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Seite 4 von 32

Der doppelte Raubzug der Amerikaner ( Seite 4)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 09.03.09 20:23:13
von
neuster Beitrag 02.06.10 23:07:42
von

Anzahl Beiträge: 318
Aufrufe gesamt: 19.430
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Diskussionsnr.: 1.148.905
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[ Seite: 12345303132neuster Beitrag ]

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schrieb am 11.03.09 08:34:22
Beitrag Nr.31 
(36.742.670)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.614 von for4zim am 11.03.09 08:21:10@ for4zim und alle Interessierten



"Ansonsten gären ja mal wieder die Verschwörungstheorien durch alle Beiträge des Threads. Die US-Regierung braucht nichts damit zu tun zu haben, wenn Angestellte im Streben nach hohen Provisionen anfangen, Kunden zu bescheißen, und die Eigentümer beide Augen zudrücken oder das gar fördern, so lange die Kasse stimmt."

bis vor wenigen Minuten hätte man Ihrer Aussage noch kaum ein starkes Argument entgegensetzen können, nun aber liegt die folgende Meldung vor:

USA erwägen neue Bilanzregeln

"Dass Beteiligungen zum Marktpreis in den Bilanzen stehen, hat vielen Konzernen herbe Verluste beschert - und erschwert die Erholung der US-Wirtschaft. Washington diskutiert, ob die Regel geändert oder ausgesetzt wird, und ob Leerverkäufe untersagt werden.
Angesichts der andauernden Turbulenzen an den Finanzmärkten erwägen die USA offenbar Änderungen bei Bilanzierungsvorschriften und Regelungen zu Leerverkäufen. Die Börsenaufsicht SEC teilte am Dienstagabend (Ortszeit) mit, dass sie sich möglicherweise bei einem Treffen im April mit der Wiedereinführung einer Regelung ("uptick rule") beschäftigen werde, Leerverkäufe - also Wetten auf fallende Kurse - einzuschränken.

Händler machten die Nachrichten mitverantwortlich für das Kursfeuerwerk an der Wall Street. "Das wäre eine weitere sehr gute Nachricht für Finanzbranche", sagte Händler Michael James.

Positiv aufgenommen wurden auch Forderungen von Notenbank-Chef Ben Bernanke nach "Verbesserungen" der Bilanzierungsregeln. Er wolle den Marktbewertungsansatz (Mark To Market) nicht abschaffen, aber einige schwache Punkte überarbeiten, sagte Bernanke.Diese Regel, nach der Unternehmen Anteile zum aktuellen Marktpreis in der Bilanz führen müssen, hat bei vielen Finanzkonzernen zu milliardenschweren Abschreibungen geführt. Der Rekordverlust des Versicherungskonzerns AIG von rund 62 Mrd. Euro im vierten Quartal war beispielsweise zu großen Teilen auf Abschreibungen zurückzuführen und nicht zahlungswirksam.


Am Donnerstag befasst sich ein Ausschuss des Repräsentantenhauses mit dem Thema. Dessen Vorsitzender Barney Frank von den regierenden Demokraten forderte eine Änderung der Bilanzierungsmethode. Die Regel Mark-to-Market müsse verbessert und flexibler gestaltet werden, sagte er. Zuletzt warben auch Wirtschaftsverbände und Immobilienbanken dafür, diese Bilanzierung vorübergehend außer Kraft zu setzen oder zu ändern. Sie untergrabe Bemühungen der Regierung, den Finanzsektor durch das 700 Mrd. $ schwere Banken-Rettungspaket zu stabilisieren.

Die Börsenaufsicht hat auf entsprechende Forderungen bisher jedoch zurückhaltend reagiert. Die SEC plane entgegen kursierender Marktgerüchte keine Aussetzung dieser Regel, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Dienstag. Die SEC wollte sich zu dem Thema nicht äußern.

Kommentar: Bilanzfälschungen noch leichter gemacht!!

Gruß Windei

Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft: Crisis Economics
Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft: Crisis Economics

Nouriel Roubini
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schrieb am 11.03.09 10:34:27
Beitrag Nr.32 
(36.743.530)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.670 von windei am 11.03.09 08:34:22Ich verstehe nicht, inwieweit diese Meldung eine Antwort auf meinen Beitrag sein soll.

