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Seite 30 von 61

Alt General Motors- Neu Motors Liquidation ( Seite 30)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 20.07.09 14:46:53
von
neuster Beitrag 21.12.11 19:50:13
von

Anzahl Beiträge: 610
Aufrufe gesamt: 48.125
Aufrufe heute: 13
Diskussionsnr.: 1.151.865

MOTORS LIQUIDATION

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[ Seite: 123293031596061neuster Beitrag ]

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schrieb am 30.08.10 19:18:50
Beitrag Nr.291 
(40.069.554)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.069.393 von ThomasZuern am 30.08.10 18:50:57Die Sache ist nicht unwichtig, denn man kann in Frankfurt eingekaufte US-Aktien nicht an einer Auslandsbörse verkaufen. Umgekehrt gilt das selbe.

Nach meinem Verständnis kann man es (je nach Broker). Man muss dazu die Lagerstelle ändern lassen, was ggf. zusätzliche Gebühren und ein paar Tage kostet.

"ADR" ist hier wohl nicht der richtige Begriff, denn ADRs sind strikt genommen ausländische Aktien, die in den USA gehandelt werden, nicht amerikanische Aktien, die über eine Zweitnotiz in Deutschland gehandelt werden.

Es würde mich auch interessieren, ob es hier eine feste länderspezifische Zuteilung gibt, oder ob sich der Designated Sponsor 886 AG die Aktien laufend besorgt bzw. sie wieder am US-Markt loswird.
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schrieb am 30.08.10 19:26:00
Beitrag Nr.292 
(40.069.602)
Antwort
Zitat
Ein Punkt, der mir immer noch unklar ist: inwiefern kann man bereits verliehene Aktien weiterverleihen? Nach meinem Verständnis geht mit einem stattgefundenen Leerverkauf der Besitz einer Aktie auf den Leerverkäufer über, erstmal samt allen Rechten (Dividende, Stimmrechten). Er geht parallel eine Verpflichtung zur Rücklieferung der gleichen Sorte der Aktie sowie Rückzahlung von erhaltenen Dividenden an den Verleiher ein. Der Leiher dürfte also rein rechtlich betrachtet dieselbe Aktie wieder verleihen. Damit würde die Short-Verfügbarkeit nicht durch Leihe senken.

In der Realität scheint es aber anders zu laufen. Kann das berichtete Short Interest Doppelzählungen enthalten? Die "Gefahr" wäre ja, dass man dann durch ein wiederholtes Shorten von einer Tasche in die andere den Kurs (wenn auch nur vorübergehend) auf ein beliebig niedriges Niveau bringen könnte, was hier klar nicht der Fall ist. Es würde mich freuen, mal zu erfahren, wo die wirklichen Barrieren liegen.
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schrieb am 30.08.10 19:47:24
Beitrag Nr.293 
(40.069.734)
Antwort
Zitat
ThomasZuern, die in Deutschland gehandelten Motors Liquidation sind Originalaktien und keine ADRs, daher auch frei transferierbar. Es ist sehr wohl möglich sie zu crossen, es ist halt der übliche Lagerstellentransfer damit verbunden. Da die Shortmöglichkeiten auf beiden Plätzen begrenzt sind, ist es nicht immer möglich "vorzushorten", sodass der Cross die Zeit in Anspruch nimmt, welche halt für einen Lagerstellentransfer nötig ist.

Kann das berichtete Short Interest Doppelzählungen enthalten?

Selbstverständlich. Die verliehene Aktie, die im Depot des Gegenparts des Shorters landet, ist ja nicht als verliehen gekennzeichnet. Der Käufer könnte sie erneut verleihen. Das dürfte bei shortknappen Papieren wie MTLQQ oder meinetwegen auch WAMUQ oder ABK auch passieren.

