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Welche kapitalbildende Lebensversicherung ist noch sicher??

Diskussionsstatistik
eröffnet am 15.12.09 21:49:31
von
neuster Beitrag 12.11.11 14:24:08
von

Anzahl Beiträge: 30
Aufrufe gesamt: 3.656
Aufrufe heute: 2
Diskussionsnr.: 1.154.866
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[ Seite: 123neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 15.12.09 21:49:31
Beitrag Nr.1 
(38.573.739)
Antwort
Zitat
Welche kapitalbildende Lebensversicherung ist noch sicher??


Oder sind kapitalbildende Lebensversicherungen noch sicher??

Welche z.B. in 5 -10-20 Jahren zur Auszahlung kommen.

Macht es noch Sinn in bestehende Verträge weiter Geld einzuzahlen oder sollte hier besser ein Ende mit Schrecken jetzt erfolgen :confused:
Avatar
schrieb am 15.12.09 21:57:56
Beitrag Nr.2 
(38.573.811)
Antwort
Zitat
Mir gab diese Mail vom Freitag, 4. Dezember 2009 21:22 zu denken :confused:


Verbraucherinfo: Wie namhafte Versicherer Verbraucher verarschen (Bitte Lesen!)

Achtung an alle Verbraucher, die sich Lebensversicherungen / Rentenversicherungen
aufschwatzen haben lassen.

Kennen Sie Freunde/Bekannte, die vielleicht vorzeitig ihre Versicherung kündigen mußten
und nur einen Bruchteil von ihrem Geld vom Versicherer zurückerhalten haben?
Vielleicht betrifft es ja sogar Sie?


Holen Sie sich JETZT Nachschlag von den Abzock Versicherern!!

Bitte leiten Sie diese Nachricht auch an Freunde weiter.
An alle, die es betrifft und die, die noch nicht informiert sind.

Wer eine Kapital-Lebensversicherung oder eine private Rentenversicherung ab Januar 1995
abgeschlossen und seither gekündigt hat, kann von seinem Versicherer Nachschlag fordern.
Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in drei Urteilen vom 12. Oktober 2005
(IV ZR 162/03, 177/03 und 245/03) entschieden.
Das gilt auch für fondsgebundene Lebens- oder Rentenversicherung
(Urt. v. 26. September 2007, IV ZR 321/05)!


An dieser Stelle möchten wir uns bei der Verbraucherzentrale in Hamburg für ihre Arbeit
und das Sammeln von Informationen bedanken.
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat nichts mit dem Versenden dieser Email zu tun,
aber die Informationen sind für sehr viele Verbraucher relevant.
Deshalb erhalten Sie diese Email.


Im Jahr werden ca. 80-90 Millionen Versicherungen abgeschlossen, davon beträgt die
Kündigungsrate etwa 5%. Rechnen wir mal mit 85 Millionen, dann sind das 4,25 Millionen
vorzeitig gekündigte Verträge! Macht also 4,25 Millionen (*) mal den Durchschnittswert
von 3200 EUR pro Geschädigten. (siehe weiter unten) Ein nettes milliardenschweres Zubrot.
Nun, und da fragt man sich, warum Versicherer schon wieder einen Wolkenkratzer hochziehen.
Vom Geld der Kunden natürlich. Geld wechselt eben schnell mal den Besitzer, erst gehörte
es dem Kunden und nun eben dem Versicherer.


Verbraucher kündigen den Vertrag nicht aus Leichtfertigkeit, sondern weil die Police
von Anfang an falsch konzipiert war oder weil wegen Trennung, Scheidung, Krankheit oder
Arbeitslosigkeit kein Geld mehr da ist oder weil man Eigengeld für einen Immobilienerwerb
braucht.

Pro Kunde hat die Verbraucherzentrale einen Verlust beim Rückkaufwert von ca. 3200 EUR
ermittelt. Das ist ein Durchschnittswert. Manche Verbraucher haben 60000 EUR eingezahlt und
20000 EUR Rückkaufwert erhalten. Andere widerrum haben für ihre zwei Kinder 5000 EUR
eingezahlt und 2500 EUR nach einigen Jahren ausbezahlt bekommen.