Ich verstehe auch nicht, warum mögliche Änderungen von Bilanzierungsregeln Bilanzbetrug erleichtern soll. Bisher war es möglich und auch in Zukunft wird die Versuchung immer da sein - in jedem Land, bei verschiedensten Regeln. Lustig ist eher, daß die amerikanischen Bilanzierungsregeln sich stärker deutschen Mustern annähern könnte, gerade nachdem deutsche Unternehmen ihre Regelungen an amerikanische angepaßt haben. Das ist aber auch nichts Neues: das Gras ist immer grüner jenseits des Zauns.

Und noch ein Tip: es ist zumindest ein Akt der Höflichkeit, bei Zitaten eine Quellenangabe zu machen.
Avatar
schrieb am 11.03.09 11:09:40
Beitrag Nr.33 
(36.743.796)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.614 von for4zim am 11.03.09 08:21:10"Ansonsten gären ja mal wieder die Verschwörungstheorien durch alle Beiträge des Threads

Möchte nur klarstellen, dass meine Beiträge nicht antiamerikanisch gemeint sind. Sie beziehen sich auf Marktteilnehmer aller Nationen, von wo aus auch immer sie agieren. Dass allerdings der Großteil der Verursacher und Profiteure in den USA residieren, ist wohl zu recht herrschende Meinung.

Und was Verschwörungstheorien angeht, so glaube ich weder an ein Handeln der plunge protection group, der Illuminati oder des Weldjudentums, wenn Du das meintest. Viele parallele Einzelentscheidungen werden es sein, die zu dem führen, was ich erwarte. Inwieweit Teile davon vernetzt sind, werden wir mit unseren Mitteln sowieso nie herausfinden. Wenn Du diese Grauzone betreffend das Wort Verschwörungstheorie angewandt hast, stimmt Dein Einwand vielleicht sogar ein wenig.
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schrieb am 11.03.09 11:10:17
Beitrag Nr.34 
(36.743.805)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.742.400 von Cashlover am 11.03.09 06:06:05"Es sind doch vielmehr gerade diejenigen, die in der Vergangenheit schon immer (fälschlicherweise) die stars&stripes als Hort von Frieden, Freiheit und Demokratie angesehen haben, welche jetzt allmählich in gewisse Erklärungsnot geraten, angesichts der massiven Kollateralschäden, die das so innig verehrte Platoon in Nordamerika da so angerichtet hat. "

Ja gut, unter Bush sind natürlich einige Dinge passiert, die mir auch nicht gefallen an Bush, weniger an den Amerikanern.
In meinem Gedächtnis stehen andere Dinge höher, nämlich daß uns die Amis von einem Tyrannen befreit haben. Ich erinnere mich auch noch gut an die 60er Jahre, als die Russen Westberlin abschneiden wollten vom Westen und die US-Panzer am Checkpointcharlie aufgefahren sind, und für uns das Risiko einer Ost/Westkonfrontation auf sich genommen haben.Naja, die Jungen werden es nicht verstehen.
wilbi

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schrieb am 11.03.09 14:07:19
Beitrag Nr.35 
(36.745.367)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.743.805 von Wilbi am 11.03.09 11:10:17@" Ich erinnere mich auch noch gut an die 60er Jahre, als die Russen Westberlin abschneiden wollten vom Westen und die US-Panzer am Checkpointcharlie aufgefahren sind, und für uns das Risiko einer Ost/Westkonfrontation auf sich genommen haben.Naja, die Jungen werden es nicht verstehen.wilbi"

Daran erinnere ich mich auch! Dass nämlich die Amis
hosenschisserich an der Demarkationslinie stehen blieben, obwohl ihre Panzer nach dem Potsdamer Abkommen das Recht hatten, quer durch Ostberlin zu rauschen. Genau seit diesem Zeitpunkt halte ich nicht mehr sehr viel von unseren sog. Freunden!!
Aber dieser Thread soll sich nicht mit der Historie, sondern mit der aktuellen wirtschaftlichen Sachlage befassen!!

