http://www.wallstreet-online.de/diskussion/1106571-1-10/erst…
das wirkliche leben/die gesellschaft, bzw die gelebte/erlernte
conditionierung/erfahrung daraus steht dem total traden im weg.
VERLUSTE sind SCHLECHT!!!!! Das hat man so gelernt, oder nicht?
wenn du zb ein automobile weit unter dem üblichen markt preis
verkaufst und du es jemanden erzählen würdest, würde der sagen, DAS
war ein fehler, DAS war dumm.
Dieses erlernte verhalten gegenüber verlusten zwingt uns einem
trade zu halten der im minus steht und zu hoffen, dass der trade
zumindest noch breakeven geht.
Alles andere wäre eine schande vor sich selbst oder seinem partner,
zu gestehen dass man schon wieder nen minus trade hatte.
Das mag neun aus zehn mal hintereinander gut ausgehen, aber dieses
eine mal bedeuted oftmals den account blowout,...denn es war ja
neun mal ok, und wir haben die positionen continuierlich
erhöht.
Verluste sind nicht schlecht, sie sind teil der abmachung, gehören
zum geschäfft.
Ein beginnender trader kennt vieleicht ein einigermassenes set-up
oder einige sog. standart
indicatoren, wie rsi, verschiedene ma´s und ema´s, nen mac-d aber
wenn er nicht mittels
eines business/trading-plans systematisch vorgeht/arbeited, wird er
zu 99.99% scheitern!
....
Wer nicht mit der professionalen eistellung an dieses geschäft
herangeht, wird das eingesetzte
capital verlieren, in manchen fällen mehrmals.
... Er überlegt sich eine vorgehensweise oder aber liest in
verschiedenen foren wie es die anderen so
handhaben. Er übernimmt meinungen, placiert einen trade, und
verliert. Er sieht sich das nächste
mal einen chart genauer an, placiert den nächsten trade und
verliert wieder. Und so läuft es weiter.
Warum ist das so, nun komme ich zum eigentlichen thema, meiner
meinung einem der zwei wichtigen
aspecte, die über das financielle überleben oder den tod als trader
bestimmen, der psychology....
Unser leben wird bestimmt durch emotionen, sie entscheiden
eigentlich über unser handeln, wer uns gefällt,
welche dinge wir gerne unternehmen.
Emotionen sind dein feind, das liegt an der efficience der märkte,
die keine gnade zulassen/kennen.
Emotionen, die abseits des tradens, im socialem umfeld, in der
gesellschaft so wichtig sind, behindern
und während des tradens. Es functioniert nicht.
Dieses scheint widersprüchlich,....ein beispiel,.....wenn jemand
arzt werden will, oder ein anwalt oder
wenn jemand ein unternehmen gründen will, erfordert dies, um
letztendlich erfolgreich zu sein/werden,
discipline und durchhaltevermögen, hartnäckig seinen gewählten weg
gehen, hindernisse überwinden.
Aber diese discipline und hartnäckigkeit, die uns im echten leben,
abseits der märkte, weiter voranbringt,
wird, wenn ein trader sie während des tradens einsetzt, seinen ruin
bedeuten.
Er wird an den positionen festhalten, auch wenn sie tief im minus
stehen. Ich habe recht, ich muss nur warten,
es wird einen crah geben, alle anderen hier im forum sagen es ja
auch, hartnäckig bleiben!!!
Ich warte bis die position wieder in die gewinnzone läuft, das wird
schon.
Diese anerzogene discipline/beharlichkeit/hartnäckigkeit, mit der
man in leben soweit gekommen ist, die
immer erfolg brachte, ruiniert einen trader, bevor er erkennt
warum.
Viele realisieren das nicht oder nie, jagen hinter dem jackpot her
von beginn bis zum ende.
Trader die in die märkte gehen, mit ihnen zu spielen, mit der
anerzogenen eigenschaft, ich schaffe alles,
wenn ich nur hart genug arbeite, die glauben, dass gutes honoriert
wird und böses bestraft, werden
scheitern.
Dieses gut/böse verhalten, ob nun anerzogen oder genetisch
verankert in uns, lässt und überleben
im echtem leben, kleines beispiel,......
Wer ein unternehmen führt, oder besitzt, wird seinem umfeld
beurteilt darüber, ob er erfolgreich
ist oder nicht. Generiert er viel umsatz/gewinn, erweitert er sein
unternehemn, ist er ein gewinner. Geld
zu verdienen bedeutet ein gewinner sein.
