schrieb am 17.02.09 20:51:15
Der Klassiker:
Veröffentlicht von Prof. Dr. Eberhard Hamer am 02.12.2004 um
9:41 Uhr
Der Welt-Geldbetrug
Der grösste und weitreichendste Wirtschaftsskandal unserer Tage
findet zurzeit durch die Manipulationen an den Geld- und
Währungssystemen statt. Der Geldbetrug hat erstmalig eine globale
Dimension, weil er sich weltumspannend abspielt, von keiner
nationalen Regierung deshalb mehr kontrolliert, gestoppt oder
verhindert werden kann, und weil er sogar nach den veralteten
nationalen Gesetzen formell legal stattfindet. Sicher ist aber,
dass der Geldbetrug wie jeder andere Betrug auch nicht langfristig
zur Bereicherung der Täter durch Entreicherung der Opfer führen
kann, weil kein freies Geldsystem auf Dauer missbraucht werden
kann.
Nach der Finanztheorie ist Geld ein legalisiertes Tauschmittel,
welches auch zur Wertaufbewahrung dienen soll. Die Ausgabe von Geld
war deshalb früher staatliches Privileg (Münzhoheit). Die als Geld
umlaufenden Gold-, Silber- und Kupfermünzen hatten staatliche
Prägung. Der Staat garantierte also die Reinheit des Metalls und
das Gewicht der Münzen, so dass man nicht nur im Inland, sondern
auch im Ausland jederzeit wusste, wieviel jedes Geldstück wert war.
So waren die Metallmünzen zugleich Tauschmittel und Dauerwert.
Der Staat musste aber, um Geld ausgeben zu können, Gold und Silber
haben. Deshalb war es wichtig, dass zum Beispiel Silberbergwerke in
staatlicher Hand waren (Rammelsberg bei Goslar) und auf diese Weise
der Staat das Silber für zusätzliche Prägemünzen einsetzen konnte.
Umgekehrt wussten die Bürger, dass der Staat nur soviel Geld
ausgeben konnte, wie er über Edelmetall verfügte. Der
Edelmetallvorrat war also die Basis für das in Edelmetall
umlaufende Naturalgeld (Goldumlaufwährung).
Vom Realgeld zum Nominalgeld
Immer wieder haben Fürsten allerdings versucht, sich mehr Geld zu
verschaffen, als sie Edelmetall hatten, indem sie den Anteil des
Edelmetalls bei den Münzlegierungen verminderten («kippen und
wippen»). Das Ergebnis war jeweils, dass die Kaufleute und Bürger
das schlechte Geld weitergaben, das gute aber behielten, bis alle
Bescheid wussten und das schlechte Geld wieder eingeschmolzen
werden musste. Goldumlaufwährungen gab es noch bis zum Ersten
Weltkrieg.
Jede Goldumlaufwährung hat allerdings den Nachteil, dass Gold nicht
so stark vermehrbar ist, wie die Wirtschaft wächst, dass also eine
gewisse deflatorische Geldknappheit stärkeres Wirtschaftswachstum
behindern könnte. Deshalb gingen viele Staaten zu einer indirekten
Goldwährung über: Sie hatten einen bestimmten Goldschatz und gaben
auf dieser Basis staatliche Zentralbanknoten aus, die im täglichen
Gebrauch leichter zu transportieren, zu zählen und auch in höheren
Summen aufzubewahren waren. Ihr Wert beruhte darauf, dass man die
Geldscheine jederzeit bei der Zentralbank vorlegen und in
entsprechendes Gold oder Silber umtauschen konnte
(Goldkernwährung). Auf diese Weise konnte der Staat sogar mehr
Nominalgeld ausgeben, als er an Edelmetall verfügbar hatte, denn
üblicherweise bestanden nur wenige Geldscheininhaber auf dem
Umtausch ihrer Scheine in Gold. Normalerweise reichte also ein
Volumen von weniger als 10% Gold für ein Währungsvolumen einer um
90% höheren Geldscheinmenge.
Das System funktionierte weltweit, weil auch Länder, die selbst
keinen Goldschatz hatten, den Inhabern ihrer nationalen Geldscheine
einen festen Umtauschkurs zu anderen Währungen garantierten, die
ihrerseits wieder einen Goldkern hatten. Solange diese
Umtauschgarantie bestand, konnten die Bürger darauf vertrauen, dass
sie - wenn auch über doppelten Umtausch - die
Geldschein-Nominalwerte in Münzrealwerte umtauschen konnten
(Golddevisenwährung), hatten also eine zumindest indirekte
Geldwertgarantie.
Vom staatlichen zum privaten Geld
Der entscheidende Schritt weg vom Staatsgeld war 1913 die Gründung
des Federal Reserve System in den USA. Obwohl nach der
amerikanischen Verfassung eigentlich nur Gold und Silber
gesetzliches Geld sein dürfen, hat sich ein von privaten Banken
gegründetes Kartell unter Führung der beiden Grossfinanzgruppen
Rothschild und Rockefeller eine private Zentralbank geschaffen mit
dem Recht, eigenes Geld auszugeben, welches gesetzliches
Zahlungsmittel wurde und für welches anfangs noch die amerikanische
Zentralregierung garantierte. In dieser privaten Bank wurden nach
dem Ersten Weltkrieg die Goldreserven der Welt zusammengekauft, mit
der Folge, dass viele andere Währungen ihren Goldstandard nicht
mehr halten konnten und in der Deflation zusammenbrachen (erste
Weltwirtschaftskrise).