Millionen unglückliche Verbraucher, die hart für ihr Geld gearbeitet haben,
stellen sich die Frage, wohin ihr Geld verschwunden ist...
Das Geld ging an die Versicherer, sprich in sogenannte "Verwaltungskosten und Vermittlergebühren"
(also das Hansel, das ihnen die Versicherung aufgeschwätzt hat)
Leider wurde das ganze schön versteckt in den allgemeinen Geschäftsbedingungen niedergeschrieben.

Die Versicherungsverdreher äh -vermittler von namhaften Gesellschaften drillen ihre Vermittler
eh nur auf Verkäufe, Verkäufe, Verkäufe. Bei Millionen an geprellten Verbrauchern hat kein
Vermittler die tausende Euros an "Verwaltungsaufwand" bei Vertragsabschluss erwähnt, nicht wahr?

Der Bundesgerichtshof und das Landgericht Hamburg haben FÜR die Verbraucher entschieden.

Großer Dank gebührt der Verbraucherzentrale Hamburg!!

WICHTIG:

Von alleine werden sie von den Versicherern nicht informiert, daß sie Geld zurückbekommen!
(Wie sollte es auch anders sein, die wollen IHR Geld ja behalten.)

SIE MÜSSEN EINEN BRIEF AN IHRE VERSICHERUNG SENDEN.
VORDRUCKE GIBT ES BEI DER VERBRAUCHERZENTRALE HAMBURG ZUM RUNTERLADEN.
AUSDRUCKEN, ANSCHRIFT, VERSICHERUNGSNR. UND UNTERSCHRIFT. DAS WARS!


Weiterhin biete ich ihnen noch einen weiteren DOWNLOADLINK an:
(Sollte einer mal nicht erreichbar sein)

An sich müssten die Versicherer von sich aus alle Ex-Kunden informieren und ohne Aufforderung
Nachzahlungen leisten – wie bei einem kaputten Auto, das zurück gerufen wird.
Doch bislang werden die Kunden meist hingehalten. "Aussitzen scheint das Motto zu sein"


Ausführliche Informationen


Musterbrief


Hier gibt es einige aktuelle Beispiele, die Zahlen sprechen für sich, erschreckend oder?

Aktuelle Beispiele


LEUTE MELDET EUCH BEI DEN VERSICHERERN, ES IST EUER GELD!


Das URTEIL vom LG Hamburg ist übrigens erst wenige Tage alt:

23. November 2009

Gerade drei Tage alt sind die Entscheidungen des LG Hamburg. Millionen Verbraucher können jetzt
Nachzahlungen fordern. Das Problem ist riesengroß. Hier ein paar Zahlen:
Die Stornoquote der Versicherer liegt im Branchendurchschnitt über 5 % im Jahr.
Das bedeutet bei einem Bestand von 80 (eher 90) Millionen Verträgen jedes Jahr 4 Millionen Kündigungen!
4 Millionen Mal im Jahr sind die Verbraucher erschrocken und empört.
Denn bei der Kündigung werden die Nachteile der Policen (hohe Abschluss- und Verwaltungskosten,
ungünstige Verrechnungsweise der Kosten) drastisch deutlich.


Am Ende stellt sich die Frage, wer die größeren Gauner sind?
Diebe, die einem die Geldbörse am Strand klauen oder die Leute in den Chefetagen
der Versicherer, die Millionen deutsche Verbraucher wissentlich um ihr Erspartes bringen...


Bitte leiten Sie diese Infos an Freunde und Bekannte weiter!
Auch in Foren und Chaträumen, auf Arbeit, im Wald, im Bett und anderen Orten.
Dann vergeht den Betrügern auch mal das Lachen.

Diese Email wurde millionenfach an Verbraucher gesendet.

Danke fürs Lesen! So nicht "liebe" Versicherer, "Aussitzen" ist nicht!