beliebig niedriges Niveau

Es scheitert daran, dass bei weitem nicht jeder Aktienbesitzer die Aktie verleiht. Meines Wissens nach werden Retailbestände so gut wie nie verliehen, zumindest dann nicht mehr wenn sich durch für die Depotbank überraschende Verkäufe der Retailkunden, deren Aktien ja ohne deren Wissen verliehen wurden, peinliche fail-to-deliver in der Vergangenheit ergeben haben. Die Depotbank muss ja den echten Verkauf des Kunden tatsächlich durchführen, sie hat aber die Stücke nicht mehr. Das ist sehr unangenehm für die Depotbank. Gerade Papiere die sich fast ausschließlich in Retailhand befinden, wie halt die oben genannten, sind daher wahnsinnig schwer zu shorten.
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schrieb am 30.08.10 20:01:56
Beitrag Nr.294 
(40.069.851)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.069.734 von Pfandbrief am 30.08.10 19:47:24Überspitzt formuliert: wären alle Stücke bis auf eins nicht verleihbar, aber dieses eine Stück dürfte mehrfach verliehen werden, so könnte es theoretisch beliebig viele nacheinander folgende Verkaufstransaktionen verursachen, von denen jede den Kurs weiter nach unten treibt. Oder meinst Du, dieser Zyklus läuft hier wirklich und wird nur dadurch abgebrochen, dass die uninformierten Longs die Aktien "aufgreifen" und dadurch aus dem Umlauf nehmen?

Die Erklärung mit Retailkunden und Depotbanken klingt plausibel, obwohl es auch zum Teil rekursiv ist. Wäre die Leihe möglich, so könnte ja auch eine Depotbank die zu verkaufenden Stücke eines Retailkunden schnell genug besorgen.

Deine Erklärung unterstellt ein systemisches Problem. Meine Vermutungen bewegen sich außerdem in Richtung "es lohnt sich für jemand, die Short-Verfügbarkeit knapp zu halten". Dennoch fehlen mir Indizien, diesen "jemand" richtig zu benennen. Banken, die als Monopolisten von Leihgebühren profitieren und ansonsten ein niedrigeres Zinsniveau leiden müssten? Gegen diese Theorie spricht jedoch einigermaßen, dass sie so zugleich die potentielle Nachfrage nach ihren Leistungen drosseln würden.
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schrieb am 30.08.10 20:18:52
Beitrag Nr.295 
(40.069.959)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.069.851 von clray am 30.08.10 20:01:56Überspitzt formuliert: wären alle Stücke bis auf eins nicht verleihbar, aber dieses eine Stück dürfte mehrfach verliehen werden, so könnte es theoretisch beliebig viele nacheinander folgende Verkaufstransaktionen verursachen, von denen jede den Kurs weiter nach unten treibt. Oder meinst Du, dieser Zyklus läuft hier wirklich und wird nur dadurch abgebrochen, dass die uninformierten Longs die Aktien "aufgreifen" und dadurch aus dem Umlauf nehmen?

Ja und ja.

Die Erklärung mit Retailkunden und Depotbanken klingt plausibel, obwohl es auch zum Teil rekursiv ist. Wäre die Leihe möglich, so könnte ja auch eine Depotbank die zu verkaufenden Stücke eines Retailkunden schnell genug besorgen.

Natürlich ist das rekursiv. Es läuft halt -- meinem Verständnis nach -- so: Irgendein Laden geht pleite und es ist jedem klar denkenden Menschen klar, dass das Equity Null recovery hat. Die Nachfrage nach Leihe ist entsprechend hoch, nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage schnellt die Leihrate hoch. Diese höhere Leihrate macht es für alle Aktienbesitzer, auch für verwaltende Depotbanken, attraktiver das Zeugs zu verleihen. Irgendeine Depotbank probiert es dann halt. Dann kommt es zu einer der unvermeidlichen Volatilitätsspitzen, und im Zuge dieser Spitze verkaufen viele der Kunden der besagten Depotbank. Diese Depotbank kann dann halt noch die Stücke von woanders, z.B. einer anderen Retail-Depotbank besorgen. Aber dann geht's ja weiter. Es wird immer klarer, dass die Stücke kaum mehr zu besorgen sind, und die ersten Marktteilnehmer verborgen ihre Stücke nicht mehr, weil sie Gefahr laufen sie nicht zurückzukriegen wenn sie sie brauchen. Und von da an dreht sich die Spirale. Nachher haben alle ihre Lektion gelernt, und ihre Leihen gesperrt, damit sie nicht nochmal in so eine peinliche Situation kommen.

Deine Erklärung unterstellt ein systemisches Problem.

In gewissem Sinne ja. Man darf halt nicht mit dem naiven Glauben, shortselling sei sozusagen normal, und nur das Gegenteil von Long, an das Problem herangehen. So wird es oft zu Unrecht akademisch behandelt. Es ist aber wie so vieles in der ökonomischen Wissenschaft nur eine grobe Näherung an die Realität. Shortselling von nicht beliebig vermehrbaren Assets wird immer problematisch sein. Es wird solange nicht problematisch sein, wie ohnehin nur "wenige" shorten wollen. Wollen aber alle durch dieselbe Tür (und shorten), zeigt die in der Realität vorhandene Shortrestriktion ihre Klauen.

