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Am Sterbebett eines Systems ( Seite 100)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 21.01.09 17:19:56
von
neuster Beitrag 25.05.12 19:36:37
von

Anzahl Beiträge: 34.270
Aufrufe gesamt: 956.095
Aufrufe heute: 472
Diskussionsnr.: 1.147.722
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schrieb am 18.02.09 17:48:01
Beitrag Nr.991 
(36.604.968)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.604.096 von Metrik am 18.02.09 16:19:53Metrik,

extra für Dich. Dies schreibt die "nzz" darüber:

Baugewerbe leidet unter Pleitewelle
Viele Konkurse im Jahr 2008 in der stark fragmentierten Branche

Obwohl in der Schweiz im letzten Jahr 2,2 Prozent weniger Firmen in Konkurs gegangen sind, litt der Bausektor 2008 unter einer Pleitewelle. 1017 Unternehmen mussten aufgeben. Das sind 12,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Bau tummeln sich allerdings sehr viele Klein- und Kleinstfirmen.

Am besten konnten sich letztes Jahr die traditionellen Baugeschäfte behaupten. Bei ihnen nahmen die Konkurse lediglich um 1,3% zu, wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform in ihrer jüngsten Branchenstatistik festhält.

Plattenleger besonders gefährdet

Ganz anders sieht es bei den Fussboden-, Fliesen- und Plattenlegereien aus: Hier schoss die Zahl der Pleiten um über 40% nach oben. Damit halten sie den traurigen Rekord im ganzen Sektor Bau.

Wenig rosig präsentiert sich die Lage auch bei den Elektroinstallations-Firmen, bei denen die Konkurse um 27,3% zunahmen. Auch bei den Architektur- und Ingenieurbüros kletterte die Zahl der Insolvenzen um 23 Prozent.

Weniger Pleiten in den meisten andern Branchen
Im Gegensatz zum Bau konnten sich die anderen grossen Sektoren wesentlich besser halten: Dort waren weniger Pleiten zu verzeichnen. So ging im Handel die Zahl der Konkurseröffnungen um 7,4% zurück. Bei den Händlern von TV-, Radio- und Haushaltsgeräten schrumpften die Insolvenzen gar um 37,4 Prozent.

Bei den Lebensmittel-, Getränke- und Tabakgeschäften blieben die Konkurse genau auf dem Niveau des Vorjahres. Dagegen mussten 10% mehr Textilien-, Bekleidungs- und Schuhverkäufer ihren Laden schliessen als 2007.

Quelle: http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/bau_pl…
Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft
Wahnsinn mit Methode: Finanzcrash und Weltwirtschaft

Sahra Wagenknecht
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schrieb am 18.02.09 17:50:19
Beitrag Nr.992 
(36.604.992)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.604.964 von Triakel am 18.02.09 17:47:44
Du meinst wohl über 9.5 %...:D
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schrieb am 18.02.09 17:55:43
Beitrag Nr.993 
(36.605.033)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.590.663 von kevine1 am 16.02.09 23:36:11Speziell für kevine,

ist aber zu lang. Deshalb nur die Schlagzeile und der Link....

"Global Green New Deal" oder "Weiter wie bisher"?
Weiterführend: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29761/1.html …
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schrieb am 18.02.09 17:59:25
Beitrag Nr.994 
(36.605.062)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.604.968 von Maraho am 18.02.09 17:48:01Klar das Baugewerbe.
Habe ich ja auch nicht bestritten. Aber die Headline suggerierte etwas ganz anderes mit der
Aussage von "40 Prozent mehr Konkurse". Wo es dann gesamtwirtschaftlich nur 2,2 % waren.

Und so etwas ist ein-deutig unlauter..!

Jetzt aber Ciao,
muss noch etwas arbeiten
Einen schönen Abend.

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schrieb am 18.02.09 18:00:22
Beitrag Nr.995 
(36.605.071)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.602.737 von Maraho am 18.02.09 14:03:09@Maraho,

"Die Bondmärkte müssen wieder funktionieren, die Liquidität gerade für Credit Default Swaps (CDS) muss anziehen. Zudem müssen Aktienmärkte schlechte Nachrichten besser verdauen können. Erst dann ist der Wendepunkt erreicht."

