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Wie steht es um die deutschen Lebensversicherer? ( Seite 6)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 25.02.09 18:26:14
von
neuster Beitrag 20.02.12 18:44:20
von

Anzahl Beiträge: 178
Aufrufe gesamt: 23.255
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[ Seite: 123567161718neuster Beitrag ]

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schrieb am 04.03.09 09:16:50
Beitrag Nr.51 
(36.695.268)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.693.710 von spielkind0815 am 03.03.09 22:08:45Und das war 2008, da sprach noch niemand von Krise und der damit verbundenen Vernichtung von Vorsorgekapital durch die Finanzwirtschaft.

Es ist ein Denkfehler der Masse, wenn sie annimmt, die verbrannten Gelder wären ein Problem der Banken und Versicherer, weil sie denken, nur deren Gewinne gingen drauf. Und wenn sie Verluste machen, so meint man, dann wären das die Verluste der Banken bzw. des Staates. In Wahrheit aber waren es die Anlagegelder, die dahingerafft wurden.

Die Quittung steht noch aus- und sie wird uns in den kommenden Jahren ratenweise präsentiert.
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schrieb am 04.03.09 21:36:34
Beitrag Nr.52 
(36.702.060)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.695.268 von Dorfrichter am 04.03.09 09:16:50Ich bin nicht so optimistisch wie du, dass wir die Quittung ratenweise serviert bekommen. Die Gründe für die Altersarmut liegen doch jetzt schon in den verhältnismäßig niedrigen Löhnen, welche es nicht erlauben, in ausreichendem Maße vorzusorgen. Gleichzeitig entstehen Fehlzeiten durch Arbeitslosigkeit und Hartz IV und 400 €- Jobs, welche den gesetzlichen Rentenanspruch schmälern. Für Hartz IV beträgt die monatliche Rentenanwartschaft glaube ich 2,20 €. Von der Riesterrente halte ich überhaupt nichts, weil die nicht der Grundsicherung zugeschlagen wird, sondern vielmehr dann verrechnet wird. Also gerade für Geringverdiener dann ein Witz. Und wer dann von Eigenverantwortung schwafelt, dem halte ich entgegen, dass mir diese ja schon mit dem Umlageverfahren genommen wurde. Wenn man die gesetzlichen Rentenbeiträge privat in einen simplen Fond die letzten 45 Jahre angelegt hätte, wäre man jetzt mit beginnendem Rentenalter „Millionär“.
Solange das Papiergeldsystem funktioniert hat, hätte man vom Zinseszins-Effekt profitiert.
So und nun kommt meiner Ansicht nach alsbald die Zäsur. Durch die Währungsabwertungen und die Vernichtung des an gesparten Vermögens in entsprechenden Versicherungen werden sich die Auszahlungen nochmals drastisch reduzieren. Da hilft die Inflation auch nichts, da ich nicht glaube, dass es zu einer Anpassung der Auszahlungsbeträge kommt. Wie auch. Nur leider werden meiner Ansicht nach die Lebenshaltungskosten inflationsbedingt steigen. Das heißt für mich, all diejenigen, die in nächster Zeit in die Rente gehen, werden überproportional in den Sog der Armut gezogen werden, da für sie nicht mehr die Möglichkeit besteht, die entstandenen Einschnitte nachhaltig zu kompensieren. Und dieses Problem wird mit einem großen Bums kommen und angehende Altersrentner treffen, die heute noch nicht einmal daran denken.
Und da hast du leider Recht, die Masse sieht nicht, dass ihre Altersversorgung momentan verbrannt wird. Und in dem Fall nutzt mir die „systemrelevante“ Absicherung der Versicherungen auch nichts, es wird nur noch mehr Öl ins Feuer gegossen. Ich lass mich aber gern eines besseren belehren.
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schrieb am 05.03.09 09:21:30
Beitrag Nr.53 
(36.703.659)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.702.060 von spielkind0815 am 04.03.09 21:36:34Du hast es begriffen. 2001 mit der Unternehmenssteuerreform hat man die Veräusserungsgewinne steuerfrei gestellt und da hängt sich ALLES auf. Seitdem stimmt überhaupt nichts mehr. Man hätte die Gewerbesteuer abschaffen müssen und sonst nichts.

Jetzt hocken wir auf Billiglöhnern ohne die nötige soziale Absicherung. Das Rad kann man aber nichtmehr zurückstellen.

Es geht nur noch über lebenslange Arbeitszeit bei den Werktätigen. Wer aber immer noch von "sozialer Marktwirtschaft" spricht, der lügt wissentlich. Die soziale Marktwirtschaft taugt höchstens als Zukunftsmodell einer breiten Einkommensverteilung. Mehr Anteil vom Gewinn, der Heute in die Taschen der Investoren fließt. Viele Threads von mir beschäftigten sich mit diesem Thema.

