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Platin

Diskussionsstatistik
eröffnet am 21.03.09 14:14:40
von
neuster Beitrag 04.01.13 21:51:13
von

Anzahl Beiträge: 7
Aufrufe gesamt: 4.340
Aufrufe heute: 6
Diskussionsnr.: 1.149.173

Platin

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RBS Indikation (USD), 24.05.13 | 16:09
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schrieb am 21.03.09 14:14:40
Beitrag Nr.1 
(36.817.612)
Antwort
Zitat
Hallo,

ich befasse mich derzeit ein wenig mit Metall.:cool:

Da bin ich auch auf Platin gestoßen.

Würde gern mal die aktuelle Lage diskutieren wollen -
hier gehen ja die Meinungen ziemlich auseinander.

Einerseits gehen viele von einem steigenden Platinpreis aus, da

a) bereits ein sehr starker Preisverfall stattfand und
b) die AUTOMOBILINDUSTRIE immer mehr davon braucht (Kats auch in Dieseln etc...)


Andererseits sind die Absatz-Rückläufe der Autohersteller extren hoch, so dass die Nachfrage doch unterm Strich rückläufig sein müsste.

Danke f. Meinungen
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schrieb am 22.03.09 08:33:42
Beitrag Nr.2 
(36.819.224)
Antwort
Zitat
Zumindest charttechnisch sieht es nicht schlecht aus. Platin ist aus einem kurzfristigen Abwärtstrend ausgebrochen. Ich würde einige Tage abwarten, ob es über 1090 bleibt.
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schrieb am 22.03.09 10:42:54
Beitrag Nr.3 
(36.819.433)
Antwort
Zitat
Freitag, 6. März 2009

PlatinDas verkannte Metall

Die Faszination des Goldes konnte Platin noch nie erreichen. Während Gold die Gemüter der Europäer schon vor vielen Tausend Jahren verzückte, drang Platin erst vor wenigen Jahrhunderten ins Bewusstsein der Menschen vor. Erstmals in Europa wurde Platin von dem italienischen Humanisten Julius Caesar Scaliger vor etwa 500 Jahren beschrieben. Noch im 17. Jahrhundert wurde Platin als lästiges Abfallprodukt bei der Goldgewinnung in den spanischen Kolonien Südamerikas achtlos in die Flüsse zurückgeworfen.

Obgleich derartige Verschwendungen heute undenkbar wären, kommt Platin in der Anlegergunst eine untergeordnete Bedeutung zu. Dabei konnte Platin zumindest seit Jahresbeginn das gelbliche Edelmetall outperformen. Während die Feinunze Gold (31,1 Gramm) bis zum 4. März nur um 4,5 Prozent auf 908,50 US-Dollar zulegen konnte, stieg Platin sogar um 15,7 Prozent auf 1039 US-Dollar. Die Tausend-Dollar-Marke, die Gold schon häufig avisiert hatte und bislang nur kurzzeitig in 2008 übersteigen konnte, hat Platin also souverän übersprungen.

Unersetzbarer Rohstoff

Dies ist auch nicht sonderlich verwunderlich, ist Platin doch noch seltener als Gold. Überdies kommt dem Edelmetall eine wichtige Funktion bei vielen industriellen Verwendungen zu. So wird Platin von der Autoindustrie, der Chemie, der Medizintechnik und für Brennstoffzellen benötigt, wobei das Edelmetall kaum von anderen Werkstoffen ersetzt werden kann. Deswegen warnt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft aus dem vergangenen Jahr ausdrücklich vor einer Verknappung dieses wichtigen Rohstoffs. Von besonderer Problematik ist dabei die Konzentration der Vorkommen auf nur drei Länder. Denn Südafrika, Russland und Kanada gebieten über 92 Prozent der Platinreserven, wobei die drei größten Unternehmen 73 Prozent der Weltproduktion beherrschen.

Dies könnte zumindest langfristig auf ein Anziehen des Platinpreises hindeuten. So hat Platin noch vor einem Jahr, am 4. März 2008, bei 2273 US-Dollar je Feinunze notiert. Damit ist Platin von seinem Rekordpreis noch viel weiter entfernt als Gold, was für ein hohes Nachholpotenzial sprechen könnte. Für eine Anlage in Platin könnten darüber hinaus besonders Derivate interessant sein. Denn für den physischen Erwerb von Platin wird – anders als bei Gold – die gesetzliche Mehrwertsteuer von 19 Prozent fällig. Dies gilt jedoch nicht für Derivate.

Anlagemöglichkeiten mit Derivaten

Für risikobereitere Anleger, die steigende Platinkurse erwarten, könnte der WaveXXL Call DB74WT vom X-markets Team der Deutschen Bank interessant sein. Das Derivat ist mit einem Hebel von gut fünf ausgestattet, weshalb der Wert des WaveXXL etwa fünfmal schneller steigt oder fällt als der Platinpreis. Falls jedoch die Marke (Stopp Loss) bei 901,90 US-Dollar berührt oder unterschritten wird, wird das Derivat verkauft und zum Restwert ausbezahlt.

Dagegen könnte der WaveXXL Put DB74WZ mit einem Hebel von ebenfalls gut sechs für Anleger attraktiv sein, die auf fallende Platinkurse setzen wollen. Denn das Derivat legt im Wert zu, wenn der Platinpreis nachgibt. Sofern Platin jedoch die Marke (Stopp Loss) von 1197,75 Dollar berührt oder überschreitet, wird der Schein glattgestellt und der Restwert dem Anleger überwiesen.

Eine interessante Möglichkeit für risikobewusstere Investoren könnte überdies das X-Pert Zertifikat mit der WKN 104207 sein. Dieses Zertifikat vollzieht die Entwicklung des Platinkurses etwa 1:1 nach.

