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Sanofi-Aventis, attraktiv niedrig bewerteter Pharmariese mit aussichtsreicher Pipeline und vielversp

eröffnet am 25.03.09 23:19:10 von
orfmen

neuester Beitrag 28.12.12 21:06:07 von
El_Matador
Beiträge: 306
ID: 1.149.273
Aufrufe heute: 0
Gesamt: 42.860


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orfmen
schrieb am 25.03.09 23:19:10
Beitrag Nr. 1 (36.849.060)
Sanofi - Aventis, attraktiv niedrig bewerteter Pharmariese mit aussichtsreicher Pipeline und vielversprechender Zukunftsausrichtung

MrBean und ich waren uns darüber einig, dass die Bezeichnung "Gefallener Engel" einfach zu wenig über das Unternehmen vermittelt. Sanofi befindet sich in einer wichtigen Phase, es ist auch deshalb an der Zeit einen neuen Thread zu eröffnen, um das Unternehmen in dieser bedeutenden Zeit angemessen zu begleiten.
Ich denke der Titel liefert genug Phantasie für alle und deutet gleichzeitig die Richtung an, welche wir uns für die nächsten Monate / Jahre erhoffen.

Zur Bewertung
Kennzahlen zu Beginn dieses Threads am 25.03.09 ca. 23.00 Uhr:
Kurs: 42,17 €
Marktkapitalisierung 57.231,91 Mio EUR
Anzahl Aktien 1.365.916.644 Stk.
Streubesitz 73,43%
2008
Ergebnis/Aktie (in EUR) 5,45
KGV 8,32
Dividende/Aktie (in EUR) 2,19
Dividendenrendite (in %) 4,82

2009
Ergebnis/Aktie (in EUR) 5,98
KGV 7,02
Dividende/Aktie (in EUR) 2,32
Dividendenrendite (in %) 5,53

2010
Ergebnis/Aktie (in EUR) 6,83
KGV 6,15
Dividende/Aktie (in EUR) 2,55
Dividendenrendite (in %) 6,07

Zur Pipeline
In der Pipeline befinden sich ganz interessante Kandidaten, von denen einer vor kurzem die Empfehlung der FDA bekommen hat. Später wird hier noch mehr zur Pipeline zusammengetragen.

PARIS (Dow Jones)--Die Sanofi-Aventis SA ist mit ihrem neuen Medikament "Multaq" ein wichtigen Schritt voran gekommen. Das Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA habe sich für die Zulassung des Mittels zur Behandlung von Patienten mit nicht-permanentem Vorhofflimmern ausgesprochen, teilte der Pariser Konzern am Donnerstag mit.

Die FDA folgt bei der Entscheidung über die endgültige Zulassung üblicherweise der Ausschussempfehlung. Eine Entscheidung werde am 30. April erwartet, sagte eine Unternehmenssprecherin Dow Jones Newswires. Ursprünglich hatte Sanofi-Aventis die Markteinführung in den USA für Anfang 2009 geplant.

2006 hatte die FDA die Zulassung von Multaq abgelehnt und weitere Studiendaten angefordert. Ende Juli 2008 hatte sie dem Produkt dann den "Priority Review-Status" eingeräumt. Dieser Status, der ein beschleunigtes Prüfverfahren vorsieht, wird immer dann gewährt, wenn es für ein Produkt oder eine Indikation bislang keine zufriedenstellende Alternative mit bereits zugelassenen Arzneimitteln gibt. Die Prüfung des Antrages findet in diesem Fall innerhalb von sechs Monaten statt.

Der arzneilich wirksame Bestandteil in dem Produkt ist Dronedaron, ein Antiarrhythmikum (Mittel gegen Herzrhythmusstörungen). Laut dem Konzern handelt es sich um eine der bedeutendsten Neuentwicklungen in der Indikation seit 20 Jahren. Mit dem Präparat will sich der Konzern einen Markt erschließen, der in den kommenden Jahren signifikant wachsen dürfte. Sanofi-Aventis zufolge leiden in den USA 2,5 Millionen Menschen an Herzflimmern und etwa 4,5 Millionen in der Europäischen Union.