Von Unten muß nun eine völlig neue Ökonomie heranwachsen. Aufgestellt sind wir technologisch sehr breit. Chancen haben wir viele, nur nutzen müssen wir sie schon für die Zukunft. Jedoch- die 4-6 Jahre, die uns jetzt bevorstehen, werden viel Leid mit sich bringen, weniger Leid aber, als andere Länder zu ertragen haben.

Und irgendwann in nächster Zukunft beginnt dann ein neues Spiel, dessen Weichen wir heute schon stellen müssen.
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schrieb am 05.03.09 23:40:40
Beitrag Nr.54 
(36.711.395)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.703.659 von Dorfrichter am 05.03.09 09:21:30Okay, wie willst du eine neue Ökonomie von unten heranwachsen lassen? Oder wie willst du, jetzt die Weichen neu stellen? Du kannst mich gerne auf einen Thread umleiten, dass Thema interessiert mich. Denke hier haben sich die Ansichten aufgeraucht.
Avatar
schrieb am 12.03.09 23:21:06
Beitrag Nr.55 
(36.757.328)
Antwort
Zitat

AIG- das systemische Risiko:


http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2009/03/aig-is-risk…
Wie viel ABS haben unsere Versicherungen in den Büchern?
Avatar
schrieb am 13.03.09 12:05:52
Beitrag Nr.56 
(36.760.085)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.702.060 von spielkind0815 am 04.03.09 21:36:34Das wäre ja toll, wenn die monatliche Rentenanwartschaft eines Hartzlers 2,20 Euro betragen würde.

Bei den etwa 2,20 Euronen handelt es sich vielmehr um die jährliche Anwartschaft !

Daher können Hartz IV Empfänger auch riestern.

Würde es sich um die mtl. Anw. handeln, dann hätte eine Hartz IV Dauerempfänger nach 40 Jahren Hartz über 1050 Euro Rente.

Dafür muß ein heute 30 jähriger Arbeitnehmer verdammt lange früh aufstehen.

Zum Vergleich:
Die Durchschnittsrente in Berlin liegt bei ca. 720 Euro, also etwa auf dem Niveau der Grundrente.
Dies läßt erahnen, daß die Altersversorgungslasten in D in wenigen Jahren von der arbeitenden und sozialversicherungspflichtigen Masse unbezahlbare Ausmasse angenommen haben werden.
Avatar
schrieb am 13.03.09 12:18:31
Beitrag Nr.57 
(36.760.241)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.711.395 von spielkind0815 am 05.03.09 23:40:40Okay, wie willst du eine neue Ökonomie von unten heranwachsen lassen? Oder wie willst du, jetzt die Weichen neu stellen?
Personangesellschaften:

-Befreiunhg von der Gewerbesteuer
-Befreiung von der Zwangsmitgliedschaft IHK
-Ausstockung der KfW-Hilfen auf bis zu 60% des benötigten Kapitals
-Besondere Förderungswürdigkeit von Innovationen, die das Land benötigt.


Zwangswandlung ab eines gewissen Umsatzes/Gewinnes in eine GmbH
Avatar
schrieb am 13.03.09 12:20:38
Beitrag Nr.58 
(36.760.270)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.702.060 von spielkind0815 am 04.03.09 21:36:34"Da hilft die Inflation auch nichts, da ich nicht glaube, dass es zu einer Anpassung der Auszahlungsbeträge kommt. Wie auch."


Volle zustimmung, bei einer kräftigen nachhaltigen Geldentwertung kommt man mit der kapitalgedeckten konventionellen Altersvorsorge auf Staatsanleihenbasis nicht weit.

Die Steigerung der Durchschnittsrendite von Anleihen wirkt immer nur zeitlich stark verzögert und sollte es zu einer Währungsreform kommen gehen die Versicherungsnehmer sowieso leer aus.
Besser kommt man da mit einer selbst gemangten Fondspolice mit geringen Gebühren (also der absoluten Minderheit der angebotenen Produkte) weg.
Die erfordert aber den über Kapitalmarkterkenntnisse verfügenden aufgeklärten Rentensparer.
Avatar
schrieb am 15.03.09 22:26:42
Beitrag Nr.59 
(36.771.114)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.760.241 von Dorfrichter am 13.03.09 12:18:31Wer oder was soll in eine GmbH umgewandelt werden. Und dann, warum in eine GmbH? Erschließt sich mir gerade nicht. Bei allem andere dito. Außer vielleicht, was hältst du für förderwürdiger Innovationen?
Avatar
schrieb am 15.03.09 22:33:35
Beitrag Nr.60 
(36.771.131)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.760.270 von maeusefaenger am 13.03.09 12:20:38Da hast du Recht, die Herde wird dumm gehalten und der Rest hat kein Interesse. Alle selber schuld. „Die Renten sind sicher.“ Wer war das nur?

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