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde deshalb 1944 in Bretton Woods
wieder die Einführung eines neuen Golddollarstandards beschlossen.
Während des Weltkrieges verlangten die USA für die Bezahlung von
Rüstungsgütern Gold von den kriegführenden Nationen. Auch das Gold
Deutschlands musste als Kriegsbeute abgegeben werden. So sammelten
sich über 30000 Tonnen Gold der Welt allein in den USA - mehr als
alle anderen zusammen hatten. Dieses Gold diente als Deckung für
die Dollars. Da aber ein grösserer Teil der Dollars in den
Zentralbanken der Welt als Reservewährung gehalten wurde, konnten
die USA mehr Dollars ausgeben als sie an Goldbasis hatten. Die
Länder der Welt brauchten nämlich Dollars, um die Rohstoffe dafür
zu kaufen, die nur auf Dollarbasis gehandelt wurden. Neben dem Gold
wurde deshalb der Dollar immer stärker in den anderen Zentralbanken
zur Hauptwährungsreserve. Die Dollarherrschaft über die Welt hatte
begonnen.
1971 kündigte US-Präsident Nixon die Einlösungspflicht des Dollars
in Gold (Golddollarstandard) und zugleich die Haftung des Staates
für den Dollar auf. Seitdem sind die Dollarnoten weder real durch
Gold noch durch Staatshaftung gedeckt, also eine freie private
Währung der Federal-Reserve-Bank (FED). Der Dollar und alles andere
Geld der Welt sind seitdem nicht mehr werthaltig, sondern nur noch
gedrucktes, legalisiertes Zahlungspapier.
Eine durch nichts gedeckte Währung kann zwar durch Gesetz zum
amtlichen Tauschmittel erzwungen werden, nicht jedoch zum Mittel
der Wertaufbewahrung. Hierzu bedarf es des Vertrauens der
Geldinhaber, dass sie ihr Geld langfristig wertgesichert sehen. Der
langfristige Kurswert - das Vertrauen - einer freien
Quantitätswährung hängt wiederum allein von der Knappheit des
Geldes bzw. der Geldmenge ab. Das Problem: Während sich in den
letzten 30 Jahren die Gütermenge der Welt nur vervierfachte, hat
sich die Geldmenge vervierzigfacht.
Geldmengenvermehrung bedeutet nämlich immer Inflation. Und
Inflation bedeutet Geldentwertung. Für dieses Problem wurden drei
Lösungswege beschritten:
# Die deutsche Finanzwissenschaft hatte schon bei der
Bundesbankgründung eine staatsunabhängige neutrale «vierte Gewalt»
für die Bundesbank gefordert, damit diese den politischen
Pressionen zum Geldmengenmissbrauch widerstehen könne, damit der
Bürger sich also auf die Werthaltigkeit des Geldes verlassen könne.
Tatsächlich ist die Bundesbank gesetzlich zur Werthaltigkeit der
D-Mark verpflichtet gewesen (Neutralgeldtheorem) und war weitgehend
staatsunabhängig. Dies hat dazu geführt, dass die D-Mark als
stabilste Währung der Welt immer mehr auch Währungsreserve und
bevorzugte Wertanlage wurde.
# Die meisten anderen Staaten haben eine "orientierte
Quantitätswährung" bevorzugt. Sie verpflichteten ihre
Zentralbanken, die Geldmenge an bestimmten Zielen zu orientieren,
wie zum Beispiel Wachstum, Vollbeschäftigung oder anderen. Dies gab
der nationalen Politik ausreichend Einflussmöglichkeiten auf die
Zentralbank und auf das Geld und hat regelmässig dazu geführt, dass
der politische Missbrauch zu entsprechender Inflationierung der
Währungen geführt hat. (Beispiel: Frankreich, Italien, Spanien
usw.)
# Die meisten Diktaturen der unterentwickelten Länder und das
private Federal-Reserve-System dagegen bevorzugten eine «freie
Quantitätswährung», also eine Währung, deren Missbrauch durch die
Politik oder durch die privaten Zentralbankeigentümer nicht
gesetzlich beschränkt wurde. «Freie Quantitätswährung» hat immer
«Freiheit zum Missbrauch der Währung» bedeutet und nie langfristig
funktioniert.
Vor allem führt ein Nebeneinander von Währungen, die teils von
einer unabhängigen Staatsbank in ihrem Wert gehalten werden - wie
die D-Mark - oder andererseits von abhängigen Staatsbanken oder
sogar von Privatbanken nach deren jeweiligen Zwecken frei
manipuliert werden, zu erheblichen Kursspannungen: Weil die
Deutsche Mark durch die Bundesbank relativ wertstabil gehalten
wurde, andere wichtige Währungen sich dagegen durch
Geldmengenvermehrung und Inflation immer stärker wertminderten
(Abwertung), versuchen die Geldwertbesitzer naturgemäss, mit ihren
längerfristigen Dispositionen in harte Währungen zu gehen und
weiche zu meiden.