Anleger sollten jedoch beachten, dass alle genannten Derivate nicht währungsgeschützt sind.

Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für künftige Wertentwicklungen. Der maßgebliche Prospekt für die genannten Wertpapiere kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.
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schrieb am 08.04.09 09:12:23
Beitrag Nr.4 
(36.938.972)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.817.612 von timekiller am 21.03.09 14:14:40Nach meinen Informationen wird Platin in den nächsten 20 Jahren vermehrt nachgefragt werden, so z. B. durch "Brennstoffzellen"
Avatar
schrieb am 22.05.09 10:17:08
Beitrag Nr.5 
(37.231.420)
Antwort
Zitat
1.148,00 €
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Bernecker1977 [VIP]
schrieb am 22.02.11 15:32:39
Beitrag Nr.6 
(41.084.666)
Antwort
Zitat
Sehr beeindruckende Performance,
sollte an sich im Kontext steigender Rohstoffpreise durchaus ansehen



Handelt hier noch jemand diesen Wert? Wie?

Gruß Bernecker1977
Avatar
schrieb am 04.01.13 21:51:13
Beitrag Nr.7 
(43.984.184)
Antwort
Zitat
Bizarrer Weg aus der US-SchuldenfalleDer billionenschwere Münztrick

Von Lars Halter, New York

Wegen ihrer ausufernden Verschuldung stecken die USA seit geraumer Zeit mit einem Bein im Staatsbankrott. Nun macht ein irrwitziger Plan die Runde, wie das Finanzministerium seine Sorgen um die Schuldengrenze auf einen Schlag lösen könnte: Eine Super-Münze aus Platin mit einem geprägten Wert von sage und schreibe einer Billion US-Dollar.

Zwei Monate nach einem faulen Kompromiss zur Vermeidung der gefürchteten Fiskalklippe droht den USA ein neuer Finanzstreit: Wie schon vor einem Jahr muss der Kongress im Februar die Schuldendecke anheben, um einen Staatsbankrott zu verhindern. Die Republikaner stemmen sich dagegen, doch Präsident Obama könnte sich freikaufen. Mit einer einzigen Münze – einer Münze im Wert von einer Billion Dollar.

Das klingt bizarr, ist aber völlig legal – dank eines weitgehend unbekannten Paragrafen im amerikanischen Bundesgesetz. Der ermächtigt den Finanzminister zur uneingeschränkten Prägung von Platinmünzen und überlässt ihm die Festlegung von Größe, Design und Wert. Gedacht war das Gesetz einmal, um die rasche Prägung von Gedenkmünzen für Sammler zu ermöglichen, doch im andauernden Streit um die Staatsverschuldung der USA könnte eine revolutionäre Auslegung des Paragrafen die Obstruktionspolitik der Republikaner aushebeln.
Tresor-Geschäft

Und so soll das ganze funktionieren: Finanzminister Timothy Geithner würde auf Anweisung aus dem Weißen Haus eine einzige Platinmünze mit dem Nennwert von einer Billion Dollar prägen. Diese würde bei der Notenbank hinterlegt, um eigene Schulden von der Fed zurückzukaufen. Für weitere, vom Kongress bereits beschlossene und getätigte, Staatsausgaben müssten keine neuen Verbindlichkeiten aufgenommen werden.

Damit müssten die USA ihre Schuldendecke nicht anheben und würden sich einen Streit sparen, der vor einem Jahr zu einer derartigen Regierungskrise geführt hat, dass die Rating-Agentur Standard & Poor´s das Land mit einer Abwertung der Kreditwürdigkeit strafte. Käme es im Frühjahr erneut zu einem solchen Streit, dürften auch die beiden übrigen Agenturen, Moody´s und Fitch, ihre Bestnoten abziehen, was dramatische Folgen für die Wirtschaft und die Finanzmärkte haben könnte.

Kopf oder Zahl

Dem ganzen durch einen einfachen Münztrick zu entgehen, klingt heikel, wäre aber angesichts der grundsätzlichen Problematik um die Schuldendecke durchaus denkbar. Denn die eigentliche Diskussion ist ein Witz. Jedes Jahr geben die Vereinigten Staaten mehr Geld aus als sie erwirtschaften, entsprechend leiht man sich Geld und hebt traditionell die Schuldendecke an. Im vergangenen Jahr zogen die Republikaner nicht mit. Sie blockierten eine ansonsten rein formale Anhebung und wollten auf diese Weise Präsident Obama auf Sparkurs bringen. Das war absurd, denn der gibt ja das Geld nicht aus, sondern der Kongress, der sämtliche Staatsausgaben beschließt.

Wird die Schuldendecke nicht angehoben, kann Amerika kein Geld mehr leihen und bestehende Schulden nicht bedienen – es käme zum Staatsbankrott mit dramatischen Folgen für das ganze Land. Bis vor kurzem wäre undenkbar gewesen, dass eine Partei ein solches Szenario als Druckmittel gegen den Präsidenten benutzt. Entsprechend ist jetzt durchaus denkbar, und von einigen Demokraten wie dem New Yorker Abgeordneten Jerry Nadler explizit gewünscht, dass der Präsident ein außergewöhnliches Druckmittel nutzt, um die Republikaner in ihrem Tun zu stoppen.

Insider in Washington hoffen, dass der Münztrick zumindest eines bewirkt: Präsident Obama könnte mit der Prägung der Billionen-Münze drohen und den Kongress zur Verabschiedung eines umfassenden Gesetzes zwingen, in dem einerseits der Präsident seine Prägerecht verliert, andererseits die ohnehin völlig theoretische Schuldendecke abschafft.

Quelle: n-tv.de



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