In Europa wurde die Zulassung ebenfalls beantragt. Ein zeitlicher Rahmen für den weiteren Verlauf sei dem Konzern nicht bekannt, sagte die Sprecherin.

Multaq werde sich nicht zu einem Träger von mehreren Milliarden Dollar entwickeln, erwartet Matrix-Analyst Navid Malik und begründete dies mit den Bedenken der Zulassungsstellen im Zuge des Zulassungsprozesses. In der Spitze rechne er mit 1 Mrd USD Umsatz. Die Empfehlung des Ausschusses sei erwartet worden, stellt Oddo Securities fest und beziffert das Umsatzpotenzial auf 1,5 Mrd EUR. Sanofi-Aventis wollte keine Umsatzschätzung abgeben. In einem insgesamt fester Markt verliert die Aktie bis gegen 11 Uhr 1,5%.

Auch die Boehringer Ingelheim arbeitet intensiv an einem Mittel zur Verhinderung von Schlaganfällen bei Vorhofflimmern. Der Abschluss der RELY-Studie zu dem Medikament "Pradaxa" stehe kurz bevor, sagte eine Sprecherin auf Anfrage. Das Unternehmen sehe sich bei dieser Indikation als "Frontrunner". Daten der Studie will der Konzern Ende August auf dem ESC-Kongress in Barcelona vorstellen.

Das Mittel mit dem Wirkstoff Dabigatran wird derzeit zur Verhinderung der Bildung von Blutgerinnseln in den Venen (Venenthrombosen) bei Erwachsenen eingesetzt, bei denen eine Operation zum Einsetzen eines neuen Hüft- oder Kniegelenks durchgeführt worden ist.

Zur Zukunftsausrichtung

Sanofi-Aventis will mit Effizienzprogramm weiteres Wachstum sichern
11.02.2009 - 11:46

PARIS (dpa-AFX) – Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis will sich mit einem Effizienzprogramm und strategischen Zukäufen für die Zeit nach dem Patentablauf seines Kassenschlagers Plavix rüsten. „Wir müssen in der Forschung und Entwicklung neuer Medikamente effektiver werden“, sagte der seit Dezember amtierende Sanofi-Aventis-Chef Chris Viehbacher am Mittwoch auf seiner ersten Pressekonferenz bei der Bilanzvorlage in Paris. Sanofi-Aventis könne eine Strategie entwickeln, die es dem Konzern erlaube, auch nach 2012 weiter zu wachsen. Um den Herausforderungen zu begegnen, müsse Sanofi-Aventis nicht nur die Forschung optimieren, sondern auch strategische Zukäufe und Partnerschaften abschließen.

Vor allem das Geschäft in den Schwellenländern und der Bereich der Nachahmermedikamente (Generika) sollen ausgebaut werden. Zudem verfüge Sanofi-Aventis über eine starke Stellung bei Impfstoffen und Diabetika. Bei den Generika liege der Fokus für Zukäufe auf den Schwellenländern und Europa. Sanofi-Aventis strebe eher kleinere bis mittlere Zukäufe an, um die bestehenden Kernbereiche zu stärken.

Unter kleineren Zukäufen seien Zukäufe mit einer Marktkapitalisierung von 5 Milliarden Euro zu verstehen. Mittlere könnten in einer Spanne von 5 bis 15 Milliarden und größere über 15 Milliarden Euro liegen. Einem Mega-Deal a la Pfizer/Wyeth erteilte Viehbacher am Mittwoch eine Absage. Für alle Zukunft ausschließen könne er eine größere Übernahme allerdings nicht. Pfizer habe Wyeth übernommen, um einen Zugang zu Impfstoffen zu haben. Sanofi-Aventis sei bei Impfstoffen mit einem Wachstum von fast 10 Prozent auf 2,861 Milliarden Euro Umsatz dagegen bereits stark aufgestellt. Einen Kommentar über ein Interesse an dem zum Verkauf stehenden deutschen Generikahersteller ratiopharm lehnte Viehbacher ab.