Dieses gewinnen/verlieren wird uns schon im sandkasten so
beigebracht, wer einem anderen kleinkind das
kuchenförmchen wegnimmt, ist ein gewinner, nicht nett, aber ein
gewinner. Er ernted anerkennung von
seinen eltern, sie sind lange zeit der masstab. Der verlierer aber,
das kind das sich das förmchen hat wegnehmen
lassen, wird eventuell sogar auf dem nachhause weg geschimft. Warum
hast du dich nicht gewehrt,...
Manche väter überlegen schon ob ihr sohn nicht eventuell eine
homosexuelle veranlagung hat, nur weil
er nachgab und nicht den anderen eines auf die kleine süsse baby
nase gab.
Ein trader in seinen anfängen, kann nicht anders, er wendet dieses
verhalten ebenso bei seinen trades
an, gewinner sind gut, verlierer sind schlecht.
Dieses bedeuted er ist fixiert darauf nicht zu verlieren, eine tief
im minus stehende position zu halten, verlierer
sind schlecht! Was sagen die freunde? Der erste trade und minus
gemacht, hahahahahaha
Jeder weiss doch um das geheimniss an den märkten, tief kaufen,
hoch verkaufen, warum hast du es denn nicht
so gehandhabt, hahahahahaha
Die hartnäckigkeit die so nützlich ist im leben, ist zum feind
geworden, dieser feing veranlasst den trader die
position zu halten, beharlich festzuhalten an ihr, zu warten bis
sie wieder auf zumindest breakeven zieht, denn dann ist
er ein gewinner, kein verlierer.
Jeder wird ahnen was geschiet, oder?
Meist wird sogar der stop tiefer gezogen, oder gänzlich
herausgenommen, für die hoffnung zu den gewinnern zählen
zu können.
Und,.....ein wunder,...die position läuft ins plus, ha, ich wusste
es!!!!! Ich bin nun ein trader!!!!! Ich bin der könig der
welt!!!!
Eine tödliche erfahrung
Was geschiet weiter? Die nächsten fünf sechs oder gar 10 positionen
laufen alle in die gewinnzone, er macht profit
ohne sich, anders wie im berufslenben, ansterengen zu müssen. Er
erweitert den stop, denn er hat ja gelernt,
beharlichkeit zahlt sich aus, hier mein account stand!
Nun der elfte trade, die position läuft wieder ins minus, na ja,
kein problem, ich bin trader, das kenne ich doch schon,
huete steigen die funds ein, der rsi sieht auch ok aus, ich nehme
den stop ganz heraus. Juhu, das sind ja kaufkurse,
ich kaufe nach und erhöhe somit den zukünftigen gewinn, ich bin
doch trader.
Yeah, account blow-out!!
Die frau tobt, verweigert wochenlang den sex, keine neuen manolos,
keinen sex
Er ist ein verlierer, obwohl er doch hartnäckig geblieben ist, er
versteht das nicht!
Er konnte nicht gewinnen mit dieser einstellung, gewinner sind GUT,
verlierer sind BÖSE
Nein, verlierer sind prima, hola! nun aber, ich habe wohl
getrunken!
Nun beginnt phase II eines trader lebens:
Nachdem ein trader constannt verluste generiert hat, eventuell den
ersten account ruiniert hat, beginnt er damit
zu testen wie tief das wasser ist. testet neue dinge, liest viel,
bekommt grossen respect vor den märkten, die in
angst übergeht.
Ich nenne das angst-traden,.....
Er beginnt trades zu tätigen, die auf furcht basieren, furcht
falsch zu liegen, furcht einen grossartigen move
zu verpassen.
Hier focussiert sich der trader darauf, nicht zu verlieren, nimmt
aus angst kleinste gewinne mit, sobald sie
in der ordermaske auftauchen. behällt aber gleichzeitig das alte
schema bei, verlierer sind böse/schlecht.
Er lässt weiterhin die verlierer positionen tief in die verlustzone
laufen.
Beharlich bleiben, na komm schon, dreh endlich, ich will zumindest
den breakeven erreichen!!! Ich bin trader,
kein loser!!
Dies ist keine geplante/absichtliche entscheidung, er kann nicht
anders, er hat es so gelernt,...
Wer erkennt sich? Ich mich bei den ersten zwei accounts!
Dies ist die übelste möglichkeit, die einem trader widerfahren
kann.
PhaseII hält so ca sechs monate an im schnitt, dann bemerkt der
trader, so geht es nicht weiter. ich
kann doch nicht schon wieder meinen account ruinieren, wieder auf
der couch übernachten, ALLEINE!