Windei

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schrieb am 11.03.09 14:31:01
Beitrag Nr.36 
(36.745.580)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.743.796 von netbil.one am 11.03.09 11:09:40@ netbil.one

"Viele parallele Einzelentscheidungen werden es sein, die zu dem führen, was ich erwarte. Inwieweit Teile davon vernetzt sind, werden wir mit unseren Mitteln sowieso nie herausfinden."

Dieser Ihrer Aussage stimme ich nicht mehr uneingeschränkt zu.
Ich zitiere jetzt mal den Klappentext von E.Griffin Die Kreatur von
Jekyll Island:

" Im Jahre 1913 geschah in den USA das Unglaubliche. Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb gelang es in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System(FED) ins Leben
zu rufen... Doch diese Bank ist weder staatlich(federal) noch hat sie wirkliche Reserven. Ihr offizieller Zweck ist es, für die Stabilität des Dollars zu sorgen...."
An diesem Buch ist vieles zu kritisieren, weil ungenau oder sogar falsch!
Aber die Fakten des Klappentextes lassen sich nicht widerlegen.
Und unsere aktuelle Situation beweißt dies!!
Seit Beginn des Vietnam-Krieges ist die Handelsbilanz der USA stark defizitär. Dies konnte immer nur durch massivste Kapitalimporte ausgeglichen werden. Dazu hat die Wall-Street gesteuerte Finanzindustrie erfogreichst beigetragen.
Das ist das, was ich als ersten Raubzug bezeichne!
Ich erinnere mich noch lebhaft an die 80ger Jahre unter Reagan, speziell 1984-1986 damals stieg der Wert des US$ bis auf 3,47 DM
um dann binnen zweier Jahre auf 1,36 DM zurück zu fallen!
So etwas nenne ich legalisierten Diebstahl, dagegen sind Bakräuber
Waisenknaben!!

Gruß Windei

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schrieb am 11.03.09 15:14:20
Beitrag Nr.37 
(36.745.960)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.745.580 von windei am 11.03.09 14:31:01Hallo Windei ( irgendwie geht mir diese Anrede nicht so richtig über die Maus ),

schöne Diskussion mit Dir, ich möchte es ja auch glauben, dass z.B. diese Truppe dahinter steckt :



Amerikanische Finanzmärkte
Manipuliert das Plunge Protection Team die Kurse?
Von Caroline Baum, Kolumnistin für Bloomberg News

Vielleicht haben Sie schon vom Plunge Protection Team (PPT) gehört. Falls nicht, lassen Sie mich Ihnen diese illustere Gruppe vorstellen.

Sie kennen doch all diese Kurseinbrüche im Standard & Poor's 500, die einem Bauchschmerzen bereiten, sich auf mysteriöse Weise stabilisieren und sich dann in eine enorme Kurserholung umkehren? Falls Sie ein Anhänger der Verschwörungstheorie sind, dann lässt sich das PPT als eine auserwählte Gruppe von Regierungsvertretern und Bankern beschreiben, die von Zeit zu Zeit eingreifen, um den Aktienmarkt zu stützen. Nach Angaben einiger Händler, Experten und einer cleveren Gruppe von Anhängern der Verschwörungstheorie, ist die Federal Reserve - die gleiche Zentralbank, die am Tage offiziell Staatspapiere kauft und verkauft - im Geheimen auf dem Aktienmarkt tätig.

Wie die Fed gegen das Gesetz verstößt

Dabei ist es unerheblich, dass Aktien aller Art nicht zu der Palette an Titeln gehören, die die Federal Reserve kaufen darf. Gemäß Federal Reserve Act von 1913, der über die Jahre immer wieder geändert wurde, darf die Fed US-Treasuries und staatliche Schuldtitel, ausländische Staatsanleihen, Bankakzepte, Wechsel, bestimmte Gemeindeschuldtitel, ausländische Währungen und Gold kaufen. Versuchen Sie doch einmal, einen Anhänger der Verschwörungstheorie in eine Diskussion über dieses Thema zu verwickeln; das Gespräch wird an dieser Stelle enden.

