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Insolvenzantrag der Ymos AG: - Forderungen der WCM AG werden nicht angemeldet?

Diskussionsstatistik
eröffnet am 26.08.09 18:18:28
von
neuster Beitrag 26.01.12 16:43:20
von

Anzahl Beiträge: 37
Aufrufe gesamt: 8.023
Aufrufe heute: 5
Diskussionsnr.: 1.152.663

WCM Beteiligung

Chart
WKN: 780100
ISIN: DE0007801003
Symbol: WCM
0,113
 
+0,89 %
+0,0010
Frankfurt (EUR), 25.05.12 | 19:17
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[ Seite: 1234neuster Beitrag ]

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schrieb am 26.08.09 18:18:28
Beitrag Nr.1 
(37.858.288)
Antwort
Zitat
Gestern vormittag stellte der Vorstand der Ymos AG -gegen 8.58 Uhr- vor dem Amtsgericht Offenbach den Antrag auf Insolvenz. Die Ymos AG war zuletzt eine Immobilienverwaltungsgesellschaft, die zu über 90 Prozent dem Seniorenheim-Betreiber Cura gehört. Der ehemalige Automobilzulieferer Ymos war bis zum Frühjahr 2007 ein Tochterunternehmen der WCM AG. Im März 2007 verkaufte der Insolvenzverwalter Michael C. Frege die Mehrheitsbeteiligung von über 70 Prozent an der Ymos AG an die Betreibergesellschaft Cura. Der Verkaufspreis betrug nur zwei Cent je Ymos AG-Aktie. Zugleich hatte Frege die Ymos mit einem Millionenbetrag entschuldet und saniert gehabt. "Schließlich soll sich für die Ymos AG ein Käufer finden...", begründete Frege die zu Lasten der WCM-Insolvenzmasse getätigten Zuwendungen. --- Es gibt 54 Millionen Aktien der Ymos AG, und die letzten Kurse vor dem Insolvenzantrag lagen zwischen 45 und 34 Cent. Frege hat im März 2007 ca. 39 Millionen Ymos-Aktien zu etwas mehr als 780.000,-- Euro an die Cura abgegeben, owohl der Börsenkurs von Ymos nie unter zwanzig Cent gelegen hat. Nach dem Ymos-Insolvenzantrag wäre Frege verpflichtet, die damaligen an die Cura geleisteten "Sanierungs- und Übernahmegeschenke" (-vergessen wir den Forderungsverzicht nicht!-) als Forderungen beim neuen Ymos-Insolvenzverwalter anzumelden?
Wer weiß über die genauen Verkaufsbedingungen des zwischen Herrn Frege und der Cura ausgehandelten Ymos-Übernahmevertrag näher Bescheid? --- Rein gefühlsmäßig; wer ist sich sicher, ob Frege diese Forderungen beim Amtsgericht Offenbach überhaupt anmelden wird?

Viele Grüße

Thomas Zürn
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Michael Grandt
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schrieb am 27.08.09 12:44:11
Beitrag Nr.2 
(37.863.378)
Antwort
Zitat
:) Könnte mir vorstellen das da was freiwillig rüberkommt !
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schrieb am 31.08.09 14:45:53
Beitrag Nr.3 
(37.885.524)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.858.288 von ThomasZuern am 26.08.09 18:18:28auf der Hauptversammlung im letzten Jahr hat der Vorstand zum Thema Forderungsverzicht auf die Frage eines Aktionärs geantwortet, dass es sich "um einen deal mit dem Insolvenzverwalter" gehandelt habe. Ich habe es so verstanden, dass der Forderungsverkauf weit unter dem Nominalwert Teil des Gesamtgeschäftes mit dem Insolvenzverwalter gewesen sei.
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schrieb am 02.09.09 16:32:17
Beitrag Nr.4 
(37.903.535)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.885.524 von GIANA99 am 31.08.09 14:45:53Womöglich ist Ymos nach dem Insolvenzantrag sogar überbewertet? Es gibt 54 Millionen Ymos AG-Aktien, und in Frankfurt gibt es zu 21 Cent Geld- und zu 25 Cent Briefkurse. Demnach wäre die Ymos AG immer noch mit etwa elf Millionen Euro bewertet. -- Gehören der Ymos AG einen Teil der Klinik-Immobilien, die von der Maternus AG gemietet worden sind? Die Maternus AG-Aktie ist seit der Ymos-Insolvenz fast gar nicht gefallen. -- Ein Aktionär erklärte mir, daß Frege der Ymos AG alle Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft WCM AG erlassen hat, damit die Cura überhaupt als Käufer zum Einstieg bereit gewesen ist. Hinzu kam der lächerlich niedrige Preis von nur zwei Cent je Ymos-Aktie. --- Meldet der soziale Herr Michael C. Frege diese Verzichtsleistungen nun als Forderungen beim Amtsgericht Offenbach an? Aufgrund der Ymos-Insolvenz ist der Zweck der an Cura und Ymos getätigten Schenkung fehlgeschlagen. Gemäß dem BGB kann eine Schenkung -- bei Fehlverhalten des Beschenkten gegenüber dem Schenker (=grober Undank!) -- zurückgefordert werden. Jetzt werden wir sehen, ob Frege zu Gunsten der WCM AG als Gläubiger auftreten wird!