An der Börse wurden die Aussagen von Konzernchef Viehbacher mit einem kräftigen Kursgewinn quittiert: Die Aktien der im EuroSTOXX-50 gelisteten Sanofi-Aventis verteuerten sich im Vormittagshandel um 5,03 Prozent auf 46,16 Euro. Das bereinigte Ergebnis und die Margen lagen über den Prognosen und auch der Ausblick sei positiv, hieß es bei der Bank Cheuvreux.

WEITERES GEWINNWACHSTUM

Der weltweit drittgrößte Pharmakonzern peilt 2009 ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von mindestens 7 Prozent Wachstum bei konstanten Wechselkursen an. 2008 profitierte der Konzern von der Nachfrage nach seinen wichtigsten Medikamenten – allen voran das Antithrombose-Mittel Lovenox - dessen Umsatz um 10,6 Prozent auf 2,738 Milliarden Euro stieg. Der zweite Blockbuster, der Blutverdünner Plavix, erreichte einen Umsatz von 2,616 Milliarden Euro (plus 10,5 Prozent). In den USA verliert das Medikament Ende 2011 seinen lukrativen Patentschutz. Die Nummer drei - das am wichtigen Standort Frankfurt-Hoechst hergestellte Diabetesmittel Lantus - brachte einen Umsatz von 2,450 Milliarden Euro – ein Plus von 27,7 Prozent.

Angetrieben von der Verbesserung auf dem weltweit wichtigsten Pharmamarkt, den USA, und der Nachfrage aus den Schwellenländern und Japan, verbuchte Sanofi-Aventis einen Konzernumsatz von 27,568 Milliarden Euro (VJ: 28,052). Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 3,7 Prozent, während sich Wechselkurseffekte wie bereits im dritten Quartal belastend auswirkten. Generikakonkurrenz sorgte auch in Europa für einen Rückgang der Umsätze. Der bereinigte Überschuss kletterte um 3,2 Prozent auf 7,186 Milliarden Euro, während das bereinigte EPS um 6,2 Prozent auf 5,49 Euro zulegte und damit die durchschnittlichen Erwartungen der befragten Analysten übertraf.

CHRIS VIEHBACHER DRÜCKT AUF TEMPO

Chris Viehbacher drückt bei Sanofi-Aventis aufs Tempo: Der Deutsch-Kanadier will den Konzern zu einem der produktivsten in der Branche machen und so auch das Wachstum für die Zeit nach 2012 sicher stellen. Dafür habe das Unternehmen etwa die Position eines Chief Medical Officer (CMO) geschaffen, die Jean-Pierre Lehner innehaben werde./ep/wiz

Quelle: dpa-AFX

Ich hoffe mit der Eröffnung dieses Threads den Grundstein für eine schönen, informativen Austausch rund um das Unternehmen Sanofi-Aventis gelegt zu haben. Grundsätzlich darf sich hier jeder einmischen, ich möchte nur darum bitten, den guten Ton zu bewahren.
Warum eröffne ich diesen Thread gerade jetzt?
Weil ich der Meinung bin, dass hier kurzfristig als auch langfristig eine gute Rendite zu machen ist. Trader als auch "Festanleger" sind also gern willkommen und dürften bei gutem Timing einen guten Schnitt machen. Auch vermeintiche "Riesen" legen schnell mal viele Prozente zu, wenn Umfeld und Newsflow es "erfordern". Die Zeiten machen vieles möglich, selbst eine Deutsche Bank hat in den letzten 2-3 Wochen fast 100% gemacht.

