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schrieb am 25.03.09 23:19:10
Sanofi - Aventis, attraktiv niedrig bewerteter Pharmariese
mit aussichtsreicher Pipeline und vielversprechender
Zukunftsausrichtung
MrBean und ich waren uns darüber einig, dass die Bezeichnung
"Gefallener Engel" einfach zu wenig über das Unternehmen
vermittelt. Sanofi befindet sich in einer wichtigen Phase, es ist
auch deshalb an der Zeit einen neuen Thread zu eröffnen, um das
Unternehmen in dieser bedeutenden Zeit angemessen zu begleiten.
Ich denke der Titel liefert genug Phantasie für alle und deutet
gleichzeitig die Richtung an, welche wir uns für die nächsten
Monate / Jahre erhoffen.
Zur Bewertung
Kennzahlen zu Beginn dieses Threads am 25.03.09 ca. 23.00 Uhr:
Kurs: 42,17 €
Marktkapitalisierung 57.231,91 Mio EUR
Anzahl Aktien 1.365.916.644 Stk.
Streubesitz 73,43%
2008
Ergebnis/Aktie (in EUR) 5,45
KGV 8,32
Dividende/Aktie (in EUR) 2,19
Dividendenrendite (in %) 4,82
2009
Ergebnis/Aktie (in EUR) 5,98
KGV 7,02
Dividende/Aktie (in EUR) 2,32
Dividendenrendite (in %) 5,53
2010
Ergebnis/Aktie (in EUR) 6,83
KGV 6,15
Dividende/Aktie (in EUR) 2,55
Dividendenrendite (in %) 6,07
Zur Pipeline
In der Pipeline befinden sich ganz interessante Kandidaten, von
denen einer vor kurzem die Empfehlung der FDA bekommen hat. Später
wird hier noch mehr zur Pipeline zusammengetragen.
PARIS (Dow Jones)--Die Sanofi-Aventis SA ist mit ihrem neuen
Medikament "Multaq" ein wichtigen Schritt voran gekommen. Das
Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA habe sich für die
Zulassung des Mittels zur Behandlung von Patienten mit
nicht-permanentem Vorhofflimmern ausgesprochen, teilte der Pariser
Konzern am Donnerstag mit.
Die FDA folgt bei der Entscheidung über die endgültige Zulassung
üblicherweise der Ausschussempfehlung. Eine Entscheidung werde am
30. April erwartet, sagte eine Unternehmenssprecherin Dow Jones
Newswires. Ursprünglich hatte Sanofi-Aventis die Markteinführung in
den USA für Anfang 2009 geplant.
2006 hatte die FDA die Zulassung von Multaq abgelehnt und weitere
Studiendaten angefordert. Ende Juli 2008 hatte sie dem Produkt dann
den "Priority Review-Status" eingeräumt. Dieser Status, der ein
beschleunigtes Prüfverfahren vorsieht, wird immer dann gewährt,
wenn es für ein Produkt oder eine Indikation bislang keine
zufriedenstellende Alternative mit bereits zugelassenen
Arzneimitteln gibt. Die Prüfung des Antrages findet in diesem Fall
innerhalb von sechs Monaten statt.
Der arzneilich wirksame Bestandteil in dem Produkt ist Dronedaron,
ein Antiarrhythmikum (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen). Laut dem
Konzern handelt es sich um eine der bedeutendsten Neuentwicklungen
in der Indikation seit 20 Jahren. Mit dem Präparat will sich der
Konzern einen Markt erschließen, der in den kommenden Jahren
signifikant wachsen dürfte. Sanofi-Aventis zufolge leiden in den
USA 2,5 Millionen Menschen an Herzflimmern und etwa 4,5 Millionen
in der Europäischen Union.
In Europa wurde die Zulassung ebenfalls beantragt. Ein zeitlicher
Rahmen für den weiteren Verlauf sei dem Konzern nicht bekannt,
sagte die Sprecherin.
Multaq werde sich nicht zu einem Träger von mehreren Milliarden
Dollar entwickeln, erwartet Matrix-Analyst Navid Malik und
begründete dies mit den Bedenken der Zulassungsstellen im Zuge des
Zulassungsprozesses. In der Spitze rechne er mit 1 Mrd USD Umsatz.
Die Empfehlung des Ausschusses sei erwartet worden, stellt Oddo
Securities fest und beziffert das Umsatzpotenzial auf 1,5 Mrd EUR.
Sanofi-Aventis wollte keine Umsatzschätzung abgeben. In einem
insgesamt fester Markt verliert die Aktie bis gegen 11 Uhr
1,5%.
