Hallo Power,
Du hast da einige sehr richtige Gedanken ausgesprochen:
"...Fakt ist wenn der Kurs bei dieser Sachlage nach oben laufen
soll:
Die Resourcen-Schätzungen erhöhen sich drastisch,
oder der Uranpreis steigt drastisch...und das ist beides leider
erstmal sehr weit weg..."
Dazu möchte ich einige Anmerkungen machen.
1.Die Wirtschaftlichkeit von Marenica.
Da ja von der Managment-Seite in offiziellen Äußerungen immer
betont wird,daß man nach der Fertigstellung der scoping study
Richtung Produktion gehen möchte,muß man natürlich hinterfragen wie
realistisch das ist.
Natürlich gehört klappern zum Geschäft und wenn man den eigenen
Preis hoch treiben möchte,sagt man natürlich man kann das eigene
Projekt völlig selbstständig durchziehen...
Ich denke,daß es ein Fakt ist,daß Marenica bei der momentan
erwarteten Gesamtresource von ca. 45 Mlbs bei etwas unter 200 ppm
nicht selber produzieren wird bzw.kann. (mit einer kleinen
Einschränkung: bei heutigen Uranpreisen,siehe dazu Punkt 3)
Man müsste wahrscheinlich einige hundert Millionen US-Dollar für
eine Verarbeitungsanlage ausgeben und dafür bereitwillige Geldgeber
zu finden ist-bei dem aktuellen Marktumfeld meiner Meinung nach
völlig aussichtslos!
Areva hat für seine Trekkoppjeanlage 1,4 Millarden bezahlt und auch
wenn eine mögliche Anlage bei uns wahrscheinlich etwas kleiner (und
damit auch billiger wäre) so wäre das trotzdem höchstwahrscheinlich
ein zu großer Brocken für uns.
2.Eventuelle Upgrades
Da das Bohrprogramm zumindest für die ursprüngliche Resource
abgeschlossen ist,stehen die Gehalte praktisch fest: auf alle Fälle
unter 200 ppm.
Auch die Gesamtmenge wird wohl kaum wesentlich mehr als 45 Mlbs
betragen.
Was allerdings Hoffnung macht sind die 2 Domes.
Die Springbokergebnisse gibt es wohl noch dieses Jahr und der
südlichste (aussichtsreichste) Dome ist noch überhaupt nicht
gebohrt.
Sehr interessant in diesem Zusammenhang fand ich in diesem
Zusammenhang John Youngs Aussage auf der Präsentation in
München:
Zitat:
"Bei dem 1.Dome (Phillipus) sieht man von weiteren Bohrungen
ab,da sich dort eher 5 als 50 Mlbs zu etwa 150 ppm
befinden."
Daraus folgere ich,daß in so einen Dome theoretisch 50 Mlbs
"reinpassen würden",also können wir durchaus mit einer gewissen
hoffnungsvollen Erwartung auf die Ergebnisse der beiden anderen
Domes warten.
(Auch wenn 50 Mlbs wahrscheinlich sehr hoch gegriffen ist)
3.Eine eventuelle Areva-Übernahme
Da kommt eines der wenigen guten Argumente für unsere niedrigen
Gehalte ins Spiel:
Nämlich die durchschnittlichen Gehalte von Areva Trekkopje sind
noch schlechter als unsere bei etwa 120 ppm.
D.h. für Areva wäre eine Vermischung mit unserem Gestein schon mal
eine Aufwertung.(und damit eine billigere Produktion)
Weiterhin wird die teuer gebaute Anlage wohl nicht voll ausgelastet
sein.
Die Frage wäre dann natürlich wie eilig Areva es dann mit einem
möglichen Kauf von unserem Projekt hätte?
(Ich denke da gibt es gewisse Zusammenhänge mit Extract,siehe Punkt
4)
4.Der Uranpreis
Der Hauptgrund,warum ich hier investiert bin (und mich auch so
intensiv mit der ganzen Urangeschichte auseinandersetze) sind die
mittelfristigen Aussichten für den Uranpreis.
Der wird (davon bin ich überzeugt) im Laufe der nächsten 2-3 Jahre
ganz gewaltig steigen.
Ich habe etliche Artikel dazu gepostet und es herscht eigentlich
unter der großen Mehrheit der Analysten die einhellige Meinung,daß
dies definitiv so kommen wird.
Ganz aktuell dazu ein Beitrag eines australischen Börsenbriefes mit
dem Titel:
Why This Could be the Hottest Mineral of 2010
http://www.asxnewbie.com/Commodities/Uranium/why-this-could-…
Meiner Erfahrung nach,wird jede Firma die auch nur irgendwie etwas
mit Uran zu tun hat (und bei denen die Fundamentaldaten gut sind)
bei deutlich steigenden Uranpreisen massiv profitieren.
Ich denke die meisten hier Investierten werden wissen,wie auf dem
bisherigen Gipfel des Uranpreises im Sommer 2007 Uranexplorer vom
Markt bewertet worden sind...
Was dem Aufwärtstrend des Uranpreises meiner Ansicht nach einen
Strich durch den Zeitplan gemacht hat,war die Finanzkrise mit dem
einhergehenden Einbruch der Weltwirtschaft.
An den Fundamentaldaten und dem stark erhöhten Bedarf in
Zukunft,der bereits heute nur zu 70 % von der Weltproduktion
gedeckt wird ändert das nix.
Dazu ein-zugegebenermaßen im Moment-unrealistischer Gedanke:
Sollten wir deutlich höhere Uranpreise sehen,könnte irgendwann die
Schwelle überschritten werden,wo sich eine eigene Produktionsanlage
lohnen würde.
Damit einhergehend auch mehrere potentielle Käufer,wie Heuschreck
das schon angesprochen hat.
Was das bei potentiellen Übernahmeangeboten für uns bedeuten
könnte,ist denke ich jedem klar.
Wie gesagt im Moment ein sehr hypothetischer Gedanke,aber man weiß
ja nie...
4.Extract Resources
Das habe ich schon mehrmals angesprochen,die Entwicklung bei diesem
Explorer,der eventuell/wahrscheinlich in der Lage sein wird der
weltgrößte Produzent zu werden,wird natürlich auch Auswirkungen auf
uns haben!
Extract verfolgt dabei eine ähnlich Strategie wie unser
Management,indem man offiziell erzählt man wolle Produzent
werden.
Es wird sehr spannend sein,was hier passiert.Und ohne jetzt auf
alle Details näher einzugehen (wer sich mit Extract beschäftigt
hat,weiß worum es geht) ein möglicher Verkauf an eine einzige
Partei (es wird hier viel über die Chinesen als wahrscheinlichsten
Kandidaten spekuliert ???) würde natürlich die Konkurrenten
(Indien,Rußland,Korea,Areva,...) unter Zugzwang setzen, und damit
deren Bereitschaft erhöhen für die Sicherung ihrer Uranlieferungen
Geld auszugeben. (was für uns nur von Vorteil sein kann)
Da sich die Anzeichen verdichten,daß bei Extract demnächst
(Januar/Februar???) irgend etwas passiert,gilt es hier ganz genau
hinzuschauen !
Fazit:
Uns stehen spannende Wochen bevor,vor allem die Springbokergebnisse
und mögliche Entwicklungen bei Extract sollten hier die "Spannung
hochhalten"
Schönen Gruß
Wantedman