatte laut einem Zeitungsbericht mit der Kreissparkasse Göppingen verhandelt. Dabei ging es um einen Kredit über 50 Millionen Euro, der nun nicht verlängert wird. Laut "Südwest Presse" ist das Geldinstitut mit der Geschäftspolitik der Finanzinvestoren Kingsbridge und Goldman Sachs, die Märklin vor gut drei Jahren kauften, nicht einverstanden. Die Bank sei vor allem mit den häufigen Geschäftsführerwechseln und den teuren Beratungsgesellschaften nicht zufrieden.

Dem Bericht zufolge hat die Kreissparkasse 2008 rund 4,5 Millionen Euro an Wertberichtigungen wegen Märklin verbuchen müssen. Am Dienstag hieß es, der Spielwarenhersteller sei wegen des Weihnachtsgeschäfts noch zahlungsfähig.

Neben der Kreissparkasse ist auch die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Kreditgeber von Märklin. Die Kreditlinien der beiden Geldinstitute waren Ende Januar ausgelaufen.

Zuletzt waren die Geschäfte bei Märklin etwas besser gelaufen. Im Jahr 2008 konnte das Unternehmen seinen Umsatz leicht auf 128 Millionen Euro steigern. Gleichzeitig senkte Märklin den Fehlbetrag im operativen Geschäft im Vergleich zu 2007. Genaue Zahlen gab das Unternehmen dazu allerdings nicht bekannt
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schrieb am 04.02.09 13:26:18
Beitrag Nr.495 
(36.509.499)
Antwort
Zitat
ROUNDUP: Time Warner mit Verlust von 16 Milliarden Dollar nach Abschreibungen
Leser des Artikels: 23

NEW YORK (dpa-AFX) - Der größte amerikanische Medienkonzern Time Warner hat wegen enormer Milliardenabschreibungen im Schlussquartal 2008 einen Verlust von mehr als 16 Milliarden Dollar (12,4 Mrd Euro) erlitten. Auf seine kriselnde Internet-Sparte sowie das Kabel- und Verlagsgeschäft musste der Konzern insgesamt 24,2 Milliarden Dollar wegen gesunkener Firmenwerte abschreiben. Das teilte Time Warner am Mittwoch in New York mit.




Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 1,0 Milliarden Dollar erzielt. Der Umsatz fiel im vierten Quartal um knapp drei Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar. Der Konzern hatte bereits vor hohen Abschreibungen gewarnt. Das Minus fiel aber noch höher aus als bereits befürchtet. Die Aktie stand in einer ersten Reaktion im europäischen Handel unter Druck. Im Gesamtjahr lag der Verlust bei 13,4 Milliarden Dollar nach einem Gewinn von 4,4 Milliarden Dollar in 2007. Der Umsatz wuchs leicht um ein Prozent auf 47,0 Milliarden Dollar.

Der seit gut einem Jahr amtierende Konzernchef Jeff Bewkes baut den Medienriesen massiv um. Für das kriselnde AOL-Geschäft sucht der Konzern seit längerem nach einer neuen Strategie oder einem Käufer. Für das laufende Jahr erwartet Time Warner ohne Sondereffekte wie die nun erfolgten Abschreibungen ein stagnierendes Ergebnis. Der bereinigte Gewinn je Aktie würde damit bei 0,66 Dollar liegen./fd/DP/fn

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schrieb am 04.02.09 13:32:20
Beitrag Nr.496 
(36.509.565)
Antwort
Zitat
" Banken zu verstaatlichen ist eine ordnungspolitische Todsünde. Schließlich leben wir in Deutschland nicht im Sozialismus, sondern in einer Marktwirtschaft. Dort entscheidet nicht der Staat, wie Unternehmen zu führen sind, sondern die zuständigen Manager und deren Aufsichtsräte."
aus Bild-online :eek::eek::eek::eek:

also lasst sie kaputt gehen !

:):)
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schrieb am 04.02.09 13:40:29
Beitrag Nr.497 
(36.509.652)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.509.565 von d.h.53 am 04.02.09 13:32:20also lasst sie kaputt gehen !

Ich hoffe, daß JEDER Leser dann auch die Konsquenzen kennt! Wenn die Banken kaputt gehen, gehen sämtliche Lebensversicherer auch mit über die "Wupper"! Alle Sparvermögen (bis 10-20.000€) lösen sich in Luft auf.