Auch die Boehringer Ingelheim arbeitet intensiv an einem Mittel zur
Verhinderung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern. Der Abschluss
der RELY-Studie zu dem Medikament "Pradaxa" stehe kurz bevor, sagte
eine Sprecherin auf Anfrage. Das Unternehmen sehe sich bei dieser
Indikation als "Frontrunner". Daten der Studie will der Konzern
Ende August auf dem ESC-Kongress in Barcelona vorstellen.
Das Mittel mit dem Wirkstoff Dabigatran wird derzeit zur
Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln in den Venen
(Venenthrombosen) bei Erwachsenen eingesetzt, bei denen eine
Operation zum Einsetzen eines neuen Hüft- oder Kniegelenks
durchgeführt worden ist.
Zur Zukunftsausrichtung
Sanofi-Aventis will mit Effizienzprogramm weiteres Wachstum
sichern
11.02.2009 - 11:46
PARIS (dpa-AFX) – Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis
will sich mit einem Effizienzprogramm und strategischen Zukäufen
für die Zeit nach dem Patentablauf seines Kassenschlagers Plavix
rüsten. „Wir müssen in der Forschung und Entwicklung neuer
Medikamente effektiver werden“, sagte der seit Dezember amtierende
Sanofi-Aventis-Chef Chris Viehbacher am Mittwoch auf seiner ersten
Pressekonferenz bei der Bilanzvorlage in Paris. Sanofi-Aventis
könne eine Strategie entwickeln, die es dem Konzern erlaube, auch
nach 2012 weiter zu wachsen. Um den Herausforderungen zu begegnen,
müsse Sanofi-Aventis nicht nur die Forschung optimieren, sondern
auch strategische Zukäufe und Partnerschaften abschließen.
Vor allem das Geschäft in den Schwellenländern und der Bereich der
Nachahmermedikamente (Generika) sollen ausgebaut werden. Zudem
verfüge Sanofi-Aventis über eine starke Stellung bei Impfstoffen
und Diabetika. Bei den Generika liege der Fokus für Zukäufe auf den
Schwellenländern und Europa. Sanofi-Aventis strebe eher kleinere
bis mittlere Zukäufe an, um die bestehenden Kernbereiche zu
stärken.
Unter kleineren Zukäufen seien Zukäufe mit einer
Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Euro zu verstehen. Mittlere
könnten in einer Spanne von 5 bis 15 Milliarden und größere über 15
Milliarden Euro liegen. Einem Mega-Deal a la Pfizer/Wyeth erteilte
Viehbacher am Mittwoch eine Absage. Für alle Zukunft ausschließen
könne er eine größere Übernahme allerdings nicht. Pfizer habe Wyeth
übernommen, um einen Zugang zu Impfstoffen zu haben. Sanofi-Aventis
sei bei Impfstoffen mit einem Wachstum von fast 10 Prozent auf
2,861 Milliarden Euro Umsatz dagegen bereits stark aufgestellt.
Einen Kommentar über ein Interesse an dem zum Verkauf stehenden
deutschen Generikahersteller ratiopharm lehnte Viehbacher ab.
An der Börse wurden die Aussagen von Konzernchef Viehbacher mit
einem kräftigen Kursgewinn quittiert: Die Aktien der im
EuroSTOXX-50 gelisteten Sanofi-Aventis verteuerten sich im
Vormittagshandel um 5,03 Prozent auf 46,16 Euro. Das bereinigte
Ergebnis und die Margen lagen über den Prognosen und auch der
Ausblick sei positiv, hieß es bei der Bank Cheuvreux.
WEITERES GEWINNWACHSTUM
Der weltweit drittgrößte Pharmakonzern peilt 2009 ein bereinigtes
Ergebnis pro Aktie von mindestens 7 Prozent Wachstum bei konstanten
Wechselkursen an. 2008 profitierte der Konzern von der Nachfrage
nach seinen wichtigsten Medikamenten – allen voran das
Antithrombose-Mittel Lovenox - dessen Umsatz um 10,6 Prozent auf
2,738 Milliarden Euro stieg. Der zweite Blockbuster, der
Blutverdünner Plavix, erreichte einen Umsatz von 2,616 Milliarden
Euro (plus 10,5 Prozent). In den USA verliert das Medikament Ende
2011 seinen lukrativen Patentschutz. Die Nummer drei - das am
wichtigen Standort Frankfurt-Hoechst hergestellte Diabetesmittel
Lantus - brachte einen Umsatz von 2,450 Milliarden Euro – ein Plus
von 27,7 Prozent.
