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Oracle Systems vor Kursausbruch (Seite 8)

eröffnet am 09.09.09 21:29:32 von
ValueFreak

neuester Beitrag 30.09.13 18:23:21 von
R-BgO
Beiträge: 86
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alysant
schrieb am 21.12.11 12:13:25
Beitrag Nr. 71 (42.507.894)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.504.571 von alysant am 20.12.11 17:57:08:D Das Nichtstun war richtig:

starker Kurseinbruch


Charttechniker (oder Mißtrauische) würden jetzt meinen, daß das aufgrund der Entwicklung der letzten Tage abzusehen war bzw. einige (sicher ganz wenige) informiert waren.

Das würde ich aber nicht gelten lassen, sh. best buy: Da hätten Charttechniker eher auf einen weiteren Kursanstieg gesetzt.

Bei beiden Werten waren es die Ergebnisse.

- nur meine Ansicht -
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ValueFreak
schrieb am 21.12.11 12:56:55
Beitrag Nr. 72 (42.508.210)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.507.894 von alysant am 21.12.11 12:13:25Ergebnisse sind es immer - alles andere ist Kaffeesatz lesen.

Immer noch beachtenswert: der Zuwachs im Free Cashflow. Die ausgewiesenen etwas spärlicheren Gewinnzuwächse beruhen also auf echten Einnahmen.
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alysant
schrieb am 21.12.11 17:54:41
Beitrag Nr. 73 (42.510.076)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.508.210 von ValueFreak am 21.12.11 12:56:55stimmt

und wenn eine Aktie bei guten Ergebnissen nicht gleich reagiert, ist es nur eine Frage der Geduld.

Permanente gute Quartalsergebnisse führen zwangsläufig zu einem Kursanstieg.
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alysant
schrieb am 21.12.11 18:29:22
Beitrag Nr. 74 (42.510.269)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.510.076 von alysant am 21.12.11 17:54:41recht informativ:
=================


aktueller Kurs 25 (Dollar)

37 Broker verfolgen den Wert mit Kurszielen von 30 bis 43



letzte Veränderungen:
=====================

6.12. Barclays Neu-Aufnahme (Kurs: 32) mit rating overweight

21.12. Canaccord Abstufung von buy auf hold
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alysant
schrieb am 21.12.11 19:06:40
Beitrag Nr. 75 (42.510.484)
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.510.269 von alysant am 21.12.11 18:29:22Credit Suisse hat das Kursziel heute von 42 auf 40 gesenkt - Donnerwetter:laugh: und bleibt bei outperform.
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iLuxxZero
schrieb am 09.03.12 17:26:04
Beitrag Nr. 76 (42.879.090)
Oracle zieht seit Monaten wieder kräftig an und keiner hat hier ein Gesprächsthema zu Kursfantasien eröffnet?
Mein Tipp: Auf 4 Jahressicht locker 100% bei diesem Investment zu holen. LG iLZ
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Welju_Grouv
schrieb am 23.03.12 08:50:25
Beitrag Nr. 77 (42.944.924)
Mark Hurd, CEO in spe, besitzt – trotz eines geschätzten dreistelligen Millionenvermögens – lediglich 1000 ORCL-Aktien, und nach einer Optionsausübung Anfang des Monats hatte er sogleich die gesamten 275.000 Stück sogleich veräußert. An HPQ dagegen war er immerhin mit bis zu 75 Mio. $ beteiligt.

Auch im jüngsten Conference Call wurde wieder vermittelt, dass es kein Unternehmen gebe, das mit ORCL konkurrieren könne. Wenn sie wenigstens selber daran glauben würden ...

Beispiel No. 1: Workday wäre mit einer eigenen Datenbank – die Ellison gar nicht als Datenbank bezeichnen wollte – überfordert und solle sich nicht auf sich selbst, sondern auf ORCL verlassen. Die Vorteile eines modernen Designs, das von Anfang an auf objekt-orientierter Architektur aufbaut, werden von Ellison ignoriert. Vorteile wie ein wesentlich höheres Maß an Flexibilität beim Zugriff auf und bei der Handhabung von Daten sowie bessere Möglichkeiten (mit geringerem Aufwand) Schnittstellen zu schaffen. Auch Updates und Modifizierungen sollen laut Fachleuten aus Branche hier einfacher sein. Jener Aussage vorausgegangen war die Frage eines Analysten, ob objekt-orientiertes Programmieren Oracles Datenbanken überflüssig machen könnte.