Viel Spaß!

Grüße!
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kosto1929
schrieb am 25.03.09 23:24:43
Beitrag Nr. 2 (36.849.089)
Wenn die Zahlen eintreffen, dann ist SA einer der interessantesten Pharmawerte überhaupt.

Wann laufen die großen Patente aus?

:look:
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AOLer
schrieb am 26.03.09 01:42:12
Beitrag Nr. 3 (36.849.413)
Wie du hier auf einen Gewinnanstieg in 2010 von fast 14% kommst weiß ich nicht, das ist doch schon ganz schön hoch gegriffen.....

ich weiß gar nicht ob man bei den Pharma Unternehmen auf so lange Zeit so genaue Prognosen abgeben kann, ist eigentlich nur pure Spekulation !

Gruß AOler
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traumstrand
schrieb am 26.03.09 01:59:12
Beitrag Nr. 4 (36.849.425)
Das neue Präparat gegen Vorhofflimmern wurde im FDA Advisory Board ziemlich kontrovers diskutiert und soll nur ein Label "bei Patienten ohne schwerere Herzschwäche" erhalten. Die 1-1,5 Mrd. Umsatz sind m.E. total utopisch (eine zweite Zulassungsstudie hatte 2005/2006 eine erhöhte Sterblichkeit unter dem neuen Präparat ergeben... Das schreckt dei Verordner ab, gibt bestimmt ein black-box-warning").

Sonst ist die Pipeline m.E. nicht besonders bei S-A... Für mich i.Ggs. zu Novartis, Amgen oder Bayer, vielleicht auch Roche, ist die S-A derzeit KEIN Kauf.
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dubaitrader
schrieb am 26.03.09 02:38:56
Beitrag Nr. 5 (36.849.438)
Gute Arbeit dieser Post, Danke
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MrBean07
schrieb am 26.03.09 08:28:57
Beitrag Nr. 6 (36.849.825)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.849.425 von traumstrand am 26.03.09 01:59:12Vielen Dank orfmen für deine Thread-Eröffnung. Das alte Teil sehe ich als geschlossen an, da schon der Titel in die Irre führt.

@traumstrand:

Schau dir mal den Kursverlauf über einen längeren Zeitraum von Pfizer im Vergleich zu sanofi an. Bei Pfizer ging es nur bergab und es wird weiter runter gehen, vor allem wegen Lipitor.

Sanofi ist immer nur mit dem Markt gefallen, weil der Wert fundamental viel besser ist. Zur Pipe kannst du nur was sagen, wenn du Insiderwissen hättest. Ansonsten empfehle ich mal die Internetseite von sanofi, die einige aktuelle Kandidaten auflistet. Sanofi hat eine andere Firmenpolitik, man arbeitet eher etwas (zu) abgekapselt, es dringt wenig nach außen. Chris Viehbacher wird das verbessern und den Titel für Investoren wieder interessanter machen. Allein die Vormachtstellung bei Insulinen wird mit neuen Präparaten im Blockbusterbereich zu einem enormen Schub führen.

Dabei gibt es sogar noch ordentlich Dividende, also ich werde sie Ende April auf Jeden fall mitnehmen.;)
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orfmen
schrieb am 27.03.09 10:42:59
Beitrag Nr. 7 (36.862.292)
@ALL,
es freut mich, dass dieser Thread bisher schon knapp 800x gelesen wurde. Mir fehlt im Moment die Zeit für Sanofi viel research zu betreiben, deshalb kommt vieles nur aus dem Bauch heraus bzw. wird schnell mal zusammenkopiert. Deshalb ein Aufruf an alle, wer etwas beizutragen hat, der kann es gern hier einstellen, hier wird niemand ausgelacht. Wir können alle am Mosaik unsere Steine einfügen, um ein gutes Gesamtbild zu erhalten.

