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SPD-Chef Müntefering: "Früher hätte man Soldaten in die Steueroasen geschickt"

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10.05.09 11:14:08 von: Sexus

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13.05.09 14:11:59 von: stock_guru

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Avatar  #1 von Sexus Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 11:14:08    Beitrag Nr.: 37.138.613
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Müntefering: "Früher hätte man Soldaten in die Steueroasen geschickt"


Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hat sich gegen die Vorwürfe aus Deutschland zu Wehr gesetzt, sein Land sei ein Paradies für Steuersünder. SPD-Chef Franz Müntefering hatte gesagt, früher hätte man Soldaten in Steueroasen geschickt. "Wir waren schon mal besetzt, wir haben unter deutscher Besatzung gelitten", so Juncker.



Luxemburgs Premier Juncker hat von der Kritik aus Deutschland genug

Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker hat sich mit deutlicher Kritik an deutschen Politikern und der britischen Regierung gegen Vorwürfe gewehrt, sein Land sei ein Paradies für Steuerbetrüger. Im Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ verbat sich Juncker „scheinbar humorvolle“ Angriffe wie die von Finanzminister Peer Steinbrück (SPD).

Steinbrück hatte vor Tagen die Steueroasen Luxemburg, Österreich und Schweiz in eine Reihe gestellt mit Ouagadougou, der Hauptstadt des afrikanischen Staates Burkina Faso. Dies hatte vor allem in Luxemburg, aber auch im Inland Verärgerung ausgelöst. Die Bundesregierung ist bemüht, die Wogen zu glätten. Burkina Faso forderte eine öffentliche Entschuldigung Steinbrücks.


Mit Blick auf Äußerungen von SPD-Chef Franz Müntefering zu Steueroasen, wonach man früher Soldaten dorthin geschickt hätte, sagte Juncker: „Wir waren schon mal besetzt, wir haben unter deutscher Besatzung gelitten.“ Deutschland sei bis Juli 2005 selbst das größte Steuerparadies Europas gewesen sei. Bis dahin habe kein nichtansässiger Ausländer Steuern auf Zinseinkünfte zahlen müssen.


Heute locke die britische Regierung größte Vermögen zielstrebig nach London, wo sie nur minimal besteuert würden. Aber über dieses „Steuerparadies für Multi-Milliardäre“ rede niemand, sagte Juncker. Nach dem Steuerstreit rechnet sich der dienstälteste Regierungschef der EU, der am 7. Juni Parlamentswahlen zu bestehen hat, nur noch wenig Chancen für höhere EU-Ämter aus. Dafür gebe es nun „bei einigen meiner EU-Kollegen keine überschäumende Begeisterung“ mehr.

Der Botschafter von Burkina Faso, Xavier Niodogo, sagte der „Frankfurter Rundschau“, Steinbrück habe zwar ausrichten lassen, es tue ihm leid, falsch verstanden worden zu sein. Doch die Öffentlichkeit müsse wissen: „Wir sind kein Steuerparadies.“ Deshalb solle Steinbrück seine Entschuldigung öffentlich wiederholen.

Die Kritik der Opposition reißt nicht ab. FDP-Chef Guido Westerwelle warf Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, Steinbrück nicht in die Schranken gewiesen zu haben. „Stattdessen sitzt die Kanzlerin still neben ihm auf der Regierungsbank und sieht zu, wie Herr Steinbrück das Bild des hässlichen Deutschen in der ganzen Welt verbreitet“, sagte er der „Welt am Sonntag“. Früher wäre der Minister sofort entlassen worden. Bayerns Europaministerin Emilia Müller (CSU) forderte im „Focus“, Steinbrück sollte auf EU-Ebene aus den Verkehr gezogen werden.


Grünen-Fraktionsvize Jürgen Trittin warf Steinbrück Unglaubwürdigkeit und Dilettantismus vor.


http://www.welt.de/politik/article3708551/Kritik-an-Steueroa…


Avatar  #2 von Datteljongleur Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 11:53:12    Beitrag Nr.: 37.138.739
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Da wäre jetzt ein starker Kanzler gefordert, der diese ganzen Vollpfosten mal in die Schranken weisst.

Leider hat Deutschland sowas nicht!!

Avatar  #3 von Sexus Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 11:55:26    Beitrag Nr.: 37.138.752
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 37.138.739 im neuen Fenster öffnen von Datteljongleur am 10.05.09 11:53:12
Von Merkel bin ich in der Tat sehr enttäuscht. Aber Steinmeier hat sich noch weniger mit Ruhm bekleckert. Gerade er als Außenminister müßte seine Parteikollegen zur Ordnung rufen. Dazu fehl es ihm jedoch an jedweder Autorität. So einer kann und darf kein Kanzler werden.

Avatar  #4 von Datteljongleur Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:07:44    Beitrag Nr.: 37.138.799
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 37.138.752 im neuen Fenster öffnen von Sexus am 10.05.09 11:55:26
Wenn ich den Steinbrück immer so sehe und höre, kommt es mir so vor, als ob er sich als inoffizieller Bundeskanzler sieht!!

