schrieb am 21.03.09 14:14:40
Hallo,
ich befasse mich derzeit ein wenig mit Metall.
Da bin ich auch auf Platin gestoßen.
Würde gern mal die aktuelle Lage diskutieren wollen -
hier gehen ja die Meinungen ziemlich auseinander.
Einerseits gehen viele von einem steigenden Platinpreis aus, da
a) bereits ein sehr starker Preisverfall stattfand und
b) die AUTOMOBILINDUSTRIE immer mehr davon braucht (Kats auch in
Dieseln etc...)
Andererseits sind die Absatz-Rückläufe der Autohersteller extren
hoch, so dass die Nachfrage doch unterm Strich rückläufig sein
müsste.
Danke f. Meinungen
schrieb am 22.03.09 08:33:42
Zumindest charttechnisch sieht es nicht schlecht aus. Platin ist
aus einem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Ich würde einige
Tage abwarten, ob es über 1090 bleibt.
schrieb am 22.03.09 10:42:54
Freitag, 6. März 2009
PlatinDas verkannte Metall
Die Faszination des Goldes konnte Platin noch nie erreichen.
Während Gold die Gemüter der Europäer schon vor vielen Tausend
Jahren verzückte, drang Platin erst vor wenigen Jahrhunderten ins
Bewusstsein der Menschen vor. Erstmals in Europa wurde Platin von
dem italienischen Humanisten Julius Caesar Scaliger vor etwa 500
Jahren beschrieben. Noch im 17. Jahrhundert wurde Platin als
lästiges Abfallprodukt bei der Goldgewinnung in den spanischen
Kolonien Südamerikas achtlos in die Flüsse zurückgeworfen.
Obgleich derartige Verschwendungen heute undenkbar wären, kommt
Platin in der Anlegergunst eine untergeordnete Bedeutung zu. Dabei
konnte Platin zumindest seit Jahresbeginn das gelbliche Edelmetall
outperformen. Während die Feinunze Gold (31,1 Gramm) bis zum 4.
März nur um 4,5 Prozent auf 908,50 US-Dollar zulegen konnte, stieg
Platin sogar um 15,7 Prozent auf 1039 US-Dollar. Die
Tausend-Dollar-Marke, die Gold schon häufig avisiert hatte und
bislang nur kurzzeitig in 2008 übersteigen konnte, hat Platin also
souverän übersprungen.
Unersetzbarer Rohstoff
Dies ist auch nicht sonderlich verwunderlich, ist Platin doch noch
seltener als Gold. Überdies kommt dem Edelmetall eine wichtige
Funktion bei vielen industriellen Verwendungen zu. So wird Platin
von der Autoindustrie, der Chemie, der Medizintechnik und für
Brennstoffzellen benötigt, wobei das Edelmetall kaum von anderen
Werkstoffen ersetzt werden kann. Deswegen warnt eine Studie des
Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem vergangenen Jahr
ausdrücklich vor einer Verknappung dieses wichtigen Rohstoffs. Von
besonderer Problematik ist dabei die Konzentration der Vorkommen
auf nur drei Länder. Denn Südafrika, Russland und Kanada gebieten
über 92 Prozent der Platinreserven, wobei die drei größten
Unternehmen 73 Prozent der Weltproduktion beherrschen.
Dies könnte zumindest langfristig auf ein Anziehen des
Platinpreises hindeuten. So hat Platin noch vor einem Jahr, am 4.
März 2008, bei 2273 US-Dollar je Feinunze notiert. Damit ist Platin
von seinem Rekordpreis noch viel weiter entfernt als Gold, was für
ein hohes Nachholpotenzial sprechen könnte. Für eine Anlage in
Platin könnten darüber hinaus besonders Derivate interessant sein.
Denn für den physischen Erwerb von Platin wird – anders als bei
Gold – die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig. Dies
gilt jedoch nicht für Derivate.
Anlagemöglichkeiten mit Derivaten
Für risikobereitere Anleger, die steigende Platinkurse erwarten,
könnte der WaveXXL Call DB74WT vom X-markets Team der Deutschen
Bank interessant sein. Das Derivat ist mit einem Hebel von gut fünf
ausgestattet, weshalb der Wert des WaveXXL etwa fünfmal schneller
steigt oder fällt als der Platinpreis. Falls jedoch die Marke
(Stopp Loss) bei 901,90 US-Dollar berührt oder unterschritten wird,
wird das Derivat verkauft und zum Restwert ausbezahlt.
Dagegen könnte der WaveXXL Put DB74WZ mit einem Hebel von ebenfalls
gut sechs für Anleger attraktiv sein, die auf fallende Platinkurse
setzen wollen. Denn das Derivat legt im Wert zu, wenn der
Platinpreis nachgibt. Sofern Platin jedoch die Marke (Stopp Loss)
von 1197,75 Dollar berührt oder überschreitet, wird der Schein
glattgestellt und der Restwert dem Anleger überwiesen.
Eine interessante Möglichkeit für risikobewusstere Investoren
könnte überdies das X-Pert Zertifikat mit der WKN 104207 sein.
Dieses Zertifikat vollzieht die Entwicklung des Platinkurses etwa
1:1 nach.
Anleger sollten jedoch beachten, dass alle genannten Derivate nicht
währungsgeschützt sind.
Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine
Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein
verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Der
maßgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter
www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB,
GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt,
kostenfrei angefordert werden.
schrieb am 08.04.09 09:12:23
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.817.612
von timekiller am 21.03.09 14:14:40Nach meinen
Informationen wird Platin in den nächsten 20 Jahren vermehrt
nachgefragt werden, so z. B. durch "Brennstoffzellen"
schrieb am 22.02.11 15:32:39
Sehr beeindruckende Performance,
sollte an sich im Kontext steigender Rohstoffpreise durchaus
ansehen
Handelt hier noch jemand diesen Wert? Wie?
Gruß Bernecker1977
schrieb am 04.01.13 21:51:13
Bizarrer Weg aus der US-SchuldenfalleDer billionenschwere
Münztrick
Von Lars Halter, New York
Wegen ihrer ausufernden Verschuldung stecken die USA seit geraumer
Zeit mit einem Bein im Staatsbankrott. Nun macht ein irrwitziger
Plan die Runde, wie das Finanzministerium seine Sorgen um die
Schuldengrenze auf einen Schlag lösen könnte: Eine Super-Münze aus
Platin mit einem geprägten Wert von sage und schreibe einer Billion
US-Dollar.
Zwei Monate nach einem faulen Kompromiss zur Vermeidung der
gefürchteten Fiskalklippe droht den USA ein neuer Finanzstreit: Wie
schon vor einem Jahr muss der Kongress im Februar die Schuldendecke
anheben, um einen Staatsbankrott zu verhindern. Die Republikaner
stemmen sich dagegen, doch Präsident Obama könnte sich freikaufen.
Mit einer einzigen Münze – einer Münze im Wert von einer Billion
Dollar.
Das klingt bizarr, ist aber völlig legal – dank eines weitgehend
unbekannten Paragrafen im amerikanischen Bundesgesetz. Der
ermächtigt den Finanzminister zur uneingeschränkten Prägung von
Platinmünzen und überlässt ihm die Festlegung von Größe, Design und
Wert. Gedacht war das Gesetz einmal, um die rasche Prägung von
Gedenkmünzen für Sammler zu ermöglichen, doch im andauernden Streit
um die Staatsverschuldung der USA könnte eine revolutionäre
Auslegung des Paragrafen die Obstruktionspolitik der Republikaner
aushebeln.
Tresor-Geschäft
Und so soll das ganze funktionieren: Finanzminister Timothy
Geithner würde auf Anweisung aus dem Weißen Haus eine einzige
Platinmünze mit dem Nennwert von einer Billion Dollar prägen. Diese
würde bei der Notenbank hinterlegt, um eigene Schulden von der Fed
zurückzukaufen. Für weitere, vom Kongress bereits beschlossene und
getätigte, Staatsausgaben müssten keine neuen Verbindlichkeiten
aufgenommen werden.
Damit müssten die USA ihre Schuldendecke nicht anheben und würden
sich einen Streit sparen, der vor einem Jahr zu einer derartigen
Regierungskrise geführt hat, dass die Rating-Agentur Standard &
Poor´s das Land mit einer Abwertung der Kreditwürdigkeit strafte.
Käme es im Frühjahr erneut zu einem solchen Streit, dürften auch
die beiden übrigen Agenturen, Moody´s und Fitch, ihre Bestnoten
abziehen, was dramatische Folgen für die Wirtschaft und die
Finanzmärkte haben könnte.
Kopf oder Zahl
Dem ganzen durch einen einfachen Münztrick zu entgehen, klingt
heikel, wäre aber angesichts der grundsätzlichen Problematik um die
Schuldendecke durchaus denkbar. Denn die eigentliche Diskussion ist
ein Witz. Jedes Jahr geben die Vereinigten Staaten mehr Geld aus
als sie erwirtschaften, entsprechend leiht man sich Geld und hebt
traditionell die Schuldendecke an. Im vergangenen Jahr zogen die
Republikaner nicht mit. Sie blockierten eine ansonsten rein formale
Anhebung und wollten auf diese Weise Präsident Obama auf Sparkurs
bringen. Das war absurd, denn der gibt ja das Geld nicht aus,
sondern der Kongress, der sämtliche Staatsausgaben beschließt.
Wird die Schuldendecke nicht angehoben, kann Amerika kein Geld mehr
leihen und bestehende Schulden nicht bedienen – es käme zum
Staatsbankrott mit dramatischen Folgen für das ganze Land. Bis vor
kurzem wäre undenkbar gewesen, dass eine Partei ein solches
Szenario als Druckmittel gegen den Präsidenten benutzt.
Entsprechend ist jetzt durchaus denkbar, und von einigen Demokraten
wie dem New Yorker Abgeordneten Jerry Nadler explizit gewünscht,
dass der Präsident ein außergewöhnliches Druckmittel nutzt, um die
Republikaner in ihrem Tun zu stoppen.
Insider in Washington hoffen, dass der Münztrick zumindest eines
bewirkt: Präsident Obama könnte mit der Prägung der Billionen-Münze
drohen und den Kongress zur Verabschiedung eines umfassenden
Gesetzes zwingen, in dem einerseits der Präsident seine Prägerecht
verliert, andererseits die ohnehin völlig theoretische
Schuldendecke abschafft.
Quelle: n-tv.de
Super Metall...
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