Viele Grüße
nginx - Bulk since 1997
Avatar
schrieb am 16.12.09 01:01:02
Beitrag Nr.3 
(38.574.508)
Antwort
Zitat
Es ist doch allgemein bekannt, daß man keine Lebensversicherung abschließen sollte, wenn man kein Geld dafür aufbringen kann. Kündigen ist das Dümmste, das man machen kann. Man kann sie auch ruhen lassen, was man mit der Versicherung absprechen kann.
Avatar
schrieb am 16.12.09 12:31:11
Beitrag Nr.4 
(38.576.925)
Antwort
Zitat
M.E. droht den Versicherern so oder so eine Kündigungswelle. Die Zeit wird schnelllebiger, langfristige Arbeitsplätze wird es nicht mehr geben, von Beamten alleine wird eine Versicherung nicht überleben. Bei immer weniger in der Lohntüte, werden sich die Menschen genau überlegen, was sie an Versicherungen überhaupt benötigen.

Wir doch eh alle komplett überversichert, kein Mensch braucht diese Sche...

Es braut sich sozusagen ein neues Szenario zusammen.
Avatar
schrieb am 16.12.09 14:10:20
Beitrag Nr.5 
(38.577.791)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.573.739 von GueldnerG45S am 15.12.09 21:49:31So wirklich auf die Beantwortung der Frage bezieht sich bisher keiner der Beiträge.

Zumindest scheinst du eher optimistisch zu sein, weil du von "kapitalbildender Lebensversicherung" sprichst, passender wäre der ebenfalls verwendete Begriff "Kapitalgebundene Lebensversicherung".

Sicherheit hat für jeden eine andere Bedeutung. Die Frage ist, was willst du absichern.
Geht es dir darum deine Nachkommen finanziell abzusichern falls du vorzeitig abtreten musst, geht es nur um einen Kapitalaufbau für die Altersvorsorge oder dient die Versicherung als Absicherung (Tilgungsträger) eines Kredites?

Deiner Fragestellung nach läuft dieses Ding schon, weil du dich auf die Sicherheit zum Auszahlungszeitpunkt beziehst.
Ehrlich gesagt, kann dir niemand die richtige Antwort geben.

> Ziemlich sicher dürfte sein, dass die Rendite gegenüber den Prognosen bei Abschluss des Vertrages erheblich niedriger sein wird. Wenn weltweit die Zinsen sinken, kann auch die Versicherung keine höheren Erträge herzaubern. Hängt zwar auch davon ab wieviel in festverzinslichen Papieren oder in Aktien investiert ist.
> Sollte die Versicherungsgesellschaft in Konkurs gehen, dürfte sie genauso vom Staat "gerettet" werden wie bisher die Banken. Je systemrelevanter die Gesellschaft, desto eher springt der Staat ein. Das geschieht schon aus Angst vor dem Aufschrei der Bevölkerung, wenn x-tausende um ihre Altersvorsorge umfallen.
> Was könnte noch schlimmer sein? Die Staaten wären finanziell nicht mehr in der Lage alle notleidenden Unternehmen zu retten. Dagegen gibt es keine Versicherung.
> ...das würde aber dann eher in eine Hyperinflation enden. In diesem Fall ist dein Geld sicher, nur leider kaum mehr was wert.

Besser weiß ich es auch nicht. Mir persönlich wäre die Bindung zu lange, da wäre mir ein Fonds lieber, Aktien sind nicht jedermanns Sache.
Avatar
schrieb am 16.12.09 14:28:16
Beitrag Nr.6 
(38.577.946)
Antwort
Zitat
Lebensversicherungssparer werden in einigen Jahren das böse Erwachen erleben.

allein die Milliarden an Italien-Anleihen in den Portfolios der Versicherungsgesellschaften sollten Lebensversicherungssparern schon jetzt schlaflose Nächte besorgen.

Avatar
schrieb am 08.01.10 12:58:39
Beitrag Nr.7 
(38.692.518)
Antwort
Zitat
:) Gut das ich schon alte Verträge habe :)



Immer weniger Zinsen! Lohnt sich für mich noch eine Lebensversicherung?
Von STEFAN ERNST u. CHRISTIN MARTENS

Wegen der Krise am Finanzmarkt wollen viele Lebensversicherer ihre Verzinsung für 2010 senken. Im Schnitt fällt die laufende Verzinsung der Sparguthaben um 0,09 auf 4,20 %, so die Experten der Rating-Agentur Assekurata. BILD erklärt, was das bedeutet.



Sinken die Zinsen nur vorübergehend?