Beispiel No. 2: Die Cloud von Salesforce.com wäre zu riskant, verglichen mit der eigenen. 82400 Kunden einer mit 38% p. a. wachsenden Salesforce.com scheinen dies anders zu sehen.

Beispiel No. 3: Was SAP betrifft, so gebe es eine "great opportunity to replace SAP as the #1 applications company in the world", u. a. weil die Walldorfer keine CRM- und HCM-Applikationen in der Cloud anböten. Und was sind SAP Sales On-demand und die SuccessFactors-Angebote?

Vor 22 Jahren hatte ORCL nach einem enttäuschenden Quartal der Verkaufsmannschaft angeboten, die im Folgequartal anfallenden Kommissionen in Goldmünzen auszuzahlen. "Go for Gold" nannte sich jene Kampagne und die Erwartungen wurden damals übererfüllt. Der Haken war allerdings, dass dank delikater Discount-Angebote "the cupboard" anschließend leer war, und als weiteres Ergebnis verbuchte ORCL daher im Folgequartal jenes Folgequartals einen Nettoverlust. Letzteres dürfte 2012 freilich extrem unwahrscheinlich sein.

ORCLs EV/FCF und P/E ratios wie mögen derzeit niedrig sein. Fraglich ist jedoch, wo künftig ein über BIP-Zuwächse hinausgehendes organisches Wachstum herkommen soll.
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Welju_Grouv
schrieb am 09.06.12 10:39:08
Beitrag Nr. 78 (43.266.642)
In meinem persönlichen "Guide" ist bezüglich des CEOs und des Top-Managements unter anderem folgendes zu finden:

– Glaubwürdigkeit und Konsistenz in dem, was gesagt wird? Ohne exzessive Übertreibungen?
– Werden die wirklichen Probleme diskutiert? Offenheit bei Schwierigkeiten? Wer verschweigt, hat oft auch kein ausgearbeitetes Programm, um die jeweiligen Probleme zu lösen.
– Besonders einige CEOs, die ihr "Prestige" sehr lange behalten, tolerieren selten Diskussionen und Kritik. Die Folge: Kaum Fragen und kein Austausch auf Augenhöhe, stattdessen Visionen von oben herab. CEOs dieser Art werden unangenehme Wahrheiten selbst von engsten Mitarbeitern verschwiegen.
– Level 5 Leadership zeichnet sich laut Collins durch persönliche Bescheidenheit und unternehmerische Willensstärke aus. Level 4 Leader können zwar ein Unternehmen durch reine "Gewalt" disziplinieren, nach dem Abgang jener hard-driving, egozentrischen Gründer-CEOs kommt es jedoch häufig zu Führungsproblemen und Konfusion.

Würde ich mich daran halten, käme ORCL derzeit kaum als Investment in Frage.
Siehe www.zdnet.com/blog/howlett/has-oracles-ellison-finally-stepp… – um nur auf einen solchen Artikel hinzuweisen. Ähnliches war am Donnerstag bereits von Doug Henschen, Art Wittmann und (dem in den Artikel von Dennis Howlett zitierten) Frank Scavo zu lesen, alles Artikel, die via InformationWeek, ZDNet und etliche andere branchenspezifische Portale ihren Weg zu CIOs und deren Beratern finden werden. Von MSN Money und Yahoo!Finance News wird dergleichen ignoriert.
Publikationen von unabhängigen Branchenkennern fernab der Investorengemeinde, die Oracle Strategie positiv betrachten, vermochte ich in letzter Zeit nicht zu finden.

Gemessen an den aktuellen Zahlen mag ORCLs Bewertung historisch niedrig sein, gleichwohl sind die Risiken hinsichtlich der oben genannten Punkte ungewöhnlich hoch. Übertreibungen und der eine oder andere Push sind nichts Besonderes, aber irgendwie scheint Oracle eine gewisse Basis verloren zu haben. Vielleicht Akte der Verzweiflung oder nur ein Persönlichkeitsproblem. Oder beides zugleich. Die nächsten Jahre werden die Antwort und hoffentlich auch mal wieder größere Lichtblicke liefern.