Sprechen Sie die Reservewirkung an - wenn die Fed Aktien kauft, führt sie dem Bankensystem Reserven zu, die sich negativ auf die Federal Funds Rate für Tagesgeld auswirken würden. Es sei denn, die Fed würde die Reserven durch Offenmarktgeschäfte reduzieren - und die Anhänger der Verschwörungstheorie sagen Ihnen, dass die Mittel aus Bestechungsgeldern des US-Schatzamtes stammen, die offiziell als Exchange Stabilization Fund bekannt sind.

Die „Washington Post“ wusste Bescheid, oder doch nicht?

Diese Gruppe vergisst jedoch die technischen Ungereimtheiten. Wenn die Verschwörungstheoretiker Recht haben und die Fed S&P-Terminkontrakte kauft, dann gibt es irgendwo jemanden, der diese Transaktionen durchführt, sie abrechnet und das Konto überwacht. Das bedeutet, dass irgendwo ein Mensch existiert, der für sein Stillschweigen eine Menge Geld von der Fed erpressen oder von einem Verlag einen riesigen Vorschuss für das Schreiben eines Enthüllungsbuches verlangen könnte.

Zum Thema

„Kursgewinne sind eine Chance zum Ausstieg“
Die Autoren von Artikeln über das Plunge Protection Team, die nachweisen wollen, dass ihre Behauptungen berechtigt sind („Vertrauen Sie mir, es existiert!“), verweisen auf einen Artikel in der „Washington Post“ vom 23. Februar 1997. Kurios ist allerdings, dass dieser Artikel den Kauf von Aktien mit keinem Wort erwähnt. Brett Fromson, ein Reporter der „Post“, stellt die Bildung der Arbeitsgruppe Finanzmärkte durch den Präsidenten nach dem Börsencrash vom 19. Oktober 1987 dar. Die Gruppe, der auch der Finanzminister, der Chairman der Fed, der Chairman der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Chairman der Commodity Futures Trading Commission angehören, wurde ins Leben gerufen, um ein reibungsloses Funktionieren der Finanzmärkte sicherzustellen.

Schutz vor einem Marktzusammenbruch wird zum Komplott

„Hauptaufgabe der Arbeitsgruppe sei Regierungsvertretern zufolge, die Aufrechterhaltung der Marktfunktionen im Falle eines plötzlichen Einbruchs der Aktienkurse, bei dem es einem den Magen umdreht - und die Vermeidung eines panikartigen Ansturms auf Banken, Broker und Investmentfonds“, heißt es in dem Artikel von 1997. Der Tenor des Artikels ist das Bemühen der Regierungsvertreter um die Abwendung einer Liquiditätskrise, was genau das ist, was die Fed getan hat, als sie das Bankensystem nach dem Absturz des Dow Jones Industrial Average um 508 Punkte am 19. Oktober 1987 mit Reserven überschüttet hat. Wie aus dem eigentlichen Bemühen um die Sicherstellung eines angemessenen Zugangs zu Krediten zur Vermeidung eines Dominoeffekts im Falle eines Marktzusammenbruchs ein Komplott zur Stützung des Aktienmarktes wurde, wissen die Götter.

Um einen Einblick in die Tiefen der Verschwörungstheorie zu erhalten, geben Sie „Plunge Protection Team“ in die Google-Suchmaschine ein. Aufmerksame Leser bemerken die Sachkunde, mit der die Autoren schreiben. „Am 24. November 2000, nur Minuten nach der gemeinsamen Intervention von Fed und Goldman Sachs, schnellte der Nasdaq in die Höhe und schloss an diesem Tag deutlich über 3.100 Punkten, was einem Tagesplus von 5,7 Prozent entspricht“, schrieb ein anonymer Internet-Experte. „Hätten die Fed und das Plunge Protection Team nicht eingegriffen, so gut informierte Marktinsider, hätte es eine richtiggehende systemische Finanzkrise gegeben, die sich bald zu einer Dollar-Krise ausgewachsen hätte“. Und außerdem bedient man sich laut den Darstellungen dieser Website der Goldman-Strategin Abby Joseph Cohen, die seit dem Börsencrash im Oktober 1987 „jedes Mal, wenn die Märkte bedroht sind, eine Erholung `prognostiziert`“.