So wurde die Deutsche Mark in Konkurrenz zum Dollar immer stärker
auch Währungsreserve von Wirtschaft und Zentralbanken in der Welt.
Vor allem aber wurde an der "harten" Währung deutlich, wie weich
eine ständige Geldmengenvermehrung die inflationierten Privat- oder
Staatswährungen gemacht hatte. Die der Geldwertstabilität
verpflichtete Bundesbank wurde so zum gemeinsamen Störer im Chor
der Geldmengenvermehrer und Inflationisten des Weltwährungssystems
- kein Wunder, dass dieser Störer durch Abschaffung der Deutschen
Mark und Einbindung in eine wieder mehr von der Politik gesteuerte,
nicht mehr souveräne Europäische Zentralbank ausgeschaltet werden
musste. Kohl hat dafür gesorgt, dass dies «im kleinen Kreise»
entschieden wurde, dass die deutsche Bevölkerung über den Verlust
ihrer werthaltigen Währung nicht abstimmen durfte ("Wo kommen wir
hin, wenn die Bevölkerung über so wichtige Dinge selbst entscheiden
sollte?"). Die Bevölkerung hätte nie freiwillig die solide D-Mark
geopfert.
Inzwischen hat also keine Währung der Welt noch irgendeine reale
Wertgrundlage, hat sich das Geld der Welt von jedem
zugrundeliegenden Sachwert gelöst, wird es als Papier hemmungslos
neu gedruckt und durch ständige Vermehrung ständig entwertet. Dass
die Leute immer noch glauben, das Geldpapier, welches sie in der
Hand haben, habe einen festen Wert, liegt daran, dass durch
geschickte Manipulation der Devisenkurse ein scheinbares
Wertverhältnis vorgespiegelt wird. Diese Devisenkurse werden
nämlich von genau den gleichen Gruppen manipuliert, die auch die
Geldmengenvermehrung produzieren.
Praktisch hat inzwischen das von der US-Grossfinanz gesteuerte und
ihnen gehörende private Federal-Reserve-System Welt-Geldbedeutung
erlangt:
# Das FED-Privatgeld Dollar ist schon von der Geldmenge her in der
Welt dominierend. Mehr als 75% aller Geldquantitäten sind
Dollars.
# Die US-Grossfinanz hat auch die von ihnen kontrollierten
Rohstoffmärkte gezwungen, nur in Dollars zu verkaufen. Wer sein Öl
nicht gegen wertlose Dollars, sondern gegen Euro verkaufen will,
wird zum Terroristen erklärt (Saddam).
# Auch die Zentralbanken der übrigen Länder werden gezwungen, die
Dollars in immer stärkerem Masse (Euro-Bank über 90%) als
Währungsreserven anzunehmen. Die übrigen Währungen, wie zum
Beispiel der Euro, beruhen also in ihrem Wert zu über 90% auf
wertlosen, nur durch die Macht und den Willen der US-Grossfinanz
gehaltenen Dollar-Papieren.
# Inzwischen wurden sogar die Nationalbanken sanft oder hart
(Schweiz) gedrängt, ihre Goldvorräte gegen Dollars abzugeben oder
«auszuleihen». Das Gold der Welt hat sich dadurch wiederum wie vor
der ersten Weltwirtschaftskrise bei den Eigentümern des
Federal-Reserve-Systems konzentriert, so dass ein neuer
Goldstandard nur mit deren Willen und nach deren Diktat wieder
einzuführen wäre und die FED-Eigentümer mit einer Neufestsetzung
des Goldpreises (Greenspan: "Möglicherweise bis 6000 Dollar.")
allein dadurch im Falle einer Währungsreform ein
Jahrhundert-geschäft machen würden.
Die US-Grossfinanz steuert also über die ihr gehörende FED
letztlich das Geld und die Währungen der ganzen Welt. Der Dollar
ist privates Geld dieser US-Grossfinanz, von niemandem ausser von
ihr garantiert, aber nach Kräften missbraucht, vermehrt und zum
Instrument ihrer Weltherrschaft und zum Hilfsmittel für den Raub
aller wichtigen Rohstoffe und Sachwerte der Welt missbraucht.
Durch ungehemmte Vermehrung des Dollars hat natürlich die
ausgebende US-Gross-finanz unbegrenzte liquide Mittel, mit denen
sie die ganze Welt kaufen kann. Aber auch der amerikanische Staat
kann durch die Dollarvermehrung mehr ausgeben, als er einnimmt
(Schuldenreiterei). Missbrauch des Dollars durch
Geldmengenvermehrung ist also sowohl für die herrschende US-Finanz
als auch für die von ihr beherrschte US-Administration einseitiger
Vorteil. Deshalb hat sich das Dollarvolumen in den letzten 10
Jahren immer schneller vermehrt.
Ebenso haben sich die Schulden des amerikanischen Staates gegenüber
dem Ausland drastisch vermehrt. Der US-Staat lässt sich also in
immer grösserem Ausmass von der Welt Sachgüter gegen wertlose
Scheinchen liefern - die moderne Form der Tribute.