Nein! Kaum ein Experte rechnet mit deutlich steigenden Zinsen. Derzeit halten die Versicherer ihre Rendite sogar noch künstlich hoch, indem sie ihre Rücklagen auflösen.

Wie viel Geld fehlt mir im Alter, wenn die Zinsen weiter unten bleiben?

Bei kleinen Verträgen mit 30 000 Euro Versicherungssumme können 4000 bis 5000 Euro fehlen, bei größeren über 200 000 Euro (z. B. zur Baukredittilgung) sogar 40 000 Euro.

Wie schließe ich solche Lücken?

Jährliche Standmitteilung des Versicherers mit dem ursprünglichen Zinsversprechen vergleichen! Bei Lücken zusätzlich Geld in einen Bank- oder Bundesschatzbrief-Sparplan (Dauerauftrag ab 50 Euro/Monat, zum Teil ohne Gebühren) stecken. Tipp: Vorsorgerechner wie www.test.de/finanzbedarf nutzen.
http://www.test.de/themen/geldanlage-banken/rechner/-Altersv…

Lohnt sich die Lebensversicherung noch als Alters-Vorsorge?

Experten raten kaum noch zum Abschluss eines neuen Vertrages! Grund: Der Garantiezins liegt seit 2007 nur noch bei 2,25 % (bis Juni 2000 gab es noch 4 %)! Außerdem wird der Ertrag (Auszahlungssumme minus eingezahlte Beiträge) der klassischen Lebensversicherung seit 2005 voll besteuert.

Ausnahme: Wer bei Auszahlung 65 ist und einen Vertrag über mindestens 12 Jahre hatte, muss nur die Hälfte versteuern.

Was sind gute Alternativen?

Die staatlich geförderten Riester-Verträge, aber auch die betriebliche Altersvorsorge über Direktversicherung beim Arbeitgeber, die steuerliche Vorteile bringt.

Wer berät mich gut und unabhängig?

Verbraucherzentralen, zertifizierte Honorarberater. Auch das Sonderheft Altersvorsorge von Stiftung Warentest/finanztest gibt einen guten Überblick. Auf keinen Fall zur Hausbank gehen, die meist provisionsorientiert eigene Produkte aufschwatzen will.

Soll ich jetzt kündigen?


Nein, das ist auf keinen Fall zu empfehlen. Gerade ältere Verträge mit hohem Garantiezins zwischen 2,75 % und 4 % sind heute Gold wert. Die hohen Zinsen sowie die Überschussbeteiligungen wurden Jahr für Jahr gutgeschrieben und würden verloren gehen.

Kann ich den Anbieter wechseln?

Das ist nicht möglich!

Kann ich gegen die sinkenden Zinsen Widerspruch einlegen?

Nein, das bringt nichts.

Kann ich meine Versicherung auch verkaufen?

Das ist zwar möglich, ist aber in aller Regel kein gutes Geschäft. Oft gibt es 2 % bis 3 % mehr Geld zurück als bei einer Kündigung, aber dafür wird das Geld oft erst ein halbes Jahr später ausgezahlt. Vorsicht: Häufig versprechen die Anbieter am „Zweitmarkt“ 10 % bis 15 % mehr, die aber nie gezahlt werden.

WICHTIG: Wenn doch verkauft werden muss, dann einen Anbieter im Verband BVZL nehmen und Angebote verschiedener Verbandsmitglieder vergleichen.

Kann ich die Beiträge aufstocken?

Ja, aber nur bei „dynamisierten“ Verträgen, deren Beiträge ohnehin regelmäßig angepasst werden.

Was ist, wenn ich mir die Beiträge nicht mehr leisten kann?


Meist lässt sich der Anbieter auf eine befristete Stundung („Beitragsfreistellung“) oder eine Reduzierung des Beitrags ein. Aber: Dann wird die Versicherungssumme niedriger, das Geld könnte im Alter fehlen.