Es ist klar, dass unter solchen Umständen keine effizienten Preise zustandekommen werden. Es bildet sich sozusagen ein Flaschenhals auf dem Leihemarkt, und dadurch funktioniert auch der eigentliche Markt für das Underlying nicht und liefert falsche Preissignale. Der klassische Fall war übrigens seinerzeit Citigroup, ich weiß nicht ob Du das mitbekommen hast, der Thread ist sehr interessant: http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1149256-1-500/998…
Avatar
schrieb am 01.09.10 10:51:09
Beitrag Nr.296 
(40.080.264)
Antwort
Zitat
This is the end......

http://www.nytimes.com/2010/09/01/business/01auto.html?ref=b…

Old G.M. Being Sold for Parts
But the old G.M. — a grim collection of shuttered auto plants, vacant office space and toxic industrial sites — is one step closer to extinction


http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2010-09/17842088…
If the plan is confirmed, substantially all of the company's assets and liabilities will be transferred to four trusts. The new plan also aims to distribute the company's 'New GM' stock and warrants to unsecured creditors.
Avatar
schrieb am 01.09.10 11:22:14
Beitrag Nr.297 
(40.080.532)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.080.264 von franki2 am 01.09.10 10:51:09This is the end......

Wird noch dauern. Ein halbes Jahr haben wir wohl noch mindestens vor uns.
Avatar
schrieb am 01.09.10 14:10:36
Beitrag Nr.298 
(40.081.763)
Antwort
Zitat
:eek:

ShortSqueeze heute ?

dpa-AFX: 'Old GM' sortiert sich neu: Großreinemachen nach Insolvenz
NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aufräumarbeiten nach der Pleite von General
Motors vor einem Jahr gehen weiter. Die Motors Liquidation Company, in der die
Überreste der alten GM gebündelt sind, sortiert sich neu. Um eine der größten
Insolvenzen der Wirtschaftsgeschichte leichter überblicken zu können, setzt
Firmenchef Al Koch vier Treuhandfonds auf.

Ein Fonds kümmert sich um die Sanierung der verseuchten Fabrikgelände
und deren späteren Verkauf, einer um die Folgen der Asbestbelastung in den
Gebäuden, einer um Rechtsstreitigkeiten mit Gläubigern und einer wird die
Beteiligung an der neuen GM halten, die momentan zurück an die Börse strebt.

In der sogenannten Old GM stecken die Altlasten des einst
weltgrößten Autokonzerns. Nur durch deren Abstreifen in der Insolvenz Mitte 2009
war dem Hersteller der Neustart geglückt. Verlierer der Aktion waren die
damaligen Aktionäre und Kreditgeber. Immerhin halten sie über die Motors
Liquidation Company bis zu 27 Prozent an der neuen General Motors
. :eek:

Der Umbauplan muss noch von dem zuständigen Insolvenzgericht in
Manhattan gebilligt werden. Das soll bis spätestens März 2011 passieren.
Verwalter Koch hofft, binnen fünf Jahren zumindest die Fabrikgelände saniert zu
haben. Drei Anlagen hat er bislang verkauft, über 17 weitere steht er in
Verhandlungen./das/DP/nmu
Avatar
schrieb am 01.09.10 14:12:29
Beitrag Nr.299 
(40.081.778)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.081.763 von printmedien am 01.09.10 14:10:36Gibs doch bitte auf, in diesem Thread ziehst keinen Push mehr hoch. Die neuen Aktien (und warrants) kriegen die Bondholder, nicht die Aktionäre von MTLQQ. Deswegen wird da auch eigens ein Trust errichtet.
Avatar
schrieb am 01.09.10 14:15:05
Beitrag Nr.300 
(40.081.791)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 40.081.778 von Pfandbrief am 01.09.10 14:12:29na na ... so einfach ist das NICHT siehe WMI !

Da wird es Klagen GEBEN und zwar KLAGEN mit Anspruch auf den MilliardenGewinn von New GMC ! :eek:

Wenn man 27 % an der neuen GMC hält müsste OLD GMC ja explodieren ! :eek:

[ Seite: 123293031596061neuster Beitrag ]

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