Dass diese ungehemmte Dollarvermehrung nicht längst den
Dollarabsturz und zur Zurückweisung des Dollars durch die Kunden
geführt hat, ist kluger Regie und Erpressung zu verdanken: Die
US-Grossfinanz und die US-Administration zwingen seit Jahren
wirtschaftlich und politisch die wichtigen Zentralbanken der Welt
(Eurobank, Japan, China und andere), die bei ihnen sich für
Exporterlöse oder als Kaufpreise für den Aufkauf von Sachgütern
ansammelnden wertlosen Dollars zu behalten und als angeblich
werthaltige Devisenreserve zu halten. Praktisch heisst das: Die
Zentralbanken in China, Japan und Europa sammeln die für die
Sachwertlieferungen ihrer Bürger einkommenden wertlosen Dollars in
immer grösseren Beständen als angeblich werthaltige Währungsreserve
an. Die Währung der Satellitenstaaten wird also und ist bereits mit
immer wertloseren Dollars unterlegt - also praktisch ebenso wertlos
geworden. Somit sind alle im gleichen Geldentwertungsboot:
Die Urheber der Geldmengenvermehrung in New York und Washington
ebenso wie die Helfer der Geldmengenvermehrung in den Zentralbanken
der Satellitenstaaten.
Damit aber hat es der Schuldner USA selbst in der Hand, wie stark
er durch offizielle Abwertung des Dollars schliesslich seine
Gläubiger entreichern - betrügen - und sich auf deren Kosten wieder
entschulden will. Jede Abwertung des Dollars wird vor allem das 80%
aller Dollars haltende Ausland entreichern. Dem Schuldner steht es
frei, wie stark er seine Schulden abwerten und damit seine
Gläubiger betrügen will.
Dem Publikum wird inzwischen allerdings mit manipulierten Kursen
und Kurspflege suggeriert, die missbrauchten Währungen und das
hemmungslos vermehrte Geld hätten immer noch einen soliden
Kurswert.
Würden die Geldbesitzer wissen, dass sie eigentlich nur Papierwert
in den Händen haben, alles andere aber von den Manipulationen, den
Missbräuchen, der Macht und den Zwecken der US-Grossfinanz
abhängt,
# würde die Geldumlaufsgeschwindigkeit wegen Zurückweisung des
Geldes stärker steigen,
# würde eine Flucht in die Sachwerte einsetzen,
# und damit eine dramatisch steigende bis galoppierende Inflation
beginnen,
# würde die längst geschehene Entwertung der Geldwertanlagen der
Bürger (Geldpapiere, Renten, Fonds und andere) sich in einem
zweiten Börsencrash auflösen und zusammenbrechen
# und würden ganze Branchen der Finanzindustrie und
Finanzdienstleistung unter Haftungsprozessen wegen der Entwertung
zusammenbrechen,
# so dass eine Währungsreform unvermeidlich wird.
Noch wird die Illusion des Geldwertes trotz dramatischer Entwertung
durch den Zwang eines gesetzlichen Zahlungsmittels künstlich
aufrechterhalten. Nutzniesser dieses Systems sind nicht nur die
US-Grossfinanz, welche durch ihre FED immer hemmungsloser
Dollarmengen in die Welt jagt, sondern auch die dieses Spiel
mitbetreibenden Zentralbanken, wie zum Beispiel die Eurobank, die
Banque of Japan und andere. Die Vorstände dieser Banken wissen
genau, wie wertlos der Dollar inzwischen ist, stützen aber immer
noch die gesetzliche Illusion der Zahlungsmittelfunktion des
Dollars, haben sogar aus politischen Gründen geschwiegen und die
eigene Währung nahezu ausschliesslich mit wertlosen Dollars in
ihrer Währungsreserve unterlegt, also ihre Währung praktisch ebenso
wertlos gemacht. Würde eine Währungsreform kommen, stünde zum
Beispiel die Eurobank ohne Werte da. Das Gold - auch das deutsche
Gold - ist mutmasslich nur noch als blosser schuldrechtlicher
Rückgabeanspruch vorhanden, nicht mehr aber als Realgold. Es ist
zumeist angeblich naturaliter an die private Federal Reserve Bank
und von dieser weiter verliehen, also im Zusammenbruch nicht mehr
greifbar. Das System lebt davon, dass ein Missbrauch nicht
diskutiert und nicht veröffentlicht wird.
Tatsache 1: Die wichtigsten Währungen der Welt sind so hemmungslos
vermehrt worden und stehen auf so tönernen Füssen, dass ihre
Währungen (Dollar, Euro, Yen und andere) keine echte
Wertaufbewahrungsfunktion für die Bürger mehr haben.
Tatsache 2: Auch die Tauschfunktion der Währungen wird nur durch
Manipulation und Täuschung über einen angeblichen - aber nicht
vorhandenen - Kurswert künstlich aufrechterhalten und ist längst
nicht mehr echt.
Tatsache 3: Das Privatgeld (Dollar) der US-Grossfinanz ist längst
von allen Bindungen an Sachwerte (Gold) oder einer
Geldmengenbindung befreit, hat also nicht nur seine
Wertaufbewahrungsfunktion verloren, sondern täuscht auch die Welt
nur noch durch weltweite Kursmanipulation über einen scheinbaren
Tauschwert des durch hemmungslose Vermehrung entwerteten
Privatgeldes. Nur durch diese Täuschung und die Macht der
US-Grossfinanz wird noch künstlich "Vertrauen" der Welt in den
Dollar suggeriert. Wüssten die Marktteilnehmer dagegen, dass sie
mit dem Nominalwert des Geldscheins nur ein wertloses
Wertversprechen von Privatleuten in den Händen haben, denen längst
nicht mehr zu trauen ist, die ständig ihre Macht, den Geldwert zu
manipulieren, missbrauchen, so würde auch das Vertrauen in diese
Privatwährung Dollar zusammenbrechen.