Keiner, der halbwegs bei Verstand ist, schreibt in diesen Zeiten CDS.
Das Interview zeigt reines Wunschdenken und völligen Realitätsverlust
dieser hochbezahlten Finanzmanager.
Dabei habe ich bis vor 3 Jahren mal sehr viel von Kaldemorgen gehalten.
Gruß
Windei
Avatar
schrieb am 18.02.09 18:01:52
Beitrag Nr.996 
(36.605.081)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.603.871 von Triakel am 18.02.09 15:56:17Für Triakel...

Zwangsversteigerungen

Obamas Hypothekenplan kostet 75 Milliarden

Bis zuletzt wurden die Einzelheiten unter Verschluss gehalten, nun werden die Details bekannt: US-Präsident Barack Obama will mit einem 75 Milliarden Dollar schweren Programm Zwangsversteigerungen verhindern. Damit soll der US-Immobilienmarkt stabilisiert werden. Den beiden verstaatlichten Hypotheken-Finanzierern Fannie Mae und Freddie Mac kommt bei dem Plan auch eine Rolle zu.


HB WASHINGTON. Die USA wollen mit den milliardenschweren Hilfen Millionen Hausbesitzern bei ihren Hypotheken unter die Arme greifen. In einer am Mittwoch veröffentlichten Zusammenfassung des Pakets ist von neun Millionen Familien die Rede, denen eine Zwangsversteigerung erspart werden solle. Bis zu fünf Millionen „verantwortungsbewusste Hausbesitzer“ sollen bei einer Refinanzierung ihrer Hypotheken unterstützt werden. Weitere bis zu vier Millionen sollen Zuschüsse zu ihren monatlichen Zahlungen erhalten.

Dazu würden 75 Milliarden Dollar zur Verfügung gestellt. Zudem sollen die Hypotheken-Finanzierer Fannie Mae und Freddie Mac gestärkt werden.

Präsident Barack Obama sollte das Paket am Nachmittag Ortszeit vorstellen. Es muss vom Kongress verabschiedet werden. Die Veröffentlichung des Entwurfs gab den Aktien in Europa und den USA Auftrieb.

Nach einer Schätzung von Credit Suisse könnten 8,1 Millionen US-Haushalte bis 2012 vor der Zwangsvollstreckung stehen. Das wären 16 Prozent der Haushalte mit Hypotheken. Die Probleme auf dem US-Hypothekenmarkt waren mit der Auslöser für die weltweite Finanzkrise.

„Letztendlich zahlen wir alle einen Preis für die Immobilienkrise und wir alle werden noch einen weit höheren Preis zahlen, wenn wir es zulassen, dass sich die Krise ausweitet“, warnte Obama. Allein 2008 mussten in den USA über drei Millionen Häuser zwangsversteigert werden. „Wir müssen das Ausbreiten der Zwangsversteigerungen und die fallenden Hauspreise für alle Amerikaner eindämmen und alles tun, um es verantwortungsbewussten Hausbesitzern zu ermöglichen, in ihren Häusern bleiben zu können“, hatte Obama am Dienstag betont.

Am Dienstag hatte der Präsident im Kampf gegen die tiefe Rezession das größte Konjunkturprogramm der US-Geschichte mit einem Umfang von 787 Milliarden Dollar (624 Milliarden Euro) unterzeichnet. Es war im wesentlichen von den demokratischen Mehrheiten im Kongress durchgesetzt worden.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/international/obama…
Avatar
schrieb am 18.02.09 18:08:05
Beitrag Nr.997 
(36.605.124)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.605.071 von windei am 18.02.09 18:00:22Guten Abend windei,

Das Interview zeigt reines Wunschdenken und völligen Realitätsverlust
dieser hochbezahlten Finanzmanager.
Dabei habe ich bis vor 3 Jahren mal sehr viel von Kaldemorgen gehalten.


genau darum geht es hier in diesem Thread ja. Das Eingestellte lesen.... und in vielerlei Hinsicht macht sich die Ernüchterung breit! ;)

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schrieb am 18.02.09 18:13:33
Beitrag Nr.998 
(36.605.164)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.605.062 von Metrik am 18.02.09 17:59:25 Aber die Headline suggerierte etwas ganz anderes mit der
Aussage von "40 Prozent mehr Konkurse". Wo es dann gesamtwirtschaftlich nur 2,2 % waren.
Und so etwas ist ein-deutig unlauter..!

