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schrieb am 13.11.09 22:14:19
Da der einzige Thread, der sich mit Nestlé beschäftigt einen wie
ich finde äußerst unpassenden Titel trägt und zudem die WKN
veraltet ist, eröffne ich hiermit einen neuen Thread.
Ich hoffe auf eine rege Beteiligung von allen Nestlé Aktionären
oder auch Interessierten.
schrieb am 13.11.09 22:17:11
schrieb am 13.11.09 22:26:48
Um hier ein bisschen "Futter" einzubringen, poste ich nochmal meine
letzten Beiträge aus dem alten Thread:
Wenn der Schoko- zum Wellnessriegel wird
Nestle will mit "Functional Food" expandieren.
Auch wenn sich der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle
erfolgreich gegen die Wirtschaftskrise gestemmt hat, scheint der
Konzern vor weitreichenden Maßnahmen zu stehen, was seine
Aufstellung für die Zukunft angeht.
Nestle will, so brachte es zuletzt der britische "Economist" auf
den Punkt, von einem Nahrungsmittelkonzern zu einem Ernährungs- und
"Wellnesskonzern" werden.
Stetes, solides Wachstum
In den ersten neun Monaten des Jahres kam das Unternehmen auf ein
organisches Wachstum von 3,6 Prozent (der Umsatz lag in diesem
Zeitraum bei 79,5 Mrd. Franken, also 52,6 Mrd. Euro).
Seit Jahren liefert Nestle beständig hohe Wachstumsraten. Im
Neunmonatszeitraum legte vor allem die Getränkesparte zu. So konnte
Nestle die Umsätze von Marken wie Nescafe, Nesquik, Nespresso und
Nestea organisch um 9,8 Prozent steigern.
Das Mineralwassergeschäft, bisher eher das Sorgenkind des Konzerns,
konnte seinen Abwärtstrend etwas bremsen. Süßwaren, Babynahrung und
Tierfutter erwiesen sich erneut als Wachstumstreiber.
Aufbruch in neue Sparten
Dennoch wollen die Konzernverantwortlichen von Nestle, Peter
Brabeck-Letmathe und Paul Bulcke, offenbar den Umbau des Konzerns
im Bereich "Functional Food" vorantreiben. Damit dieser Umbau
nachhaltig ist, muss zunächst in Forschung investiert werden.
Doch wenn man die Wachstumsraten vom klassischen
Nahrungsmittelbereich mit dem Bereich "Functional Food" vergleicht,
dann werden rasch Unterschiede deutlich.
Steigender Umsatz mit "Functional Food"
Laut einer Euromonitor-Studie wuchs der Markt für "Functional Food"
zwischen 2004 und 2007 jährlich um 10,2 Prozent. Der Bereich von
verpackten Lebensmitteln wuchs in diesem Zeitraum um 6,3
Prozent.
In den USA stieg der Markt für "Functional Food" (Daten
PricewaterhouseCoopers 2002 - 2007) gut fünfmal so kräftig wie der
im klassischen Lebensmittelbereich (15,8 Prozent Wachstum zu 2,9
Prozent im klassischen Bereich).
2013 errechnet PricewaterhouseCoopers einen weltweiten Umsatz im
Bereich "Functional Food" von 128 Mrd. Dollar. 2007 waren es noch
78 Mrd. Dollar.
Produkte mit Wellnessanteil wachsen stärker
Laut einer Untersuchung der Harvard Business School erzielte Nestle
mit Produkten, die "funktionale" Elemente aufwiesen, in den Jahren
2004 bis 2007 Zuwachsraten von über 27 Prozent im Jahr, während man
mit dem normalen Nahrungsmittelprogramm 6,2 Prozent eingefahren
habe.
Doch der Umstieg von den Produkten mit geringeren Margen auf jene
Linien mit höheren Zuwachsraten ist nicht ohne Risiko. Es muss viel
Geld in Entwicklung gesteckt werden. Sowohl in den USA als auch in
Europa werden die Richtlinien, was das Anreichern von Produkten
betrifft, strenger.
Nestle hat gute Erfahrungen mit aufwendig eingeführten und davor
lange untersuchten Produktlinien, wenn man etwa an den Erfolg von
Nespresso denkt. Doch nicht jedes Projekt, an dem lange geforscht
wird, muss ein Erfolg werden.