Er denkt nach und sucht nach veränderungen,....
nun beginnt Phase III
Die suche nach dem holy grail beginnt, diesem todsichen indicator,
von dem alle schwärmen, ihn aber
nicht veraten. Dem indicator/chart, der die 100%ter einbringt. Der
keinen minus trade generiert!
Nun bin ich ein trader!!!!
Diese phase dauert nach meiner erfahrung min. ein jahr, kann aber
auch das restliche leben beanspruchen.
Ich hörte von einen trader, der jahrelang indicatoren sammelte und
sich daraus seinen heiligen gral zurechtbaute,
als dieser trader verstarb, hinterliess er neben anderen dingen ein
notizbuch in dem der holy grail, die suche
danach und zusammensetzung eingetragen war. Er beschwörte noch aus
dem tod heraus, mittels seiner notizen
dass dieser super indicator immer functioniert, nur gewinne
generiert,......auser..................................und
diese
ausnahmen wurden dann auf 50 seiten beschrieben!!!
Trader suchen in dieser phaseIII nach jedem indicator den sie
finden können, verändern die parameter
eines mac-d von 12 26 9 auf 12 26 17, weil dieser ja dann viel
schneller abfeuert.
Diese suche nach indicatoren ist nicht generell schlecht, so lernt
man sie kennen, aber ein besserer
trader wird man dadurch nicht.
Es ist sehr sehr wichtig, wenn jemand von euch bemerkt, dass er in
dieser phase feststeckt, muss er so
schnell als möglich diesen cyclus durchbrechen.
Wenn ein trader diese angst zu verlieren phase financiell überlebt
hat,.....kommt die
GIER und EUPHORIE,..
Diese sind ebenso der feind, die angst einen trade zu verpassen,
was ja auch mit zu gier gezählt werden
kann, generiert fehler/irtümer. Wie etwa ein zu später entry wenn
schon zwei lange spike-up candles
im chart zu sehen sind, alles schon gelaufen, der markt dreht
wieder.
Wenn ein trader einen account von sagen wir, $10.000 oder $100.000
hat, wie hoch auch immer, und
er generiert im schnitt $500 jeden tag, constannt, wird dies zur
täglichen rutine, das ist prima.
Dann aber, wenn alles easy läuft, alles ok ist, verändert sich ein
trader, er lässt sich prospecte
von teuren automobilen zusenden, will einem exclusieveren golf club
beitreten, plant eine luxus reise.
Es setzt die gier ein, mit den $500 gibt er sich nicht mehr
zufrieden, er will mehr, ich bin trader!!
Er setzt grössere positionen ein, warted auf längere moves,
dies ist die phase in der sich kleinere gewinne in grössere
verluste wandeln. Nun beginnt das brüllen
vor den screens, dem anschreien des hundes. dem posten wütender
smiley in foren, dem beleidigen
anderer user, man verliert wieder einmal mehr die controlle über
sich, ich bin trader!!
Ich habe wie gesagt, drei accounts vernichted bis ich es begriffen
hatte.
Die märkte sind wie ein "all you can eat buffet" es gibt absolut
keinen grund sich bei dem ersten
gang an das buffet, sich den teller zu überladen. Man kann mehrmals
nachfassen, so ist es gedacht.
Mit meinen dritten account habe ich mich hochgetraded von $100.000
auf $1.500.000, ich focussierte mich
nur noch auf setups, alles lief wunderbar bis die euphory
einsetzte, jeder trade ein gewinner, WOW.
Meine setups sind sind super, gester nur gewonnen, heute ebenso nur
gewinn trades. Morgen erhöhe ich
die positionen von 6 lots auf 12 lots. es lief wieder super
wochenlang, nun werde ich verdreifachen, 18 lots.
Es wird einem das erreichen einer neuen ebene des tradens
suggeriert, man fühlt sich unfehlbar.
Nun bin ich ein trader!!
(auf diesen punkt gehe ich gesondert beim erarbeiten eines
trading-plans ein, immer wenn ich einen
überdurchschnittlich guten trading tag hatte/habe, so trade ich den
darauffolgenden tag nicht. War er
extrem gut, so nehme ich für den rest der woche frei. gehe golfen
oder auf einen 3-4 tage trip extra)
...
Wenn man sich zu gut oder sicher fühlt, neigt man dazu roulette zu
spielen. Man kann 20 mal hintereinander
gewinnen, aber das einundzwannzugste mal kostet es einen den
gesamten gewinn plus einsatz. Mit nur einem
trade kann man so seinen account ruinieren.