Hinter dem Handelsvolumen bei 3M steckt ebenfalls die Regierung

Werfen wir einen Blick auf all die Leute, die über diese Sache Bescheid wissen. Will denn keiner von ihnen aus diesen Insiderinformationen Kapital schlagen und einen Spitzenbestseller schreiben? Laut einem Pressebericht hat die Fed das Geschäft mit den Aktienindizes zugunsten der Auswahl einzelner Aktien aufgegeben. In der Erkenntnis, dass der Dow Jones Industrial Average mit seinen 30 Aktien „weitaus einfacher zu manipulieren“ sei, folgerte Londons „Evening Standard“ am 19. März, dass das „riesige Handelsvolumen der letzten Tage“ bei 3M ein deutlicher Hinweis darauf sei, dass die US-Börse im Hinblick auf den Krieg im Irak von der Regierung manipuliert worden wäre.

Gibt es keine Garantie dafür, dass die angebliche Intervention des PPT Erfolg hat? Wirtschaftswissenschaftler versuchen noch immer, herauszufinden, ob Interventionen am Devisenmarkt mehr als nur transitorischen Effekt haben. Wenn diese Gruppe so geschickt ist, warum erleben die Aktienmärkte dann das vierte Jahr in Folge eine Börsenbaisse? Mit einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen an der New York Stock Exchange von 1,43 Milliarden Aktien im vergangenen Jahr wären beträchtliche Käufe nötig, um eine Marktbewegung umzukehren. Vielleicht hat sich das PPT die Strategic Petroleum Reserve angeeignet, verkauft heimlich Öl zu überhöhten Preisen am Markt und verwendet die Erlöse zum Kauf von Aktien. Und wenn man es sich recht überlegt, war bisher auch keiner in der Lage auszumachen, wo jene erfundenen Mondlandungen ihren Ursprung haben.



Text: @thwi



Manchmal aber glaube ich, dass man zu schnell Verschwörungstheorien in Diskussionen einführt. Gleichgeschaltete Interessen Gleichgesinnter, die untereinander nicht vernetzt sind, erzeugen manchmal nach außen ein Erscheinungsbild, das von dem einer Verschwörung nicht zu unterscheiden ist.

Zumal sich eingeleitete Trends durch technische Analysten häufig selbst tragen.

Insofern bin ich sicher, dass die PPG z.B. für die manipulierten Devisenmärkte rund um den Dollar voll verantwortlich waren
( sind ? ).

Aber die zur Krise führende Abzocke wirklich im kleinen Kreis geplant und initiiert worden ist und die jetzt sicherlich laufende zweite Abzockkette ebenso, da bin ich mir nicht sicher. Da meine ich, dass sich das Ganze wie ein Schneeballsystem selbst aufgebaut hat, solange es lief und die Boni flossen, hat man es laufen lassen, dann hat`s halt gecrasht mit ein wenig Kollateralschäden und jetzt geht das Spiel unter veränderten Vorzeichen weiter.

Schön wäre es, wenn das heute veröffentliche Verbot des short selling Wirklichkeit würde, dann müssten die Jungs wenigstens ihre Spikes ablegen und sich in normaler Schrittgeschwindigkeit im Markt bewegen.

Schön wäre es, wenn meine Annahmen widerlegt werden könnten ( in Form von Beweisen, nicht von Thesen a la Illuminati ), wenn Du dazu beitragen könntest, komme ich sofort in Deinen Club !

Schönen Nachmittag
netbil


Avatar
schrieb am 11.03.09 15:27:24
Beitrag Nr.38 
(36.746.066)
Antwort
Zitat
@ alle Interessierten

wenn man dieses Interview liest, sträuben sich einem die Nackenhaare:

"Da bekam die Finanzbranche einen Herzinfarkt"

Er liquidiert die Pleitebank: Seit Anfang des Jahres ist Bryan Marsal der Abwickler von Lehman Brothers. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht er über die Gründe für den Milliarden-Crash des Instituts, die Fehler der US-Regierung und die Lehren der Finanzkrise.