Vergleich mit Danone
Auf der anderen Seite kann Nestle auf Konkurrenten wie den
französischen Danone-Konzern schauen. Die Bestseller beim
Joghurtverkauf waren zuletzt jene Produkte, die über
Bakterienkulturen positive Effekte auf den Körper versprachen.
Testhürden für neue Produkte
Jedes Produkt müsse gesund sein, gibt die Nestle-Spitze den neuen
Kurs vor. Mit einer "60-40-plus"-Analyse will man neuen und
verbesserten Produkten auf den Zahn fühlen. Mindestens 60 Prozent
der Tester müssen ein neues Produkt besser finden als ein
entsprechendes Produkt der Konkurrenz oder das Vorgängerprodukt aus
dem eigenen Haus. Und die Nährwertbilanz muss positiver
ausfallen.
So entwickelt man etwa ein Eis, bei dem man in der
Molekularstruktur kleinere Kristalle anstrebt - und dadurch trotz
geringeren Fettanteils ein ähnlich cremiges Eisprodukt erzielt.
Kritische Blicke auf den Strategiewechsel
Der Strategiewechsel von Nestle wird aber auch kritisch gesehen.
Die Nahrungsmittelbloggerin Marion Nestle (die keinerlei
Verwandtschaft zum Konzern aufweist) warnt vor den Illusionen, die
rund um den "Functional Food"-Hype und sich umstellenden
Nahrungsmittelmultis gemacht wird.
"Die Ziele der Nahrungsmittelindustrie und der öffentlichen
Gesundheit sind nicht dieselben", zitiert der "Economist" Nestle.
Wenn sich Menschen gesünder ernähren wollten, dann sollten sie die
Hände von verarbeiteten Lebensmitteln lassen.
Unterschiedliche Portionsgrößen erschweren Vergleich
Andere NGOs, wie etwa Foodwatch, kämpfen wiederum für eine klare
Kennzeichnung von Lebensmitteln, was Inhaltsstoffe wie Zucker, Fett
und Salz betrifft. Hier begannen große Konzerne zwar teilweise
selbst, Inhaltsstoffe in plakativerer Form aufzudrucken.
Doch wer die Werte von Cornflakes-Packungen vergleichen will, der
weiß, wie schwer man sich als Konsument vor dem Supermarktregal mit
den Verweisen auf verschiedene Portionsgrößen tut.
Verkaufsoption an Novartis
Im kommenden Jahr wird sich Nestle jedenfalls fokussieren und sich
auch von mancher Beteiligung trennen, etwa von seinem
Mehrheitsanteil am Augenpflegemittelkonzern Alcon, und eine
Verkaufsoption an den Pharmakonzern Novartis wahrnehmen. Dadurch
dürfte nochmals ein größerer zweistelliger Milliarden-Dollar-Betrag
in die Kasse gespült werden.
schrieb am 13.11.09 22:27:20
Ein eher ungewohntes Bild bietet sich den zuletzt verwöhnten
Aktionären von Nestlé. Die Papiere des Westschweizer
Nahrungsmittelkonzerns weisen von Gewinnmitnahmen nach unten
gerissen Kursverluste auf. Händlern zufolge bestätigten die
Firmenverantwortlichen von Novartis am Vorabend anlässlich einer
Analystenkonferenz, die sich noch im Besitz von Nestlé befindliche
Alcon-Beteiligung zum erstmöglichen Zeitpunkt übernehmen zu wollen.
Damit scheinen sich die seit Wochen kursierenden Spekulationen
eines Restverkaufs im Januar zu bewahrheiten.
Branchenkennern zufolge könnte der vollständige Verkauf der
US-Medizinaltechniktochter Alcon bei Nestlé die Unterbewertung des
Bereichs Nahrungsmittel/Getränke aufdecken. Die Kernaktivitäten der
Westschweizer weisen derzeit einen Bewertungsabschlag von 15 bis 20
Prozent gegenüber den anderen europäischen Mitbewerbern auf.
schrieb am 13.11.09 22:28:09
Wird Lindt & Sprüngli von Nestlé geschluckt?
13.11.2009 15:00
Kepler rechnet mit Übernahme von Lindt & Sprüngli durch
Nestlé
Spätestens seit Mittwoch ist klar: Novartis will die von Nestlé
kontrollierte Restbeteiligung am US-Medizinaltechnikkonzern Alcon
zum schnellstmöglichen Zeitpunkt übernehmen. Was Nestlé mit dem
Verkaufserlös vor hat, bleibt hingegen noch ungewiss.