Viele Grüße

Thomas Zürn
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schrieb am 10.09.09 15:18:14
Beitrag Nr.5 
(37.954.888)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.885.524 von GIANA99 am 31.08.09 14:45:53Bei Ymos gibt es wohl keine Neuigkeiten mehr? Der Kurs liegt ohne Umsatz bei 22 Cent in Frankfurt. Wer wird bei Ymos der Insolvenzverwalter? Hoffentlich nicht der Herr Frege. Nein, das ist nicht möglich.
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schrieb am 11.09.09 10:07:53
Beitrag Nr.6 
(37.960.387)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.954.888 von ThomasZuern am 10.09.09 15:18:14nach meinen Informationen ist der Insolvenzverwalter RA Lautenbach aus der Frankfurter Kanzlei Bernsau und Lautenbach. RA Frege hätte m. E. wohl einen Interessens-Konflikt (wg. Forderungen an WCM).

Ich bin nicht der Meinung, dass die YMOS AG überbewertet ist - eher trifft das Gegenteil zu. Die Immobilienbeteiligung ist wohl mehr wert als die 30 Mio. in den Büchern der YMOS AG für 99 %. Auf der Passivseite der YMOS AG steht ein Gesellschafterdarlehen über knapp 16 Mio. €, für das Herr Frege einen Rangrücktritt erklärt hat. Allein aus diesen beiden Sachverhalten ergibt sich ein Eigenkapital von über 10 Mio. €.
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schrieb am 11.09.09 15:49:49
Beitrag Nr.7 
(37.963.384)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.960.387 von GIANA99 am 11.09.09 10:07:53Für die WCM AG ist es wichtig, daß Frege im Ymos-Insolvenzverfahren Forderungen auch anmeldet. Die WCM AG hat ein nachrangig gesichertes Darlehen in Höhe von 16 Millionen Euro an Ymos gewährt? Und die WCM AG hat Schulden für die Ymos getilgt, um diese gegenüber der Cura verkaufsfähig zu machen. Des weiteren hat die Cura die Ymos AG-Aktien de facto von Frege geschenkt bekommen. Das heißt, daß die Cura nur zwei Cent pro Ymos-Aktie bezahlt hat. --- Im Insolvenzverfahren werden solche Begünstigungen hinfällig, da die von Frege getätigten Schenkungen ihren Unternehmenszweck (=Fortführung der Ymos AG) verfehlt haben. Wenn Frege ein ehrlicher und guter Verwalter wäre, würde er die an die Cura getätigten Schenkungen zurückfordern.

Viele Grüße

Thomas
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schrieb am 14.09.09 10:51:42
Beitrag Nr.8 
(37.972.550)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.963.384 von ThomasZuern am 11.09.09 15:49:49im Geschäftsbericht 2007 ist das Gesellschafterdarlehen noch erläutert: "Die Darlehensforderung der WCM AG in Höhe von 15.504.209 € wurde an die CURA 13. Seniorencentrum verkauft und abgetreten, sie ist mit einem Rangrücktritt behaftet" (Seite 13) sowie "Die Überschuldung der Gesellschaft wird vermieden durch Rangrücktrittserklärungen der WVM AG und der CURA 13. Seniorencentrum GmbH wegen deren Forderung gegen die YMOS AG zu 15.821.143 €. (...) Am 5. Januar 2007 wurde darüber hinaus zwischen Michael C. Frege, als Insolvenzverwalter über das Vermögen der WCM AG i. Ins., und der YMOS AG eine Rangrücktrittsvereinbarung mit dem Inhalt geschlossen, dass die WCM AG i. Ins. mit Ihren Forderungen im Rang hinter die Forderungen anderer Gläubiger zurücktritt, soweit es zur Beseitigung der Überschuldung der YMOS AG und zur Vermeidung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der YMOS AG erforderlich ist. Diese Vereinbarung blieb bei der Übertragung der oben genannten Forderung von der WCM AG i. Ins. auf die CURA 13. Seniorencentrum GmbH bestehen." (Seite 14) Diese Erläuterungen fehlen im Geschäftsbericht für 2008.

Welche Schulden soll die WCM AG für die YMOS AG getigt haben?
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OberleutnantHahn
schrieb am 24.12.09 09:39:58
Beitrag Nr.9 
(38.629.338)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.972.550 von GIANA99 am 14.09.09 10:51:42Was ich wirklich nicht verstehe: warum hat der Insolvenzverwalter der WCM AG an die Ymos AG noch Geld gegeben, obwohl die WCM selbst nichts mehr hatte?

Mit freundlichen Grüßen


Oberleutnant Hahn
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schrieb am 30.12.09 16:28:29
Beitrag Nr.10 
(38.648.069)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.629.338 von OberleutnantHahn am 24.12.09 09:39:58der Insolvenzverwalter der WCM hat nach mir vorliegenden Informationen der YMOS AG kein Geld überwiesen, er hat aber lt. Geschäftsbericht der YMOS AG für Forderungen aus einem Gesellschafter-Darlehen den Rangrücktritt erklärt. Dies aber wohl nur, da eine Rückzahlung nicht zu erwarten war.

[ Seite: 1234neuster Beitrag ]

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