Fachliche Beratung: Susanne Meunier, Finanztest; Thorsten Rudnik, Bund der Versicherten

http://www.bild.de/BILD/ratgeber/geld-karriere/2010/01/08/le…



So bekommen Sie einen Kredit für die Lebensversicherung

Viele fragen sich, wie sie sich den Beitrag zur Lebensversicherung leisten können, wenn gerade Geldnot herrscht.
Wenige wissen: Der Vertrag kann auch zum Kurzzeit-Kredit umfunktioniert werden – nicht nur bei Existenzgründern und Freiberuflern! BILD erklärt das „Policen-Darlehen“:

Marktführer Allianz Leben zahlt den Kredit meist nach einer Woche aus, koppelt ihn aber folgende Voraussetzungen:

Das Minimum-Darlehen liegt bei 1000 Euro.

Der Vertrag ist nicht beitragsfrei gestellt.

Höchstsumme ist der aktuelle Rückkaufwert, der oft schon zwei Jahre nach Vertragsbeginn ausreichend hoch ist, um beliehen zu werden.

Im Normalfall zahlt der Kunde die laufenden Zinsen (je nach Laufzeit zwischen z. B. 5,2 % und 6,1 %) zusammen mit seinem Beitrag zurück.

Rückzahlungen sind oft frühestens nach sechs Monaten möglich – entweder ganz oder in Teilbeträgen.

Bei festen Laufzeiten ist das Darlehen zum vereinbarten Termin in einer Summe fällig. Ist die Tilgung dann nicht möglich, wird die Kreditsumme mit dem Auszahlungsbetrag der Lebensversicherung verrechnet.

WICHTIG: Wenn das Darlehen nicht zurückgezahlt wird, kann die Altersvorsorge gefährdet sein!http://www.bild.de/BILD/ratgeber/geld-karriere/2010/01/08/le…
Avatar
schrieb am 21.01.10 23:09:43
Beitrag Nr.8 
(38.786.984)
Antwort
Zitat
21.01.2010, 17:53
SPD-Finanzexperte Schneider
„Niemand braucht die Hypo Real Estate“

Die Skandalbank Hypo Real Estate ist für den Steuerzahler ein Fass ohne Boden. SPD-Finanzexperte Schneider befürchtet das Schlimmste – und will reinen Tisch machen.
Von FOCUS-Online-Redakteur Ansgar Siemens

http://www.focus.de/finanzen/banken/spd-finanzexperte-schnei…

Ohne Ahnung
Irgendwie versteht man nun, warum die SPD nichts versteht. Das Dilemma der HRE heißt DEPFA. Die Übernahme der von den Vorgängern marodiserten Deutschen Pfandrechtsbank während der Verlegung von Wiesbaden nach Dublin ist das Problem. Schließlich sind die meisten Lebensversicherer, Banken und Versicherung hier mit Anlagevermögen involviert.


Wenn die HRE fällt, fällt die Lebensversicherung, von den meisten Deutschen. Schätzungen gehen von 30-50% Verlusten aus. Dann ist Krieg IN Deutschland
Avatar
schrieb am 22.01.10 07:28:26
Beitrag Nr.9 
(38.787.602)
Antwort
Zitat
Na Güldner , Schon Angst ?Du weisst, der Crash kommt und viele Versicherungen werden nicht überleben. Dein Geld wird vernichtet
Avatar
schrieb am 07.02.10 16:17:53
Beitrag Nr.10 
(38.898.932)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.787.602 von Procera am 22.01.10 07:28:26Bei Aktien und Fonds jetzt noch rechtzeitig aussteigen, Du könntes Recht haben :confused:

Doch was mit den`Kapitalbildenden LV`s jetzt tun, Beitragsfrei stellen oder kündigen oder weiterzahlen :confused:

Wer kennt diesen Bericht :confused:

Interview mit Crash-Prophet Leuschel
Ich erwarte Hyperinflation und einen Anleihecrash"


Roland Leuschel gilt als notorischer Crash-Prophet. Der heute 72-Jährige begründete seinen Ruf, als er in den Jahren 1987 und 1989 die weltweiten Kursstürze an den Börsen vorhersagte. Und auch jetzt prognostiziert er Düsteres.


Leuschel rechnet weltweit mit einer zehnjährigen Rezession.
Foto: Börse Online/Horst Wagner


Herr Leuschel, schlafen Sie manchmal unruhig?

Seltsame Frage. Warum wollen Sie das wissen?

Manche Szenarien, die Sie in den vergan­genen Jahrzehnten entwickelt haben, wirken so düster wie Albträume.