Mit dem Geld ist es so wie mit den Aktien. Auch die meisten Aktien
sind keine Substanzwerte, sondern nur Hoffnungswerte. Wer in der
grossen Aktienhausse glaubte, viel gewonnen zu haben, wurde beim
Aktiencrash darüber belehrt, dass die Aktie ausser dem Papierwert
nur noch Hoffnung trägt, diese aber leicht schwinden kann. Gewinn
oder Verlust im Börsenspiel sind reine Hoffnungswerte, keine
Sachwerte. Ebenso ist es mit dem Geld. Einziger Sachwert ist der
Wert des Papiers. Alles andere ist Hoffnungswert im Vertrauen auf
die korrupten, aber stärksten Finanzmächte der Welt.
Mit Scheingeld zu Sachwerten
Würden die Marktteilnehmer wissen, dass unser Geldsystem letztlich
am Privatgeld Dollar und dieses Geld ohne jeden Wertbezug allein an
den Manipulations- und Missbrauchswünschen der grossen
Finanzoligarchie hängt, dann würden die Menschen ihr
Währungsvertrauen verlieren, ihr Geld nicht mehr als
Wertaufbewahrungsmittel betrachten, sondern der laufenden
Geldentwertung durch Flucht in die Sachwerte zu entgehen
versuchen.
Genau dies tun die hinter der FED stehenden Täter der grössten
Geldvermehrung aller Zeiten: Sie kaufen mit dem immer wertloser
werdenden Geld seit Jahrzehnten alle Sachwerte auf, die sie noch
erwischen können: Rohstofflager, Industriekomplexe, Immobilien und
jede einigermassen intakte ausländische Kapitalgesellschaft in
freundlicher oder feindlicher Übernahme zu fast jedem Preis. Und
nicht nur die US-Grossfinanz sammelt die Sachwerte der Welt ein,
sondern auch der amerikanische Staat importiert für Fiat-Money
(gedrucktes, eigentlich wertloses Geld) seit Jahren mehr Sachgüter
aus der Welt, als er bezahlen kann, und verschuldet sich dafür
hemmungslos im Ausland - solange die ausländischen Gläubiger noch
an den Wert des Dollars glauben oder mit politischer Erpressung
gezwungen werden können, die faulen Dollars in ihre
Währungsreserven anzunehmen.
Mit Sachwerten zu Monopolen
Die hinter der FED stehende Grossfinanz hat auf diese Weise durch
gezielte Sachwert-politik ganze Marktsegmente mit ihren faulen
Dollars aufgekauft und zu Marktmonopolen bzw. -oligopolen
entwickelt: Diamanten, Gold, Kupfer, Zink, Uran, Telekommunikation,
Gasfaserleitungsnetze, Print- und Fernsehmedien, Nahrungsmittel
(Nestlé, Coca-Cola), grosse Teile der Rüstungsindustrie und der
Luftfahrt usw.
Zurzeit läuft ein Monopolisierungsversuch mit Hilfe der
Gen-Manipulation. Genmanipulierte Tiere und Pflanzen sind selbst
unfruchtbar. Wenn man also die Genmanipulation flächendeckend
durchsetzen kann, müssen alle Bauern einer Firma mit einem
Patentmonopol das Gen-Saatgut zu dem von ihr festgesetzten
Monopolpreis abkaufen, können sie nicht mehr ihr selbst geerntetes
Getreide zur Saat verwenden.
Ein anderes Monopolisierungsspiel läuft zurzeit auf dem
Zuckermarkt: Die EU hat ihren Zuckermarkt durch eigene Marktordnung
geregelt, um den Bauern die Rübenzuckerproduktion zu erhalten, die
für viele von ihnen existenznotwendig ist. Der Rübenzucker ist aber
teurer als der in den Tropen wachsende Rohrzucker des US-Kartells.
Die der US-Grossfinanzgruppe gehörenden Firmen Nestlé und Coca-Cola
verlangen nun gemeinsam mit von ihr abhängigen Wissenschaftern und
Politikern eine "Liberalisierung des Zuckermarktes" und betreiben
dies über die internationalen Gremien (GATT, Mercosur). Sobald
diese Liberalisierung durchgesetzt ist, kann sich der teurere
Rübenzucker gegen den billigeren Rohrzucker nicht mehr halten,
bricht die europäische Zuckerproduktion endgültig zusammen und wird
der Zuckermarkt - anfangs billiger, nachher aber teurer - durch das
von der US-Grossfinanz beherrschte Rohrzuckerkartell
überschwemmt.
