
Dann können wir auch nicht mehr Auto fahren


Wir werden in Zukunft keine Öl mehr brauchen, wenn der
Horxrecht haben sollte, was ich mal so einfach in Frage
stellen möchte

Was kann aus Österreich schon gutes kommen

(sorry)
Matthias Horx
Zukunftsforscher fordert verdoppelten Ölpreis
Montag 07.02.2011, 11:17 ·
von FOCUS-Online-Redakteur Martin Vogt,
Wien
„Das beste, was uns passieren kann, sind 200
Dollar pro Fass Rohöl“, sagte Horx zum Rohölpreis
Zukunftsforscher Matthias Horx sieht einen kommenden Ölpreisschock
als Startschuss zum Umdenken. Die automobile Zukunft kann für ihn
nur elektrisch sein – und ohne die großen Stromkonzerne.
„Das Beste, was passieren kann, ist ein Preis von 200 Dollar pro
Ölfass“, sagt Matthias Horx. Bestimmt, sicher, selbstverständlich.
Horx, Jahrgang 1955, Journalist und Publizist, studierter
Soziologe, kennt man seit einigen Jahren vor allem als Trend- und
Zukunftsforscher. An diesem Tag soll es um Mobilität und Autos
gehen. Horx soll seine Sicht der Dinge darlegen, eine Prognose
stellen, was passieren wird in den kommenden Jahrzehnten.
Was man fairerweise sagen muss: Der gebürtige Düsseldorfer und
Wahl-Wiener spricht nicht zufällig über Mobilität und Energie.
Toyota hat ihn darum gebeten. Horx probiert momentan auch ein
Toyota-Modell aus, den Prius „Plug In“, eine Version des
Hybridautos mit zusätzlicher Steckdose zum Laden von außen und
deutlich vergrößertem Batteriepack, mit dem bis zu 20 Kilometer
rein elektrisches Fahren möglich sind. Es steht unten in der Garage
seines „Zukunftshauses“ in Wien, das Horx gleichzeitig als
familiäre Heimstätte und Demonstrationsobjekt dient, und hängt am
Ladestrom. Toyota wird das Modell auch in Deutschland anbieten,
aber wohl nicht vor Ende 2012. Und der Mehrpreis zum normalen Prius
(25 750 Euro) wird wohl acht- bis zehntausend Euro betragen.
Öl ist zu billig
Aber zurück zu Matthias Horx und der Gesprächssituation.
Erstaunlicherweise stimmen solche Momente bisweilen frappierend gut
zu den Realitäten um sie herum. In Nordafrika rebellieren ganze
Völker gegen ihre despotischen Machthaber. Was bereits reicht, um
den Ölpreis in die Höhe zu treiben. Auch wenn das Eine mit dem
anderen objektiv nichts zu tun hat und erst ziemlich komplizierte
Mittelbarkeiten und Konjunktive eine Verbindung erahnen lassen: Der
steigende Ölpreis, der wie eine Fieberkurve über der Weltwirtschaft
hängt, ist dieser Tage ein mindestens genauso wichtiges Thema wie
die Proteste in Nordafrika. Am Ölpreis hängt vieles in der
Wirtschaft, auch die Frage, wie es weitergeht mit dem Auto und
seinem Antrieb. Horx erachtet wie so viele Kenner der Materie einen
hohen Ölpreis als Segen.
Warum? Weil nach jetzigem Stand der Entwicklung der Ölpreis
konkurrenzlos niedrig ist. Und wenn der Liter Super momentan 1,48
Euro kostet, mag der schlecht verdienende Pendler zwar bei jeder
Tankfüllung stöhnen und Multis und Staatssteuern auf das
Lebenselexier der Moderne verfluchen. In Wahrheit aber ist Benzin
noch immer sehr günstig. So günstig, dass die Zukunft nach dem
Benzin noch immer nicht beginnen kann, weil sich alternative
Techniken nie amortisieren. Elektroautos wie Opels Ampera für mehr
als 40 000 Euro? Rechnen sich erst, wenn man gleich mehrere
Autoleben zusammenaddieren würde. In unseren letztlich finanziell
dominierten Gesellschaften verhindert mangelnde Rentabilität
zuverlässig die Verbreitung neuer Technologien, die zukünftig die
einzige Möglichkeit sein könnten.
http://www.focus.de/auto/neuheiten/spritsparkonzepte/tid-212…