SPIEGEL ONLINE: Wie sind Sie an den Job als neuer Lehman-Chef gekommen?

Marsal: Ich schaute mir gerade ein Football-Spiel im Fernsehen an, als ich einen Anruf vom Aufsichtsrat von Lehman Brothers erhielt. Das war am 14. September, abends um halb elf. Die fragten mich, ob ich die Verantwortung für das Abwickeln der Bank übernehmen könnte.

SPIEGEL ONLINE: Und wie haben Sie reagiert?

Marsal: Ich habe ja gesagt. Und dann habe ich gefragt: Wie habt ihr euch auf den Konkursantrag vorbereitet? Die Antwort: Dieser Anruf ist unsere erste Vorbereitung.

SPIEGEL ONLINE: Das muss ein Schock gewesen sein. Schließlich musste der Konkursantrag am nächsten Morgen vor Börsenbeginn vorliegen.

Marsal: Wenn man bedenkt, dass die Bilanzsumme 651 Milliarden Dollar betrug, hätte man erwartet, dass es intensive Planungen dafür gegeben hätte.

SPIEGEL ONLINE: Die Lehman-Leute waren wohl überzeugt, dass man sie nicht sterben lässt.

Marsal: Wir waren ja nicht dabei. Aber ich glaube, sie konnten sich einfach nicht vorstellen, dass die Federal Reserve dies zulassen würde - wegen der Komplexität, Interdependenz und fragilen Natur des globalen Finanzsystems. Unter großem Druck, denke ich, traf die Fed dann die Entscheidung, Lehman nicht zu stützen, anders als zuvor Bear Stearns ...

SPIEGEL ONLINE: ... jene konkursreife New Yorker Investmentbank, die im März mit Hilfe der US-Regierung und Zentralbank von JP Morgan übernommen wurde. Warum halfen sie dagegen Lehman nicht?

Marsal: Das müssen Sie die Fed fragen. Jedenfalls zeigte die Entscheidung dem Rest der Branche, dass es keinen Freifahrschein gibt und man nicht erwarten darf, dass die Regierung einen automatisch rettet. Gleichzeitig stand damals der Versicherungskonzern AIG am Rande des Zusammenbruchs. Als dann der Beschluss gefallen war, Lehman untergehen zu lassen, bekam die globale Finanzbranche leider einen Herzinfarkt. Dann sprang die Federal Reserve ein, rettete AIG, half Bank of America bei der Übernahme von Merrill Lynch, unterstützte Wachovia, und so weiter und so weiter.


SPIEGEL ONLINE: Lehman scheitern zu lassen, war also eine politische Entscheidung mit unbedachten Folgen?

Marsal: Ich bin kein Politiker und will darüber nicht spekulieren. Wenn du zu gierig bist und Risiken verdrängst, kann dein Geschäft verlorengehen. Man braucht Angst, um die Gier zu zähmen - ich glaube, das war die Botschaft des Finanzministeriums.

SPIEGEL ONLINE: Doch dann brach weltweit Panik aus.

Marsal: Lehman war zu groß, um sie einfach fallenzulassen. Die gegenseitige Abhängigkeit der Banken ließ es nicht zu, sie einfach im Regen stehenzulassen. Vielleicht gibt's hier ja eine Lektion zu lernen: Finanzhäusern sollte gar nicht erst erlaubt werden, so groß zu werden.

SPIEGEL ONLINE: Was wäre an der Wall Street die Alternative gewesen?

Marsal: Wenn man statt fünf Banken 15 hätte und diese deutlich kleiner wären, könnte man mit einer Pleite wohl besser umgehen.

SPIEGEL ONLINE: Hatte Lehman überhaupt eine echte Überlebenschance?