Angetrieben von der Verbesserung auf dem weltweit wichtigsten
Pharmamarkt, den USA, und der Nachfrage aus den Schwellenländern
und Japan, verbuchte Sanofi-Aventis einen Konzernumsatz von 27,568
Milliarden Euro (VJ: 28,052). Auf vergleichbarer Basis stieg der
Umsatz um 3,7 Prozent, während sich Wechselkurseffekte wie bereits
im dritten Quartal belastend auswirkten. Generikakonkurrenz sorgte
auch in Europa für einen Rückgang der Umsätze. Der bereinigte
Überschuss kletterte um 3,2 Prozent auf 7,186 Milliarden Euro,
während das bereinigte EPS um 6,2 Prozent auf 5,49 Euro zulegte und
damit die durchschnittlichen Erwartungen der befragten Analysten
übertraf.
CHRIS VIEHBACHER DRÜCKT AUF TEMPO
Chris Viehbacher drückt bei Sanofi-Aventis aufs Tempo: Der
Deutsch-Kanadier will den Konzern zu einem der produktivsten in der
Branche machen und so auch das Wachstum für die Zeit nach 2012
sicher stellen. Dafür habe das Unternehmen etwa die Position eines
Chief Medical Officer (CMO) geschaffen, die Jean-Pierre Lehner
innehaben werde./ep/wiz
Quelle: dpa-AFX
Ich hoffe mit der Eröffnung dieses Threads den Grundstein für eine
schönen, informativen Austausch rund um das Unternehmen
Sanofi-Aventis gelegt zu haben. Grundsätzlich darf sich hier jeder
einmischen, ich möchte nur darum bitten, den guten Ton zu
bewahren.
Warum eröffne ich diesen Thread gerade jetzt?
Weil ich der Meinung bin, dass hier kurzfristig als auch
langfristig eine gute Rendite zu machen ist. Trader als auch
"Festanleger" sind also gern willkommen und dürften bei gutem
Timing einen guten Schnitt machen. Auch vermeintiche "Riesen" legen
schnell mal viele Prozente zu, wenn Umfeld und Newsflow es
"erfordern". Die Zeiten machen vieles möglich, selbst eine Deutsche
Bank hat in den letzten 2-3 Wochen fast 100% gemacht.
Viel Spaß!
Grüße!
schrieb am 25.03.09 23:24:43
Wenn die Zahlen eintreffen, dann ist SA einer der interessantesten
Pharmawerte überhaupt.
Wann laufen die großen Patente aus?
schrieb am 26.03.09 01:42:12
Wie du hier auf einen Gewinnanstieg in 2010 von fast 14% kommst
weiß ich nicht, das ist doch schon ganz schön hoch
gegriffen.....
ich weiß gar nicht ob man bei den Pharma Unternehmen auf so lange
Zeit so genaue Prognosen abgeben kann, ist eigentlich nur pure
Spekulation !
Gruß AOler
schrieb am 26.03.09 01:59:12
Das neue Präparat gegen Vorhofflimmern wurde im FDA Advisory Board
ziemlich kontrovers diskutiert und soll nur ein Label "bei
Patienten ohne schwerere Herzschwäche" erhalten. Die 1-1,5 Mrd.
Umsatz sind m.E. total utopisch (eine zweite Zulassungsstudie hatte
2005/2006 eine erhöhte Sterblichkeit unter dem neuen Präparat
ergeben... Das schreckt dei Verordner ab, gibt bestimmt ein
black-box-warning").
Sonst ist die Pipeline m.E. nicht besonders bei S-A... Für mich
i.Ggs. zu Novartis, Amgen oder Bayer, vielleicht auch Roche, ist
die S-A derzeit KEIN Kauf.
schrieb am 26.03.09 02:38:56
Gute Arbeit dieser Post, Danke
schrieb am 26.03.09 08:28:57
Antwort auf Beitrag Nr.:
36.849.425 von traumstrand am 26.03.09
01:59:12Vielen Dank orfmen für deine Thread-Eröffnung.
Das alte Teil sehe ich als geschlossen an, da schon der Titel in
die Irre führt.
@traumstrand:
Schau dir mal den Kursverlauf über einen längeren Zeitraum von
Pfizer im Vergleich zu sanofi an. Bei Pfizer ging es nur bergab und
es wird weiter runter gehen, vor allem wegen Lipitor.
Sanofi ist immer nur mit dem Markt gefallen, weil der Wert
fundamental viel besser ist. Zur Pipe kannst du nur was sagen, wenn
du Insiderwissen hättest. Ansonsten empfehle ich mal die
Internetseite von sanofi, die einige aktuelle Kandidaten auflistet.