Das soll auch in der Schweiz vorkommen.... ;)

Auch Dir einen schönen Abend.
Gruß von Maraho
Avatar
schrieb am 18.02.09 18:25:05
Beitrag Nr.999 
(36.605.266)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.605.164 von Maraho am 18.02.09 18:13:33Halt Maraho, wo willst Du hin?! Ich habe hier eine Schrift, die vor vielen Jahren verfaßt wurde!

Das Wissen um unsere Zahlungssysteme war auch früher schon groß.
Das dürfte EUCH ALLE interessieren!

http://www.c3.hu/~bocs/korg/deutsch/material/mat-g-3.htm
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schrieb am 18.02.09 18:27:52
Beitrag Nr.1000 
(36.605.292)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.589.563 von Maraho am 16.02.09 19:55:00Betrifft den....

Arbeitsmarkt

Krise: Wie viele ihren Job verlieren werden
von Heike Anger

Die Finanz- und Wirtschaftskrise wird in Deutschland viele Jobs kosten. Darüber sind sich Politiker, Wirtschaftsführer und Ökonomen einig. Doch wie drastisch der Arbeitsmarkt tatsächlich schrumpfen wird, darüber gehen die Prognosen deutlich auseinander.


DÜSSELDORF. Die Bundesregierung präsentiert sich derzeit vergleichsweise optimistisch. Sie geht davon aus, dass in diesem Jahr durchschnittlich 250 000 Menschen mehr arbeitslos werden als im Jahr 2008. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hält bei einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um vier Prozent auch 500 000 bis 700 000 Arbeitslose mehr für möglich. Pessimistisch zeigt sich das Kieler Institut für Weltwirtschaft und erwartet gar, dass die Zahl der Arbeitslosen am Ende des Jahres um rund 750 000 Personen höher liegen wird als ein Jahr zuvor. Doch welche Prognose ist nun realistisch?

„Zunächst einmal sollte klar sein wovon die Rede ist“, sagt Hilmar Schneider, Direktor für Arbeitsmarktpolitik am Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA). Sinnvoll sei nur der Vergleich von Jahresdurchschnitten, nicht der Vergleich von Jahresende mit Jahresanfang. Laut Schneider geht die pessimistischste Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute derzeit von einem Anstieg auf 3,7 Millionen Arbeitslose aus, die meisten liegen eher bei 3,5 Millionen. Das entspreche einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 300 000 bis 500 000. „Das ist schon ziemlich viel, wenn man bedenkt, dass wir augenblicklich ja immer noch um fast 200 000 unter dem Wert des Vorjahresmonats liegen“, meint der Arbeitsmarktforscher. Dass der Anstieg noch stärker ausfällt als derzeit prognostiziert, kann sich Schneider deshalb nicht vorstellen.

Wie sehr Einschätzungen danebenliegen können, zeigt unter anderem das Beispiel von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD). Vor gut einem Jahr blickte er zufrieden auf die Arbeitmarktdaten und verkündete, Deutschland werde weiter auf Wachstumskurs bleiben: „Trotz Bankenkrise und Nokia-Schließung können wir weiter zuversichtlich sein: Der Aufschwung am Arbeitsmarkt hält an. Es gibt einen robusten Aufwärtstrend.“