Mit welchen kriminellen Methoden die US-Grossfinanz dabei ganze
Branchen in ihre Hand bekommt, zeigt der Fall Primacom: Dieser
Kabelnetzbetreiber operiert höchst lukrativ, steht aber schon
länger im Visier der US-Grossfinanz
(Telekommunikations-Monopolisierung). Diese hat deshalb erst den
Vorstand von Primacom unterwandert und dann diesem Vorstand ein
Darlehen mit mehr als 30% Jahreszinsen oktroyiert, so dass die
eigentlich gut operierende Firma wegen der Zinslasten in
Schwierigkeiten geriet und nach Ansicht der US-Bank "jetzt billigst
übernahmereif" wurde. Das Spiel geht gerade in die letzte
Runde.
Ein ähnliches Spiel hat der Abgesandte der US-Grossfinanz Ron
Sommer mit der Deutschen Telekom versucht. Die US-Grossfinanz
sammelt alle Telekommunikations-Gesellschaften, um sie weltweit zu
monopolisieren. Der Abgesandte Sommer hat dazu eine kleine US-Firma
der Telekom zum dreissigfachen Preis (30 Mia. US-Dollar) von der
US-Grossfinanz gekauft, damit diese aus eigenem Vermögen der
Telekom diese aufkaufen konnte. Der zweite Schritt war, die
Telekom-Aktien billig zu machen, damit der US-Investor sie billig
bekam. In diesem Spiel ist allerdings Ron Sommer über seine Grenzen
gegangen und gescheitert. Dies wird aber die US-Grossfinanz in
ihren Übernahmeplanungen nur zurückwerfen, nicht hindern.
Privatisierung und Aufkauf der Telecom gehen planmässig weiter.
Ein gleiches Spiel vollzieht sich auch auf dem Welt-Energiemarkt,
in Deutschland offensichtlich mit EON und RWE, wobei die
US-Grossfinanz bereits eigene Vertrauensleute in die für die
Übernahmekandidaten entscheidenden Banken und Vorstände entsandt
hat. In 20 Jahren will die US-Grossfinanz auch das Wasser der Welt
- nach Aussage ihres Vertreters Brzezinski - monopolisiert
haben.
Mit Sachwerten zur Währungsreform
Deutet man den Fahrplan der Welt-Grossfinanz richtig, so soll die
Geldmenge so lange vermehrt und entwertet werden, bis damit alle
wichtigen Sachwerte der Welt aufgekauft und monopolisiert worden
sind. Die Grossfinanz ist klug genug zu wissen, dass ihre
Geldmengenvermehrung nicht unerkannt bleibt und irgendwann das
Vertrauen in den inflationierten Dollar schwindet. Ein Ausbruch der
Vertrauenskrise wird die jetzt noch beherrschte, schleichende
Inflation zur galoppierenden offenen Inflation machen, die
zwangsläufig in eine Währungsreform einmünden muss.
Dies aber ist genau der Vorteil sowohl der Grossfinanz als auch der
USA:
# Die Grossfinanz hat mit den faulen Dollars vorher ausreichend
Sachwerte gekauft, wird also von der Währungsreform mit ihren
Sachwerten nicht mehr betroffen, hat sich rechtzeitig aus dem
faulen Geld in werthaltiges Vermögen verlagert. Da sie in vielen
Bereichen inzwischen Weltmonopolstellungen erreicht hat, kann sie
sogar die Welt jederzeit mit Monopolpreisen zu Sonderabgaben
heranziehen. Nicht mehr Steuern sind dann das Einkommen der
Welt-Herrscher, sondern Monopolerträge. Niemand kann die
Grossfinanz hindern, die Preise für Gold, Diamanten, Kupfer, Zink,
Eisenerz, Wasser, Saatgut oder Energie um 10, 20 oder 30% anzuheben
und auf diese Weise die gesamte Weltbevölkerung zu Sonderabgaben
heranzuziehen. Noch nie hat es eine solche Finanzmacht der Welt
gegeben, noch nie war sie für die Gesamtbevölkerung der Welt so
gefährlich.
# Listigerweise hat die US-Grossfinanz die faulen Dollars
überwiegend ins Ausland gebracht. Mehr als Dreiviertel der gesamten
Dollarbestände sind nicht mehr in den USA, sondern sind bei den
Gläubigerstaaten der USA. Die USA haben sich nämlich in den
vergangenen Jahren immer kräftiger gegenüber dem Ausland
verschuldet. Das Ausland hat Güter geliefert (Sachwerte), dafür
aber wertlose Dollars bekommen. Alle Zentralbanken sind voll mit
faulen Dollars. Werden diese nun plötzlich entwertet, trifft der
Schaden zu mehr als Dreiviertel die Zentralbanken, Banken, Staaten
und Marktteilnehmer ausserhalb der USA. Dann rächt sich, dass die
Europäischen Zentralbanken ihr Gold gegen faule Dollars abgegeben
und dafür immer ausschliesslicher Fiat-Money als Basis
(Währungsreserve) für die eigene Währung, zum Beispiel Yen oder
Euro, eingesetzt haben. Bricht also die Leitwährung Dollar
zusammen, werden zwangsläufig auch die Satellitenwährungen mit
zusammenbrechen, deren einzige Basis ein Bestand an faulen Dollars
ist. Mit anderen Worten: Die sich abzeichnende Währungsreform des
Dollars zieht zwangsläufig eine Weltwährungsreform aller Währungen
nach sich, für welche der faule Dollar jetzt noch
Hauptwährungsreserve darstellt.
