Antwort auf Beitrag Nr.:
40.380.830 von mucefuc am 24.10.10
17:35:26SHB-Fonds ohne Immobilie
Heute, dem 20.10.2010, fand die Gesellschafterversammlung des SHB
Fonds Einkaufszentrum Carré Göttingen statt. Wir haben an dieser
Versammlung für unsere Mandanten teilgenommen.
Der Grund der Versammlung war, dass zum 31.12.2010 die stillen
Gesellschafter die Rückzahlung ihrer Einlagen von insgesamt 7,34
Millionen EUR verlangen können. Dieses hätte zu einer Insolvenz des
Fonds geführt.
Die Versammlung offenbarte den desolaten Zustand in Bezug auf die
Finanzen. Anderenfalls wäre es nicht zu dem Beschluss gekommen,
dass nun die eigentliche Fondsimmobilie verkauft wird. Der Käufer
soll die Immobilie für ca. 32,0 Millionen EUR erwerben. Von diesem
Geld bleibt dem Fonds fast nichts. Denn es werden damit die
Schulden bei der Deutsche Bank London von ca 27,0 Millionen EUR
abgetragen und der Rest dient der Ablösung der stillen
Gesellschafter. An wen der Kauf erfolgt und ob eine Maklerprovision
fällig wird, wurde durch die Fondsgeschäftsführung nicht
ausdrücklich beantwortet. Ein Schelm der böses denkt, dass sich
andere, die bereits am Fonds verdienten, erneut verdienen
könnten.
Fakt ist, dass von dem mittlerweile eingesammelten Eigenkapital in
Höhe von ca. 28,0 Millionen EUR de facto nur noch 5,0 Millionen EUR
in der Form der Beteiligung am LEANDA-Portfolio vorhanden ist. Es
sind ca. 80% des Vermögens verloren gegangen.
Durch die Geschäftsführung wurde eingeräumt, dass die bisherigen
Zahlungen an die Gesellschafter nicht aus den
Liquiditätsüberschüssen gezahlt wurden, sondern aus dem
Eigenkapital. Dieses hat den Wert des Fonds sicherlich nicht
verbessert.
Damit besteht für die Gesellschaft die Möglichkeit
diese Gelder zurück zu fordern.
Diese Ungewissheit, ob der Fonds die Auszahlungen zurückfordert
oder nicht, ist sicherlich für jeden Anleger untragbar.
Leider stellte sich in der Versammlung als Gipfel heraus, dass der
Beirat diese Situation bereits 2007 kommen sah und die
Geschäftsführung darauf hinwies.
Sie blieb untätig.
Es stellt sich die berechtigte Frage, ob so jemand in der Lage und
auch Willens ist den Fonds zu retten. Man darf seine Zweifel
haben.
Das Fazit ist, dass die stillen Gesellschafter ihr Geld bekommen
und neben der Ausschüttung, soweit sie das Geld in der Gesellschaft
belassen, noch eine Verzinsung von 6,5 - 8,0% erhalten. Das hat die
Geschäftsführung toll hinbekommen.
Die Finanzierung der ganzen Angelegenheit ist maßgeblich darauf
ausgerichtet, dass nun alle anderen brav weiter ihren Sparplan
erfüllen und neue Immobilien mit einem tollen Ertrag in den
nächsten acht Jahren angekauft werden. So soll auch der letzte
Anleger seine Altersvorsorge bekommen.
Unsere Meinung ist, dass sich eine Sanierung nicht lohnt und gerade
die Ansparer keinen Gegenwert erhalten werden.
Wir werden nun für unsere Mandanten den Ausstieg aus dieser
Beteiligung prüfen.
Gerne beraten wir Sie auch.
http://www.vogelskamp-benn.de/Aktuelles/SHB%20Fonds%20ohne%2…
tja, nun ist es wohl passiert, der erste Fonds dieses sauberen
Unternehmens ist pleite, beim Businesspark Stuttgart dürfte es
nicht besser aussehen. Die gekniffenen sind mal wieder die Anleger.
Unglaublich!!! Wann tut die Staatsanwaltschaft hier endlich
was??