Das mag vielleicht so erscheinen. Es handelt sich aber um alles andere als Fantasien. Ich analysiere lediglich die Lage und ziehe rationale Folgerungen daraus. Außerdem: Alle Crashs, die ich vorhergesagt habe, waren letztlich schlimmer, als ich selbst gedacht hatte. Das zeigt schon, dass es mir an negativer Fantasie fehlt.


Wir glauben trotzdem, dass Sie ein unverbesserlicher Pessimist sind.

Keineswegs. Ich bin ein Optimist, allerdings mit Erfahrung - also ein Realist. Ich galt sogar lange Zeit als ausgesprochener Haussier. Doch schon Mitte der 80er-Jahre wurde mir klar, dass es am Aktienmarkt zu Übertreibungen gekommen war. Und dann habe ich die Crashs von 1987 und 1989 richtig vorhergesagt, Letzteren übrigens in BÖRSE ONLINE.

An Ihre damalige Treffsicherheit erinnern wir uns gern. Seitdem haben Sie meist vor Aktieninvestments gewarnt, und der Dax steht dennoch um ein Vielfaches höher als damals. Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn jemand wegen Ihnen falsch investiert hat?

Nein. Wer sein Vermögen selbst verwaltet, muss auch die Verantwortung dafür tragen. Und es ist auch möglich, dass man mich falsch interpretiert hat.

Wie bitte? Sie haben beispielsweise im Jahr 2004 vorhergesagt, dass der Dax auf 2200 Punkte fällt. Das ist nicht einmal annähernd eingetreten.

Aber ich hatte gleichzeitig einen Einstieg in Gold empfohlen, und wer diesem Tipp gefolgt ist, hat ein sehr gutes Geschäft gemacht. Außerdem hatte ich im Jahr 2008 geschrieben, dass sich der Dax halbieren wird. Und das ist tatsächlich eingetreten. Außerdem: Warten Sie doch ab, ob der Dax nicht tatsächlich noch auf 2000 Punkte fällt.

Roland Leuschel


gilt als notorischer Crash-Prophet. Der heute 72-Jährige begründete seinen Ruf, als er in den Jahren 1987 und 1989 die weltweiten Kursstürze an den Börsen vorhersagte. Er war in den 60er-Jahren Finanzanalyst bei EIR, der ersten ­Researchgesellschaft, die europäische Aktien auf breiter Basis untersucht hat. Anschließend arbeitete Leuschel jahrzehntelang als Chefstratege für die belgische Banque Bruxelles Lambert. Nach schweren gesundheitlichen Problemen ging er im Jahr 1995 in Pension, beschäftigt sich aber immer noch intensiv mit den Börsen. Unter anderem schreibt er Kolumnen für das Capital-Schwestermagazin "BÖRSE ONLINE" und ist Autor mehrerer Bücher.

Sein neuestes Werk "Die Inflationsfalle" - gemeinsam verfasst mit Claus Vogt, Leiter der Researchabteilung bei der Quirin Bank schoss schnell in den Bestsellerlisten nach oben. Leuschel ist verheiratet, hat vier ­Kinder und acht Enkel. Er lebt abwechselnd an der portu­giesischen Algarve, in einem Vorort von Brüssel und im bayerischen Starnberg


Die Vorhersage von 2004 war aber doch eindeutig auf einen kurzen Zeitraum angelegt.

Das Timing ist natürlich immer ein Pro­blem. Mit solchen Äußerungen will ich nur sagen: Vorsicht, es kommt noch was. Alles hat nach dem Crash von 1987 angefangen. Die richtige Reaktion wäre gewesen, eine Rezession zuzulassen, und der Markt hätte sich selbst bereinigt. Der damalige Notenbankchef Alan Greenspan hat aber alles getan, um den Crash auszubügeln. Er hat interveniert, und es wurden 20 Jahre lang Schulden auf Schulden gehäuft. Das hat das Problem immer größer werden lassen. Und nach dem Minicrash, den wir im Jahr 2008 hatten, haben wir wieder dasselbe getan. Deshalb steht uns der riesengroße Megacrash noch bevor.

Ach, wirklich?