Noch ein paar Überlegungen zur Architektur von Oracle Cloud und Fusion Apps:

Fusion wurde noch 2006 als SOA-Software angekündigt. Inzwischen klingt SOA verstaubt und wird von Oracle nicht mehr erwähnt. Im Rahmen von serviceorientierten Architekturen ist die seit SaaS bekannte Mandantenfähigkeit zwar theoretisch möglich, aber nicht üblich, und auch bei Oracle scheint diese nicht vorhanden zu sein, weswegen jedem Kunden statt nur einer eigenen Instanz (Kopie) des Systems auch mindestens eine virtuelle Maschine zugeordnet wird, was die Kosten entsprechend steigen lässt. Als Grund hierfür wird heut freilich nicht jene Entwicklungshistorie sondern eine angeblich höhere Sicherheit genannt.
Im Allgemeinen werden den moderneren SaaS-Plattformen größere Fähigkeiten zugeschrieben als jenen mit SOA.

Auch die Vorteile des erwähnten hybriden Modells (on-demand & on-primise) sind mit höheren Kosten verbunden: On-demand verwenden alle Nutzer die jeweils aktuelle Software, während on-primise jedes Release bzw. Update zunächst gehandled werden muss, und wenn da noch kundenspezifische Anpassungen erfolgen, ist der Aufwand (auch für Wartung) noch höher. In der Praxis wären dies also selten dieselben Programme, wenngleich es hier künftig weitere Fortschritte geben mag.

Wettbewerbskriterien bei Cloud-Applikationen sind vor allem Funktionalität, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Kosten und "Convenience". Dank geringerer Wechselkosten dürfte gerade der Preis eine größere Rolle als bei On-premise-Anwendungen spielen.

Wenn Unternehmen aus Kostengründen Anwendungen in die Cloud auslagern, weshalb sollte dann ausgerechnete der wahrscheinlich teuerste Anbieter den Zuschlag erhalten? Da müssten anderswo schon gewichtige Sicherheitsprobleme bestehen.

Bislang kommen weder SAPs Business ByDesign (ein "moderneres" SaaS-Angebot) noch Oracles Fusion Apps aus den Puschen.
Kurz- und mittelfristig mag dies für das jeweilige Zahlenwerk relativ unerheblich sein, aber langfristig sollte schon Überzeugenderes im Schaufenster stehen.

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ValueFreak
schrieb am 09.06.12 11:00:52
Beitrag Nr. 79 (43.266.672)
Antwort auf Beitrag Nr.: 43.266.642 von Welju_Grouv am 09.06.12 10:39:08Was schlägst Du als Ersatz Investment für diese großartige Firma vor?

Es würde mich interessieren, wer Business Applikationen als SaaS kostengünstig anbieten kann

- die das Geschäftsmodell des Kunden unterstützen
- wo der Kunde preiswert als ein Mandant, Submandant, etc. abgebildet wird
- wo der Update über Nacht per Knopfdruck erfolgt (o Graus, was sagt die Produktion an den unterschiedlichen Standorten dazu)

Überlege mal, wie viele Automodelle es gibt. Alle dienen nur dem einen und wirklich nicht komplexen Zweck - von A nach B zu gelangen.

Unter den Anbietern von Unternehmenssoftware wird es für immer Platz für viele Erfolgsmodelle geben. Und jedes Erfolgsmodell braucht eigene Leader und Teams, um zu bestehen.
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Welju_Grouv
schrieb am 05.10.12 17:45:09
Beitrag Nr. 80 (43.683.853)
Im Thread "Stocks for the Middle and Long Run" hatte ich mich seit Monatsbeginn (01.10) mit den neusten Entwicklungen bei ORCL beschäftigt.
Falls dies interessiert und jemand eine Meinung dazu hat ...

Die dortigen Schlussfolgerungen bedeuten natürlich nicht, dass Oracle ein Unternehmen mit mangelhaften Aussichten sein muss. Das Problem ist, dass das Management nicht für ausreichend Klarheit sorgt. Die Vorzüge eigener Produkte werden leider auf völlig unglaubwürdige Weise übertrieben.
Ob die selbst entwickelten Fusion Applikationen als SaaS zu wettbewerbsfähigen Kosten angeboten werden können, ist für unabhängige Branchenbeobachter bis heute nicht geklärt. Auch fehlt bislang eine Antwort auf eine mögliche Disruption durch IMDBs (mit DRAM als Main Memory) im Kerngeschäft. Wird mit Hochdruck an einer derartigen DB gearbeitet? Wer weiß. Und warum soll die Kundschaft Oracles exklusive Sicherheitsversprechen abkaufen, wenn bei deren Datenbanken immer wieder gravierende Lücken auftauchten, bei den von Oracle als unsicher eingestuften Salesforce.com und Workday hingegen nicht?