Einer aktuellen Studie der Managementberatung Kienbaum zufolge will nun knapp ein Drittel der deutschen Unternehmen mit einem Stellenabbau auf die Wirtschaftskrise reagieren. Die Befragung unter 500 Unternehmen aller Größen und Branchen zur Personalkostenreduzierung ergab: Sachbearbeiter, Produktionsmitarbeiter und Hilfsarbeiter wären am stärksten von den Abbau-Plänen betroffen. Auch Führungskräfte kämen nicht ungeschoren davon. Nach Einschätzung von IZA-Experte Schneider trifft der Stellenabbau momentan vor allem die exportorientierten Branchen. Der Ökonom sieht Entlassungen jedoch weniger als branchenspezifisches Problem als als eine Frage des Arbeitsverhältnisses. Zeitarbeiter, Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen und Selbständige sind demnach eher gefährdet als Arbeitnehmer mit unbefristetem Arbeitsvertrag. „Das heißt, die Risiken sind ungleich verteilt. Je besser die einen geschützt sind, desto gravierender sind die Folgen für die anderen“, sagt Schneider.
Dass die staatlichen Konjunkturpakete ein starkes Ansteigen der Arbeitslosenzahl verhindern können, beurteilen Ökonomen indes skeptisch. Norbert Berthold, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg, Experte für Sozialpolitik und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundeswirtschaftsministerium beschreibt im ordnungspolitischen Blog „Wirtschaftliche Freiheit“ das Problem:

„Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern, die anderen Windmühlen. Die Politik weltweit hat sich entschieden, sie setzt mit ihren finanziellen Rettungsschirmen für bedrohte Branchen auf höhere Mauern. Damit kann sie aber weder den strukturellen Wandel verhindern, noch Unternehmen vor der Pleite retten und auch nicht den Verlust von Arbeitsplätzen in Branchen aufhalten, die ihre Zukunft längst hinter sich haben.“ Für diese Branchen gebe es allenfalls ein Leben nach dem Tod auf Kosten der Steuerzahler. Und das könne, wie etwa der Bergbau oder die Landwirtschaft hierzulande lehre, sehr kostspielig werden.

IZA-Direktor Schneider hält vor allem die Abwrackprämie „für einen ziemlichen Unfug“. Es sei ja nicht so, dass wegen der Krise überhaupt keine Autos mehr gekauft würden. „Neun von zehn Wagen wären auch so gekauft worden, was bedeutet, dass im Extremfall zehn Neuwagenkäufe subventioniert werden, um einen zusätzlichen Neuwagenkauf auszulösen“, rechnet Schneider vor. Dieser eine zusätzliche Neuwagen koste den Steuerzahler folglich nicht 2 500 Euro, sondern de facto 25 000 Euro. Wenn man dann auch noch berücksichtige, dass nur ein Bruchteil in die Nachfrage nach Neuwagen aus deutscher Produktion fließe, komme „eine völlig unverhältnismäßige Summe“ zur Förderung eines zusätzlichen Neuwagens aus deutscher Produktion zusammen.

Hinzu komme, dass damit einseitig eine bestimmte Bevölkerungsgruppe gefördert werde, nämlich die der Neuwagenkäufer. Das solcherlei Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket die Folgen der Wirtschaftskrise für den Arbeitsmarkt abfedern, glaubt Schneider nicht.
Am meisten verspricht sich der Ökonom von der Weiterbildungsinitiative, insbesondere der Kopplung von Kurzarbeit an Weiterbildung.

Der Politik empfiehlt Schneider, Kurs zu halten. Mit den Reformen in den Jahren 2003 bis 2005 sei der Arbeitsmarkt in eine gute Ausgangsposition gebracht worden, um auch Krisen wie die gegenwärtige zu meistern. „Wir brauchen jetzt keine Steuerleute, die hektisch am Ruder drehen und blindlings alle möglichen Knöpfe betätigen“, sagt Schneider und warnt vor einer Rückkehr zu den Fehlern der 80er Jahre, etwa der Subventionierung des Erwerbsausstiegs. „Wenn die Politik das jetzt nicht durchhält, laufen wir nicht nur Gefahr, das Erreichte wieder zu verspielen, sondern auch den nächsten Aufschwung zu verpassen“, ist Schneider überzeugt.

Der bislang größte Anstieg der Arbeitslosigkeit in zwei aufeinander folgenden Jahren trat im Übrigen 1982 auf. Damals stieg die Zahl der Arbeitslosen in Westdeutschland um knapp 600 000. „So gesehen sind die derzeitigen Prognosen noch vergleichsweise harmlos“, meint IZA-Experte Schneider.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur-nachrich…

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