Glauben Sie mir: Mit großer Wahrscheinlichkeit gehen wir auf einen Anleihecrash zu - also stark steigende Zinsen und damit auf einen enormen Kursverfall der Papiere. Es kann noch ein bis zwei Jahre dauern, aber ich befürchte, es geht schneller, als wir glauben.

Warum denn das?

Zum einen wegen der drastisch erhöhten Staatsverschuldung. In den USA wird 2010 das Haushaltsdefizit 9,9 Prozent betragen, das ist gigantisch. Zweitens wird der jährliche Schuldendienst drastisch expandieren. Schon jetzt liegt er in den USA bei 650 Dollar pro Kopf. Er wird schnell auf 1000 Dollar steigen.

Das klingt noch nicht sonderlich zwingend.

Der Hauptgrund ist die unverantwortliche Politik der Notenbanken, die unglaublich viel Geld in den Markt gepumpt haben. Das wird die Inflationserwartungen steigern und damit am Rentenmarkt die Zinsen.

Wie massiv könnte der Crash ausfallen?

Ich schätze, es wird einen Aufschlag von fünf Prozent in der Bondrendite geben. Das entspricht ungefähr dem Umfang des Anleihecrashs von 1993, als die Kurse um ein Drittel einbrachen. Doch wird sich die Krise nicht nur auf die Finanzmärkte beschränken. Wir werden zusätzlich eine Hyperinflation bekommen.

Da hätten wir gern konkrete Zahlen.

In den USA werden wir zehn Prozent ­Inflation überschreiten und in Europa fünf Prozent.

Aber für solche Raten ist doch der Begriff Hyperinflation unpassend. Deutsche denken bei diesem Wort an das Jahr 1923, als die Geldentwertung millionenfach so hoch war.

Fünf Prozent Inflation führen aber auch schon zu einer dramatischen Entwertung des Vermögens.

Interview mit Crash-Prophet Leuschel
"Ich erwarte Hyperinflation und einen Anleihecrash"Sie schreiben in Ihrem Buch "Die Inflationsfalle", dass es zu Staatsbankrotten kommen kann. Auch in Deutschland?



Ja, in dem Sinne, dass eine Inflation eine Art von Staatsbankrott ist. Sie entwertet die Schulden des Staates massiv. Der Staat kauft sich quasi von den Schulden frei.

Sie versetzen die Leute mit dem Inflationsszenario in Angst und Schrecken. Dabei haben wir im Moment kaum Preissteigerungen.

Es kommt darauf an, wie man Inflation definiert. Wenn man Kreditmenge plus Geldmengenzuwachs im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung nimmt, liegen wir in den USA derzeit bei 13,5 Prozent. Das würde bedeuten, dass wir Inflationsraten im selben Umfang bekommen.

Es kommt aber nicht nur auf die Geldmenge an, sondern auch auf die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes. Und die ist derzeit ex­trem niedrig, weil die Geschäftsbanken kaum Kredite ausgeben.

Das kann sich ganz schnell ändern. Sobald die Inflationsraten anziehen, steigt auch die Umlaufgeschwindigkeit. Das ist ein Teufelskreis, dann gerät die Sache völlig außer Kontrolle.


Was meinen Sie damit?

Da sich die Staaten dann keine weiteren Schulden leisten können, wird dramatisch gespart. Die Leute verlieren ihre Arbeit, müssen mit weniger Sozialleistungen auskommen und können sich ihr Essen nicht mehr leisten. Es wird zu Massen­protesten und zu sozialen Unruhen kommen.

Wie haben Sie sich auf den Crash vorbereitet?

Ich habe mir sehr viel Sicherheitstechnik geleistet. So gibt es in meinem Haus in Portugal eine riesige Kameraanlage, mit der ich jederzeit von jedem Punkt der Welt am Computer mein Haus sehen kann.

Und in finanzieller Hinsicht?

Mit Edelmetallen. Das war für mich persönlich die beste Vorhersage, als ich im Jahr 2004 geraten habe: Steckt 25 Prozent des liquiden Vermögens in physisches Gold. Damit habe ich pro Jahr 100 Prozent gemacht.

Haben Sie zwischendurch verkauft?


Nein, ich kaufe sogar bei kleineren Korrekturen nach. Ich mache etwas, was man streng genommen in der Portfolio­verwaltung nie machen darf. Schon die 25 Prozent waren eigentlich zu viel.