@kosto1929, ob die Zahlen wirklich so eintreffen, ich gehe davon aus, sonst wäre ich nicht hier. Zu den Patenten findet man einiges im Netz. Tragen wir es demnächst gemeinsam zusammen. Ich finde gerade deswegen auch den Generikamarkt für die Zukunft ziemlich wichtig, wo sich Sanofi auch sehr stark einbringen möchte.

@AOLer, Kennzahlen kommen von onvista, ich bin überhaupt nicht in der Lage dazu Prognosen abzugeben.
ich weiß gar nicht ob man bei den Pharma Unternehmen auf so lange Zeit so genaue Prognosen abgeben kann, ist eigentlich nur pure Spekulation
Wo fällt es leichter, bei Banken, bei Autos, bei Rohstoffen? Ich denke gerade bei den Pharmas kann man im Moment noch am ehesten auf die Prognosen vertrauen.
Selbst hochbezahlte Analysten stochern oft im dunkeln. Wie Bean schon schrieb, Sanofi arbeitet (bisher) etwas abgekapselt, aber das soll sich ja bald ändern. Darin liegt auch ein Kurstreiber!

@traumstrand, wir werden sehen, ich glaube nicht, dass Sanofi da seine Prognosen zu hoch ansetzt. Zur Pipeline hat ja Bean schon etwas geschrieben, mich würde auch wundern, wenn du mehr wüsstest.

Die Dividende ist wirklich nicht zu verachten, das stabilisiert den Kurs in Richtung Süden und dürfte in den nächsten Wochen auch für etwas Kursauftrieb sorgen. Mit 5% kann man viele Anleger schon glücklich machen.

Im Moment erscheint mir der Kurs wie angenagelt, die 43€ kommt der chinesischen Mauer gleich. Da sind wir in den letzten Tagen mehrfach gegengelaufen und wieder eingeknickt. Ne schöne Meldung könnte zum Überqueren hilfreich sein, aber April ist ja auch bald und Pharma war auch noch nicht dran. Mal sehen was die nächsten Wochen geht, ich bin relativ zuversichtlich.

Grüße!
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MrBean07
schrieb am 27.03.09 18:35:17
Beitrag Nr. 8 (36.868.175)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.862.292 von orfmen am 27.03.09 10:42:5927.03.2009 15:28
Sanofi-Aventis will Generikahersteller Medley kaufen - Presse
DJ Sanofi-Aventis (News/Aktienkurs) will Generikahersteller Medley kaufen - Presse

SAO PAULO (Dow Jones)--Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis will offenbar in Südamerika zukaufen. Sanofi-Aventis habe eine Absichtserklärung zur Übernahme des brasilianischen Generikaherstellers Medley unterzeichnet, schreibt die Tageszeitung "O Estado de S. Paulo" am Freitag.

Die Transaktion hat nach Angaben der Zeitung ein Volumen von umgerechnet rund 670 Mio USD. Die Übernahme könnte in den kommenden 15 Tagen unter Dach und Fach gebracht werden.


Webseite: http://www.sanofi-aventis.com/

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orfmen
schrieb am 30.03.09 13:55:14
Beitrag Nr. 9 (36.879.364)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.868.175 von MrBean07 am 27.03.09 18:35:17Das ist nicht zu unterschätzen, es zeigt weiterhin in welche Richtung Sanofi auch gehen will. Man will sich breit im Generikamarkt aufstellen, denn hier wird in Zukunft eben auch nicht wenig Geld verdient. Einige Analysten strafen Sanofi ab, weil in der Zukunft einige Gewinne wegen günstigeren Nachahmepräparaten wegfallen könnten. Ob die gleichen Analysten auch in der Lage sind, die zukünftigen Gewinne durch eine gegenwärtige Investition im Generikamarkt zu prognostizieren????
Ich glaube kaum!!!! Das fällt schwer, weil schlecht greifbar.
Man weiß eben nur ziemlich sicher, dass der Patentschutz bei den aktuellen Präparaten mal auslaufen wird, wer macht sich da schon die Mühe, über die Zukunftsausrichtung eines Unternehmens nachzudenken.
Je mehr ich mich mit Sanofi beschäftige, desto besser gefällt mir was da zurzeit abgeht. Pfizer meldete vor kurzem, dass sie auch im Generikamarkt angreifen wollen: \"Er will das bislang vernachlässigte Geschäft mit Nachahmermedikamenten künftig aktiv voranbringen und durch Lizenzkäufe und Übernahmen ausbauen.\"
Sollen sie nur weiter planen, Sanofi reißt sich derweil ein Unternehmen nach dem anderen unter den Nagel! Die Übernahme könnte in den kommenden 15 Tagen unter Dach und Fach gebracht werden.

