Madeleine Schickedanz: „Wir leben von 600 Euro im
Monat“ Quelle-Erbin jammert ihren Milliarden nach
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Die Krise um den insolventen Handels- und Touristikkonzern Arcandor
(Karstadt, Quelle) spitzt sich dramatisch zu!
Nach dem überraschenden Ausstieg des Sanierungsspezialisten Horst
Piepenburg schwinden die Hoffnungen, die rund 80 000 Arbeitsplätze
erhalten zu können. Arcandor droht jetzt die Zerschlagung. Die
Privatbank Sal. Oppenheim als Großaktionär will ohne tragfähiges
Sanierungskonzept den Geldhahn zudrehen.
Während Zehntausende um ihre Arbeitsplätze bangen, jammerte
Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz gestern in BILD am SONNTAG ihren
Milliarden nach: „Mein Karstadt/Quelle-Aktienpaket war in der
Spitze 3 Milliarden Euro wert. Heute sind es gerade noch 27
Millionen.“
Wie der Schnee in der Sonne am feinen Suvretta-Hang ihres Wohnortes
St. Moritz schmolz das Geld. Die von Vater Gustav und Mutter Grete
begründete Dynastie stand einmal für Macht und Einfluss und
geschätzte 4,5 Milliarden Euro Vermögen.
Schickedanz rechnet vor: „Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat.
Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir
im Garten. Ich spare, wo ich kann. Wir reduzieren unsere
persönlichen Ausgaben – von den Lebensmitteln bis zu Kosmetik und
Kleidung“, sagt die Millionärin mit Ferienhäusern in Frankreich,
Spanien und der Schweiz
Madeleine Schickedanz, in dritter Ehe mit dem früheren
Quelle-Manager Leo Herl (66) verheiratet, antwortete: „Die Bilder
gehören ihm. Im Übrigen haben wir Gütertrennung.“
In Berlin stößt die Quelle-Erbin auf kein Verständnis.
Uwe Schummer vom CDU-Arbeitnehmerflügel: „Solche Sorgen wie Frau
Schickedanz hätten die Arbeitnehmer auch gern!“
Ex-DGB-Vizin Ursula Engelen-Kefer (SPD): „So schlimm kann es um sie
gar nicht stehen.“
Grünen-Fraktionsvizin Christine Scheel: „Statt zu klagen, sollte
Frau Schickedanz ihren persönlichen Einfluss zur Rettung von
Karstadt/Quelle nutzen.“
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2009/07/20/quelle…