Welche anderen Anlagen haben Sie momentan?

70 Prozent meines liquiden Vermögens sind in Gold und Silber investiert. Dabei ist der Anteil von Silber etwas größer als der von Gold, weil ich glaube, dass Silber immer noch billig ist und der Preis stärker steigen wird. Meine Vorräte lagern in Tresoren verschiedener Länder. Fast der komplette Rest steckt in Cash. Einiges in Schweizer Franken, das meiste in Euro, nichts in Dollar.

Leuschels Anlagegrundsätze


1. Misstrauen Sie Staat und Notenbanken.


2. Versuchen Sie herauszufinden, was die Mehrheit der Leute denkt.


3. Orientieren Sie sich daran - egal ob Sie es inhaltlich für richtig halten.


4. Crashs gehören zu den Finanzmärkten dazu - man muss sie als Chancen für den Einstieg sehen



Sie besitzen also keine Anleihen?

Nein, allerdings Short-Papiere der Deutschen Bank auf den Gesamtmarkt (WKN: DBX&8201;0AW).

Wie sieht es mit Aktien aus?

Da bin ich langfristig ebenfalls skeptisch. Ich rechne weltweit mit einer Rezession von zehn Jahren, bis das wirtschaftliche Gleichgewicht wiederhergestellt ist - ähnlich wie es zuletzt in Japan lief. Deshalb besitze ich einige Short-Positionen in Form von Papieren der Royal Bank of Scotland auf Dax (WKN: AA0&8201;H55) und Dow Jones (WKN: AA0&8201;HLX). Zusätzlich habe ich einige ETFs, etwa von Robeco auf China (WKN: A0C&8201;A01), um ein Gefühl für den Markt zu behalten.

Sie haben also keine einzelnen Papiere?

Einzelaktien sind derzeit kein Thema für mich, weil sie wegen der fehlenden Streuung das Risiko in meinem Portefeuille erhöhen würden. Außerdem ist mir der Aufwand, einzelne Titel herauszusuchen, zu groß.

Was ist Ihre Dax-Prognose zum Jahresende?

Es würde mich nicht wundern, wenn wir bei 4000 bis 4500 Punkten landen.

Zurück zu Ihrer aktuellen Crash-Prognose. Sie machen den amerikanischen Notenbankchef Ben Bernanke und seinen Vorgänger Alan Greenspan für einen Gutteil der Krise verantwortlich. Was würden Sie tun, wenn Sie ein Jahr lang an deren Stelle wären?

Ein Tag wäre genug. Ich würde sagen: Leute, den Crash können wir nicht mehr verhindern, ich trete zurück. Es ist das Notwendige nicht durchsetzbar, weil die Politik von der Finanzlobby beherrscht wird. Das gilt im Großen und Ganzen auch für die Europäische Zentralbank.

Was sollte getan werden?

Bernanke müsste die Zinsen drastisch erhöhen, um die ausgeuferte Geldmenge zu verkleinern und die Inflationsgefahr zu bannen. So wie es die Ausnahmeerscheinung Paul Volcker, der Vorvorgänger Bernankes, Anfang der 80er-Jahre getan hat. So mutige Leute gibt es aber heute nicht mehr. Wir hatten damals Zinsen von 18 Prozent. Das würde eine Zeit lang die Wirtschaft schwächen, aber hinterher wäre die Krise überwunden.

Bernanke war Mann des Jahres 2009 im "Time Magazine". Liegen die Journalisten mit dieser Auszeichnung wirklich so falsch?

Hitler, Stalin, Bernanke - alle drei haben diese Auszeichnung bekommen. Hitler im Jahr 1938, Stalin ein Jahr später. Beide haben hinterher ein ziemliches Chaos angerichtet. Das haben die Journalisten dann auch kapiert. Und ich glaube, dass sie irgendwann einmal sagen: Bernanke war verantwortlich für das Chaos, das wir demnächst sehen werden.

05.02.2010
von Martin Reim und Erich Gerbl


http://www.capital.de/finanzen/aktien/100027877.html

http://www.capital.de/finanzen/aktien/100027877.html?p=2

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