Dass aber jede pausenlose Vermehrung eines Privatgeldes - des
Dollars - durch die der US-Grossfinanz gehörende Federal Reserve
Bank zur Aufweichung der Dollar-Währung zu immer stärkerer
Inflation und schliesslich zur Währungsreform führen muss, ist
finanzwissenschaftliches Grundwissen und dürfte nicht einmal
Greenspan und seinen Mittätern zweifelhaft sein.
Durch Währungsreform zur Weltwährung
Greenspan hat in einer Rede unvorsichtigerweise geäussert, dass
"wohl bis 2007 eine grundsätzliche Dollar-Korrektur anstehe und
dass man dann zweckmässigerweise den Dollar und den Euro zum
`Euro-Dollar` einer neuen Welt-Währung vereinigen könnte". Das
macht aus Sicht der US-Grossfinanz Sinn, denn längstens bis 2007
sind die Dollar-Missbräuche noch durchzuhalten, bis dahin dürfte
längstens das Vertrauen der Welt in diese hemmungslos vermehrte,
immer wertloser gewordene und nur noch künstlich aufrechterhaltene
Privatwährung der US-Grossfinanz halten. Irgend etwas wird also in
nächster Zeit mit dem Dollar geschehen. Würde dann der Dollar mit
dem Euro zur Welteinheitswährung, würden damit für die
US-Grossfinanz wichtige Ziele erreicht:
# Eine neue Währung bietet die Möglichkeit, die alten
Währungsschulden abzuwerten und damit die Gläubiger, die noch alte
Währung haben, entsprechend zu entreichern. Wenn eben ein neuer
Euro-Dollar 20 alte Dollar oder 15 Euro wert ist, sind die alten
Währungen entsprechend abgewertet, sind die Gläubiger in alter
Währung entreichert, hat sich das Spiel für die privaten
Geldausgeber gelohnt.
# Vor allem würde damit der US-Staat ebenfalls entschuldet: Seine
jetzige Auslandsverschuldung von 5200 Mia. Dollar würde bei 50%er
Abwertung nur noch 2600 Mia. Euro-Dollar betragen.
# Geschädigt werden alle Inhaber von Alt-Dollars, deren Bestände um
50% oder sogar 90% abgewertet werden. Dies gilt insbesondere für
die Zentralbanken von China, Japan und Europa mit ihren hohen
Dollar-Währungsreserven.
# Das Hauptziel der US-Grossfinanz ist aber, auf diese Weise eine
Weltwährung zu erreichen, über die sie wiederum selbst herrschen.
In einem Euro-Dollar-System würde zwangsläufig das der
US-Grossfinanz gehörende Federal Reserve System eine Mehrheit
haben, also die US-Grossfinanz dann auch mehrheitlich das neue
Währungssystem beherrschen. Dazu auserwählt ist die BIZ (Bank für
internationalen Zahlungsausgleich), eine private Organisation,
deren Anteile mehrheitlich bereits von der US-Grossfinanz heimlich
aufgekauft worden sind. Würde also die BIZ neue Zentralbank der
Euro-Dollar-Währung, sind zufälligerweise wieder die gleichen
Privateigentümer Haupteigentümer dieser neuen Zentralbank, die
vorher auch Eigentümer der FED waren. Sie könnten dann das gleiche
Spiel freier Geldausgabe nach eigenem Belieben, das sie mit dem
Federal Reserve System bisher machen, wieder auf höherer Ebene -
und dazu auch noch durch Währungsreform entschuldet - erneut
-betreiben. Die bisherige Welt-Geldmengenvermehrung, der grosse
Geldbetrug gehen dann in der Währungsreform unter. Ein neues System
würde den alten Tätern wieder eine neue Währung in die Hände
spielen und ihnen damit das neue Spiel mit der Weltwährung
Euro-Dollar 20 bis 30 weitere Jahre erlauben.
Die US-Grossfinanz hätte also auf diesem Wege durch Geldbetrug
nicht nur die Sachwerte der Welt bei sich monopolisiert - darunter
so existenzwichtige Bereiche wie Saatgut, Nahrungsmittel, Wasser,
Energie und Metalle, sondern darüber hinaus wiederum ein
Währungsmonopol zur eigenen Bedienung, nach eigenem Belieben
geschaffen - eine Geldvermehrungsmaschine wie den Dukatenesel im
Märchen.
Auch mit Veröffentlichung dieses Geldbetrugssystems wird kein
Aufschrei durch die Welt gehen. Man wird dies als
"Verschwörungstheorie" oder als "Antiamerikanismus" oder sogar als
"Antisemitismus" (Rothschild) abtun oder solche Veröffentlichungen
ganz zu verhindern versuchen, denn immerhin gehören der
US-Grossfinanz auch wesentliche Teile der Print- und
Bildschirmmedien überall in der Welt.
Das Spiel zu durchschauen ist aber wichtig für Menschen, die durch
dieses Spiel Verluste erleiden könnten. Wer also Finanzvermögen
hat, sollte zuhören bzw. lesen.
Verlierer bei dem grossen Spiel der Finanz-oligarchie sind solche
Marktteilnehmer in der Welt, welche dem Geld zuviel Vertrauen
entgegenbringen, welche immer noch glauben, dass Geld über seine
blosse Tauschfunktion hinaus auch noch Wertaufbewahrungsmittel sei.