Avatar  #5 von StellaLuna Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:11:58    Beitrag Nr.: 37.138.816
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 37.138.739 im neuen Fenster öffnen von Datteljongleur am 10.05.09 11:53:12
Da wäre jetzt ein starker Kanzler gefordert, der diese ganzen Vollpfosten mal in die Schranken weisst. - ich glaube kaum, dass es irgend jemanden gibt, der diesen Eiertanz perfekt beherrscht, und ein Eiertanz würde das werden.

Einerseits werden die Menschen im Lande bis zum geht nicht mehr abgeschöpft, andererseits liegen Milliarden steuerfrei irgendwo in Steuerparadiesen. Die Masse, die die hier abgezockt wird, gilt es bei der Stange zu halten, man will ja schließlich wieder gewählt werden.
Die paar deutschen Millionäre und Milliardäre, die ihr Geld vor dem deutschen Fiskus in Steueroasen in Sicherheit gebracht haben, sind vor Wahlen vernachlässigbar, also drischt man auf sie und auch auf die Länder, die die Möglichkeit der Steuerflucht bieten, ein.

Bitte nicht vergessen: Wir haben Wahlkampf! Und vergessen werden soll auch nicht, dass noch immer die Liechtensteiner-Daten-CD abgearbeitet wird. Ein paar Promis wurden zwar an den Pranger gestellt, verurteilt, sie mussten Steuern und Strafe zahlen. Was aber ist mit all den weniger Bekannten und Unbekannten, die vielen "Kleinen"?

Glaubwürdiger wäre, wenn man Auskunft geben würde, gegen wie viele Steuerhinterzieher bis heute ermittelt wurde, in welcher Höhe Steuern nachgezahlt werden musste und wie hoch insgesamt die Bußgelder bzw. Strafzahlungen waren.

Merkel bleibt nichts anderes übrig, als zu schweigen. Verteidigt sie die Steueroasen oder pfeift sie Steinbrück zurück, nimmt man ihr das im Land übel, also überlässt sie die Drecksarbeit dem Finanzminister, so schadet ihr das nicht, sie praktiziert so etwas wie vornehme Zurückhaltung. Sie kann höchstens die etwas rabiate Wortwahl beklagen, aber inhaltlich darf sie sich nicht äußern.

Avatar  #6 von Datteljongleur Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:20:06    Beitrag Nr.: 37.138.842
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 37.138.816 im neuen Fenster öffnen von StellaLuna am 10.05.09 12:11:58
. Sie kann höchstens die etwas rabiate Wortwahl beklagen, aber inhaltlich darf sie sich nicht äußern.

Und genau um die Wortwahl geht es ja!!!

Avatar  #7 von Sexus Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:21:48    Beitrag Nr.: 37.138.850
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 37.138.816 im neuen Fenster öffnen von StellaLuna am 10.05.09 12:11:58
Keiner weiß, wieviel Geld im Ausland liegt. Das ist ja Sinn des Versteckspiels. Jede Schätzung ist daher völlig unseriös.

Statt sich aber im Ausland immer nur dadurch zu profilieren, daß Deutschland mit Peitschen und Kavallerie auf Nachbarländer eindrischt, sollte sich die Bundesregierung dringendst veranlasst fühlen, darüber nachzudenken, was die Menschen -und es handelt sich um Angehörige diverser Schichten- dazu treibt, ihr Geld ins Ausland zu schaffen.

Das Problem sind nicht die Steueroasen. Das Problem ist die Wüste drum herum.

Die Menschen akzeptieren das deutsche Steuerrecht nicht. Die Verstehen es nicht und lehnen es daher ab. Sie empfinden es als ungerecht und unsozial. Da ist es nur verständlich, daß sie mit ihrem Geld flüchten.

Gleichermaßen verhält es sich auch beim Problem der Schwarzarbeit.

Avatar  #8 von zocklany Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:24:21    Beitrag Nr.: 37.138.860
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diese Vollpfosten sollten sich lieber mal Gedanken machen warum das Geld ins Ausland geht verrückt

Avatar  #9 von Waldsperling Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:35:12    Beitrag Nr.: 37.138.890
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Man könnte die Steueroasen einkesseln und durchsieben. Dann kommt das Geld ans Tageslicht.

Avatar  #10 von StellaLuna Benutzerinfo Nachricht an Benutzer Beiträge des Benutzers ausblenden 10.05.09 12:44:05    Beitrag Nr.: 37.138.921
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Folgende Antwort bezieht sich auf Beitrag Nr.: 37.138.860 im neuen Fenster öffnen von zocklany am 10.05.09 12:24:21
Angenommen, wir würden die Steuern auf 10 % senken, glaubst Du etwa, das würde was bringen?

Ich bin mir sicher, dass andere Länder dann den Steuersatz auf 5 % senken, um interessant für Steuerflüchtige zu sein. Die Steuerspirale würde sich immer weiter nach unten drehen, bis Null. Und dann könnte man das noch toppen, indem man Steuerflüchtlingen je nach Anlageguthaben eine Prämie zahlt breites Grinsen

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