Sanofi hat eine andere Firmenpolitik, man arbeitet eher etwas (zu)
abgekapselt, es dringt wenig nach außen. Chris Viehbacher wird das
verbessern und den Titel für Investoren wieder interessanter
machen. Allein die Vormachtstellung bei Insulinen wird mit neuen
Präparaten im Blockbusterbereich zu einem enormen Schub führen.
Dabei gibt es sogar noch ordentlich Dividende, also ich werde sie
Ende April auf Jeden fall mitnehmen.
schrieb am 27.03.09 10:42:59
@ALL,
es freut mich, dass dieser Thread bisher schon knapp 800x gelesen
wurde. Mir fehlt im Moment die Zeit für Sanofi viel research zu
betreiben, deshalb kommt vieles nur aus dem Bauch heraus bzw. wird
schnell mal zusammenkopiert. Deshalb ein Aufruf an alle, wer etwas
beizutragen hat, der kann es gern hier einstellen, hier wird
niemand ausgelacht. Wir können alle am Mosaik unsere Steine
einfügen, um ein gutes Gesamtbild zu erhalten.
@kosto1929, ob die Zahlen wirklich so eintreffen, ich gehe
davon aus, sonst wäre ich nicht hier. Zu den Patenten findet man
einiges im Netz. Tragen wir es demnächst gemeinsam zusammen. Ich
finde gerade deswegen auch den Generikamarkt für die Zukunft
ziemlich wichtig, wo sich Sanofi auch sehr stark einbringen
möchte.
@AOLer, Kennzahlen kommen von onvista, ich bin überhaupt
nicht in der Lage dazu Prognosen abzugeben.
ich weiß gar nicht ob man bei den Pharma Unternehmen auf
so lange Zeit so genaue Prognosen abgeben kann, ist eigentlich nur
pure Spekulation
Wo fällt es leichter, bei Banken, bei Autos, bei Rohstoffen? Ich
denke gerade bei den Pharmas kann man im Moment noch am ehesten auf
die Prognosen vertrauen.
Selbst hochbezahlte Analysten stochern oft im dunkeln. Wie Bean
schon schrieb, Sanofi arbeitet (bisher) etwas abgekapselt, aber das
soll sich ja bald ändern. Darin liegt auch ein Kurstreiber!
@traumstrand, wir werden sehen, ich glaube nicht, dass
Sanofi da seine Prognosen zu hoch ansetzt. Zur Pipeline hat ja Bean
schon etwas geschrieben, mich würde auch wundern, wenn du mehr
wüsstest.
Die Dividende ist wirklich nicht zu verachten, das stabilisiert den
Kurs in Richtung Süden und dürfte in den nächsten Wochen auch für
etwas Kursauftrieb sorgen. Mit 5% kann man viele Anleger schon
glücklich machen.
Im Moment erscheint mir der Kurs wie angenagelt, die 43€ kommt der
chinesischen Mauer gleich. Da sind wir in den letzten Tagen
mehrfach gegengelaufen und wieder eingeknickt. Ne schöne Meldung
könnte zum Überqueren hilfreich sein, aber April ist ja auch bald
und Pharma war auch noch nicht dran. Mal sehen was die nächsten
Wochen geht, ich bin relativ zuversichtlich.
Grüße!
schrieb am 27.03.09 18:35:17
Antwort auf Beitrag Nr.:
36.862.292 von orfmen am 27.03.09
10:42:5927.03.2009 15:28
Sanofi-Aventis will Generikahersteller Medley kaufen - Presse
DJ Sanofi-Aventis (News/Aktienkurs) will Generikahersteller Medley
kaufen - Presse
SAO PAULO (Dow Jones)--Der französische Pharmakonzern
Sanofi-Aventis will offenbar in Südamerika zukaufen. Sanofi-Aventis
habe eine Absichtserklärung zur Übernahme des brasilianischen
Generikaherstellers Medley unterzeichnet, schreibt die Tageszeitung
"O Estado de S. Paulo" am Freitag.
Die Transaktion hat nach Angaben der Zeitung ein Volumen von
umgerechnet rund 670 Mio USD. Die Übernahme könnte in den kommenden
15 Tagen unter Dach und Fach gebracht werden.
Webseite: http://www.sanofi-aventis.com/
schrieb am 30.03.09 13:55:14
Antwort auf Beitrag Nr.:
36.868.175 von MrBean07 am 27.03.09
18:35:17Das ist nicht zu unterschätzen, es zeigt
weiterhin in welche Richtung Sanofi auch gehen will. Man will sich
breit im Generikamarkt aufstellen, denn hier wird in Zukunft eben
auch nicht wenig Geld verdient. Einige Analysten strafen Sanofi ab,
weil in der Zukunft einige Gewinne wegen günstigeren
Nachahmepräparaten wegfallen könnten. Ob die gleichen Analysten
auch in der Lage sind, die zukünftigen Gewinne durch eine
gegenwärtige Investition im Generikamarkt zu
prognostizieren????