Marsal: Ich sage nicht, dass Lehman hätte überleben müssen. Das kann ich nicht beurteilen. Man hätte die Bank aber so abwickeln sollen wie Bear Stearns. Als Bear Stearns von JP Morgan übernommen wurde, wechselten auch alle Derivate zum neuen Eigentümer, und die Federal Reserve half mit einem milliardenschweren Notfallkredit. JP Morgan konnte Bear Stearns so sicher unter seinem Dach liquidieren. Und so haben sie es auch beim Deal von Merrill Lynch mit Bank of America gemacht. Als die britische Bank Barclays Lehman übernehmen wollte, entschied sich die Fed dagegen - aus welchem Grund auch immer.

SPIEGEL ONLINE: Mit Lehmans Pleite hingen plötzlich auch 900.000 Derivate in der Luft. Verträge mit Handelspartnern weltweit platzten deshalb. Was lief falsch?

Marsal: Diese Kontrakte hätten auf eine dritte, kreditwürdige Partei übertragen werden müssen. Sämtliche guten Vermögenswerte hätten, mit Unterstützung der Fed, an einen kreditwürdigen Käufer übertragen werden sollen. Die schlechten, giftigen Anlagen wären in der Holding verblieben, und dann hätte man einen Insolvenzantrag gestellt. Dieser Fehler allein kostet die Gläubiger etwa 50 bis 75 Milliarden Dollar.

SPIEGEL ONLINE: Unterscheidet sich Lehman von Ihren Kunden in anderen Branchen, oder sind im Untergang alle gleich?

Marsal: Die Finanzbranche ist anders. Geld hat einen schnelleren und direkteren Effekt auf die Menschen. Der Zerfall von Lehman geschah in einem Wimpernschlag. Finanzinstitutionen können sehr sehr schnell in eine schlechte Lage und dann eine Vertrauenskrise geraten - nicht weil ihnen das Vermögen abhandenkommt, sondern Bargeld.

SPIEGEL ONLINE: Wäre uns die Weltkrise ohne die Lehman-Pleite erspart geblieben?
Marsal: Im Fall von Bear Stearns haben die Märkte einen Stoßseufzer der Erleichterung losgelassen. Dort wurde rational gehandelt - so wie es auch die Briten und die Deutschen mit ihren Problemfällen taten. Ein konsistenter Führungsstil, konsequente Entscheidungen sind von zentraler Bedeutung. Es würde uns heute besser gehen, wenn man Barclays die Übernahme ermöglicht und entsprechenden Schutz angeboten hätte.

SPIEGEL ONLINE: Stimmt es, dass Sie immer noch mit Richard Fuld, Lehmans Ex-Chef, zusammenarbeiten?

Marsal: Finanziell erhält er nichts mehr von uns. Freundlicherweise hat er sich aber, im Austausch für ein Büro, bereiterklärt, uns für Fragen zur Verfügung zu stehen; zum Beispiel wenn es um bestimmte Hedgefonds- oder Private-Equity-Investitionen von Lehman geht.

SPIEGEL ONLINE: Wie viel Geld schulden Sie Lehmans Gläubigern?

Marsal: Die Ansprüche belaufen sich auf etwa 200 Milliarden Dollar.

SPIEGEL ONLINE: Und wie wollen Sie dieses Geld beschaffen?

Marsal: Wir haben liquide und illiquide Werte. Schwierig ist es vor allem mit letzteren. Das Immobilienportfolio war 40 Milliarden Dollar wert, Investitionen in Hedge- oder Private-Equity-Fonds betrugen 12 Milliarden Dollar.

SPIEGEL ONLINE: So viel werden Sie heute nicht mehr dafür bekommen.

Marsal: Lehman hat derzeit etwa neun Milliarden Dollar in Cash, wir haben keine Liquiditätskrise und sind deshalb nicht gezwungen, unter Druck irgendwas zu verkaufen. Wir verkaufen entweder zu einem fairen Preis, oder wir halten unsere Beteiligungen, bis wir einen guten Preis bekommen.

Das Interview führte Frank Hornig


Avatar
schrieb am 11.03.09 15:57:48
Beitrag Nr.39 
(36.746.364)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.745.367 von windei am 11.03.09 14:07:19"Daran erinnere ich mich auch! Dass nämlich die Amis
hosenschisserich an der Demarkationslinie stehen blieben, obwohl ihre Panzer nach dem Potsdamer Abkommen das Recht hatten, quer durch Ostberlin zu rauschen. Genau seit diesem Zeitpunkt halte ich nicht mehr sehr viel von unseren sog. Freunden!!"