Branchenexperten gingen bisher von gezielten kleineren
Firmenübernahmen in den Schwellenländern und einem weiteren
Aktienrückkauf in Milliardenhöhe aus.
Von einem ganz anderen Szenario ist am Freitag in einer
Branchenstudie von Kepler Capital Marktes zu lesen. Der in
angelsächsischen Anlegerkreisen viel beachtete Analyst rechnet
damit, dass Lindt & Sprüngli im kommenden Jahr übernommen wird.
Nicht von einem ausländischen Käufer, sondern von niemand
geringerem als Nestlé.
Aufgrund der gut verdaulichen Grösse und den längerfristigen
Aussichten zweistelliger Wachstumsraten gebe der Hersteller von
Premiumschokolade ein attraktives Übernahmeziel ab. Lindt &
Sprüngli weise gegenüber dem europäischen Nahrungsmittelsektor eine
umfangreiche Bewertungsprämie auf. Dennoch werde ein Interessent
den Aktionären im Falle einer Übernahme mindestens 20 Prozent mehr
bieten müssen.
In Handelskreisen werden die Aussagen von Kepler Capital Markets
allerdings relativiert. Aus dem Umfeld der Bank ist zu hören, dass
der zuständige Analyst schon seit Jahren von einer möglichen
Übernahme von Lindt & Sprüngli durch Nestlé spricht. Ausserdem
habe der firmeneigene Fonds für Pensionsergänzungen mit einem
Stimmrechtsanteil von 22,2 Prozent auch noch ein Wort mitzureden.
Dieser Fonds werde indirekt von CEO Ernst Tanner kontrolliert.
schrieb am 14.11.09 10:14:34
Vielen Dank @ 1435905 für den neuen Thread. Die Überschrift passt
trefflich und reflektiert meine eigene Einschätzung zu diesem Wert.
Ich bei seit 2003 in Nestle investiert und habe den Wert in meinem
Depot als sogenannte Ewigkeitsaktie definiert. Eine Aktie zum
vererben.

Dieses
Privileg hat bei mir zur Zeit nur noch BASF und Linde.
Gruß Agio
schrieb am 14.11.09 12:58:36
Wie sieht das denn mit der Dividende bei Nestle aus?
schrieb am 14.11.09 19:07:42
Antwort auf Beitrag Nr.:
38.387.404 von Agio am 14.11.09
10:14:34Hallo Agio,
soetwas freut mich zu hören!
Ich sehe Nestlé auch als eine der wenigen Aktien, auf welche die
Aussage von Kostolany ("Kaufen, liegen lassen und Schlaftabletten
nehmen") noch zutrifft.
Zwar bin ich erst seit gut 2 Jahren investiert und auch nur +/-0
was die Kursentwicklung betrifft, aber auf lange Sicht hege ich
keine Zweifel. Von einer Wirtschaft- und Finanzkrise war bei Nestlé
nichts zu spüren.
Zudem bin ich ganz froh, so eine "Langweileraktie" zu besitzen, bei
der man nicht täglich auf den Kurs starren muss um schnell kaufen
oder verkaufen zu können.
Interessant dass du Linde ansprichst; ich habe den Konkurrenten Air
Liquide im Depot und sehe ihn ebenfalls als Langfristaktie.
Im
Thread: AIR LIQUIDE WKN:
850133 habe ich einen letzte Woche einen interessanten Artikel
eingestellt, der Linde und Air Liquide vergleicht. Sicherlich auch
für dich lesenswert.
Viele Güße
1435905
schrieb am 14.11.09 19:18:57
Antwort auf Beitrag Nr.:
38.387.882 von ALEX224 am 14.11.09
12:58:36Hallo ALEX224,
die Dividende betrug letztes Jahr 1,40 CHF. Das macht beim
aktuellen Kurs einen Rendite von knapp 3%.
Was die zukünftige Dividende betrifft, bin ich derzeit überfragt,
muss mich mal auf die Suche begeben.
schrieb am 14.11.09 19:23:37
Antwort auf Beitrag Nr.:
38.388.840 von 1435905 am 14.11.09
19:18:57Die Analystenschätzungen sehen für das nächste
Jahr 1,47 CHF und danach 1,57 CHF voraus.
Dabei wäre ich mir allerdings nicht allzu sicher, viel hängt auch
von der Entwicklung rund um den Verkauf von Alcon ab und wie das
Geld dann verwendet wird (Stichwort: mögliche Sonderdividende).
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