Das muß man schon wissen.
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schrieb am 04.02.09 13:43:15
Beitrag Nr.498 
(36.509.689)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.509.652 von Dorfrichter am 04.02.09 13:40:29und zwar über NACHT!-Schlagartig.
Avatar
schrieb am 04.02.09 13:45:47
Beitrag Nr.499 
(36.509.712)
Antwort
Zitat
04.02.2009 13:36
US: Hypothekenanträge und Hypothekenzinsen gestiegen
Washington (BoerseGo.de) - Laut der Mortgage Bankers Association of America (MBA) ist in den USA der Index zu den Hypothekenanträgen in der per 30. Januar ausgelaufenen Woche gegenüber der vorangegangenen Woche um saisonbereinigt angepasst 15,8 Prozent gestiegen. Die Umfrage deckt rund die Hälfte der Anträge für Hypotheken auf Wohnimmobilien in den USA ab.

Die Teilkomponente der Neuanträge zum Kauf von Häusern fiel um 11,2 Prozent.:eek: Die Anträge zur Refinanzierung von bestehenden Hypotheken legten um 8,6 Prozent zu. Der Anteil der Anträge zur Refinanzierung sämtlicher Hypotheken stieg von 72,8 Prozent auf 73,2 Prozent. Beim Anteil der Anträge für zinsvariable Hypotheken stellte sich ein Rückgang von 2,4 Prozent auf 2,1 Prozent ein.

Wie die MBA weiter ausführte, ist der durchschnittliche Zinssatz für 30jährige feste Hypotheken von 5,22 Prozent in der vorangegangenen Woche auf 5,28 Prozent gestiegen. Der durchschnittliche Zinssatz für 15jährige feste Hypotheken stieg von 4,98 Prozent auf 5,15 Prozent. Der durchschnittliche Zinssatz für einjährige bewegliche Hypotheken legte von 5,96 Prozent auf 6,09 Prozent zu.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)
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schrieb am 04.02.09 13:54:38
Beitrag Nr.500 
(36.509.787)
Antwort
Zitat
Gestern in der ARD (plusminus)
Krisenbekämpfung
Wachsende Schuldenberge

Sendeanstalt und Sendedatum: WDR, Dienstag, 3. Februar 2009 im Ersten


Bildunterschrift: ]
Von Achim Pollmeier

Fast über Nacht hat die Finanzkrise Professor Max Otte berühmt gemacht – und zum Bestsellerautor. Als 2006 sein Buch mit dem Titel „Der Crash kommt“ erschien, nahmen nur wenige davon Notiz. Heute überrascht viele die Präzision der Prognosen des Wirtschaftswissenschaftlers von der Fachhochschule Worms. Im Kern hängt vieles mit der Geldpolitik der Notenbanken zusammen, so seine Analyse. Vor allem Alan Greenspan, der einst so verehrte Chef der US-Notenbank, hat während seiner Amtszeit jede Rezession mit sehr viel billigem Geld bekämpft, das er durch Zinssenkungen in den Markt pumpte. Dass Politik und Notenbanken den aktuellen Crash mit eben diesem Mittel bekämpfen, hält er in der gegenwärtigen Situation zwar für alternativlos, langfristig aber für verheerend: „So wie Politik und Notenbanken auf die Krise reagieren, ist es sehr wahrscheinlich, dass wir uns die nächste Blase schon wieder aufbauen, und die wird genauso groß, wenn nicht sogar noch größer als die gegenwärtige“, so der Wirtschaftswissenschaftler.

Eine Prognose, die auch Dr. Marc Faber teilt. Auch er geißelt vor allem die Geldpolitik der Notenbanken, die zur Spekulation geradezu ermuntert habe – vielfach auch mit geliehenem Geld. Der Schweizer Fondsmanager und Analyst mit Büro in Hongkong und Wohnsitz in Thailand hat viele der Spekulationsblasen und Crashs der vergangenen 25 Jahre präzise vorausgesagt. Doch immer wieder hielt man ihn für einen notorischen Skeptiker, als er die nächste Krise prognostizierte. Ihn selbst wundert das allerdings nicht: „Die Notenbank ist wie ein Barmann, der gratis Alkohol oder Drogen ausgibt – und dann besaufen sich die Leute. Und wenn dann einer kommt und sagt, es wäre besser, jetzt nach Hause zu gehen und nicht so viel zu saufen, dann wird er rausgeschmissen, das ist normal.“

Für diese Krise sehen beide Experten zwei mögliche Entwicklungen: Entweder die Welt geht durch eine sehr tiefe und längere Rezession, oder es gelingt den Regierungen und den Notenbanken, durch Konjunkturpakete und Zinssenkungen den Abschwung zu bremsen – dann aber vermutlich mit dem Risiko einer nächsten Blase, die vielleicht noch größer wird. Für die Zukunft befürchten beide horrende Inflationsraten und vielleicht schon in zehn bis fünfzehn Jahren einen Staatsbankrott der USA. Was das für die Weltwirtschaft bedeuten würde, wagen sie sich allerdings selbst kaum noch auszumalen.


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