Die laufende Geldentwertung der vergangenen 40 Jahre hat offenbar
die Menschen nicht klug gemacht. Sie wird in den nächsten Jahren
galoppieren bis zum bitteren Ende, weil sie nämlich ein einseitiger
Vorteil der Täter ist. Wer also auf langfristige Wert-erhaltung
seines Vermögens Wert legt, kann nicht in Geldwerten, nicht in
Versicherungsverträgen, nicht in Renten und nicht in Bargeld
bleiben, er muss in Sachwerte gehen, wie dies die Grossfinanz
selbst vorgemacht hat.
Strategieziel des Welt-Geldbetruges
Soweit von aussen her erkennbar, hat die US-Grossfinanz
ursprünglich nur das Ziel gehabt, die US-Währung zu beherrschen und
damit den US-Markt nach eigenem Willen manipulieren zu können.
Diesem Ziel diente das private Zentralbanksystem FED. Als
US-Präsident Kennedy ein Gesetz eingebracht hatte, dieses
Privatfinanzsystem zu verstaatlichen, starb er eines plötzlichen
Todes. Wer immer an diese Privatgeldmöglichkeiten der
US-Grossfinanz rührte, verlor dabei Vermögen oder Leben.
Inzwischen aber sind die strategischen Ziele der US-Grossfinanz
über die nationale Dimension weit hinausgewachsen. Ihr Ziel ist das
globale private Geldsystem, welches sie mit der Vorherrschaft ihres
Privatdollars und seiner Durchsetzung als Hauptwährungsreserve
überall in der Welt weitgehend erreicht haben und nur noch mit
einer Weltwährung - Euro-Dollar - formalisieren müssen.
Wenn wir also einen zweiten Missbrauch des Welt-Geldsystems
zugunsten privater Grossfinanzgruppen und überhaupt den Missbrauch
der Geldmengenwährungen verhindern wollen, muss jede Währung vor
jedem öffentlichen oder privaten Missbrauch, vor jeder Deflations-
und Inflationsmanipulation gesichert werden.
Das ist sicher nicht erreichbar, wenn man die Währung der privaten
Grossfinanz überlässt. Sie wird die Missbrauchsmöglichkeit wieder
nutzen und wieder zum eigenen Vorteil mit Geldmengenvermehrung die
Welt betrügen und ausbeuten.
Die Erfahrungen haben aber auch gezeigt, dass die meisten
Regierungen ihre Währungen ebenso missbrauchen, wenn sie die
Möglichkeiten dazu haben, wenn sie also Einflussmöglichkeiten auf
die Zentralbank und ihre Geldmengenpolitik haben.
Es gilt also, aus den Missbräuchen der öffentlichen Hände und der
privaten Gross-finanz die Währungen so unabhängig zu machen, dass
privater und öffentlicher Missbrauch ausgeschlossen werden.
Sicher ist eine auf Gold basierende Währung nicht so leicht zu
manipulieren wie eine blosse Quantitätswährung. Die Probleme jeder
auf Gold basierenden Währung liegen aber in der Verfügbarkeit von
Gold, nachdem die US-Grossfinanz den grössten Teil des
Weltgoldvorrates in ihre Hände bekommen hat. Sie würde also mit
jeder Art einer auf Gold basierenden Währung wiederum Gewinner und
Ausbeuter werden können.
Bleibt also nur die Lösung einer Quantitätswährung. Diese
Quantitätswährung darf aber nicht frei, willkürlich bestimmbar
bleiben, sondern muss an dem Neutralgeldziel orientiert werden. Die
Geldmenge darf also nicht stärker wachsen als die Gütermenge. Aus
dem monetären Sektor dürfen nicht wieder inflatorische oder
deflatorische Effekte auf die Währungen und die Weltwirtschaft
ausgehen.
Dies ist nur mit streng neutralen und so unabhängigen Zentralbanken
erreichbar, dass sie gleichsam die "vierte Gewalt" darstellen,
nicht in privater Hand liegen und nicht durch Regierungen
beeinflusst werden können. Das Urmodell der Deutschen Bundesbank
vor ihrer Kastration in die Euro-Bank kam dieser Unabhängigkeit
sehr nahe.
Die kommende Währungsreform bietet eine einmalige Chance, die
Täter, ihre Währungsmanipulationen und ihre Missbräuche zu
brandmarken und damit eine allgemeine öffentliche Zustimmung zu
einem weder von der privaten Grossfinanz noch von den Regierungen
mehr beeinflussbares Zentralbankensystem zu schaffen. Dies wäre
eine Jahrhundertchance.
Verhindert werden könnte ein unabhängiges Zentralbankensystem vor
allem von der Grossfinanz, welche über die ihr schon gehörende BIZ
bereits die Weichen für eine neue Übernahme des nächsten
Zentralbanken- und Währungssystems gestellt hat. Deshalb tut
Aufklärung not, um der Bevölkerung, Wirtschaft und Politik die
Gefahr des Monopolkapitalismus nicht nur für die derzeitige
Währung, sondern auch für ein neues Währungssystem aufzuzeigen.
© Prof. Dr. Eberhard Hamer