Ich glaube kaum!!!! Das fällt schwer, weil schlecht greifbar.
Man weiß eben nur ziemlich sicher, dass der Patentschutz bei den
aktuellen Präparaten mal auslaufen wird, wer macht sich da schon
die Mühe, über die Zukunftsausrichtung eines Unternehmens
nachzudenken.
Je mehr ich mich mit Sanofi beschäftige, desto besser gefällt mir
was da zurzeit abgeht. Pfizer meldete vor kurzem, dass sie auch im
Generikamarkt angreifen wollen:
\"Er will das bislang
vernachlässigte Geschäft mit Nachahmermedikamenten künftig aktiv
voranbringen und durch Lizenzkäufe und Übernahmen
ausbauen.\"
Sollen sie nur weiter planen, Sanofi reißt sich derweil ein
Unternehmen nach dem anderen unter den Nagel!
Die Übernahme
könnte in den kommenden 15 Tagen unter Dach und Fach gebracht
werden.
Der frühe Vogel fängt den Wurm!


schrieb am 31.03.09 13:20:16
Antwort auf Beitrag Nr.:
36.879.364 von orfmen am 30.03.09
13:55:14Mit dieser Meldung wird es schon ein wenig
greifbarer, wohin für Sanofi die Reise gehen könnte:
GENERIKA
Sanofi profitiert von Zentiva
Berlin - Für Sanofi-Aventis verdreifacht sich infolge der Übernahme
des tschechischen Pharmaherstellers Zentiva auf einen Schlag der
Umsatz im Generikabereich. Bislang bringt Winthrop, die
traditionelle Generikasparte des französischen Konzerns, gerade
einmal 350 Millionen von insgesamt knapp 23 Milliarden Euro
Konzernumsatz. Sanofi will mit Zukäufen den Generikabereich weiter
stärken, hält sich aber zu potenziellen Kandidaten bedeckt.
Mit Zentiva schließt Sanofi schon einmal eine erste geografische
Lücke: Während Wintrhop mit 350 Produkten in 15 geografisch
verstreuten Ländern vertreten ist, vertreibt Zentiva seine rund 550
Produkte schwerpunktmäßig in Osteuropa, der Türkei und ehemaligen
Sowjektrepubliken. Das tschechische Unternehmen setzte im
vergangenen Jahr umgerechnet 664 Millionen Euro um, das sind 10
Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings litt Zentiva unter
Währungseffekten.
Das operative Ergebnis stieg um 50 Prozent auf 118 Millionen Euro.
Der Jahresüberschuss lag allerdings mit 34 Millionen Euro erneut
ein Drittel unter Vorjahresniveau. Erstmals wurde im vergangenen
Jahr die 2007 übernommene türkische Gesellschaft Eczacibasi-Zentiva
komplett berücksichtigt, die für rund ein Drittel des Umsatzes
verantwortlich ist. Weitere wichtige Märkte sind Tschechien, Polen,
die Slowakei, Rumänien und Russland.
Die Integration in die neue Konzernmutter läuft bereits auf
Hochtouren: Nachdem die EU-Kommission im Februar die Übernahme des
tschechischen Traditionsunternehmens genehmigt und Sanofi mehr als
95 Prozent der Aktien erworben hat, will der Konzern die
verbliebenen Minderheitsaktionäre abfinden und Zentiva von der
Börse zu nehmen.
Wintrhop, benannt nach dem Gründer eines von Sanofi übernommenen
Unternehmens, ist in Europa bislang in Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, den Niederlanden, Portugal und Skandinavien
vertreten. Der Umsatz der deutschen Tochter lag zuletzt bei knapp
70 Millionen Euro im Generika-Bereich und 30 Millionen Euro in der
OTC-Sparte. Das Unternehmen beschäftigt rund 270 Mitarbeiter.
Außerdem vertreibt Sanofi unter der Marke Winthrop Generika in
Algerien, Tunesien, Südafrika sowie in Kolumbien und Mexiko und
Japan und Malaysia.
Lesen Sie dazu auch: Sanofi übernimmt Zentiva
http://www.apotheke-adhoc.de