Natürlich hätten die gleich auf die gegenüberstehenden Panzer der Russen schießen müssen.:D

Und so "Freunde" wie dich hätten die sicherlich auch nicht verteidigen brauchen, da konnten sie gut drauf verzichten.
Ein solches Argument disqualifiziert dich doch total.
wilbi
Avatar
schrieb am 11.03.09 16:43:57
Beitrag Nr.40 
(36.746.873)
Antwort
Zitat
@ netbil.one,

Manchmal aber glaube ich, dass man zu schnell Verschwörungstheorien in Diskussionen einführt. Gleichgeschaltete Interessen Gleichgesinnter, die untereinander nicht vernetzt sind, erzeugen manchmal nach außen ein Erscheinungsbild, das von dem einer Verschwörung nicht zu unterscheiden ist.

Zumal sich eingeleitete Trends durch technische Analysten häufig selbst tragen. d´accord insbsondere durch die computergestützten
Kauf- und Verkaufprogramme!


Insofern bin ich sicher, dass die PPG z.B. für die manipulierten Devisenmärkte rund um den Dollar voll verantwortlich waren
( sind ? ).
Würde ich auch mit einem Fragezeichen versehen!!

Aber die zur Krise führende Abzocke wirklich im kleinen Kreis geplant und initiiert worden ist und die jetzt sicherlich laufende zweite Abzockkette ebenso, da bin ich mir nicht sicher. Da meine ich, dass sich das Ganze wie ein Schneeballsystem selbst aufgebaut hat, solange es lief und die Boni flossen, hat man es laufen lassen, dann hat`s halt gecrasht mit ein wenig Kollateralschäden und jetzt geht das Spiel unter veränderten Vorzeichen weiter.
Das Bild des Schneeballsystems ist sehr anschaulich, aber ich bekomme es nicht in Übereinstimmung mit einer Sache, die mich schon seit 20 Jahren beschäftigt. Seit etwa Mitte der 80ger begann man, von den USA ausgehend, die staatlichen Rentensysteme in Europa zu diffamieren (maßgebend: Miegel und Raffelbüschen). Die Kapitalgedeckte Altersvorsorge war das große Modewort.Dabei
war von Anfang an klar, dass die Generation der Babyboomer, auf die das abzielte, der große Angearschte sein würde, wegen der
immer weiter ansteigenden Lebenserwartung und der Tatsache, dass
von hundert $ bis zu 20 $ in den Taschen der Initiatoren bleiben sollten!! Und jetzt ist das ganze wieder auf Null gestellt, mit
dem angenehmen Nebeneffekt, dass die erfahrenen Alten als billige
Arbeitskräfte die Reservearmee einer Marktwirtschaft bilden, die
sich gut verdienende Dinks nicht mehr leisten will! Ich weiß: zu
viel Spekulation und zu wenig Beweise!! Aber vielleicht kann der/
die eine oder andere mit mehr Insiderwissen Licht ins Dunkel bringen!!


Schön wäre es, wenn das heute veröffentliche Verbot des short selling Wirklichkeit würde, dann müssten die Jungs wenigstens ihre Spikes ablegen und sich in normaler Schrittgeschwindigkeit im Markt bewegen.
Ja das gab´ es als Reaktion auf die Weltwirtschaftskrise alles schon einmal, wurde mit der Deregulierungswelle über Bord gespült!

Schön wäre es, wenn meine Annahmen widerlegt werden könnten ( in Form von Beweisen, nicht von Thesen a la Illuminati )
Wenn ich das könnte wäre das perfekt, aber ich habe als typischer Kleinaktionär ein zu geringes Insiderwissen, besitze
nur meine Studienkenntnisse, meine Berufserfahrung und das
Bücherwissen/ Internetwissen, sonst nichts!!



Gruß Windei

[ Seite: 12345303132neuster Beitrag ]

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