Der frühe Vogel fängt den Wurm! ;) :p:p:p

Avatar
CLEMENSM
schrieb am 31.03.09 13:20:16
Beitrag Nr. 10 (36.887.340)
Antwort auf Beitrag Nr.: 36.879.364 von orfmen am 30.03.09 13:55:14Mit dieser Meldung wird es schon ein wenig greifbarer, wohin für Sanofi die Reise gehen könnte:

GENERIKA
Sanofi profitiert von Zentiva
Berlin - Für Sanofi-Aventis verdreifacht sich infolge der Übernahme des tschechischen Pharmaherstellers Zentiva auf einen Schlag der Umsatz im Generikabereich. Bislang bringt Winthrop, die traditionelle Generikasparte des französischen Konzerns, gerade einmal 350 Millionen von insgesamt knapp 23 Milliarden Euro Konzernumsatz. Sanofi will mit Zukäufen den Generikabereich weiter stärken, hält sich aber zu potenziellen Kandidaten bedeckt.

Mit Zentiva schließt Sanofi schon einmal eine erste geografische Lücke: Während Wintrhop mit 350 Produkten in 15 geografisch verstreuten Ländern vertreten ist, vertreibt Zentiva seine rund 550 Produkte schwerpunktmäßig in Osteuropa, der Türkei und ehemaligen Sowjektrepubliken. Das tschechische Unternehmen setzte im vergangenen Jahr umgerechnet 664 Millionen Euro um, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings litt Zentiva unter Währungseffekten.

Das operative Ergebnis stieg um 50 Prozent auf 118 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss lag allerdings mit 34 Millionen Euro erneut ein Drittel unter Vorjahresniveau. Erstmals wurde im vergangenen Jahr die 2007 übernommene türkische Gesellschaft Eczacibasi-Zentiva komplett berücksichtigt, die für rund ein Drittel des Umsatzes verantwortlich ist. Weitere wichtige Märkte sind Tschechien, Polen, die Slowakei, Rumänien und Russland.

Die Integration in die neue Konzernmutter läuft bereits auf Hochtouren: Nachdem die EU-Kommission im Februar die Übernahme des tschechischen Traditionsunternehmens genehmigt und Sanofi mehr als 95 Prozent der Aktien erworben hat, will der Konzern die verbliebenen Minderheitsaktionäre abfinden und Zentiva von der Börse zu nehmen.

Wintrhop, benannt nach dem Gründer eines von Sanofi übernommenen Unternehmens, ist in Europa bislang in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Portugal und Skandinavien vertreten. Der Umsatz der deutschen Tochter lag zuletzt bei knapp 70 Millionen Euro im Generika-Bereich und 30 Millionen Euro in der OTC-Sparte. Das Unternehmen beschäftigt rund 270 Mitarbeiter.

Außerdem vertreibt Sanofi unter der Marke Winthrop Generika in Algerien, Tunesien, Südafrika sowie in Kolumbien und Mexiko und Japan und Malaysia.

Lesen Sie dazu auch: Sanofi übernimmt Zentiva
http://www.apotheke-adhoc.de